Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Buchgeschnipsel
Wohnort: Stuttgart
Über mich: Ich lese bereits seit 22 Jahren alles was mein Thriller-Herz begehrt und nicht nur. Ich bin Mitbewohner meiner zwei Kater und in meiner nicht-Freizeit arbeite ich als Test Engineer. Besuche meinen Blog: buchgeschnipsel.wordpress.com


Bewertungen

Insgesamt 25 Bewertungen
Bewertung vom 20.08.2018
Bonfire - Sie gehörte nie dazu
Ritter, Krysten

Bonfire - Sie gehörte nie dazu


gut

INHALT: Abby kann ihre Vergangenheit nicht ruhen lassen und kehrt an den Ort zurück, dem sie vor 10 Jahren die kalte Schulter gezeigt hat. Früher wurde sie von ihren Mitschülerinnen und ihrer besten Freundin tyrannisiert. Als das beliebteste Mädchen, Kaycee, Abigail's beste Freundin, verschwindet glauben alle sie sei freiwillig gegangen. Doch Abby ist fest entschlossen die Vergangenheit aufzuwühlen und kehrt als Anwältin einer Umweltschutzorganisation zurück. Kaycee zeigte Anzeichen einer Vergiftung bevor sie verschwunden ist und Abby ist davon überzeugt das liegt an Optimal - eine Firma die Plastik herstellt und die Gewässer verseucht. Optimal hat sich langsam aber sicher in die Herzen der Einwohner gekauft und vielleicht auch so deren Verschwiegenheit bezahlt. Abby stellt alles auf den Kopf und kommt jedoch hinter einem ganz anderen Skandal. Das Spiel existiert immer noch und scheint grauenvoller zu sein, als sie in Erinnerung hatte.

FAZIT: Ich habe bewusst ein Durcheinander an Inhalt zusammengeschrieben, denn genau so hat sich das Buch angefühlt. Es ist definitiv ein page turner. Wenn ich einmal rein gelesen habe, wollte ich es nicht weg legen. Etwas hat sich trotzdem total falsch angefühlt. Es gab so viele Berührungspunkte mit der Protagonistin, aber ich bin trotzdem nicht schlau aus ihr geworden. Sie scheint zu erst ihr Leben im Griff zu haben, dann aber doch nicht. Sie scheint alleine sehr gut aus zukommen, dann aber doch nicht. Mir gefällt nicht wie sie mit den Männern in der Geschichte umgegangen ist. Wenn man nicht weiß was man will, dann sollte man einfach einen Schritt zurück gehen... oder zwei, oder drei. Es gab ein wenig Drama, aber für meinen Geschmack viel zu viele Flashbacks. Wir wissen, dass es um die Vergangenheit geht, aber was ist denn nun passiert in den letzten 10 Jahren?

Schwierig zu sagen, um was es denn wirklich ging in diesem Buch. Es ist durchaus lesenswert, schon nur für den Spaß daran, dass es sich so gut lesen lässt - aber es ist kein wahnsinnig guter Thriller. Schade.

Bewertung vom 30.07.2018
Ed ist tot
McLean, Russel D.

Ed ist tot


ausgezeichnet

Leichen pflastern ihren Weg.

INHALT:

Jen führt ein monotones, un-aufregendes Leben. Sie ist Buchhändlerin, ihr Machofreund Ed ist eine totale Katastrophe und sie schlürft gerne Prosecco. Tolle Eigenschaften. Sie hatte mal vor einen Roman zu schreiben, diese Karriere hat sie nun endgültig in die Tonne geklopft. Als Ed sie mit zu eines seiner krummen Geschäfte nimmt und sie auch noch als Postbote fungieren lässt, hat es Jen bis über beide Ohren satt. Sie möchte mit Ed Schluss machen und beschließt am Morgen danach genau das zu tun. Ed verlässt die Wohnung. Nach Feierabend ist sie mit ihrer Kollegin unterwegs und trinkt einen über den Durst. Spätabends zurück in ihrer Wohnung bemerkt sie die offene Haustüre. Sie schnappt sich ein Küchenmesser und tastet sich im Dunkeln durch die Zimmer. Da läuft ihr tatsächlich Ed ins Messer - und nun? Hier beginnt die absurde Reise von Jen. Was macht sie nun mit der Leiche? Dem ganzen Geld und den Drogen? Eine einzige Entscheidung wird ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen und ab diesem Zeitpunkt gibt es für Jen kein Zurück mehr.
 

