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Benutzername: Coco
Wohnort: Konstanz
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Bewertungen

Insgesamt 27 Bewertungen
Bewertung vom 01.10.2018
Rachewinter / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.3
Gruber, Andreas

Rachewinter / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.3


ausgezeichnet

Jedes Jahr in der Herbstzeit freue ich mich auf das neue Buch von Andreas Gruber.
Andreas Gruber versteht es Geschichten spannend und ergreifend zu erzählen. Durch die kurzen Kapitel, die im Wechsel an zwei verschiedenen Orten spielen, liest man immer noch ein weiteres Kapitel und hat die 550 Seiten viel zu schnell gelesen.

Das Buch Racheherbst spielt zum einen in Wien, zum anderen in Deutschland. Evelyn Meyers eine Rechtsanwältin aus Österreich wird beauftragt einen jungen Mann vor Gericht zu verteidigen, der gesteht, dass er einen Mord begangenen hat. Für Evelyn ist schenkt klar, dass der Fall komisch ist und entdeckt einen raffinierten Versuch die Justiz zu betrügen. Dabei gerät sie nicht nur einmal in Gefahr. Währenddessen mischt sich Kommissar Polaski in Ermittlungen ein, für die er keine Befugnis hat. Der Vater einer Freundin seiner Tochter wurde ermordet. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Wie die Fälle zusammenhängen, wird erst am Ende klar, als es schon beinahe zu spät ist den Mörder zu stellen.

Eine individuelle, hochspannende Handlung mit Protagonisten, die ich immer mehr in mein Herz schließe.

Eine klare Empfehlung für alle Krimi- und Thrillerfreunde.

Bewertung vom 10.09.2018
Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich / Mein Leben im Hotel Royal Bd.1
Birchall, Katy

Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich / Mein Leben im Hotel Royal Bd.1


gut

Ein Buch genauso verrückt und grotesk wie das Cover es vermuten lässt!
Das Buch gibt Einblicke in das Leben eines modernen Teenagers, das selbstverständlich durch das Internet, aber auch durch Stars und Idole geprägt ist.
Instagram war für mich natürlich ein Begriff bevor ich das Buch gelesen habe und ich habe dort auch ein Konto, allerdings war ich beinahe etwas geschockt, wie dieses soziale Medium das Leben der Jugendlichen beeinflusst.

Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung und das Buch lies sich schnell lesen. Allerdings sind mir die klassischen Jugendbücher, in denen Abenteuer ganz ohne Handy erlebt werden deutlich lieber. Für Mädchen ab 11 Jahren, die sich für Stars und Sternchen und Instagram begeistern können, kann das Buch aber durchaus bestens geeignet sein.

Bewertung vom 10.09.2018
Familie und andere Trostpreise
McDonagh, Martine

Familie und andere Trostpreise


schlecht

Auch wenn ich großer Fan von merkwürdigen und skurrilen Geschichten bin, ging mir dieses Buch zu weit.

Vor allem die Eltern von Sonny erscheinen mir so merkwürdig und verrückt wie sie nach Erleuchtung suchen, dass ich nur noch mit de Kopf schütteln konnte. Auch die weiteren Charaktere, die Sonny in England trifft finde ich unsympathisch und nervig. An sich ist die Geschichte auch sehr simpel aufgebaut: Sonny besucht eine Person über mehrere Tage, erfährt etwas über seine Eltern und macht sich auf zu der nächsten Person. Dazwischen immer wieder Zitate und Schauplätze eines in Deutschland gänzlich unbekannten Films, die man sich meiner Meinung auch hätte sparen können.


Es gibt sehr viele bessere Bücher, die ich eher guten Gewissens empfehlen kann.

Bewertung vom 10.09.2018
Ida
Adler, Katharina

Ida


gut

Das Buch 'Ida', auf das ich mich als Studentin der Psychologie sehr gefreut hatte, war für mich anders, als ich es erwartet hätte.
Das Buch beschreibt die Biografie der Ida Bauer sehr anschaulich über viele Jahre hinweg. Auch ihr Bruder Otto Bauer, der in der Politik aktiv war, wird sehr ausführlich beschrieben. Teilweise wurde mehrere Kapitel lang alleine über Otto berichtet. Da Ida als Patientin Freuds bekannt geworden ist, dachte ich, dass sich das Buch vor allem auf die Behandlung und auf die dafür relevante Lebensgeschichte bezieht. Über die Therapie bei Freund wurde auf maximal 75 von 500 Seiten berichtet. Dafür wurde auf vielen Seiten über die politische Lage in Österreich erzählt.


