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Benutzername: Hörnchens Büchernest


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Insgesamt 28 Bewertungen
Bewertung vom 16.11.2019
Pferdeflüsterer-Academy (5).Zerbrechliche Träume

Pferdeflüsterer-Academy (5).Zerbrechliche Träume


ausgezeichnet

Inhalt:
Cyprian ist auf der Suche nach seinem ehemaligen Pferd Eclipse. Entsetzt stellt er fest, dass sein geliebter Hengst inzwischen dem Galopptrainer Macmillan gehört, der angeblich mit grausamen Methoden arbeitet. Um Cyprian zu helfen, schleicht sich Zoe als Nachwuchsjockey auf das Gestüt und deckt einen Skandal auf: Macmillan geht nicht nur skrupellos mit Pferden um, er scheint auch in gefährliche Dopingaffären verwickelt zu sein. Zoe versucht alles, um Cyprian zu helfen und Eclipse zu retten…

Meinung:
Als Cyprian erfährt, dass sein ehemaliges Pferd Eclipse sich auf dem Renngestüt des bekannten Macmillan befindet, setzt er alles daran um Eclipse wiederzusehen und zu kaufen. Denn er kennt Macmillan und seine teilweise grausame Behandlung Pferden gegenüber. Da Macmillan jedoch Cyprian wiedererkennen und einem Verkauf von Eclipse dadurch auf keinen Fall mehr zustimmen würde, bewirbt sich Zoe auf eine der angebotenen Nachwuchsjockeystellen und darf an einem Bewerbungsverfahren auf dem Gestüt teilnehmen. Dort macht sie eine erstaunliche Entdeckung.

Nachdem mir der erste und der zweite Band der Pferdeflüsterer Academy so gut gefallen haben, freute ich mich sehr auf das mittlerweile fünfte Abenteuer. Der Sprung von Teil 2 zu Teil 5 ist mir dabei ohne große Probleme geglückt. Denn jede Geschichte endet in sich abgeschlossen. Trotzdem würde ich jedem Neueinsteiger empfehlen zumindest den ersten Band der Reihe gehört zu haben, um über die Grundhandlung sowie die Charaktere im Bilde zu sein.

In diesem fünften Band wird das Augenmerk stark auf den Rennsport gelegt. Oft wird diese Reitsportart bei Pferdefans als kritisch betrachtet und so hat Autorin Gina Mayer in diesem Band das Augenmerk auf die Missstände in dieser Sportart geworfen. Mir hat dies gut gefallen. Dennoch fand ich, dass der Rennsport hauptsächlich nur von einer Seite, nämlich der negativen, betrachtet wurde. Natürlich gibt es einige schwarze Schafe in dieser Branche, dennoch hätte ich mir auch positive Aspekte zu diesem Thema gewünscht.
Dieser Punkt war für mich jedoch der einzige kleine Kritikpunkt.

Ansonsten fand ich die Geschichte wieder furchtbar interessant. Besonders spannend ist dieses Mal, dass die Handlung größtenteils nicht in Snowfields, sondern auf dem Gestüt des Galopptrainers Macmillan spielt. Zudem fand ich es toll, dass dem Leser eine andere Reitsportart nähergebracht wurde.

Die Bindung zwischen Mensch und Pferd rückt auch in diesem fünften Band wieder sehr in den Vordergrund. Es wird viel auf die diversen Reitsportarten, die unterschiedlichen Pferderassen und die verschiedenen Methoden bzgl. des Umgangs mit Pferden eingegangen. Für mich ist diese Reihe daher auf jeden Fall ein absolutes Muss für pferdebegeisterte Leser.

Fazit:
Auch der fünfte Band lässt das Herz von pferdebegeisterten Mädchen und Jungs wieder höherschlagen. Als besonders toll habe ich den Standortwechsel empfunden. Denn dieses Mal sind wir nicht in Snowfields unterwegs, sondern entdecken ein Renngestüt. Viele interessante Fakten und auch die negativen Aspekte dieser Reitsportart greift Autorin Gina Mayer in dieser Geschichte auf.
Von mir gibt es daher 5 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 04.11.2019
Das letzte Dornröschen / Märchenfluch Bd.1
Siegmann, Claudia

Das letzte Dornröschen / Märchenfluch Bd.1


gut

Stell dir vor, du erfährst eines Tages, dass du die Nachfahrin von Dornröschen bist und magische Kräfte besitzen sollst. So ergeht es Flora Allenstein, kurz Flo genannt. Flos Aufgabe ist es, ab sofort die Welt vor bösen magischen Gegenständen zu beschützen. Gemeinsam mit der etwas zickigen Neva aus dem Schneewittchen-Clan bildet sie ein Duo, dass sich gemeinsam auf die Jagd begibt. Eine Welt voller Märchenfiguren und magischen Gegenständen erwartet Flo. Und der ein oder andere Märchenprinz kommt auch des Weges daher. Doch wem kann Flo trauen und wer spielt ein böses Spiel mit ihr?

