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Benutzername: VroniC
Wohnort: Eschbach
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 71 Bewertungen
Bewertung vom 05.02.2019
Deine letzte Lüge
Mackintosh, Clare

Deine letzte Lüge


gut

Stimmen aus dem Jenseits

Deine letzte Lüge von Clare Mackintosh

Die Autorin führt uns an die Kreidefelsen, eine steile Felsküste von Südengland.
Innerhalb eines Jahres sollen sich zuerst Annas Vater - gemäß einer Augenzeugin -, dann ihre Mutter von den Klippen ins Meer gestürzt haben. In all ihrer jetzigen Trauer bekommt Anna ihre Tochter Ella von ihrem Lebensgefährten, der ihr anfangs in dieser schweren Zeit als Psychotherapeut zur Seite stand. Genau am Jahrestag des Todes ihrer Mutter erhält Anna eine Botschaft die ihr Misstrauen und die Zweifel am Selbstmord ihrer Mutter wieder erheblich bestärkt. Sie schaltet Murray Mackenzie ein, der als Rentner seine Dienste weiterhin für die Polizeiarbeit zur Verfügung stellt, Gerade solche Fälle, die noch keine konkreten Spuren oder Beweise aufweisen, spornen ihn an und er sucht die Verbindungen. Weitere ungereimte Vorfälle lassen Anna an ihrem Verstand zweifeln. Als dann urplötzlich die Totgeglaubte aus dem Jenseits auf ihrer Türschwelle steht bekommt die Vergangenheit und die Wahrheit eine ganz andere Wendung.

„Deine letzte Lüge“ nimmt nur langsam Fahrt auf und die Spannung lässt auf sich warten. Die geheimnisvollen Gedankengänge aus dem Jenseits führen auf abwegige Gedanken und oft in die Irre. Aussagen und Andeutungen führen bewusst auf falsche Fährten, sodass die Handlung oft nicht rund erscheint. Am Ende bleiben Fragen unbeantwortet. Die Mitwirkenden wirken auf mich blass und etwas oberflächlich, einzig Murray hat meine Sympathie und mein Mitgefühl geweckt, hat er doch als Ehemann ein schweren Los zu tragen.
Verwerflich ist es, gerade als Eltern, mit den Gefühlen und der Trauer Hinterbliebener zu spielen und deren Schmerz in Kauf zu nehmen nur des eigenen Vorteils willen. Und dann noch die Unverfrorenheit zu besitzen wieder aufzutauchen.
Nach Aussage des Titelblattes hatte ich mich auf einen Psychothriller eingestellt. Für meinen Geschmack ist „Deine letzte Lüge“ dafür weder spannend genug, geknistert hat es wenig, das gewisse Gänsehautfeeling fehlte, aber für ein gutes Familiendrama gebe ich eine gute Leseempfehlung ab, da es mich doch unterhalten hat.

Bewertung vom 17.04.2018
Das Eis
Paull, Laline

Das Eis


ausgezeichnet

Das Eis von Laline Paull


Wegen der schmelzenden Gletscher werden immer seltener Eisbären in der Arktis gesichtet. Und immer mehr wird die neue „Wasserstraße“ Anlass zu politischen Auseinandersetzungen.
Beim Ausspähen nach Eisbären in der Arktis kommt die „Vanir“ den Gletschern gefährlich nahe und die Passagiere erleben unmittelbar das Kalben eines solchen. Doch gleichzeitig gibt das Eis auch ein schauriges Geheimnis preis, die Leiche des vor 3 Jahren spurlos verschwundenen Naturaktivisten und Naturschützers Tom. Nur sein bester Freund kehrte von der damals statt gefundenen Expedition lebend zurück und er hat seitdem massive Albträume. Jedoch hindert ihn das daran weiterhin lukrative Geschäfte mit skrupellosen Ausbeutern und windigen Politikern zu betreiben.

