Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Helgas Bücherparadies
Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 04.08.2019
Nur Gisela sang schöner
Wood, Dany R.

Nur Gisela sang schöner


ausgezeichnet

Jupp Backes erhält kurz vor Feierabend einen Anruf von Marianne, die einen Einbrecher in ihrem Haus vermutet. Widerwillig macht er sich auf den Weg, denn eigentlich wollte er gemütlich ein Bier in der Wirtschaft genießen und nicht wie schon so oft, sich zu Marianne zu begeben.
Sie ist bekannt dafür, die Polizei immer unnötigerweise anzurufen, ein Verbrechen lag aber bisher nie vor.
Jupp hätte lieber mal eine richtige Leiche, wie Waldi, der die Mordabteilung in der Großstadt leitet.
Nach sinnlosen Aufenthalt bei Marianne, drängt ihn zuhause seine Frau Inge, unbedingt bei Beate vorbeizuschauen. Sie ist nicht erreichbar und sollte doch einen Käsekuchen für das Dorffest backen.
Da er Inges guten Riecher kennt, machen sie sich auf den Weg und finden Beate tot in der Badewanne auf. Es liegt zwar ein Abschiedsbrief vor, aber Jupp wittert einen Mord und gemeinsam mit seiner Frau und seiner außergewöhnlichen Schwiegermutter machen sie sich an die Recherche.
War es Selbstmord und warum gibt es einen Mitgliederschwund im Kirchenchor?

Mit viel Situationskomik, gemischt mit saarländischen Worten hat hier Dany R. Wood einen humorvollen Krimi geschrieben.
Er liest sich flüssig und durch die kurzen Kapitel möchte man das Buch auch nicht aus der Hand legen.
Die Charakter sind ausgefeilt und sie ermitteln sehr eigenwillig.
Sie sind naiv und voller Klischees und verkörpern den typischen Dorfbewohner, den es in Wahrheit wahrscheinlich so nicht gibt. Käthe ist mir an Herz gewachsen, denn mit ihren 80 Jahren verkörpert sie eine Person, die man in diesem Alter nicht für möglich hält.
Das Ende war überraschend und erst zum Schluss wird alles aufgeklärt.
Ich habe mich sehr gut unterhalten und freue mich auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung

Bewertung vom 29.07.2019
Der Blütenjäger: Thriller
Shepherd, Catherine

Der Blütenjäger: Thriller


ausgezeichnet

Durch einen Telefonanruf wird die Kommissarin Laura Kern aus ihren immer wiederkehrenden Alpträumen geweckt.
Eine Frau wird erschossen aufgefunden, drapiert mit einer Blüte und einem Foto. Warum war sie barfuß?
Kurze Zeit später wird erneut eine Leiche entdeckt, die die gleichen Merkmale trägt.
Laura und ihr Team arbeiten auf Hochtouren, denn schnell ist klar, dass ein Serienkiller am Werk ist.
Sie zieht die Psychologin Susanne Niemeyer in die Vermittlungen mit ein.
Ein weiteres Mädchen wird vermisst. Gelingt es ihnen, den Täter zu fassen und das Mädchen zu befreien? In einer Discothek verbrachten die Mädchen ihren Abend. Ist in diesem Milieu der Täter zu suchen?

Catherine Shepherd hat hier wieder einen aufregenden Thriller verfasst. Ein Täter mit einer morbiden Mordtat hält einen von Anfang an gefangen.
Laura Kern hat einen schwierigen Fall zu lösen. Zur Seite steht ihr Simon und Max.
In ihrem Privatleben geht es endlich mal aufwärts. Ich bin gespannt, wann sie ihrem Freund mal von ihrer Vergangenheit erzählt.
Gerne würde ich mehr über Taylor und ihre Kollegen erfahren.
Der Schreibstil ist flüssig und das Tempo durch die kurzen Kapitel hoch.
Sie verwirrt den Leser, bringt ihn auf eine falsche Spur und sie beendet die Geschichte, die man so nicht erwartet hätte.
Ein Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehle.

