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Benutzername: Wencke
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Danksagungen: 7 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 208 Bewertungen
Bewertung vom 03.10.2019
Böse Tränen
Schiller, B. C.

Böse Tränen


ausgezeichnet

Ein richtig spannender Thriller

Dieses ist der zweite Teil aus der Reihe mit dem Ex-Kommissar Levi Kant und die Psychiaterin Olivia Hofmann. Ich kenne den ersten Teil nicht und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass mir Informationen aus dem ersten Buch fehlen würden.

Zum Inhalt: Bei Bauarbeiten am Donaukanal wird eine verweste Kinderleiche gefunden. Beim Kind liegt ein Halstuch mit dem Namen Juli eingestickt. Vor einigen Jahren verwand Olivias Mann Michael mit der gemeinsamen Tochter Juli. Das Verbleiben konnte bislang nicht geklärt werden. Bei der Kinderleiche handelt es sich um die vor Jahren verschwundene Rosa. Andreas Sperl gestand den Mord, verrät aber nichts vom Verbleib von Rosa. Seitdem sitzt er im Gefängnis.

Es ist von Beginn an ein absolut spannender und fesselnder Thriller. Wir erfahren von Geheimnissen, die nach und nach gelüftet werden. Der Schreibstil ist leicht und somit ist dieser Thriller mit den rund 300 Seiten flott gelesen.

Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 28.09.2019
Wunderbare Zeiten / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.2
Riebe, Brigitte

Wunderbare Zeiten / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.2


sehr gut

Dieses ist der zweite Teil aus der Reihe um die Berliner Thalheim Geschwister. Ich finde diese Reihe sehr interessant, weil es ein Stück Berliner Geschichte widerspiegelt, das finde ich sehr lesenswert!

Während der erste Teil in den letzten Kriegsjahren und in der Nachkriegszeit erzählt hat, lesen wir hier von den spannenden 50-er Jahren. Ebenso hat sich der Blickwinkel der Geschichte verändert, den ersten Teil haben wir aus der Sicht der ältesten Schwester Rike gelesen nun erfahren wir die Sichtweise von Silvie. Diese geänderte Betrachtungsweise finde ich sehr gelungen.

Silvie arbeitet sehr erfolgreich beim Berliner Radiosender RIAS, nach außen sieht es aus, als wenn die erfolgreiche und gut aussehende Silvie glücklich mit ihrem Leben ist. Aber in ihrem Inneren wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine kleine glückliche Familie mit einem lieben Ehemann und einem Kind.

Insgesamt hat mir dieses Buch schöne Lesestunden bereitet, wobei ich auch sagen muss, dass manches sehr in die Länge gezogen wurde und die Spannung manchmal etwas auf der Strecke geblieben ist. Ich hoffe, dass es einen spannenden dritten Teil gibt und bin gespannt aus welcher Sicht wir die Geschichte um die Thalheim Geschwister und das Modehaus weiter lesen dürfen.

Bewertung vom 10.09.2019
ATME!
Merchant, Judith

ATME!


sehr gut

leicht zu lesender Thriller

Die Leseprobe hat mich absolut neugierig auf das gesamte Buch gemacht. Was ist nur geschehen, dass Ben plötzlich spurlos verschwunden ist? Gerade noch ist er mit Nile zusammen einkaufen und dann fehlt jede Spur von ihm. Niemand hat etwas bemerkt. Nile ist sich sicher, es muss etwas Schlimmes passiert sein, aber auf Nachfrage bei den Krankenhäusern, ist dort niemand eingeliefert worden.

Dieser Thriller ist komplett aus der Sicht von Nile geschrieben, der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, ich war so neugierig, was es mit dem rätselhaften Verschwinden auf sich hat, dass die Seiten nur so dahingeflogen sind. Den Buchtitel finde ich sehr gut gewählt, immer wenn Nile einen klaren Kopf braucht, sagt sie sich: "Atme!", denn das hätte auch Ben zu ihr gesagt.

Dieser doch etwas andere aber lesenswerte Thriller bekommt von mir 4 Sterne.

Bewertung vom 09.09.2019
Aufbruch und Entscheidung / Die Charité Bd.2
Schweikert, Ulrike

Aufbruch und Entscheidung / Die Charité Bd.2


ausgezeichnet

Wieder hervorragend!

Bereits der erste Teil aus der Charité-Reihe von Ulrike Schweikert hat mir sehr gut gefallen und dieser zweite Teil steht dem in nichts nach. Die Kenntnis des ersten Teils ist für das Lesen von diesem Buch nicht erforderlich. Es erzählt mit anderen Protagonisten und zu einer anderen Zeit.

Die Autorin hat mir ab der ersten Seite absolutes Lesevergnügen beschert. Es war wie ein Eintauchen in eine andere Zeit bzw. ein Eintauchen in das Berlin ab 1903.