Die Idee zu diesem Buch ist ausgefallen und der Klappentext hat mich sogleich für dieses Buch begeistert. Das Thema ist gut recherchiert und umgesetzt, für mich ist die Handlung total überzeugend.
Von der ersten Zeile an bin ich überrascht, wie plastisch mir die ganze Gegend vor Augen steht. Die riesigen eisigen Gletscher, die immer höher aufragenden glitzernden Steilhänge, die Stille und Weite der Arktis. Ich habe mich schon lange nicht von einem Thema so angesprochen gefühlt, es beschreibt ein vielschichtiges Drama, das direkt vor unseren Augen geschieht und uns eigentlich alle angeht. Laline Paull hat einen ansprechenden und präzisen Schreibstil, von Anfang an Neugier weckend, die Problematik spannend bis zum Ende gehalten. „Das Eis“ist für mich auch ein besonderer Krimi, er vermittelt gleichzeitig ein aktuelles Umweltproblem und zeigt gnadenlos beispiellose Machtgier und Korruption der Staaten und Großkonzerne auf. Das Buch gibt großen Anlass zum Nachdenken über unser weiteres Verhalten unserer Umwelt gegenüber.

Bewertung vom 04.03.2018
In eisiger Nacht / Detective Max Wolfe Bd.4
Parsons, Tony

In eisiger Nacht / Detective Max Wolfe Bd.4


sehr gut

„In eisiger Nacht“ von Tony Parsons

Nachdem mir das Buch „Wer Furcht sät“ von Tony Parsons gefallen hat, wollte ich mir ein weiteres vornehmen und wurde nicht enttäuscht.

Schauplatz ist das winterliche London, als an einem Morgen eine entsetzliche Ladung in einem Kühllasters aufgefunden wird. Es sind 12 Leichen, erfrorene junge Frauen, unterschiedlichster Herkunft und Nation. Die Pässe der Frauen wurden im Fahrerhaus gefunden, gefälscht, doch es sind 13 Pässe und Wolfe zählt noch mal nach. Jetzt hat er gleich mehrere Dinge zu ermitteln. Wer sind die Frauen, was wollten sie in London und wer ist die vermisste 13te Person. Scheinbar, nach näherem Betrachten der Umstände, ist sie illegal nach England eingereist. Und dann ist sie in größter Gefahr. Denn es ist nicht bekannt, wer den Transporter ins Land gebracht hat und welches Ziel und welche Bestimmung die Frauen hatten.
Auch dieser Band „In eisiger Nacht“ war für mich wieder ein unterhaltsamer Griff ins Krimi-Genre. Die zeitnah und auch realistisch geschehenen Ereignisse haben mich doch sehr erschüttert und die Brutalität war körperlich spürbar. Die Handlung hat sich von Anfang immer weiter gesteigert und die Spannung war greifbar. Besonders angekommen ist die Bösartigkeit und die Heuchelei diverser Subjekte. Obwohl ich den Täter irgendwann auf dem Schirm hatte, war die Auflösung und die Machenschaften dann doch sehr hässlich und verachtenswert. Auch „In eisiger Nacht“ kommt das Thema Gerechtigkeit voll zum Tragen. Was ist richtig und was ist falsch. Doch mich lässt der Kriminalroman auch recht nachdenklich zurück.
Der Autor Tony Parsons hat hier wieder ein emotionales Buch geschrieben, die Ausdrucksweise ist klar und lebhaft.
Schon die Struktur und Beschaffenheit des Einbands gibt mir beim Lesen immer wieder ein ungutes Gefühl.

Bewertung vom 02.03.2018
Aisha / Kommissar Steen Bd.4
Stein, Jesper

Aisha / Kommissar Steen Bd.4


gut

„Aisha“ von Jesper Stein

„Aisha“ ist der 4. Mordfall den Kommissar Axel Steen aufzuklären bekommt und für mich ist es der erste, den ich lese. Aufgrund der Bewertungen vorangegangener Bände war ich neugierig und wurde leider nicht überzeugt.

Kurz hintereinander werden zwei ehemalige Mitarbeiter des dänischen Geheimdienstes PET auf brutalste Weise ermordet aufgefunden. Axel Steen wird vom Geheimdienst in die Ermittlungen eingebunden und stößt auf merkwürdige Ungereimtheiten in der Vergangenheit sowohl bei den Opfern, wie auch im Verhalten und Vorgehen des Geheimdienstes. Selbst Mitarbeiter seines eigenen Teams, mit denen er zur Zeit zusammenarbeitet, sind auf unerklärliche Weise mit den Begebenheiten verbunden. Doch wer ist diese Aisha eigentlich, die in den Geheimakten immer öfter auftaucht?