Bewertung vom 25.07.2019
Die Irak-Mission
Wegerle, Carola

Die Irak-Mission


ausgezeichnet

Ein Flugzeugabsturz mitten in ein kurdisches Barackenlager im Irak sorgt für große Aufregung.
Einem Journalisten gelingt es brisante Aufnahmen zu machen und leitet diese an ein Nachrichtenmagazin in Deutschland weiter.
Diese erreichen unter anderem auch verschiedene Geheimdienste.
Mit aller Macht wird versucht, dies zu vertuschen.
Hunderte Kinder wurden verletzt. Der behandelte Arzt im Krankenhaus ist absolut überfordert und bittet Claire ihm zu helfen.
Drei Jahre ist es her, dass sie zuletzt im Irak war. Sie leidet selbst unter einem Trauma und wollte nie wieder zurück, aber sie macht sich sofort auf den Weg um diesen Kindern zu helfen.
Schon auf dem Weg zum Krankenhaus werden ihr Steine in den Weg gelegt, bis sie selbst in Gefahr kommt.
Mitten im Kriegsgebiet gerät sie und ihr Team zwischen die Fronten.

Carola Wegerle hat hier einen erschütterten Roman geschrieben. Dies ist sehr realistisch dargestellt und man merkt ihm die ausgezeichnete Recherche an. Es ist ein hochaktuelles und gefährliches Thema, dem sie sich widmet.

Die kurdische Minderheit haust in einem Barackenlager und unter menschenunwürdigen Umständen.
Macht, Gier und Vertuschung sind an der Tagesordnung. Man hat den Eindruck, jeder kämpft gegen jeden.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen.

Die Charaktere sind ausdrucksvoll und mit Leben gefüllt. Claire, die ihr Trauma noch nicht überwunden hat und nicht eine Sekunde zögert in ein Kriegsgebiet zu gehen.
Gulala, die sich durch ihre Stärke auszeichnet und ihrem arabischen Mann die Stirn bietet, aber auch alle anderen sind sehr treffend und anschaulich beschrieben. Ein Thema trifft auch die Liebe. Diese wirkt keinesweg kitschig.
Die Menschlichkeit wird hier groß geschrieben.
Das Kriegsgeschehen ist immer gegenwärtig. Die Gefahren lauern überall.
Mich hat das Buch von Anfang an in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Tief berührt und nachdenklich lässt es mich zurück.

Am Ende wartet sie mit einem Gedicht auf, das treffender nicht sein kann.

Fazit: Spannend, fesselnd und erschreckend real.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung

Bewertung vom 24.07.2019
Heidefeuer / Inka Brandt Bd.1 (eBook, ePUB)
Forster, Angela L.

Heidefeuer / Inka Brandt Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Kaum hat die Kommissarin Inka Brandt nach 5 jähriger Abwesenheit in ihrem Geburtsort Undeloh wieder Fuß gefasst, wird sie gleich mit einem Toten am Dorfteich konfrontiert. Der Therapeut Robert Andresen aus der psychosomatischen Einrichtung Seerosenhof, wurde mit aufgeschlitzter Kehle aufgefunden.
Mit der Ruhe in dem beschaulichen Ort ist es vorbei, als kurze Zeit später die Patientin Mareike Paulsen umgebracht wird, die auch in dieser Klinik war.
Inka und ihr Kollege Mark Freese haben viele Verdächtige, treten aber auf der Stelle.
Mareike war Lehrerin und wurde in der Schule massiv gemobbt. Der Therapeut hingegen sehr beliebt.
Hängen diese zwei Fälle zusammen? Wer profitiert oder hat was gegen die Klinik?
Was für Geheimnisse hat der etwas ungepflegt wirkende Sebastian, den Inka insgeheim Rübezahl nennt?

Dies ist der Auftakt der Reihe um Inka Brandt. Auch hier hat Angela L. Forster eine Figur erschaffen, die sehr authentisch und gut ausgearbeitet wurde.
Ich finde sie sehr sympathisch. Auch Sebastians Geschichte erfährt man und auch Mark Freese, sein Vater besitzt eine Keksfabrik, hat mein Interesse geweckt und ich wünsche mir eine Fortsetzung dieser Protagonisten in den nächsten Teilen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Die Sprache besonders bildhaft, man möchte sofort die Lüneburger Heide besuchen.
Die Spannung ist von Anfang an gegeben und bleibt bis zum Schluss, da man erst am Ende erfährt, wer der Täter ist und welche Motive ihn zum Handeln gebracht haben.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung

