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Benutzername: Hörnchens Büchernest


Bewertungen

Insgesamt 82 Bewertungen
Bewertung vom 08.10.2021
Die Flucht beginnt / Survivors Bd.1
Pfeiffer, Boris

Die Flucht beginnt / Survivors Bd.1


gut

Inhalt:
Als Zacky wie immer in seiner Felsspalte erwacht, weiß er sofort, dass etwas nicht stimmt: Es ist warm und gleichzeitig dunkel. Auch die anderen Gesetze am Riff scheinen außer Kraft, denn mit der Hitze kommt der Hunger, und mit dem Hunger die gefährliche Fressstille. Nicht nur Heuler, der Hai, ist völlig außer Sinnen und jagt jeden, der ihm ins Visier kommt. Alle suchen vergeblich in den Liedern ihrer Vorfahren nach Rat, doch keines der Lieder berichtet vom Ausbleichen der Korallen oder von den gefährlichen Squids, die der Hunger aus der Tiefe nach oben treibt. Nur wenn die Riffbewohner zusammenhalten, gibt es eine Rettung ...

Meinung:
Fisch Zacky fällt eines Morgens auf, dass das Riff in dem er lebt sich verändert hat. Es ist plötzlich so warm hier und dabei herrscht eine komische Dunkelheit. Aufgrund der Hitze kommt der Jagdtrieb einiger Fische durch und so ist der Hai Heuler, plötzlich nicht mehr richtig zurechnungsfähig und greift andere Fische in der Putzstation an. Eine Sache, die es so noch nie gegeben hat. Damit nicht genug machen die gefährlichen Squids, Wesen aus der Tiefe, den Riffbewohnern ordentlich Angst.

Auf diese Geschichte habe ich mich ganz besonders gefreut, da ich zwar schon einige Geschichten mit sprechenden Tieren, jedoch so gut wie noch gar keine Geschichte über sprechende Fische gelesen habe.
Daher freute ich mich enorm auf dieses Meeresabenteuer.

Doch bereits der Einstieg in die Geschichte war für mich nicht ganz so einfach. Denn die Handlung war von Beginn an recht wirr aufgebaut. Ich hätte mir zu Anfang des Buches beispielsweise eine Erklärung darüber gewünscht, um welche Fischart es sich bei Zacky handelt. Zwar erhält der Leser diese im Laufe der Geschichte, ich hätte es jedoch gleich zu Beginn der Geschichte einfach stimmiger gefunden.
Ähnlich sieht es mit vielen anderen Dingen aus, die der Autor zwar fast alle im Laufe der Geschichte erläutert, für mein persönliches Verständnis wäre es dennoch einfacher gewesen, diese recht zu Beginn der Geschichte einzubauen.

So hatte ich während des Lesens nur bedingt Spaß mit der Geschichte.
Die eigentliche Handlung und der Grundgedanke haben mir jedoch sehr gut gefallen. Ich finde es toll, was für Begrifflichkeiten sich Boris Pfeiffer beispielsweise für die Sonne oder die Menschen hat einfallen lassen. Dies verleiht der Unterwasser-Geschichte eindeutig Authentizität und Charakter.

Wie oben bereits angerissen fehlte mir ein wenig die Erläuterung der verschiedenen Fischarten. Ich hätte es hier klasse gefunden, wenn es zu Beginn des Buches eine kurze Charakterdarstellung mit Bild gegeben hätte. Das hätte mir das Lesen doch deutlich einfacher gemacht. So muss man fast ein bisschen danach suchen, um die verschiedenen Fischarten identifizieren zu können.

Sehr gelungen ist allerdings der Grundgedanke zum Thema Klimawandel. Das Sterben des Riffs und das Artensterben werden auf beeindruckende Weise dargestellt. Dies stimmt einen als Leser einfach traurig, da es sich hierbei nun einmal um keine Fantasie, sondern die knallharte Realität handelt. Dennoch empfinde ich es als sehr wichtig bereits jungen Lesern dieses Wissen zu vermitteln.

Auch die Zeichnungen von Theresa Tobschall haben mir viel Freude bereitet. Immer wieder darf man sich auf Bilder mit jeder Menge Fische freuen.

Als das Abenteuer dann gerade so ein wenig Fahrt aufnimmt, ist leider schon Schluss mit der Geschichte. Daher muss man sich nach gut 120 Seiten mit einem offenen Ende begnügen. Doch zum Glück erscheint der zweite Band bereits im Januar nächsten Jahres.

Fazit:
Ich muss gestehen, dass ich eindeutig mehr von der Geschichte erwartet habe. Vieles war für mich etwas verwirrend, die Erläuterungen bzw. ein Wissensteil zu den verschiedenen Fischarten hat mir gefehlt und wo die Geschichte dann so richtig Fahrt aufnimmt, ist sie dann leider auch schon wieder vorbei.
Für mich wurde hier reichlich Potenzial verschenkt, sodass ich leider nur 3 von 5 Hörnchen verg

Bewertung vom 08.10.2021
Eine monstermäßig nette Familie
Harel, Maike

Eine monstermäßig nette Familie


sehr gut

Inhalt:
Mit der Ankunft von Löckerlings neuem Baby zieht eine merkwürdige Familie ins Nachbarhaus. Die machen Schlammbäder und wechseln ihre Haarfarbe. Und warum interessiert sich dieser komische Journalist für das Baby? Ist es, weil es auffallend schnell wächst und außergewöhnliche Kräfte zeigt? Als dann die Nachbarskinder in das Haus der Löckerlings einbrechen, sind sich Jonna und Luis sicher, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht …

