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Benutzername: Bücherschicksal
Wohnort: Idar-Oberstein
Über mich:
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 97 Bewertungen
Bewertung vom 13.06.2021
Finsternis im Wunderland / Die Dunklen Chroniken Bd.1
Henry, Christina

Finsternis im Wunderland / Die Dunklen Chroniken Bd.1


sehr gut

Meinung:

„Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland“ ist eine Alice-Adaption der etwas anderen Art und beginnt im Irrenhaus. Kein Ort in dem man sich plötzlich wieder finden möchte und schon gar nicht, wenn man nicht mehr weiß wie man dort gelandet ist wie Alice. Nur ein Mann mit Kaninchenohren ist ihr in Erinnerung geblieben. Offensichtlich aber nicht in guter. Mehr als nur eine Gefahr scheint sich in ihrem Umfeld zu befinden, und auf der Jagd nach ihren Erinnerungen und dem Kaninchen werden ihre Albträume nur weiter geschürt.

Diese Erzählung war durchaus brutal, und eine Triggerwarnung hätte hier nicht schaden können. Unter anderem, weil ein Thema immer wieder aufflammt, mit dem wohl etliche weibliche Personen in jener Welt zu kämpfen haben. Auch wurden andere Themen, die eine Triggerwarnung einfach benötigen, immer wieder einmal Raum gegeben. Kein leichtes Buch also.

Alice hat sich zu Beginn sehr von Hatcher führen lassen und wirkte nach Jahren des Irrenhauses unsicher. Ihr Charakter ist geprägt von Liebe, Verlust und tiefem Schmerz. Ihre innere eigene Stärke scheint sie noch nicht gefunden zu haben. Viel zu lange waren ihr Herz, Augen und Ohren vor der wirklichen harten Welt der Altstadt geschützt und verschlossen gewesen.

Ihr Begleiter Hatcher ist nicht gerade zum Anfang und auch später nicht wirklich der Mann, dem man gerne sein Leben bedingungslos in die Hände gegeben würde. Gequält von klaren Momenten und purem Irrsinn wirkt er eher wie eine tickende Zeitbombe, wenn auch er einen weichen Kern nach und nach aufzuweisen hat.

Hier wird eine Klassengesellschaft von zwei Schichten deutlich und prallt durch Alice und Hatcher aufeinander. Die betuchte Oberschicht der neuen Stadt und die arme Unterschicht der alten Stadt. Ansichten vermischen sich und Alice muss erkennen, dass es viele Monster in ihrer heilen rosa Welt außerhalb der neuen Stadt gibt, die nur auf sie gelauert zu haben scheinen.

Der Schreibstil war flüssig und angenehm. Die drückende sowie stickige Stimmung der alten Stadt und auch der harte und brutale Alltag der Bewohner der alten Stadt wurde durch den detaillierten Schreibstil nur allzu deutlich.

Fazit:

Eine Geschichte im Blutrausch, bei der mir aber die Spannung an manchen Stellen verloren ging. Für mich gab es trotz der Schrecken, die man vor Augen geführt bekommen hat zu wenig Widerstand. Einige Male war es für meinen Geschmack auch einfach zu leicht gelöst. Alices Gedankengänge und auch die erzeugte Neugierde beim Leser ihre Erinnerungen aufzufrischen empfand ich dagegen als aufregend und spornte mich an weiterzulesen. Die magischen Aspekte der Geschichte fand ich toll. Ein Cliffhanger hätte allerdings für mehr Spannung bzgl. Band 2 sorgen können. Der fehlte mir leider auch. Eine Triggerwarnung für diese Geschichte wäre für mich hier eigentlich unverzichtbar gewesen; „brutal“ als Einleitung des Klappentextes reicht mir da persönlich nicht. Als vollkommen „packend“ konnte ich die Geschichte nicht empfinden, aber vielleicht schafft es ja Band 2 den fehlenden Stern einzukassieren.

