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Benutzername: Regina
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Bewertungen

Insgesamt 16 Bewertungen
12
Bewertung vom 19.11.2021
Der Traum vom schönen Leben / Dallmayr Saga Bd.1
Graf, Lisa

Der Traum vom schönen Leben / Dallmayr Saga Bd.1


sehr gut

"Dallmayr – Der Traum vom schönen Leben" ist das erste Buch in der Dallmayr-Saga. Ich war sehr gespannt auf das Buch, vor allem da ich Fan der Buddenbrooks bin. Die Geschichte selber hat für mich viele Stärken, aber auch einige Schwächen.
Wir befinden uns in München 1897. Anton und Therese Randlkofer führen erfolgreich den Feinkostladen Dallmayr. Dann verstirbt Anton und sein Bruder setzt alles daran, das Geschäft an sich zu reißen. Therese setzt alles daran, das Geschäft zu schützen.
Dallmayr kennt sicher jeder und München ist ein attraktiver historischer Schauplatz. Der kleine Einblick in den Bananenhandels fand ich sehr interessant.
600 Seiten waren mir etwas zu lang, muss ich leider zugeben. Ich hätte mir gewünscht, dass die Handlung etwas mehr gerafft geschrieben worden wäre. Die zahlreichen Perspektiven sorgten für Abwechslung und ich fand alle interessant zu erkunden.
Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Band der Familiensaga.

Bewertung vom 03.09.2021
Montags bei Monica
Pooley, Clare

Montags bei Monica


ausgezeichnet

Der Künstler Julian schreibt in ein Buch, wie ers ich fühlt und lässt es im Cafe von Monica zurück. Sie liest seine Geschichte, und macht sich auf die Suche nach ihm...

Super Buch, ich liebe es so sehr! Ich war richtig berührt vom Buch, musste oft lächeln, manchmal habe ich mich selber wiedererkannt, und manchmal war ich auch traurig. Obwohl alle Charaktere Macken haben, sind sie sehr liebenswert. Sie verändern sich, entwickeln sich weiter, wie im echten Leben. Mir ging es rundum gut, beim Lesen dieses Buches, und hatte das Gefühl, dass das Buch eine besondere Atmosphäre schafft. Zusammen mit einer Tasse Tee und einem Stück Kuchen? Perfekt. Echt tolles Buch. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Bewertung vom 20.06.2021
Stunden des Aufbruchs
Konstantin, Nina

Stunden des Aufbruchs


sehr gut

Für die Leser geht es nach Berlin 1951, die 19-jährige Charlotte ist nach dem Krieg bei Onkel und Tante untergekommen. Sie arbeitet hart in einer Textilfabrik und muss den Großteil ihres Einkommens abgeben. Sie hat nur noch wenig eigenes Geld und muss sich gleichzeitig vor ihrem aufdringlichen Onkel schützen. Letzten Endes läuft Sie weg, läuft aber dem amerikanischen Militärpolizisten Timothy DeWindt über den Weg, der sie bei sich aufnimmt.
Er ermöglicht es ihr, im Midnight Ballroom arbeiten zu gehen. Vera, die Besitzerin von Midnight, kämpft um ihre Bar und hat sich mit einem skrupellosen Schwarzmarkthändler eingelassen. Nina Konstanti präsentiert uns ein gefährliches Berlin, und obwohl die bearbeiteten Themen ernst und teilweise sehr traurig sind, war der Schreibstil leicht verständlich und hat mich direkt ins Buch gezogen. Ich fand es spannend ins Nachtleben der 50er Jahre in Berlin einzutauchen, und hatte unheimlich Spaß beim Lesen.