Meinung:
Die Geschwister Jonna und Luis Löckerling staunen nicht schlecht als im alten Nachbarhaus eine etwas komisch wirkende Familie einzieht. Die Familienmitglieder scheinen öfters ihre Haarfarbe zu wechseln (beispielsweise lila oder grün) und nehmen Schlammbäder. Jonna und Luis Eltern nehmen die neuen Nachbarn jedoch gar nicht richtig wahr, denn Jonna und Luis Mama ist schwanger und das Baby kommt bald auf die Welt. Die beiden Kinder sind sich sicher, dass etwas mit dieser neuen Familie absolut nicht stimmt. Als dann auch noch ein mysteriöser Journalist auftaucht und herumschnüffelt, fangen Jonna und Luis an Fragen zu stellen und lernen die Nachbarskinder kennen. Dadurch kommen sie ihrem Geheimnis auf die Spur.

Von Autorin Maike Harel habe ich bereits „Bittermonds Bucht“ gelesen. Da mich der Ideenreichtum und die schöne Geschichte überzeugen konnten, war ich neugierig auf das neueste Werk der Autorin.

„Eine monstermäßig nette Familie“ ist von der Grundthematik her natürlich ganz anders als „Bittermonds Bucht“. Die Geschichte dreht sich um das Alltagsleben einer Familie, bis die etwas komisch wirkende Nachbarsfamilie nebenan einzieht. Man kann daher schon erahnen, dass es auch fantastische Elemente in der Geschichte geben wird.
Ich persönlich war positiv überrascht davon, welche Hintergrundgeschichte die Nachbarsfamilie aufweist. Denn diese Art von Wesen (aus Spoilergründen möchte ich hier nichts vorwegnehmen) kam bisher noch nicht so oft in den Fantasygeschichten vor, die ich gelesen habe.

Aber auch mit den Charakteren werden sich die jungen Leser sicherlich gut identifizieren können. Mir persönlich hat es besonders gut gefallen, dass die Geschwister Jonna und Luis ein tolles Verhältnis zueinander haben. Einzig etwas anstrengend war für mich die Mutter der Beiden. Sie wurde mir hier doch etwas zu überspitzt dargestellt. So können die Kinder quasi vor und nach der Geburt ihres Geschwisterchens tun und lassen was sie wollen, denn die Mutter nimmt außer dem Baby nichts anderes mehr wahr. Dies ist allerdings nur ein kleiner Kritikpunkt am Rande.

Die Geschichte ist von Anfang an leicht mysteriös, da man gemeinsam mit Jonna und Luis miträtselt wer oder was die neue Nachbarsfamilie denn nun eigentlich ist. Auch der plötzlich auftauchende Journalist tat sein Übriges dazu, damit die Spannung hoch blieb.
Das Spannungsniveau ist dem empfohlenen Lesealter von 9 Jahren jedoch zu jeder Zeit gut angepasst.

Gegen Ende hin wurde alles zu meiner vollsten Zufriedenheit aufgelöst. Und ich persönlich finde es zur Abwechslung sehr erfrischend hier einen Einzelband und keine Reihe in den Händen zu halten.

Fazit:
Kinder ab 9 Jahren werden sicherlich großen Spaß mit der Geschichte, den Irrungen und Wirrungen, den magischen Fähigkeiten und der Auflösung der vielen Geheimnisse haben. Auch ich wurde gut unterhalten und habe die Zeit bei Familie Löckerling und ihren neuen Nachbarn genossen.
Ich vergebe gute 4 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 08.10.2021
Sie schlüpfen auch in deiner Stadt / Bloom Bd.2
Oppel, Kenneth

Sie schlüpfen auch in deiner Stadt / Bloom Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:
Gerade noch gelang es Anaya, Petra und Seth die Erde von dem schwarzen Gras zu befreien. Doch dann kommt der Regen. Schon wieder. Und er bringt Schlimmeres als zuvor: Würmer, Horrorwürmer.
Wieder müssen die drei Außenseiter die Welt vor einer Bedrohung retten. Aber vor wem genau, Aliens oder Menschen? Vor allem müssen sie sich entscheiden, auf wessen Seite sie stehen – oder fliegen oder schwimmen -, denn sie selbst sind zur Hälfte außerirdischen Ursprungs.
Rasant, humorvoll und gruselig!

Meinun:
Anaya, Petra und Seth haben gerade die Bekämpfung des gefährlichen schwarzen Grases überstanden, da steht schon die nächste Katastrophe vor der Tür. Es fängt an zu regnen und mit dem Regen kommen kleine Eier, aus denen Monster schlüpfen. Dann nimmt auch noch ein Wesen von einem anderen Planeten Kontakt zu Anaya auf und die Freunde müssen sich die Frage stellen, wer ist wirklich ihr Freund und wer möchte nur von ihnen als kryptogene Wesen profitieren?

Nachdem mir der erste Band der Bloom-Reihe gut gefallen hat, war ich aufgrund des Endes äußerst gespannt darauf, was mich als Leser im zweiten Band der Reihe erwarten würde. Ich für meinen Teil wurde vom Handlungsverlauf positiv überrascht. Denn mit dieser Entwicklung hatte ich nicht unbedingt gerechnet, sie gefiel mir jedoch ausgesprochen gut. Denn Anaya, Petra und Seth werden an einen Ort gebracht wo es noch viele andere Jugendliche wie sie gibt. So schließen die drei Freundschaften und versuchen dahinter zu kommen was Herr Ritter mit ihnen plant.