Wie so viele andere Leser bin auch ich ein riesiger Märchenfan. Daher stehen Bücher, die sich um Märchen drehen (vorzugsweise die Gebrüder Grimm) hoch im Kurs bei mir. Daher war für mich schnell klar, dass ich natürlich zu „Märchenfluch – Das letzte Dornröschen“ greifen muss.

Der Einstieg in die Geschichte fällt dem Leser dabei ziemlich einfach, da man nach und nach gemeinsam mit Flo so einiges über die magische Welt und deren Wesen erfährt. Ich fand es furchtbar faszinierend, dass es Menschen gibt, deren Vorfahren Märchenwesen sind. So war ich von den ersten gut 70 Seiten des Buches regelrecht begeistert.

Nachdem die grobe Einführung dann jedoch erfolgt ist, trat die Geschichte für mich auf der Stelle. In den darauffolgenden 300 Seiten passierte für mich nichts groß erwähnenswertes, sodass sich die Handlung in wenigen Sätzen zusammenfassen lässt. Das Finale hat dann den Spannungsbogen zum Glück wieder nach oben geschraubt.

Autorin Claudia Siegmann hat für mich sehr viel Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und die diversen Charaktere gelegt. Ich kann auch überhaupt nicht sagen, dass mir die Charaktere unsympathisch gewesen wären oder gar nervig, aber irgendwie fühlte ich mich nicht wirklich mit ihnen verbunden. Für mich waren sie leider reichlich klischeebehaftet. Einzig Neva, das zickige Schneewittchen, stach in meinen Augen hervor. Ich fand es daher toll, dass Flo nach anfänglichen Schwierigkeiten eine gute Beziehung zu ihr aufbaut.

Ein Punkt, der mich in vielen Jugendbüchern stört, ist die Liebesgeschichte. Diese war hier in meinen Augen jedoch süß aufgemacht. Ich mochte beide Charaktere und auch wie sich die Beziehung der Beiden nach und nach verändert.

Das Ende bietet reichlich Potenzial für einen zweiten Band. Für mich wird aber nach diesem Band Schluss mit der Reihe sein. Ich denke, es ist sehr bezeichnend, dass mich dieses Buch in eine kleine Leseflaute hineingeworfen hat und ich als Vielleser zwei Wochen für diese Geschichte benötigt habe.

Zum Schluss möchte ich nicht unerwähnt lassen, wie wunderschön ich das Cover finde! Hier hat der Verlag absolut das richtige Händchen bewiesen.

Fazit:
Für mich war „Märchenfluch – Das letzte Dornröschen“ leider nicht das erhoffte Lesehighlight. Die Idee gefällt mir immer noch sehr, leider war mir die Umsetzung zu seicht. Handlungstechnisch passiert wenig Relevantes was den Haupthandlungsstrang angeht. Schneewittchennachfahrin Neva war hier mein klares Highlight. Am Ende kann ich aber leider nicht mehr als 3,5 von 5 Hörnchen vergeben.

Bewertung vom 16.10.2019
Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1
James, Anna

Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1


ausgezeichnet

Ein Buch in dem in andere Bücher gesprungen bzw. gewandelt wird hat mich natürlich sofort angesprochen. Auch das Cover verspricht wahre Magie zwischen den Buchdeckeln und ich musste einfach erfahren, welche Abenteuer Tilly in dieser Geschichte erlebt und in welche Kinderbuchklassiker sie wandelt.

Nicht nur das bereits angesprochene Cover ist ein Blickfang, auch die Aufmachung im Inneren ist sehr bemerkenswert. So gibt es ein paar Illustrationen von Paola Escobar zu betrachten. Diese sind jedoch eher dezent gehalten. Meinetwegen hätte es gerne noch mehr Bilder zum Betrachten geben können. Hervorstechen bei der Gestaltung des Buches tut, dass bei spannenden Szenen oder Szenen in denen in ein Buch gesprungen wird, die Buchstaben langsam aus den Zeilen purzeln.

Natürlich ist die Idee des Buchspringens nicht neu. Ich fand jedoch, dass Autorin Anna James ihre Idee des Buchspringens oder -wandelns, wie sie es nennt, gut ausgearbeitet hat. Für mich gab es keine Logiklücken, zumindest sind mir diese nicht aufgefallen. Zudem gab es klare Regeln, was das Wandeln in Büchern angeht. Auch der Schauplatz, nämlich die Buchhandlung Pages & Co., dürfte jeden Buchliebhaber begeistern. Ich selbst wäre wahnsinnig gerne einmal durch die mehrgeschossige Buchhandlung gestromert. Für jeden Fan des geschriebenen Wortes ist es sicherlich ein Traum, in so einer Buchhandlung quasi Leben zu dürfen.

Gemeinsam mit Nachbarsjungen Oskar erfährt Tilly, dass sie beide die Gabe beherrschen in Bücher zu wandeln. Die beiden gleichaltrigen Kinder erleben dabei einige turbulente Abenteuer und auch ein Bösewicht tritt auf den Plan. So kommt es zu vielen spannenden Szenen. Immer mehr erfahren Tilly und der Leser über die Gemeinschaft der Buchwandler. Somit wird der Leser gekonnt an das Buch gefesselt.

