Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Mine_B


Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 10.05.2018
Der Glanz der Dunkelheit / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.4
Pearson, Mary E.

Der Glanz der Dunkelheit / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.4


sehr gut

„Der Glanz der Dunkelheit“ von der Autorin Mary E. Pearson ist der Abschlussband der Reihe Die Chroniken der Verbliebenen. In Deutschland wurde der finale Abschluss leider gesplittet, sodass die Reihe aus vier Bänden besteht. Leider ergibt diese Splittung für mich leider keinen Sinn, stört sie doch den Lesefluss. Dennoch würde ich dringend empfehlen, dass man die vorherigen Bände gelesen hat.

Auch in diesem Teil der Reihe hat mir der Schreibstil von Mary E. Pearson wieder sehr gefallen. Er ist bildhaft und detailreich. Die Autorin schafft es gekonnt, eine ganz bestimmte Atmosphäre aufzubauen und diese dann auch zu nutzen. Wie sie die Leute und auch die Umgebung in Szene setzt, konnte mich erneut vom Talent der Autorin überzeugen und hat für mich einen Großteil des Buches ausgemacht. Auch im abschließenden Buch der Reihe werden wieder Perspektivenwechsel eingesetzt, sodass man die Geschichte aus den einzelnen Protagonisten erfährt. Dadurch wird die Spannung gesteigert und man bekommt einen vielseitigeren Einblick in die Handlung, auch kann man dadurch die einzelnen Charaktere besser verstehen. Der Wechsel wurde gekonnt eingesetzt und hat mir auch hier wieder recht gut gefallen. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass dieses Werk im Vergleich zu seinen Vorgängern temporeicher ist. Ist in den bisherigen Büchern die Handlung teilweise auf der Stelle getreten, so wird diese hier vorangetrieben – permanent geschehen neue Dinge und Wege werden aufgezeigt. Die Protagonisten handeln aktiver und bringen somit das Geschehen in Gang. Auch der temporeiche Showdown hat mir recht gut gefallen, auch wenn dieser teilweise etwas gehetzt wirkte. Dies kann aber auch mit der Splittung im deutschen Zusammenhängen.
Der vierte Teil schließt nahtlos an das bisherige Geschehen an, Rückblenden sucht man hier vergebens. Man wird sofort in das Geschehen geworfen und ist mittendrin. Dies hat mir gefallen. Überzeugen konnte mich auch die Weiterführung von Gaudrels Vermächtnis. Endlich bekommt man als Leser einen detaillierter Einblick in diese Erzählungen und ein Bezug zu der Haupthandlung wird auch aufgebaut und in diese sogar mit eingeflochten. Dies hat mich positiv überrascht und konnte mich vom Erzähltalent der Autorin überzeugen. Wirkten diese Einwürfe im ersten Band noch recht zusammenhangslos, wurden diese endlich gekonnt in die Haupthandlung mit eingebunden. Gut gefallen hat mir auch, dass sowohl Pauline als auch Kaden etwas mehr Raum bekommen haben. Man erfährt mehr über ihre Sichtweise und ihre Geschichte.- Besonders die Beleuchtung von Kadens Kindheit konnte mich überzeugen. Die Entwicklung von Lia fand ich ebenfalls gelungen. Hat sie mich in den bisherigen Teilen der Reihe doch mal mehr mal weniger genervt, so hat sich dies im finalen Werk doch endlich geändert. Sie wirkte auf mich reifer und hat auch endlich selber gehandelt und ist für die Folgen dieser auch eingetreten. Sie wirkte bedachter und hat auch öfters mal über die Folgen ihrer Handlungen nachgedacht. Gespannt habe ich ihre Entwicklung mit verfolgt und auch hier haben mir ihre Andachten mit am besten gefallen.
Das Ende empfand ich als gelungen, auch wenn es mich nicht vollständig überzeugen konnte. Es passte nicht ganz zu dem Bild, welches ich von dieser Welt bisher gewonnen habe. Aber dies ist Geschmackssache.
Manchmal hätte ich mir ein paar mehr Ausführungen

Bewertung vom 22.04.2018
Auf ewig mein / Time School Bd.2
Völler, Eva

Auf ewig mein / Time School Bd.2


gut

Die Autorin Eva Völler hat mit dem Jugendbuch „Auf ewig mein“ den zweiten Band ihrer Spin- Off- Reihe Time School veröffentlicht. Darin wird die Geschichte von Anna und Sebastiano weitergeführt. Ich würde empfehlen, dass man zumindest „Auf ewig dein“ vorher gelesen hat, damit man die Inhalte besser nachvollziehen kann.

