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Benutzername: Katharina2405
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Bewertungen

Insgesamt 86 Bewertungen
Bewertung vom 28.11.2020
Schwestern fürs Leben
Schrödter, Sybille

Schwestern fürs Leben


sehr gut

In dem Roman „Schwestern fürs Leben“ von Sybille Schrödter begleiten wir die Töchter des Rumhauses Danneberg in Flensburg. Wir folgen den Frauen in diesem Band von 1919 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Sind Zeuge wie sie erwachsen werden, gute und schlechte Entscheidungen treffen und in den zur damaligen Zeit eher ungewöhnlichen und von Männern dominierten Berufen ihr Glück versuchen. Wir erleben mit, wie sich verlieben und Schicksalsschläge meistern.

Meinung:

Ich hatte zu Anfang leichte Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Ich brauchte doch einen Moment, um mir alle Namen zu merken und wie sie familiär zusammenhängen. Zu Beginn gibt es auch ein Namenregister, aus meiner Sicht verrät es aber zu viel und hätte ans Ende gehört. Diese leichte Unübersichtlichkeit legte sich doch recht schnell und ich konnte in die Geschichte eintauchen und wurde ein Teil der Familie Danneberg.

Wir erleben die Geschichte aus den Perspektiven der vier Frauen, das hat mir sehr gefallen. Man lernt sie besser kennen und begleitet sie immer ein Stückchen auf ihrem Weg. Sie sind fast alle starke Persönlichkeiten, die sich nicht von vorherrschenden Konventionen von ihrem Ziel abbringen lassen. Spannende Charaktere, die man gerne begleitet.

Normalerweise gibt es bei so vielen Protagonisten immer jemanden, dem man nicht so gerne folgt, mir haben aber alle auf ihre Art gefallen. Ich mochte sehr, dass die Figuren in Grautönen gezeichnet waren. Sie machen Fehler oder treffen schlechte Entscheidungen, die man als Leser nicht unbedingt gutheißt, das macht sie authentisch und lebendig.

Einige Figuren entwickeln sich ganz anders als ich es erwartet habe, sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Dazu gesellen sich Familiengeheimnisse und politische Umbrüche, die das Ganze spannend gestalten und die Seiten nur so dahinfliegen lassen.

Es ist eine sehr spannende Zeit, durch die wir die Schwestern begleiten. Gerade nach dem Ersten Weltkrieg merkt man, dass die Welt im Wandel ist. Dieser Zeitgeist ist wunderbar eingefangen. Es ändert sich viel für Frauen, sie dürfen seit kurzen Studieren und auch das Wahlrecht steht ihnen zu. Aber auch die Zeit in der Hitler langsam immer mehr Macht gewinnt ist beeindruckend eingefangen, ich konnte es sehr gut nachvollziehen, wie viele dachten, der „braune Spuck“ ist sicher bald vorbei. Darüber hinaus habe ich aber auch eine Menge über die Geschichte von Flensburg gelernt.

Fazit: Nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten ist es ist eine tolle Mischung aus historischen Fakten und einer spannenden Familiengeschichte mit einigen Geheimnissen. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

Bewertung vom 24.11.2020
Federn über London 1
Schulter, Sabine

Federn über London 1


ausgezeichnet

Der Roman „Federn über London – Erwachen“ von Sabine Schulter, ist der erste Teil einer vierteiligen Reihe.

Clear, eine junge Frau, erwacht mit schwarzen Flügeln und ist damit eine von Londons Todesengeln. Ihre Aufgabe besteht von nun an darin die Seelen der verstorbenen Menschen einzusammeln, so dass sie wiedergeboren werden können. An ihr altes Leben kann Clear sich nicht mehr erinnern, aber durch ihr Erwachen als Engel eröffnet sich für sie eine ganze neue Welt voller übernatürlicher Wesen. Es besteht ein fragiles Gleichgewischt zwischen der Oberwelt und der Unterwelt, das ins Wanken gerät, als das dunkle Nichts London ins Chaos stürzen will.