Bewertung vom 26.04.2021
SUNA Volle Kanne Prinzessin
Schattenberg, Britta

SUNA Volle Kanne Prinzessin


ausgezeichnet

Meinung:

„Volle Kanne Suna Prinzessin: Kein Schloss ohne Gespenst“ lockt Kinder bereits mit einem einladenden Cover mit Glitzerelementen. Vier kurze amüsante Geschichten aus Sunas Leben erwarten die jungen Leser. Sie laden dazu ein, mit Suna und ihren Freunden zu lachen und ihren bunten, aufregenden Alltag mit ihr zu bestreiten. Langeweile kommt garantiert nicht auf!

Prinzessin Suna erzählt von Beginn an aus ihrer eigenen Sicht, und manchmal spricht sie die kleinen Leser dabei direkt an.
Außerdem zeigt uns eine Karte ganz genau wo Südspananien genau liegt. Ein Brief eröffnet die Geschichte in dem sich Suna vorstellt. Generell schreibt Suna gerne Briefe.

Suna ist 8 Jahre alt und äußerst pfiffig. Mit ihr kann man lachen und ganz sicher viel Schabernack machen.

Schnell hat man neben Suna auch ihre Freunde ins Herz geschlossen. Da ist zum Beispiel das Gespenst Schnuppi, das tatsächlich immer Schnupfen hat. Oder Freddy, der wilde Fledermops. Alle sind herzliche Charaktere mit denen Suna sicher noch jede Menge lustige Abenteuer bestreiten kann.

Was sofort positiv ins Auge springt, sind die kraftvollen, farbigen Illustrationen. Sie beflügeln die Fantasie der Kinder und geben den Charakteren neben ihren Beschreibungen ein deutliches Gesicht. Der kleinen Lesern oder Zuhörern fällt es damit noch leichter sich in Sunas bunter und turbulenter Welt zurechtzufinden.

Fazit:

Vier farbenfrohe Geschichten rund um „Volle Kanne Suna Prinzessin“ laden junge Leser in Sunas Heimat nach Südspananien ein. So ein Prinzessin-Alltag kann übrigens ganz schön spannend sein, besonders aus dem Blickwinkel von Suna! Außerdem wären da noch die bezaubernden Illustrationen. Sie regen die Fantasie der kleinsten ebenfalls an und sind auf fast jeder Seite zu finden.
Zwei leckere Rezepte locken am Ende zum Nachkochen ein und runden die Abenteuer von Suna noch einmal perfekt ab. Natürlich vermitteln die Geschichten von Suna auch wichtige Werte und Lehrreiches, z. B. wie wichtig Freundschaft ist, das Verzeihen von Fehlern, und, dass Lügen nicht toll so ist, sind nur einige davon.

Bewertung vom 26.04.2021
Deine Schutzengel - Hab keine Angst, wenn's dunkel ist
Riley, Lucinda;Whittaker, Harry

Deine Schutzengel - Hab keine Angst, wenn's dunkel ist


ausgezeichnet

Meinung:

Das Cover von „Hab keine Angst, wenn's dunkel ist“ ist total niedlich inkl. Schriftzug mit Goldprägung. Auch die Sterne haben diesen tollen Schimmer. Beim Aufschlagen des Buchdeckels finden die kleinen Leser schon direkt den kleinen Schutzengel zum Sammeln. Der Engel hat ebenfalls Goldprägungen und besteht aus Papier. Er hat eine Schleife zwischen den Flügeln, sodass man ihn aufhängen könnte, sollte man dies wollen. Beim Abmachen muss man nur aufpassen, dass die Seite nicht reißt, da er ziemlich fest am Papier klebt.

Zur Geschichte:

Die Geschichte erzählt von dem kleinen Ben, der von der Stadt aufs Land umgezogen ist und sich nachts im Dunkeln in der neuen Bleibe fürchtet. Der Traumengel Taluna hilft Ben ohne dass ihm das bewusst ist dabei diese Angst zu überwinden.

Lucinda Riley beschreibt das Angstgefühl das viele Kinder aber auch Erwachsene manchmal in der Nacht und in einer fremden Umgebung beschleicht, kindgerecht und nachvollziehbar.