Dennoch habe ich einen Kritikpunkt, den man zwar der Autorin nicht wirklich zum Vorwurf machen kann, der mich jedoch gestört hat. Gemeinsam mit Tilly reisen wir in die Bücher „Alice im Wunderland“, „Anne auf Green Gables“, „Die Schatzinsel“ und „Sara, die kleine Prinzessin“. Wir erleben Szenen aus den Büchern hautnah mit. Dies war zwar extrem cool, da ich aber von der Schatzinsel ausschließlich das Grundgerüst kannte, “Anne auf Green Gables“ mir nur vom Namen her ein Begriff war und ich „Sara, die kleine Prinzessin“ gar nicht kannte, stockte es für mich ein wenig beim Sprung in diese Geschichten. Denn die Charaktere dieser Bücher und auch die Handlung waren mir unbekannt. Dies hat meinen Lesespaß leider enorm gemindert. Und so musste ich zumindest bei „Sara, die kleine Prinzessin“ im Internet recherchieren, wie die eigentliche Handlung des Buches ist.
Für mich wäre es einfach schön gewesen in bekanntere Bücher zu springen. Dies mag aber auch daran liegen, dass die Autorin Britin ist und die Kinder aus Großbritannien natürlich andere Kinderbuchklassiker lesen, wie wir hier in Deutschland.

Gemeinsam mit Tilly springt der Leser in Klassiker der Weltliteratur wie „Alice im Wunderland“ oder „Die Schatzinsel“. Es entfaltet sich eine unglaublich magische Welt, die durch die zauberhafte Buchhandlung Pages & Co., die Tillys Großeltern gehört, noch magischer erscheint. Die Aufmachung des Buches sowie das Innenleben sind definitiv einen zweiten Blick wert. Zudem wird ordentlich an den Spannungsschrauben gedreht, da ein fieser Bösewicht und Tillys verschwundene Mutter für gehörig Spannungspotenzial sorgen.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 16.10.2019
Immer kommt mir das Leben dazwischen
Schrocke, Kathrin

Immer kommt mir das Leben dazwischen


ausgezeichnet

Inhalt:
Seit Karl im Traum sein toter Opa erschienen ist, will er unbedingt Youtube-Star werden. Aber immer kommt ihm etwas dazwischen: Seine Oma will in eine Hippie-WG ziehen, sein Schwarm Irina schleppt eine Katzenfrau als ersten Follower an und seine oberschlauen Cousins lüften ein Familiengeheimnis. Als sich dann auch noch die Polizei an Karls Fersen heftet, ist das Chaos perfekt …

Meinung:
Eines Nachts erscheint Karl sein vor einem Jahr verstorbener Opa im Traum und erklärt ihm, dass er unbedingt Youtube-Star werden soll. Karls Traum gerät jedoch in den Hintergrund, als seine Oma in ein Mehrgenerationenhaus ziehen möchte, denn Karls Eltern sowie seine Tante sind strikt dagegen. Karl jedoch erfüllt seiner Oma den Wunsch. Bei einer Nacht und Nebelaktion helfen seine Cousins und Karl ihrer Oma beim Umzug. Doch plötzlich ist die Polizei hinter Karl und den Cousins her und Karls Leben wird auf einen Schlag reichlich turbulent.

Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, musste ich direkt schmunzeln. Denn Karls Geschichte klang einfach nach viel Situationskomik und Arbeit für meine Lachmuskeln.

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig gebraucht habe, bis ich in der Geschichte richtig drin war. Dann hat sie mich jedoch sehr begeistert und berührt.
Denn eines steht fest, diese Geschichte ist nicht einfach nur aus der Luft gegriffen, sondern viele Dinge aus diesem Buch passieren auch im wahren Leben. Dabei kommt es zu reichlich vielen turbulenten wie auch lustigen Szenen. Das ein oder andere Mal musste ich dabei herzhaft lachen.

Besonders fasziniert hat mich die Idee des Mehrgenerationenhauses. Zwar hatte ich hiervon schon einmal gehört, so richtig Gedanken darüber gemacht hatte ich mir aber bisher noch nicht.
Man merkt Autorin Kathrin Schrocke an, dass sie hier aus Erfahrung schreibt und schon Berührungspunkte mit so einem Mehrfamilienhaus hatte.

Protagonist Karl ist eigentlich ein ganz normaler Junge, der die üblichen Probleme mit seinen Eltern hat und sich so gerne eine Freundin wünscht. Am liebsten natürlich seinen heimlichen Schwarm Irina, die in direkter Nachbarschaft zu Karl wohnt. Doch Irina sieht Karl leider nur als guten Kumpel und ist mit Sven Klimphammer zusammen.

Ein großer Pluspunkt der Geschichte ist der herrliche Humor. So nennt Karl z. B. seine beiden Cousins nur Master und Desaster.
Sein Vater erwähnt in jeder passenden Gelegenheit das Sexualverhalten diverser Tiere und seine Oma bekommt im Mehrgenerationenhaus den Spitznamen "Lady Rebell". Ich könnte unzählige Situationen aufzählen, die mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht haben, aber ich finde, ihr solltet einfach selbst zu diesem herrlichen Buch greifen.

