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nad_uebel
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Magdeburg

Bewertungen

Insgesamt 70 Bewertungen
Bewertung vom 04.01.2026
Morgan, Sarah

Schneezauber in Winterbury


sehr gut

Mit den Romanen von Sarah Morgan kann man eigentlich nichts falsch machen. Auch "Schneezauber in Winterbury" hat mich nicht enttäuscht.

Im Mittelpunkt steht Imogen, Managerin in einer Eventagentur in London, Workaholic, da weder Familie noch Freunde vorhanden. Imogens Leben besteht einzig und allein aus ihrer Arbeit. Als ihre Chefin die Reißleine zieht und ihr vier Wochen Zwangsurlaub verordnet, ist Imogen verzweifelt, weil sie die Weihnachtsfeiertage sonst nur mithilfe ihrer Arbeit übersteht. Zum Glück bietet ihr die Auftraggeberin Dorothy an, die Zeit in ihrem Cottage in den Cotswolds zu verbringen. Dorothys Tochter Sara ist zu Beginn alles andere als begeistert von diesem Vorschlag. Warum, wird nach und nach offenbart. Auch wie die Leben der drei Frauen miteinander verbunden sind.

Am Anfang habe ich ein wenig gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden. Erst hatte ich das Gefühl, es wird schnulzig und gefühlsduselig, aber weit gefehlt. Neben dem weihnachtlichem Wintersetting, das Lust auf eine Hütte mit Kamin im Schnee macht, kämpfen die drei Frauen mit Traumata und Schicksalen, die authentisch und nachvollziehbar beschrieben werden. Da die Geschichte aus den Perspektiven der drei Frauen erzählt wird, bleibt sie abwechslungsreich und spannend. Den Plot Twist habe ich wirklich nicht kommen sehen.

Ein Roman über Lügen, Schuldgefühle, Vergangenheitsbewältigung, Neuanfänge und eine neue Liebe.

Bewertung vom 04.01.2026
Score, Lucy

The Christmas Fix


sehr gut

Das gefeierte TV-Sternchen Catalina "Cat" King reist mit ihrer Reality-Heimwerker-Show und ihrer Crew in die Kleinstadt Merry, die durch einen Hurricane schwer verwüstet wurde. Die Stadt soll wieder aufgebaut werden, damit das traditionelle und für Merry äußerst wichtige Weihnachtsfest stattfinden kann. Nur der gut aussehende Bürgermeister Noah Yates hält nichts von diesem Vorhaben, befürchtet er doch, dass die Bewohner für die TV-Show ausgenutzt werden. Und so ist es unausweichlich, dass Cat und Noah aneinandergeraten und die Funken nicht nur bei Reparaturarbeiten sprühen.

Eine witzige und herzerwärmende Weihnachtsgeschichte, die in einer Kleinstadt spielt, in der die Bewohner zusammenhalten und sich unterstützen. Sowas mag ich sehr. Für mich hätte die Geschichte ruhig noch mehr vom Kleinstadtleben und ihrer Bewohner vertragen können.

Die Protagonisten fand ich alle sehr liebenswürdig - sowohl den grummeligen und etwas nerdigen Bürgermeister, dem das Wohlergehen der Bürger seiner Stadt genauso am Herzen liegt wie das seiner Tochter als auch Cat, die mit ihrer Zielstrebigkeit, Beharrlichkeit und Ehrlichkeit nicht immer auf Zuspruch trifft, aber ein großes Herz hat.

Wer es spicy mag, wird hier nicht enttäuscht, obwohl die Geschichte auch gut ohne ausgekommen wäre.

Alles in allem eine tolle Weihnachts-Kleinstadt-Romance, die ich sehr gern gelesen habe.

Bewertung vom 04.01.2026
Bhatter, Ina

Drei Tage im Schnee


sehr gut

Die Protagonistin Hannah benötigt eine Auszeit vom Alltag und ihrer Arbeit. Deshalb mietet sie sich irgendwo im nirgendwo in eine Holzhütte mitten im Schnee ein.