So entstand für mich eine gewisse Sogwirkung während des Lesens. Denn genau wie die drei Protagonisten versucht man als Leser hinter die Geschehnisse zu blicken und zu verstehen, was die verschiedenen Parteien mit den Kids vorhaben. Kenneth Oppel hat daher für mich einen höchst interessanten zweiten Band geschrieben, der schon in eine etwas andere Richtung geht als noch der erste Band. Teil 2 hat mir persönlich sogar noch ein klein wenig besser gefallen als Teil 1.

Zwischen den Jugendlichen gibt es in diesem Band gehörig Reibungspotenzial. Denn Petra muss akzeptieren, dass sie dieses eine Mal vielleicht nicht das bekommt was sie sich so sehnlich wünscht, nämlich Seth. Dieser versteht sich nämlich ganz wunderbar mit Esta, die ebenfalls wie Seth eine Fliegende ist.

Sowohl Anaya als auch Petra und Seth haben einige Ecken und Kanten. Als Leser findet man diese bei weitem nicht alle gut und ist daher manches Mal auch ein wenig genervt von den Protagonisten. Ich finde, Kenneth Oppel ist hier einen mutigen Schritt gegangen, in dem er nicht die absoluten Lieblingscharaktere erschaffen hat. Als Leser ist man es meist doch gewohnt, dass man die Protagonisten einfach alle toll findet. Ich finde es daher sehr erfrischend, dass die Jugendlichen nicht nur ihre positiven Seiten zeigen. Denn seien wir mal ehrlich, jeder Mensch hat seine Stärken aber auch seine Schwächen.

Das Ende ist ein genauso mieser Cliffhanger wie wir ihn bereits aus Band 1 gewohnt sind. Und nun warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Band der Reihe und hoffe einfach, dass dieser so schnell wie möglich erscheint.

Fazit:
Dieser zweite Band ist definitiv kein typischer Mittelband. Vielmehr überrascht dieser Teil mit einer hochinteressanten und facettenreichen Geschichte. Gemeinsam mit den Protagonisten versucht man hinter die Geheimnisse der verschiedenen Parteien zu blicken. Das Ende darf man gut und gerne als fiesen Cliffhanger bezeichnen.
Ich vergebe daher sehr gute 4,5 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 08.10.2021
Die Sache mit dem dritten L, 3 Audio-CD
Elbs, Rebecca

Die Sache mit dem dritten L, 3 Audio-CD


ausgezeichnet

Leo träumt von einem neuen Skateboard, um am nächsten Skateturnier teilnehmen zu können. Doch von seiner Mutter erhält er zum Geburtstag nicht das heiß ersehnte Board, sondern lediglich eine Skateboard-Torte. Leos Enttäuschung sitzt tief. Doch eine Chance hat er noch in den Besitz des Skateboards zu gelangen. Er muss am Vorlesewettbewerb teilnehmen und gewinnen. Einziges Problem: Er ist der schlechteste Vorleser von ganz Köln-Chorweiler und wird daher gerne von seinen Mitschülern für sein langsames Vorlesen gehänselt. Doch zum Glück hat Leo seine beste Freundin Lucy, die im Rollstuhl sitzt und mit Leo im selben Hochhaus wohnt. Lucy möchte Leo unterstützen und setzt daher alle Hebel in Bewegung, damit er am Vorlesewettbewerb teilnehmen kann. Gemeinsam mit Hund Blumenkohl und dem etwas komischen Jungen Cornelius werden Lucys Pläne in die Tat umgesetzt.

Als ich zum ersten Mal von Leo und Lucy gehört habe, war meine Neugierde sofort geweckt. Denn die Geschichte der beiden Kinder greift viele Probleme und Vorurteile unserer heutigen Gesellschaft auf.
Schon der Start in die Geschichte ist mir dank dem tollen Schreibstil von Rebecca Elbs gut geglückt. Ich lauschte gebannt Leos Geschichte und überlegte mir selbst, wie man dem Jungen seinen größten Herzenswunsch erfüllen könnte.

Nach und nach entspannt sich für den Hörer eine wirklich berührende und teilweise sehr tiefgründige Geschichte. Denn Rebecca Els präsentiert den Hörern keine kleine, heile Welt. Viel mehr darf man hinter die Gefühlskulissen der Protagonisten blicken. Und hier brodelt es ordentlich. So hat beispielsweise Leo mit seiner Legasthenie arg zu kämpfen, aber auch seine beste Freundin Lucy sitzt im Rollstuhl und wird daher oft mit ihrer Behinderung konfrontiert. Dabei umschifft die Autorin keinesfalls unangenehme Themen. Viel mehr wird Mobbing in diesem Buch direkt angesprochen.

