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Wencke
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Uchte

Bewertungen

Insgesamt 323 Bewertungen
Bewertung vom 24.09.2022
Die Rückkehr der Kraniche
Fölck, Romy

Die Rückkehr der Kraniche


sehr gut

Mütter, Töchter und Geschwister

In diesem Buch geht es um die Hansen Frauen. Um Grete die als fast fünfzigjährige mit ihrer Mutter Wilhelmine auf einem alten Hof in der Elbmarsch lebt. Jede von beiden lebt ihr eigenes Leben. Gretes Tochter Anne und Gretes Schwester Freya leben in der Stadt und kommen nur selten zurück auf den Hof ihrer Kindheit. Wilhelmines Kräfte lassen nach. Nach einem Sturz ist sie im Krankenhaus. Nachdem die vier Hansen-Frauen zusammen auf dem Hof sind, wird vieles thematisiert, worüber lange bzw. nie gesprochen wurde.
Die Charaktere der einzelnen Personen sind sehr unterschiedlich. Aber hat viel Freude gemacht zu lesen, wie so entfremdete Menschen wieder zueinander finden.

Das Cover finde ich für dieses Buch sehr stimmig und schön gewählt.

Das Buch mit seinen 330 Seiten habe ich sehr genossen, nicht zügig durchgelesen, sondern Kapitel für Kapitel wirken lassen.

Ein wunderschönes Buch für den bevorstehenden Herbst!

Bewertung vom 13.09.2022
Hensslers schnelle Nummer Bd.2
Henssler, Steffen

Hensslers schnelle Nummer Bd.2


ausgezeichnet

Sehr modern und ansprechend gestaltet

Bereits die erste schnelle Nummer hat mir und uns sehr gut gefallen. Da kann man natürlich nicht widerstehen und muss auch die schnelle Nummer 2 haben ;-)

Insgesamt ist auch diese schnelle Nummer wieder absolut modern und ansprechend gestaltet. Das Inhaltsverzeichnis ist durch die Aufteilung in die einzelnen Kategorien (Brot, Salate & Suppen, Fisch & Meeresfrüchte, Gemüse, Fleisch, Pasta, Vegan, Desserts) sehr übersichtlich gestaltet. So hat man schnell ein passendes Gericht gefunden.

Es gibt über 100 Rezepte mit Video. Das angemerkte Video habe ich zuerst einfach so zur Kenntnis genommen, habe dann aber gemerkt wie genial und wertvoll das ist! Der Code aus dem Kochbuch wird einfach gescannt und schon hat man genau das Video zu dem Rezept, was man gerade vor sich aufgeschlagen hat. Hier bekommt man zusätzlich hilfreiche Tipps, die habe ich mir dann auch gleich mit Bleistift in das Kochbuch notiert. Es ist genau zu sehen, wie das Gericht zubereitet wird und wie es Steffen Henssler gedacht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Videos in Verbindung mit dem Kochbuch so begeistern!

Wir haben schon einige Rezepte nachgekocht, alle waren super gut, einzig mit der angegebenen Zeit sind wir so gar nicht hingekommen, das war beim ersten Buch allerdings auch schon so.

Bewertung vom 13.09.2022
Die Freundinnen vom Strandbad - Wogen der Freiheit / Die Müggelsee-Saga Bd.2
Heiland, Julie

Die Freundinnen vom Strandbad - Wogen der Freiheit / Die Müggelsee-Saga Bd.2


ausgezeichnet

Eine wertvolle Freundschaft zu Zeiten der deutsch-deutschen Teilung

Dieses ist der zweite Roman, in dem es um die Freundschaft zwischen Martha, Betty und Clara geht. Er beginnt im Sommer 1961. Die drei sind im Osten von Berlin groß geworden und haben unvergessliche Sommer in ihrem Strandbad am Müggelsee genossen.

Clara ist nach West-Berlin geflohen. Martha und Betty vermissen sie so sehr. Aber auch Clara vermisst ihre Freundinnen und Familie, ihr Heimweh ist so groß, dass sie fast zurück in den Osten geht.
Zu dritt haben sie ohne Sorgen ihre Kindheit und Jugend genießen können. Im Erwachsenenalter der drei denkt jede für sich sehnsüchtigst an die vergangene gemeinsame Zeit. Warum hört man einfach irgendwann auf Rad zu schlagen?