Rahel ist die erste Ärztin an der Charité. Sie muss hautnah miterleben, wie schwer es ist, wenn man als Frau eine andere Rolle als Ehe-, Hausfrau und Mutter sein möchte.

In dieser Zeit findet sie in Barbara eine gute Freundin. Trotz ihrer so unterschiedlichen Herkunft, aber mit der festen Überzeugung, das Bild der Frau in der Gesellschaft zu verändern.

Wir können miterleben, wie die Röntgenaufnahmen Einzug in die Charité halten, sowie sich das Leben in Berlin verändert, dort eröffnen gerade die ersten Lichtspielhäuser.

Der letzte Teil des Buches hat mich sehr traurig gestimmt, er erzählt zu der Zeit des ersten Weltkrieges, das hat mich sehr berührt, gerade auch mit dem Wissen, dass sich das Geschriebene auch in der Realität ereignet hat.

Ulrike Schweikert hat es mit ihrem Schreibstil geschafft, dass ich komplett in dieses Buch versinken konnte und ich die über 500 Seiten innerhalb relativ kurzer Zeit durchgelesen hatte.

Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 07.09.2019
Find mich da, wo Liebe ist
Harris, Anstey

Find mich da, wo Liebe ist


gut

In Ordnung

Mich hat die Leseprobe und das wunderschöne Cover auf dieses Buch aufmerksam gemacht, leider war das Buch insgesamt nicht so, wie ich es nach der Leseprobe erwartet hatte.

Grace und David sind seit vielen Jahren ein Liebespaar, ihre wertvollen gemeinsamen Stunden verbringen sie meistens in einer Wohnung in Paris. Eines Tages wird David von der gesamten Nation als Held gesucht, nachdem er in einer Metrostation einer Frau das Leben gerettet hat und dafür seines riskiert hat. Nun besteht die Gefahr, dass David auf dem Video von seiner Frau und seinen Kindern erkannt wird.

Grace ist eine talentierte Cellistin, allerdings hindert ein traumatisches Ereignis sie daran, vor anderen zu spielen.

Der Schreibstil des Buches ist leicht und verständlich, allerdings konnte ich mich mit dem Verhalten und dem Erzählten von Grace und David nicht so recht anfreunden. Nach dem Klappentext und der Leseprobe hatte ich irgendwie eine andere Entwicklung / Handlung erwartet und das was ich gelesen habe war in Ordnung hat mich allerdings nicht richtig begeistert.

Bewertung vom 07.09.2019
Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2
Raabe, Marc

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2


sehr gut

Spannend!

Nach "Schlüssel 17" ist dieses nun der zweite Fall für Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns.

Bei der Eröffnungsfeier der Berlinale müssen die Besucher statt des Eröffnungsfilms ein Snuff-Video ansehen, in dem gezeigt wird, wie eine junge Frau zunächst vergewaltigt und anschließend getötet wird. Ist das Video echt oder ist es so realistisch geschauspielert? Doch dann verschwinden weitere Mädchen von Berliner Persönlichkeiten.

In diesem Buch lesen wir aus Sitas Vergangenheit. Und auch immer wieder geht es um das immer noch ungeklärte Verschwinden von Tom's Schwester Vi vor sehr vielen Jahren.

Mich hat an diesem Buch die immer weiter wachsende Spannung begeistert. Das was zunächst interessant zu lesen war, wächst nach und nach zu einem perfekten Konstrukt zusammen. Ein perfekter Spannungsbogen erscheint mir hier nicht das passende Wort, ich finde es eher wie einen Spannungsberg :-).

Es ist meines Erachtens nicht zwingend, den ersten Teil gelesen zu haben, es macht aber das Lesevergnügen runder und man versteht sicherlich manches besser.

Bewertung vom 31.08.2019
Kastanienjahre
Baumheier, Anja

Kastanienjahre


ausgezeichnet

Ein ganz toller Roman!

Von der Autorin kenn ich bislang noch keine Bücher, aber 'Kranichland' steht nun auf meiner Wunschliste.
Dieses Buch ist einfach wunderbar! Es führt uns das Leben in der DDR von Beginn bis zu deren Ende sehr deutlich vor Augen. Eigebettet in eine Liebesgeschichte aber auch um die Geschichte eines kleinen Dorfes im Nordwesten der DDR.

Wir lesen von Elise, wie sie in dem kleinen Peleroich groß geworden ist. Wir lesen von Geheimnissen und dem Umfassbaren, wie es in der DDR tatsächlich auch war.

Inzwischen lebt Elise in Paris, die Stadt, die sie schon von ihrer Kindheit her fasziniert hat. Dort erhält sie Post von 'einem Unbekannten' / 'einem Freund aus Peleroich', der lädt zu einem Wiedersehen in Peleroich ein. Das kleine Dorf ist fast komplett verlassen und soll dem Erdboden gleich gemacht werden.

