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Benutzername: BuchWinter
Danksagungen: 9 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 210 Bewertungen
Bewertung vom 22.08.2021
Mr. CEO
Keeland, Vi

Mr. CEO


ausgezeichnet

EINE NEUE OFFICE ROMANCE DER ROMANCE QUEEN.
Yes, yes, yes. Endlich ist ein neues Buch von Vi Keeland erschienen und ich habe es natürlich sofort verschlungen.

Worum geht es?
Ireland St. James hat es endlich als TV-Reporterin geschafft und moderiert die begehrten Morgennachrichten. Bis ihr schmieriger Boss ein privates Urlaubsvideo als Vorwand nutzt, sie wegen ungebührlichen Verhaltens zu feuern. Zusammen mit einer Flasche Rotwein schreibt Ireland sich ihre ganze Wut von der Seele und schickt die undiplomatische E-Mail kurzerhand an den Boss ihres Bosses ihres Bosses: Grant Lexington – CEO des milliardenschweren Unternehmens Lexington Industries. Lange hat es niemand mehr gewagt, ihm so unverblümt die Meinung zu sagen. Und lange hat ihn eine Frau nicht mehr so fasziniert ...

Meine Meinung.
Für mich ist Vi immer ein Garant zum Lachen. Der Humor hat auch in diesem Buch nicht gefehlt. Alleine beim Einstieg in die Story hätte ich Tränen lachen können. Ireland hat das Herz am richtigen Fleck. Ihr ab und an loses Mundwerk fande ich genial und ihre Sprüche erst Recht. Sie lässt sich nichts gefallen, ist taff und sie weiß ganz genau was sie will. Aber sie hat auch eine sehr sensible Seite, die man nicht auf den ersten Blick erkennt.

Grant hingegen kam mir etwas grantig und oft mies gelaunt vor. Nichtsdestotrotz mochte ich ihn. Man erfährt auch relativ schnell, was ihn geprägt hat und versteht, warum er eine Art Schutzmauer um sich herum aufgebaut hat. Seine Vergangenheit ist wirklich sehr berührend und als Leser fühlt man direkt mit. Die Beiden zusammen haben mein Herz erwärmt, denn sie ergänzen sich perfekt. Die immer wiederkehrenden Emails, die sie austauschen sind so klasse und witzig.

Die Story an sich ist eine typische Office Geschichte, was aber gar nicht negativ gemeint ist. Es gibt viele spritzige Momente und vor allem viel zu Lachen. Auch fürs Herz ist natürlich was dabei. Leider muss ich aber sagen, dass es tatsächlich nicht mein liebstes Buch von Vi ist. Trotzdem habe ich es sehr gemocht. Zudem hat es mich auch wieder gut unterhalten und mir ein paar schöne Lesestunden beschert. Mir hat es dieses Mal ein bisschen an Pepp und Raffinesse gefehlt. Die Charaktere mochte ich sehr gerne, aber ich habe sie nicht so gefühlt wie in anderen Geschichten der Autorin.

Man muss aber dazu sagen, dass ich jedes Buch der Autorin gelesen habe – und auch lesen werde – und ich einfach viel zum Vergleich habe.

FAZIT.
Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin. Vi ist und bleibt einfach klasse! Auch wenn es mir nicht zu 100% gefallen hat, ist es trotzdem empfehlenswert und macht Freude.

Bewertung: 4 von 5 Lesezeichen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.08.2021
Sleepless in Manhattan
Keeland, Vi;Ward, Penelope

Sleepless in Manhattan


ausgezeichnet

MAL WIEDER EINFACH NUR TOLL!
Jeder, der mich kennt weiß, dass ich jedes Buch von Vi lese und meistens auch verschlinge und liebe. So auch dieses – meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Worum geht es?
Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief ...
... einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren und erzieht seine zehnjährige Tochter Birdie nun allein. Als Sadie auf der Suche nach der Verfasserin der herzzerreißenden Briefe an seiner Haustür auftaucht, denkt er nicht an die Liebe. Doch nach einem Blick in ihre blauen Augen schlägt sein Herz schneller, und er beginnt das erste Mal seit Langem an ein neues Glück zu glauben. Aber dann muss er feststellen, dass alles auf einer Lüge basiert ...