Auch bei der Weiterführung der Time- School- Reihe konnte mich der Schreibstil von Eva Völler überzeugen. Dier ist leicht gehalten und angenehm zu lesen. Durch den bildhaften und einfachen Schreibstil fliegen die Seiten des Buches nur so dahin und man kann in die Geschichte versinken. Auch gelingt es der Autorin gekonnt, gelungene Ortsbeschreibungen in die Handlung mit einfließen zu lassen und somit ein Bild vor dem geistigen Auge der Leser zu erzeugen. Auch die Beschreibungen der damaligen Reisegewohnheiten fand ich ansprechend und konnten mich überzeugen. Der zweite Band ist temporeicher gestaltet als der Vorgänger. In Anlehnung an den Roman von Jules Verne steht eine Weltreise im 19. Jahrhundert bevor – in 80 Tagen soll die Welt bereist werden. Dabei müssten Rätsel gelöst werden und Abenteuer bestanden werden. Viele schwierige und auch gefährliche Situationen müssen von der Reisegruppe gemeistert werden. Einige unerwartete Wendungen werden hierbei eingebaut, andere empfand ich als nicht ganz so unerwartet.
Gut gefallen haben mir auch hier wieder Ole und Fatima. Die beiden machen einen Großteil des Charmes des Buches aus. Es ist immer wieder witzig zu lesen, wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich gegenseitig umkreisen. Ihre Dialoge sind lebendig und humorvoll und machen für mich einen wesentlichen Bestandteil des Buches aus, auch wenn die beiden teilweise etwas klischeebehaftet sind: die orientalische Schönheit, die jeden Mann um den Finger wickeln kann und der kraftstrotzende Wikinger, der alle Probleme nur mit Gewalt lösen möchte.
Auch in diesem Teil wird hauptsächlich aus der Sicht von Anna erzählt. Dadurch bekommt man als Leser einen guten Einblick in das aktuelle Geschehen der Gruppe. Ein kurzer Abschnitt aus dem Tagebuch von Walter wird auch beigefügt, in dem spätere Konsequenzen angedeutet werden.
Für mich war ein großer Kritikpunkt die Protagonistin Anna. Bereits in „Auf ewig dein“ ist mir ihre Art nicht auf positive Weise aufgefallen. Und auch in diesem Buch hat sich dies leider nicht geändert. Sie ist recht weinerlich, naiv und unbeholfen. Eigentlich ist sie permanent auf fremde Hilfe angewiesen und durch unbedachte Handlungen bringt sie die Weiterführung der Reise mehrmals in Gefahr, wobei sie weiß, was auf dem Spiel steht. Leider hat mich ihre Art im Verlaufe des Buches immer mehr genervt. Über das gesamte Buch konnte ich keine Bindung zu Anna aufbauen, im Gegenteil, ich war froh, wenn der Fokus der Geschichte auf einer anderen Person lag. Dies hat dazu geführt, dass ich mehrmals während des Lesens auf Grund ihrer persönlichen Art und Weise die Augen verdreht habe – ich war einfach nur noch von Anna genervt und konnte es verstehen, wenn ihre Schüler sie nicht als Respektperson akzeptiert haben.
Etwas schade fand ich auch, dass die Lösungen der Rätsel, welche während der Weltreise absolviert werden mussten, teilweise etwas unspektakulär waren. Manchmal hat ein Fremder diese gelöst, ohne dass die Gruppe wirklich etwas tun musste. Das wirkte auf mich zu passiv – hier hätte man mehr aus der Geschichte machen können.

Insgesamt hat Eva Völler mit „Auf ewig mein – Time School 2“ eine nette Fortsetzung der Reihe geschrieben, welche leicht und angenehm zu lesen ist. Dies ist ein kurzweiliges Abenteuer für Zwischendurch. Leider konnte mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen und besonders die Protagonistin Anna konnte mich nicht überzeugen. Auch auf Grund anderer Kritikpunkte möchte ich 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 28.03.2018
Vom Eis berührt / Fire & Frost Bd.1
Blake, Elly

Vom Eis berührt / Fire & Frost Bd.1


sehr gut

Die Autorin Elly Blake hat mit dem Fantasy- Buch „Fire&Frost – Vom Eis berührt“ den Auftakt einer geplanten Trilogie geschrieben. In dieser Reihe steht das Fireblood- Mädchen Ruby im Vordergrund, ihre Entwicklung und ihre Geschichte werden erzählt.