Meine Lesegeduld wurde bei „Aisha“ auf eine harte Probe gestellt. Erst in den allerletzten Kapiteln wurde die Handlung spannend und temporeich abgearbeitet. Bis dahin war keine Spannung bzw. Spannungsaufbau zu erkennen. Auch der im Titel erwähnte Name Aisha, wurde erst sehr spät in die Handlung aufgenommen. Die Vorabinformationen und der Aufbau bis zur eigentlichen Handlung zogen sich bis weit über die Hälfe des Thrillers hinaus, wobei ich weder Gänsehaut noch Kribbeln verspürte. Auch die Handlung hat mich im Nachhinein nicht komplett überzeugt oder beeindruckt. Aber ich kenne dafür jetzt Kopenhagen. Möglich, dass ich noch ein weiteres Buch von Jesper Stein lesen werde, denn der Schreibstil hat mir doch recht gut gefallen.

Bewertung vom 16.02.2018
Eisige Flut / Kommissar John Benthien Bd.5
Ohlandt, Nina

Eisige Flut / Kommissar John Benthien Bd.5


gut

Eisige Flut von Nina Ohlandt

Benthiens fünfter Fall führt ihn an die Nordseeküste, wo ein eisiger Wind weht und es zu einer seltsamen Begegnung mit einer Eisskulptur kommt. Erst nach näherem Betrachten entpuppt sich diese als Leiche, in einen Eispanzer gehüllt. Schaurig sieht sie aus, wie sie da so an der Hauswand ihrer Eltern lehnt um Einlass bittend, als wolle sie gerade nach Hause kommen. Für Benthien und sein Team ein schier unlösbares Rätsel, wo soll er mit den Ermittlungen ansetzen? Und plötzlich sieht er sich von weiteren kuriosen Eisskulpturen umgeben. Nichts verbindet diese so unterschiedlichen toten Menschen miteinander, oder doch? Warum wurden sie alle auf makabre Art und Weise zur Schau gestellt, nur eines ist offensichtlich, alle wurden mit einem kleinen Geschenk in den Tod geschickt. Erst spät wird klar, dass die Ursache der Morde in der Vergangenheit liegen muss.
Es ist wahrhaftig eine „Eisige Flut“ von Leichen deren Tod Benthien hier aufzuklären hat. Mit akribischer Sorgfalt geht er mit seinem Team den kleinsten Spuren nach. Eine schier endlose Befragung der Bevölkerung wird eingeleitet, mögliche DNA Spuren gesichert, Tag und Nacht bis zur Erschöpfung ist das Team unterwegs in diesen mysteriösen Fällen eine Spur zu finden, die zur Aufklärung verhilft.
Nina Ohlandt liebt die Kälte und die Nordsee, was anhand ihrer bisher erschienenen Titel zu ersehen ist und ich war neugierig auf diese Autorin.
Allerdings so spannend der Kriminalroman begonnen hat, je mehr ich gelesen habe, umso enttäuschter war ich vom fehlenden Spannungsaufbau und auch die Dramatik hielt sich in Grenzen. Mir saß kein Nervenkitzel im Nacken, und leise Vermutungen oder Ahnungen haben mich nicht gefesselt. Ansehnlich turbulent wurde die Auflösung der Fälle dann zum Finale hin, so dass sich die Ereignisse dann überschlugen.
Die vielen agierenden Personen im Krimi erschienen mir etwas blass und hinterließen deshalb bei mir keinen nachhaltigen Eindruck.
„Eisige Flut“ ist für mich ein seichter Krimi und unblutig, für sanfte Gemüter zu empfehlen. Gefallen haben mir die Personenlisten am Anfang und am Ende des Krimis, sodass ich schnell die Bedeutung der einzelnen Personen nachschlagen konnte.