Ganz besonders berührt hat mich dahingehend eine Szene, in der die vielen Charaktere des Buches der Reihe nach aufzählen was die bisher schlimmste Beschimpfung gegenüber ihrer Person war. All diese Dinge sind für mich aus dem Leben gegriffen und spiegeln unsere, teilweise sehr grausame, Gesellschaft gut wider.
Auch das Umfeld, in dem Leo und Lucy aufwachsen, ist keinesfalls die heile Welt, die in so vielen anderen Büchern vorgestellt wird. Viel mehr wird der Handlungsort nach Köln-Chorweiler verlegt. Eine Großstadt mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Mich hat Leo und Lucys Geschichte sehr berührt. Die verschiedenen Stärken und Schwächen der Charaktere werden wundervoll eingefangen. Dabei nimmt Rebecca Elbs kein Blatt vor den Mund und zeigt auf, dass auch Protagonist Leo mehr als nur einmal Fehler begeht, diese aber einfach im Leben dazugehören. Und dennoch ist es gerade die Freundschaft zwischen Leo und Lucy, die mein Herz ziemlich berührt hat. Denn Lucy möchte unbedingt Leo zu seinem Skateboard verhelfen, während Leo Lucy einen echten Sport-Rollstuhl schenken möchte.

Gesprochen wird das Hörbuch von Tim Kreuer, den ich bisher noch nicht kannte. Tim Kreuer hat mir mit seiner jugendlichen und einfühlsamen Stimme ein tolles Hörgefühl gegeben. Die Zwischennoten und Botschaften der Geschichte werden von ihm perfekt rübergebracht. Ich mochte seine Interpretation der Geschichte daher unglaublich gerne.

Fazit:
Leo und Lucy ist keine 0-8-15 Geschichte. Viel mehr greift Autorin Rebecca Elbs wichtige Gesellschaftsthemen auf und verarbeitet diese auf kindgerechte Art in dieser Story. Leo und Lucys Geschichte hat mein Herz berührt und mich zum Nachdenken gebracht. Denn vieles wirkt wie aus dem Leben gegriffen und lässt einen als Hörer daher ein wenig innehalten und reflektieren, ob man immer richtig mit seinen Mitmenschen umgeht.
Für dieses wundervolle Hörbuch kann ich nichts anderes als 5 von 5 Hörnchen vergeben.

Bewertung vom 30.09.2021
Aliens im Spiel
Ackermann, Anja

Aliens im Spiel


ausgezeichnet

Meinung:
Samuel und Gunnar lieben das Computerspiel Pirate Port Planet. Mit ihren Avataren Sumo L und Kazanga erobern sie das Weltall, kämpfen gegen Weltraumpiraten und suchen Credits, um sich weiter Aufleveln zu können.
Irgendwann kommt Samuel allerdings auf den Gedanken, dass ihr neuer Lehrer Herr Nielas irgendwie dem Alien aus ihrem Computerspiel ähnelt. Und so machen sich die Freunde im realen Leben daran hinter das Geheimnis des etwas komisch wirkenden Herrn Nielas zu kommen.

Von Autorin Anja Ackermann habe ich bereits ein Vorlesebuch gelesen, diese Geschichte richtet sich jetzt jedoch an eine deutlich ältere Zielgruppe, nämlich an Leser ab 8 Jahren. Die Altersempfehlung kann ich für meinen Teil so auf jeden Fall unterstreichen. Denn jüngere Leser dürften mit dem Mix aus Computerspiel und realem Leben vielleicht ein paar kleine Probleme haben.

Der Mix aus Computerspiel verwoben mit einer möglichen Alien-Übernahme im realen Leben hat mich sofort angesprochen.
Ich finde, Anja Ackermann hat hier wirklich ein toll durchdachtes und innovatives Computerspiel namens Pirate Port Planet erschaffen. Ich selbst hätte am liebsten sofort meinen Computer hochgefahren und angefangen dieses Spiel zu zocken. Das Setting im Weltall traf somit absolut meinen Geschmack.

Der Text des Buches ist in zwei verschiedenen Farben gehalten. So können die jungen Leser gut unterscheiden, ob sie sich gerade im Computerspiel (grüne Schriftfarbe) oder im realen Leben (schwarze Schriftfarbe) befinden. Dadurch kommt es zu keinen Verwechslungen und sorgt für zusätzlichen Lesespaß.

Aber nicht nur die zwei Schriftfarben sind eine tolle Idee. Auch die vielen zweifarbigen Illustrationen sind ein echter Hingucker im Buch. Illustratorin Dorothee Mahnkopf hat das Weltraumsetting dabei perfekt mit ihren Bildern zum Leben erweckt. Mir haben vor allen Dingen die Darstellungen der Aliens super gut gefallen.

Auch die Geschichte an sich ist sehr lesenswert. Wie bereits erwähnt ist der Mix aus Computerspiel und realem Leben ein perfektes Zusammenspiel und sorgt für sehr großen Unterhaltungswert. Denn Samuel ist irgendwann so davon besessen, dass der neue Lehrer Herr Nielas ein Alien ist, dass auch im normalen Leben der beiden Freunde ordentlich die Post abgeht.
Dabei werden Samuel und Gunnar von dem Mädchen Nelli unterstützt. Nelli ist Gunnars Nachbarin und geht mit den Jungs in eine Klasse. Zudem findet Gunnar Nelli eigentlich ziemlich nett und sympathisch, nur darf das niemand erfahren, vor allen Dingen nicht Nelli selbst!

Das Ende ist eine runde Sache. Gerade das angesprochene Lesealter darf sich dabei auf kleinere Überraschungsmomente freuen.
Ganz am Schluss findet sich noch ein intergalaktisches Wortverzeichnis wieder, dass einem Dinge wie "Fling Flash", "Kyrolith" und "WASD-Tasten" näher bringt.