Elise hofft, eine vergangene Liebe wiederzutreffen und begibt sich auf die Reise nach Peleroich, somit auch eine Reise in die Vergangenheit.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil und das Wissen, dass es damals in der DDR tatsächlich so gewesen ist und wie die Autorin das vermittelt, ist perfekt umgesetzt.

Sehr schön finde ich auf der Buchinnenseite den schön gestalteten Lageplan von Peleroich, sowie das Personenverzeichnis gleich am Anfang des Buches.

Fazit: Ein ganz toller Roman für wertvolle Lesestunden!

Bewertung vom 24.08.2019
Das Geheimnis der Fjordinsel
Kabus, Christine

Das Geheimnis der Fjordinsel


sehr gut

Ein wunderschöner Roman

In diesem wunderschönen Norwegenroman lesen wir zum einen von Johanne in den 1920-er Jahren in Norwegen. Mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod ihres Vaters wird ihr Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. In dieser schwierigen Situation, wo es um das Familienunternehmen nicht gut gestellt ist, übernimmt sie die Verantwortung.


Die junge Rike liebt ihren Großvater über alles, bei ihm ist sie quasi groß geworden. Der Mutter waren andere Dinge wichtiger. Als Rikes geliebter Großvater stirbt und Rikes Mutter das Haus in Ostfriesland verkaufen möchte, was doch Rikes zu Hause ist, begibt sich Rike auf eine Reise in die Vergangenheit. Warum hat die Großmutter ihren Großvater und ihre Mutter, die noch ein Kind war, im Stich gelassen? Warum haben sie nie wieder Kontakt zueinander gehabt?

Christine Kabus ist ein wunderschöner Norwegenroman gelungen. Über zwei Handlungsstränge nimmt sie die Leser mit, das Geheimnis der Fjordinsel zu lüften.

Mit einem sehr guten Spannungsbogen, ist man bis zum Schluss neugierig.

Bewertung vom 24.08.2019
Harz
Riel, Ane

Harz


sehr gut

Fantastisch!

Dieses doch sehr ungewöhnliche Buch mit seinen insgesamt knapp 300 Seiten ist insgesamt fix gelesen, der Schreibstil ist leicht und verständlich und gefällt.

Was diesen Thriller so besonders macht, sind die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen wir lesen.

Wir lesen von der 6-jährigen Liv, ihrer Mutter Maria und ihrem Vater Jens. Liv kennt nur die Abgeschiedenheit am Ende der Insel, auf der sie leben. Da sie nichts anderes kennt, findet sie nichts ungewöhnliches an dem Leben, wie sie es führt. Sie findet es auch nicht merkwürdig, dass sie von ihrem Vater beigebracht bekommt, wie ein Kaninchen gehäutet wird. Sie findet es sehr spannend, was da noch so alles im Kaninchen ist. Wir lesen auch aus der Sicht von Maria und Jens, sie handeln in keiner bösen Absicht, in dem sie ihre Tochter Liv bei der Polizei als vermisst melden und sie dann für tot erklärt wird. Die Eltern wollen ihre Tochter einfach nur schützen, damit sie ihr Leben weiter so führen, wie sie es kennt und liebt und nicht zur Schule gehen muss.

Insgesamt ein sehr fesselndes und faszinierendes Familiendrama.

Bewertung vom 11.08.2019
Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4
Geschke, Linus

Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4


ausgezeichnet

Einfach großartig!

Eigentlich hat der Journalist Jan Römer im Thüringer Wald nur ein paar Tage sehr ruhigen Urlaub machen wollen, um mal so richtig abzuschalten um von den alltäglichen Turbulenzen im Alltag mit seinem Job und seiner Scheidung Abstand zu bekommen. Bis plötzlich Hannah blutüberströmt in seine Arme fällt. Als er vom Wald der Wölfe hört und dann herausfindet, dass Hannah bereits vor vielen Jahren gestorben ist, ist seine Neugier endgültig geweckt. Mit seiner lieb gewonnenen Kollegin Mütze und seinem Freund Arslan versucht er, den bislang ungelösten Todesfällen auf die Spur zu kommen.

Es ist sehr schön, von den bekannten und sehr sympathischen Protagonisten zu lesen. Sehr gelungen finde ich auch, wie der Autor diesen Kriminalfall aus den unterschiedlichen Perspektiven erzählen lässt. Besonders die Sicht vom "Wolf" finde ich interessant und macht die Story so spannend.

Dieser Krimi hat mich von Beginn an gefesselt. Ich konnte das Buch quasi nicht mehr aus der Hand legen und habe es innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. In meinen Augen das bislang beste Buch von Linus Geschke, wobei die vorherigen auch schon richtig gut waren.

Klare Leseempfehlung!