FAZIT: Dieses Buch ist einfach fantastisch. Wenn man sich das Cover und den Klappentext anschaut, dann denkt man sich es sei ein lustiges Jugendbuch oder zumindest die Geschichte an sich ist bestimmt total lustig. Falsch gedacht. Es liest sich wie ein Action Movie und hat ein Tempo drauf, dass man das Buch erst gar nicht weglegen möchte (Ich habe es in Stunden am Wochenende verschlungen). Jeder Schritt ist durchdacht, jede Wendung macht Sinn, jede Entscheidung ist total plausibel, keine Löcher in der Geschichte, keine langweiligen Mono- oder Dialoge. Alles ist aufeinander abgestimmt und die Atmosphäre ist atemberaubend, wie aus einem guten Noir Film. Die Entwicklung von Jen ist auf den Punkt gebracht, man merkt wie sie sich verändert, wie sich ihre Gedankengänge verändern und vor allem wie sie selbst genau das realisiert. Ich habe jede Buch/Film/Serien Referenz einfach geliebt, das hat alles so lebhaft gemacht, das hat man als viel-Leser und Serienjunkie einfach gern. Das Ende ist so gut getroffen, ich möchte mehr von McLean - bitte übersetzt mehr von McLean!

Ein großes Dankeschön an Vorablesen und den Golkonda Verlag für das Leseexemplar.

Bewertung vom 29.07.2018
Was Alice wusste
Cotterell, T. A.

Was Alice wusste


weniger gut

INHALT: Als erfolgreiche Malerin, Mutter und Ehefrau des bekannten Gynäkologen Ed Sheahan hat sich Alice ein schönes und sorgenloses Leben aufgebaut - doch es sollte ganz anders kommen. Eine junge Frau wurde tot aufgefunden und Ed war der letzte Mensch, der sie lebend gesehen hat. Er war bei ihr. Die ganze Nacht. Alice kennt den Täter und wird auf eine Zerreißprobe gestellt. Die Lügen spannen sich immer mehr und Alice ist noch leiner Lösung nahe.

FAZIT: Ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem Buch warm zu werden. Für einen Psychothriller sehr enttäuschend. Stumpfe und sehr blasse Charaktere und eine Geschichte die keine Spannung aufbaut. Wir bekommen so viel über Alice und ihre Malerei zu hören, über ihre Zeit auf der Uni, über ihren Bruder, ihre Mutter, ihre Kinder, ihre Unsicherheiten, aber wo bleibt denn jetzt die eigentliche Storyline? Noch nicht einmal bei der Hälfte wurde es immer schwieriger von Kapitel zu Kapitel einen Zusammenhang zu finden. Ed scheint sich überhaupt keine Gedanken zu machen und generell fand ich, dass die Reaktion der Frau, der Presse, der Nachbarn, der Arbeitskollegen - total un-plausibel waren. Es geht hier schließlich um einen Mord, aber keiner scheint es so richtig wahrzunehmen, noch nicht einmal der Autor selbst. Sehr schade, ich hatte mehr erwartet. Also (ich zitiere) Faszinieren, dramatisch und meisterhaft ist es auf keinen Fall.

Bewertung vom 11.07.2018
Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
Benjamin, Ali

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren


ausgezeichnet

Hoffnungsvoll, traurig und herzerwärmend

Warum geschehen Dinge einfach? Su möchte es nicht wahr haben. Ihre beste Freundin. Ihre Franny - ertrunken? Sie war doch so eine gute Schwimmerin. Dinge passieren nicht einfach so. Sie muss es beweisen. Sie muss etwas tun.

Ali Benjamin erzählt von Suzy, wie sie in einer Welt lebt, welche sie faszinierend findet. Eine Welt in der man albern sein kann, in der man lesen und lernen und staunen und erzählen kann. Sie kann das Dauersprechen sehr gut und Dauersprechen ist das Gegenteil von Nichtsprechen.

Ich möchte und kann nicht viel zu diesem Buch sagen. Es ist ein Buch, eine Geschichte welche man selbst erleben muss. Ich habe es in einem Zug gelesen. konnte es kaum aus der Hand legen. Die Botschaft ist so wichtig, dass ich am liebsten das ganze Buch zitieren möchte.