Bewertung vom 23.12.2017
Die perfekte Gefährtin / Luc Callanach Bd.1
Fields, Helen

Die perfekte Gefährtin / Luc Callanach Bd.1


sehr gut

Die perfekte Gefährtin von Helen Fields

Reginald King ist frustriert und gedemütigt, weil kein weibliches Wesen an der Universität, an der er arbeitet, seine wahren Werte erkennt und schätzt. Sein Hass steigert sich mittlerweile ins Unermessliche und er beginnt seine Situation zu ändern, indem er junge Frauen entführt und einsperrt. Doch weil er schlau ist hinterlässt er der Polizei Fundstücke bzw. Beweisstücke am Tatort und lässt sie glauben, die Frauen wären tot.
Detective Inspector Luc Callanach, aus dubiosen Umständen von Interpol nach Schottland versetzt, muss sich mit DI Ava Turner und seinem neuen Team mächtig ins Zeug legen, die Hintergründe der mysteriösen Fälle aufzudecken, zumal der Täter in weitere Aktionen verstrickt ist. Immer näher kommt der Täter ihm und seinen neuen Freunden, und sie tappen prompt in die Falle.

Mit einer lebendigen und bildhaften Sprache sowie einem ansprechendem Schreibstil hat die Autorin Helen Fields einen unterhaltsamen Thriller geliefert. Als Debüt und Auftakt einer Krimireihe um die DI Callanach und Turner recht ansehnlich. Gleich zu Beginn des Thrillers beschert er dem Leser wohlige Gänsehautschauer. Nicht nur im Fall King wird ermittelt, auch gut eingebunden im Thriller ist ein weiterer Fall mit einem sehr brisanten Thema. Die Detective Inspectors Luc Callanach und Ava Turner kommen sich trotz ihrer eigenen Traumata menschlich näher. Nach einigen Längen im Mittelteil geht der Thriller über in ein actionsreiches Finale und beim Leser bleiben keine Fragen mehr offen. Ausführlich und nachvollziehbar sind die Charaktere der Hauptakteure ausgearbeitet. Das gelungene Cover zieht den Blick des Thrillerfreundes an, jedoch am meisten hat mich der Titel neugierig gemacht.
„Die perfekte Gefährtin“ist ein erfrischender Thriller, kurzweilig und facettenreich, nicht blutrünstig und hat mich doch von Anfang bis Ende angenehm unterhalten.

Bewertung vom 21.11.2017
Beruf: Geisterjäger / Johnny Sinclair Bd.1
Städing, Sabine

Beruf: Geisterjäger / Johnny Sinclair Bd.1


sehr gut

Johnny Sinclair von Sabine Städing

Johnny Sinclair auf Greyman-Castle in Schottland eifert mit seinen 12 Jahren dem großen Vorbild bei Scotland Yard nach.
Der grölende Highländer mit seinem feuersprühenden Schwert macht ihm das Leben auf der Burg schwer, ein verschleiertes Geistermädchen verfolgt ihn, und noch weitere Geister besuchen ihn nachts in dem alten Gemäuer und lassen ihm keine Ruhe. Als er glücklicherweise den sprechenden Totenkopf im Moor findet, der sich mit Gruselbekämpfung auskennt, wird Johnny wieder Herr der Lage und seiner Burg und wird am Ende der Geistervertreibung als mutigster Geisterjäger bejubelt.

Dass aus diesen kuriosen Situationen herrliche Abenteuer, verzwickte Situationen und auch Missverständnisse entstehen, davon erzählt dieses Buch.
Für etwas ältere Leseratten mit ersten Englischkenntnissen ist es eine fantastische Geisterjagd. Ich war oft beeindruckt von den gruseligen Szenen und der Dramatik der Geisterauftritte. Die Spannung in der Handlung ist wunderbar aufgebaut und steigert sich bis zum glücklich erkämpften Ende. Ein angenehmer Schriftstil sowie eine kindgerechte saubere Wortwahl runden das Abenteuer ab. Zeitweise sah ich sogar alles in Bildern vor mir und fand das ganze fast filmreif. Das geheimnisvolle Cover müsste jede Leseratte dazu animieren zuzugreifen und sofort zu lesen. Ich kann dieses Buch gerne empfehlen. Es ist eine abenteuerliche Geschichte für kleine Helden, über Freundschaft, Ehrlichkeit und auch die Höflichkeit kommt zum Ausdruck.