Ich hätte mir mehr Freud und weniger Politik und Geschichte gewünscht, da mich der psychologische Teil mehr interessiert hätte.


Trotzdem ein sehr lesenswertes Buch, vor allem, wenn man schon mal in Wien war und die Orte selbst schon gesehen hat.

Bewertung vom 10.09.2018
Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte
Khong, Rachel

Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte


weniger gut

In diesem Buch wird die immer relevanter werdende Thematik der Demenz sehr anschaulich beschrieben. Vor allem geht aus dem Buch hervor wie belastend die Erkrankung sowohl für die Angehörigen als auch für den Betroffenen ist. Auch die Maßnahmen, die notwenig sind, um den Betroffenen zu schützen werden gezeigt. Natürlich gibt es auch Lichtblicke und bessere Tage.

Das Buch erzählt die Geschichte von Ruth, einer jungen Frau, die für ein Jahr nach Hause kommt, um ihren an Demenz erkrankten Vater zu unterstützen. Das Buch ist dann nach einzelnen Monaten eingeteilt. Für mich ist zum einen unklar, warum Ruth genau ein Jahr nach Hause geht, um zu helfen, zum anderen endet das Buch einfach im Dezember ohne ein wirkliches Ende.

Die Einteilung des Buches in Monate fand ich sehr gut. Der Schreibstil der Autorin konnte mich nicht überzeugen. Häufig werden sehr lange verschachtelte Sätze verwendet, die ich mehrmals lesen musste.

Ein kurzweiliges Buch über eine relevante Thematik. In das man keine allzu großen Erwartungen stecken sollte.

Bewertung vom 10.09.2018
Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
Benjamin, Ali

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren


sehr gut

Dieses Jugendbuch hat mich nicht durch seine Handlung, sondern durch das Talent der Schriftstellerin begeistert!

Das Buch 'Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren' erzählt die Gesichte der jungen Suzy, die ihre beste Freundin durch einen unerwarteten Todesfall verloren hat. Durch dieses für sie nicht erklärlichen Todesfall beginnt sie nach der Ursache zu suchen. Dabei ist sie sehr genau und versucht alles zu begründen. Suzy muss lernen, dass es nicht für alles eine logische Erklärung gibt und dass das Schicksal nicht zu erklären ist.

Der Autorin gelingt es die Gefühlswelt und Gedanken des jungen Mädchens so anschaulich darzustellen, dass sie für den Leser sehr gut greifbar und zu verstehen sind. Vor allem die Gedankengänge haben mich teilweise sehr beeindruckt, haben mir aber auch zu Bedenken gegeben, wie komplex doch die Gefühlswelt eines solchen jungen Mädchen tatsächlich ist.

Eine klare Leseempfehlung! Neben dem gelungen Schreibstil ist das Thema natürlich auch fortlaufend relevant!

Bewertung vom 10.08.2018
Der Alphabetmörder
Schütz, Lars

Der Alphabetmörder


ausgezeichnet

Lars Schütz ist mit dem Thriller 'Der Alphabetmörder' ein grandioser Auftakt einer hochspannenden Reihe rund um die beiden Fallanalytiker Jan und Rabea gelungen!

Die Fallanalytiker werden zu einem Fall hinzugezogen, in dem in rasanter Geschwindigkeit Leichen gefunden werden. Die Besonderheit die Leichen tragen jeweils ein Tattoo eines Buchstabe...schnell wird klar der Mörder möchte das Alphabet vervollständigen. Der letzte Buchstabe soll ausgerechnet der Fallanalytiker Jan sein. Jan steckt durch seine mysteriöse Vergangenheit plötzlich mitten im Fall.

Dem jungen Autor Schütz ist es gelungen einen Thriller zu schreiben, der mit meinen Lieblingsautoren Gruber, Fitzek und Raabe mithalten kann. Das Buch ist ab der ersten Seite spannend und man möchte es am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Die literarischen Zitate und Erklärungen haben das Buch für mich zu etwas ganz besonderem gemacht!

Eine klare Empfehlung!