Die Illustrationen sind flächendeckend über die Seiten verteilt. Uns gefielen die Zeichnungen sehr.

Fazit:

„Hab keine Angst, wenn’s dunkel ist“ von Lucinda Riley und Harry Whittaker hilft den Kleinsten etwas ihre Furcht vor der Nacht und den mit einhergehenden Geräuschen entgegenzutreten und ihren inneren Mut zu finden. Wer hätte nicht gerne einen Traumengel der des Nachts am Fenster sitzt und etwas Hilfe schickt.

Bewertung vom 27.02.2021
Luna und das fliegende Pferd
Kiel, Anja

Luna und das fliegende Pferd


ausgezeichnet

Meinung:

„Luna und das fliegende Pferd“ von Anja Kiel ist eine bezaubernde Erstleser-Geschichte. In dieser erlebt Luna mit ihrem Bruder ein nächtliches kurzes Abenteuer. Schließlich versucht man nicht täglich einem fliegenden Spielzeug-Pferd zu helfen, in den Märchenwald zu gelangen.

Die Illustrationen sind farbig und bedecken jede Seite. Die Schrift des Textes ist klar, groß und deutlich. Durch die relativ kurzen Sätze ist es für Erstleser etwas einfacher am Ball zu bleiben.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, für jedes gelesene Kapitel, einen Sticker als Erfolgserlebnis einzukleben.

Am Ende gibt es verschiedene lehrreiche Rätsel. Unter anderem wird das Verständnis der Geschichte durch spezifische Fragen noch einmal abgerufen.

Fazit:

Bei „Luna und das fliegende Pferd" handelte es sich für uns um unseren ersten Leseraben. Wir mochten die klare, große Schrift und die verständlich wie einfach gehaltenen Sätze. Die Geschichte selbst, und auch die Illustrationen, begeisterten ebenfalls. Besonders toll empfanden wir auch die Sticker und die Rätsel am Ende des Buches, die z. B. die Merkfähigkeit des Kindes am Ende fördern können.

Bewertung vom 27.02.2021
Flüsterwald - Der verschollene Professor (Flüsterwald, Bd. 2)
Suchanek, Andreas

Flüsterwald - Der verschollene Professor (Flüsterwald, Bd. 2)


ausgezeichnet

Meinung:

Voller Begeisterung bin ich dem chaotischen Trupp von Lukas ein weiteres Mal in den „Flüsterwald: Der verschollene Professor“ von Andreas Suchanek gefolgt.

Wer hätte vermutet, was mich dort erwarten würde?
Ein mittlerer Band, der nur so vor Spannung und fesselnden Abenteuern trotzt. Erwartet hatte ich einen entspannenden zweiten Band. Bekommen habe ich eine mitreißende Geschichte, die mich mit Spannung und Humor durch die Seiten trug. Ranis ganz eigenes Kapitel stachen für mich dabei besonders hervor. Ich hoffe auch in Band 3 werden einige Kapitel aus Ranis Sicht mit einfließen.

Lukas wird in diesem Band noch mutiger und risikiert mehr als einmal sein Leben. Mit Ella hat er eine weitere Freundin gewonnen, auf die er zählen kann. Alle ergänzen sich perfekt und unterstützen sich gegenseitig. Mein Lieblingscharakter bleibt Rani. Ich mag seine „ schräge Selbstüberschätzungen-Art“ und seine verdrehte Sichtweise einfach zu sehr. Er bringt mehr als nur ein Quäntchen Humor in diese Geschichte hinein.

In diesem Band warteten einige gruselige und halsbrecherische Szenen auf und lassen den Leser keine Pause einnehmen. Etliche Fragen ergeben sich nach Ende dieses Bandes, während die Leser sich nach diesem Band eine kurze Erholung gönnen. Andreas Suchanek schreibt einfach fantastisch und lässt die Magie des Flüsterwaldes und seine Gefahren aufbegehren.

