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Benutzername: Wencke
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Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 171 Bewertungen
Bewertung vom 09.02.2019
Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2
Sauer, Beate

Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2


sehr gut

Auch der zweite Fall von Friederike Matthée hat mir gut gefallen

Dieser Kriminalroman erzählt im heißen Nachkriegssommer 1947. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, diese so schwere Zeit in Deutschland in einen Kriminalroman einzubinden. Eigentlich ist es eher so, dass der Kriminalroman in die sehr authentischen Erzählungen der schweren Zeit, in der der Hunger nach dem Krieg immer noch eine so große Rolle spielt, eingebunden ist. Das ist auch das einzige Manko, dass der Kriminalroman für mich eher an zweiter Stelle steht. Die Ermittlungen und der eigentliche Krimi haben mich über weite Teile des Buches nicht so gepackt. Erst zum Ende des Buches hat mich der eigentliche Krimi gefesselt. Der Schreibstil ist sehr verständlich.

Zum Inhalt:
Friederike unterstützt die polizeilichen Ermittlung in ihrer Funktion in der Weiblichen Polizei. Sie hat sich mit ihrer Arbeit arrangiert. Friederike, deren Welt in den letzten Kriegsmonaten zerbrochen ist, kann es verstehen wie es dazu kommt, dass ein junges Mädchen beschuldigt wird, eine Waffe gestohlen zu haben um damit einen Menschen zu töten. Sie kann sich aber nicht vorstellen, dass das Mädchen einen Mord begangen hat. Es ist nicht nur ihrer Aufgabe, die Ermittlungen zu unterstützen, es liegt auch in Friederikes Natur herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist. Die Begegnungen mit dem britischen Lieutenant Richard Davies und Friederike machen diesen Roman zusätzlich sehr interessant zu lesen.

Insgesamt ist es ein großartiger Roman. Ich finde es sehr gut, einen Krimi in dieser so schweren Zeit erzählen zu lassen. Auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes, ist dieses Buch sehr gut zu lesen.

Ich freue mich auf eine weitere Fortsetzung!

Leseempfehlung!

Bewertung vom 08.02.2019
No time to eat
Tschernigow, Sarah

No time to eat


ausgezeichnet

Clean eating macht Spaß und tut gut!

Schon die Einleitung finde ich sehr ansprechend geschrieben, auf den ersten Seiten hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Passend beschrieben, damit meine ich, dass bewusst erwähnt wird, dass derjenige, der dieses Buch liest, sich nicht zum ersten Mal mit gesunder Ernährung auseinandersetzt. Ein fehlendes Wissen ist nicht der Grund, weshalb wir oft zu ungesundem Essen greifen. Wir müssen einfach nur lernen, dass wir aus unserer Komfortzone herauskommen -> packen wir es an :-).

Mein Antrieb dieses Buch zu lesen war, dass ich sehr oft das Gefühl von Hunger verspüre und wie die Autorin es so schön beschreibt, dann sehr oft zu Schrott gegriffen habe, mein Hunger sich aber sehr schnell wieder bemerkbar gemacht hat. Wie kann ich besser essen? Na klar, vieles was in diesem Buch geschrieben ist, ist nich neu, aber es ist sehr gut, sich dieses auch nochmal bewusst zu machen.

Sehr sympathisch finde ich, dass Sarah Tschernigow selber nicht gerne kocht, ich auch nicht - passt, perfekt.

Clean eating ist eigentlich ganz einfach, vieles gibt uns die Natur schon vor. Das Wort "Mealprep" finde ich nicht so gut, mir fällt aber leider auch kein passenderes ein. Sich einen Salat zu Hause vorzubereiten, etwas Obst, ein gesundes Frühstücksbrot oder Nüsse mitzunehmen ist doch ganz einfach, man weiß, wo man eingekauft hat und es ist günstiger, als sich unterwegs etwas ungesundes zu kaufen. Hier passt dann "raus aus der Komfortzone" sehr gut. Man muss dafür im Vorfeld schon was tun: überlegen wann man was braucht, vorher einkaufen und zubereiten. Ich habe gespürt, dass sich diese Mühe absolut lohnt. Mein Körper sendet eindeutige Signale des Wohlbefindens. Ich verbiete mir keine Süßigkeiten, aber ich habe weniger Verlangen danach. Und wenn ich ein paniertes Schnitzel esse, dann bin ich mir bewusst, dass das kein gutes Essen ist, aber ich genieße dieses Schnitzel trotzdem, es ist ja nicht die Regel.