Bewertung vom 21.11.2017
Hexenbuch und Schnüffelnase / Petronella Apfelmus Bd.5
Städing, Sabine

Hexenbuch und Schnüffelnase / Petronella Apfelmus Bd.5


ausgezeichnet

Petronella Apfelmus Hexenbuch und Schnüffelnase
von Sabine Städing - illustriert von SaBine Büchner

Petronella Apfelmus ist eine lustige und auch mutige kleine Hexe, die in einem Apfelhaus wohnt. Mit dem Hexen tut sie sich aber im Moment etwas schwer, da sie zum Zaubern ihr Zauberbuch braucht, was sie aber gerade erst an ihre Schwester verliehen hat. Und somit kommt sie ganz schön in Not, als ihre hilfsbereiten Freunde, die 4 kleinen Apfelmännchen, plötzlich wie vom Erdboden verschluckt sind und niemand sie finden kann. Zum Glück hat sie überall viele kleine Helferlein, draußen in Wald und Flur, die ihr bei der Suche und Befreiung helfen. Auch die Zwillinge Lea und Luis sind wieder mit Begeisterung bei dem neuen Abenteuer. Ein stinkfauler Gnom hat die Apfelmännchen entführt, damit sie für ihn die Arbeit erledigen sollen. Aber Petronella Apfelmus und ihren Freunden gefällt das gar nicht.

Bereits beim Lesen von Petronella Apfelmus Überraschungsfest für Lucius war ich verzaubert von der kleinen Hexe und ihren fleißigen Helferchen. Bei Hexenbuch und Schnüffelnase ist es ein schönes herbstliches Abenteuer für Groß und Klein in der frischen Natur.
Petronella ist eine quirlige und lustige kleine Hexe, die niemandem etwas Böses zufügen kann, freundlich, gesellig und immer hilfsbereit. Ausgesprochen gut gefällt mir an der Erzählung die Freundschaft der Figuren und die Hilfsbereitschaft untereinander und doch auch die Fröhlichkeit, Unbeschwertheit und Naturverbundenheit.
Lustige und kindgerechte Bilder, illustriert von SaBine Büchner, diesmal in schwarz-weiß, unterstreichen den Text und lassen keine Langeweile aufkommen. Durch die große Schrift ist es ebenso für kleine Leseanfänger bestens geeignet. Auch zum Vorlesen für die Kleineren kann ich Petronella empfehlen.
Das gesamte Buch macht einen freundlichen Eindruck und der Einband ist rustikal genug um ungeübten Fingern stand zu halten.
Petronella im Wald als Blickfang auf dem Einband ist entzückend und das Grün-Gelb als Hintergrundfarbe ist sehr ansprechend.
Vielen Dank an Sabine Städing für ein weiteres zauberhaftes Abenteuer mit einer sehr lebendigen Erzählung und an SaBine Büchner für die vielen lustigen Illustrationen.
Petronella Apfelmus-Hexenbuch und Schnüffelnase kann ich wärmstens empfehlen nicht nur für kleine Leseratten.

Bewertung vom 19.10.2017
Schmidt ist tot
Biltgen, Raoul

Schmidt ist tot


sehr gut

Schmidt ist tot von Raoul Biltgen

Patrick Schmidt bekommt eines Tages einen Anruf von einem Herrn Müller, Polizist aus Wien, sein Bruder René Schmidt wäre verstorben und er würde zur Bestattung vor Ort erwartet. Weitere Auskünfte wurden ihm am Telefon nicht erteilt. Patrick kann den Tod seines Bruders nicht glauben und hält es zuerst für einen gelungenen Scherz. Doch in Wien wird er eines besseren belehrt. Nach Angaben weiterer Polizeibeamter soll sein Bruder sogar ein gefährlicher Terrorist gewesen sein und nach der Verhaftung Selbstmord begangen haben. Erst als Renés Freundin Engl mit ihm Kontakt aufnimmt und ihn von der Unschuld seines Bruders überzeugen kann, beginnt eine abenteuerliche Suchaktion nach Beweisen, denn jetzt gerät auch Patrick in das Visier der Beamten und mit Engl in tödliche Gefahr.

