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Dana09
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Altomünster

Bewertungen

Insgesamt 43 Bewertungen
Bewertung vom 02.01.2026
Graf, Maren

Einfach Sunny


sehr gut

Auf Anhieb hat mich das optimistische Titelbild in den sonnigen Farben angesprochen. Sowohl mir als auch meiner Großnichte fiel sofort die etwas dümmlich schauende, aber niedliche, Katze auf.
Die Geschichte handelt von dem aufgeweckten Mädchen Sunny, das sich trotz ihrer Behinderung nicht davon abhalten lässt, sich auf die Suche nach dem seltsamen Ding zu machen. Da Sunny blind ist, muss sie sich dabei auf ihre anderen Sinne verlassen.
Zusammen mit dem mürrischen Ben, über den sie eines Tages wortwörtlich stolpert, macht sich die unerschrockene Ermittlerin auf die Suche. Dabei müssen einige Hindernisse überwunden und Vorurteile vergessen werden.
Der anfangs griesgrämige Ben taut dabei immer mehr auf und verrät Sunny, um was es sich bei dem geheimnisvollen Ding handelt. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden jugendlichen Suchern eine tiefe Freundschaft.
Der Autorin gelingt es gut, sich in die kindliche Gefühlswelt zu versetzen. Einfühlsam und doch spannend erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Sunny. Dabei steht im Fokus, wie wichtig die anderen Sinne für die blinde Ermittlerin sind. Kindgerecht und verständlich, flüssig lesbar behandelt das Buch das Thema Inklusion. Jeder junge Leser wird verstehen, dass man auch mit einer Behinderung am sogenannten normalen Leben teilnehmen kann.
Die Zeichnungen von Olivia Vieweg lockern das Buch auf und machen das Lesen entspannender und lockerer.

Bewertung vom 02.01.2026
Fuchs, Ruth M.

Tod eines Wunderfitz'


sehr gut

Der Liebe wegen verschlägt es den niederbayrischen Mordermittler Quirin Kammermeier in die schwäbische Provinz. Kaum in Tuttlingen angekommen, wartet auch schon ein Mordfall auf ihn. Am Fischweiher wird die Leiche eines Anglers gefunden. Dieser Herbert Volle war ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, ein sogenannter Wunderfitz.
An die schwäbischen Eigenarten und Ausdrücke muss er sich erst einmal gewöhnen. Sehr hilfreich ist dabei sein junger Kollege Akil, der tamilische Wurzeln hat aber schwäbischer als jeder in der Gegend verwurzelter Schwabe ist.
Das Allerwichtigste für Akil ist schwäbisches Essen. Diese Vorliebe wird immer wieder recht humorvoll betont. Überhaupt wurden alle vorkommenden Personen durch die ausführlichen Beschreibungen durch die Autorin zum Leben erweckt und mit Individualitäten und Persönlichkeiten versehen.
Nachdem sich der Tod von Herbert Volle als Mord entpuppte, beginnt die eigentliche Arbeit von Hauptkommissar Quirin Kammermeier und seinem Team. Dabei bekommen sie es mit so manchen dubiosen und skurrilen Mitmenschen zu tun.
Bei den Mordermittlungen werden so einige Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht gebracht. Haben die Geschehnisse von damals mit dem Mordfall zu tun und was haben einige Verdächtigte zu verbergen? Viele offene Fragen, die geklärt werden müssen.
Ruth M. Fuchs gelingt es, die Mördersuche humorvoll und trotzdem spannend zu beschreiben. Dabei steht der ruhige schwäbische Charme im Vordergrund. Dieser lesenswerte Regionalkrimi ist gewürzt mit je einer großen Prise Lokalkolorit und Witz.
Beim Lesen konnte ich mir des Öfteren ein Schmunzeln nicht verkneifen. Die esoterisch angehauchte Aurora Raphael, weltfremder Althippie mit bürgerlichem Namen Alexandra Kammermeier und lange verschollene Mutter von Quirin, hat es mir besonders angetan.
Der Roman ist sehr lesenswert. Als gebürtige Niederbayerin, die jetzt ganz nah an der schwäbischen Grenze wohnt, habe ich mir sofort drei weitere Regionalkrimis der Autorin bestellt. Es werden sicher nicht die letzten sein.

