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Benutzername: Mine_B


Bewertungen

Insgesamt 29 Bewertungen
Bewertung vom 23.07.2018
Gabriel
Bergmann, Kaja

Gabriel


weniger gut

Die junge Autorin Kaja Bergmann hat mit dem Jugenbuch „Gabriel – Duell der Engel“ ein Werk erschaffen, welches inhaltlich betrachtet mehr ist, als man zunächst vielleicht vermuten würde.

„Gabriel – Duell der Engel“ war mein erstes Buch aus der Feder von Kaja Bergmann. Leider konnte mich ihr Jugendbuch nicht überzeugen, welches unterschiedliche Gründe hat.
Zuerst war der Erzählstil recht gewöhnungsbedürftig. Auf den ersten Seiten dachte ich noch, dass ich mich im Verlauf des Buches daran gewöhnen würde. Doch leider war dies nicht so. Auf mich wirkte der Stil noch recht unreif und teilweise auch unausgeglichen. Ich empfand ihn als flapsig und teilweise zu gewollt jugendlich. Mit fortschreitender Seitenzahl hat mich dieser Erzählstil immer mehr genervt und ich war froh, dass dieses Buch nur einen geringen Umfang vorzuweisen hat.
Auch empfand ich das Buch nicht wirklich als spannend. Es konnte mich einfach nicht fesseln. Auf den ersten Seiten passiert inhaltlich nicht viel. Gabriel kommt mit Sonja zusammen und die beiden genießen ihre gemeinsame Zeit. Dazwischen wird kurz thematisiert, dass Gabriel entdeckt, dass er ein Engel ist. Auch wird angerissen, wie er die daraus resultierenden Vorteile genießt und abends seine Flugrunden dreht. Erst als ein neuer Schulkamerad namens Seraphin die Bühne betritt wird ein gewisses Konfliktpotential aufgebaut. Aber dies empfand ich als recht vorhersehbar, meist war schon vorher klar, wie die Geschichte weitergeführt wird. Daher konnte mich auch diese mögliche Spannungsquelle nicht wirklich an die Seiten fesseln.
Schade fand ich auch, dass das Potential dieser Geschichte nicht genutzt wird. Vieles wird nur oberflächlich behandelt. Diverse Gedankengänge oder auch Handlungsstränge werden kurz angerissen. Nur um kurz darauf die Handlung weitervoranzutreiben. Etwas mehr Tiefe habe ich hier leider vergeblich gesucht. Erst am Ende konnte dies besser umgesetzt werden. Die Grundidee ist wirklich nicht schlecht. Doch leider ist dessen Umsetzung mangelhaft, das Potential wurde meiner Meinung nach nicht genutzt. Auch hatte ich etwas vollkommen anderes erwartet. Der Titel weckt meiner Meinung nach falsche Hoffnungen. Werden diese dann nicht erfüllt, ist man vielleicht von diesem Buch enttäuscht.
Auch muss ich leider sagen, dass mir der Protagonist über das Buch hinweg nicht ans Herz gewachsen ist. Ich konnte leider keine Bindung zu ihm aufbauen, er wirkte auf mich einfach zu unreif und auch naiv und irgendwie ist der Funke einfach nicht übergesprungen.
Das Ende empfand ich als positiv, obwohl ich irgendwie etwas anderes erwartet hätte. Es lässt den Inhalt noch einmal in einem anderen Licht erscheinen. Rückblickend verändert es inhaltlich einiges, sodass man dieses Buch nochmal in Bezug auf den Inhalt überdenkt. Auch lässt es das Buch nochmal nachklingen. Dennoch konnte es meine Meinung zu diesem Buch nicht im Wesentlichen ändern.

Allgemein konnte mich Kaja Bergmann mit „Gabriel – Duell der Engel“ nicht überzeugen. Ich hatte einfach etwas total anderes erwartet und hatte mir auch mehr davon erhofft. Ich war froh, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Auch das positivere Ende konnte meine eher negative Meinung zu diesem Werk nicht signifikant verbessern. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.

Bewertung vom 09.07.2018
Tod und tiefer Fall
Haller, Elias

Tod und tiefer Fall


sehr gut

Der Autor Elias Haller hat mit dem Thriller „Tod und tiefer Fall“ den Auftakt seiner Reihe rund um den Ermittler Erik Donner geschrieben. Weitere Werke mit Erik Donner in der zentralen Rolle sind bereits veröffentlicht wurden.