Meinung:

Ein toller Einstieg in eine fantastische neue Welt im heutigen London. Es ist einfach schön zu lesen, wenn bekannte Orte eine magische verborgene Seite bekommen. Ich kann dann noch besser in die Geschichte abtauchen und bin in Gedanken vor Ort. Der lockere und bildreiche Schreibstil hat sein Übriges dazu beigetragen, ich war schnell in der Geschichte gefangen.

Wie immer bei einem ersten Teil wird viel Zeit darauf verwendet dem Leser die Welt in der wir uns bewegen zu erklären. Wie funktioniert die Welt, wir wird sie bevölkert, was gibt es für Regeln? Diese Fragen werden aber nie zu langatmig oder zu trocken behandelt. Aber natürlich gibt es in diesem Band noch nicht auf alle Fragen die Antworten. Es ist eine gute Mischung aus Erklärungen und Action. Immer wieder gibt es kleine Spannungshöhepunkte, die uns voller Neugierde weiterlesen lassen. Mit der ein oder anderen Entwicklung bzw. Offenbarung habe ich so nicht gerechnet und wurde überrascht.

Die Figuren sind allesamt toll gezeichnet. Clear ist ein sehr mitfühlender und sympathischer Charakter, jemand den man gerne begleitet und mit der man die neue Welt und ihre neuen Kräfte erkundet. Man ist voll und ganz an ihrer Seite und fiebert mit. Mir hat es gut gefallen, dass sie auch manchmal Dinge tut, die vielleicht nicht unbedingt nachvollziehbar sind, sie macht auch Fehler und erscheint dadurch authentischer und lebendiger. Meine beiden Lieblinge sind allerdings Ease und Wet, die beiden haben mein Herz im Sturm erobert, genau wie Daimion und Zerus.

Fazit: Ich kann diese Reihe jedem Urban Fantasy und Engel Fan ans Herz legen. Ein toller Einstieg und eine Geschichte, die eine Menge Potenzial hat und sich sicherlich in den Folgebänden noch richtig entfalten wird. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und vergebe 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 22.11.2020
Der Faden der Vergangenheit
Whitmore, Felicity

Der Faden der Vergangenheit


ausgezeichnet

Der Roman „Der Faden der Vergangenheit“ von Felicity Whitmore“ ist der Auftakt zur „Hampton Hall“ Trilogie.

Melody zieht in ein altes Familienanwesen, nachdem es Jahrzehnte unbewohnt war. Dort findet sie die Tagebücher ihrer Vorfahrin Abigail, um die sich viele Legenden ranken. Diese Legenden besagen, dass Abigail 1841 Selbstmord beging, in dem sie aus dem Fester sprang. Sie konnte den Tod ihres Geliebten Oliver nicht verkraften, der, nachdem er Abigails Schwager getötet hatte, erhängt wurde. Doch was ist wirklich vor 180 Jahren passiert? Melody kommt mit Hilfe der Tagebücher hinter ein lang gehütetes Geheimnis.

Meinung:

Der angenehme Schreibstil lässt einen sehr schnell in die Geschichte eintauchen. Wir lernen Abigail als eine sehr unkonventionelle Frau ihrer Zeit kennen. Ihre Entwicklung von einer verschwenderischen Dame der Gesellschaft, zu einer Frau, die versucht die Missstände die ihr begegnen zu verändern, sind einfach wunderbar zu lesen. Als Leser begleiten wir sie bei ihrem Kampf Dinge verändern zu wollen. Doch Abigails Mittel sind begrenzt, sie ist eine Frau und hat daher keine Entscheidungsgewalt und auch keinen Zugriff auf ihr Vermögen. Die Geschichte lässt einen nicht mehr los, die Seiten fliegen nur so dahin und man verfolgt gespannt die Bemühungen von Abigail die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Außerdem schwebt über allem die Frage, was wird passieren, dass alles so aus dem Ruder läuft und Abigail sich schließlich umbringt?

