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Benutzername: Mellie
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Bewertungen

Insgesamt 2 Bewertungen
Bewertung vom 07.08.2016
Die Canterbury Schwestern
Wright, Kim

Die Canterbury Schwestern


gut

Die Handlung des Buches ist relativ schnell zusammengefasst: Che benannt dem ermordeteten Kubanischen Revolutionsführer hatte Ihr Mutter mehr oder weniger freiwillig versprochen, sie zu einer Pilgerreise nach Canterbury zu begleiten. Jetzt ist Ches Mutter gestorben, und hat Che quasi postum verpflichtet ihre Asche an der Kathedrale in Canterbury zu verstreuen.
Che bucht die Pilgerreise eigentlich als Einzelreise, dann erkrankt ihrer Führerin und Che schließt sich einer Frauenpilgerreisegruppe an. Die meisten Frauen der Gruppe kannten sich vorher nicht und haben sich aus den unterschiedlichsten Gründen zum Pilgern entschlossen. Die Leiterin fordert die Frauen auf, auf dem Weg Geschichten zu erzählen, einmal zum Zeitvertreib und um sich besser kennen zu lernen.
Auch wenn das Setting ungewöhnlich ist, dieser gesprächslastige Selbstfindungstrip wirkt eher ein Abklatsch. Die Beschreibung der Frauen, ihrer Charaktere ist sehr schablonenhaft, dasselbe gilt für deren Erzählungen. Schade, um die originelle Ausgangsidee.

Bewertung vom 07.08.2016
Bühlerhöhe
Glaser, Brigitte

Bühlerhöhe


weniger gut

Dies war das erste Buch von Brigitte Glaser, das ich gelesen habe. Insofern kann ich nicht beurteilen, inwieweit das Genre des Kriminalromans der Autorin mehr liegen. Nun aber zum eigentlichen Thema der Rezension "Bühlerhöhe". Das Thema hatte mein Interesse geweckt. Es geht um die noch junge Bundesrepublik und die Vergangenheitsbewältigung. Klar ist und war, dass es für die Progrome keine wirkliche Entschädigung geben konnte. Trotzdem wollte/sollte die Bundesrepublik nach Ansicht des damaligen Kanzlers Adenauer eine Form der finanziellen Entschuldigung leisten. Das Gesetz war auf beiden Seiten umstritten und hier setzt nun der fiktive Teil des Romans ein. Während des Urlaubs von Adenauer im Hotel Bühlerhöhe soll ein Anschlag verübt werden. Während die deutsche Seite Kommunisten verdächtigt. Sendet der Mossad als Alibiehefrau Rosa Silbermann zurück nach Deutschland. Eine Hauptrolle auf deutscher Seite hat die Hausdame des Bühlerhofes Sophie Reisacher. Die geborene Elsässerin hat währen des Krieges auf den falschen Mann und die falsche Seite gesetzt. Auch wenn ihre Ambitionen etwas geringer geworden sind, hofft sie bald mehr als Hausdame zu sein.
Leider ist es der Autorin nicht gelungen den Figuren ein Hauch von Leben einzuhauchen. Holzschnittartig bekommen alle bestimmte Eigenschaften zugewiesen, aber irgendwie blieben mir alle gleichgültig, was das Lesen des Buches zäh gestaltete. So dass es mir sehr schwer fiel dabei zu bleiben. Viel Recherche, gute Idee, aber langatmig umgesetzt. Sehr schade.