Ich habe schon viel Positives über die Bücher von Elias Haller gehört und daher waren meine Erwartungen an diese Reihe auch recht hoch. Gespannt war ich auf den ersten Band dieser Reihe und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Haller ist sehr angenehm. Auch gestaltet er diesen Thriller ziemlich temporeich. Kurze Kapitel erhöhen zusätzlich noch das Tempo und die Spannung, welche konsequent hoch gehalten wird. Eine spannende und actionreiche Jagd wird aufgebaut und erreicht am Ende ihren Höhepunkt. Die Seiten fliegen nur so dahin. Weder Leser noch der Protagonist bekommt eine große Verschnaufpause. Permanent werden neue Wendungen oder Erkenntnisse eingebaut, einen Stillstand gibt es nicht. Auch schafft es der Autor, dass man als Leser seine eigenen Vermutungen anstellt, was hinter all dem stecken könnte. Man entwickelt eigene Theorien und verwirft diese wieder. Gut gefallen hat mir auch, dass Rückblenden eingebaut werden. Diese sind relevant für die Gegenwart. Immer mehr erkennt man, welchen Einfluss das damalige Geschehen auf die aktuellen Ereignisse hat. Wie Puzzlestücke setzen sich diese langsam aber stetig zusammen, sodass am Ende ein stimmiges Bild entsteht. Dadurch lernt man den Ermittler Erik Donner auch besser kennen. Man erfährt, welch tragisches Schicksal er erleiden musste und welches ihn geprägt hat. Donner musste in der Vergangenheit einiges erleben. Seine Frau ist verschwunden, ohne dass es eine Erklärung dafür gibt. Auch seine Tochter ist verstorben. Sie wurde von seinem ehemaligen Partner Jeff Balthasar ermordet. Dies hat ihn gezeichnet. Donner ist kantig, ein typischer Eigenbrötler, der von seinen Mitmenschen am liebsten in Ruhe gelassen werden möchte. Er ist nicht wirklich freundlich zu seinem Umfeld. Dennoch hat er sein Herz am richtigen Fleck und muss erkennen, dass ihm an gewissen Menschen doch noch etwas liegt, dass es Menschen gibt, die ihm wichtig sind. Zu Beginn hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Ermittler. Ich musste mich erst an seine ruppige Art gewöhnen. Ganz sympathisch ist er mir bis zum Ende zwar auch noch nicht geworden, aber unsympathisch ist er mir eigentlich auch nicht.
Am Anfang des Buches musste ich mich erst einmal in dieses herein finden. Es wurden Andeutungen bezüglich Donners Vergangenheit gemacht, auch in Verbindung mit seinem ehemaligen Partner. Oftmals hatte ich daher das Gefühl, dass ich etwas Wichtiges überlesen hätte. Aber dies legt sich mit der Zeit und ich habe mich immer besser in die bestehende Situation einfinden können.
Positiv möchte ich auch die Auflösung erwähnen. Diese konnte mich überraschen. Bis zum Ende habe ich über die genauen Zusammenhänge gerätselt. Auch hat es mir gefallen, dass der Fall abgeschlossen wurde und keine wichtigen Fragen offen geblieben sind.

Insgesamt konnte mich Elias Haller mit seinem Thriller „Tod und tiefer Fall“ von seinem Erzähltalent überzeugen. Gerne würde ich mehr über Erik Donner lesen. Für dieses Buch möchte ich 4 Sterne vergeben.

Bewertung vom 01.07.2018
Die Rebellinnen / Iron Flowers Bd.1
Banghart, Tracy

Die Rebellinnen / Iron Flowers Bd.1


sehr gut

Das fantastische Jugendbuch „Iron Flowers – Die Rebellinnen“ aus der Feder von Tracy Banghart ist ein Reihenauftakt, welcher bereits existierende Elemente aus recht bekannten Büchern dieses Genres aufgreift und dennoch eine ganz eigene Geschichte daraus macht.
Nachdem ich den Reihenauftakt gelesen habe, kann ich diese Menge an positivem Feedback nicht ganz nachvollziehen. Es lässt sich ganz gut lesen, aber vollkommen begeistert bin ich leider nicht von diesem Buch.
Der Schreibstil von Tracy Banghart ist recht einfach und leicht gehalten. Dadurch lässt sich das Buch flüssig lesen, teilweise fliegen die Seiten nur so dahin. Interessant fand ich auch die Welt, welche die Autorin geschaffen hat. Frauen werden unterdrückt und Bildung wird ihnen eigentlich untersagt. Sie dienen als günstige Arbeitskraft oder auch als hübsches Anschauungsobjekt für den Regenten und dessen reichere Gesellschaft. Nicht wirklich eine neue Erfindung, über solch eine Welt zu schreiben, aber trotzdem wurde mein Interesse geweckt und gerne wollte ich lesen, was Banghart aus dieser Idee macht. Auch der Titel „Die Rebellinnen“ hat mein Interesse geweckt und so war ich recht gespannt auf die Geschichte. Leider wurde meiner Meinung nach das Potential nicht vollständig ausgeschöpft. Allein die gezeichnete Welt erscheint noch recht blass. Erste Andeutungen werden gemacht, man bekommt als Leser auch ein bisschen was über die Vergangenheit dieser Welt erzählt. Aber dies sind wirklich nur kleine Häppchen, welche ködern sollen. Man erfährt recht wenig über diese erfundene Welt. Ich hoffe, dass im Verlauf der Reihe noch intensiver darüber berichtet wird.
Der Perspektivenwechsel wird gut eingesetzt, die Spannung wird dadurch gesteigert. „Iron Flowers“ wird abwechselnd aus der Sicht der beiden sehr unterschiedlichen Schwestern erzählt. Auch wird eine geschickt eingesetzte Wendung zu Beginn des Buches eingebaut, welche ich so nicht erwartet hätte. Dadurch kommt zusätzliche Spannung auf und im späteren Verlauf des Buches müssen die beiden Schwestern alleine – ohne die bekannte Unterstützung der anderen – überleben. Sie werden aus ihrem bekannten Umfeld gerissen und somit auch aus ihrem gewohnten Leben – müssen sich neuen Aufgaben stellen und an diesen wachsen. Die unterschiedlichen Ansichten und Herangehensweisen wurden gut herausgearbeitet. Mir hat es gefallen, dass die beiden so unterschiedlich sind, aber dennoch eigentlich auf die andere angewiesen sind. Erst als sie getrennt werden, müssen sie die Erfahrung machen, was es bedeutet, auf die Hilfe der Schwester verzichten zu müssen. Zu Beginn fand ich Nomi sympathischer. Sie war rebellischer veranlagt und gebrauchte ihren Kopf, hinterfragte Altbekanntes und wollte nicht alles einfach so hinnehmen. Serina widersetzte sich den Traditionen nicht, sie ging darin auf, sah vielleicht sogar einen Sinn darin. Aber in späteren Verlauf des Buches änderte sich meine Sympathie drastisch. Nomi wirkte teilweise recht naiv und unbeholfen, klammerste sich an jedem Strohhalm, was ich sehr schade fand. Sie wurde immer blasser. Und auch die Wendung in ihrer Erzählperspektive empfand ich nicht als überraschend, im Gegenteil sie war eigeigentlich recht vorhersehbar. Umso enttäuschter war ich, als Banghart mir diese Wendung als überraschend unterschmuggeln wollte. Serina dagegen macht eine tolle Wandlung durch. Ihre Charakterentwicklung fand ich richtig gut, wobei ich mich dann schon fragte, in wie weit dies realistisch ist. Aber wie sie sich in die neue Umgebung einfügt und langsam die Traditionen und somit auch die Folgen durchdenkt, fand ich echt gut und auch wurden meiner Meinung nach auch ansprechend umgesetzt.
Schade fand ich auch, dass die Nebencharaktere recht blass blieben.
Insgesamt konnte mich Tracy Banghart mit ihrem Jugendbuch „Iron Flowers – Die Rebellinnen“ nicht vollständig überzeugen. Es gibt ein paar nette Ansätze, dennoch wurde recht viel Potential verschenkt. Dafür möchte ich 3,5 Sterne vergeben.