Fazit :

Auch Band 2 der Flüsterwald Reihe weiß zu bezaubern. Langweile sucht man hier vergebens. Stattdessen nimmt das Abenteuer gehörig an Tempo auf. Die Blinzelbahn wird kaum dem Tempo gerecht, nur als Vergleich für all jene die Band 1 bereits gelesen haben. Gruseligen Momenten ebenso wie solche bei denen junge wie ältere Leser gespannt den Atem anhalten werden, müssen sich Lukas und seine Freunde stellen. Dennoch gelingt es Andreas Suchanek auch hier humorvolle Szenen einzubringen. Definitiv kann ich ebenso für Band 2 wieder eine absolute Leseempfehlung für junge mutige Leser, die tapfer genug sind auch in purer Gefahr, Lukas und seinen Freunden beizustehen aussprechen. Nervenkitzel ist garantiert! Bist du bereit dich größten Gefahren und magischen Wesen zu stellen?

Bewertung vom 31.01.2021
Das Abenteuer beginnt / Flüsterwald Bd.1
Suchanek, Andreas

Das Abenteuer beginnt / Flüsterwald Bd.1


ausgezeichnet

Meinung:

Lukas zieht um in ein „ Rosamunde-Pilcher-Dorf “, so scheint es in „Flüsterwald - Das Abenteuer beginnt“ von Andreas Suchanek. Kein spektakulärer neuer Heimatort, wie es im ersten Augenblick wirkt. Doch so ein unscheinbares Dörfchen entwickelt dann doch seine ganz eigenen Reize, nachdem Lukas nach und nach hinter sein Geheimnis zukommen scheint. Wir wissen aber alle, dort, wo ein Geheimnis ist, ist Gefahr nicht weit entfernt.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie wirkten herzlich,- allen voran Lukas. Er ist lesebegeistert und hat ein gutes Herz. Seine Schwester nennt er liebevoll „Schwestermonster“. Geheimnisse kann Lukas gut für sich behalten - bis jetzt.

Felicitas bringt Lukas Leben gehörig aus dem Ruder. Nicht jeder Zauber gelingt ihr. Eine 50/50 Chance, wenn es also hart auf hart kommt. Sie ist einsam auf dem Internat und hält sich nicht wirklich mit Regeln auf, zumindest gibt es im Band 1 den Anschein. Ich würde sie als wagemutig bezeichnen, aber sind das nicht alle Gefährten von Lukas?

Rani gefiel mir durch seine Art mindestens genauso gut. – Okay, und aufgrund der Gemeinsamkeit: Schokolade. Mit Felicitas und Rani hat Lukas ganz besonders Chaoserprobte Freunde gefunden.

Punchy muss sich für meinen Geschmack noch etwas entfalten.

Ich bin gespannt, ob dies in Band 2 passiert. Andreas Suchanek schafft ein aufregendes magisches Abenteuer für jüngere Leser. Aber auch mich, als ältere Leserin, konnte er damit ebenfalls begeistern und überzeugen. Der Schreibstil war leicht und der Altersklasse angepasst. Die Illustrationen zum Beginn jedes Kapitels sind einladend und passen zum Handlungsgeschehen.

Ich persönlich möchte zu gerne jetzt schon Band 2 lesen und weiter mit Lukas und seinen Freunden den Geheimnissen des Flüsterwaldes nachgehen. Eins ist sicher, alle sind noch nicht gelüftet und eine nahbare Gefahr droht immer noch.

Fazit:

„Flüsterwald – Das Abenteuer beginnt“ ist eine Geschichte die zum Lachen und zum Bestreiten eines aufregenden Abenteuers einlädt, ausgerichtet auf junge Leser. Dennoch konnte dieses Buch auch mich erfreuen. Wer möchte nicht den Flüsterwald und seine Bewohner kennenlernen, im Nacken das Prickeln einer noch unbekannten Gefahr. Mit den richtigen Freunden macht auch das keine Angst mehr, oder etwa doch? Lukas´ Gefährten sind so herzig und chaotisch, da ist man als junger Leser nach kurzer Zeit schon bereit, mit ihnen bis ans Ende der Welt zu gehen. Ein MUST READ für Kinder ab 9 Jahren. Spannend, humorvoll und MAGISCH.