Bewertung vom 19.12.2025
Zhang, Liann

Belladonnas


gut

An dem Buch „Belladonnas“ hat mich gleich das Thema Identitätsdiebstahl interessiert. Der Klappentext war sehr ansprechend für mich.
Über das Leben der Zwillinge Chloe und Julie, die nach dem Tod ihrer Eltern getrennt in verschiedenen Familien aufwachsen, wollte ich mehr erfahren.
Die Ereignisse werden aus der Perspektive von Julie erzählt.
Schon am Anfang der Geschichte wird diese, die an der Kasse eines Supermarktes arbeitet, von einem Teenager mit ihrer Schwester Chloe verwechselt. So wird bereits im ersten Kapitel klar, dass Julie ein ereignisloses, unbefriedigendes Leben führt und es hasst, mit der bekannten Influencerin Chloe Van Huusen verwechselt zu werden.
Als Julie von Chloe eine rätselhafte Nachricht erhält, macht sie sich auf den Weg nach New York,
genauer nach Manhattan, um nach ihrer Schwester zu sehen. Sie findet Chloe tot in der Wohnung. Nachdem Julie kurz darauf von einem Security-Mitarbeiter mit Chloe verwechselt wird, beschließt sie, die Identität ihrer Schwester anzunehmen.
Schnell taucht sie in die Welt der Influencer, der Schönen und Reichen, ein. Hier hat die Autorin mit ihren Ausführungen und Erklärungen übertrieben. Meiner Meinung nach zu detailliert, umfangreich und auch langatmig lesen sich die folgenden Seiten. Erschreckend sind die Persönlichkeiten und Weltanschauungen der Belladonnas. Beängstigend, dass es diese Frauen auch im wahren Leben gibt.
Im letzten Drittel entwickelt sich die Geschichte unerwartet und etwas wirr.
Da ich für die Leser die Spannung nicht zerstören und spoilern will, schreibe ich nicht mehr über den Inhalt dieser manchmal düsteren und auch ungewöhnlichen Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig lesbar. Langsam wird eine Spannung aufgebaut, die im Mittelteil etwas abflacht, am Ende aber wieder zunimmt.
Die Ausdrucksweise von Julie, aus deren Perspektive erzählt wird, finde ich identisch, modern und realistisch nebensnah.
Im Großen und Ganzen ein gut lesbares Buch, das einen guten Einblick in die Welt der Influencer und deren follower gibt. Unerwartete Twists halten das Interesse an der Geschichte aufrecht.
Als Lektüre für follower und Social Media-Affine wärmstens zu empfehlen.

Bewertung vom 12.11.2025
Sodek, Karl H.

Untergang der Welten


gut

Anfangs war ich von dem dicken Wälzer doch etwas abgeschreckt
Obwohl ich eigentlich kein Fan von Science Fiction-Romanen bin und ich schon einige Seiten brauchte, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, hat mir „Untergang der Welten“ gut gefallen. .
Karl H. Sodek erzählt eine (größtenteils) flüssig lesbare Geschichte mit wissenschaftlichen Elementen, deren Inhalt zudem glaubhaft ist. Hier merkt man, dass der Autor promovierter Physiker ist.

Wir befinden uns auf dem, in zwei Zonen eingeteilten, Planeten Valderan. Sofort assoziierte ich damit Alderaan, der im ersten Teil der Star Wars-Serie in die Luft gesprengt wurde. In dieser Geschichte ist Alderan der Name einer der beiden Sonnen. Bei Valderan handelt es sich um einen Himmelskörper, der unserer Erde sehr ähnlich ist. Die Bewohner (hier „Wesen“ genannt) haben aus schlechten Erfahrungen gelernt, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen klug und behutsam umzugehen. Wie auf der Erde existieren auch auf Valderan Konflikte zwischen den Bewohnern, herrschen Auseinandersetzungen und politische Intrigen.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der Lehrmeister Galduran und seine beiden Schützlinge Kalgira und Brandan. Als dunkle Mächte aus dem All die fortschrittliche Hochkultur bedrohen, führen ihre verschiedenen Lebenswege sie wieder zusammen.

Dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, gefällt mir.
Allerdings störten ausführliche Beschreibungen und Ausschweifungen meinen Lesefluss Besonders das erste Viertel ist teilweise langatmig und zu wissenschaftlich bzw. gelehrt erzählt. Etliche Wiederholungen gefielen mir auch nicht so gut.

Positiv zu erwähnen ist das Glossar am Ende der Geschichte. Hier gibt es zur Vervollständigung Erklärungen und Erläuterungen. Für physikalisch und astrologisch ungebildete Laien wie ich sind diese sehr hilfreich und auch notwendig.

Dem Buch hätten allerdings etliche Seiten weniger gut getan.

Bewertung vom 02.11.2025
Kaiser, Vea

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels


sehr gut

Schon auf der ersten Seite der eigentlichen Geschichte fällt der typisch wienerische Ausdruck "Bist Du deppert?" Dies drei Wörter haben mich sofort in den Bann der Geschichte gezogen und vor meinem inneren Auge erschien die Wiener Ringstraße Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre.
Die (mir bisher nicht bekannte) Autorin Vea Kaiser erzählt rückwirkend die Geschichte der Buchhalterin Angelika Moser, die ihrem Arbeitgeber, einem Wiener Luxushotel über die Jahre hinweg 3,3 Millonen Euro gestohlen hatte.
Interessanter als die Unterschlagung selbst sind die Umstände durch die es soweit kommen kann.
Einfühlsam und voller Empathie wird die soziale Herkunft der Täterin erzählt. Als Tochter einer alleinerziehenden Hausmeisterin wächst Angelika im Gemeindebau auf. Ihre Kindheit ist geprägt von Entbehrungen und vom Verhältnis zu ihrer emotionslosen Mutter. Schon als Kind träumt sie davon in die besseren Kreise aufzusteigen und als Debütantin am berühmten Opernball teilnehmen zu dürfen.
Als sie nach einem Bürojob in einem Luxushotel zur Buchhalterin mit Verantwortung aufsteigt, scheint das die Chance für ein besseres Leben zu sein.
Mir gefällt der flüssige Erzählstil der Autorin, der bekannte Wiener Schmäh wird nicht vernachlässigt. Er kommt sogar in trostlosen und eher tragischen Situationen zum Vorschein und bringt eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte. Alle handelnden Personen erhalten ihre speziellen Eigenschaften und werden so zum Leben erweckt.
Auch die Interviews im Gefängnis sind einfühlsam beschrieben.
Vielleicht ist das Buch mit über 550 Seiten zu dick geworden....
Das Buchcover und der edle goldene Buchrücken passen zum Thema.