Der Auftakt der Reihe hat mir gut gefallen, bereits der Klappentext hat mein Interesse geweckt und daher war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Es konnte mich in seinen Bann ziehen, jedoch wurden meine Erwartungen nicht hundertprozentig erfüllt.
Elly Blake hat einen angenehmen und bildhaften Schreibstil. Gekonnt beschreibt sie diverse Situationen oder auch Umgebungen, sodass ich komplett in eine fantastische und mir fremde Welt eintauchen konnte. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und zusammen mit Ruby habe ich ihre Gabe besser kennengelernt. Die Welt, welche die Autorin geschaffen hat, hat mir gefallen. Das Magiesystem fand ich ansprechend, auch wenn man nicht allzu viel über dieses erfährt. Die Welt im Allgemeinen ist vielseitig, Andeutungen über dessen Vergangenheit und dessen Folgen für die Gegenwart werden gemacht. Auch Legenden über alte Götter werden nicht nur am Lagerfeuer erzählt, welche mich sehr neugierig gemacht haben. Ich hoffe, dass sie noch eine wesentliche Rolle spielen werden. Auf jeden Fall ist Potential vorhanden, wobei ich hoffe, dass dieses im Verlauf der Reihe noch weiter ausgeschöpft wird. Etwas schade fand ich, dass in dem Buch keine Karte vorhanden ist. So hätte man den Weg von Ruby besser nachverfolgen können. Blake baut im Verlauf der Geschichte einige für mich unerwartete Wendungen ein. Manche Handlungsverläufe hätte ich so nicht vorhersehen können. Sie haben mich positiv überrascht. Schade fand ich jedoch, dass diverse Andeutungen gemacht werden, welches Geheimnis Arcus verbirgt. Daher war dieses am Ende dann nicht mehr ganz so überraschend. Aber darüber kann ich getrost hinwegsehen.
In „Fire&Frost – Vom Eis berührt“ sind Ruby und Arcus die Protagonisten. Ruby ist ein Mädchen, welches über die Gabe des Feuers herrscht. Sie muss ihre Gabe heimlich üben, denn Firebloods werden in diesem Reich gejagt, ein Frostkönig sitzt auf dem Thron. Daher beherrscht sie ihre Gabe nicht wirklich. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie von königlichen Soldaten aufgegriffen wird. Ruby hat ihr Herz am richtigen Fleck und kämpft für Menschen, die ihr wichtig sind. Sie ist definitiv nicht perfekt und muss erst im Verlauf des Buches lernen, wie sie mit ihrer Gabe über das Feuer umgeht, wie sie sie einsetzt und kontrolliert. Manchmal ist sie etwas nervig, sodass man sie am liebsten schütteln möchte, doch diese Momente sind zum Glück nicht überwiegend. Ihre Entwicklung habe ich mit Interesse verfolgt. Arcus ist der männliche Gegenpart. Er gibt sich geheimnisvoll und hat eine harte Schale. Im Verlauf des Buches taut er etwas auf und man lernt ihn besser kennen. Auch dieser Charakter konnte mich überzeugen. Natürlich bahnt sich hier eine Liebesbeziehung an, welche jedoch nicht zu viel Raum einnimmt und sich gut in die Handlung einbindet, ohne in den Vordergrund gerückt zu werden. Einige interessante Nebencharaktere werden eingeführt, welche jedoch meist recht blass bleiben. Dies fand ich etwas schade, das Potential mancher Nebencharaktere wurde hier nicht genutzt. Der Fokus liegt eindeutig auf den beiden Protagonisten und dessen Entwicklung.
Am Ende bleiben ein paar Fragen unbeantwortet, welche die Vorfreude auf die weiteren Teile dieser Reihe steigern. Jedoch gibt es keinen großen Cliffhanger, sodass das Ende recht abgerundet wirkt.

Insgesamt hat Elly Blake mit „Fire&Frost – Vom Eis berührt“ einen gelungen Reihenauftakt geschrieben. Das Rad wird zwar nicht neu erfunden, aber die Umsetzung hat mir gut gefallen. Meiner Meinung nach wurde jedoch nicht das vollständige Potential ausgeschöpft, sodass ich 4 Sterne vergeben möchte.

Bewertung vom 19.03.2018
Cold Princess / Die Patin Bd.1
Sangue, Vanessa

Cold Princess / Die Patin Bd.1


gut

Die Autorin Vanessa Sangue hat mit „Cold Princess“ den Auftakt der Cosa- Nostra- Reihe geschrieben. In dieser wird die mit der italienischen Mafia in Verbindung stehende Geschichte von Saphira und Madox erzählt.