Meine Meinung.
Dieses Buch hat einfach alles, was ein toller Roman braucht. Ich liebe Vis Geschick Liebe, Humor und Leidenschaft zu vereinen. Von Anfang an habe ich gespürt, dass dieses Buch wieder eins von ihren stärkeren wird. Und bis zum Ende habe ich jede Seite geliebt. Alleine der Anfang, wo Sadie den Brief des kleinen Mädchens erhält ist so schön geschrieben, man muss es einfach von Beginn an lieben.
Das Zusammenspiel der Charaktere hat mich total in einen Bann gezogen.

Die Briefe waren so herzzerreißend und gleichzeitig so wunderschön, dass man sich einfach in die Geschichte fallen lassen musste. Die Wendung am Ende habe ich ausnahmsweise mal nicht so kommen sehen und ich fand es einfach genial. Wie jedes Puzzleteil sich am Ende ins andere gefügt hat. Vi hat einfach ein Talent dafür, den Leser für sich und ihre Charaktere einzunehmen. Für mich gehört „Sleepless in Manhattan“ zu meinen absoluten Favoriten von dieser Autorin.

Ja, natürlich ist manches vielleicht etwas unrealistisch – aber so what? Ab und an braucht es auch ein paar viele Zufälle im Leben. Ab und an stören mich so unrealistische Komponenten in Romanen, aber hier hat es irgendwie einfach gepasst. Ja und manchmal braucht ein Leser auch einfach eine Märchengeschichte. Trotz der vielen romantischen Elemente gibt es aber auch – wie man es von dem Duo gewohnt ist – eine ordentliche Portion Humor zum Lachen.

Nicht nur einmal habe ich bei den Dating Erlebenissen laut aufgelacht. Ihre Art mit Dingen umzugehen fand ich richtig toll. Sie ist nicht nur witzig sondern gleichzeitig auch sehr herzlich. Als Leser muss man sie ins Herz schließen. Auch Sebastian mochte ich auf Anhieb. Er ist – meiner Meinung nach – der typische männliche Vi Charakter. Etwas barsch auf den ersten Blick, aber ein absolut gütiges Herz. Für mich passen die beiden wirklich perfekt zusammen. Und Birdie? Von diesem zauberhaften tollen Mädchen kann ich nicht genug schwärmen. Sie ist perfekt getroffen und einfach nur zum Knuddeln.

FAZIT.
Absolute Leseempfehlung für jeden Roman Fan – ich habe wirklich nichts zu kritisieren. Es hat mir von Seite 1 bis zur letzten gefallen. Für mich ein absolutes Highlight dieses Jahr.

Bewertung: 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 01.07.2021
Cruella, die Teufelin / Disney - Villains Bd.7
Valentino, Serena;Disney, Walt

Cruella, die Teufelin / Disney - Villains Bd.7


ausgezeichnet

ICH LIEBE DIE VILLAINS REIHE.
Dass die Bösewichte aus den Disney Märchen ihre eigene Buchreihe bekommen, fand ich schon von Anfang an toll. Auf dieses Buch habe ich mich persönlich ganz besonders gefreut und ich kann schon mal so viel verraten: ich wurde definitiv nicht enttäuscht!

Worum geht es?
Selbst die grausamsten Bösewichter kennen wahre Freundschaft, große Liebe und wagemutige Träume. So auch Cruella, die nun an der Reihe ist, ihre Geschichte zu erzählen. Sie handelt von einer einsamen Kindheit, aufsehenerregenden Outfits, einem fatalen Autounfall und von einer Frau, deren Leben dem Untergang geweiht ist. Es ist eine Geschichte über das schwierige Band weiblicher Freundschaft, über Mütter und Töchter und über brennendes, zerstörerisches Verlangen.