Dieser Roman hat einen sehr eigenwilligen Charakter und dadurch von Anfang an meine Neugier geweckt. Der Autor Raoul Biltgen versteht es auf ungewöhnliche Art mit Worten umzugehen und mich gerade deshalb an die Handlung zu fesseln. Der Schreibstil ist zeitweise sehr kurz gehalten, man könnte sagen aufs Minimale reduziert. Durch eine klare und emotionale Ausdrucksweise erhält er eine Eindringlichkeit, bei der ich mich direkt mitten in diesem Geschehen fühle. Immer wieder habe ich dabei das Empfinden, ich selbst wäre eine dieser Personen. Besonders die Gedanken von Patrick vermitteln mir dieses Empfinden. Die Handlung fühlt sich für mich sehr real an und ich habe mich direkt mitten im Geschehen gesehen. Anhand des Titels und der Verwicklungen in diesem Roman würde ich ihn eigentlich eher als Krimi bezeichnen. Lesenswert ist „Schmidt ist tot“ auf jeden Fall für alle diejenigen, die nicht immer nur Standards lesen wollen.

Bewertung vom 19.10.2017
Durst / Harry Hole Bd.11
Nesbø, Jo

Durst / Harry Hole Bd.11


sehr gut

Durst von Joe Nesbo


Fall Nr. 11 für Hauptkommissar Harry Hole.
In „DURST“ herrscht Hochspannung und Gänsehaut von der ersten Seite an bis zum Ende. Das ist Jo Nesbo wie ich ihn kenne.
Der Täter sucht und findet seine Opfer auf einer Datingseite im Internet. Mit Stahlzähnen malträtiert er die Frauen und lässt sie anschließend ausbluten. Verzweifelt versucht Harry Hole mit seinem Team die Opfer zu retten und wird immer wieder an der Nase herumgeführt und der Täter treibt ein perfides Spiel mit Hole.

Wie erwartet, greift Jo Nesbo meine Nerven gleich zu Beginn an, also ein gelungener Start.
Jo Nesbo versteht es perfekt mich immer wieder auf falsche Fährten zu schicken, wer ist der Täter, sind es vielleicht sogar mehrere? Welches Motiv steht für die Morde? Der Täter hinterlässt grausame und sehr blutige Spuren, nichts für seichte
Gemüter. Der Schreibstil des Autors ist kurz und knapp, so entsteht Spannung pur und geheimnisvolles Rätselraten um den Mörder beginnt.
Viele spannende Ansätze zum Grübeln und interessante Wendungen vermitteln Gänsehaut und ich bin von der Handlung gefesselt.
Die Charaktere sind ihrer Rolle entsprechend sympathisch oder nicht, familiäre Probleme sind genauso berücksichtigt und zeichnen ein emotionales Bild der Darsteller. Die Handlung geht für mich über einen Krimi hinaus, also würde ich ihn eher als Thriller einstufen, jedoch absolut lesenswert.
Was mich jedoch schaudern ließ war eine Nachricht im Internet während ich das Buch lese:
Polizei München (mit Telefonnummer-Angabe)
Polizei sucht einen Mann ca. 30 Jahre alt, 175 cm groß,
Er hat am 26. September 2017 ein 13jähriges Mädchen in München in den Hals gebissen und daran gesaugt. Zusätzlich hat er mit seinen Fingernägeln die Wangen des Mädchens zerkratzt.????????

Jo Nesbo hat es wieder prima verstanden, mich total aufs Glatteis zu führen. Auf vielen gedanklichen Irrwegen ging es ins Finale. Auf dieses Ende war ich nicht vorbereitet.
Es ist für mich wieder ein echter Jo Nesbo Krimi, der mich bestens unterhalten hat und meine Nerven strapazierte.
Ein Muss für alle, die Harry Hole's Leidensgeschichte verfolgen.