Bewertung vom 07.04.2021
Die Telefonzelle am Ende der Welt
Imai Messina, Laura

Die Telefonzelle am Ende der Welt


ausgezeichnet

In einem Garten am Meer gibt es eine Telefonzelle. Viele Leute gehen dorthin, denn wenn Sie den Hörer abheben, heißt es, dass Sie die Stimme der Toten hören können. Viele Menschen möchten mit ihren Lieben sprechen, auf ihre Stimmen hören und Antworten erhalten. Eine von ihnen ist Yui, die im Tsunami 2011 ihre Mutter und Tochter verloren hat. An der Telefonzelle trifft sie einen Arzt, der ebenfalls ein Trauma behandeln muss. Die beiden freunden sich an und beginnen gemeinsam an ihren Seelenwunden zu arbeiten.
Manchmal muss man seine Komfortzone verlassen, um neue Dinge zu lernen. Der Buchstil ist sanft, so wie man sich die japanische Kultur vielleicht vorstellt. So ein Stil muss einem natürlich gefallen. Es passt aber zu der Traurigkeit, dem Drama, den Charakteren, und dem Trauma, das sie überwinden müssen. Es passt zu ihren Gefühlen.
Das Buch hat mich beim Lesen oft zum Weinen gebracht, anschließend war ich aber viel gelöster. Das schafft nicht jeder Autor, und diese Autorin versteht es, mit leisen Klängen große Emotionen beim Leser auszulösen.
Es ist kein Buch für den Sommerurlaub, sondern eines, für das man sich Zeit nehmen muss. Ich habe es nicht in einem „Rutsch“ gelesen, sondern musste mir Zeit nehmen.

Bewertung vom 23.01.2021
Reise mit zwei Unbekannten
Brisby, Zoe

Reise mit zwei Unbekannten


ausgezeichnet

Maxine, eine 90-jährige Dame, flieht aus ihrem Seniorenheim nach Brüssel, um ihr Ableben selbstbestimmt zu regeln. Auf dem Weg dorthin trifft sie auf den schüchternen Student Alex. Er hat Liebeskummer und versucht sich mit seiner Reise nach Brüssel abzulenken. Zusammen fahren sie durch Frankreich nach Brüssel.

Die Geschichte klang anfangs etwas zu abgedreht und Maxine wirkt auf den ersten Blick sehr exzentrisch, aber das Buch wird sehr viel besser, wenn man sich erst einmal eingelesen hat. Die beiden Charaktere bringen sehr viel Schwung in die Beziehung und können viel voneinder lernen. Ich habe gelacht, geweint und wurde sehr unterhalten. Es ist ein leichtes Buch, dass man zwischen zwei schweren Klassikern schnell "wegliest", aber das heißt nicht, dass es nicht tiefsinning ist. Halt kein Dostoyewski, aber den will man ja auch nicht immer lesen. :-)

Ich kannte die Autorin vorher nicht, aber die Art, wie sie die Dialoge schreibt und zwei so übersputzte Charaktere so realistisch zum Leben erweckt hat mich überzeugt. Ich hoffe, wir lesen bald mehr von ihr.

Bewertung vom 19.11.2020
Black Sun / Alexander Wassin Bd.1
Matthews, Owen

Black Sun / Alexander Wassin Bd.1


ausgezeichnet

Dieser Debütroman spielt 1961 während des Kalten Krieges in der Sowjetunion. Major Alexander Vasin vom KGB wird nach Arsamas-16, einer geheimen Stadt, geschickt, um einen Mord zu untersuchen. Am All-Union Scientific Research Institute für Experimentalphysik wird eine Bombe gebaut. Wissenschaftler, die klügsten Köpfe, werden isoliert gehalten. Sie haben ein angenehmes Leben nach den Maßstäben, die Vasin in Moskau erlebt. Es gibt gut sortierte Geschäfte bis hin zu Motown-Aufzeichnungen. Als jedoch ein junger Wissenschaftler, Fjodor Petrow, offenbar aufgrund einer Thalliumvergiftung Selbstmord begeht, wird Vasin geschickt, um herauszufinden, was passiert ist, und um Petrow einflussreichen Vater zu besänftigen.