Die Industrialisierung und die Arbeitsbedingungen in den Fabriken sind in diesem Roman das Hauptthema. Abigails Mann gehört die größte Baumwollfabrik im Ort. Es ist wahnsinnig toll beschrieben, wie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen damals waren. Das ist so lebendig erzählt, als wäre man direkt vor Ort. Menschen, die fast rund um die Uhr arbeiten, selbst kleine Kinder, aber dafür nicht genügend verdienen um davon leben zu können, sondern schlicht verhungern. Eingepfercht in kleine kaputte Baracken mit viel zu vielen Menschen, katastrophale hygienische Bedingungen und verdorbene Lebensmittel. Abigail sieht all diese Missstände und schaut nicht weg, sieht dass ihr Reichtum aus dem Leid der Arbeiter entsteht, die keine faire Bezahlung erhalten.

Melody, unsere Verbindung zur Gegenwart, bleibt für mich dagegen recht blass. Zu ihr konnte ich keine richtige Beziehung aufbauen. Normalerweise liebe ich Romane, die zwei Zeitstränge haben, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Doch aus meiner Sicht hätte es die Gegenwartsperspektive nicht gebraucht.

Fazit: Mir hat dieser Roman wunderbar gefallen. Die Industrialisierung in England und die Arbeitsbedingungen damals sind wirklich klasse beschrieben und gut recherchiert. Dazu ein wirklich spannendes Familiengeheimnis. Daher gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 18.11.2020
Der Heimweg
Fitzek, Sebastian

Der Heimweg


sehr gut

In dem Roman „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek, arbeitet Jules ehrenamtlich für das Begleittelefon. Ein Service, der hauptsächlich von Frauen genutzt wird, die auf dem Heimweg Begleitung benötigen um sich dabei sicherer zu fühlen. Jules begleitet Klara am Telefon, die sich verfolgt fühlt vom „Kalender Killer“, der ihr vor Wochen ihr Todesdatum an die Wand geschrieben hat. Dieser Tag bricht nun in wenigen Stunden an. Kann Jules ihr helfen?

Meinung:

In diesem Roman spielt häusliche Gewalt / Gewalt gegen Frauen in der Partnerschaft eine große Rolle. Ein wichtiges Thema und die Zahlen, wie viele Frauen davon betroffen sind, die am Anfang genannt werden, sind erschreckend. In dieser Geschichte sind aber einfach zu viele Protagonisten davon betroffen, das war mir zu viel Zufall und zu unglaubwürdig. Es wurde ein wenig zu sehr mit der Holzhammer-Methode darauf aufmerksam gemacht.

In diesem Roman wird mit Ekel und Schockmomenten gearbeitet. Einige Stellen waren mit Sicherheit notwendig um dem Leser schonungslos zu zeigen, welcher Gewalt Frauen teilweise in diesen Beziehungen ausgesetzt sind. Es gibt tatsächlich Männer, die sich daran ergötzen, die Angst in den Augen der Frauen zu sehen. Einigen Szenen waren dabei einfach zu viel und offenbar nur dazu da die Abscheu zu erzeugen.

Mit Klara hatte ich so meine Probleme. Sie war mir viel zu emotionslos, zeigt keinerlei Gefühl bei ihren Erzählungen am Telefon und fügt sich scheinbar gelassen in ihr Schicksal. Somit habe ich keine emotionale Bindung zu ihr aufbauen können und ich blieb immer auf Distanz zu ihr.

Der Schluss hat einiges rausgerissen. Die Wendungen und die Entwicklung der Protagonisten waren spannend zu lesen und für mich nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Fazit: Der Mittelteil war mir ein wenig zu zäh, es gab zu viele Zufälle, die mich mit den Augen haben rollen lassen. Alles in allem wurde ich aber gut unterhalten, die überraschende Auflösung hat ordentlich dazu beigetragen. Daher vergebe ich 4 Sterne.

Bewertung vom 14.11.2020
Wer das Dunkel ruft / Kaleidra Bd.1
Licht, Kira

Wer das Dunkel ruft / Kaleidra Bd.1


sehr gut

Der Roman „Kaleidra – Wer das Dunkel ruft“ von Kira Licht ist der erste Band ihrer „Kaleidra“ Trilogie.