Für Jugendliche ist diese Geschichte definitiv ansprechend, denn die Handlung bezieht sich auf alltägliche Probleme der Jugendlichen. Auch aktuelle Themen wie Youtube-Star bzw. der Berufswunsch Influencer zu werden, werden in diesem Buch angeschnitten.

Fazit:
Ein Angriff auf die Lachmuskeln ist "Immer kommt mir das Leben dazwischen". Dabei behandelt das Buch alltägliche Probleme von Jugendlichen und nimmt Themen wie Influencer und Youtube-Star ein wenig auf die Schippe. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten habe ich mich königlich über Karls Leben amüsiert und mit ihm mitgelitten, wenn seine Eltern mal wieder arg peinlich wurden.
Herrlich toller Lesestoff und daher 5 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 09.10.2019
Beast Changers (1.) Im Bann Der Eiswölfe

Beast Changers (1.) Im Bann Der Eiswölfe


sehr gut

Inhalt:
Jeder in Vallen weiß, dass Eiswölfe und Feuerdrachen tief verfeindet sind. Als der 12-jährige Anders sich in einen Eiswolf verwandelt und seine Zwillingsschwester Rayna in einen Feuerdrachen, wird ihr bisheriges Leben auf den Kopf gestellt. Um zu lernen, was er braucht, um Rayna vor den grausamen Drachen zu retten, schreibt sich Anders an der Ulfar-Akademie ein, einer Schule für junge Wölfe. Wenn er Rayna wiedersehen will, muss Anders über sich hinauswachsen und zeigen, was wirklich in ihm steckt.

Meinung:
Die Zwillinge Anders und Rayna haben durch die Feuerdrachen ihre Eltern verloren und sind auf den Straßen Vallens groß geworden. Bei der monatlichen Bewerbungszeremonie zur Aufnahme in die Garde der Eiswölfe, die die Stadt beschützen, geraten Anders und Rayna per Zufall aufs Podest und werden kurze Zeit später getestet, ob sie das Zeug zum Eiswolf haben. Rayna verwandelt sich daraufhin jedoch in einen Feuerdrachen und flieht vor den Klauen der Eiswölfe. Bei Anders hingegen wird festgestellt, dass er die Begabung zum Eiswolf hat. Somit wird er an der Ulfar-Akademie, einer Schule für junge Wölfe, aufgenommen. Anders setzt jedoch alles daran seine Schwester Rayna wiederzufinden und vor den Drachen zu beschützen.

Geschichten über Drachen und Wölfe haben schon immer einen großen Reiz auf mich ausgeübt. Da beide Wesen in dieser Geschichte nun gemeinsam auftauchen und zudem eine gehörige Portion Fantasyanteil in der Beschreibung des Klappentextes mitklang, war ich sofort Feuer und Flamme.

Gleich zu Beginn lernen wir die Zwillinge Anders und Rayna kennen. Als Waisenkinder haben sie ein hartes Leben auf den Straßen von Vallen geführt. Durch die anstehende Zeremonie wird man dann auch sofort in die Geschichte hineingeworfen und es geht spannend und actionreich zur Sache.

Dadurch das Anders und Rayna früh im Verlauf der Geschichte voneinander getrennt werden, bleibt dem Hörer wenig Zeit sich ein Bild von Rayna zu machen. Es wird jedoch schnell klar, dass sie immer diejenige war, die die beiden Kinder vor Gefahren beschützt hat oder eine schlaue Idee parat hatte.

Durch Raynas Wegfall muss Anders daher lernen auf eigenen Beinen zu stehen. An der Ulfar-Akademie weiß er zudem nicht wem er trauen kann und versucht möglichst keine Freundschaften zu schließen.

Dann lernt Anders jedoch die Schülerin Lisabet kennen. Sie ist äußerst wissbegierig jedoch auch ein wenig geheimnisvoll. Ihr Mut macht sie schnell zu einer guten Freundin von Anders und er kommt immer mehr in Schwierigkeiten, Raynas und sein Geheimnis zu wahren. Denn niemand darf erfahren, dass seine Schwester ein Feuerdrache ist.

Dies liegt an der jahrelang andauernden Feindschaft zwischen Feuerdrachen und Eiswölfen. Die Fronten sind verhärtet und eine gemeinsame Zukunft in weiter Ferne. Viel mehr sieht es so aus, als wenn ein neuer Krieg zwischen den beiden Völkern auftreten könnte.

Durch diesen Plot entsteht eine sehr spannende und abwechslungsreiche Geschichte. Man leidet mit Anders mit und drückt ihm die Daumen, dass er unbeschadet aus der ganzen Angelegenheit hervorgehen wird.

Julian Greis verleiht dem Hörbuch seine Stimme. Da er eine sehr jugendliche Stimme hat, passt er daher auch perfekt zu den überwiegend jungen Charakteren in der Geschichte. An seine Darstellung der Erwachsenenstimmen in diesem Buch musste ich mich zu Anfang ein wenig gewöhnen, da ich diese als nicht ganz passend empfand.