Meine Meinung.
Dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. Man konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Ich glaube tatsächlich, dass „Cruella, die Teufelin“ mein bisher liebstes Buch aus dieser Reihe ist. Am Anfang des Buches war ich so gespannt, ob man auch zu Cruella eine gewisse Sympathie aufbauen kann, denn sind wir ehrlich – niemand mag die Bösewichte eigentlich.

Aber die Storys schaffen es wirklich, dass man seine Einstellung nochmal überdenkt. So auch bei diesem Buch. Als Leser konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte fallen lassen und mich auf Cruella konzentrieren. Und ja, ich gebe zu, mit der Zeit habe ich auch eine gewisse Verbindung zu ihr gespürt. Die Autorin schreibt sehr eindringlich, emotional und spannend.

Man lernt sie von einer ganz anderen Seite kennen, denn auch sie hat vieles durchmachen müssen. Und wahrscheinlich hat sie das zu dem Menschen gemacht, der sie nun mal leider geworden ist. Die Beziehung zu ihrer Mutter ist zerstörerisch und gefährlich. Eigentlich möchte man ja gar kein Mitleid für den Bösewicht einer Reihe, aber irgendwie bekommt man es beim Lesen trotzdem.

Zur Story an sich muss ich glaube ich nicht viel sagen, jeder der diese Bücher liest, wird die Disney Filme genauso lieben wie ich. Zum Schreibstil kann ich noch sagen, dass es einfach fesselnd ist. Mir hat das Buch definitiv Lesevergnügen bereitet und ich freue mich sehr auf den nächsten Teil dieser Reihe.

FAZIT.
Auch dieses Buch – und die Protagonistin – haben mich wieder für sich eingenommen. Es hat einfach Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich kann die Reihe definitiv jedem Disney Fan empfehlen. Dieser Teil ist aber losgelöst von den restlichen Bänden und auch als Einzelband lesbar.

Bewertung: 5 von 5 Lesezeichen.

Bewertung vom 01.07.2021
Die verschwundene Schwester / Die sieben Schwestern Bd.7
Riley, Lucinda

Die verschwundene Schwester / Die sieben Schwestern Bd.7


ausgezeichnet

Worum geht es?
Aufgrund von zu vielen Zeichen lasse ich den Klappentext an dieser Stelle dieses Mal weg.

Meine Meinung.
Am Ende dieses Buches musste ich erstmal durchatmen. Mit dieser Wendung am Ende hätte ich so gar nicht gerechnet und war überrascht, denn eigentlich sollte dies der letzte Teil der Reihe sein. 1,5 Jahre habe ich gewartet und nun ist das Rätsel doch wieder nicht vollständig gelöst worden. Denn in der Danksagung habe ich dann gelesen, dass ein weiterer Teil über den geheimnisvollen Pa Salt erscheinen wird, der dann alles aufklären wird. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, denn die Wartezeit auf diesen Band war schon enorm lang. Ich habe mich einfach gefreut, das Rätsel endlich aufzuklären.

Ich weiß nicht, ob ihr die Autorin verfolgt, aber vor ein paar Tagen ist dann leider bekannt gegeben worden, dass sie verstorben ist. Für mich ein absoluter Schock, denn von ihren Leiden drang nichts an die Öffentlichkeit. Unglaublich traurig darüber möchte ich an dieser Stelle danke an diese tolle Autorin sagen. Danke, dass sie uns so viele tolle Geschichten geschenkt hat und mich immer wieder durch ihren raffinierten Schreibstil begeistert hat. Dass nie wieder ein neuer Roman von ihr erscheinen wird, ist für mich unbegreiflich. Der Goldmann Verlag hat in einem kurzen Post erklärt, dass sich die Familie von Lucinda Riley bald zu dem nicht veröffentlichten Buch über Pa Salt äußern wird.

Vielleicht bekommt diese genial durchdachte Reihe doch noch ihr verdientes Ende. Ich würde es mir für die Autorin wünschen, denn man hat in den Danksagungen der Bücher gemerkt, wie viel Herzblut sie in diese Reihe gesteckt hat. Auch, dass die Fans so viele Vermutungen über die Lösung des Rätels im Netz angestellt haben, hat sie jedes Mal erfreut.