Emilia liebt Rätsel und hatte schon immer ein besonderes Talent dafür. Bei einem Museumsbesuch kann sie das Voynich-Manuskript lesen, das bis jetzt niemand vor ihr entschlüsseln konnte. Damit erregt sie die Aufmerksamkeit des Goldalchemisten Ben und seiner Loge. Sie versuchen gemeinsam mit ihren Verbündeten, den Silberalchemisten, ein großes Geheimnis der Menschheit zu entschlüsseln und dafür benötigen sie die Übersetzung des Voynich-Manuskripts und somit die Hilfe vom Emilia. Emilia eröffnet sich eine ganz neue Welt und ein großes Abenteuer beginnt.

Meinung:

Ich hatte echt Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Ungefähr die ersten 100 bis 150 Seiten waren für mich extrem zäh. Es sind einfach zu viele Informationen, die mich als Leser förmlich erschlagen und dazu recht trocken erzählt werden. Dazu kam sehr schnell der erste Kampf zwischen den Goldalchemisten und den Quecksilberalchemisten, bei dem mit Chemikalien gekämpft und um sich geschmissen wurde. Da konnte ich leider gar nicht mehr folgen und habe das ganze eher nüchtern heruntergelesen. Da habe ich für einen Moment wirklich überlegt das Buch abzubrechen.

Aber ich bin zum Glück am Ball geblieben und es hat sich gelohnt. Die Erklärungen gerade am Anfang braucht es tatsächlich, da die Geschichte sehr komplex aufgebaut ist und auch den Anfang einer Trilogie darstellt. Die erklärenden Momente werden in den Folgebänden mit Sicherheit weniger. Auch in diesem Band entwirrt sich im Laufe der Geschichte einiges, nimmt Gestalt an und man versteht den Aufbau der Welt und ihrer Logen. Viele Kapitel enden mit einem kleinen Cliffhanger, so dass man wissen will wie es weitergeht, man taucht immer mehr in diese Welt ein.

Ich fand es klasse, dass das Ganze mit dem Voynich-Manuskript auf etwas beruht, das wirklich existiert. Auch auf den Missionen von Emilia und Ben besuchen wir reale Orte. Die Missionen und die dazugehörigen Rätsel fand ich ausgezeichnet. Ich fand es jedoch sehr schade, dass einige doch stark gekürzt waren.

Die Geschichte wird uns nur aus Sicht von Emilia erzählt, etwas was ich eigentlich nicht besonders mag, hier aber wunderbar passte. So erfährt man gleichzeitig mit Emilia alles über ihre neuen Gaben und ihre neue Welt, da hätte eine andere Perspektive gestört. Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Ben und Emilia hat mir sehr gefallen. Sie spielt nur eine marginale Rolle und trotzdem spürt man es knistern zwischen den beiden. Das Band, das die beiden verbindet, ist unterschwellig immer da, das ist der Autorin wunderbar gelungen.

Fazit: Eine Geschichte, die mich erst auf den zweiten Blick für sich begeistern konnte. Daher gibt es von mir 4 Sterne. Da die Story mit einem echt miesen Cliffhanger endet, kann ich den zweiten Teil kaum erwarten, habe aber auch ein bisschen Sorge. Bei einem Folgeband ist es immer ein schmaler Grat, zwischen zu viel Wiederholung oder einer direkten Fortsetzung. Ich hoffe, es klappt bei „Kaleidra – Wer die Seele berührt“, dem zweiten Teil, der im März 2021 erscheint, und wir Leser finden uns schnell wieder zurecht.

Bewertung vom 10.11.2020
Morgaines Erbe
Neise, Tanja

Morgaines Erbe


gut

Der Roman „Morgaines Erbe“ von Tanja Neise ist der erste Teil der „Ewiger Schlaf“-Reihe.