Bewertung vom 10.05.2018
Der Glanz der Dunkelheit / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.4
Pearson, Mary E.

Der Glanz der Dunkelheit / Die Chroniken der Verbliebenen Bd.4


sehr gut

„Der Glanz der Dunkelheit“ von der Autorin Mary E. Pearson ist der Abschlussband der Reihe Die Chroniken der Verbliebenen. In Deutschland wurde der finale Abschluss leider gesplittet, sodass die Reihe aus vier Bänden besteht. Leider ergibt diese Splittung für mich leider keinen Sinn, stört sie doch den Lesefluss. Dennoch würde ich dringend empfehlen, dass man die vorherigen Bände gelesen hat.

Auch in diesem Teil der Reihe hat mir der Schreibstil von Mary E. Pearson wieder sehr gefallen. Er ist bildhaft und detailreich. Die Autorin schafft es gekonnt, eine ganz bestimmte Atmosphäre aufzubauen und diese dann auch zu nutzen. Wie sie die Leute und auch die Umgebung in Szene setzt, konnte mich erneut vom Talent der Autorin überzeugen und hat für mich einen Großteil des Buches ausgemacht. Auch im abschließenden Buch der Reihe werden wieder Perspektivenwechsel eingesetzt, sodass man die Geschichte aus den einzelnen Protagonisten erfährt. Dadurch wird die Spannung gesteigert und man bekommt einen vielseitigeren Einblick in die Handlung, auch kann man dadurch die einzelnen Charaktere besser verstehen. Der Wechsel wurde gekonnt eingesetzt und hat mir auch hier wieder recht gut gefallen. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass dieses Werk im Vergleich zu seinen Vorgängern temporeicher ist. Ist in den bisherigen Büchern die Handlung teilweise auf der Stelle getreten, so wird diese hier vorangetrieben – permanent geschehen neue Dinge und Wege werden aufgezeigt. Die Protagonisten handeln aktiver und bringen somit das Geschehen in Gang. Auch der temporeiche Showdown hat mir recht gut gefallen, auch wenn dieser teilweise etwas gehetzt wirkte. Dies kann aber auch mit der Splittung im deutschen Zusammenhängen.
Der vierte Teil schließt nahtlos an das bisherige Geschehen an, Rückblenden sucht man hier vergebens. Man wird sofort in das Geschehen geworfen und ist mittendrin. Dies hat mir gefallen. Überzeugen konnte mich auch die Weiterführung von Gaudrels Vermächtnis. Endlich bekommt man als Leser einen detaillierter Einblick in diese Erzählungen und ein Bezug zu der Haupthandlung wird auch aufgebaut und in diese sogar mit eingeflochten. Dies hat mich positiv überrascht und konnte mich vom Erzähltalent der Autorin überzeugen. Wirkten diese Einwürfe im ersten Band noch recht zusammenhangslos, wurden diese endlich gekonnt in die Haupthandlung mit eingebunden. Gut gefallen hat mir auch, dass sowohl Pauline als auch Kaden etwas mehr Raum bekommen haben. Man erfährt mehr über ihre Sichtweise und ihre Geschichte.- Besonders die Beleuchtung von Kadens Kindheit konnte mich überzeugen. Die Entwicklung von Lia fand ich ebenfalls gelungen. Hat sie mich in den bisherigen Teilen der Reihe doch mal mehr mal weniger genervt, so hat sich dies im finalen Werk doch endlich geändert. Sie wirkte auf mich reifer und hat auch endlich selber gehandelt und ist für die Folgen dieser auch eingetreten. Sie wirkte bedachter und hat auch öfters mal über die Folgen ihrer Handlungen nachgedacht. Gespannt habe ich ihre Entwicklung mit verfolgt und auch hier haben mir ihre Andachten mit am besten gefallen.
Das Ende empfand ich als gelungen, auch wenn es mich nicht vollständig überzeugen konnte. Es passte nicht ganz zu dem Bild, welches ich von dieser Welt bisher gewonnen habe. Aber dies ist Geschmackssache.
Manchmal hätte ich mir ein paar mehr Ausführungen