Zuerst möchte ich den Schreibstil der Autorin loben. Dieses Buch hat sich flüssig und angenehm lesen lassen, man konnte in eine andere Welt eintauchen und das alltägliche Leben dabei wunderbar vergessen. Auch die Warnung zu Beginn des Buches empfinde ich als sinnvoll. In dieser wird davor gewarnt, dass explizite Szenen, welche teilweise auch etwas brutaler wären, in „Cold Princess“ enthalten sind und dieses Buch somit nichts für sanfte Gemüter ist. Sangue schafft es, das Buch auf vielseitige Art und Weise spannend zu halten, dabei wird das Spannungsbogen permanent hoch gehalten und als Leser kommt man kaum zum durchatmen. Viele fesselnde Szenen reihen sich aneinander, ohne hierbei jedoch zu konstruiert zu wirken. Bloß am Ende ist mir ein recht großer Zufall etwas zu viel gewesen, aber da kann ich guten Gewissens drüber hinwegsehen. Als Leser klebt man quasi an den Seiten und möchte einfach wissen, wie die Geschichte mit Saphira und auch Madox weitergeht. Durch den gekonnten Perspektivenwechsel wird noch zusätzliche Spannung aufgebaut, welche die Autorin zu nutzen weiß. Auch bekommt man dadurch einen vielseitigeren Einblick in die Gedanken und Beweggründe der jeweils handelnden Personen. Besonders bei den beiden Protagonisten empfand ich dies als hilfreich und gut umgesetzt.
Gut gefallen hat mir auch der Mafia- Aspekt, welcher dieses Werk thematisiert. Sowohl Madox, als auch Saphira bewegen sich in diesen Kreisen und sind auch voll in der Mafia integriert. Man bekommt als Leser einige interessante Einblicke, zum Bespiel in ein Aufnahmeritual, welche mir sehr gefallen haben. Auch haben sie dem Buch ein bisschen Tiefe gegeben und haben es dadurch für mich interessant gemacht. Hierbei sollte man auch bedenken, dass die Mafia kein Kreis für Zartbesaitete ist und ein paar gewalttätige Szenen werden in die Geschichte mit eingeflochten.
Die Protagonisten sind in diesem Buch Saphira und Madox. Saphira ist der weibliche Part und das Oberhaupt ihrer famiglia, dem Clan der De Angelis. Sie musste frühzeitig tiefe Verluste hinstecken, bei einem Autounfall hat sie ihre Familie verlieren und musste dieses tragische Ereignis ebenfalls miterleben. Daher lässt sie niemanden mehr an sich ran und zeigt sich der Außenwelt als das kalte und strenge Oberhaupt einer Mafiafamilie. Ihre Perspektive hat mir gut gefallen und besonders die sanften Momente konnten mich von ihrer Person überzeugen. Aber auch die Momente, in denen sie sich stark zeigt, haben mir gefallen. Durch ihren Erzählstrang konnte man sich gut in die Protagonistin hineinversetzen und konnte ihre Gedanken und Probleme somit gut nachvollziehen. Madox ist der männliche Gegenpart, er ist ein Auftragskiller und ein Soldato in Saphiras Clan. Auch er hat eine raue Schale und ein gut verborgendes Geheimnis. Besonders zu Beginn hatte ich meine Probleme mit Madox, ich bin mit ihm einfach nicht warm geworden. Auch im späteren Verlauf des Buches ist er mir nicht vollständig sympathisch geworden.
Ein weiterer negativer Punkt für mich persönlich: der Schwerpunkt des Buches. Ich bin wohl leider mit falschen Hoffnungen an dieses Buch gegangen. Ich dachte, es wäre ein Mafia- Thr

Bewertung vom 14.03.2018
Erbin des Lichts / Silberschwingen Bd.1
Bold, Emily

Erbin des Lichts / Silberschwingen Bd.1


gut

Die Autorin Emily Bold hat mit „Erbin des Lichts“ einen Reihenauftakt geschrieben, welche die Geschichte von Thorn erzählt.

Dies war mein erstes Buch aus der Feder der Autorin und ich war schon sehr auf dieses Werk gespannt, hatte ich doch schon viel Gutes darüber gehört.
Der Schreibstil von Bold ist angenehm und jugendlich, dadurch hat sich „Erbin des Lichts“ flüssig lesen lassen. Dieses Buch wird auf verschiedenen Perspektiven erzählt. Hierdurch bekommt man einen vielseitiger Einblick in das Geschehen und auch in die Gedankengänge und Handlungen der Protagonisten. Besonders die Protagonistin wird näher beleuchtet – der Leser bekommt einen guten Einblick in ihre Gedanken und kann sie dadurch besser verstehen. Die Umsetzung hat mir hier recht gut gefallen – die Einblicke von Thorn konnten mich zwar nicht immer überzeugen, doch dadurch konnte ich manche Handlungen einfach besser nachvollziehen. Ich finde, dass die Handlung teilweise etwas dahin plätschert. Leider konnte die Autorin meiner Meinung nach nicht immer die Spannung aufrecht erhalten, manche Stellen empfand ich als unnötig lang gezogen. Andere Szenen dagegen waren sehr spannend und auch durch den Perspektivenwechsel konnte oftmals zusätzliche Spannung erzeugt werden.
Dieses Romantasy- Werk hat eigentlich zwei Protagonisten. Auf der einen Seite ist da Thon. Sie ist ein Mädchen im Teenageralter, wirkt auf mich jedoch recht sympathisch. Sie ist eine Kämpferin, was nicht nur bei ihren sportlichen Aktivitäten erkennbar ist. Sie setzt sich für die Menschen ein, welche ihr wichtig sind. Kurz vor ihrem 16. Geburtstag ändert sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen. Sie erfährt, dass sie ein Halbwesen ist und somit zum Teil auch eine Silberschwinge. Thorn hadert nicht lange mit sich und ergibt sich recht schnell ihrem Schicksal. Allgemein fand ich sie für ein Mädchen im besten pubertären Alter doch etwas zu rational und reif. Gut fand ich jedoch, dass der Leser zusammen mit Thorn die Welt der Silberschwingen kennen lernt- mit all ihren Vorteilen aber auch Verpflichtungen. So langsam lernt man diese Welt besser kennen und muss erkennen, dass diese recht geheimnisvoll und nicht immer einfach ist.
Auf der anderen Seite ist da der männliche Protagonist Lucien. Sein Vater ist das Oberhaupt der Silberschwingen. Er befolgt häufig die Anweisungen seines Vaters und hat nicht nur angenehme Wesenszüge. Lucien wirkt recht düster und soll wohl die Position des Bad Boys einnehmen. Mir persönlich war Lucien unsympathisch. Ich bin mit seiner Art, wie er manchmal etwas denkt und genau das Gegenteil tut, einfach nicht warm geworden.
Auch die Verbindung zwischen Lucien und Thorn ist in meinen Augen leider nicht nachvollziehbar. Ich fand sie unglaubwürdig. Ständig wird betont, dass Lucien ein Monster ist, dennoch schwärmt Thorn ständig für ihn. Besonders in der zweiten Hälfte des Buches waren mir diese Schwärmereien einfach zu viel. Auch als Teenager sollte man in solch einer Situation nicht nur an die tollen Muskeln denken, besonders da sie vorher doch recht rational beschrieben wurde. Und auch Lucien entwickelt Gefühle für Thorn, mag ihre zerbrechliche Art aber auch ihre innere Stärke. Ich konnte die Verbindung zwischen den beiden leider nicht nachvollziehen. Dies hat für mich einen großen Kritikpunkt ausgemacht.
„Erbin des Lichts“ endet mit einem bösen Cliffhanger, welcher die Neugier auf die Fortführung des Geschehens steigert. Obwohl