Aus dem Bauch heraus habe ich meine Gedanken noch während dem Lesen teilen dürfen - unzensiert und unüberlegt herausgesprudelt ist das:

"Wenn ich an die Botschaft denke, dann würde ich am liebsten irgendwo auf einer Wiese liegen und von allem möglichen Sprechen, dir Dinge erzählen und einfach die Welt beobachten und jeden Moment genießen. Das Mädchen ist erst 12 und beschreibt eine Phase in ihrem Leben, in der sich einfach alles verändert. Sie verliert ihre beste Freundin, sie ist ertrunken. Bis dahin erzählt sie von ihrer Kindheit, zusammen mit ihrer Freundin. Bis zu dem Tag an dem sie sich das letzte Mal gesehen haben und wie sich einfach alles um sie herum verändert. Sie verstummt. Nur eine Sache ändert sich nicht, sie selbst. Ihre Neugier, ihre Liebe zum Detail, ihre Fähigkeit einfach jede Kleinigkeit zu beobachten, ihr Interesse an der Welt, an die Natur, das Meer, die Tiere, jede Art von Lebewesen. Es ist so faszinierend erzählt und trotzdem ist sie völlig alleine in ihrer Welt... Da möchte man einfach nie wieder alleine sein so bald man das Buch zu klappt."

"Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren" ist eine Mischung aus Hoffnungsvoll, traurig und herzerwärmend.

Lest es.

Bewertung vom 10.07.2018
Hyde
Wagner, Antje

Hyde


gut

In HYDE lernen wir Katrina kennen. Eine junge Tischlerin, die sich auf dem Weg gemacht hat, um ihren Racheplan auszuüben. Katrina ist in "HYDE" aufgewachsen. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe und ihrem Vater lebt sie tief im Wald und weiß genau, wie es sich in der Natur lebt, denn sie kennt es nicht anders. Die "großen Fahrten" bringen sie zwei Mal im Jahr aus dem Wald raus, dann wird eingekauft und dafür gesorgt, dass das nötigste mit nach HYDE genommen wird. Doch eines Tages kommt es ganz anders, und HYDE existiert nicht mehr. Eine Reise voller Geheimnisse beginnt.

Antje Wagner erzählt in einem ruhigen, fortlaufenden Ton. Ständig wird zwischen Zeiten gesprungen. Kein Kapitel spielt in der gleichen Zeit, immer wieder befinden wir uns in einer anderen Situation. Das war vor allem zu Beginn vom Buch sehr verwirrend. Es wird sehr detailliert auf alles eingegangen. Umgebungen, Klamotten, Wetter, Gefühle - einfach alles, das macht die Geschichte ein wenig langatmig.
Nach ungefähr dreihundert Seiten hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht, auch wenn es ein Jugendbuch ist, ich denke wir haben es verdient mehr zu wissen! Was hat es mit HYDE auf sich? Warum wird so sehr auf dieses Haus eingegangen in welches sich Katrina nun befindet? Ich möchte hier nicht zu sehr auf diese Details eingehen, das würde euch den Spaß an der Sache nehmen. Ich finde jedoch, dass dem Buch einfach die Gewisse Spannung fehlt. Es ist alles sehr vage und oberflächlich gehalten, so dass man bis zum Schluss einfach nicht weiß, auf was die Autorin hinauswill.

Schade, denn HYDE hat sich echt vielversprechend angehört. Das Cover ist fantastisch und an sich liest sich das Buch sehr gut, nur mit dem Inhalt der Geschichte wurde ich etwas enttäuscht.

Bewertung vom 10.06.2018
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
Finn, A. J.

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?


ausgezeichnet

Intelligent, spannend, absoluter pageturner!