Bewertung vom 16.10.2025
Bhatter, Ina

Drei Tage im Schnee


sehr gut

Ina Bhatter hat mit ihrem Debütroman "Drei Tage im Schnee" ein wunderbares, leises und einfühlsames Buch geschrieben.
In der Hauptfigur Hannah, die nur für ihre Arbeit lebt und sich selbst vergessen hat, erkannte ich mich wieder. Wie Hannah hatte auch ich eine verantwortungsvolle Position, ein überdurchschnittliches Gehalt und wenig Zeit für ein Privatleben.
Für Hannah waren drei Tage in einer einsamen Hütte in einer verschneiten Gegend und das Treffen mit einem kleinen Mädchen nötig, um Selbstreflexion und innere Ruhe zu finden.
Innerhalb dieser drei Tage spielt das ganze Geschehen, welches in der Geschichte erzählt wird. Anfangs gelingt es der Vielbeschäftigten noch nicht, ihre Gedanken von Arbeit und Beruf frei zu bekommen. Erst die kindliche Unbeschwertheit der kleinen Sophie ermöglicht ihr einen anderen Blick auf ihr Leben. Verdrängte Interessen und Gedanken kommen zum Vorschein, die Begeisterung für spielerische und "unsinnige" Tätigkeiten erscheint wieder, lange unterdrückte Spontanität wird geweckt.
Da am letzten Tag alle sichtbaren Spuren von Sophie verschwunden sind, frage ich mich am Ende des Buches, ob das kleine Mädchen real war oder nur in der Vorstellung von Hannah existierte.
Der Autorin gelingt es der Hauptfigur Leben und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Der Schreibstil ist langsam, einfühlsam und sehr gut lesbar. Ein wunderbares Buch, das zum Innehalten und Nachdenken anregt und das innere Kind wieder zum Leben erweckt.
Das melancholische Buchcover passt hervorragend und die Geschichte hat mit knapp unter 170 Seiten die richtige Länge.

Bewertung vom 06.10.2025
Georg, Miriam

Die Verlorene


ausgezeichnet

Miriam Georg hat mit "Die Verlorene" ein ergreifendes, emotionales und einfühlsames Buch geschrieben. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Durch die lebendigen Schilderungen versinkt der Leser tief im Schlesien der 1940er Jahre. Vor dem inneren Auge entstehen Landschaften und Gebäude, die handelnden Personen werden lebendig.

Als Laura bei ihrer Großmutter Änne ein rätselhaftes Dokument findet, tauchen Fragen nach deren Vergangenheit auf. Ihre Großmutter hat nie über ihr Leben auf dem schlesischen Gutshof gesprochen, Verwandte und die anderen Bewohner wurden nie erwähnt. Ausserdem war das Verhältnis zu ihrer Tochter Ellen, Laura´s Mutter, nicht ganz einfach. Jetzt ist es zu spät für Fragen, Änne liegt im Koma und stirbt kurz darauf. Auf der Suche nach ihren Wurzeln und der Familiengeschichte fährt Laura nach Schlesien und findet auch den ehemaligen Gutshof.

Nach und nach tauchen viele Fragen auf sowie Namen von Personen, die Laura nichts sagen. Bald wird klar, dass ihre Großmutter eine Zwillingsschwester hatte, die sie nie erwähnte.

Mit Erwartung und Spannung begibt sich der Leser auf die Suche nach der Lösung der Rätsel. In der Geschichte gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, die aber teilweise auch neue Fragen aufwerfen. Der gekonnte Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gibt dem Leser zusätzlich hilfreiche Eindrücke. Die Auflösung bzw. das Ende des Buches ist ein richtiger Knaller. Mit diesem Ausgang hätte wohl keiner gerechnet.

Durch diesen hervorragenden generationenübergreifenden Roman lernte ich Miriam Georg erst kennen. Sofort besorgte ich mir andere Bücher der Autorin und tauche weiter in ihre Familiengeschichten ein.

Bewertung vom 29.09.2025
Oidtmann, Rachel

Ballett


sehr gut

Wie so einige Mädchen in ihrem Alter, will die sechsjährige Nina einmal Tänzerin werden. Dieses schöne und kindgerechte Buch hat sie natürlich sofort begeistert.
Nach einer kurzen Einführung über die Erfindung des Balletts werden Schritte und Sprünge vorgestellt. Anschließend lernt der Leser das richtige Outfit kennen. Nach dem "Studium" der Grundpositionen mussten diese natürlich sofort nachgemacht werden - natürlich mit schnell vorher zu einem Dutt gesteckten Haaren.
Nach Ansicht der Seiten 20 und 21 muss natürlich sofort ein Spitzenschuh her.
Die Autorin gibt durch ihr Werk nicht nur einen Einblick in die praktischen Dinge und Voraussetzungen sondern stellt auch klassische Ballettmärchen vor.
Am Ende wird in der Rubrik "Was heißt was?" noch einmal die verschiedensten Begriffe und deren Bedeutung erklärt.
Mit "Ballett" ist Rachel Oidtmann ein wunderschönes Buch für tanzbegeisterte Leserinnen gelungen. Die wunderbaren Illustrationen von Ana Luisa Oliveira vervollständigen dieses kindgerechte Werk.
Dieses Buch hat nicht nur bei einer zukünftigen Ballerina Begeisterung ausgelöst, auch einer total unbegabten Nichttänzerin in den 60ern gefällt es sehr gut.