Bewertung vom 23.02.2018
Sie riechen dich / Pheromon Bd.1
Wekwerth, Rainer; Thariot

Sie riechen dich / Pheromon Bd.1


gut

Das Jugendbuch „Pheromon“ ist das gemeinschaftliche Projekt von den Autoren Rainer Wekwerth und Thariot. Auch ist dieses Werk der Auftakt einer geplanten Trilogie.

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil es auch aus der Feder von Rainer Wekwerth stammt. Seine Labyrinth- Trilogie hatte mir damals sehr gut gefallen, sodass ich neugierig auf dieses Werk wurde. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Das besondere ist jedoch, dass hier zwei Autoren ein gemeinschaftliches Werk geschaffen haben, wobei jeder einen Erzählstrang übernommen hat. Unterschiede bei den Perspektiven in Bezug auf den Schreibstil sind bemerkbar, aber ein großer Bruch ist nicht erkennbar. Die Erzählart ist recht knapp gehalten. Mir persönlich fehlten manchmal ein paar erklärende oder umschreibende Worte. Manche Szenen werden recht knapp abgehandelt. Dies hatte meine Meinung zu Folge, dass dem Buch stellenweise etwas Tiefe gefehlt hat. Ich hätte mir ein paar Informationen mehr gewünscht, viele Szenen wurden nur angerissen und weiter vorangetrieben.
„Pheromon“ wird aus zwei Perspektiven erzählt, hierbei spielt einer im Jahre 2018 und der andere 2118. Der Strang in der Gegenwart handelt hauptsächlich von Jugendlichen, der Beginn der Geschichte wird erzählt und man bekommt einen Einblick, wie alles begonnen hat. Bei der Geschichte in der Zukunft sind die Protagonisten Erwachsene. Aber auch eine junge Frau, die gerade erst lernt, ihr Leben in die Hand zu nehmen, spielt eine wesentliche Rolle. Hier erfährt man, welche Folgen dies in einhundert Jahren hat und wie die Zivilisation damit umgeht. Der Strang in der Gegenwart ist geprägt durch eine Jugendsprache, welche ich nicht immer angenehm fand. Leider empfand ich die Erzählperspektive in der Zukunft etwas blass, so viele Erneuerungen scheint es nicht zu geben. Allein der technische Fortschritt wird angerissen, wobei dies keine neuen Ideen sind.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als relativ zäh. Die Protagonisten und deren alltägliches Leben werden vorgestellt. Lange hatte ich das Gefühl, dass man in die Handlung eingeführt wird, viel Spannung konnte leider nicht aufgebaut werden. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt und nicht wesentlich vorangetrieben wurde bzw. sich im Kreis dreht. Mir persönlich hat es zu lange gedauert, bis es wirklich spannend wird. Hier hätte man bestimmt ein paar Kürzungen vornehmen können. Auch bin ich mit der Auflösung nicht warm geworden. Die Erklärung für all diese beschriebenen Vorgänge war mir persönlich etwas zu abgedreht und ist in eine Richtung gegangen, mit der ich zwar nicht gerechnet hätte, die mich aber leider auch nicht überzeugen konnte. Gut gefallen hat mir die Grundidee schon, aber manchmal hätte ich mir noch ein paar erklärende Worte mehr gewünscht. Allein die Tatsache, warum Jake plötzlich diese neuen Fähigkeiten hat, wurde viel zu knapp angerissen. Hier hat man Potential verschenkt.
Die beiden Protagonisten wirkten auf mich relativ sympathisch. Besonders Travis, der Protagonist aus der Zukunft, hat sein Päckchen zu tragen und leidet unter den Folgen se

Bewertung vom 28.01.2018
Ungekrönt / Die Legende der vier Königreiche Bd.1
Tintera, Amy

Ungekrönt / Die Legende der vier Königreiche Bd.1


sehr gut

Die Autorin Amy Tintera hat mit ihrem Fantasy- Buch „Ungekrönt – Die Legende der vier Königreiche“ den Auftakt zu einer geplanten Trilogie veröffentlicht.