"Aber deswegen war ich ja hier: um abzuschalten, zur Ruhe zu kommen, neue Kraft zu tanken. Keine Termine, keine E-Mails, keine Verpflichtungen." (S. 9)

Drei Tage verbringt Hannah in der Hütte, drei Tage, die ihr Leben bzw. ihre Sichtweise darauf verändern werden.

Bei einem Ausflug trifft Hannah auf das Mädchen Sophie, die durch ihre Unbeschwertheit, Leichtigkeit und Fantasie bleibenden Eindruck bei Hannah hinterlässt. Bei Keksen und einer Tasse heißem Kakao reden sie über dies und das, dabei öffnet Sophie mit ihrer kindlichen Sicht Hannas Augen für das Wesentliche.

Ina Bhatter regt mit dieser Geschichte zum Innehalten sowie zum Nach- und Überdenken des eigenen Lebens an und gibt Anstöße für mögliche Veränderungen. Führen wir wirklich das Leben, das wir wollen? Das Leben, das wir uns für uns vorgestellt und gewünscht haben? Wie viel davon ist Zwang oder Pflicht und wie viel tatsächlich freie Wahl?

"Ich fragte mich, wie für mich ein Leben aussehen könnte, von dem ich keine Auszeit bräuchte. Ein Leben, in dem ich ohne Schlummer-Funktion am Wecker über die Runden käme und nicht von Wochenende zu Wochenende und von Urlaub zu Urlaub planen müsste, damit mir nicht die Luft ausging [...]." (S. 80)

Für mich habe ich mitgenommen, die Welt auch mal wieder mit den Augen eines Kindes zu sehen, sich an den kleinen D,ingen zu erfreuen, öfter mal nein zu sagen, zu Menschen, Terminen, Verpflichtungen, zu denen ich eigentlich keine Lust habe.

"Drei Tage im Schnee" ist eine atmosphärische und gemütliche Geschichte mit Tiefgang, die ich sehr gern gelesen habe.

Bewertung vom 25.10.2025
Ventura, Maud

Der Rache Glanz


ausgezeichnet

"Der enorme Ruhm hat die Bestie in mir befreit, erbarmungslos und grausam. Ich kann es auch gleich offen sagen: Ich habe mir die Hände schmutzig gemacht. Auf meinem Level haben alle Leichen im Keller. Wer das Gegenteil behauptet, lügt. Der Ruhm ist eine Kriegsbeute - niemand ist je bereit, ihm den Rücken zu kehren." (S. 9)

Cléo Louvent war schon als Kind besessen davon, als Popsängerin berühmt zu werden. Die Stimme hat sie, das musikalische Talent auch, Gitarre und Klavier spielt sie im Schlaf. Nur als Songwriterin erweist sich Cléo als mittelmäßig, bis ein Schicksalsschlag auch dieses Talent wachrüttelt. Dann geht es steil bergauf mit ihrer Karriere. Dass Cléo eine berühmte und gefeierte Popsängerin wird, ist von Anfang an klar. Hier verrate ich nicht zu viel. Wir begleiten sie bei ihrem Aufstieg, lernen die schönen Seiten des Berühmtseins aber auch die Schattenseiten kennen.