Bewertung vom 07.08.2018
Ein Song bleibt für immer
Peterson, Alice

Ein Song bleibt für immer


ausgezeichnet

Alice Peterson erzählt auf guten 400 Seiten die Geschichte von der an Mukoviszidose erkrankten Alice, die auf einer wahren Begebenheit beruht.

Inhalt
Alice leidet seit Geburt an an der Krankheit Mukoviszidose, die für die Betroffenen eine Lebenserwartung von wenigen Jahren vorhersagt. Alice lässt sich ihr Leben lang von der Krankheit nicht unterkriegen und versucht, trotz der vielen Beeinträchtigungen im Alltag und den zahlreichen Krankenhausaufenthalten ihre Träume zu verwirklichen. Durch ihre Familie erhält sie viel Unterstützung und Rückhalt. Mit Tom findet sie ihre große Liebe. Sie versucht sich ihren sehnlichsten Wunsch - Sängerin werden - zu erfüllen. Ein Rennen gegen den Tod beginnt. Wird Alice es schaffen ihren Traum zu verwirklichen? Kann eine Transplantation ihr leben verlängern und ihr sogar das Leben einer gesunden Erwachsenen schenken?

Alice Geschichte wird hauptsächlich aus Alice Perspektive erzählt. Immer wieder finden sich auch Tagebucheinträge ihrer Mutter, die die Dramatik von Alice Schicksal verdeutlichen. Die Charaktere beschreibt die Autorin so gut, dass man meint man würde sie kennen.

Der Autorin ist es gelungen in ihrem Buch das Thema Mukoviszidose so umzusetzen, dass ich nun das Gefühl habe gut über die Krankheit und ihren Konsequenzen informiert zu sein ohne durch Fachbegriffe gelangweilt worden zu sein. Ich finde es sehr gut, dass um eine weniger bekannte Krankheit geht und somit auch zur Aufklärung der Bevölkerung beigetragen wird.

Mehrmals musste ich während des Lesens zum Taschentuch greifen, da ich so ergriffen war von Alice Schicksal, aber auch von der Liebe ihrer Familie und Freunde.

Insgesamt ein wunderbares Buch, dass ich uneingeschränkt empfehlen würde. Für ein noch besseres Leseerlebnis empfehle ich als Hintergrundmusik If i fall von Alice Martineau, an deren Geschichte sich das Buch orientiert.

Bewertung vom 31.07.2018
Der Duft des Lebens
Bagus, Clara Maria

Der Duft des Lebens


weniger gut

Das Buch, das mich schon von Anfang an, an 'Das Parfum' erinnert hat, beginnt mit einigen sehr schön poetisch geschriebenen Seiten und macht anfangs große Hoffnung auf ein Leseerlebnis, das man zur aktuellen Zeit nicht mehr so oft zu sehen bekommt. Leider verändert sich der Schreibstil der Autorin in den ersten 50 Seiten und das Buch liest sich dann weniger schön.
Das Buch behandelt zwei unterschiedliche Hauptpersonen, von denen jeweils in einzelnen Kapitel berichtet wird. Oft sind es für mich zu viele Worte mit zu wenig Inhalt.

Das Buch enthält einige schöne Zitate und Weisheiten, über die es sich lohnt nachzudenken. Leider kommen einzelnen Sätze mehrmals mit fast gleichem Wortlaut vor.


An sich eine schöne Idee, die in meinen Augen nicht gut umgesetzt wurde.

Bewertung vom 31.07.2018
Das Haus der Mädchen
Winkelmann, Andreas

Das Haus der Mädchen


ausgezeichnet

Obwohl ich ein großer Thriller-Fan bin, war mir Winkelmann bisher nicht bekannt. Wem das auch so geht, sollte das schleunigst ändern.
'Das Haus der Mädchen' ist ein packender Thriller, der den Leser mit nach Hamburg nimmt. Dort verschwinden immer wieder Mädchen, die sich in einer Ferienwohnung eingemietet hatten auf mysteriöse Weise. Durch die Zusammenarbeit der Polizei, eines Penners und einer jungend Studentin vom Land, können erste Zusammenhänge gesehen werden...

Die Kapitel berichten jeweils von einzelnen Personen bzw. Schauplätzen und sind so aneinandergereiht, dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen. Der Spannungsaufbau gelingt dem Autor binnen weniger Seiten.

Insgesamt ein toller Buch, vor allem für den Sommer! Um den Spannungsfaktor zu steigern sollte das Buch in einem airbnb gelesen werden!