Laura ist Ärztin und besucht mit ihrer Schwester Carisbrooke Castle auf der Isle of Wight, auf der Laura seit kurzem wohnt. Bei diesem Besuch trifft sie auf Connor, der behauptet aus dem Jahr 1455 zu kommen, und tatsächlich aussieht wie aus der Zeit gefallen. Er nimmt Laura mit zurück in seine Zeit, um seine Schwester zu retten, die schwer erkrankt ist. Connor und Laura fühlen sich magisch zueinander hingezogen und Laura fragt sich, ob sie wirklich zurück möchte ins 21. Jahrhundert.

Meinung:

Ich habe etwas gebraucht, um mit dieser Geschichte warm zu werden. Für mich waren die ersten Kapitel recht schleppend. Der Schreibstil ist zwar sehr angenehm zu lesen, doch der Einstieg war mir zu langatmig. Das legt sich aber und danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zur Liebesgeschichte gesellt sich ein Fluch und ein Widersacher von Connor dazu, der es auf Laura abgesehen hat. Dies ist eine gute Mischung und man möchte immer wissen, wie es weitergeht.

Mir fehlte allerdings manchmal die Tiefe. Einige Szenen wurden aus meiner Sicht recht dürftig ausgearbeitet und etwas mehr Ausführlichkeit wäre gut gewesen. Einige Momente hätten einfach mehr Aufmerksamkeit verdient – ganz besonders eine Szene mit Holden und James. Darüber hinaus wäre die Liebesgeschichte ausbaufähig gewesen, die Chemie zwischen Laura und Connor ist spürbar, bleibt aber leider sehr oberflächlich.

Ich hätte es auch sehr begrüßt, wenn es Kapitel aus Connors Sicht gegeben hätte. So fehlt mir irgendwie ein Teil der Geschichte. Es wäre schön gewesen zu erfahren, wie er mit bestimmten Situationen umgeht und wie er dabei denkt und fühlt.

Fazit: Ein Zeitreiseroman, der sein Potenzial leider nicht voll entfaltet. Es deutet sich an, dass es im zweiten Teil andere Hauptprotagonisten geben wird, dies ist allerdings nur eine Vermutung. Von mir gibt es gute 3 Sterne.

Bewertung vom 09.11.2020
Just One Heartbeat - Verborgene Sehnsucht (eBook, ePUB)
Lynn, Stacey

Just One Heartbeat - Verborgene Sehnsucht (eBook, ePUB)


sehr gut

In dem Roman „Just one Heartbeat – Verborgene Sehnsucht“ von Stacey Lynn flieht Claudia nach einer Familientragödie zu ihrer Tante nach New York, um dort im Trubel untertauchen zu können. Sie fängt als persönliche Assistentin ihrer Tante an, die einen exklusiven und kostspieligen Escort-Service leitet. Dort trifft sie auf Liam, einen bekannten Musiker. Er braucht eine Freundin auf Zeit, um seinen angeknacksten Ruf wieder zu reparieren. Liam setzt sich in den Kopf unbedingt Claudia zu buchen, obwohl sie eigentlich diesen Job nicht macht – und tatsächlich geht Claudia darauf ein.

Meinung:

Die Story an sich hat mir gut gefallen und auch Liam und Claudia waren mir sympathisch. Die Chemie zwischen ihnen war spürbar. Ich fand es auch toll, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wurde. Man gewinnt einen guten Eindruck von Liam und Claudia. Gerade Liams Beschützerinstinkt für die Frauen in seinem Leben fand ich sehr süß.

Leider bleibt der Roman aber insgesamt zu oberflächlich, was sicherlich seiner Kürze geschuldet ist. Ich hätte mir einfach mehr Seiten gewünscht um ausführlicher und mehr in die Tiefe gehen zu können. Gerade im ersten Teil passiert leider nicht viel. Die Gedanken der beiden Protagonisten kreisen ständig darum, wie unfassbar schön der Andere doch ist und das wird auf Dauer ein bisschen nervig. Der zweite Teil ist dafür ziemlich spannend und es passiert eine Menge, doch die Autorin hätte mehr daraus machen können, wenn sie sich Zeit gelassen hätte die Story in Ruhe zu erzählen.