Bewertung vom 26.09.2025
Rupflin, Alexander

Protokoll eines Verschwindens


ausgezeichnet

Schon auf der ersten Seite wird dem Leser klar, dass es sich bei dieser Geschichte um "starken Tobak " handeln wird. Beeindruckend wird das trostlose Schicksal des jungen Lucas geschildert, der sich auf St. Pauli als Strichjunge durchschlägt.
Gleich darauf lernen wir Isabella kennen, die mit ihrem vierjährigen Sohn seit Kurzem in einem kleinen Örtchen in Sachsen-Anhalt lebt. Isabella ist die Schwester von Gabriel der nach längerem Verschwinden tot aufgefunden wird. Alexander Rupflin schildert den Fall aus verschiedenen Perspektiven ergänzt von Berichten und kurze Presseveröffentlichungen. Der Kriminalreporter recherchiert von Anfang an in diesem Mordfall, interviewt den Mörder, der auf seiner Unschuld beharrt. Durch Gespräche mit Angehörigen sowie den Perspektivwechsel in der Geschichte erhält der Leser einen beklemmenden Eindruck. Immer wieder muss man sich veranschaulichen, dass es sich dabei um einen wahren Fall handelt.
Als Abonnentin der Zeitschrift ZEIT VERBRECHEN ist mir Alexander Rupflin bekannt. Seine Recherchen sind umfangreich, beeindruckend und geben einen tiefen Einblick in manche dunkle Seele.
Mit "Protokoll eines Verbrechens" ist ihm ein verstörendes, düsteres Werk gelungen, das dem Leser noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

Bewertung vom 12.09.2025
Lees, Jordan

Whisperwicks - Die Suche nach den Flüsterflammen


sehr gut

Auf der Suche nach den Flüsterflammen führt uns Jordan Lees in eine geheimnisvolle magische Welt voller Düsternis und Geheimnisse.

Benjamiah Creek, einen elfjährigen Junge der nicht an Magie glaubt, verschlägt es eines Tages in die groteske übersinnliche Welt "Winkelwald". Jeder Bewohner trägt eine Stoffpuppe an der Hüfte mit sich herum. Wie sich bald herausstellt, handelt es sich dabei um Seelenpuppen.
Bald rettet der alte Hansel durch eine Lüge Benjamin aus einer kniffligen Situation und nimmt ihn mit in sein Haus. Dort lernt er dessen Tochter Elizabella kennen.
Mit dieser begibt Benjamin sich kurz darauf auf die Suche nach den vier Flüsterflammen. Diese helfen dabei, Elizabella´s Zwillingsbruder Edwid, der spurlos verschwunden ist, zu finden.
Dieses Ersatzuniversum "Winkelwald" wird bevölkert von skurrilen und geheimnisvollen Lebewesen. Die Welt ist düster und beklemmend. Auf ihrer gefährlichen Reise auf der Suche nach Edwid müssen die beiden Jugendlichen einige magische Prüfungen bestehen. Nach überraschenden Wendungen erhält die Story am Ende doch einen Abschluss.
Dem Autor gelingt es, die Geschichte spannend und flüssig zu erzählen. Personen wird durch die eindrucksvolle Beschreibung der Charactere Leben eingehaucht.
Wer rätselhafte, düstere Fantasygeschichten liebt, wird an diesem Buch seine Freude haben. Und das gilt nicht nur für jugendliche Leser.
Die (leider wenigen) Schwarz/Weiß Zeichnungen lockern das Buch auf.