Bewertung vom 19.07.2019
Die Alpen sehen und sterben
Archan, Isabella

Die Alpen sehen und sterben


ausgezeichnet

Maria Schlager hat es nicht einfach.
Ein Unglücksfall in der Familie ereignet sich in in ihrem Kindesalter.
In der Schule hat sie seitdem einen ganz schrecklichen Spitznamen.
Überschattet wird deshalb auch ihr späteres Leben mit Freddy.
Alleine begibt sie sich in Urlaub nach Kufstein. Nachts kann sie nicht schlafen und unternimmt einen Spaziergang. Dabei wird sie Zeuge eines Mordes und ruft die Polizei. Sie macht drei verschiedene Aussagen und wirkt wirr ​ und die Polizei glaubt ihr erstmal nicht. Tage später wird die Leiche gefunden.
Inspektorin Agnes Kirschnagel kann mit der Täterbeschreibung nicht viel anfangen und tappt im Dunkeln, bis sie einen Anruf von Kommissar a. D. Heinz Baldur bekommt. Er ermittelt auf eigene Faust ungelöste Fälle. Dabei ist er auf diesen Fall gestoßen.
Gemeinsam versuchen sie zu ermitteln. Weitere Leichen in verschiedenen Städten geschehen. Wo ist der Zusammenhang?
Mitzi lernt inzwischen einen Mann kennen. Sie fühlt sich gleichermaßen von ihm angezogen und abgeschreckt. Wer ist dieser Mann? Ist sie womöglich in Gefahr?

Isabella Archan hat hier einen außergewöhnlichen, spannenden und fesselnden Krimi geschrieben, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Sie hat ihn mit Humor gewürzt und ist doch sehr ernsthaft an das Thema herangegangen.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich auch durch die kurzen Kapitel sehr gut lesen. Das Tempo ist hoch.
Es wird aus ​ mehreren Perspektiven erzählt. So erfährt man nach und nach die Gedankengänge der einzelnen Hauptakteure.
Besonders gefallen hat mir Mitzi. Sie ist sehr naiv und unbedarft, steckt aber voller Schuldgefühle und begibt sich in Gefahr.
Dann der skurille Kommissar Heinz Baldur und sein bester Freund Luis, der ihn überall hinbegleitet. Mehr möchte ich über Heinz nicht verraten.
Ein wenig blass dagegen bleibt Agnes, aber ich kann mir eine Fortsetzung dieses Dreiergespanns durchaus vorstellen und dann wird Agnes sicher mehr imVordergrund stehen. Schließlich ist das auch ihr erster großer Fall.
Mein Fazit: ein außergewöhnlicher Krimi mit besonderen Charakteren, spannend, fesselnd und tiefgründig.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung

Bewertung vom 10.07.2019
Küstenstill
Haller, Elias

Küstenstill


ausgezeichnet

Seiner neuen Freundin Lara zuliebe, zieht es den BKA Beamten Hardy Finkel nach 20 Jahren wieder in seinen Heimatort Greifswald zurück.
Auf Instagram wird ein Foto gepostet, dass eine Tote zeigt. Schnell ist klar, um wen es sich handelt und gleich am ersten Arbeitstag macht er sich zusammen mit seiner Kollegin Greta Silber zum Tatort auf.
Die Leiche ist schrecklich zugerichtet und es wurde eine kryptische Botschaft gefunden. Kurz darauf öffnet seine Freundin Lara ein von ihm erwartetes Paket. Diese enthält nicht seine Unterlagen aus dem BKA Wiesbaden, sondern hat einen grausamen Inhalt.
Als die nächste Tote aufgefunden wird, ist er sicher, dass die Vergangenheit ihn einholen wird.
Aber warum und wieso hat er was mit den Morden zu tun? Hängt das mit seinem brutalen Vater James zusammen?

Elias Haller hat mich wieder von Anfang an begeistert. Der Plot und der Aufbau ist genial.

Sein Schreibstil ist spannend von Anfang an und zieht sich durch das ganze Buch.
Es endet mit einem völlig unvorhergesehenen Showdown.
Die Kapitel sind kurz und laden regelrecht zum Lesen.

