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Benutzername: Jonas1704
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Bewertungen

Insgesamt 112 Bewertungen
Bewertung vom 14.02.2019
Fehltritt / Doggerland Bd.1
Adolfsson, Maria

Fehltritt / Doggerland Bd.1


sehr gut

„Doggerland“ ist der erste Kriminalroman von Maria Adolfsson und wird als Trilogie erscheinen. Er spielt auf einer fiktiven Inselgruppe in der Nordsee zwischen Großbritannien und Dänemark, nach der auch der Titel des Buches entstanden ist. „Fehltritt“ ist der erste Teil. Kommissarin Karen Eiken Hornby, Ende 40, ermittelt in den Mord an der Ex Frau ihres Chefs, die brutal in ihrem Haus an Morgen nach dem Austernfest erschlagen aufgefunden wurde. Ihr Mann, Jounas Smeed gilt als der erste Verdächtigte aber Karen könnte ihm ein Alibi verschaffen, den ausgerechnet sie hat die Nacht betrunken nach dem Fest in einem Hotelzimmer mit ihm verbracht..Das er vom FAll suspendiert ist, wittert Karen ihre einmalige Chance sich endlich zu beweisen.
Die Beschreibungen von Land und Leuten sind sehr detailliert und vermitteln ein gutes Bild von Doggerland. Die Kommisarin wirkte von Anhieb an symphatisch und der Schreibstil war fesselnd, vor allem ab der zweiten Hälfte. Auch in diesem Buch, wie schon oft, spielt die Vergangenheit ein grosse Rolle. Am Ende erwartet den Leser eine Überraschung, die man nicht so einfach erahnen konnte. Ich bin schon ziemlich gespannt auf Teil zwei.

Bewertung vom 14.02.2019
Stella
Würger, Takis

Stella


sehr gut

Takis Würger erzählt die realle Geschichte der Stella Goldmann kombiniert mit fiktiven Aspekten und schafft es einen überaus realistischen Roman zu schreiben, der den Leser in die Vergangenheit deportiert und das Unerzählbare niederschreibt.
Friedrich, geboren 1922, wächst mit seinen gut situierten Eltern in der Nähe von Genf auf und beschliesst im Berlin der 40er Jahre zu studieren. Dort lernt er Kristin kennen und lieben. Doch in Wahrheit heißt Kristin Stella und ist Jüdin. Sie ist hinzu novh bekannt als Greiferin, sie verrät um ihre eigene Familie undsich selbst zu retten, untergetauchte Juden. Für Friedrich, der wohlbehütet in seinem Elternhaus aufgewachsen ist, ist das Ganze unglaublich, für Stella ist es eine Überlebenschance.
Der Roman ist derzeit der Hipp überhaupt, was ich teilweise verstehen kann, die negative Kritik jedoch finde ich übertrieben. Ich fand den Roman sehr interessant geschrieben, die Fälle der Judendeportatione, die kursiv im Buch erwähnt werden, mit namentlich gennanten Opfern, die Stella Goldschlag verraten hat gibt zu Denken, zu welchen Taten ein Mensch fähig ist, andererseits versucht Würger auch ein Hauch Mitgefühl für die Protagonistin zu erschaffen. Fakt ist, dass sie auch nach der Deportation ihrer Eltern weiterhin Juden für die Gestappo ausfindig machte, wohl um ihre eigene Haut zu retten. Was teilweise auch nicht kritisieert werden kann von Menschen, die diese Zeit nicht durchlebt haben und selbst nicht wissen, wie man unter solchen Druck reagiert.
Ich fand den Roman jedenfalls sehr lesenswert, habe so einiges dazugelernt und mir viele Gedanken inmitten aber auch nach dem Lesen gemacht. Und dazu soll ein Buch auch imstande sein. Das hat Takis Würger definitv geschafft.

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Bewertung vom 29.01.2019
Die Unsterblichen
Benjamin, Chloe

Die Unsterblichen


ausgezeichnet

Wir schreiben das Jahr 1969. Die vier jungen Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon, teils noch Kinder, sind im Sommer auf dem Weg zu einer alten Zigeunerin, einer Wahrsagerin, die angeblich den eigenen Todestag vorhersagen kann. Allen vieren wird ihr Tod auf den Tag genau vorhergesehen. Doch wie wird es sein zu leben, wenn man weiß, wann alles endet, wie geht man im übrigen Leben damit um? Ist es eine Bereicherung, weil man damit alles besser und gezielter plannen kann oder wird man ein Leben lang von dieser tatsache verfolgt?
Obwolh die Geschwister in diesen jungen Jahren nicht an die Wahrsagerin glauben und es als Humburg abtun, vergisst keiner die Worte der Frau. Das Buch erzählt im Nachhinein die Geschichte jedes Geschwisterteils und wie er/sie mit dieser Nachricht umgeht. Ein Buch, das noch nach dem Lesen nachwirkt, denn hat sich nicht jeder von uns schon mal Gedanken gemacht, wie und wann dieses kurze Leben für uns endet?