Fazit: Die Grundidee hat mir sehr gefallen. Ich fand es sehr schade, dass das vorhandene Potenzial der Geschichte leider nicht richtig genutzt wurde. Trotzdem konnte mich der Roman gut unterhalten und war schnell gelesen. Gerade die zweite Hälfte hat noch einiges rausgerissen, da ich immer wissen wollte wie es weitergeht, daher vergebe ich knappe 4 Sterne.

Bewertung vom 08.11.2020
Death Bastards - Bittersüßer Kuss (eBook, ePUB)
Mackenzie, Elena

Death Bastards - Bittersüßer Kuss (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Roman „Death Bastards – Bittersüßer Kuss“ von Elena MacKenzie ist der zweite Teil der „Death Bastards“-Reihe. Alle Teile lassen sich aber unabhängig voneinander lesen.

Viking und Georgia hatten zu Highschool und Collegezeiten eine intensive Beziehung. Doch sie hatten beide unterschiedliche Vorstellungen davon, in welche Richtung ihr Leben gehen soll. Doch diese Gegensätze waren zu viel für ihre Beziehung und sie trennten sich. Jahre später taucht Viking wieder im Leben von Georgia auf, ihr Leben ist in Gefahr und Viking will sie beschützen.

Meinung:

Ich fand diesen Teil der Reihe noch besser als seinen Vorgänger. Er ist spannender und düsterer als „Dunkle Liebe“. Die Bedrohung die Georgia und ihre Familie verfolgt spitzt sich zu und es war ein ganz schöner Nervenkitzel zu lesen wie die Situation immer bedrohlicher wurde. Es war auch die ein oder andere überraschende Wendung dabei, die ich so nicht vorhergesehen habe. Es gibt natürlich auch ein Wiedersehen mit Tinker, Billie, Cage und den anderen „Bastards“

Viking und Georgia sind ein tolles Paar und ihre Chemie ist absolut spürbar. Beide sind immer noch verletzt von der Vergangenheit, dass ihre Liebe doch nicht ausreichend war um ihre Differenzen zu überwinden. Angst, Missverständnisse und verletzter Stolz lassen die beiden nur langsam aufeinander zugehen. Diese Entwicklung hat mir sehr gefallen, ich empfand es authentisch und absolut glaubwürdig.

Die expliziten Szenen kommen spät in diesem Buch, da andere Dinge im Vordergrund stehen, dafür sind sie aber umso stürmischer und die Anziehung ist absolut spürbar.

Fazit: Dieser Teil hat mir wahnsinnig gut gefallen. Viel spannender als ich es vermutet hatte, ich konnte das Buch praktisch nicht aus der Hand legen. Daher gibt es von mir 5 Sterne.

Bewertung vom 05.11.2020
Ein neuer Anfang / Palais Heiligendamm Bd.1
Grünig, Michaela

Ein neuer Anfang / Palais Heiligendamm Bd.1


ausgezeichnet

Der Roman „Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang“ von Michaela Grünig ist der erste Band der zweiteiligen „Heiligendamm Saga.“

Doberan 1912: Familie Kuhlmann führt das Luxushotel „Palais Heiligendamm“. Im Mittelpunkt des Romans stehen Tochter Elisabeth, Sohn Paul und die Angestellte Minna. Elisabeth möchte trotz der vorherrschenden Konventionen im Hotel mitarbeiten. Sie liebt das Hotel und ihre ganze Kraft und Leidenschaft setzt sie dafür ein, das Hotel zum absolut Besten am Platz zu machen. Paul, eigentlich Erbe des Hotels, liebt die Musik und seine Aufgaben im Hotel sind ihm lästig. Die Angestellte Minna hat ungeahnte Talente und wir begleiten Sie dabei, wie sie diese entdeckt.