Amy Tintera hat einen leichten und einfachen Schreibstil, der dazu geführt hat, dass ich dieses Buch als flüssig und angenehm zu lesen empfand. Auch hat mir der Humor der Autorin sehr gefallen. Ihr gelingt es gekonnt, die Situation an gewollten Stellen komisch erscheinen zu lassen. Auch in den Dialogen wird dieser Humor gekonnt eingebaut, ohne dabei überladen zu wirken. Die Geschichte ist abwechslungsreich gehalten. Viele sehr unterschiedliche Situationen werden im Verlauf der Handlung eingebaut, die eine gewisse Vielseitigkeit erzeugen. Einige spannende Wendungen werden eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte. Auch wird meiner Meinung nach der Spannungsbogen permanent aufrechterhalten. Und dies auf sehr vielseitige Art und Weise, sodass ich gebannt an den Seiten hing. Teilweise ist dieses Fantasywerk recht brutal und auch blutig gehalten. Einige Kampf- oder auch Folterszenen werden eingebaut. Diese werden teilweise detailiert erzählt, sodass man sich diese sehr gut vorstellen kann. Für schwache Gemüter ist dies eventuell zu viel. Da die einzelnen Länder jedoch im Krieg liegen, empfand ich diese brutale Darstellung jedoch sehr authentisch und hatte mit der Erzählweise dieser gewaltbereiten Szenen keine Probleme, da sie zum Inhalt des Buches gepasst haben.
„Ungekrönt“ wird aus der Sicht der beiden Protagonisten Em und Cas erzählt. Dadurch bekommt der Leser einen besseren Einblick in dessen Gedanken, welches ich als sehr angenehm empfunden habe. Auch fand ich es gut umgesetzt, dass man in beide Protagonisten einen tieferen Einblick bekommen hat. Em ist eine junge und starke Protagonistin. Sie ist mutig und klug und trägt eine schwere Last auf ihren Schultern. Ihre Art hat mir sehr gut gefallen und sie war mir direkt sympathisch. Cas ist eher ein naiver Prinz, der bisher wenig hinterfragt hat oder sich auch nicht für das Geschehen und das Regieren interessiert hat. Dies fand ich etwas schade. Dafür hat es mir großen Spaß gemacht, seine Entwicklung mitzuverfolgen. Wobei ich mir gewünscht hätte. Dass er manchmal etwas weniger naiv gelebt hätte. Gut gefallen hat mir auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Cas und Em. Sie wirkte auf mich authentisch und ich konnte sie nachvollziehen. Auch hat sie sich gut in den Verlauf der Handlung eingefügt, ohne allzu aufdringlich zu wirken. Die Nebencharaktere haben mir ebenfalls gut gefallen. Hier sind tolle Ansätze gemacht wurden, jedoch sind sie noch ausbaufähig. Teilweise wirkten sie auf mich etwas blass. Besonders die beiden engsten Verbündeten von Cas und Em hätten so viel Potential gehabt, welches meiner Meinung nach nicht ausgenutzt wurde.
Das Ende von „Ungekrönt“ konnte mich ebenfalls überzeugen - ein fulminantes Finale mit einem bösen Cliffhanger. Die Vorfreude auf den zweiten Band wurde bei mir auf jeden Fall geweckt.
Auch die Welt, die hier erschaffen wurde, konnte mich überzeugen. Jedoch ist dies zeitgleich auch ein großer Kritikpunkt dieses Werkes. Denn auf die Hintergründe der einzelnen Länder und auch Zivilisationen wird eigentlich gar nicht eingegangen. Dieses Buch hat so viel Potential, dennoch wird dieser wesentliche Faktor einfach ignoriert. Zu gerne hätte ich mehr über die Fähigkeiten oder auch die Geschichte der Ruined gehört. Doch leider sucht man dies

Bewertung vom 26.01.2018
Die neun Prinzen von Amber / Die Chroniken von Amber Bd.1
Zelazny, Roger

Die neun Prinzen von Amber / Die Chroniken von Amber Bd.1


gut

Der Fantasyroman „Die neun Prinzen von Amber“, geschrieben vom Autor Roger Zelazny, ist eine Neuauflage, wobei dieser Band bereits 1970 erschienen ist. Dieses Buch ist der erste Band von einem Zyklus mit dem Titel „Die Chroniken von Amber“.