Bewertung vom 29.01.2019
Ofirs Küche
Graizer, Ofir Raul

Ofirs Küche


ausgezeichnet

In meiner Freizeit koche ich sehr gern und viel. Ofirs Küche hat mich sofort angesprochen, weil mir die regionale palästinensische und israelische Küche sehr anspricht und ich gerne Exotisches koche. Das Buch ist zudem sehr gut aufgemacht, die Erzählungen Ofirs sind sehr gut mit den Rezepten kombiniert und es macht richtig Spass sie zu lesen.
Die Rezepte an sich sind nicht zu aufwendig und relativ einfach nachzukochen, wenn man sich die geeigneten Zutaten besorgt. Die Kombination aus Landesküche und Kultur sorgt hier für ein erfolgreiches Geheimrezept und die Erzählweise Ofirs ist noch mal das i-Tüpfelchen.
70 Rezepte unterteilt in Beilagen, Salaten, Dips, Gerichten mit Gemüse oder Eiern, Suppen und einige Varianten der Sesampaste Tahini und Nachspeisen sind in dem Buch zu finden. Hinzu muss man sagen, dass alle Gerichte vegetarisch sind. Die ansprechenden Fotos über Land und Speisen runden das schöne Kochbuch auf.
Weiter so!

Bewertung vom 29.01.2019
Stieg Larssons Erbe
Stocklassa, Jan

Stieg Larssons Erbe


gut

Das Buch ist eine Kombination aus Krimi und Sachbuch, denn es bearbeitet den Mord am schwedischen Premierminister Olof Palme, der im Jahr 1986 statt fand. Stieg Larsson hat sehr intensiv darüber ermittelt und aus den Unterlagen und seinen eigenen Schlussfolgerungen hat Jan Stocklassa dann dieses Buch geschrieben.
Die Ermittlungsarbeiten beider Journalisten/Schriftsteller werden in zwei Teilen aufgegliedert. Was man hier noch betonen muss ist, dass man schon ein gutes Hintergrundswissen über die schwedische Politik und Gesellschaft haben sollte um das Buch vollends verstehen zu können, da man sonst mit vielen Ereignissen darsteht, die einem unbekannt sind und nachgehakt werden müssen.
Mir persänlcih was das manchmal etwas zu viel, hinzu kommt noch dass die Personen, die im Buch vorkommen einfach zu viele sind, dass man sich die Namen alle merken kann, es gibt zwar ein Register am Ende, aber das hilft auch nicht weiter wenn man zusammen zähöen muss, wo man den einem oder anderen schon im Buch getroffen hat.
Alles in allem wirklich ein sehr gut recherchiertes Buch aber vielleicht eher für Kenner der Geschichte.

Bewertung vom 16.01.2019
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


ausgezeichnet

Theodor Reifenrath, ein ehemaliger Betreiber einer stillgelegten Fabrik wird im Taunus tot aufgefunden. Kriminalhauptkommissarin Pia Sander und ihr Chef Oliver von Bodenstein machen bei der Spurensuche eine grausige Entdeckung. Draussen im Zwinger liegen neben einem halbtoten Hund menschliche Knochen verstreut. Die Ermittlungen ergeben, dass es sich dabei um Frauenleichen handelt, die allersamt an einem Muttertag ums Leben kamen. War Reifenrath ein Serienmörder? Oder ist gar eines seiner Pflegekinder dafür zuständig? Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war und die Ermittlungen offenbaren schreckliche Geheimnisse.
Ein weiterer gelungener Taunus Krimis von der Krimischriftstellerin Nele Neuhaus, den ihre Fangemeinde lieben wird. Die Spannung ist im ganzen Buch present, es wird wie immer auch ein wenig über das Privatleben des Teams geschrieben und im Zusammenhang ergibt alles einen sehr lesenswerten, überrsaschenden Krimi. Für die Fans für Frau Neuhaus ein Muss!

Bewertung vom 16.01.2019
Lukas und die Meckerschweinchen
Friedrich, Joachim; McMaster, Minna

Lukas und die Meckerschweinchen


ausgezeichnet

Lukas hat eine spannende Gabe. Er kann nämlich, wenn er sein Hörgerät absetzt, mit den Tieren sprechen und sie verstehen. So kommt es, dass er sich oft im Waldpark befindet, wo seine Mutter als Tierärztin die Tiere manchmal betreut. Zusammen mit seiner Katze Milicent sowie seiner Freundin Marie und dessen Hund Horst entdecken sie eines Tages, dass das Meerschweinchen Lilli aus dem Gehege ausgebrochen ist bzw. nicht zurückgekommen ist. So machen sie alle vier auf der Suche nach der erfinderischen Lilli, da die Meerschweinchen selbst, als auch die Kaninchen die dort wohnen, Lilli nicht suchen können, denn sie kommen aus dem Gehege nicht raus. Dabei erleben sie allerlei Abenteuer, die einen oft ins Lachen bringen.
Mein Enkel, mit dem wir die Geschichte zusammen gelesen haben, fand sie sehr amüsant und es gab auch viele humorvolle Stellen. Die Geschichte ist kurzweilig und lustig erzählt und auch etwas jüngere Kinder können sie mit der einen oder anderen Erklärung gut verstehen. Wir haben uns gut unterhalten und geben gerne unsere Leseempfehlung dafür.