Ein fantastischer Thriller, der in einer faszinierenden Ära spielt und eine ungewöhnliche Kulisse hat. Vasin ist ein Mann, der an Gerechtigkeit glaubt, aber weder die Situation in Arsamas noch sein Privatleben unter Kontrolle hat. Vasin befürchtet, seinen geliebten Sohn zu verlieren, da seine Ehe auseinander fällt, und bemüht sich, seine Ermittlungen mit Generalmajor Zaitsev und seinem Freund Efremov durchzuführen, die weniger hilfreich sind. Trotzdem ist Vasin nicht davon überzeugt, dass Petrov Selbstmord begangen hat und ist sich sicher, dass es Mord war.

Matthews spiegelt die Sowjetzeit unglaublich gut wider. Denunziationen, Anschuldigungen, Geheimnisse und der Schatten des Gulag liegen schwer über Arsamas und den Figuren dieses Buches. Ich hoffe, dass dies eine Serie wird und freue mich darauf, den nächsten Roman mit Vasin zu lesen.

Bewertung vom 08.06.2020
Der Tag, an dem die Welt zerriss / Vortex Bd.1
Benning, Anna

Der Tag, an dem die Welt zerriss / Vortex Bd.1


ausgezeichnet

Im Jahr 2099 beherrschen die Kuratorien die Städte. Die Läufer sind ständig im Einsatz, um die Menschheit vor Splits zu schützen. Elaine steht vor Ihrer letzten großen Prüfung, dem Vortexrennen, das sie zu einer Läuferin machen wird, wenn sie es unter die besten zehn Renner schafft. Das ist, worauf sie ihr Leben lang gewartet hat. Als Läuferin erhält sie nicht nur großes Ansehen und Ehre, sondern auch die Möglichkeit Rache an denen zu nehmen, die ihr das Wichtigste auf der Welt nahmen.

Dieses Buch ist ein wahres Abenteuer, bei dem wir durch Elaines Sicht alles unheimlich einnehmend miterleben dürfen. Alles ist extrem vielschichtig und voller Leben. Was für ein cooles Buch! Diese Geschichte ist unglaublich packend geschrieben. Im Herbst 2020 soll der zweite Band herauskommen, den ich auf jeden Fall lesen werde!

Bewertung vom 17.01.2020
Buchstabenzauber
Biemann, Christoph;Montasser, Thomas

Buchstabenzauber


gut

Als lesebegeisterter Mensch ist es mir wichtig, Lesen auch an jüngere Generationen weiterzugeben, deswegen war ich ganz gespannt, ob dies mit diesem Buch einfach umgesetzt werden könnte.

Mit diesem Buch wollen Christoph Biemann, bekannt als Moderator der Kindersendung „Die Sendung mit der Maus“, und Thomas Montasser in 6 Kapiteln zeigen, wie Kinder fürs Lesen begeistern werden können. Die Tipps in dem Buch sind wirklich gut, ich bin mir nur nicht sicher, ob diese in der Realität auch so einfach umzusetzen sind. Immerhin sprechen wir von Kindern…
Der informative, interessant geschriebene Schreibstil hat mir gut gefallen, man hat es in wenigen Stunden durchgelesen. Auch, dass das Beschriebene den Erfahrungen der Autoren entspricht und dass sie ganz persönliche Erfahrungsberichte mit eingebracht haben, fand ich gut.
Dieses Buch ist auch schön, da ich mich bei Büchern wie der Kleinen Hexe oder Räuber Hotzenplotz an meine Kindheit erinnert habe. Interessante Fakten untermauerten den Text, es ist echt beunruhigend wie Kinder ihre Freizeitgestaltung in den letzten Jahren mit Internet, Handys und Videospielen verändert haben.