Wir stecken in Cléos Kopf, in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt. Cléo ist keineswegs eine sympathische Person. Ihr Ehrgeiz und ihr Perfektionismus lassen sich noch als positive Eigenschaften auslegen. Cléos Wesen wird vielmehr durch ihre Arroganz, Missgunst, Ungeduld und Selbstüberschätzung bestimmt. Dabei ist sie auch unbarmherzig zu sich selbst. Bei der kleinsten Verfehlung bestraft sie sich. Mit ihrem stetig steigendem Erfolg und ihrer wachsenden Berühmtheit wird Cléo immer größenwahnsinniger und narzisstischer. Wie oft habe ich den Kopf geschüttelt über ihre Ansichten und ihr Verhalten, das sie insbesondere gegenüber ihrem Team an den Tag legt. Obwohl ein erfolgreiches Künstlerleben kein oder nicht nur Zuckerschlecken ist, habe ich mit Cléo kein Mitleid gehabt. Überhaupt mochte ich Cléo so gar nicht. Dennoch konnte ich es nicht abwarten zu erfahren, wie es mit ihrer Karriere und ihrem Leben weitergeht.

Das Ende kommt wieder als großer Paukenschlag daher. Auf den letzten Seiten konnte ich das Ende schon erahnen, es hat mich aber dennoch umgehauen. Richtig gut!!!

Nach ihrem ersten Roman "Mein Mann" ist der Autorin auch mit diesem Buch wieder ein Knaller gelungen. Ich hoffe, es folgen noch viele weitere Romane der Autorin.

Bewertung vom 05.10.2025
Kinney, Wallis

A Dark and Secret Magic


sehr gut

Nachdem ich an diesem Buch dank Instagram nicht mehr vorbeigekommen bin, bin ich wirklich froh, es gelesen zu haben. Es ist nicht nur von außen ein Schmuckstück mit hübschem Farbschnitt und Umschlag, sondern überzeugt auch vom Inhalt her mit einer bezaubernden Wohlfühlgeschichte rund um Halloween, Hexen, Magie und Geheimnissen à la Halloween Town. Ein toller Romantasy-Roman, der weder kitschig noch zu spicy und schon gar nicht blutrünstig o.Ä. ist und einfach cozy Vibes vermittelt.

"A Dark and Secret Magic" eignet sich als perfekten Einstieg in den Herbst. Als besonderes Goodie werden am Ende des Buches die Rezepte aus dem Roman aufgeführt. Da ist sicherlich etwas dabei, das sich zum ausprobieren lohnt.

Bewertung vom 04.10.2025
Kuttner, Sarah

Kurt


sehr gut

"Die Welt bleibt nicht für eine beschissene Sekunde stehen. Sie zögert noch nicht einmal."(S. 105)

Das schlimmste, was Eltern passieren kann, ist, wenn sie ihr Kind überleben. So ergeht es dem großen Kurt und seiner Ex Jana, deren 6-jähriger Sohn Kurt vom Klettergerüst fällt und nicht wieder aufsteht. Aber auch Lena die "Stiefmutter" ist betroffen. Von jetzt auf gleich ist es für alle drei ein anderes Leben. Wie soll man mit einem derartigen Verlust umgehen?

Ein ruhiger und berührender Roman über Verlust, Trauer und Verzweiflung. Über den langen und quälenden Weg, das Trauma zu überwinden und sich langsam wieder ins Leben zu ruckeln. Ein Roman, der aufzeigt, wie unterschiedlich Menschen trauern, was sie zusammen- aber auch auseinandertreibt.

Bewertung vom 13.07.2025
Schaumann, Claudia

Glück ist ganz nach meinem Geschmack


ausgezeichnet

"Wir alle waren ständig auf der Suche nach dem großen Glück, während unser Grundzustand doch oft Unglücklichsein war." (S. 349)

So ergeht es auch Sam, unglückliche Grundschullehrerin, glückliche Mutter einer 6-jährigen Tochter, alleinerziehend und Dauersingle.
Mit Mitte 40 weiß Sam immer noch nicht so genau, wer sie eigentlich ist. Sie ist chaotisch, ein klein wenig tollpatschig, unsicher und fühlt sich nicht gut genug für andere.

