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Nourea
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Straubing

Bewertungen

Insgesamt 108 Bewertungen
Bewertung vom 19.01.2026
Büsing, Annika

Wir kommen zurecht


ausgezeichnet

Der knapp 18 Jahre alte Philipp lebt mit seinem als Chirurg erfolgreichen Vater und dessen schöner Lebensgefährtin in luxuriösen Verhältnissen. Seine psychisch instabile Mutter hat die Familie schon vor Jahren verlassen, versucht aber immer wieder mit Philipp in Kontakt zu kommen. Er hat einen besten Freund namens Lorenz, beginnt eine Beziehung zu der älteren Mascha und auch sein Vater ist nicht völlig abwesend. Aber dennoch wirkt Philipp wie durchsichtig, scheint keinen Boden unter den Füßen zu haben und ist gar nicht richtig für den Leser zu fassen. Für sich selbst vielleicht auch nicht.
Das Buch lebt nicht von der Handlung, sondern von der Tiefe der Beschreibungen und von der wunderschönen Sprache. Mir hat es außerordentlich gut gefallen.

Bewertung vom 19.01.2026
Shan, Milla

Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut


sehr gut

In einer kurzen Bilderbuchgeschichte mit liebevollen Illustrationen gibt ein Mäuseopa seinem kleinen Enkel die Botschaft mit auf dem Weg, dass es nicht viel braucht, eigentlich nur einen Funken von Liebe und Mut, um das Zusammenleben aller zu erleichtern, Und so geht das Mäusekind mit wachen Augen durch die Welt, hilft, wo er kann, verliebt sich und gründet selbst eine Familie. Zum Schluss gibt er die Botschaft seines Großvaters an sein Enkelkind weiter.
Der Text des Buches ist in Reimen verfasst und oft poetisch bis philosophisch. Die Botschaft ist einfach und klar vermittelt.

Bewertung vom 19.01.2026
Morrisroe, Rachel

Geisterseher und Geheimagent / Felix Green Bd.1


sehr gut

Felix Green hat es nicht leicht. Hat er doch von seinem Großvater das Talent geerbt, in naher Zukunft drohende Unglücke zu sehen. Aber wenn er davor warnt, sind alle davon überzeugt, dass er die Unglücksfälle verschuldet hat. Sein Leben verändert sich dramatisch, als seine Talente entdeckt und gewürdigt werden und er zur Ausbildung an eine im Untergrund von London eingerichtete Schule gebracht wird. Diese Schule, genannt die Magische Meile, bildet im Dienste der Regierung Traumweber und Geisterseher aus. Schnell findet Felix an dieser Schule Freunde, genauso schnell aber auch Feinde. Und kaum hat er sich an den ungewöhnlichen Stundenplan gewöhnt, zeigt sich, dass die Schule von einer dunklen Macht bedroht ist. Und wem kann man eigentlich trauen?
Das ist wirklich ein ungewöhnliches Kinderbuch, das in einer so ganz anderen Welt spielt, geschaffen von einer äußerst fantasievollen Autorin. Mir ging es ein bisschen zu schnell mit all den Veränderungen für Felix und dem sofortigen Auftauchen einer Art Dämon. Aber das Buch war auch sehr spannend, so dass ich mich auf die Fortsetzung freue.

Bewertung vom 19.01.2026
Schmohl, Sabrina

Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister


sehr gut

Bodhis Dorf Nebelheim muss dem Braunkohleabbau weichen. Dafür musste nicht nur er mit seiner Familie nach Neu-Nebelheim umziehen, sondern es wurden auch die sterblichen Überreste aus dem alten Friedhof in den neuen umgebettet. Als sich Bodhi heimlich nachts in das geliebte und verlassene alte Dorf schleicht, trifft er zahlreiche Geister, die den Umzug ihrer Gebeine nicht mitvollzogen haben. Er lernt die gleichaltrige Joe kennen, die weiß, was zu tun ist, damit die Geister ihren Frieden finden.
Ein ungewöhnliches Setting mit zwei sympathischen Helden und freundlichen Geistern. Ein bisschen Gruseln darf man sich auch. Nur das Ende ist mir zu unglaubwürdig.

Bewertung vom 19.01.2026
Breslin, Theresa

Drachen. Märchen und Mythen aus aller Welt


sehr gut

„Drachen“ ist eine von Theresa Breslin nacherzählte Zusammenstellung von Mythen und Märchen aus aller Welt, in denen mächtige, oft auch gefürchtete, schlangen- bzw. drachenartige Wesen eine große Rolle spielen. Die Autorin führt uns auf eine Reise nach China, Schottland, Ägypten, Polen, Südamerika, Skandinavien usw. Illustriert wurden die einzelnen Erzählungen von Kate Leiper, die wundervolle Bilder geschaffen hat.
Das Buch gibt einen faszinierenden Einblick in verschiedenste Kulturen, mit denen man sich dann vielleicht gerne noch weiter beschäftigen möchte.

Bewertung vom 19.01.2026
Kappl, Dietmar

Baking next level mit Roggen


ausgezeichnet

Schon seit Jahren backe ich regelmäßig mein Sauerteigbrot mit Roggenmehl selbst. Deshalb habe ich mich riesig über das fundierte Buch von Dietmar Kappl gefreut. Hier finden Anfänger grundlegende und umfangreiche Erklärungen zur Herstellung und Pflege verschiedener Varianten des Sauerteig-Anstellgutes, was es für Vorteige gibt und was diese bewirken, Tipps für das Kneten und Bearbeiten der Teige, geeignete Backformen und Backfehler. Wenn man diese gut fünfzig Seiten an Grundlagen und Vorgehensweisen intus hat, warten zahlreiche Rezepte auf den Sauerteigbrotliebhaber, die so detailliert beschrieben und gut nachvollziehbar bebildert sind, dass man gar nicht weiß, mit welchem Rezept man anfangen will.
Vielen Dank an den Autor und sein Team für dieses tolle Buch. Es wurde mir in Form einer Pdf-Datei zur Verfügung gestellt, aber das möchte ich gerne in physischer Gestalt haben.