Ich war schon sehr auf die Neuauflage von diesem Klassiker der fantastischen Literatur gewesen. Doch leider konnte mich dieses Werk nicht richtig überzeugen.
Der Schreibstil von Zelazny ist meiner Meinung nach gewöhnungsbedürftig. Wenn man eher Literatur aus unserer Zeit liest, merkt man sehr, dass sich die Erzählweise stark entwickelt und auch geändert hat. Zelazny schreibt sehr geradlinig. Wer hier Beschreibungen oder detailierte Erklärungen und Erläuterungen sucht, der sucht hier leider vergebens. Auch Ausführungen zu Emotionen haben mir gefehlt und haben dieses Buch recht trocken werden lassen. Ich hatte das Gefühl, dass man eher einen Reisebericht liest, in dem der Protagonist – mal allein und mal in einer Gruppe – von einem Ereignis zum nächsten rennt. Sobald er dieses erreicht hat, wird ohne Umschweife das nächste anvisiert. Dies hat dafür geführt, dass ich „Die neun Prinzen von Amber“ als schleppend empfunden habe. Oftmals musste ich mich dazu zwingen, dieses Buch weiter zu lesen. Auch den Einstieg in das Buch empfand ich als zäh. An sich ist es clever angelegt: Der Protagonist Corwin hatte einen Unfall und kann sich an nichts mehr erinnern. Zusammen mit Corwin muss der Leser diese fremde Welt enträtseln und entdeckt dabei immer neue Umstände und Möglichkeiten. Dennoch muss man sich erst einmal in dieser Welt zurechtfinden und die Einführung in die familiären Umstände wird unter Zuhilfenahme eines Kartenspiels abgehandelt.
Der Protagonist Corwin ist recht sympathisch und besticht durch seine bedachte Art im Vergleich zu seinen vielen Geschwistern. Dennoch ist er bereit, für die Übernahme des Throns in Amber, über Leichen zu gehen. Dabei verbündet er sich mit diversen Geschwistern und bestreitet mit ihnen Abenteuer. Die Beziehungen untereinander sind jedoch nicht immer nachvollziehbar. Erst bekämpfen sie sich bis aufs Blut, um sich dann ein paar Seiten später miteinander zu verbünden und zusammen in die Schlacht zu ziehen. Auch wird nicht viel auf die Vergangenheit der jeweiligen Charaktere eingegangen, sodass sowohl die Nebencharaktere als auch der Protagonist recht blass erscheinen.
Gut gefallen hat mir der Verlauf der Geschichte an sich. Dieser ist interessant und komplex gestaltet. Zelazny baut hierbei vielseitige Ansätze ein und besticht durch seinen Ideenreichtum. Auch die erschaffene Welt ist komplex angesetzt worden, wobei ich mir hierbei jedoch noch ein paar mehr Einblicke und auch Erklärungen gewünscht hätte.

Insgesamt konnte mich der Reihenauftakt „Die neun Prinzen von Amber“ von Roger Zelazny nicht vollständig überzeugen. Leider konnte ich mich mit dem Schreibstil des Autors nicht anfreunden, sodass mich dieses Fantasybuch einfach nicht packen konnte. Daher kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 22.01.2018
Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1
Raabe, Marc

Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1


sehr gut

Der neue Thriller von Marc Raabe mit dem Titel „Schlüssel 17“ ist ein Reihenauftakt, welcher sich um den Ermittler vom LKA namens Tom Babylon dreht. Da dies sein erster Fall ist, kann man dieses Buch ohne Vorkenntnisse lesen.

Ich habe bereits „Heimweh“ von Marc Raabe gelesen und war daher sehr auf sein neustes Werk gespannt, da mich „Heimweh“ nicht vollständig in seinen Bann ziehen konnte. Meiner Meinung nach ist „Schlüssel 17“ deutlich besser und hat mich einfach mehr gepackt.
Der Schreibstil von Raabe ist wieder sehr angenehm und hat dazu geführt, dass ich das Buch flüssig lesen konnte. Auch schafft es der Autor gekonnt, Schauplätze zu beschreiben, sodass man sich diese gut vorstellen kann. Raabe hat einen fesselnden Stil. Ich habe quasi an den Seiten gehangen und wollte einfach wissen, wie diese Geschichte weitergeht, wie alles miteinander verknüpft ist. Gekonnt wird Spannung aufgebaut und dies auf vielseitige Art und Weise. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man als Leser einen vielseitigen Einblick in das Geschehen erlangt. Auch fragt man sich ständig, wie diese wohl miteinander verknüpft sind – was die Verbindung zwischen diesen Personen ist. Auch die Vergangenheit von Tom wird beleuchtet. Man bekommt einen Einblick in einen ganz speziellen Moment in seiner Kindheit und wie dieser sein Leben beeinflusst hat. All die Erzählperspektiven fand ich interessant und waren au f vielseitige Art spannend und konnten mich fesseln.
Das Ermittlungsteam fand ich sehr sympathisch. Zum einen ist dies Tom Babylon, welcher beim LKA in Berlin arbeitet. Er hält sich nicht immer an die Regeln und wird von der Suche nach seiner verschwundenen Schwester Viola getrieben. Dieses eine ganz besondere Erlebnis in seiner Kindheit verfolgt ihn quasi und hat zum Verschwinden seiner Schwester geführt. Er gibt die Suche nach ihr nicht auf. Auch sein Leben in der Vergangenheit ist nicht immer einfach. Als eine Leichte im Berliner Dom mit einem ganz speziellen Schlüssel um den Hals gefunden wird, erhofft er sich, dass die Ursachen für das Verschwinden von Viola endlich geklärt werden. An seiner Seite ist Sita Johanns, welche als psychologische Beratung hinzugezogen wurde. Auch sie hatte es in der Vergangenheit nicht immer leicht und musste einen schweren Schicksalsschlag erleiden. Zu Beginn müssen sich die beiden erst zusammenraufen und ein Vertrauen aufbauen, was ich vollkommen normal fand. Im Verlauf der Geschichte entwickeln sich die beiden zu einem wirklich guten und interessanten Ermittlerteam. Gerne habe ich über die beiden und ihre Ermittlungsarbeiten gelesen. Da Sita Psychologin ist, hätte ich mir jedoch mehr Einblicke in die Psyche des Täters gewünscht. Dies ist meiner Meinung nach, etwas zu kurz gekommen.
„Schlüssel 17“ behandelt einen wirklich spannenden Fall und oftmals wird die Frage aufgeworfen, welche Rolle der Schlüssel in all dem spielt. Dabei gerät man immer mehr in einen Strudel der Ereignisse und ständig werden neue Fragen aufgewirbelt. Neue Erkenntnisse werden gewonnen und andere Vermutungen werden über Bord geworfen. Man rätselt als Leser mit und Seite für Seite erhält man neue Erkenntnisse und versucht, die Zusammenhänge zu erkennen. Dieses Miträtseln hat mir sehr viel Spaß gemacht und niemals wäre ich zu Beginn des Buches auf solch ein Ergebnis gekommen.
Auch das Finale ist spannend geschrieben und die Aufklärung hat mir gut gefallen. Ein paar Fragen