Auch haben mir die persönlichen Erfahrungen der Autorin sehr gut gefallen und was diese Erfahrungen mit ihr gemacht haben. Sehr gelungen finde ich auch die persönliche Anreden, z.B. "ich möchte dich dort abholen, wo du stehst", als Angebot zur Hilfe und nicht "man muss".

Insgesamt bietet dieses Buch sehr hilfreiche Grundlagen und vermittelt eine gesunde Basis und das ganze in einer sehr verständlichen und einleuchtenden Sprache.

Klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 04.02.2019
Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2
Katzenbach, John

Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2


gut

Kein Katzenbach-Fan

Ich kann mich nicht daran erinnern, ein Buch von John Katzenbach gelesen zu haben. Die Cover sind mir wohl bekannt und haben auch einen Wiedererkennungswert. Somit kenne ich auch das Buch "Der Patient" nicht, worauf dieser Thriller aufbaut.

5 Jahre ist es nun her, dass der Psychiater Dr. Frederick Starks meinte, einen Menschen erschossen zu haben. 5 Jahre lang hat er sich in seinem neuen Leben gut eingelebt und hat während dieser Zeit oft seinen Wohnort gewechselt. Er fühlt sich sicher. Doch eines Tages taucht "Rumpelstilzchen" als Patient in seiner Praxis auf. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, es soll ja für den Nichtkenner dieses Buches spannend bleiben.

Insgesamt wählt der Autor für diesen Psychothriller eine klare und verständliche Sprache. Aber es ist mir schwer gefallen, so manche Handlungen und Verhaltensweisen nachzuvollziehen. Ich konnte die Spannung / den Thrill nicht so recht greifen. Gefühlt plätscherte ein Großteil des Buches so dahin.

Irgendwas hat mich bisher davon abgehalten, die Bücher von John Katzenbach zu lesen. Und nach diesem Buch kann ich ganz klar sagen, dass ich kein Fan von Katzenbach bin und ich denke sobald auch nicht werde.

Es ist sicherlich kein schlechtes Buch, aber einfach nichts für mich - schade.

Bewertung vom 04.01.2019
Totwasser
Hofelich, Julia

Totwasser


ausgezeichnet

Ein großartiges Debüt - ich freue mich jetzt schon auf mehr!

Dieses ist das erste Buch von Julia Hofelich, ihr ist ein großartiges Debüt gelungen.


Im Mittelpunkt steht Linn Geller. In ihrem ersten Fall in ihrer gerade neu gegründeten Kanzlei geht es um Grace Riccardi. Sie wird beschuldigt, ihren Ehemann, der ein bekannter und beliebter Schauspieler ist, ermordet zu haben. Obwohl Grace in den ersten Gesprächen mit Linn weiterhin ihre Meinung vertritt, dass sie ihren Ehemann ermordet haben möchte, glaubt Linn Geller ihr das nicht. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie die Unschuld ihrer Mandantin beweisen kann.

Von Anfang an hat die Autorin eine großartige Spannung aufgebaut, die über das ganze Buch - bis zum Schluss - gehalten wird.

Als Leser macht man sich Gedanken, was sich wohl zugetragen hat und dann kommt es doch anders.

Was mir an diesem Kriminalroman so besonders gefallen hat ist, dass der Leser den fachkundigen Hintergrund spürt. Julia Hofelich war selbst als Rechtsanwältin tätig, dieses Wissen und das besondere Gespür wirkt sich außerordentlich positiv auf diesen Kriminalroman aus.

Ich freue mich jetzt schon, Linn Geller bei ihrem nächsten Fall zu begleiten.

Bewertung vom 25.12.2018
Der Verrat
Sandberg, Ellen

Der Verrat


ausgezeichnet

Einfach genial!

Der neue Familien- und Spannungsroman von Ellen Sandberg hat mich gleich von Beginn an absolut gefesselt. Es hat sich gleich eine geniale Spannung aufgebaut, die von der Autorin über das gesamte Buch gehalten werden konnte, das hatte dann zur Folge, dass ich das Buch innerhalb einer doch relativ kurzen Zeit durchgelesen hatte. Das finde ich sehr schade, denn nun ist dieses großartige Lesevergnügen bereits vorbei.