Dieser Roman hat mich absolut überzeugt. Er ist deutsche Geschichte und ein herzerwärmender Roman in einem. Jede der drei Freundinnen - so unterschiedlich sie sind - hat ihr Päckchen zu tragen, mehr möchte ich dazu auch schon gar nicht schreiben, denn ich möchte nicht zu viel verraten.

Anfangs war ich davon ausgegangen, dass es noch einen dritten Teil dieser Reihe geben wird und hatte mich während des Lesens schon gefreut, die drei Freundinnen 'weiter begleiten zu dürfen'. Am Ende diesen Buches war alles so schlüssig und rund, dass diese Geschichte glaube ich nicht mehr weiter geht. Aber auf jeden Fall werde ich weitere Bücher der Autorin lesen!

Bewertung vom 25.08.2022
Die Schwestern vom See
Beck, Lilli

Die Schwestern vom See


ausgezeichnet

Ein wunderschöner locker leichter Roman

Dieser Roman wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Einer spielt in den 1950iger Jahren in Wien, wo Max auf seine scheinbar große Liebe trifft. Der andere umfangreichere Erzählstrang erzählt in der Gegenwart und spielt überwiegend am Bodensee, wo der Großvater von Iris, Rose und Viola mit einer Konditorei, einer Pension und einem Café seinen Lebenstraum erfüllt hat. Die Schwestern sind sich einig, dass nach dem Tod von Großvater Max diese Traditionen auf jeden Fall weitergeführt werden sollen. Ein großes Geheimnis wartet noch auf die Familie? Was hat sich wohl in Max' Vergangenheit ereignet, was niemand aus der Familie auch nur geahnt hat?

Wir lesen von Themen, die die drei Geschwister aktuell beschäftigen. Iris z.B. wünscht sich sehnlichst ein Kind, aber irgendwie scheint es nicht der große Wunsch von ihrem Ehemann Christian zu sein.

Einzig kleiner Kritikpunkt, dass für meinen Geschmack das Thema von Iris eine sehr große Gewichtung hatte, dafür hätte es gerne auch bei der Buchbeschreibung mit aufgenommen werden dürfen. Die bei der Buchbeschreibung genannten Themen treten da schon fast etwas in den Hintergrund.

Insgesamt ist dieses ein wunderschöner locker leicht zu lesender Roman. Genau das Richtige für unbeschwerte Lesestunden.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit dem zweiten Teil aus dieser Reihe weitergeht!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.08.2022
Findelmädchen
Bernstein, Lilly

Findelmädchen


ausgezeichnet

Eine berührende Geschichte, die in den 1950iger Jahren erzählt

Dieser Roman erzählt in den 1950iger Jahren in Berlin. Hauptperson ist die jugendliche Helga. Eigentlich sollte die Kindheit und die Jugend die schönste und unbeschwerteste Zeit im Leben sein. Aber gerade die Kinder und Jugendlichen, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben, mussten in jungen Jahren bereits Schlimmstes erleben. So ergeht es in diesem Roman Helga. Nach dem Krieg kämpft sie mit ihrem Bruder und anderen Kindern im zerbombten Köln ums Überleben. Sie leben in einem Bunker, bis sich eines Tages ein französisches Ehepaar sich um die Kinder kümmert und sie mit in ihr zu Hause nach Frankreich nimmt. Helga und ihr Bruder Jürgen haben keinerlei Erinnerungen, was sie bis dahin alles erlebt haben. Sie wissen nichts über ihre Eltern, sie wissen weder ihren Nachnamen noch ihr Geburtsdatum. Über die Suchdatei des Deutschen Roten Kreuzes kann der Vater tatsächlich seine Kinder finden. Endlich wissen Helga und Jürgen wer sie sind und wo ihr zu Hause ist. Helga wünscht sich nichts sehnlicher, als das städtische Gymnasium zu besuchen, doch dieser Traum wird ihr von ihrem Vater verwehrt, statt dessen schickt er sie zur Haushaltsschule wo sie zu alledem ein Praktikum in einem Waisenhaus absolvieren muss.

Helga hält weiter an ihrem Traum fest.

Mit einem absolut fesselnden Schreibstil und dem Fassungslosen, was Helga in ihren jungendlichen Jahren alles erleben muss, habe ich dieses Buch regelrecht verschlungen.