Bewertung vom 13.01.2021
Wer das Dunkel ruft / Kaleidra Bd.1
Licht, Kira

Wer das Dunkel ruft / Kaleidra Bd.1


sehr gut

Meinung:

In „Kaleidra: Wenn das Dunkle ruft“, eröffnet sich Emilia eine neue faszinierende Welt. Vieles ist neu. Die Logen sowie auch die Materie und deren Kräfte. Einiges hat sich zwar vor ihren Augen verborgen und doch erschließen sich ihr ganz neue Möglichkeiten, – mit eingebunden allerlei Gefahren. Drei verschiedene Orden; Gold, Silber und Quecksilber. Jeder Orden hat seine ganz eigenen Ziele, und dann ist da noch das sagenumwobene Voynich-Manuskript. Doch was verbringt sich dahinter, und wem kann Emilia eigentlich vertrauen?

Emilia mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist clever, und doch braucht sie Zeit, all das Neue zu verarbeiten. Ihre Fähigkeiten und Auffassungsgabe hat mir sehr gut gefallen, wie auch ihr Drang Rätseln nachzugehen. Sie hat außerdem einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ist sehr tough.

Ben ist selbstsicher und Teil der neuen Welt, die Emilia noch so fremd ist. Er wirkt kühl und überlegen mit einem verborgenen Kern an Weichheit. Früh hat er sich seine Ziele gesteckt und sie nie aus den Augen verloren.

Die chemischen Reaktionen überschlagen sich manchmal innerhalb der Geschichte. Ich denke gerade „Chemie-Liebhaber“ würden sich über so ein Fantasy Häppchen freuen. Mir gefällt die Geschichte trotzdem, ich hinterfrage einfach nicht wie eine „Zauberformel“ oder ein „Zauberspruch“ funktioniert, und so fällt es leichter sich darauf einzulassen. Mir gefiel diese Andersartigkeit der Geschichte.

Der Leser muss im ersten Band einiges verarbeiten. Die chemischen Elemente, die diese Geschichte beinhaltet, machen sie zu etwas Besonderes. Ein Buch mit einer solchen „Magie“, in dem Fall mit einer chemischen Komponente, habe ich bisher noch nicht gelesen. Auch gibt es einiges über die Orden zu lernen. Wir entdecken diese bisher verborgene Welt mit Emilia gemeinsam.

Mir hat der Handlungsverlauf sehr gut gefallen, auch wenn er durch die Einführung in die Orden und deren Besonderheiten manches Mal einen kleinen „Dämpfer“ verpasst bekommen hat. Ich bin aber überzeugt davon, dass es in Band 2 sicher dafür schneller vorangehen wird. Auch der Schreibstil der Autorin macht es durch ihre klaren Beschreibungen einfach, sich auf die Geschichte einzulassen. Mit dieser Autorin hätte man sicher mehr Spaß auf Klassenausflügen gehabt. Humor kam auch nicht zu kurz.

Fazit:

Weg von dem Altbekannten in ein neues Abenteuer mit einer ganz für mich noch unbekannten Magie, der „Chemie“. Wer auf der Suche nach etwas Neuem ist, dem dürfte „Kaleidra: Wenn das Dunkle ruft“ sehr gefallen. Die Geschichte besticht durch Geheimnisse, Magie, Chemie und den Hauch des Unbekannten. Auch der Zeitverlauf der Vergangenheit stachelte mich als Leserin auf, mehr Erfahren zu wollen. Am Ende sind so viele Fragen offen, und diesen Cliffhanger habe ich so nicht kommen sehen. Ich brenne darauf herauszufinden wie es mit Emilia weitergehen wird.

Bewertung vom 12.11.2020
Lichterland
Jelden, Carolin

Lichterland


ausgezeichnet

Meinung:

In „Lichterland: Die Suche nach dem magischen Amulett“ von Carolin Jelden erwartet junge Leser ein bezauberndes Abenteuer und eine innige Freundschaft zwischen Karla und Frederik.