Zu dem Buch an sich kann ich sagen, dass es für mich persönlich ein absolut gelungener Teil ist. Es war so schön, von allen Schwestern zu lesen. Wie es ihnen ergangen ist, wo sie sich aktuell befinden und wie sich ihr Leben umgekrempelt hat, nachdem sie ihre Vergangenheit aufgesucht haben. Die unterschiedlichen Perspektiven und die Schnitzeljagd durchs halbe Land fand ich spannend ohne Ende. Auch die siebte Schwester, die noch mehr Fragezeichen aufwirft, als man eh schon als Leser hat ist sehr interessant. Ich bin nur so durch die 820 Seiten geflogen und muss sagen, dass ich seit Langem kein Buch so schnell mehr beendet habe. Für diesen dicken Wälzer habe ich nur 3 Tage gebraucht – ich denke das spricht wirklich für sich. Die Geschichte ist spannend, rasant und voller neuer Geheimnisse. Man fragt sich immer mehr, wer dieser Pa Salt ist und wie die einzelnen Puzzleteile zusammengehören. Ich für meinen Teil kann mir absolut gar keinen Reim darauf bilden. Auch die Familie (die ich aufgrund von Spoiler Gründen hier nicht nenne), die immer wieder erwähnt wird und in diesem Teil eine so große Bedeutung bekommt, macht mich ganz wahnsinnig. Es ist einfach genial, wie sehr alle Handlungen miteinander verknüpft sind und ich hoffe so sehr, dass wir als Leser eine Auflösung bekommen.

FAZIT.
Ich denke, dass jeder meine Euphorie herauslesen kann. Lucinda Riley ist für mich eine großartige Autorin gewesen, von der ich jedes Buch geliebt und verschlungen habe. Danke für all die Geschichten und ganz besonders für die Schwestern Reihe. Ruhe in Frieden!

Bewertung: 5 von 5 Lesezeichen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.06.2021
Wer die Seele berührt / Kaleidra Bd.2
Licht, Kira

Wer die Seele berührt / Kaleidra Bd.2


sehr gut

Nachdem Band 1 ja mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger geendet hat, war ich sehr neugierig wie es nun weitergeht. Tatsächlich hätte ich mit dieser Wendung nicht gerechnet. Bitte lest die nachfolgende Rezension nur, wenn ihr Teil 1 bereit kennt.

Worum geht es?
Emilia und Ben wurden entführt. In den Fängen des Quecksilberordens sollen sie den Tria-Bund schließen und das Voynich-Manuskript entschlüsseln. Dabei kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, und auf einmal scheint alles, was die Orden zu wissen geglaubt haben, hinfällig. Doch die Quecks geben nicht auf und lassen Emilia keine Wahl: Gemeinsam mit Ben muss sie nach Kaleidra reisen - zum Ursprung aller Alchemisten -, wohlwissend, dass sie sich dadurch in große Gefahr begeben. Aber die Zeit arbeitet gegen sie, und die beiden stoßen mehr und mehr an ihre Grenzen. Denn Herz und Verstand sind nun mal nicht immer einer Meinung...

Meine Meinung.
Mich hat das Voynich-Manuskript schon immer informiert und ich fand es so genial, dass sich Kira Licht diesem doch sehr komplexen Thema angenommen hat. Mir kam das Thema im zweiten Band leider etwas zu kurz – ich hatte das Gefühl, dass es zwar ums Entschlüsseln ging, aber mir hat die Präsenz des Manuskripts gefehlt.