Mit Greta Silber und Hardy Finkel hat er ein Team gebildet, dass unterschiedlicher nicht sein kann. Greta ist selbstbewusst und sagt geradeheraus was sie denkt. Hardy hatte keine einfache Kindheit und ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, aber auch die Gegenwart macht es ihnen nicht leicht.
Sie sind sehr authentisch und lebendig.
Ich hoffe, auf eine Fortsetzung mit diesen beiden Kommissaren.

Bei den Mordmethoden geht es nicht zimperlich zu. Es ist mitunter blutig, aber das macht auch einen guten Thriller aus. Das Cover gefällt mir sehr gut und ist passend zur Geschichte

Fazit: Spannend, fesselnd, unterhaltend und mit einem unvorhergesehen Ende ist es ein absoluter empfehlenswerter Thriller.

Bewertung vom 08.07.2019
Mordslust
Dechant, Klaus Maria

Mordslust


gut

Im Swinger Club wird Sylvia Imhoff mit bizarren Verletzungen aufgefunden. Schnell sind Guido Ruck, Michaela Cordes und sein Team vor Ort.
Sie ermitteln und finden eine erste Spur, die in ihren eigenen Reihen zu finden ist. Ist der schöne Andy eventuell der Täter?
Brunos Spuren sind auch überall zu finden. Er ist ein alter Bekannter der Polizei.
Indes hat Guido mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Seine Geliebte ist auf dem Video im Club zu sehen und seine Frau Heide macht ihm zu Hause das Leben schwer.
Michaela meldet sich indes im Online Portal des Swinger Clubs an und lässt sich auf ein Date ein. Ihrem Chef ist ihr eigenmächtiges Handeln ein Dorn im Auge und suspendiert sie.
Es wird eine weitere Leiche gefunden und Guido steckt mächtig in der Klemme.

Kommt er aus der Geschichte ohne Blessuren raus? Wer ist der Täter?

Klaus Maria Dech hat hier einen Krimi im Swinger Club geschrieben. Es geht hier ganz schön zur Sache und die Liebesszenen sind sehr ausführlich dargestellt.

Das Buch ist spannend geschrieben und überrascht mit unerwarteten Wendungen und einem unvorhergesehenen Ende, das ich so nicht erwartet hätte.

Die Charaktere könnten unterschiedlich nicht sein. Guido mit seiner keifenden Ehefrau und seiner Geliebten wird ausdrucksvoll dargestellt, aber auch Michi, die wenig Emotionen anfangs zeigt und dann doch aus sich heraus wächst.
Sehr gut gefallen hat mir Buddha, vor allem wegen seinem Dialekt.

Eine Fortsetzung kann ich mir gut vorstellen.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Wortwahl und Sprache sind gut gewählt.

Das Cover ist absolut passend zur Story.

Ich hatte angenehme Lesestunden

Bewertung vom 04.07.2019
Als hätte der Himmel mich vergessen
Sander, Amelie

Als hätte der Himmel mich vergessen


ausgezeichnet

Amelie Sanders schildert hier die schockierende Wahrheit ihrer Kindheit. Schonungslos schreibt sie darüber, wie sie gedemütigt, manipuliert und misshandelt wurde. Bis zu ihrem 21. Lebensjahr lebte sie in Gefangenschaft.

Ich bin zutiefst betroffen und erschüttert über diesen langen Leidensweg. Dieser lässt sich auch nicht so einfach in Worte fassen.

Ausgehungert, dehydriert, verwahrlost, ohne eigenen Willen und ohne jegliche Zuwendung und Liebe wächst sie auf. Eingesperrt in ihrem Zimmer tristet sie ihr Dasein. Selbst Toilettengänge werden ihr vorgegeben.

Keiner hat hingeschaut und hinterfragt, warum Amelie nicht spricht und so verschreckt ist.

Sie hat meinen tiefsten Respekt und mein aufrichtiges Bedauern, dass sie so eine schwere Kindheit hatte und heute noch an diesen Folgen leidet. Wieviel Leid hat sie ertragen. Ihr wurden so viele Jahre geraubt, dass kann keiner mehr gutmachen. Eine kleine Seele so zu zerstören ist ein Verbrechen.
Dass so eine Straftat verjährt, ist absolut unzulässig.