Fazit:
Die Trendthemen Weltraum und Computerspiel werden hier zu einer großartigen Geschichte vermischt. Ich fand den Mix aus Computerspiel und realem Leben absolut stimmig und perfekt gewählt. Die Zielgruppe wird mit diesem Buch sicherlich sehr viel Freude haben, nicht zuletzt dank der zweifarbigen Zeichnungen!
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 07.09.2021
Flora Salmanteri und die Mini-Piraten Band 1
Kunnas, Noora

Flora Salmanteri und die Mini-Piraten Band 1


ausgezeichnet

Lilli und Mikko sind alles andere als begeistert davon, dass sie, aufgrund einer Dienstreise ihrer Eltern, bei ihrem Onkel Jim bleiben müssen. Denn Jim findet Kinder ganz fürchterlich und die Ferien bei ihm ähneln eher einer Strafe als wirklichen Ferien. Doch bei ihrem erneuten Besuch werden die beiden Kinder auf die etwas ungewöhnliche Nachbarin von Jim aufmerksam. Flora Salmanteri ist eine rüstige Rentnerin, die mit einem sprechenden Hahn zusammenlebt. Flora steckt voller tollen Ideen und gibt den Kindern das Gefühl willkommen zu sein. Daher freuen sich Lilli und Mikko nun jeden Tag darauf, wenn ihr Onkel das Haus verlässt. Denn dann geht es sofort rüber zu Flora. Eines Tages wird es jedoch ganz verrückt, als die, aus dem 3-D-Drucker ausgedruckten, Mini-Piraten über Nacht zum Leben erwachen und die Stadt unsicher machen. Eine Lösung muss her, denn der alljährliche Blumenwettbewerb steht kurz bevor und die Piraten könnten diesen in Gefahr bringen.

Nachdem ich einen ersten Blick in die Leseprobe des Buches geworfen hatte, war ich sofort begeistert von dieser humorvoll angelegten Geschichte. Autorin Noora Kunnas lässt bereits auf den ersten Seiten durchblicken, dass man vieles in dieser Geschichte mit einem Augenzwinkern sehen sollte. Da wäre beispielsweise Lillis und Mikkos furchtbarer Onkel Jim. Keine normalen Eltern würden ihre Kinder bei diesem Onkel lassen. Denn Jim kann Kinder auf den Tod nicht ausstehen und sperrt die beiden sogar in ihrem Zimmer ein. Noora Kunnas verpackt diese Tatsachen jedoch mit einer ordentlichen Portion Humor, sodass man Jim als Charakter eher unterhaltsam als schlimm findet.

Auch der Rest der Geschichte ist wirklich herrlich witzig, wunderbar bunt und einfach nur anders. Denn Flora Salmanteri ist eine Oma, die sich wohl viele Kinder wünschen dürften. Für ihr Alter ist die Dame wirklich noch ziemlich fit. Sie liebt es in der Band „Die urigen Walrösse“ mitzusingen und hat auch sonst viele tolle Eigenschaften, die Kinder einfach lieben.
Aber auch der eitle Hahn Pedro sorgte bei mir für den ein oder anderen Lacher. Eigentlich darf niemand erfahren, dass Pedro sprechen kann, doch gegenüber Lilli und Mikko lüftet er sein Geheimnis. Pedro sieht zudem sehr ungewöhnlich aus mit seiner Kunstlederjacke und den goldenen Glitzerboots.

Die Geschichte an sich ist äußerst dynamisch und unterhaltsam. Denn nicht nur der jährliche Blumenwettbewerb hält die Bewohner der Stadt auf Trab. Auch der Einbruch beim Juwelier des Ortes sorgt für große Aufregung. Und mittendrin tummeln sich die Mini-Piraten und sorgen für zusätzlichen Wirbel. So häufen sich die merkwürdigen Ereignisse. Beispielsweise werden Gartenzwergen der Mund zugeklebt oder Totenköpfe in Hundehütten eingeritzt. Als Leser kann man sich sicher sein, dass hier absolut keine Langeweile aufkommen kann.

Ein wahrer Genuss für die Augen sind die lustigen Illustrationen von Teemu Juhani. Auch diese sind, wie die Geschichte selbst, einfach herrlich überspitzt dargestellt. Ich musste mehrmals wirklich lachen, als ich mir die Illustrationen angeschaut habe.

Fazit:
Ein sprechender Hahn, lebendig gewordene 3-D-Mini-Piraten, ein Juwelier-Raub und noch viel mehr erwartet den Leser in „Flora Salmanteri und die Mini-Piraten“. Ein Buch was einen die Vorfreude auf Urlaub und Ferien bringt und das mit viel Tempo und Leidenschaft erzählt wird, aber auch ein Augenzwinkern parat hält. Bei diesem turbulenten Abenteuer kann man auch als Erwachsener noch mal wunderbar Kind sein.
Daher bekommen Lilli und Mikko für ihr erstes Abenteuer 4,5 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 07.09.2021
VORLESEN! Die Yetis sind los! Verflixt und zugeschneit (Band 1)
Gemmel, Stefan

VORLESEN! Die Yetis sind los! Verflixt und zugeschneit (Band 1)


ausgezeichnet

Als mein Sohn zum ersten Mal das Cover zu diesem Buch gesehen hat, war er sofort sehr begeistert von den Wesen, die da auf dem Cover abgebildet sind. Den Begriff Yeti kannte er nämlich bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Und so war er super neugierig auf Bibbers und Rosas Geschichte.