Karla ist supersympathisch, und man hat sie mit Freude begleitet. Karla ebenso wie Frederik hat ein wundervolles Herz. Da macht es keinen Unterschied, aus welchem Teil der Gesellschaft der jeweilige andere kommt. Es fällt leicht, mit den beiden mitzufiebern, weil sie doch so viel gemeinsam haben.

Lichterland könnte düster und dunkel sein, doch in jedem Winkel erhellt ein Leuchten die Nacht. Wundersame Wesen gibt es zu entdecken. Darunter sind auch solche von denen der ein oder andere bisher vielleicht noch nichts gehört hat. Es wird in Lichterland garantiert nicht langweilig und schon gar nicht, wenn man sich auf eine doch sehr gefährliche Suche begibt.

Die Geschichte an sich war leicht spannend, und man konnte Lichterland durch die detaillierten Beschreibungen und Bilder besonders gut kennenlernen. Also perfekt für die jüngere Zielgruppe. Der geheimnisvolle und wundersame Glimmerwald wird es den kleineren Lesern ganz bestimmt besonders antun. Er weckt schon nach den ersten Seiten die Fantasie.

Der Schreibstil ist einladend und dem Alter entsprechend leicht. Die Illustrationen von Laura Bednarski runden die Geschichte perfekt ab und lassen Lichterland erscheinen, und die Wesen selbst für die jüngsten Leser lebendig werden. Farbenfroh und bunt sind die Bilder, und ich mochte die Zeichnungen sehr.

Fazit:

Eine magische Geschichte zum selbst Lesen oder zum Vorlesen ab 5 Jahren. Für Abenteurer und Entdecker, die keine Angst vor einer abenteuerlichen, munteren Suche und der Begegnung mit fantastischen Wesen haben. Solltet ihr euch dennoch in der Dunkelheit des Glimmerwaldes fürchten: Lasst euer Schutzlicht hell erleuchten! Aber eigentlich bin ich davon überzeugt, dass ihr es gar nicht brauchen werdet, weil ihr in diesem Buch innere Stärke und das Licht einer mutigen Freundschaft entdeckten werdet, das zu eurem eigenem werden wird und euch den Weg erleuchten wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.11.2020
Wohngemeinschaft mit Kaninchen / Miep & Moppe Bd.2
Oliver, Stine

Wohngemeinschaft mit Kaninchen / Miep & Moppe Bd.2


sehr gut

Meinung:

„Miep und Moppe: Wohngemeinschaft mit Kaninchen“ von Stine Oliver ist ein unterhaltsames Kinderbuch. Persönlich würde ich euch empfehlen, Band 1 zuerst zu lesen, denn am Rande werden einige Ereignisse aus dem vorherigen Band angeschnitten. Gerne wollt ihr ja sicher auch zuvor wissen wie Miep und Moppe sich gefunden haben.

Diese Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Miep und Moppe erzählt. Über jedem Kapitelbeginn thront eine süße Illustration von dem Charakter dessen Sicht wir gerade wahrnehmen.

Dadurch dass Miep eine Wandlerin ist, gibt es einen ganz zarten Fantasy-Hauch innerhalb der Geschichte, auch wenn sie sich in unserer Mitte abzuspielen scheint. Miep war authentisch und hatte das pragmatische Denken eines Kindes in ihrem Alter.

Moppe ist Mieps Austauschkaninchen und sorgt mit weiteren Tierchen für ganz viel Wirbel in Mieps Leben. Manchmal wirkte Moppe nicht wie ein Kaninchen, sondern wie der neugierige kleine Bruder von Miep. Die beiden sind ein unschlagbares Team. Allerdings war Moppes Nuscheln für mich meist ein größeres Problem, als dass es plattdeutsche Worte hätten darstellen können. Natürlich macht es Moppe nicht weniger sympathisch und gibt seinem Charakter eine eigene unverkennbare Note.