Bewertung vom 13.11.2018
Der Apfelbaum
Berkel, Christian

Der Apfelbaum


ausgezeichnet

Eine spannende Familiengeschichte über drei Generationen hinweg erzählt. Otto, ein mutiger Junge aud armen Berhältnissen stammend und Sala, eine intellektuelle Halbjüdin, kennen und lieben sich von klein an. Für Otto steht fest, dass er eines Tages Sala heiraten wird. Doch der nachkommende Krieg ändert ihre Pläne schlagartig. Sala wird in ein Lager interniert, jeodch gelingt es ihr später über Spanien und Frankreich nach Argetinien zu fliehen, wo sie versucht einene neuen Anfang zu starten. Otto kommt als Sanitätsarzt für 5 Jahre in russische Gefangenschaft und für viele Jahre verlieren sich die beiden aus den Augen. Als Sala mit ihrer Tochter Ada wieder nach Deutschland zurückkehrt kann sie endlich auf eine Verbindung mit Otto hoffen.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen als autobiographische Handlung und er war fesselnd und authentisch geschrieben. Ein wenig verwirrend ab und an durch die vielen Namen und Geschehnisse, keine leichte Lektüre sondern eher eine Geschichte mit der man sich wirklich auseinandersetzen muss, um in sie eintauchen zu können.

Bewertung vom 13.11.2018
Bösland
Aichner, Bernhard

Bösland


ausgezeichnet

Ein weiteres Buch, das für Nervekitzel sorgt vom Spannungsautor Bernhard Aichner. Der Vater vom 11-jährigen Ben beginnt in Dachboden seines Hauses Selbstmord und der Junge ist derjenige, der ihn findet. Da sein Vater gewalttätig war, ist der junge Ben nicht zerstört über seinen Tod, im Gegensatz er fühlt sich frei in seinem Bösland. Doch als kurz darauf seine Mitschülerin Mathilda tot aufgefunden wird, wird Ben als verdächtigt gehalten und in einer phychiatrischen Anstalt eingesperrt. Als er Jahre später versucht mit der Vergangenheit reinen Tisch zu machen, kehrt er in seinem Heimatort zurück und lässt seine Jugend nochmal Revue passieren. Dabei stösst er auch auf seinen Jugendfreund Felix, der sich in der Zwischenzeit zu einem äußerst erfolgreicher Unternehmer eines großen Pharmaziekonzerns entwickelt hat und der von Ben eigentlich nichts mehr wissen mlchte. Doch dunkle Geheimnisse und vergangene Lügen trennen die beiden nicht so leicht voneinander.
Es ist also hier nicht der klassische Thriller zu erwarten sondern eher ein Familiendrama verbunden mit einem vergangenen Mord, mit dessen Aufklärung der Protagonist auch sein eigenes Ich wiederfindet. Die Erzählart ist kurz und dicht, so dass eine gewisse Spannung entsteht und die Auflösung erfolgt puzzlemässig, was einen an dem Buch hängen lässt. Für mich nicht das beste Buch von Aichner, aber denoch äusserst lesenswert.

Bewertung vom 13.11.2018
Blau Türkis Grün
Guhr, Mareike

Blau Türkis Grün


ausgezeichnet

Die Schriftstellerin und Journalistin Mareike Guhr unternimmt mit einem 50-Fuß-Katamaran eine Segelreise und gibt uns wunderschöne, atemberaubende Einblicke. Ihr Ziel ist es alle drei Ozeane zu überqueren und somit die schönsten Flecken der Welt zu besuchen.
Das Buch sticht schon vom Cover ins Auge, dieses unendliche Blau lädt einen direkt zum Träumen ein, da für mich persönlich das Meer auch Freiheit und unendliche Urlaubsstunden bedeuten. Die Landkarte schon an Anfang des Buches gibt uns eine hilfreiche Info, wo die Reise hingeht und so kann man auch geografisch das Ganze mitverfolgen. Bloss die Fachausdrücke werden nicht detailiert erklärt, dass wäre ebenso hilfreich, denn nicht jederman kennt sich mit dem Segeln in der Praxis aus. Fakt ist jedoch, dass nicht viele benutzt werden.
Die Segeltour beginnt in Hambung, wo sich auch die Endstation befindet. Das Buch ist voll mit beeindruckenden Farbfotos und Erzählungen von den Orten die Mareike bei ihrer 4-jährigen Fahrt um die Welt besichtigt. Wir bekommen einen kurzen Einblick in die Kultur der besichtigten Orte und erfahren wie es der Autorin dabei ergsngen ist, denn nicht immer waren die Tage sonning und unbeschwert.
Trotz meiner Klaustrophobie, wobei ich mir nie vorstellen könnte in so einer kleinen Kajüte zu übernachten, war ich schon angetan von dem Mut und der Abenteuerlust, die von Buch ausgehen. Auch als Geschenk für Segelliebhaber wunderbar geeignet.