Bewertung vom 22.01.2018
Tochter des dunklen Waldes
Seck, Katharina

Tochter des dunklen Waldes


sehr gut

Das Fantasy- Buch „Tochter des dunklen Waldes“ stammt aus der Feder von Katharina Seck. Bisher ist es ein eigenständiges Werk. Dies war das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Ich war schon sehr auf dieses gespannt, jedoch konnte es mich leider nicht vollständig überzeugen.


Die Autorin Katharina Seck hat einen sehr angenehmen und bildgewaltigen Schreibstil. Sie schafft es gekonnt, eine packende Atmosphäre zu erschaffen und dabei Bilder entstehen zu lassen, sodass ich als Leser das Gefühl hatte, selber im Dunkelwald zu stehen und zusammen mit Lilah Abenteuer zu bestreiten. Auch das ganze Setting hat mir sehr gut gefallen und konnte mich vom Talent der Autorin überzeugen. Es wirkte auf mich stimmig und hat für mich den wesentlichen Reiz des Buches ausgemacht. Auch das Magiesystem fand ich ansprechend und hatte meine Neugier geweckt. Die Verbundenheit zur Natur und im Speziellen zu den Bäumen fand ich ansprechend und wurde auch gekonnt in die Geschichte eingebaut. Diese ganz besondere Bindung, welche einen wesentlichen Bestandteil der Magie ausmacht, habe ich so bisher noch nicht gelesen. Ich fand es sehr faszinierend und Seck konnte mich mit dieser tollen Idee faszinieren. Diverse Andeutungen auf die Funktionsweise des Magiesystems habe ich ebenfalls sehr genossen. Im Allgemeinen hat mir die Verbundenheit zur Natur sehr gut gefallen. Diese ist quasi greifbar und ist ein wesentlicher Bestandteil der Atmosphäre des Buches. Auch ist sie wichtig für die Geschichte und spielt eine besondere Rolle im Verlaufe des Buches. Mir hat es gut gefallen, dass dies ein wesentlicher Aspekt der Geschichte war.
Leider fand ich den Anfang des Buches etwas holprig. Ich bin nicht gut in das Buch hereingekommen und habe doch ein paar mehr Seiten benötigt, um wirklich in dem Buch anzukommen. Ich hatte leichte Startschwierigkeiten und musste mich zu Beginn teilweise dazu zwingen, dieses Fantasybuch weiter zu lesen. Doch nach diesem holprigen Beginn hat sich dies dann zum Glück gelegt und ich konnte das Buch genießen. Jedoch ist „Tochter des dunklen Waldes“ teilweise etwas zäh und plätschert eher dahin. Nicht immer kann der Spannungsbogen aufrechterhalten werden. Es ist ein ruhiges Buch, welches nicht immer ein Pageturner ist. Man muss diese ruhige Art mögen. Leider konnte mich persönlich nicht immer überzeugen. Manchmal hätte ich mir ein paar Kürzungen gewünscht oder mehr Action.
„Tochter des dunklen Waldes“ wird hauptsächlich aus der Perspektive von der Protagonistin Lilah erzählt. Nur zu Beginn eines Kapitels werden ein paar kursive Sätze eingebaut, welche nicht aus der Sicht von Lilah sind. Dennoch bekommt man einen guten Einblick in die Geschichte und kann dadurch besser die Gedankenwelt von Lilah nachvollziehen. Lilah ist ein junges Mädchen, welches in einem Dorf nahe dem sagenumwobenen Dunkelwald wohnt. Dort fühlt sie sich jedoch nicht verstanden und nicht ganz heimisch. Schnell wird klar, dass Lilah auch nicht in dieses kleine Dorf gehört und sie muss sich mit ihrem neuen Schicksal leben. Sie hadert mit ihrem Schicksal – ist hin- und hergerissen und ergibt sich diesem nicht so einfach. Das hat mir gut gefallen, dass sie ihr neues Leben nicht einfach mit einem Schulterzucken akzeptiert hat. Auch versucht sie, ihren Freunden und ihrer Familie zu helfen. Sie ist verständnisvoll und von freundlichem Wesen. Dennoch konnte ich leider keinen wirkli