Erzählt wird dieser Roman in zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart. Hier lesen wir von Nane. Nach 20 Jahren Haft, ist sie jetzt wieder frei, die Vergangenheit kann sie allerdings nicht ruhen lassen. Zum anderen lesen wir über das Geschehene in den Jahren 1997 / 1998.

Was hat Nane getan, dass sie zu einer lebenslangen Haft verurteilt wurde? Nane trägt seit 20 Jahren die Last der Schuld: sie hat einen Menschen ermordet.

Was geschah wirklich vor 20 Jahren?

Nach "Die Vergessenen" - das erste Buch von Ellen Sandberg, ist dies nun ihr zweiter Roman, der mich absolut begeistert hat! Klare Leseempfehlung mit 5 Sternen.

Bewertung vom 21.12.2018
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


ausgezeichnet

Absolut genial!

Seit vielen Jahren bin ich ein großer Fan von Neue Neuhaus und ihren Büchern. Somit begleiten mich Pia Sander und Oliver von Bodenstein schon einige Jahre. Aber für die Leser, die weitere Bücher aus dieser Krimi-Reihe noch nicht kennen, wird das Vergangene sehr gut in dieses Buch eingebunden. Auch, wenn mir das Vergangene bekannt ist, habe ich dieses auch mit Freude gelesen.

Zum Inhalt:

Zunächst scheint es ganz harmlos, als der 84-jährige Theo Reifenrath tot in seinem Haus aufgefunden wird, bis in dem Hundezwinger Menschenknochen gefunden werden.

Pia Sander und Oliver von Bodenstein steigen in die Ermittlungen ein. Schnell wird klar, dass sie auf der Suche nach einem Serienmörder sind. Theo Reifenrath hat in der Vergangenheit mit seiner Frau auf dem großen Anwesen dafür gesorgt, dass Pflegekinder bei ihnen ein zu Hause gefunden haben.

Meine Meinung:

Es hat mir großen Spaß gemacht, Pia Sander und Oliver von Bodenstein bei den Ermittlungen zu begleiten. Es wurde mir nie langweilig dabei! Was ich allerdings zwischendurch schwierig fand, dass es zu viele Personen mit ihren Geschichten waren und ich fast das Gefühl hatte, den Überblick zu verlieren.

Zum Ende des Buches haben sich die vielen Teile zu einem absolut gelungenen Puzzle zusammengefügt.

Sehr gut fand ich, dass der Leser diesen Kriminalroman auch von unterschiedlichen Seiten betrachten konnte, so wusste man als Leser mehr als die Ermittler und das hat mir sehr viel Freude beim Lesen bereitet!

Bewertung vom 24.11.2018
Die verlorene Schwester
Winterberg, Linda

Die verlorene Schwester


ausgezeichnet

Ein wunderschönes Buch mit einem sehr traurigen Hintergrund

Das ist das erste (und mit Sicherheit nicht das letzte) Buch das ich von der Autorin gelesen habe und es hat mich absolut begeistert. Angesprochen hat es mich durch das wunderschön gestaltete Cover und der sehr vielversprechenden Buchbeschreibung. Und das Buch hat meine Erwartungen noch übertroffen!

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt zum einen in der Gegenwart, wo Anna durch einen Zufall erfährt, dass sie adoptiert wurde zum anderen in den 1970gern wo Marie und Lena eine sehr traurige Kindheit erleben mussten.

Marie und Lena sind Geschwister, die ersten Lebensjahre verbrachten sie glücklich in ihrer Familie. Ihr Vater liebte die beiden über alles, das war den beiden Mädchen bewusst. Nach dem sehr frühen Tod des Vaters kam die Mutter mit der Trauer um den Verlust ihres geliebten Mannes nicht klar, was dazu führte, dass man die beiden Mädchen der Mutter entzog. Ab diesem Moment ist die glückliche Kindheit von Marie und Lena abrupt beendet und jede für sich muss Erfahrungen machen, die sie ein Leben lang nicht mehr vergessen.

Bisher hatte ich noch nichts von den Verdingkindern in der Schweiz gehört, dass es so etwas noch bis in die 1980-er gab, hat mich regelrecht schockiert.

Die Autorin hat es geschafft, mich mit dieser absolut spannenden aber auch sehr traurigen Geschichte zu begeistern. Das Buch hatte ich innerhalb einer kurzen Zeit durchgelesen, ich konnte es irgendwann nicht mehr aus der Hand legen - ich musste wissen, wie es weitergeht.