Bewertung vom 22.04.2018
Auf ewig mein / Time School Bd.2
Völler, Eva

Auf ewig mein / Time School Bd.2


gut

Die Autorin Eva Völler hat mit dem Jugendbuch „Auf ewig mein“ den zweiten Band ihrer Spin- Off- Reihe Time School veröffentlicht. Darin wird die Geschichte von Anna und Sebastiano weitergeführt. Ich würde empfehlen, dass man zumindest „Auf ewig dein“ vorher gelesen hat, damit man die Inhalte besser nachvollziehen kann.

Auch bei der Weiterführung der Time- School- Reihe konnte mich der Schreibstil von Eva Völler überzeugen. Dier ist leicht gehalten und angenehm zu lesen. Durch den bildhaften und einfachen Schreibstil fliegen die Seiten des Buches nur so dahin und man kann in die Geschichte versinken. Auch gelingt es der Autorin gekonnt, gelungene Ortsbeschreibungen in die Handlung mit einfließen zu lassen und somit ein Bild vor dem geistigen Auge der Leser zu erzeugen. Auch die Beschreibungen der damaligen Reisegewohnheiten fand ich ansprechend und konnten mich überzeugen. Der zweite Band ist temporeicher gestaltet als der Vorgänger. In Anlehnung an den Roman von Jules Verne steht eine Weltreise im 19. Jahrhundert bevor – in 80 Tagen soll die Welt bereist werden. Dabei müssten Rätsel gelöst werden und Abenteuer bestanden werden. Viele schwierige und auch gefährliche Situationen müssen von der Reisegruppe gemeistert werden. Einige unerwartete Wendungen werden hierbei eingebaut, andere empfand ich als nicht ganz so unerwartet.
Gut gefallen haben mir auch hier wieder Ole und Fatima. Die beiden machen einen Großteil des Charmes des Buches aus. Es ist immer wieder witzig zu lesen, wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich gegenseitig umkreisen. Ihre Dialoge sind lebendig und humorvoll und machen für mich einen wesentlichen Bestandteil des Buches aus, auch wenn die beiden teilweise etwas klischeebehaftet sind: die orientalische Schönheit, die jeden Mann um den Finger wickeln kann und der kraftstrotzende Wikinger, der alle Probleme nur mit Gewalt lösen möchte.
Auch in diesem Teil wird hauptsächlich aus der Sicht von Anna erzählt. Dadurch bekommt man als Leser einen guten Einblick in das aktuelle Geschehen der Gruppe. Ein kurzer Abschnitt aus dem Tagebuch von Walter wird auch beigefügt, in dem spätere Konsequenzen angedeutet werden.
Für mich war ein großer Kritikpunkt die Protagonistin Anna. Bereits in „Auf ewig dein“ ist mir ihre Art nicht auf positive Weise aufgefallen. Und auch in diesem Buch hat sich dies leider nicht geändert. Sie ist recht weinerlich, naiv und unbeholfen. Eigentlich ist sie permanent auf fremde Hilfe angewiesen und durch unbedachte Handlungen bringt sie die Weiterführung der Reise mehrmals in Gefahr, wobei sie weiß, was auf dem Spiel steht. Leider hat mich ihre Art im Verlaufe des Buches immer mehr genervt. Über das gesamte Buch konnte ich keine Bindung zu Anna aufbauen, im Gegenteil, ich war froh, wenn der Fokus der Geschichte auf einer anderen Person lag. Dies hat dazu geführt, dass ich mehrmals während des Lesens auf Grund ihrer persönlichen Art und Weise die Augen verdreht habe – ich war einfach nur noch von Anna genervt und konnte es verstehen, wenn ihre Schüler sie nicht als Respektperson akzeptiert haben.
Etwas schade fand ich auch, dass die Lösungen der Rätsel, welche während der Weltreise absolviert werden mussten, teilweise etwas unspektakulär waren. Manchmal hat ein Fremder diese gelöst, ohne dass die Gruppe wirklich etwas tun musste. Das wirkte auf mich zu passiv – hier hätte man mehr aus der Geschichte machen können.