Emilia war mir in Band 1 schon sehr sympathisch und in diesem Teil macht sie nochmal eine Entwicklung durch, die sie reifer und erwachsener wirken lässt. Ihre Naivität kommt kaum noch zu Vorschein und sie handelt besonnener als noch in Teil 1. Trotzdem bleibt sie sich selber treu und setzt ihren Kopf durch, wenn sie der Meinung ist, dass sie Recht hat. Was sie für mich einfach nur noch sympathischer macht. Die Story zwischen ihr und Ben wird immer interessanter, nachdem sie etwas sehr Wichtiges erfahren. Können sie vielleicht doch zusammen sein? Diese Frage werde ich euch hier nicht beantworten, aber die Liebesgeschichte nimmt auf jeden Fall eine sehr interessante Wendung. Hier beweist die Autorin, dass sie sich im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht hat, um einen roten Faden in die Geschichte zu bringen. Allgemein kann man sagen, dass die Geschichte sehr komplex und unheimlich gut ausgearbeitet ist. Die einzelnen Puzzleteil passen nach und nach zusammen und ich bin mir sicher, dass es im finalen Band noch einen Kracher geben wird, mit dem der Leser nicht rechnet.

In der Mitte war es meiner Meinung nach etwas zäh und hat sich gezogen. Ab und an musste ich manche Dinge auch zweimal lesen, weil es alles sehr verstrickt war. Im letzten Drittel konnte ich das Buch dann aber kaum noch weglegen, weil ein Ereignis das nächste jagt und man wieder in die Geschichte gezogen wird. Auch dieser Teil endet natürlich mit einem Cliffhanger, jedoch fand ich den vom ersten Teil deutlich fieser.

FAZIT.
Ein gelungener 2. Teil mit einer Länge in der Mitte. Trotzdem war auch dieser Teil spannend und die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen. Ich hoffe, im finalen Band geht es wieder vermehrt um das Manuskript und man bekommt nochmal dieses mystische feeling, das in Band 1 aufgekommen ist.

Bewertung: 4 von 5 Lesezeichen.

Bewertung vom 25.05.2021
Fly & Forget / Soho-Love Bd.1
Tramountani, Nena

Fly & Forget / Soho-Love Bd.1


sehr gut

EINE SCHÖNE GESCHICHTE, WIE SIE DAS LEBEN SCHREIBT.
Diese Trilogie aus dem Penguin Verlag hat mich schon in der Vorschau total angesprochen und ich habe mich sehr auf das Lesen gefreut. Im Vorfeld habe ich stark abweichende Kritiken zu dem Buch gelesen, mich davon aber nicht beeinflussen lassen – im Gegenteil: ich wurde nur noch neugieriger.

Worum geht es?
Journalismus-Studentin Liv steht vor den Scherben ihrer Beziehung und kann dem Schicksal nicht genug danken, als sie im teuren London überraschend eine WG findet. Doch dann begegnet sie dem einzigen männlichen Mitbewohner und ihr Herz setzt einen Schlag aus: Noah ist kein Fremder, sondern ihr ehemaliger bester Freund. Der sie im Stich ließ, als sie ihn am dringendsten brauchte. Und den sie nach drei Jahren Funkstille kaum wiedererkennt. Aus ihrem Seelenverwandten ist ein unverschämt attraktiver Aufreißer geworden. Als Liv die Chance bekommt, sich für all den Schmerz an Noah zu rächen, zögert sie nicht: Sie schreibt einen Artikel für die Collegezeitung, wie man einen Herzensbrecher bekehrt – und Noah ist ihr Testobjekt. Allerdings hat sie diese Rechnung ohne ihre sorgfältig verdrängten Gefühle gemacht.

Meine Meinung.
In den letzten Jahren gab es unzählige Bücher, die in London spielten – einfach weil es so scheint, als würden die Leute die Stadt lieben. So auch ich. Ich finde London vielseitig, spannend und bewegend. Genau so war diese Geschichte auch. Das Setting wurde von der Autorin wunderbar eingefangen und man hat sich definitiv nach London versetzt gefühlt. Liv und Noah sind tolle Protagonisten, die einen schnell ans Herz gehen – Liv ein bisschen schneller zugegebenermaßen. Ihre Geschichte wird abwechselnd aus ihren Sichten erzählt. Man bekommt dank der einfühlsamen Schreibweise der Autorin einen immer intensiveren Einblick in ihre Gedankenwelt.