Der Einstieg in die Geschichte hat uns sehr viel Freude bereitet. Denn das Setting, das Autor Stefan Gemmel auf den ersten Seiten der Geschichte beschreibt, klang absolut vielversprechend. Ein geheimes Tal voller Yetis mitten am Südpol versprach eine spannende Geschichte zu werden. Spannend wird es dann auch, sobald Bibber und Rosa ihre Reise antreten. Denn die beiden Yetis entdecken eine Forschungsstation der Menschen und geraten dort in die ein oder andere brenzlige Situation. Die beiden Yetis schließen jedoch auch Freundschaft mit zwei echten Menschenkindern und helfen ungewollt sogar den Forschern der Station.

Für Kinder ab 6 Jahren (ich persönlich denke auch bereits für Kinder ab 5 Jahren) bietet sich dabei eine herrlich turbulente und spannende Geschichte. Dabei hatten beim Vorlesen des Buches sowohl mein fünfjähriger Sohn als auch ich großen Spaß. Dank der vielen Kapitel bietet sich die Geschichte perfekt zum Vorlesen vor dem Schlafengehen an. Wobei, wenn es nach meinem Sohn gegangen wäre, wir das Buch am besten in einem Rutsch gelesen hätten.

In der Geschichte dreht sich viel um die Andersartigkeit und die Lust seinen Horizont zu erweitern. Rosa ist aufgrund ihres rosafarbenen Fells etwas Besonderes unter den Yetis. Dabei hatte ich jedoch nie das Gefühl, dass sie aufgrund ihrer Fellfarbe ausgegrenzt oder gemobbt wird. Dies fand ich eine schöne Botschaft. Rosa ist ein sehr neugieriges Yeti-Mädchen. Daher möchte sie unbedingt erfahren, ob es noch mehr Dinge auf der Welt, als das Weiß des Schnees, gibt. Ihr bester Freund Bibber ist ihr daher eine große Stütze, denn auch in ihm steckt ein kleiner Entdecker. Weniger mutig, jedoch sehr niedlich, ist Polarfuchs Piko. Wenn einer der Meinung ist, dass die drei Freunde auf dem schnellsten Weg zurück nach Hause müssten, dann ist dies Piko. Sobald eine Gefahr am Horizont auftaucht ist es stets Piko, der sich große Sorgen macht. Mein Sohn musste über den niedlichen Polarfuchs und seine ängstliche Art immer wieder schmunzeln.

Richtig toll ist, dass es am Ende des Buches noch Sticker von Rosa, Bibber und Piko gibt. Diese kann man, wenn man möchte, auf der vorne im Buch gezeichneten Karte aufkleben und dadurch die Reise der Yetis noch besser mitverfolgen.

Auch die Bilder von Illustratorin Stefanie Reich haben uns super gut gefallen. Sowohl die kleinen Zeichnungen von Pinguinen oder Vögeln bescherten meinem Sohn genauso viel Freude wie die großflächigen Bilder von Bibber, Rosa und Piko.

Fazit:
Augen auf hier kommen die Yetis Rosa und Bibber! Gemeinsam mit Polarfuchs Piko möchten die beiden Yeti-Kinder erfahren, ob es noch mehr außerhalb des Yeti-Dorfes gibt als dieses ständige Weiß. Ein Buch über Abenteuerlust, Mut und Vertrauen. Autor Stefan Gemmel zeigt zudem auf, dass es total in Ordnung ist anders zu sein als der Rest der Welt. Eine wunderschöne Freundschaftsgeschichte, die einem, trotz des vielen Schnee, das Herz erwärmt.
Wir vergeben 5 von 5 Junior-Hörnchen.

Bewertung vom 07.09.2021
Es kommt
Uschmann, Oliver;Witt, Sylvia

Es kommt


ausgezeichnet

Meinung:
Die Jugendlichen Darius und Lina leben in einem Dorf mitten im Wald. Die Rollen im Dorf sind klar verteilt. Es gibt feste Strukturen und die Bewohner des Dorfes haben ein geregeltes System, das sie den "Zeit-Kreis" nennen. Der Zusammenhalt ist in dieser Gemeinschaft extrem wichtig. Dieser wird jedoch eines Tages auf eine harte Probe gestellt. Denn plötzlich hören nach und nach alle Dorfbewohner ein Brummen, das immer lauter und lauter wird. Darius und Lina fangen an Fragen zu stellen und stoßen dabei auf ein paar Geheimnisse.

Beim Lesen des Klappentextes war meine Neugierde auf das merkwürdige Brummen sofort geweckt. In meinem Kopf hatten sich die verschiedensten Ideen dazu breitgemacht, was hinter dem mysteriösen Brummen stecken könnte. Ich denke, ich nehme nichts vorweg, wenn ich sage, dass ich auf die Auflösung des Ganzen noch nicht mal im Ansatz gekommen bin.

Und das ist ein Punkt, den Oliver Uschmann und Sylvia Witt für mich fantastisch gelöst haben. Sie haben mit "Es kommt" eine bedrückende, spannende und überraschende Dystopie geschrieben. Für mich als Vielleser war es dabei einfach mal herrlich erfrischend, die Geschehnisse des Buches nicht schon Seiten vorauszuahnen.

Auch die Welt, die die beiden Autoren erschaffen haben, konnte mich an die Seiten fesseln. Bei einem knapp 90 Seiten dünnen Buch darf man natürlich nicht darauf hoffen, dass die Welt bis ins letzte Detail beschrieben wird. Ich finde jedoch, dass für die wenige Anzahl an Seiten ein wirklich tolles Konstrukt auf die Beine gestellt wurde.