Bei einem Klassentreffen trifft sie auf ihren Jugendschwarm Max und es scheint so, als würden sich ihre Wünsche von damals endlich erfüllen.
Zeitgleich fängt ein neuer Rektor in ihrer Schule an, der von heute auf morgen das gesamte Konzept umschmeißen will. Sam fühlt sich überfordert und hilflos, schafft sie es doch kaum den Unterricht vorzubereiten und schon gar nicht ihre Schüler unter Kontrolle zu halten. Sam übt schon lange nicht mehr gern ihren Beruf aus. Das kommt davon, wenn man immer nur andere Leute zufriedenstellen will und nicht auf die eigenen Bedürfnisse schaut.
Hinzu kommt, dass Sam sich wahnsinnig zu dem viel jüngeren Rektor Finn hingezogen fühlt.

Was bleibt Sam da anderes übrig, als mit ihren besten Freundinnen Ava und Charlotte um die Häuser zu ziehen. Als Ava ihr ein Macaron-Backbuch schenkt und Sam sich als Naturtalent entpuppt, eröffnet sich für Sam plötzlich eine Chance ihr Leben umzukrempeln. Wird Sam ihr Glück selbst in die Hand nehmen?

Nach "Sommer ist meine Lieblingsfarbe" konnte Claudia Schaumann auch mit diesem Roman wieder einen Volltreffer landen.
Das Buch hat nicht nur Sam in ihre eigene Schulzeit zurückversetzt, sondern mich auch in meine. Sams damalige Erfahrungen und Gefühle konnte ich sehr gut nachvollziehen. Die Sprünge in Sams Vergangenheit nicht nur in ihre Schulzeit, sondern auch in ihr elterliches Umfeld haben dazu beigetragen, zu verstehen, warum Sam so ist wie sie eben ist. Es hat viel Spaß gemacht, Sams Entwicklung nachzuverfolgen.

Als großer Frankreich- und Backfan hat es mich besonders gefreut, dass Sam eine Leidenschaft zum Macaronbacken entwickelt hat. Bisher habe ich mich noch nicht getraut, sie selbst zu backen. Aber das wird sich nach dieser Lektüre schnell ändern.

Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über unerfüllte Träume, Unzufriedenheit im Job, Freundschaft und Liebe und noch so vieles mehr. Einfach ein toller Wohlfühlroman!

Bewertung vom 26.05.2025
Frank, Rebekka

Stromlinien


ausgezeichnet

Eigentlich soll der 16. August 2023 ein besonderer Tag für die 17-jährigen Zwillinge Enna und Jale werden. Ihre Mutter Alea soll nach 38 Jahren endlich aus dem Gefängnis entlassen werden. Nun soll ein neues Leben beginnen.

"Diesem Anfang hat unser Countdown gegolten - all die Jahre. Wir hatten heruntergezählt, als würde heute eine Rakete starten, in die wir einstiegen. Wir hatten geglaubt, die Welt würde in wenigen Sekunden an uns vorbeirasen. Wir würden Grünendeich hinter uns lassen. Das Alte Land. Die Elbmarsch. Die Zeit selbst. Wir wären plötzlich außerhalb von alldem. Und alles, was vorher außerhalb gewesen war, wäre endlich in uns." (S. 40)

Doch es kommt alles anders. Am Morgen ist Jale verschwunden, Enna ist ratlos. Als ihre Mutter Alea auch nicht auftaucht, beginnt die schrecklichste Zeit ihres Lebens. Enna macht sich auf die Suche nach den beiden, wühlt in der Vergangenheit, über die ihre Großmutter auch jetzt nicht sprechen will, und lüftet dabei alte Geheimnisse, die durch generationenübergreifendes Schweigen zu fatalen Entscheidungen geführt haben.

Auf verschiedenen Zeitebenen erhalten wir Einblicke in die Vergangenheit. Warum musste Alea ins Gefängnis? Wie ist es den Zwillingen in all den Jahren bei ihrer mürrischen und wortkargen Großmutter ergangen? War ihre Großmutter schon immer so?