Wir dürfen die beiden durch ihren neuen Alltag begleiten, wobei für Miep ja alles schon Normalität ist. Aber ist nicht alles anders seit Moppe da ist und deshalb auch für sie vieles neu? Eben anders und spannender? Natürlich gibt es auch in Mieps Alltag kleine Hürden, die es zu meistern gilt. Wir lernen nebenher auch einige Tiere kennen, und ein paar ihrer Eigenarten werden angeschnitten.

Der Schreibstil war kindgerecht gehalten und stellte dennoch, durch die für mich noch nicht bekannten Wörter auf Plattdeutsch, eine Herausforderung dar. Ich hatte trotzdem beim Lesen große Freude. Einige Worte waren mir bekannt, andere haben mich bezüglich der Bedeutung neugierig gemacht. So bin ich immer mal zum Glossar am Ende der Geschichte gewandert, um etwas nachzusehen. In den Fußzeilen lieferten sich Miep und Moppe einen regen Austausch, der mich immer wieder amüsierte.

Fazit:

Witzige und auflockernde Dialoge mit vereinzeltem plattdeutschem Wortschatz. Miep und Moppe sind ein chaotisches Duo und erleben zusammen allerhand! Einige Weggefährten kreuzen ihren Weg und sorgen mit dafür, dass es garantiert nicht langweilig wird. Auf jeden Fall ein etwas anderes Kinderbuch für Kinder, welches aber durch die leichte Atmosphäre schnell durch die Seiten trägt. Dieses junge Team lädt auf jeden Fall zum Schmunzeln ein.

Bewertung vom 05.11.2020
Vielleicht - Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns
Yamada, Kobi

Vielleicht - Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns


ausgezeichnet

Meinung:

„VIELLEICHT“ von Kobi Yamada mit Illustrationen von Gabriella Barouch ist ein Buch, welches bereits mit dem Cover und der damit verbundenen Aufmachung beeindruckt. Der Schriftzug schimmert golden und reflektiert mit den Blumen zu Beginn. Ich habe mich bereits nach dem Cover in die liebevollen, detaillierten Illustrationen verliebt und mich von ihnen gefangen nehmen lassen.

Die kurzen Sätze, die es zu lesen gibt, treffen mich mitten ins Herz und konnten mich tief berühren. Dieses Buch ist unglaublich besonders. Es spendet Mut und Hoffnung! Jeder Leser bekommt das Gefühl, dass etwas Besonderes in ihm steckt und er fähig ist, den kleinen Unterschied zu machen. Es zeigt Möglichkeiten auf und bestärkt die vorhandenen Gefühle. Es weckt den Mut und lässt träumen.

Das Buch ist groß, und auch wenn die Sätze nicht allzu lange sind, lassen die Illustrationen den Betrachter länger als gewöhnlich auf einer Seite verweilen. Die Zeilen regen zum Nachdenken an und wecken das Fünkchen, das schon immer in jedem von uns geschlummert hat, oder sie verstärken eben diesen Funken.

Wer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Geschenk ist, dem kann ich „Vielleicht“ nur ans Herz legen. Dieses Buch beflügelt und lädt zum Verweilen und immer wieder Ansehen ein. Ich liebe die Botschaft, die mit dem gesamten Buch vermittelt wird, und ich würde behaupten, dass dieses Buch nicht nur für Kinder sondern auch Erwachsene ist, die sich damit moeglicherweise an so einiges erinnern, was sie vielleicht längst vergessen haben. Ganz „Vielleicht“ hat dieses Buch genau diese traumhafte Aufgabe, uns daran zu erinnern wie besonders und einzigartig jeder Einzelne von uns ist!

Fazit:
Manchmal reichen wenige bedeutungsschwere Worte um es dem Leser warm ums Herz werden zu lassen. Man weiß in dem Moment, dass es aber ganz offensichtlich die richtigen Worte und Sätze waren. Die Illustrationen krönen dieses unglaubliche Gefühl, welches den Leser während jeder Seite beschleicht.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.