Fazit:
Ein schöner Auftaktband der Beast Changers Reihe wurde mit "Im Bann der Eiswölfe" abgeliefert. Durch die jahrelange Feindschaft zwischen Feuerdrachen und Eiswölfen und den Zwillingen Rayna und Anders, die jeder einem anderen Lager "zugeteilt" werden, kommt ab der ersten Seite ein großer Spannungsfaktor auf, der sich gekonnt bis zum Ende durchzieht.
Von mir bekommt die Geschichte 4 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 23.09.2019
Green Witch
Russo, Andrea

Green Witch


ausgezeichnet

Lizzy stammt aus einer Familie voller Hexen. Ihre Mutter, ihre Tante und ihre Großmutter sind allesamt Hexen und so darf auch Lizzy ihre Ausbildung als Hexe an ihrem zwölften Geburtstag beginnen. An diesem Tag tritt nämlich der Hexenkreis zusammen und beschließt, welche Art von Hexe Lizzy werden wird. Lizzy fände es mega cool eine Wasserhexe zu sein. Auch eine Lichthexe wäre in Ordnung. Doch dann wird entschieden, dass Lizzy eine Ausbildung zur Kräuterhexe antreten wird. Lizzy ist davon alles andere als begeistert, fügt sich jedoch ihrem Schicksal und erlebt dadurch ihr erstes aufregendes Abenteuer.

Als kleines Mädchen habe ich die Geschichten rund um Bibi Blocksberg immer wahnsinnig geliebt. Daher freue ich mich immer sehr, wenn ein neues Buch über Hexen erscheint.
Das mehr als ansprechende Cover tat sein Übriges dazu um voller Vorfreude zu diesem Buch zu greifen.

Von Autorin Andrea Russo habe ich bisher noch kein Buch gelesen, mochte ihren Schreibstil allerdings ab der ersten Minute. Er ist kurzweilig, angenehm zu lesen und bringt die Dinge auf den Punkt ohne sich zu sehr in Details zu verlieren.

Gerade die ersten Kapitel rund um Wahl zu was für einer Hexe Lizzy ausgebildet wird, konnten mich sofort packen und an die Seiten fesseln.
Aber auch der Beginn von Lizzys Ausbildung wird auf wunderschöne Art und Weise beschrieben.
Daher verlor ich mich schnell in dem magischen Setting, das Andrea Russo erschaffen hat.

Besonders ansprechend sind die Charaktere der Geschichte.
Allen voran natürlich Lizzy, die erst einmal über die Enttäuschung hinwegkommen muss als Kräuterhexe ausgebildet zu werden. Jedoch legt sie nach kurzer Zeit eine enorme Reife für ihr Alter an den Tag und versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen ohne nachtragend oder gar zickig zu sein.
Ihre beste Freundin Stina war ebenfalls ein wunderschön skizzierter Charakter. Ich mochte ihre Energie und ihren Mut sowie ihre Hingabe gegenüber der Kräuterkunde. Dennoch weiß Stina nicht, dass Lizzy eine Hexe ist. Und dieses Gefühl der Unehrlichkeit gegenüber ihrer besten Freundin lastet schwer auf Lizzy.

Absolut faszinierend fand ich es, dass eine kleine Vogelspinne namens Rasty sich in mein Leserherz gestohlen hat. Normalerweise bin ich kein großer Fan der achtbeinigen kleinen Wesen, aber Rasty konnte meine Angst vor den Tieren ein wenig mindern.

Sehr erfrischend habe ich es empfunden, dass die Geschichte zwar eine sehr zarte und dezente Liebesgeschichte aufzuweisen hat, dass aber dieses Mal nicht unsere Protagonistin dem Liebespfeil von Amor erlegen ist, sondern es jemand anderen trifft.

Zwar kann man "Green Witch" und "Bibi Blocksberg" nicht miteinander vergleichen, da die Handlung in "Green Witch" eine komplett andere ist. Dennoch hatte ich auch bei diesem Buch sofort das wohlige Gefühl von Geborgenheit und etwas Magischem, was ich bei den Bibi Hörbüchern jedes Mal aufs Neue empfinde. Von daher an dieser Stelle ein ganz großes Kompliment an Andrea Russo.

Das Ende schließt die Geschichte auf schöne Art und Weise ab. Lässt aber auch darauf hoffen, dass das Abenteuer von Lizzy, Stina und Vogelspinne Rasty gerade erst begonnen hat.

Fazit:
Green Witch ist eines dieser Bücher an die man ohne große Erwartungen herangeht und die einen dann wie im Sturm erobern und quasi zum Lesen zwingen, weil sie einfach so gut sind.
Mir hat Lizzys erstes Hexenabenteuer zwischen Kräutern, Magie und süßen kleinen Vogelspinnen sehr gut gefallen.
Daher gibt es knappe hexenstarke 5 Hörnchen von mir.