Bewertung vom 21.07.2022
Mein Kompass durch die Wechseljahre
Fischer, Heide

Mein Kompass durch die Wechseljahre


sehr gut

Sehr informativ für diejenige, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte

Zunächst einmal möchte ich auf die schöne Gestaltung des Buches eingehen: farblich ist das Titelbild mit der Gestaltung im Inneren des Buches sehr stimmig. Das gelb findet bei der Kapitelbeschreibung oder bei Tabellen oder Schaubildern wieder - das hat mir sehr gefallen.

Insgesamt ist es ein sehr komplexes Thema, was hier von allen Seiten genau und verständlich vermittelt wird.

Bei einigen Themen / Veränderungen habe ich von meiner Frauenärztin nur die Antwort erhalten, dass das in meinem Alter normal ist, das war für mich sehr unbefriedigend. Hier habe ich nun verständliche und nachvollziehbare Antworten auf diese Fragen bekommen.

Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen: einige Themen werden zu Beginn bereits angerissen, aber auch mit dem Hinweis, dass zu einem späteren Zeitpunkt näher darauf eingegangen wird. Das habe ich für das Gesamtbild und zum Verständnis als sehr angenehm empfunden.

Das Thema 'Verhütung mit der Pille' fand ich sehr informativ und auch sehr wichtig, dass das hier so deutlich geschrieben ist. Denn meiner Meinung nach wird die Pille viel zu oft verschrieben.

Viele unterschiedliche Themen (u.a. Gedächtnis- u. Konzentrationsschwächen, Achterbahn der Gefühle und Schlafprobleme) werden genau und umfangreich erläutert, immer wieder auch, dass Bewegung und gesunde Ernährung so wichtig sind.

An die aufgeführten Rezepte oder Heilmittel und die Art und Weise, wie diese eingenommen werden sollten, würde ich mich ohne Unterstützung eines Heilpraktikers nicht heranwagen, dazu ist das gesamte Hormongeflecht zu umfangreich und vieles hängt voneinander ab, da hätte ich die Bedenken, ob ich da noch mehr durcheinander bringe anstatt der erhofften Besserung der Beschwerden.

Bewertung vom 13.06.2022
Die Freundinnen vom Strandbad - Wellen des Schicksals / Die Müggelsee-Saga Bd.1
Heiland, Julie

Die Freundinnen vom Strandbad - Wellen des Schicksals / Die Müggelsee-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Ein Roman, der zu Anfangszeiten der DDR erzählt

In diesem Roman lesen wir von den drei Freundinnen Betty, Martha und Clara. Vom Typ her sind alle drei komplett unterschiedliche Persönlichkeiten - im Wesen und auch was die politische Orientierung der Eltern betrifft. Sie werden durch einen Unglücksfall im Juli 1956 im Schwimmbad vom Berliner Müggelsee zu unzertrennlichen Freundinnen. Wir begleiten die Freundinnen beim Erwachsenwerden und wie sie die DDR erleben. Der Krieg ist noch nicht lange her, das wird hier sehr gut rübergebracht. Ich selber bin in Westdeutschland groß geworden und das tatsächlich Geschehene ist nur schwer zu begreifen. Hier wird dem Leser sehr deutlich vor Augen geführt, welche Vorteile es mit sich brachte, wenn man in der Partei war und gehorcht, aber auch, was es bedeutet nicht in der Partei zu sein.

Ich fand es unheimlich spannend zu lesen, wie jede der drei auf ihre Art und Weise erfährt, wie/was in der DDR tatsächlich geschieht.

Es ist zwar ein fiktiver Roman, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich solch eine Geschichte tatsächlich ereignet hat.

Absolut spannend - bis zum Schluss. Und am Ende noch ein Vorgeschmack auf die Fortsetzung. Ich bin voller Vorfreude - wie geht es weiter mit den Freundinnen vom Strandbad?

Bewertung vom 26.05.2022
Die Frauen vom Inselsalon / Norderney-Saga Bd.1
Lott, Sylvia

Die Frauen vom Inselsalon / Norderney-Saga Bd.1


sehr gut

Eine wunderschöne Familiensaga im historischen Norderney

Wir lesen hier einen wunderschönen Familienroman, der im historischen Norderney erzählt. Wenn man Norderney kennt, macht es nochmal mehr Freude dieses Buch zu lesen, man kann sich manche Schauplätze nochmal besser vorstellen, weil es sie tatsächlich gibt. Auch die Atmosphäre und die Stimmungen werden von der Autorin wunderbar herübergebracht.