Insgesamt hat Eva Völler mit „Auf ewig mein – Time School 2“ eine nette Fortsetzung der Reihe geschrieben, welche leicht und angenehm zu lesen ist. Dies ist ein kurzweiliges Abenteuer für Zwischendurch. Leider konnte mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen und besonders die Protagonistin Anna konnte mich nicht überzeugen. Auch auf Grund anderer Kritikpunkte möchte ich 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 28.03.2018
Vom Eis berührt / Fire & Frost Bd.1
Blake, Elly

Vom Eis berührt / Fire & Frost Bd.1


sehr gut

Die Autorin Elly Blake hat mit dem Fantasy- Buch „Fire&Frost – Vom Eis berührt“ den Auftakt einer geplanten Trilogie geschrieben. In dieser Reihe steht das Fireblood- Mädchen Ruby im Vordergrund, ihre Entwicklung und ihre Geschichte werden erzählt.

Der Auftakt der Reihe hat mir gut gefallen, bereits der Klappentext hat mein Interesse geweckt und daher war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Es konnte mich in seinen Bann ziehen, jedoch wurden meine Erwartungen nicht hundertprozentig erfüllt.
Elly Blake hat einen angenehmen und bildhaften Schreibstil. Gekonnt beschreibt sie diverse Situationen oder auch Umgebungen, sodass ich komplett in eine fantastische und mir fremde Welt eintauchen konnte. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und zusammen mit Ruby habe ich ihre Gabe besser kennengelernt. Die Welt, welche die Autorin geschaffen hat, hat mir gefallen. Das Magiesystem fand ich ansprechend, auch wenn man nicht allzu viel über dieses erfährt. Die Welt im Allgemeinen ist vielseitig, Andeutungen über dessen Vergangenheit und dessen Folgen für die Gegenwart werden gemacht. Auch Legenden über alte Götter werden nicht nur am Lagerfeuer erzählt, welche mich sehr neugierig gemacht haben. Ich hoffe, dass sie noch eine wesentliche Rolle spielen werden. Auf jeden Fall ist Potential vorhanden, wobei ich hoffe, dass dieses im Verlauf der Reihe noch weiter ausgeschöpft wird. Etwas schade fand ich, dass in dem Buch keine Karte vorhanden ist. So hätte man den Weg von Ruby besser nachverfolgen können. Blake baut im Verlauf der Geschichte einige für mich unerwartete Wendungen ein. Manche Handlungsverläufe hätte ich so nicht vorhersehen können. Sie haben mich positiv überrascht. Schade fand ich jedoch, dass diverse Andeutungen gemacht werden, welches Geheimnis Arcus verbirgt. Daher war dieses am Ende dann nicht mehr ganz so überraschend. Aber darüber kann ich getrost hinwegsehen.
In „Fire&Frost – Vom Eis berührt“ sind Ruby und Arcus die Protagonisten. Ruby ist ein Mädchen, welches über die Gabe des Feuers herrscht. Sie muss ihre Gabe heimlich üben, denn Firebloods werden in diesem Reich gejagt, ein Frostkönig sitzt auf dem Thron. Daher beherrscht sie ihre Gabe nicht wirklich. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie von königlichen Soldaten aufgegriffen wird. Ruby hat ihr Herz am richtigen Fleck und kämpft für Menschen, die ihr wichtig sind. Sie ist definitiv nicht perfekt und muss erst im Verlauf des Buches lernen, wie sie mit ihrer Gabe über das Feuer umgeht, wie sie sie einsetzt und kontrolliert. Manchmal ist sie etwas nervig, sodass man sie am liebsten schütteln möchte, doch diese Momente sind zum Glück nicht überwiegend. Ihre Entwicklung habe ich mit Interesse verfolgt. Arcus ist der männliche Gegenpart. Er gibt sich geheimnisvoll und hat eine harte Schale. Im Verlauf des Buches taut er etwas auf und man lernt ihn besser kennen. Auch dieser Charakter konnte mich überzeugen. Natürlich bahnt sich hier eine Liebesbeziehung an, welche jedoch nicht zu viel Raum einnimmt und sich gut in die Handlung einbindet, ohne in den Vordergrund gerückt zu werden. Einige interessante Nebencharaktere werden eingeführt, welche jedoch meist recht blass bleiben. Dies fand ich etwas schade, das Potential mancher Nebencharaktere wurde hier nicht genutzt. Der Fokus liegt eindeutig auf den beiden Protagonisten und dessen Entwicklung.
Am Ende bleiben ein paar Fragen unbeantwortet, welche die Vorfreude auf die weiteren Teile dieser Reihe steigern. Jedoch gibt es keinen großen Cliffhanger, sodass das Ende recht abgerundet wirkt.

Insgesamt hat Elly Blake mit „Fire&Frost – Vom Eis berührt“ einen gelungen Reihenauftakt geschrieben. Das Rad wird zwar nicht neu erfunden, aber die Umsetzung hat mir gut gefallen. Meiner Meinung nach wurde jedoch nicht das vollständige Potential ausgeschöpft, sodass ich 4 Sterne vergeben möchte.

Bewertung vom 19.03.2018
Cold Princess / Die Patin Bd.1
Sangue, Vanessa

Cold Princess / Die Patin Bd.1


gut

Die Autorin Vanessa Sangue hat mit „Cold Princess“ den Auftakt der Cosa- Nostra- Reihe geschrieben. In dieser wird die mit der italienischen Mafia in Verbindung stehende Geschichte von Saphira und Madox erzählt.