Bewertung vom 18.09.2019
Silberdrache
Sage, Angie

Silberdrache


sehr gut

Meinung:
Eines Tages landet ein silbernes Drachenei vor Joss Füßen. Joss kann sein Glück kaum fassen, sind doch die silbernen Drachen seit Jahrzehnten schon nicht mehr gesehen worden. Aus dem Ei entschlüpft kurze Zeit später der Silberdrache Lysander und geht ein Bündnis mit Joss ein. Doch ihr gemeinsames Glück ist nur von kurzer Dauer. Denn die grausame Familie Lennix ist auf der Suche nach dem silbernen Drachen, da er als einziger die Gabe besitzt Tore in andere Welten zu öffnen.

Auf das neueste Werk von Autorin Angie Sage habe ich mich riesig gefreut. Schließlich zählt ihre Septimus Heap Reihe zu meinen absoluten Lieblingsreihen. Meine Neugierde wurde noch mehr angestachelt, als ich erfuhr, dass es in ihrem neuesten Werk um Drachen geht.

Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Den größten Teil nehmen dabei Joss und seine Schwester Allie ein. Aber auch die grausame und böse Familie Lennix, sowie diverse Drachen lassen uns an ihrer Geschichte teilhaben.

Ein weiterer Part, der allerdings nicht in der magischen Welt spielt, handelt von der elfjährigen Sirin, die in unserer Menschenwelt ein hartes Los gezogen hat. Als Leser fragt man sich zwangsläufig, was Sirins Geschichte mit dem Rest der Handlung zu tun hat. Dies erschließt sich dann auch nach und nach im Laufe der Handlung.

Angie Sages Idee rund um die Drachen und ihre grausame Erziehung zu Raptoren hat mich sehr angesprochen und überzeugt. Familie Lennix ist dabei für die grausame Behandlung der Drachen zuständig. Somit kristallisieren sich die Bösewichte schon nach kurzer Zeit heraus.

Jedoch sind die verschiedenen Familienmitglieder ganz unterschiedlich aufgestellt und haben verschiedene Denkweisen. Jeder versucht auf andere Art und Weise die Drachen zu beherrschen und zu manipulieren. Über allem schwebt jedoch das Oberhaupt der Familie - Demara.
Mir hat der Facettenreichtum, der gerade von Familie Lennix ausgeht, unheimlich gut gefallen.

Etwas schade empfand ich es, dass wir nur recht wenig über die Welt in der Joss und Allie leben erfahren. Auch das Leben der Drachen, die nicht von Familie Lennix unterjocht werden, wird nur am Rande gestreift.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist Angie Sage mit Familie Lennix ein toller Gegenspieler zu Joss und Allie gelungen.
Jedoch zeichnet sich die Geschichte auch sehr durch die Grausamkeit der Familie aus. Drachen werden hart bestraft und angegangen. Und es kommt zu ein paar recht brutalen Szenen.

Mich persönlich hat die Brutalität zwar nicht gestört, dennoch fand ich sie für ein Buch, das Kindern ab 11 Jahren empfohlen wird, als zu hart an der Grenze.
Hier hätte ich die Altersempfehlung definitiv nach oben gesetzt. Zumal es auch beim finalen Kampf ganz schön zur Sache geht.

Dieser finale Kampf hat mich dann atemlos an den Seiten kleben lassen. War ich vorher schon total in der Geschichte drin, hat mich dieses Finale noch mal sehr geflasht und begeistert.

Fazit:
Für mich persönlich kommt diese Reihe zwar nicht an die Septimus Heap Reihe heran, dennoch ist es ein sehr lesenswerter Reihenauftakt. Mit Familie Lennix ist Angie Sage eine wirklich grausame und raffinierte Bösewicht-Familie eingefallen. Daher geht es stellenweise schon mal recht brutal zur Sache, was jedoch gut zur eigentlichen Handlung passt.
Für diesen Auftakt vergebe ich 4 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 08.09.2019
Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1
Benkau, Jennifer

Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:
Eben noch stand Mailin in ihrem irischen Heimatort, plötzlich wacht sie in einer anderen Welt auf. Hier, im Königreich Lyaskye, trachtet ihr alles und jeder nach dem Leben – nur nicht der mysteriöse Fremde, der sie aus tödlicher Gefahr rettet. Als er sie zum Königshof bringt, erkennt Mailin, dass sie aus einem ganz bestimmten Grund in Lyaskye ist: Sie soll Königin werden. Und das ist in dieser Welt ein Todesurteil.

Meinung:
Eben befand sich Mailin noch in ihrem irischen Heimatort, plötzlich steht sie im Königreich Lyaskye. Sie befindet sich in einer komplett fremden Welt, in der es fürchterliche Kreaturen, wilde Wesen und tödliche Gefahren gibt. Doch kurz nach ihrer Ankunft trifft Mailin auf einen mysteriösen Fremden, der sich bereit erklärt sie zum Königshof zu begleiten. Doch schon nach kurzer Zeit entwickelt sich alles anders, als Mailin dies gedacht hätte.

Jennifer Benkaus Dark Canopy Reihe war für mich ein absolutes Highlight und zählt noch heute zu meinen Lieblingsreihen. Allerdings muss ich sagen, dass alle darauffolgenden Bücher der Autorin mich nicht mehr so fesseln konnten, wie dies Dark Canopy geschafft hatte. Daher war ich auf ihr neuestes Werk, was vom Klappentext her einfach fantastisch klang, sehr gespannt.