Bewertung vom 19.01.2026
Edelmann, Max A.

Der unsichtbare Elefant


sehr gut

Angesprochen hat mich das Buch, um herauszufinden, was hinter dem Selbstmord des über 50 Jahre alten Anwalts Thomas Siebenmorgen steckt, der schon viele Jahre in einer renommierten Anwaltskanzlei in Düsseldorf angestellt war. Mittels der Anwaltskollegin María, die Thomas‘ Absturz beobachtete und ihn mochte, dem Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Viktor, der feststellen muss, dass er Thomas aus der gemeinsamen Grundschulzeit kennt, und Simon, einem jungen aufstrebenden Anwalt aus der Münchner Partnerkanzlei, der den Vorfall intern aufklären soll, wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln Thomas Leben von der Kindheit bis zu seiner eher stagnierenden Anwaltskarriere beleuchtet. Einen wesentlichen Part spielen auch Thomas‘ Eltern, die von diesen drei Menschen aufgesucht werden. Einblicke und Rückblicke in das Leben all dieser Personen sind Nebenerzählstränge
Die Welt der Staranwälte und angesehener Kanzleien ist mir absolut fremd. Allein in diese einen kleinen Einblick zu erhalten, fand ich sehr spannend. Thomas Leben aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, war durchaus interessant, aber auch erschreckend, wenn man die Haltung seiner Eltern oder die Ausbeutung durch einen früheren Anwaltskollegen berücksichtigt. Zum Teil führt die Aufarbeitung sehr weit in die Nazivergangenheit von Thomas’s Großvater, der ebenfalls Anwalt war. Am Schluss war ich aber mit der Auflösung, warum Thomas sich das Leben genommen hat, es vielleicht aber gar nicht wollte, nicht ganz zufrieden.

Bewertung vom 19.01.2026
Arcanjo, J. J.

Schule der Meisterdiebe 5: Die letzte Prüfung


ausgezeichnet

In Band 5 der „Schule der Meisterdiebe - Die letzte Prüfung“ sind Gabriel und seine Freunde nun in ihrem letzten Schuljahr in Crookhaven angekommen. Als Hauptaufgabe müssen sie dieses Jahr in Crookhaven einbrechen, was nahezu unmöglich ist, dort einen Gegenstand stehlen und diesen dann erneut aus Crookhaven hinausschaffen. Selbstverständlich ohne erwischt zu werden und per Bodycam dokumentiert. Aber Gabriel will sich darin gar nicht sonderlich engagieren; denn seine Prioritäten liegen eindeutig darauf, Hinweise auf seine Eltern zu finden, die bösartigsten Gauner aller Zeiten, und ihnen endgültig das Handwerk zu legen.
Ich mag diese Reihe sehr: sie ist mega spannend und auch berührend, weil sie zeigt, was möglich ist, wenn völlig unterschiedliche Jugendliche zusammenarbeiten, ihre jeweiligen Stärken einsetzen, sich gegenseitig bei Problemen unterstützen und zu einem Team zusammengewachsen sind. Auch humorvolle Elemente fehlen dank der Brüder Crim nicht. In seinem Nachwort verrät der Autor J.J. Arcanjo, dass er eines Tages in die Welt von Crookhaven zurückkehren wird. Klarer Fall: Da bin ich dabei.

Bewertung vom 16.01.2026
Thumser, Anette

Kein Bock auf Knuddeln!


sehr gut

Knuddel, ein goldiges und äußerst flauschiges Hasenkind, kann es gar nicht leiden, wenn alle immer meinen, dass sie ihn knuddeln müssten. Das geht ihm nicht nur in der eigenen Familie so, sondern auch Fremde drücken und herzen ihn total gerne. Das Häschen unternimmt einiges, um andere vom Knuddeln abzuhalten, ist damit aber nicht sehr erfolgreich. Wütend und weinend schreit Knuddel es dann heraus, dass er nicht immer geknuddelt werden will. Und schon wird eine lautstarke Demonstration mit zahlreichen Plakaten organisiert, denn für jeden gibt es etwas, das er gar nicht mag.
Ein nettes Bilderbuch, das das Recht eines jeden betont, selbst zu bestimmen, ob man geknuddelt werden will oder nicht. Und dass jeder generell ein Recht darauf hat, Nein zu sagen.

Bewertung vom 16.01.2026
Ryans, Gareth

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte


sehr gut

Das kleine Gespenst, das in einem alten Schloss haust, kann gar nicht herumspuken und andere erschrecken, weil es sich selbst gruselt, wenn es alleine ist. Da hilft nur eines: Maus, Schnecke, Eichhörnchen und Co. werden zu einer Übernachtungsparty eingeladen. Aber egal, wen das kleine Gespenst einlädt, es erhält jedes Mal eine Absage, da alle etwas anderes zu tun haben. Wie schön, dass es ein anderes Gespenst trifft, das ihm hilft die bereits eingeladenen Tiere einzusammeln und ins Schloss zu bringen. Und schon kann die Übernachtungsparty steigen.
Ein liebevoll illustriertes und warmherziges Bilderbuch für die Kleinsten.