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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: herr_opunkt_bepunkt
Wohnort: Groß-Gerau
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 24 Bewertungen
Bewertung vom 01.02.2019
Aufs falsche Pferd gesetzt / Plötzlich Pony Bd.3
Schröder, Patricia

Aufs falsche Pferd gesetzt / Plötzlich Pony Bd.3


ausgezeichnet

Inhalt/ Klappentext:


Eine Freundin zum Pferdestehlen!

Pias Freundin Penny hat ein Geheimnis: Sie verwandelt sich einmal im Monat in ein echtes Pony. Klar, dass es deshalb ein ganz besonderer Reitkurs ist, den die beiden zusammen antreten – nämlich mit Penny als Pony! Doch dann taucht dieser Schrankmann im Reitstall Hopperweide auf. Ist er ein Pferdeversteher? Ein Ponyflüsterer? Oder etwa der Pferdedieb, der in der Zeitung gesucht wird? Pia und Penny-Pony wittern Gefahr …

Ein schräger Comic-Roman für alle Ponymädchen und besten Freundinnen!

Persönliche Meinung:

Es gibt Bücher, die etwas verändern. Plötzlich Pony gehört für mich dazu. Meine Tochter Charlotte (8) ist ein Lesemuffel- hat Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und dem Lesen und es bedarf einiges, um sie zu motivieren. Plötzlich Pony hat es nun auch mit seinem 3. Band geschafft ihr zu vermitteln, wie toll Bücher sind. Dazu trägt die Story, um Freundschaft, Pferde und extrem lustigen Figuren absolut bei. Patricia Schröder schafft es wieder einmal auch den Vorlesenden zum Lachen zu bringen und verpackt dies in liebgewonnen Charakteren. Die darauf abgestimmten Illustrationen von Sabine Rothmund komplettieren diesen lesenswerten Comicroman. Dieses Mal kommt sogar Spannung dazu und es wird sogar ein klein wenig kriminalistisch. Ein Buch, das einen Dauerplatz in unserem Bücherregal hat, von der Tochter schon mehrfach weiterempfohlen worden ist und immer wieder zu Jubelschreien beim heimischen Einzug ausgelöst hat. Weiter so Patricia Schröder: Pia, Penny und Moppie sollen noch ganz viele gemeinsame Abenteuer erleben.

Bewertung vom 13.12.2018
Elektro-Schock
Haas, Viola

Elektro-Schock


ausgezeichnet

Viola Haas ist der Name der Gross- Gerauer Autorengruppe der VHS Gross- Gerau. Unter der Leitung der beiden Krimiautoren Marc Rybicki ( alias Martin Olden) und dem Autor, Verleger und Lektor Gerd Fischer haben in einjähriger Arbeit die Teilnehmer einen runden Krimi veröffentlicht, der sich sehen lassen kann. Wunderbar verschrobene Protagonisten, Lokalkolorit mit dem Bezug zur Globalisierung, Love Sex and Crime- an alles wurde gedacht und die Kommissarin, die lesbische Joe Kramer hat sich gut entwickelt und muss sich gegen so manchen Zwischenfall behaupten. Wer Freude an einem kurzweiligen, wendungsreichen und spannend konstruierten Krimi hat, der greife zu.

Bewertung vom 30.11.2018
Der Narr und seine Maschine / Tabor Süden Bd.19
Ani, Friedrich

Der Narr und seine Maschine / Tabor Süden Bd.19


sehr gut

Band 21 der Tabor Süden Reihe und es ist mein Erster. War ich doch sehr überrascht über das handliche Format und die geringe Seitenanzahl, war ich sehr gespannt auf den Inhalt. Ich mag die Art, wie Friedrich Ani sich ausdrückt und muss ganz ehrlich sagen, viele Sätze haben mich formal und von den Worten so gefesselt, das ich hin und wieder das warum verloren habe. Es ist nicht viel passiert auf diesen Seiten und doch habe ich sprachlich dies sehr genossen. Ich bin gespannt, wie die anderen Tabor Süden Ermittlungen aussehen und ob es ( wie ich es nun schon mitbekommen habe) eine ganz spezielle Art ist, wie Friedrich Ani formuliert. Er wirkt für mich nah bei den Personen, melancholisch, aber auch tief. es geht nicht um Effekte, zumindest nicht in plakativer Art. Da es ein kostenfreies Exemplar über vorablesen war, stört mich der Preis für das kleine Büchlein nicht- normalerweise wäre es mir zu teuer.