Schnell war ich von der Geschichte gefangen und klebte an den Seiten. Denn die Welt in die Mailin fällt ist absolut magisch und sehr fantastisch. Ich liebte die Reise von Mailin und ihrem mysteriösen Begleiter. Denn sie zeichnet sich durch jede Menge Spannung, Abenteuer und unvorhersehbaren Geschehnissen aus. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich mir sicher endlich wieder ein Buch von der Autorin zu lesen was mich genauso begeistern könnte wie Dark Canopy.

Dann kommt Mailin jedoch an den Königshof und die Geschichte bekam für mich einen Riss. Ich mochte die sich daraus entstehende Handlung nicht mehr so gerne und hätte mir an der ein oder anderen Stelle einen anderen Handlungsverlauf gewünscht.

Als es dann wieder auf Reisen ging, hoffte ich, dass die Geschichte an ihren starken Anfang wieder anknüpfen könnte. Dies war leider nicht der Fall. Viel mehr schlichen sich an der ein oder anderen Stelle für mich kleine Längen ein.

Was Jennifer Benkau in diesem Buch jedoch meisterhaft beherrscht ist die unvorhersehbare Geschichte. Immer wieder gibt es überraschende Enthüllungen. Man weiß nie so wirklich woran man gerade ist, was für einen gewissen Lesesog sorgt.

Die Liebesgeschichte hat mich zu Beginn sehr fasziniert. Der mysteriöse Fremde der Mailin immer wieder von sich stößt und sie sogar vor sich selbst warnt. Ab einem gewissen Punkt wurde mir die Beziehung der Beiden jedoch zu kitschig. Die Liebesgeschichte war eher ein Dorn im Auge für mich, da sie auch die typischen Jugendbuch-Standards erfüllt. Ein unnahbarer und düster wirkender Loveinterest, ein Mädchen was es schafft in seine tiefsten Geheimnisse zu blicken und ihn zu "heilen".

Die Welt von Lyaskye ist sehr fantasievoll und steckt voller Gefahren. Ich hätte mir gewünscht, noch mehr von dieser Welt entdecken zu dürfen, hoffe hier aber sehr auf den zweiten Band der Reihe.
Auch eine schöne Karte, die die Reise von Mailin ein wenig nachvollziehbarer macht, gibt es zu bestaunen.

Fazit:
Trotz meiner Kritikpunkte kann ich "One True Queen" dennoch empfehlen. Denn die Geschichte ist magisch, unvorhersehbar und (meistens) sehr spannend beschrieben. Leider hat mich die Liebesgeschichte nicht vom Hocker gerissen, viel mehr fühlte ich mich ein wenig von ihrer Entwicklung gelangweilt. Dennoch bin ich mir sicher, dass Jennifer Benkau mich mit ihrem zweiten Teil der Reihe mehr überzeugen kann.
Von mir bekommt die Geschichte daher 4 von 5 Hörnchen.

Bewertung vom 08.09.2019
Ein Brief voller Geheimnisse / Der magische Blumenladen Bd.10
Mayer, Gina

Ein Brief voller Geheimnisse / Der magische Blumenladen Bd.10


ausgezeichnet

Violet entdeckt per Zufall in den Unterlagen ihrer Tante Abigail einen Liebesbrief von ihrem unbekannten Vater an ihre verstorbene Mutter. Nun ist Violets Neugierde geweckt und gemeinsam mit ihren beiden Freunden Jack und Zack macht sie sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater. Immer drängender wird für Violet die Frage, warum er nie versucht hat Kontakt zu ihr aufzunehmen.

Dies ist der zehnte Band aus der magischen Blumenladenreihe. Ich habe bisher zwar nur den ersten Band der Reihe als Hörbuch gehört, war aber von diesem schwer begeistert.
Fans der Reihe werden sicherlich schon ungeduldig diesem neuen Band entgegengefiebert haben, aber ich finde auch Neueinsteiger kommen ohne große Vorkenntnisse gut mit diesem Buch klar. Denn die wichtigsten Charaktere werden in Kürze dargestellt. Auch das Geheimnis des magischen Blumenladens wird erläutert. Somit bin ich der festen Überzeugung, dass man die Reihe mit dem zehnten Band beginnen kann, auch wenn man nach diesem unbedingt wissen möchte, was in den vorherigen Bänden passiert ist.

In dieser Geschichte dreht sich alles um die Suche nach Violets Vater. Mit etwas mehr als 130 Seiten ist das Buch recht dünn und ich fragte mich gespannt, ob die Suche nach Violets Vater genug Platz auf dieser Seitenanzahl bekommen würde. Gina Mayer hat dies perfekt gelöst und eine sehr stimmige, aber auch leicht berührende Geschichte für Kinder ab 8 Jahren geschrieben. Gerade der Verlauf der Suche war für mich teilweise überraschend, hat mir aber sehr, sehr gut gefallen. Zudem eröffnet das Ende weitere Möglichkeiten für die kommenden Bücher.