Eigentlich bin ich kein Fan von diesen tyischen Macho Männern in Büchern, weil sie meistens einfach plump wirken. Auch bei Noah war es anfangs etwas schwierig, aber im Laufe der Geschichte mochte ich auch ihn. Die Vergangenheit der Beiden ist seit Jahren verknüpft – und das nicht auf eine positive Art und Weise. Man bekommt als Leser die volle Bandbreite an Kummer, Trauer, Schmerz aber auch Hoffnung, Liebe und Freundschaft. Es ist von allem etwas dabei. Und die Autorin hat jede dieser Emotionen so unfassbar nah an den Leser gebracht, dass man es fast selber spüren konnte. Mir persönlich haben die Nebencharaktere auch unfassbar gut gefallen.

Als Leser will man unbedingt wissen, wieso Noah so abgekapselt und distanziert ist. Auch Liv versucht ihn immer mehr zu verstehen und die Dynamik der beiden verändert sich zusehends. Es ist, als wäre da immer schon ein Band gewesen, das zwar brüchig ist, aber nicht reißen will. Das Ende der Story hat definitiv zu den Charakteren gepasst und mir hat die gesamte Story an sich sehr gut gefallen.

Es ist natürlich so, dass man in diesem Genre das Rad nicht neu erfinden kann, trotzdem hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten und ich möchte auch den nächsten Band lesen.

FAZIT.
Eine schöne Geschichte, die ans Herz geht. Spannung und viel Witz sind ebenfalls mit am Start. Ich persönlich kann die Geschichte für alle Romanleser auf jeden Fall weiterempfehlen. Ein Highlight war es zwar nicht, aber ich habe es wirklich genossen.

Bewertung: 4 von 5 Lesezeichen.

Bewertung vom 17.05.2021
A History of us - Vom ersten Moment an / Willow-Creek-Reihe Bd.1
DeLuca, Jen

A History of us - Vom ersten Moment an / Willow-Creek-Reihe Bd.1


ausgezeichnet

MITTELALTER MEETS GILMORE GIRLS.
Was habe ich den Klappentext gefeiert! Ich wollte dieses Buch so unfassbar gerne lessen und wurde nicht enttäuscht.

Meine Meinung.
Was habe ich mich auf diese Geschichte gefreut. Der Klappentext hat bei mir so viel Lust auf’s Lesen ausgelöst, ich kann’s gar nicht sagen. Privat war ich schon öfters auf Mittelalterfesten und ich liebe dieses feeling und die Zusammengehörigkeit. Wie schön, dass sich eine Autorin dem angenommen hat und eine Geschichte darüber geschrieben hat.

Der Kleinstadt Charme ist vollends auf mich übergeschwappt und ich mochte die kleine Gemeinde auf Anhieb. Man fühlt sich als Lesers richtig wohl.

Aber ich fange mal bei den Charakteren an. Simon war nicht so ganz mein Fall anfangs, muss ich gestehen. Im Laufe der Geschichte hat sich dies aber gebessert. Den kompletten Charmebolzen Bonus bekommt er zwar nicht von mir, aber einen Sympathiepunkt. Emily hingegen fand ich auf Anhieb klasse. Ihre Aufopferungsbereitschaft gegenüber anderen Menschen hat mich tief berührt. Lieber steckt sie zurück als jemand aus ihrem Umfeld. Mir hat es persönlich sehr gut gefallen, dass sie mit der Zeit aber immer mehr auch auf sich und ihre Bedürfnisse und Ziele im Leben achtet. Wo sie anfangs sehr zurückhaltend war, taut sie immer mehr auf und am Ende ist sie eine Frau, die weiß was sie will.