Dr. Anna Fox leidet an Agoraphobie. Seit jenem kalten Tag im Dezember, als etwas traumatisches geschah. verlässt sie das Haus nicht mehr. Eingesperrt in ihren eigenen vier Wänden, beobachtet sie die Nachbarn durch ihr Fenster. Das ist ihr einziges Portal zur Welt da draußen. Auf Grund von schweren Angstzuständen und Panikattacken ist ihr zu Hause, ihr Schutzschild. Noch nicht einmal, als sie den brutalen Mord an ihrer neuen Nachbarin beobachtet, schafft sie es hinaus zu gehen. Sie hat es versucht, die kurze Strecke zu durchlaufen. Eins, Zwei, Drei, Vier. - Die Angst und die Ohnmacht haben sie überfallen und als sie wieder erwacht, halten sie alle für verrückt, denn keiner will ihr Glauben schenken, man sagt es sei nichts passiert und sie würde anhand des vielen Alkohols (WEIN!!! Ständig taucht das Wort WEIN auf in diesem Thriller!) und der Pillen halluzinieren. Doch Anna ist fest davon überzeugt - sie weiß was sie gesehen hat.
[ACHTUNG: Folgender Teil könnte winzige Spoiler enthalten]
Dieser Plot-Twist kurz vor S. 400 wurde perfekt eingefädelt. Ich habe mich immer wieder gefragt - "Warum ist diese Frau so kaputt? Warum verlässt sie das Haus nicht? Warum trifft sie sich nicht mit der Tochter? Glaube ich ihr oder zweifle ich auch alles an?
Als ich dachte, damit wurde der Höhepunkt erreicht, kam es doch noch ganz anders.
FAZIT: Absolute Leseempfehlung. Ein intelligenter Thriller, der bis zu letzten Seite ein pageturner bleibt, die Spannung bleibt stetig und auch wenn etwas viel Material durch 550+ Seiten, ist keine Info überflüssig. Der Schreibstil ist fantastisch, ich habe die Gedankengänge von Anna wirklich überaus für gelungen empfunden, vor allem hat mir die Sache mit den doppelten Gedanken gefallen. Anna denkt an eine Antwort, spricht aber genau das Gegenteil aus. Einfach klasse wie gut das ihren Charakter wiederspiegelt. - vielleicht ein persönlicher Minuspunkt: Das Wort Wein kam definitiv zu oft vor (wenn ihr es gelesen habt, könnt ihr das bestimmt nachvollziehen).

Bewertung vom 27.04.2018
TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
Miranda, Megan

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?


weniger gut

Cover: Das Cover ist extrem aufwendig und hochwertig gestaltet. Es hat eine raue und mit Relief versehene Oberfläche. Das Pink sticht so richtig heraus und macht es zu einem richtigen Hingucker. Das Coverbild ist ein dunkler Wald, welcher perfekt zur Geschichte passt.

15 Tage. 2 Freundinnen. 1 Mord. In Tick Tack begleiten wir Nic auf ihrem Weg zur Wahrheit.

Drei Viertel der Geschichte erzählt uns Nicolette von ihrem jetzigen Leben, von ihrer Beziehung zum Bruder, vom Verlust ihrer Mutter und zum Zustand ihres Vaters. Nach einigen "Kapiteln" welche in Tage aufgeteilt sind, merkt man bereits, dass wir in der Zeit vor und zurück springen. Es war schwierig manchmal da hinterher zu bleiben und nachzuvollziehen in welcher Zeit wir uns befinden. Ist das jetzt vor XY passiert? Sie hat doch schon mit dem geredet, nicht? - Daran hat die Spannung leider verloren. Megan ist da keine Meisterin. Ein pageturner ist es durchaus, man möchte ja endlich wissen was passiert ist, aber bis dahin ist es ein langer und verwirrter Weg.

Das schönste an diesem Buch? Teil 1 - Nietzsches Zitat.

Bewertung vom 08.04.2018
Krokodilwächter
Engberg, Katrine

Krokodilwächter


sehr gut

Intelligenter Kriminalroman

Katrine Engberg hat mir ihrem Debüt Roman einen spannenden Thriller geschaffen. Das doch etwas dickere Buch wird nie langweilig, auch wenn es nicht hochspannend ist, bleibt es von Kapitel zu Kapitel durchaus interessant. Kein pageturner, aber dafür ein intelligenter und raffinierter Thriller. Der Leser wird sich mehrmals fragen, ob das durcheinander an Fakten zu einem konkreten Ende führen wird. 

Einige Stellen sind nichts für schwache nerven, da der Mord an Julie detailliert erzählt wird. Unser Kriminalkommissar Jeppe ist eine gebrochene Seele der gemeinsam mit seiner Kollegin Anette uns teils zum schmunzeln, aber auch zum Nachdenken bringen.