Die Hauptfiguren sind Frieda und Grete. Wir begleiten sie auf ihrem Weg ins erwachsen werden. Frieda ein waschechtes Inselkind, in einer Fischerfamilie groß geworden und mit den Problemen, die die Fischerei mit sich bringt, sehr vertraut. Grete hingegen kommt aus Berlin und hat in ihrer Jugend mit ihrer Familie im Sommer das Seeklima genossen, so kam es, dass sich Frieda und Greta angefreundet haben. Greta - aus besseren Kreisen kommend - soll ihrem Stand gemäß verheiratet werden. Das ist nur leider überhaupt nicht der Weg, den Greta für sich selber denkt.

Auf wunderbare Weise schreibt die Autorin von Greta, Frieda und ihren Familien und über die tiefe Freundschaft, die die beiden verbindet.

Nachdem am Ende diesen Buches für mich noch Vieles offen ist und ich einfach wissen möchte wie es weitergeht, ist für mich klar, dass ich auch den zweiten Band dieser Reihe lesen werde.

Bewertung vom 01.04.2022
Für immer und noch ein bisschen länger
Leciejewski, Barbara

Für immer und noch ein bisschen länger


sehr gut

Einfach schön

Eine wunderschöne Geschichte mit Anna im Mittelpunkt. Annas Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben und sie ist bei ihren Großeltern aufgewachsen. Für Anna's Vater war damals eine Welt zerbrochen. Anna's Mutter war Asiatin, Anna sieht ihrer Mutter sehr ähnlich. In ihrer Jugend war es für sie sehr schwierig. Sie war die Andere obwohl sie doch gar nicht anders war.

In Jeremias hat Anna ihre große Liebe gefunden, bis Jeremias durch einen tragischen Unfall aus dem Leben gerissen wurde. Noch Jahre danach lebt Anna in großer Trauer und nimmt am wirklichen Leben überhaupt nicht teil. Selbst ihre Freunde hatten keine Chance an sie heranzukommen, bis der Kontakt irgendwann eingeschlafen ist.

Ganz tragisch wird es, als Anna die Kündigung ihrer geliebten Altbauwohnung erhalten hat, wo doch so viele wertvolle Erinnerungen von Jeremias in der Wohnung stecken.

Sehr gut an diesem Roman finde ich, dass das Thema Corona in diesen Roman mit einbezogen wurde und was das mit Anna macht und was das für sie bedeutet. Da zeigt dieses Buch so wunderbar, wie wichtig - gerade in der aktuellen Zeit - soziale Kontake, Gespräche und menschliches Miteinander sind.

Dieses ist ein ganz besonderer Roman, der erzählt wie Anna in ein aufregendes Leben zurückfindet.

Bewertung vom 08.03.2022
Flüchtiges Glück
Mothes, Ulla

Flüchtiges Glück


ausgezeichnet

Einfach großartig!

Ein Roman in dem die deutsch - deutsche Teilung, das Leben in der DDR und die Wende eine große Rolle spielt und wie wichtig Ehrlichkeit ist.

Milla und Navid wollen heiraten. Aber Navid spürt, dass in Millas Familie vieles unausgesprochen ist. Bevor die 'Geheimnisse' nicht gelüftet sind, möchte Navid nicht heiraten. Damit setzt er Milla - die schwanger ist - ganz schon unter Zugzwang.

Millas Großeltern sind in der DDR aufgewachsen, kurz vor der Wende sind sie mit Millas Mutter Jola in den Westen geflohen. Bereits zu der Zeit wurde vieles nicht ausgesprochen und versucht zu verheimlichen.

Mit einer super spannenden Erzählweise schafft es die Autorin diesen Roman so spannend wie einen Krimi zu erzählen.

Die Verknüpfungen von dem was in der Vergangenheit geschehen ist mit dem was in der Gegenwart geschieht, sind sehr gelungen.

Sehr gut finde ich die Darstellung, was mit den Orten, die zu DDR-Zeiten im Osten so wichtig waren, nach der Wende passiert ist und wie es dort heute ist. Dieses ist zwar ein Roman, aber vieles hat sich mit Sicherheit genauso ereignet. Ich finde es wichtig, dass das was in der DDR geschehen ist nicht vergessen wird und auch in Form von Romanen immer wieder bewusst gemacht wird.

Den Rest des Buches habe ich ganz besonders genossen. Es hat sich alles so wunderbar zusammengefügt und es war einfach nur noch schön zu lesen.

Für dieses Buch spreche ich meine eindeutige Leseempfehlung aus!