Zuerst möchte ich den Schreibstil der Autorin loben. Dieses Buch hat sich flüssig und angenehm lesen lassen, man konnte in eine andere Welt eintauchen und das alltägliche Leben dabei wunderbar vergessen. Auch die Warnung zu Beginn des Buches empfinde ich als sinnvoll. In dieser wird davor gewarnt, dass explizite Szenen, welche teilweise auch etwas brutaler wären, in „Cold Princess“ enthalten sind und dieses Buch somit nichts für sanfte Gemüter ist. Sangue schafft es, das Buch auf vielseitige Art und Weise spannend zu halten, dabei wird das Spannungsbogen permanent hoch gehalten und als Leser kommt man kaum zum durchatmen. Viele fesselnde Szenen reihen sich aneinander, ohne hierbei jedoch zu konstruiert zu wirken. Bloß am Ende ist mir ein recht großer Zufall etwas zu viel gewesen, aber da kann ich guten Gewissens drüber hinwegsehen. Als Leser klebt man quasi an den Seiten und möchte einfach wissen, wie die Geschichte mit Saphira und auch Madox weitergeht. Durch den gekonnten Perspektivenwechsel wird noch zusätzliche Spannung aufgebaut, welche die Autorin zu nutzen weiß. Auch bekommt man dadurch einen vielseitigeren Einblick in die Gedanken und Beweggründe der jeweils handelnden Personen. Besonders bei den beiden Protagonisten empfand ich dies als hilfreich und gut umgesetzt.
Gut gefallen hat mir auch der Mafia- Aspekt, welcher dieses Werk thematisiert. Sowohl Madox, als auch Saphira bewegen sich in diesen Kreisen und sind auch voll in der Mafia integriert. Man bekommt als Leser einige interessante Einblicke, zum Bespiel in ein Aufnahmeritual, welche mir sehr gefallen haben. Auch haben sie dem Buch ein bisschen Tiefe gegeben und haben es dadurch für mich interessant gemacht. Hierbei sollte man auch bedenken, dass die Mafia kein Kreis für Zartbesaitete ist und ein paar gewalttätige Szenen werden in die Geschichte mit eingeflochten.
Die Protagonisten sind in diesem Buch Saphira und Madox. Saphira ist der weibliche Part und das Oberhaupt ihrer famiglia, dem Clan der De Angelis. Sie musste frühzeitig tiefe Verluste hinstecken, bei einem Autounfall hat sie ihre Familie verlieren und musste dieses tragische Ereignis ebenfalls miterleben. Daher lässt sie niemanden mehr an sich ran und zeigt sich der Außenwelt als das kalte und strenge Oberhaupt einer Mafiafamilie. Ihre Perspektive hat mir gut gefallen und besonders die sanften Momente konnten mich von ihrer Person überzeugen. Aber auch die Momente, in denen sie sich stark zeigt, haben mir gefallen. Durch ihren Erzählstrang konnte man sich gut in die Protagonistin hineinversetzen und konnte ihre Gedanken und Probleme somit gut nachvollziehen. Madox ist der männliche Gegenpart, er ist ein Auftragskiller und ein Soldato in Saphiras Clan. Auch er hat eine raue Schale und ein gut verborgendes Geheimnis. Besonders zu Beginn hatte ich meine Probleme mit Madox, ich bin mit ihm einfach nicht warm geworden. Auch im späteren Verlauf des Buches ist er mir nicht vollständig sympathisch geworden.
Ein weiterer negativer Punkt für mich persönlich: der Schwerpunkt des Buches. Ich bin wohl leider mit falschen Hoffnungen an dieses Buch gegangen. Ich dachte, es wäre ein Mafia- Thr

Bewertung vom 14.03.2018
Erbin des Lichts / Silberschwingen Bd.1
Bold, Emily

Erbin des Lichts / Silberschwingen Bd.1


gut

Die Autorin Emily Bold hat mit „Erbin des Lichts“ einen Reihenauftakt geschrieben, welche die Geschichte von Thorn erzählt.