Das Cover ist wie üblich für den Verlag außergewöhnlich und ich finde das leichte Relief super. Ohne Einband ist es ein wunderschönes rotes, weiches Buch. 

Im Großen und Ganzen ist es ein gelungener Roman, welchen ich nur empfehlen kann. Die neue Kopenhagen Serie wird euch nicht enttäuschen!

Bewertung vom 24.01.2018
Beneath the Scars - Nie wieder ohne dich (eBook, ePUB)
Moreland, Melanie

Beneath the Scars - Nie wieder ohne dich (eBook, ePUB)


weniger gut

Stumpfe Charaktere, sich wiederholende Handlung

„Berührend, herzzerreißend, einfach magisch!“ – so wird es auf der offiziellen Seite von LYX zitiert.

Zum Inhalt:
Zachary hat eine schwierige und dunkle Vergangenheit. Er ist zurückhaltend, verschlossen und immer total schlecht drauf. Er lässt nichts und niemanden an sich ran. Zachary lebt zurückgezogen mit seinem Hund und hat kaum Kontakt zur Außenwelt. Dies ändert sich schlagartig als er die junge Megan trifft, welche ihm den Kopf verdreht. Sie ist hartnäckig, gibt nicht auf und schaut hinter die Maske, vorbei an den Narben. Sie bringt Zachary dazu sich zu öffnen und was sein Geheimnis mit sich bringt, das wird alles verändern. Megan ist nämlich nicht nur von seinen Gemälden fasziniert, sie möchte alles wissen was hinter ZDA steckt.

Ich meide grundsätzlich Liebesromane, oft habe ich eine LYX Ausgabe in der Hand weil das Cover immer so schön ist, aber sobald es schnulzig wird, muss ich es weg legen. Das passt leider einfach nicht zu mir. – Beneath the Scars – Nie wieder ohne dich durfte ich dank Vorablesen mit „nach Hause“ nehmen und mich darauf einlassen.

Die Geschichte ist etwas stumpf für meinen Geschmack. Die Handlungen wiederholen sich und die erotischen Szenen sind einfach so dahin erzählt. Nicht so prickelnd. Den Altersunterschied spürt man leider kaum und alles wirkt ein wenig hin und her gerissen. Das Ende wirkt notgedrungen und verkrampft, als wäre die Idee dahinter nicht vollends ausgereift gewesen.

„Zwar waren wir uns körperlich nah, doch zwischen unseren Seelen klaffte ein Abgrund“

An sich eine schnelle und leichte Lektüre. Ich denke, dass das einfach nicht mein Genre ist. Durch die Leseprobe hatte ich mir Spannung erhofft und eine intrigante Geschichte zu Zachary’s vergangenheit, das war leider nicht so.

Bewertung vom 13.11.2017
Untiefen
Kamal, Sheena

Untiefen


sehr gut

Selbstironie und Sarkasmus in einem düsteren Kanada Thriller

Nora Watts ist ein wandelnder Lügendetektor und hat schon einiges in ihrem Leben durchgestanden. Sie ist trockene Alkoholikerin, meidet stets den Kontakt zu anderen Menschen und lebt mit ihrer Hündin im Keller der Privatdetektei für welche sie arbeitet. Finanziell ausgebrannt und stets zurückgezogen findet sie sich mit der Vergangenheit und das tägliche Leben zurecht.

Als das Ehepaar Welsh um Hilfe bittet, ist Watts Feuer und Flamme für den Job, denn sie weiß genau, wer das verschwundene Mädchen ist. Bonnie ist Nora Watts Tochter. Als Nora die Kleine vor 15 Jahren direkt nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte, hätte sie nie gedacht, auf diesem Wege wieder zu ihr zu finden.

Die Charaktere in Untiefen (ich komme mit dem Titel immer noch nicht klar…) sind authentisch und ehrlich. Durch sehr viel Witz und wenig Spannung lernen wir Noras Wunden kennen und spannen uns in das Netz um Bonnies Verschwinden ein. Wer steckt dahinter und warum weiß keiner so genau wo Bonnie sich aufhielt?

Nora wird auf der Suche von ihrem Sponsor unterstütz, welcher selbst mit seinen eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Schon bald wird klar, dass die beiden eine sehr spezielle Beziehung zueinander haben.

Die Spannung hat mir hier durchaus gefehlt, trotzdem ist es ein sehr außergewöhnlicher gelungener Thriller.