Sie schildert das Buch in Rückblenden im Wechsel mit der Zeit nach der Befreiung.

Das Buch hat mich sehr erschüttert und ist so traurig. Ich musste es mehrmals aus der Hand legen, da ich nicht weiter lesen konnte. Es ist eine sehr schwere Kost.

Es lässt mich sprachlos zurück und regt zum Nachdenken an. Manchmal ist es anders als es scheint. Lasst uns in Zukunft genauer hinschauen, wenn was verdächtig erscheint.

Ich bewundere Amelie, dass sie heute so offen darüber spricht und wünsche ihr alles Gute und dass die Wunden heilen.

Bewertung vom 03.07.2019
Kalte Tage
Forster, Angela L.

Kalte Tage


ausgezeichnet

Petra und Jan wollen in die Flitterwochen aufbrechen, als ein Schuss Jan trifft. Er bricht zusammen und fällt in ein Koma.
Nils und Petra ermitteln in alle Richtungen, wer der Schütze sein könnte.
Keine leichte Zeit für Petra, denn sie bangt, ob Jan überhaupt noch aus dem Koma aufwacht. Ihre ganze freie Zeit verbringt sie bei ihm am Bett.
Dann werden zwei Staatsanwältinnen erschossen.
Zeitgleich ermittelt Petra auch in ihrem privaten Fall mit der Toten aus ihrem Brunnen und findet endlich eine Spur.
Akribisch recherchiert das ganze Team.
Welche Verbindungen gibt es zwischen den Staatsanwälten?
Wer ist der mysteriöse Gedichteschreiber?

Dies ist der 6. Teil aus der Reihe um die Kommissarin Petra Taler. Sie können aber alle unabhängig gelesen werden, da es in sich geschlossene Geschichten sind. Wenn es nötig ist, nimmt Angela L. Forster Bezug dazu.

Dieser Krimi ist wieder besonders spannend und zieht sich durch die gesamte Geschichte.
Erst zum Schluss überrascht sie den Leser mit einem Täter, den man nicht auf dem Radar hatte.

Die Charaktere sind wieder ausgesprochen lebensnah und detailgetreu beschrieben. Ihre bildhafte Sprache trägt zur sehr guten Unterhaltung bei.
Man kann alles gut nachvollziehen.

Kurz wird auch Bezug auf einen Pelzfell Skandal genommen, der auf Missstände hinweist.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und lässt sich sehr gut lesen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 01.07.2019
Was das Leben will
Kratsch, Bina

Was das Leben will


ausgezeichnet

Elli hat Brustkrebs und als sie nach der Operation aufwacht, trifft sie der Schlag. Beide Brüste wurden entfernt.
Trost findet sie bei ihrem Zimmernachbarn Gustav, der ihr rät, nach ihrem Krankenhausaufenthalt eine bestimmte Adresse aufzusuchen.
Dort begegnen ihr viele unterschiedliche Leute. Diese versuchen ihr Mut zu machen. Martin schlägt ihr einen Deal vor.
Damit sie diesen erfüllen kann, lässt sie sich in die Psychiatrie einweisen. Dort leben die verschiedenartigsten Patienten und alle schließt sie in ihr Herz. Dabei erlebt sie sehr skurrile Begebenheiten.
Sie denkt viel über ihr Leben nach, dass sie wenig verrücktes bisher gemacht hat. Soll sie das jetzt nachholen?
Kann sie ihren Deal durchziehen?

Bina Kratsch hat hier ein sehr ernstes Thema aufgegriffen, meistert es aber, den Leser mit auf eine kuriose Reise zu nehmen.
Ihr ist die Gratwanderung mit dieser ernsten Angelegenheit sehr gut gelungen. Gekonnt vermischt sie die Ernsthaftigkeit und den Humor.
Mit viel Gefühl, aber auch Witz wird hier eine Atmosphäre geschaffen, die Lichtblicke für jeden Kranken geben könnten.
Das Buch regt zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist locker und lässt sich gut lesen.

Das Zitat „Es lebe das Heute, das Hier und das Jetzt“ hat mir ausgesprochen gut gefallen und passt sehr gut zu der Geschichte.
Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.