Auch die magischen Blumen haben in dieser Geschichte wieder ihren großen Auftritt. Ich finde es immer spannend mitzuverfolgen, welche geheimnisvolle Blume, welche Gabe besitzt.

Die zauberhaften Illustrationen von Joëlle Tourlonias ergänzen die Geschichte. Was ich besonders klasse gefunden hätte ist, wenn es auch ganzseitige Illustrationen von der ein oder anderen Szene gegeben hätte. Dies war bei der Erstleserreihe des magischen Blumenladens der Fall. Aber das ist jetzt wirklich meckern auf hohem Niveau.

Am Ende wartet noch eine Bastelanleitung für magisches Briefpapier auf die jungen Leser. Bei der ich mich auch sofort versucht fühlte diese gleich auszuprobieren.

Fazit:
Sehr magisch aber auch sehr spannend gestaltet sich die Suche nach Violets Vater. Und diese Suche hält sogar die ein oder andere überraschende Wendung bereit. Ich kann dieses Buch bzw. die ganze Buchreihe nur empfehlen und freue mich schon auf weitere Abenteuer aus der Feder von Gina Mayer.
5 von 5 magische Hörnchen.

Bewertung vom 08.09.2019
Die besten Tantenretter der Welt
Schomburg, Andrea

Die besten Tantenretter der Welt


ausgezeichnet

Jonas und Fabian leben bei ihrer total verrückten Tante Erdmute. Als diese eines Tages eine Bank ausraubt, um die Wohnung bezahlen zu können, und dann mit den Jungs eine rasante Flucht hinlegt, sind diese total überrumpelt und geschockt. Tante Erdmute flüchtet mit Jonas und Fabian in ein kleines Hotel mitten im Wald. Hier wird die Polizei nie im Leben nach dem Bankräuber suchen. Doch dann wird von einem Gast sein sehr wertvolles Briefmarkenalbum gestohlen. Dies ändert die gesamte Situation schlagartig.

Auf dieses Buch habe ich sofort ein Auge geworfen, da zum einen der Name Erdmute schon sehr interessant klang, zum anderen mich der Klappentext bereits zum Schmunzeln gebracht hat. Eine Tante die eine Bank überfällt? Davon wollte ich gerne mehr lesen.
Schon die ersten Seiten spiegeln den lustigen Klappentext wider und zeigen auf, dass Tante Erdmute wirklich ziemlich verrückt ist. Allerdings im positiven Sinne. Jedoch ist Vorsicht geboten, wenn sie anfängt zu singen. Denn dann ist meist die nächste Katastrophe bzw. der nächste geniale Einfall von Tante Erdmute nicht weit. Und die haben es meistens ganz schön in sich.

Wo Tante Erdmute teilweise sehr abgedreht ist, sind die beiden Jungen Jonas und Fabian ruhig und am Boden geblieben. Da ihre Eltern bereits vor einiger Zeit verstorben sind, sorgt Tante Erdmute nun für die Beiden. Dabei fand ich es besonders süß, dass Tante Erdmute Jonas und Fabian immer wieder versichert, dass ihre Eltern sie von einer Wolke aus beobachten und sie auch beschützen, wenn Tante Erdmute mal nicht zur Hilfe eilen kann.
Sobald die drei im Waldhotel eintreffen kommt eine Schar neuer Charaktere auf den Leser zu. Hier gibt es einige verschrobene und sehr unterhaltsame Charaktere, die natürlich auch ein wenig klischeebehaftet sind, aber herrlichen Lesespaß bereithalten.

Und Spaß hat man mit diesem Buch jede Menge, da die Geschichte sehr abwechslungsreich und humorvoll gestaltet wird. Langeweile kam bei mir zu keiner Zeit auf.
Jedoch hatte ich während des Lesens immer größere Sorgen, ob der Bankraub am Ende des Buches schlüssig aufgelöst wird. Hier kann ich all diejenigen Leser beruhigen, die ähnliche Gedanken haben. Ja, Frau Schomburg führt alles zu einem interessanten und stimmigen Ende zusammen. Das auch für einen Erwachsenen nicht sofort ganz ersichtlich ist.

Natürlich fand ich es als Elternteil nicht so toll, dass Tante Erdmute mit schlechtem Beispiel vorangeht und eine Bank ausraubt. Jedoch sind Jonas und Fabian so bodenständig, dass sie versuchen Mittel und Wege zu finden, um das Geld der Bank wieder zukommen zu lassen. Dies hat mir ziemlich imponiert, da doch meistens die Erwachsenen versuchen Lösungen für die Kinder zu finden.

Toll ist auch, dass es an jedem Kapitelanfang eine kleine Illustration zu bestaunen gibt und jedes Kapitel zudem eine (lustige) Überschrift bereithält.

Fazit:
Auch mein drittes Buch aus dem Hummelburg Verlag bekommt die Höchstpunktzahl. Die Geschichte bietet jede Menge lustiger Szenen, aber auch spannende Momente. Tante Erdmute ist absolut einmalig und sehr besonders. Schon alleine ihretwegen lohnt es sich dieses Buch zu lesen.
Ich vergebe daher 5 von 5 räuberische Hörnchen.