Bewertung vom 23.11.2018
Die letzte Terroristin
Georgi, André

Die letzte Terroristin


ausgezeichnet

Andre Georgi schreibt mit : Die letzte Terroristin, einen Thriller, der in den 90 er Jahren das letzte Aufbäumen der RAF beschreibt. Wie es immer wieder dazu kommen kann, das Menschen in die Fänge von Terrororganisationen gelangen und im Falle der RAF, sehr häufig, gebildete junge Frauen. Ein faszinierendes, sprachlich fast berauschendes Bild einer Zeit, in der noch einmal etwas passieren sollte. Dier RAF wieder an alte Zeiten anknüpfen wollte und dabei sich selber ausgelöscht hat. Migt einem feinen Gespür für emotionale Bilder kommt man den Figuren sehr nahe. Eine beeindruckende Tötungsszene wurde für mich fast real erlebbar. Tribunal von Andre Georgi werde ich definitiv auf meine Leseliste setzen. Der Autor hat eine ganz besondere Sprache, die mich persönlich unglaublich angesprochen hat.

Bewertung vom 27.10.2018
Die Gesichter
Rachman, Tom

Die Gesichter


sehr gut

Pinch alias Charles Bavinsky hat einen gefeierten Maler zum Vater. Zunächst glaubt er, der einzige Sohn zu sein, der mit ihm und seiner Mutter zusammenlebt. Er fühlt sich ihm fern und verbunden zugleich. Eifert ihm nach. Bald kommt es zur Trennung von Vater und Mutter und der Vater bleibt ein wichtiger Mensch, der physisch zunächst. icht greifbar ist. Charles spürt, wie ihm der Vater immer wichtig bleibt und eifert seinem künstlerischen Talent nach. wir folfen Pinch sein ganzes Leben und spüren dieses Umtriebene und Zerrissene. Ein Vater- Sohn Roman, der immer auch nachdenklich macht- auch, wie Kinder ihre Eltern vergöttern und Gründe für deren Abwesenheit finden, die oft in narzissistischem Egoismus begründet ist. ich hatte vuiel Mitleid mit Pinch, dessen Begabung ( auch selbstbestimmt) immer der Öffentlichkeit verborgen blieb.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.10.2018
Scharfstellung
Melzer, Heike

Scharfstellung


ausgezeichnet

Dr.med Heike Melzer schreibt mit Scharfstellung- Die neue sexuelle Revolution ein spannendes und informatives Sachbuch. Alle Aspekte, in die Sexualität einghebettet ist, werden angesprochen.Es geht um Masturbation, Pornosucht, Sex Toys, Prostitution, Casual Dating und dem Wandel von Sexualität imn den letzten Jahren. Welchen Einfluss hat die stete Verfügbarkeit, unser nun dfigitales Zeitalter. Sowohl für den Erwachsenen , aber auch in Bezug auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Wier haben sich Beziehungen und Partnerschaften verändert. Dabei berichtet die Sexualtherapeutin in ihrem Debüt immer wieder von Fällen aus ihrem Praxisalltag, ist offen oghne zotig zu sein, nimmt aber dennoch kein Blatt vor den Mund und regt zum eigenen Nachdenken und Reflektieren an. Ein durchweg empfehlenswertes Buch. Unser Leben und damit unsere Sexuaktität haben sich in den letzten Jahren radikal verändert, ohne das wird dies wirklich als direkten Bruch erlebt und erfahren haben, sondern als ein schleichender Prozeß zu verstehen ist.

Bewertung vom 09.10.2018
Die Tote im Wannsee / Kommissar Wolf Heller Bd.1
Kellerhoff, Lutz W.

Die Tote im Wannsee / Kommissar Wolf Heller Bd.1


ausgezeichnet

1968 – Wolf Heller ermittelt

Kommissar Wolf Heller interessiert sich eigentlich nicht für Politik, doch plötzlich ist alles politisch. Ohne es zu wollen, gerät er zwischen die Fronten. Die Polizei gilt als reaktionärer Haufen, Studenten demonstrieren lautstark in den Straßen, und seine Freundin Louise zieht in eine Kommune. Da wird eine junge Frau tot am Ufer des Wannsees gefunden. Nur die roten Schlangenlederschuhe geben einen brauchbaren Hinweis auf ihre Identität. Als der Kommissar ein Bild der Schuhe in einer Berliner Zeitung veröffentlichen lässt, meldet sich eine Kollegin der Toten: Heidi Gent arbeitete in Horst Mahlers Anwaltskanzlei. Heller soll den Fall schnell abschließen. Auf der Polizei liegt noch der Schatten der Ermordung von Benno Ohnesorg, der Druck aus dem Schöneberger Rathaus ist enorm. Doch als er zufällig mitbekommt, dass sein Chef lautstark mit einem Unbekannten über die Tote streitet, lässt er nicht mehr locker.