Dies war mein erstes Buch aus der Feder der Autorin und ich war schon sehr auf dieses Werk gespannt, hatte ich doch schon viel Gutes darüber gehört.
Der Schreibstil von Bold ist angenehm und jugendlich, dadurch hat sich „Erbin des Lichts“ flüssig lesen lassen. Dieses Buch wird auf verschiedenen Perspektiven erzählt. Hierdurch bekommt man einen vielseitiger Einblick in das Geschehen und auch in die Gedankengänge und Handlungen der Protagonisten. Besonders die Protagonistin wird näher beleuchtet – der Leser bekommt einen guten Einblick in ihre Gedanken und kann sie dadurch besser verstehen. Die Umsetzung hat mir hier recht gut gefallen – die Einblicke von Thorn konnten mich zwar nicht immer überzeugen, doch dadurch konnte ich manche Handlungen einfach besser nachvollziehen. Ich finde, dass die Handlung teilweise etwas dahin plätschert. Leider konnte die Autorin meiner Meinung nach nicht immer die Spannung aufrecht erhalten, manche Stellen empfand ich als unnötig lang gezogen. Andere Szenen dagegen waren sehr spannend und auch durch den Perspektivenwechsel konnte oftmals zusätzliche Spannung erzeugt werden.
Dieses Romantasy- Werk hat eigentlich zwei Protagonisten. Auf der einen Seite ist da Thon. Sie ist ein Mädchen im Teenageralter, wirkt auf mich jedoch recht sympathisch. Sie ist eine Kämpferin, was nicht nur bei ihren sportlichen Aktivitäten erkennbar ist. Sie setzt sich für die Menschen ein, welche ihr wichtig sind. Kurz vor ihrem 16. Geburtstag ändert sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen. Sie erfährt, dass sie ein Halbwesen ist und somit zum Teil auch eine Silberschwinge. Thorn hadert nicht lange mit sich und ergibt sich recht schnell ihrem Schicksal. Allgemein fand ich sie für ein Mädchen im besten pubertären Alter doch etwas zu rational und reif. Gut fand ich jedoch, dass der Leser zusammen mit Thorn die Welt der Silberschwingen kennen lernt- mit all ihren Vorteilen aber auch Verpflichtungen. So langsam lernt man diese Welt besser kennen und muss erkennen, dass diese recht geheimnisvoll und nicht immer einfach ist.
Auf der anderen Seite ist da der männliche Protagonist Lucien. Sein Vater ist das Oberhaupt der Silberschwingen. Er befolgt häufig die Anweisungen seines Vaters und hat nicht nur angenehme Wesenszüge. Lucien wirkt recht düster und soll wohl die Position des Bad Boys einnehmen. Mir persönlich war Lucien unsympathisch. Ich bin mit seiner Art, wie er manchmal etwas denkt und genau das Gegenteil tut, einfach nicht warm geworden.
Auch die Verbindung zwischen Lucien und Thorn ist in meinen Augen leider nicht nachvollziehbar. Ich fand sie unglaubwürdig. Ständig wird betont, dass Lucien ein Monster ist, dennoch schwärmt Thorn ständig für ihn. Besonders in der zweiten Hälfte des Buches waren mir diese Schwärmereien einfach zu viel. Auch als Teenager sollte man in solch einer Situation nicht nur an die tollen Muskeln denken, besonders da sie vorher doch recht rational beschrieben wurde. Und auch Lucien entwickelt Gefühle für Thorn, mag ihre zerbrechliche Art aber auch ihre innere Stärke. Ich konnte die Verbindung zwischen den beiden leider nicht nachvollziehen. Dies hat für mich einen großen Kritikpunkt ausgemacht.
„Erbin des Lichts“ endet mit einem bösen Cliffhanger, welcher die Neugier auf die Fortführung des Geschehens steigert. Obwohl

Bewertung vom 23.02.2018
Sie riechen dich / Pheromon Bd.1
Wekwerth, Rainer; Thariot

Sie riechen dich / Pheromon Bd.1


gut

Das Jugendbuch „Pheromon“ ist das gemeinschaftliche Projekt von den Autoren Rainer Wekwerth und Thariot. Auch ist dieses Werk der Auftakt einer geplanten Trilogie.

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil es auch aus der Feder von Rainer Wekwerth stammt. Seine Labyrinth- Trilogie hatte mir damals sehr gut gefallen, sodass ich neugierig auf dieses Werk wurde. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Das besondere ist jedoch, dass hier zwei Autoren ein gemeinschaftliches Werk geschaffen haben, wobei jeder einen Erzählstrang übernommen hat. Unterschiede bei den Perspektiven in Bezug auf den Schreibstil sind bemerkbar, aber ein großer Bruch ist nicht erkennbar. Die Erzählart ist recht knapp gehalten. Mir persönlich fehlten manchmal ein paar erklärende oder umschreibende Worte. Manche Szenen werden recht knapp abgehandelt. Dies hatte meine Meinung zu Folge, dass dem Buch stellenweise etwas Tiefe gefehlt hat. Ich hätte mir ein paar Informationen mehr gewünscht, viele Szenen wurden nur angerissen und weiter vorangetrieben.
„Pheromon“ wird aus zwei Perspektiven erzählt, hierbei spielt einer im Jahre 2018 und der andere 2118. Der Strang in der Gegenwart handelt hauptsächlich von Jugendlichen, der Beginn der Geschichte wird erzählt und man bekommt einen Einblick, wie alles begonnen hat. Bei der Geschichte in der Zukunft sind die Protagonisten Erwachsene. Aber auch eine junge Frau, die gerade erst lernt, ihr Leben in die Hand zu nehmen, spielt eine wesentliche Rolle. Hier erfährt man, welche Folgen dies in einhundert Jahren hat und wie die Zivilisation damit umgeht. Der Strang in der Gegenwart ist geprägt durch eine Jugendsprache, welche ich nicht immer angenehm fand. Leider empfand ich die Erzählperspektive in der Zukunft etwas blass, so viele Erneuerungen scheint es nicht zu geben. Allein der technische Fortschritt wird angerissen, wobei dies keine neuen Ideen sind.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als relativ zäh. Die Protagonisten und deren alltägliches Leben werden vorgestellt. Lange hatte ich das Gefühl, dass man in die Handlung eingeführt wird, viel Spannung konnte leider nicht aufgebaut werden. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt und nicht wesentlich vorangetrieben wurde bzw. sich im Kreis dreht. Mir persönlich hat es zu lange gedauert, bis es wirklich spannend wird. Hier hätte man bestimmt ein paar Kürzungen vornehmen können. Auch bin ich mit der Auflösung nicht warm geworden. Die Erklärung für all diese beschriebenen Vorgänge war mir persönlich etwas zu abgedreht und ist in eine Richtung gegangen, mit der ich zwar nicht gerechnet hätte, die mich aber leider auch nicht überzeugen konnte. Gut gefallen hat mir die Grundidee schon, aber manchmal hätte ich mir noch ein paar erklärende Worte mehr gewünscht. Allein die Tatsache, warum Jake plötzlich diese neuen Fähigkeiten hat, wurde viel zu knapp angerissen. Hier hat man Potential verschenkt.
Die beiden Protagonisten wirkten auf mich relativ sympathisch. Besonders Travis, der Protagonist aus der Zukunft, hat sein Päckchen zu tragen und leidet unter den Folgen se