Wie bereits erwähnt, ich glaube, dass es mühsam wird, Kinder zum Lesen zu animieren, aber dieses Buch macht diese Mühen sicherlich ein wenig leichter. Ich freue mich, dass sich die beiden die Mühe gemacht haben, dieses Buch zu schreiben und empfehle es weiter.

Bewertung vom 28.08.2019
Eine Kiste voller Wünsche / Wunschbüro Edda Bd.1
Kolb, Suza

Eine Kiste voller Wünsche / Wunschbüro Edda Bd.1


ausgezeichnet

Edda geht in die dritte Klasse, hat eine unsichtbare Freundin und will ein weißes Pony. Doch sie weiß, dass dieser Wunsch schon sehr groß ist und sie vielleicht erst mal mit kleineren Wünschen anfangen soll. Kurzerhand baut sie sich eine Wunschkiste, damit ihre Herzenswünsche in Erfüllung gehen. Als sie neue Nachbarn bekommt, weiß Edda, dass der neue Nachbarsjunge Noah bestimmt lieber mit dem doofen Max spielt. Doch als sie erfährt, was Noah sich wünscht, wird ihr klar, dass Herzenswünsche nicht so einfach zu erfüllen sind.

So ein tolle Geschichte, die ums Wünschen geht! Es wurde viel Liebe in die Geschichte gesteckt. Sie handelt von Freundschaft, Mut und Herzenswünschen. Das Märchen ist ein sympathisches und neugieriges Kind. Der Lesespaß kommt nicht zu kurz und durch die Bilder im Buch wird die Geschichte nochmals unterstrichen.

Die Geschichte ist hervorragend für Erstleser. Aber auch Vorlesen kann man sie sehr gut, da viele kindgerechte Wörter verwendet werden. Auch die Bastelideen fand ich sehr schön aufbereitet. Insgesamt ein zuckersüßes Buch!

Bewertung vom 03.06.2019
Ich werde fliegen
Czapnik, Dana

Ich werde fliegen


weniger gut

Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll, denn ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von diesem Buch halten soll!
Zunächst dachte ich nach dem Lesen des Klappentexts: „Okay, eine Liebesgeschichte.“ Ich dachte, ich werde eine emotionale Erzählung lesen, allerdings kamen diese für mich überhaupt nicht vor.
Laut Lucy, der Protagonistin ist die Geschlechterverteilung sehr ungerecht. Alles was sie macht oder denkt hängt mit Feminismus und damit, dass Frauen generell unfair und nicht korrekt behandelt werden und definitiv nicht so viele Möglichkeiten haben, wie Männer.
Das wirkte für mich sehr überzogen, teilweise konnte ich einige ihrer Argumente natürlich nachvollziehen, aber es wirkte alles sehr überzogen und vor allem negativ. Man kriegt das Gefühl, dass sie nur anderen die Schuld gibt, ohne selbst etwas ändern zu wollen. Das wird schnell nervig beim Lesen.
Laut Klappentext soll es um die Liebesgeschichte zwischen Lucy und Percy gehen, die kommt im Buch aber kaum vor. Der Schwerpunkt liegt auf Lucy und ihren Gedanken, die unter anderem auch von ihrer Verliebtheit zu Percy handeln. Percy taucht aber eher als Randfigur auf.
Also,... was ist die Botschaft des Buchs? Welche Handlung hat das Buch? Weil Lucy so ein relativ kühler, gefühlsloser Charakter ist, der sich tausend Gedanken um nichts macht, weiß ich einfach nicht, was mir dieses Buch sagen will.
Der Schreibstil der Autorin war so lala. Anfangs gab es fast nur kurze, abgehackte Sätze, die das Lesen richtig schwer machten. Ein Lesefluss kam kaum auf. Auch die vielen Begriffe, die man nur kennt, wenn man sich mit Amerika und New York auskennt, machen das Lesen schwierig.

Das Buch war leider nicht mein Fall. Es fehlte eine richtige Handlung und ein roter Faden für mich und der Klappentext ist absolut irreführend.

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