Rudi Dutschke, Uschi Obermaier, Willy Brandt, Axel Springer, Benno Ohnesorg - die Sechzigerjahre sind ihre Bühne, Berlin ist ihre Bühne. Es stand viel auf dem Spiel. Und Wolf Heller muss sich als junger Kommissar in diesen Zeiten beweisen.





eigene Meinung:



Das Trio um Martin Lutz, Uwe Wilhelm und Sven Felix Kellerhoff öffnen ein Tor in die 68 er. Man klappt dfas Buch auf, beginnt mit den ersten Seiten und begibt sich auf eine Zeitreise. Neben einer rasanten und spannenen Krimi-/ Spionagegeschichte wird dem Leser ein Zeitporträt geliefert, welches facettenreich, bildhaft und voller Informationen, die aber nicht überladen sind und ein wunderbarer Exkurs in die politischen Zustände der 68 er sind. Der Mord ist dabei fast zweitrangig. Wolf Heller, ein Kommissar, von de es hoffentlich noch etwas zu lesen gibt ein interessanter Charakter, der genauso, wie die anderen geschilderten Personen nicht stereotypisch, sondern überraschend dem Leser gegenübertreten. Eine absolute Leseempfehlung für Leser des schwarzen Humors, politischer Neugier und Fans gut geschriebener und dabei unterhaltdender Kriminalliteratur. Dieses Buch werde ich immer gerne weiterempfehlen und hat mir die Berliner Studentenrevolte und die Zustände in der DDR/ BRD emotional näher gebracht.

Bewertung vom 22.09.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


sehr gut

Wie sehr habe ich auf dieses Buch hingefiebert. Mein erstes Buch von Melanie Raabe, die beiden anderen liegen noch signiert auf meinem SUB. Viel habe ich gehört, die mediale Aufmerksamkeit war sehr groß und alles ist gut vernetzt mit den social medias.
Nun startet also Norah in Wien und mir gefällt Melanie Raabes Art und Weise sich auszudrücken. Das ist einer der großen Pluspunkte. Die bildreiche Sprache und die schönen Wörter, Beschreibungen und daraus entstehenden Assoziationen lassen dieses Buch mit Freude und Leichtigkeit lesen. Die kurzen Kapitel fördern den Lesefluss und wollen immer noch ein weiteres draufsetzen. Doch so zur Mitte dachte ich mir: so, wann wird dies nun zu einem Thriller. Es sind spannende Momente dabei und ich will auch wissen, was es alles so auf sich hat, aber ich hatte deutlich mehr erwartet. Moment, das kann doch nicht wirklich ein. So sehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut und es trägt mich auch noch weiter bis zur letzten Seite, sucht, wartet auf die Auflösung, Wendungen und Konflikte. Ich mag Norah und wie es am Ende aufgelöst wird ebenfalls, aber ich war nicht völlig gebannt, hin und weg und mir bleib der Mund auch nicht offen stehen.
In der Retrospektive war es keine wirklich unglaublich Geschichte. Sie lebt mehr von der Erzählkunst, als vom Plot. Daher hat es die 4 Sterne absolut verdient. Es ist für mich aber eher ein Thriller fürs TV, als für die große Leinwand.

Bewertung vom 07.09.2018
Der Horror der frühen Medizin
Fitzharris, Lindsey

Der Horror der frühen Medizin


ausgezeichnet

Lindsey Fitzharris Werk: Der Horror der frühen Medizin ist ein exzellent recherchiertes Buch. Es ist Biographie, Sachbuch, Roman und historisch- medizinisch in Kombination. In einer Bildreihen Sprache ohne sich zu viel im Fachjargon auszudrücken präsentiert die Autorin ein Stück Medizingeschichte. Die Orte und Figuren werden lebendig, man riecht förmlich den Krankenhausmief und die Fäulnis und nimmt teil an den alles verändernden Maßnahmen, die Wegbereiter unserer Hygienevorstellungen geworden sind.
Joseph Lister war dabei ein Pionier und wenn man auf der Zeitachse nur ein klein wenig zurückdreht haben wir es u.a ihm zu verdanken, dass wir in einem System leben können, in dem ein eingewachsener Fußnagel nicht schon direkt unseren sicheren Tod bedeuten könnte.
Die Autorin hat u.a einen YouTube Kanal " Under the Knife", den ich mir nach dieser Lektüre sicher zu Gemüte führen würde.
ERs liest sich so, als hätte sie im OP und bei den Sektionen dabei gestanden und wäre als Zeitzeugin in der Zeitmaschine eins Jetzt gereist, um uns davon zu berichten.
Ein Lesemuss für alle Interessierten der Medizin, aber auch der Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts. Wir erfahren viel über die Lebenssituationen Englands und die unterschiedlichen Vorstellungen, wie Wundversorgung auszusehen hätte.
wir erfahren auch, wie schwer es für Pioniere ist, neue Erkenntnisse in der konservativen Fachwelt zu propagieren.
Joseph Lister hat es mit seiner Vehemenz geschafft, die von ihm errungenen Erkenntnisse für die Nachwelt zu einem Quell des Lebens zu nutzen.
Man kann ihm nicht genug dafür danken und damit auch der Autorin, die die Geschichte und das schaffen dieses besonderen Mannes für uns festgehalten hat.