Bewertung vom 28.01.2018
Ungekrönt / Die Legende der vier Königreiche Bd.1
Tintera, Amy

Ungekrönt / Die Legende der vier Königreiche Bd.1


sehr gut

Die Autorin Amy Tintera hat mit ihrem Fantasy- Buch „Ungekrönt – Die Legende der vier Königreiche“ den Auftakt zu einer geplanten Trilogie veröffentlicht.

Amy Tintera hat einen leichten und einfachen Schreibstil, der dazu geführt hat, dass ich dieses Buch als flüssig und angenehm zu lesen empfand. Auch hat mir der Humor der Autorin sehr gefallen. Ihr gelingt es gekonnt, die Situation an gewollten Stellen komisch erscheinen zu lassen. Auch in den Dialogen wird dieser Humor gekonnt eingebaut, ohne dabei überladen zu wirken. Die Geschichte ist abwechslungsreich gehalten. Viele sehr unterschiedliche Situationen werden im Verlauf der Handlung eingebaut, die eine gewisse Vielseitigkeit erzeugen. Einige spannende Wendungen werden eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte. Auch wird meiner Meinung nach der Spannungsbogen permanent aufrechterhalten. Und dies auf sehr vielseitige Art und Weise, sodass ich gebannt an den Seiten hing. Teilweise ist dieses Fantasywerk recht brutal und auch blutig gehalten. Einige Kampf- oder auch Folterszenen werden eingebaut. Diese werden teilweise detailiert erzählt, sodass man sich diese sehr gut vorstellen kann. Für schwache Gemüter ist dies eventuell zu viel. Da die einzelnen Länder jedoch im Krieg liegen, empfand ich diese brutale Darstellung jedoch sehr authentisch und hatte mit der Erzählweise dieser gewaltbereiten Szenen keine Probleme, da sie zum Inhalt des Buches gepasst haben.
„Ungekrönt“ wird aus der Sicht der beiden Protagonisten Em und Cas erzählt. Dadurch bekommt der Leser einen besseren Einblick in dessen Gedanken, welches ich als sehr angenehm empfunden habe. Auch fand ich es gut umgesetzt, dass man in beide Protagonisten einen tieferen Einblick bekommen hat. Em ist eine junge und starke Protagonistin. Sie ist mutig und klug und trägt eine schwere Last auf ihren Schultern. Ihre Art hat mir sehr gut gefallen und sie war mir direkt sympathisch. Cas ist eher ein naiver Prinz, der bisher wenig hinterfragt hat oder sich auch nicht für das Geschehen und das Regieren interessiert hat. Dies fand ich etwas schade. Dafür hat es mir großen Spaß gemacht, seine Entwicklung mitzuverfolgen. Wobei ich mir gewünscht hätte. Dass er manchmal etwas weniger naiv gelebt hätte. Gut gefallen hat mir auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Cas und Em. Sie wirkte auf mich authentisch und ich konnte sie nachvollziehen. Auch hat sie sich gut in den Verlauf der Handlung eingefügt, ohne allzu aufdringlich zu wirken. Die Nebencharaktere haben mir ebenfalls gut gefallen. Hier sind tolle Ansätze gemacht wurden, jedoch sind sie noch ausbaufähig. Teilweise wirkten sie auf mich etwas blass. Besonders die beiden engsten Verbündeten von Cas und Em hätten so viel Potential gehabt, welches meiner Meinung nach nicht ausgenutzt wurde.
Das Ende von „Ungekrönt“ konnte mich ebenfalls überzeugen - ein fulminantes Finale mit einem bösen Cliffhanger. Die Vorfreude auf den zweiten Band wurde bei mir auf jeden Fall geweckt.
Auch die Welt, die hier erschaffen wurde, konnte mich überzeugen. Jedoch ist dies zeitgleich auch ein großer Kritikpunkt dieses Werkes. Denn auf die Hintergründe der einzelnen Länder und auch Zivilisationen wird eigentlich gar nicht eingegangen. Dieses Buch hat so viel Potential, dennoch wird dieser wesentliche Faktor einfach ignoriert. Zu gerne hätte ich mehr über die Fähigkeiten oder auch die Geschichte der Ruined gehört. Doch leider sucht man dies