Meinung:

Mir hat es wahnsinnig gut gefallen, dass die Autorin sich Zeit lässt alles in Ruhe zu erzählen und uns somit langsam die Figuren näherbringt. Wir lernen sie besser kennen und verfolgen gespannt ihre jeweilige Entwicklung. Das Schöne daran ist, dass sie in Grautönen gezeichnet worden sind. Die Protagonisten machen Fehler, die mich als Leser manchmal gestört, sie aber gleichzeitig authentisch und lebendig gemacht haben. Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Besonders Pauls Entwicklung und seine Entscheidungen haben mich sehr berührt.

Die Autorin schafft es die Vergangenheit, als Deutschland noch einen Kaiser hatte, auferstehen zu lassen. Als noch strenge Anstandsregeln und Klassenunterschiede herrschten, die Etikette das Leben bestimmte und Ehen nicht immer aus Liebe geschlossen wurden. Der Beginn des Ersten Weltkrieges verändert schließlich alles und läutet eine neue Zeit ein.

Das Hotel selbst und alles was hinter den Kulissen passiert sind toll beschrieben. Man wandelt beim Lesen durch das Hotel und genauso wie Elisabeth das Hotel liebt, verliebt man sich als Leser ebenfalls in das Palais.

Was mir manchmal gefehlt hat, waren andere Perspektiven. Wir erleben die Geschichte nur aus der Sicht von Minna, Paul und Elisabeth, die sicherlich unsere Hauptprotagonisten sind. Es gibt aber so viele tolle Nebencharaktere wie Julius oder Robert, die ich gerne besser kennengelernt und verstanden hätte. Es gibt einige Szenen, da hätte ich mir kleine Absätze über diese Nebenfiguren gewünscht.

Fazit: Ein toller historischer Familienroman, der mich absolut fesseln konnte. Er überrascht mit einigen Schicksalsschlägen und Wendungen, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Daher gibt es von mir verdiente 5 Sterne.

Bewertung vom 04.11.2020
Die Totenbändiger - Band 9: Geminus Obscurus (eBook, ePUB)
Erdmann, Nadine

Die Totenbändiger - Band 9: Geminus Obscurus (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Geminus Obscurus“ ist der neunte Band der „Totenbändiger“-Reihe von Nadine Erdmann, die Serie sollte unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.

In diesem Band steht der verborgene Zwilling im Vordergrund. Familie Hunt versucht mehr über den Zwilling und die Totenbändiger-Sekte herauszufinden. Sie sucht Hilfe bei einem Professor, dessen Fachgebiet die Geschichte der Totenbändiger ist. Außerdem testet Cam seine neuen Kräfte und macht dabei eine sehr interessante und spannende Entdeckung.

Meinung:

Es liegt einige Zeit zwischen dem achten und dem neunten Band, daher gibt es zu Anfang des Buches eine kurze Zusammenfassung, was bisher geschehen ist. So konnte man sein Wissen nochmals auffrischen und hatte keine Probleme, wieder in die Geschichte zu finden.

Es ist eine gute Mischung aus Action und dem Herausfinden von neuen Erkenntnissen. So werden offene Fragen beantwortet aber auch gleich wieder neue Fragen aufgeworfen. Gerade das Gespräch mit dem Professor enthüllt die Antwort auf eine Schlüsselfrage aus den vorherigen Bänden, woraus allerdings weitere spannende Fragen und Spekulationen resultieren. Die Erklärung des Professors hat mich total überrascht, macht richtig Lust auf mehr und lässt den Leser auf jeden Fall weiterhin am Ball bleiben.

Familie Hunt, die Ghost Reapers und der familiäre Zusammenhalt kommen ebenfalls nicht zu kurz. Dieses Mal wird Connors Vergangenheit beleuchtet und es gibt Einblicke, warum Connor bei der Polizei gelandet ist.

Fazit: Ein super Einstieg in die neue Staffel. Es werden viele neue Fragen aufgeworfen, wie die Geschichte sich weiter entwickeln könnte. Außerdem bringt dieser Band gleichzeitig ein paar Steine ins Rollen, wie es in den nächsten Bänden weitergeht. Daher gibt es von mir verdiente 5 Sterne.