Bewertung vom 31.08.2018
Mord im Balkanexpress
Wittekindt, Matthias; Wittkamp, Rainer

Mord im Balkanexpress


ausgezeichnet

Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp schreiben mit Mord im Balkanexpress erschienen im Haymon Verlag einen historischen Kriminalroman der Extraklasse.


Inhalt/Klappentext:

Brisante Premiere im Burgtheater
Wien, 1895: Alles, was in der glanzvollen Metropole der Donaumonarchie Rang und Namen hat, putzt sich heraus, um die Amtseinführung des neuen Burgtheaterdirektors zu feiern. Sogar Kaiser Franz Joseph hat sich angekündigt. Doch die Festivitäten enden in einer Tragödie: Als Kellner getarnte Terroristen verüben einen Bombenanschlag. Ihr Vorhaben, den Monarchen zu ermorden, schlägt fehl, aber die Gefahr ist damit längst nicht gebannt.


Der Balkan ist ein Pulverfass …
Christine, ein aufgehender Stern am Schauspielhimmel Wiens, überlebt das Unglück mit knapper Not. Zusammen mit ihrem Geliebten Albrecht, einem deutschen Agenten und Cousin Kaiser Wilhelms II., ermittelt sie auf eigene Faust und kommt einem Komplott anarchistischer Geheimbünde auf die Schliche. Die Spur führt die beiden auf den Balkan, in die serbische Hauptstadt Belgrad. Bereits die Reise dorthin entpuppt sich als dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, denn die Hintermänner des Attentats planen bereits den nächsten Streich. Können Albrecht und Christine verhindern, dass ganz Europa im Chaos versinkt?


Furiose Reise in die Zeit der Jahrhundertwende
Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp lassen in ihrem fulminanten Kriminalroman die prachtvolle und spannungsgeladene Welt des Fin de Siècle zwischen Berlin, Wien und Belgrad lebendig werden. Lassen Sie sich in eine Epoche zwischen Glanz und Elend, zwischen Monarchen und Anarchisten, Militärs und Geheimbünden entführen.


Persönliche Meinung:

Der historisch inspirierte Krimi, der sich nach Beschreibung der Autoren, fiktional im Umfeld dieser Zeit bewegt, erweckt sofort den Eindruck, man wäre mit der Zeitmaschine ins Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts transportiert worden. Die Sprache ist angenehm, nicht hölzern, sondern lebendig und charmant. Die Figuren und Orte erstrahlen vor der Erzählweise der beiden Autoren und bringen den Glanz dieser Zeit auf das heimische Sofa bzw. in den Kopf des Lesers.
Die Seiten schmelzen nur so dahin und es ist eine Qual dieses Buch zur Seite zu legen und aufs Weiterlesen warten zu müssen. Sie schaffen es in die jeweilige Person hineinzutauchen und so wird dieses Buch trotz Hinweis für mich nicht zu einem einseitigen politischen Bild genutzt. Sehr wohl lese ich auch die Seite der Anarchisten und ihr Vorhaben nicht zwangsläufig als verwerflich, sondern nachvollziehbar.
Eine Gesellschaft und eine Zeit sind für mich durch dieses Buch lebendig geworden und das in absoluter, fast spielerischer Leichtigkeit, ohne verstaubtes Historienwissen, sondern nah an den Menschen dieser Zeit. Man kann nur darauf hoffen, dass es ein Wiedersehen mit Christine und Albrecht gibt. Christine ist eine wahnsinnig toll ausgearbeitete Figur und fasziniert und erstaunt mich immer wieder aufs Neue.
Dieses Buch hat mein Interesse an historischen Krimis geweckt, ob dies jedoch so schnell zu überbieten ist, wage ich aktuell zu bezweifeln.Vielleicht würde es ein 2. Teil schaffen ;-) Klare und uneingeschränkte Leseempfehlung. Das Cover sieht wundervoll aus und das enthaltene Lesezeichen im Form einer Fahrkarte runden die exzellente illustratorische Arbeit ab.