Durch die vielen Geheimnisse wurde die Spannung deutlich gehalten. Auch wenn es mir persönlich zu viele Geheimnisse und Zerwürfnisse waren, habe ich das Buch gern gelesen. Die Naturbeschreibungen der Elbmarsch haben mir sehr gefallen; die Naturverbundenheit der ganzen Familie ist dadurch deutlich zu spüren gewesen.

Bewertung vom 25.05.2025
de Velasco, Stefanie

Heiss


ausgezeichnet

Menopause, Wechseljahre? Die Begriffe sind sicher bekannt, aber was sich genau dahinter verbirgt, mit welchen Symptomen und Beschwerden diese einhergehen können, wie man diese richtig einordnet und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, darüber wissen die wenigstens Frauen Bescheid. Oftmals werden sie von dieser Entwicklungsphase ihres Körpers überrumpelt.

"Etwas Fundamentales an und in mir veränderte sich, doch ich konnte nicht nachvollziehen, wann es angefangen hatte und in mich geraten war. Eine unkontrollierte, mir komplett unbekannte Kraft hatte sich schleichend in mir ausgebreitet und mich übernommen." (S. 24)

Aber warum ist das so? Die Autorin Stefanie de Velasco hat sich mit diesem Thema in ihrem aktuellen Roman auseinandergesetzt. Dabei gibt sie ganz persönliche Einblicke in ihre Menopausenphase und berichtet über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse, während sie sich auf Spurensuche zu diesem Thema begibt. Dabei bindet sie geschickt Daten und Fakten ein und beantwortet Fragen, die ich mir auch schon mal gestellt mir aber noch nicht die Mühe gemacht habe, Antworten darauf zu finden.

Stefanie de Velasco beleuchtet dieses immer noch schambehaftete und tabuisierte Thema mit ihrem ganz eigenen Humor, was dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen macht und mich positiv auf die Zeit blicken lässt.

"Frauen in den Wechseljahren brauchen keine Ratgeber, wir sollten vielmehr selbst zu Ratgeberinnen werden." (S 134)

Große Leseempfehlung!

Bewertung vom 18.05.2025
Liepold, Annegret

Unter Grund


ausgezeichnet

Franka ist Referendarin und besucht mit ihrer Klasse einen Verhandlungstag des NSU-Prozesses in München. Aufgrund einer unbedachten Äußerung einer ihrer Schüler, verlässt Franka plötzlich das Gerichtsgebäude und macht sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf in der fränkischen Provinz, in dem sie seit 10 Jahren nicht mehr war. Franka spürt, dass es Zeit wird, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und sich mit ihr auseinanderzusetzen.
Franka besucht verschiedene Orte, reist gedanklich in die Vergangenheit zurück. Sie erinnert sich, wie ihr Vater ihr alles über die Natur, die Weyher, die Vögel, beigebracht hat. Schwer wiegt der Verlust ihres Vaters auf ihren Schultern. Auch das Schweigen innerhalb Frankas Familie, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, belastet Franka.

Aus Angst vor dem Allein- und Anderssein aber auch aus Langeweile schließt sich Franka Patrick und Janna an. Zu ihnen fühlt sie sich zugehörig, nicht langweilig, sondern cool. Franka verbringt viel Zeit mit ihnen und merkt zu spät, welche Absichten sie verfolgen. Franka will sich nicht eingestehen, wie falsch alles ist und wie tief sie schon mit drin steckt.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist ruhig, aber einnehmend. Ein Buch über Schweigen, Schuld und das Wegschauen, wenn man nicht selbst betroffen ist. Leider zeigt die Geschichte auch, wie aktuell und brisant sie wieder geworden ist.

"Ein hochaktuelles Debüt über eine Jugend auf dem Land zwischen der Sehnsucht nach Zugehörigkeit, radikaler Wut und den blinden Flecken der eigenen Familie."
Besser als der Klappentext hätte ich dieses Buch nicht zusammen fassen können. Große Leseempfehlung!