So leben die Dorfbewohner aufgrund des festen Vorsatzes der Gemeinschaft. Die menschliche Nähe ist hierbei extrem wichtig. So gibt es beispielsweise die UHU-Regel (U = Umarmen, H = Hauchen und U = Unterhalten). Dabei umarmen sich die Personen, legen danach die Stirnen aneinander und hauchen dann nacheinander den eigenen Atem in den Mund des anderen.

An diese Art der Nähe musste ich mich persönlich erst ein wenig gewöhnen. Ich finde es ehrlich gesagt schon sehr gewöhnungsbedürftig, dem jeweils anderen seinen Atem ins Gesicht zu hauchen. Und das wirklich bei fast allen Bewohnern des Dorfes. Auch wenn diese Regel nicht so ganz mein Fall wäre, fand ich es toll, dass das Autorenteam dadurch eine gewisse Verbundenheit der Dorfbewohner untereinander erschaffen hat.

Doch das beste Wertesystem bringt nichts, wenn von außen Unruhe in die Gemeinschaft gestreut wird. Dies wird in diesem Buch durch das Brummen erzeugt. Ich fand es super faszinierend wie die Dorfgemeinschaft sich nach und nach in zwei Lager spaltet.

Richtig klasse ist die Auflösung des Ganzen, die mich wirklich zum Staunen gebracht hat. Ich kann mich nur wiederholen, die eingebrachten Ideen sind absolut klasse!

Nicht vergessen darf man als Leser, dass es sich hierbei um einen "super lesbar" Titel aus dem Verlag handelt. Dies bedeutet, dass die Schrift recht groß gehalten ist, es viele Absätze gibt und das Buch sich eher an Lesemuffel oder Kinder mit Leseschwierigkeiten, als an Vielleser, richtet. Ich für meinen Teil kann jedoch festhalten, dass man auch als Vielleser bestens unterhalten wird, man sollte nur mit den richtigen Erwartungen an die Geschichte herangehen.

Fazit:
Mit diesem Buch haben Oliver Uschmann und Sylvia Witt eine bedrückende, sehr spannende und faszinierende Welt erschaffen. Gemeinsam mit Darius und Lina versucht der Leser hinter das Geheimnis des mysteriösen Brummens zu kommen. Ein absoluter Pageturner, der gerne noch ein paar Seiten länger hätte sein können.
Ich ve

Bewertung vom 07.09.2021
Sei mutig wie ein Puma! / Isa und die wilde Zorra Bd.1
Bertram, Rüdiger

Sei mutig wie ein Puma! / Isa und die wilde Zorra Bd.1


ausgezeichnet

Kennt ihr Zorro? Den legendären Helden mit seiner schwarzen Verkleidung und seinem schwarzen Pferd? Den Rächer der Armen? Nun wahrscheinlich schon, aber wen ihr sicherlich noch nicht kennt ist seine kleine Schwester Zorra. Denn eigentlich ist sie es, die all die guten Taten vollbracht hat. Ihr großer Bruder ist eigentlich ein nichtsnutziger Typ, der am liebsten auf der faulen Haut liegt. Zorra hilft wo sie nur kann. Daher landet sie eines Tages bei dem Mädchen Isa. Isa ist furchtbar still und schüchtern, hat keine Freunde und ihr fällt es schwer im Unterricht den Mund aufzumachen. Daher ist Zorra genau die Richtige, um der schüchternen Isa ein wenig Selbstvertrauen zu schenken. Denn Zorra ist definitiv nicht auf den Mund gefallen!

Schon als ich zum ersten Mal den Klappentext zu „Isa und die wilde Zorra“ gelesen habe, war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss! Denn natürlich sind mir Zorro und seine Abenteuer im Großen und Ganzen bekannt. Dennoch habe ich bisher noch kein Buch über ihn gelesen. Nun, auch „Isa und die wilde Zorra“ streift Zorros Geschichte nur am Rande, aber die Idee hinter dem Buch ist einfach genial. Ich fand die Vorstellung, dass Zorro eine kleine Schwester hat, die seine ganze Arbeit erledigt, einfach zu lustig!

Kennt ihr diese Bücher, bei denen ihr nur ein paar Seiten gelesen habt und sofort wisst, dieses Buch werde ich lieben? Genauso ein Buch war für mich „Isa und die wilde Zorra“. Isa und Zorra könnten natürlich unterschiedlicher nicht sein. Isa ist ein wenig das graue Mäuschen, das nicht gerne im Mittelpunkt steht, aber doch so gerne echte Freunde hätte. Zorra hingegen ist ein absoluter Wirbelwind und steckt voller Tatendrang. Dabei bringt sie auch eine gehörige Portion Mut mit. Denn Zorra schreckt auch nicht davor zurück sich mit älteren oder größeren Menschen anzulegen. Auch ihre frechen Sprüche sind nicht ohne. Dabei ist Zorras bzw. Isas großer Vorteil, dass niemand außer Isa Zorra sehen kann. So wird es für Isa nicht ganz so peinlich, wenn Zorra mal wieder wie ein Rohrspatz am Schimpfen ist. Doch dadurch das niemand Zorra sehen kann, finden Isas Mitschüler sie noch komischer, da es so wirkt, als würde Isa Selbstgespräche führen.