Ein wunderschönes aber auch ein sehr trauriges Buch mit einem sehr gelungenen Ende.

Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 24.11.2018
Die Elemente des Todes
Fischer, Claus C.; Petermann, Axel

Die Elemente des Todes


gut

True-Crime aus Norddeutschland

Dieses Buch hat mich erst neugierig gemacht, als ich mitbekommen habe, dass es ein True-Crime-Thriller aus Norddeutschland ist und den konnte ich mir nicht entgehen lassen. Insgesamt ist es ein guter Thriller, obwohl er mich nicht absolut überzeugen konnte, was aber nicht damit zusammen hing, dass man quasi von Anfang an wusste, wer der Täter ist. Auf der einen Seite geschrieben aus der Sicht des Täters auf der anderen Seite, wie die Polizei versucht, dem Täter auf die Spur zu kommen, das fand ich schon sehr interessant und spannend.
Ich fand diesen Thriller an manchen Stellen einfach zu langatmig und für einen Thriller zu wenig fesselnd. Aber da können die Empfindungen auch unterschiedlich sein.
Was mich an diesem Thriller erschüttert, dass er sich an einer wahren Geschichte orientiert.

Bewertung vom 14.11.2018
Die Suche
Link, Charlotte

Die Suche


ausgezeichnet

Einfach großartig!

Die 14-jährige Amelie verschwindet, während ihre Mutter im Supermarkt einkauft. Rund 30 Minuten hat dieser Einkauf gedauert, Amelie wollte im Auto warten. Als die Mutter zurückkommt ist Amelie spurlos verschwunden. Detective Chief Inspector Caleb Hale ermittelt mit Hochdruck. Ebenso dürfen wir wieder von der mir sehr sympathischen Detective Sergeant Kate Linville lesen. Sie übernachtet zufällig im B&B von Amelies Eltern.


Absolut überzeugend und gut gemacht, finde ich die Verknüpfungen der einzelnen Personen.

Ich finde es sehr schön, auf bereits bekannte Ermittler aus vorherigen Fällen zu treffen, von deren Privatleben wir hier am Rande auch lesen dürfen.

Charlotte Link lässt ihren Kriminalroman aus der Sicht von den unterschiedlichen Personen erzählen, das macht das Lesen besonders interessant und spannend. Und dann die Momente in denen der Leser meint, dem Täter auf der Spur zu sein.

Die Autorin schafft es gleich ab den ersten Seiten eine Spannung aufzubauen, der sich der Leser nur schwer entziehen kann.
Bereits nach knapp 60 gelesenen Seiten (von rund 650) war mir klar, dass dieses Buch eindeutig 5 Sterne verdient!

Zum Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse. Ich konnte das Buch ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand legen, ich musste einfach wissen, wie es weitergeht.

Klare Leseempfehlung für spannende Lesestunden!

Bewertung vom 09.11.2018
Sowas kann auch nur mir passieren
McFarlane, Mhairi

Sowas kann auch nur mir passieren


sehr gut

herrlich unterhaltsam

Wie auch die bisherigen Romane von Mhairi McFarlane, überzeugt auch dieser neue Roman mit einem herrlich unterhaltsamen Schreibstil. Das Buch lässt sich locker und leicht lesen. Gleich nach den ersten Seiten konnte ich in die Geschichte rund um Georgina eintauchen.

Lucas war zu Schulzeiten Georginas große Liebe, doch dann geschah etwas, die Schulzeit war vorbei und die beiden haben sich nicht wieder gesehen. Nach 12 Jahren steht Georgina völlig unerwartet Lucas gegenüber, aber er scheint sie gar nicht wieder zu erkennen. Überhaupt steht Georginas Leben gerade ganz schön auf dem Kopf: Robin, mit dem sie die letzten 6 Monate glücklich zusammen war, betrügt sie und ihren Job als Kellnerin hat sie auch verloren.

Die Überschrift auf der Rückseite dieses Buches "In kleinen Katastrophen zur großen Liebe" trifft es sehr genau.

Teilweise war es für meinen Geschmack schon etwas viel Drumherum um die eigentliche Geschichte, aber insgesamt ein wunderschöner Roman für unterhaltsame Lesestunden.

Zum Schluss wird der Leser mit einem wunderschönen Ende belohnt.