Zorra begleitet Isa auf eine kurztägige Klassenfahrt und wer nun ein bisschen aufmerksamer Zorras Charakter verfolgt hat, der weiß, dass bei dieser Klassenfahrt so einiges schiefgehen wird. Denn Zorra möchte ihrem Schützling Isa unbedingt helfen, trifft dabei aber nicht immer die richtigen Entscheidungen. Daher bietet sich dem Leser ab der ersten Seite eine extrem unterhaltsame aber auch super komische Geschichte.

Sehr cool sind übrigens die im Buch enthaltenen Illustrationen von Heribert Schulmeyer. Denn in diesem Buch erzählen die Bilder die Geschichte einfach weiter. Dies fand ich richtig klasse! Dabei erinnern die Zeichnungen an eine Art Comic.

Besonders lustig fand ich die Band, bestehend aus drei Musikern, die immer wieder auftaucht, um Zorras Heldentaten zu besingen. Doch anstatt den richtigen Text „Zorra, die Rächerin der Armen“ zu singen, überlegen sich die drei Musiker lustige Wortkreationen wie „die Brecherin der Arme“, „die Sprecherin der Aale“ oder „die Schlächterin der Arten“. Daher freute ich mich jedes Mal riesig auf den Auftritt der Musiker und war gespannt, was für einen Satz sie Zorra dieses Mal um die Ohren hauen bzw. singen werden.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, lässt jedoch auch Spielraum für einen zweiten Band. Ich für meinen Teil würde mich riesig über eine Fortsetzung freuen!

Fazit:
Kennt ihr schon die kleine Schwester von Zorro? Das ist die wilde Zorra, die es faustdick hinter den Ohren hat! In diesem Buch erfahrt ihr alles über Zorra und das schüchterne Mädchen Isa. Mit furchtbar viel Humor und Wortwitz erzählt Autor Rüdiger Bertram diese lebhafte Geschichte über eine kleine, aber ganz besondere, Heldin.
Von mir bekommen Isa und Zorra auf jeden Fall nichts anderes als 5 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 07.09.2021
Zauberhafte Lieder Für Kleine Hexen
Diverse

Zauberhafte Lieder Für Kleine Hexen


ausgezeichnet

Inhalt:
Diese Auswahl an zauberhaften Liedern und Reimen widmet sich ganz den Hexen, ihrer magischen Welt und starken Mädchen. Mit Sprachspielen und Reimen wird das Sprachgefühl ganz nebenbei gefördert und lustige und freche Lieder laden zum Tanzen und Mitsingen ein. Die ruhigeren Lieder animieren kleine Hexen, sich in zauberhafte Welten zu träumen.

Meinung:
Anhand des Titels ist ziemlich schnell klar, dass in dieser Lieder-CD sich viel um das Thema Hexen und magische Welten dreht. Ich finde, die Zusammensetzung der verschiedenen Titel ist dem Jumbo Verlag dabei sehr gut geglückt. Die Lieder auf der CD drehen sich nicht nur um Hexen, sondern handeln auch von taffen Mädchen, Drachen und besonderen Geschichten.

Auf der CD enthalten sind insgesamt 17 Lieder und 2 Reime. Mein Sohn und ich fanden es toll, dass hier der Fokus eindeutig auf die Lieder gelegt wurde. Bei manch anderen Produktionen werden gerne auch mal Geschichten oder noch mehr Reime eingebaut. Dies ist für uns gar nicht so wichtig, daher freuten wir uns viel mehr über die vielen Lieder, die es über Hexen und Co. gab.

Zwar ist mein Sohn kein großartiger Hexen-Fan, dennoch haben ihm die verschiedenen Lieder alles in allem gut gefallen. Dabei hat der Hörbuchverlag wieder einen tollen Mix aus altbekannten Liedern (wie beispielsweise „Anne Kaffeekanne“) und neuen Liedern kreiert. Ich persönlich kenne noch die alte Fassung von Anne Kaffeekanne von Fredrik Vahle und musste mich daher beim ersten Hören dieser neuen Version ein wenig umgewöhnen. Doch schon beim zweiten Hören war ich von der peppigeren Version der Anne Kaffeekanne wirklich begeistert.

Spannend finde ich, dass der Hörbuchverlag in seinem Booklet Bezug auf den Liedtext zu „Anne Kaffeekanne“ nimmt. Explizit geht es hier um das Wort Eskimo, das heute als etwas umstritten gilt. Ich finde es super, dass der Liedtext vom Verlag nicht geändert wurde und daher das Wort Eskimo weiter in diesem vorkommt. Ansonsten wäre das so schöne Lied in meinen Augen doch ein wenig unrhythmisch daher gekommen. Dennoch finde ich es toll, dass der Verlag zu diesem Punkt Stellung bezogen hat.

Auf dieser CD sind unter anderem folgende Titel enthalten:

- Anne Kaffeekanne
- Die kleine Hexe Hexefix
- So ein schönes Schlößchen
- Drachenträume
- La Befana
- Hexen sind gar nicht so

Fazit:
Egal ob kleine oder große Hexen-Fans, mit diesem schwungvollen und stimmungsvollen Lieder-Mix über Hexen werden alle ihren Spaß haben. Klassiker wie Anne Kaffeekanne erstrahlen in neuem Glanz und wirken dadurch deutlich peppiger, was selbst mich als alten Hasen überzeugen konnte.
Mein Sohn und ich vergeben daher 4,5 von 5 Junior-Hörnchen.