Das Buch ist eine Mischung aus Humor, Charme und ganz viel Liebe zum Detail. Alleine die liebevolle Gestaltung des Settings und des Festivals – es hat einfach gepasst. Ebenfalls toll fand ich, dass die Geschichte nicht nur um ein Hin und Her zwischen zwei Charakteren ging sondern wirklich eine message und eine weitere Handlung hatte. Ich habe das Festival so gerne verfolgt und fand es schön, wie man immer mehr Schnipsel aus der Vergangenheit der Charaktere erhalten hat. Auch das Miteinander der einzelnen Figuren war so schön zu lesen. Man wünscht sich einfach selber so eine Gemeinschaft, die einen auffängt, wenn man es braucht aber auch mit einem lacht.

Es war einfach ein Buch zum Wohlfühlen und darin versinken. Am besten mit einer Tasse warmer Schokolade und unter der Decke gekuschelt. Ich fand es einfach schön und die Willow Creek hat es mir total angetan.

FAZIT.
Ihr wollt etwas zum Entspannen und Wohlfühlen? Dann seid ihr mit diesem Buch definitiv auf der richtigen Seite. Ich für meinen Teil freue mich sehr auf den Folgeband! Einen halben Stern ziehe ich leider für Simon ab, er war einfach nicht so mein Fall.

Bewertung: 4,5 von 5 Lesezeichen.

Bewertung vom 17.05.2021
Das Lied der Nacht / Die Wayfarer-Saga Bd.1
Bernard, C. E.

Das Lied der Nacht / Die Wayfarer-Saga Bd.1


ausgezeichnet

BRUTAL UND FASZINIEREND.
Schon im Voraus habe ich auf dieses Buch hingefiebert und war aufgrund der vielen Interviews so neugierig, dass ich es gleich nach Erscheinen gelesen habe. Ich wurde vorab schon gewarnt, dass es äußerst heftig wird, aber mit dieser Art von Geschichte habe ich trotzdem nicht gerechnet…

Worum geht es?
»Ich erzähle euch eine Geschichte. Sie beginnt in einem finsteren Tal mit hohen, schneebedeckten Bäumen. Sie beginnt mit einem einsamen Wanderer in den fahlen Stunden des Zwielichts, in der bläulich glänzenden Dämmerung. Sie beginnt mit einer Frage. Fürchtet ihr euch?«

Die deutsche Fantasy-Autorin C.E. Bernard hat ein episches, bewegendes und beeindruckendes Meisterwerk geschaffen, das High-Fantasy-Leser feiern werden. »Das Lied der Nacht« ist die Geschichte des in sich gekehrten Wanderers Weyd und der mutigen Bardin Caer, die gemeinsam vor einer fast nicht zu bewältigenden Aufgabe stehen: Feuer in einer Welt entzünden, in der Schatten, Albträume und Furcht regieren. Und die einzige Hoffnung, die sie in diesem Kampf haben, ist ein Lied ...

Meine Meinung.
Wow… Ich weiß immer noch nicht, ob ich bereit bin, diese Rezension zu schreiben. Nach Beenden des Buches habe ich erstmal tief durchatmen müssen und mir ein paar Tage gegeben, das Gelesene zu verarbeiten. Klingt heftig? Jab, war es auch für mich. Das Buch enthält viele düstere und äußerst brutale Szenen, die definitiv nichts für schwache Nerven sind. Für mich waren die Szenen, in denen Tiere auf bestialischste Weise getötet werden die Schlimmsten. Ich kann sowas kaum ertragen – jeder der mich kennt, weiß wie sehr ich Tiere liebe. Manchmal musste ich das Buch kurz zur Seite legen, weil es mich wirklich sehr belastet hat.

Trotzdem hat dieses Buch eine gewisse Faszination aufgrund des komplexen und andersartigen Schreibstils auf mich ausgeübt. Ja, es war definitiv auch sehr spannend und die Geschichte in keinster Weise vorhersehbar. Man konnte sich auf nichts einstellen, was ich an Büchern liebe.

Zum Inhalt kann man bei diesem Buch kaum was sagen, denn keine Worte können das beschreiben. Es geht um alte Mythen, Geheimnisse und Legenden. Eine Stadt, die viel erlebt hat und mit eisernen Faust regiert wird. Alles ist gespickt mit High-Fantasy Elementen und der Aufbau dieser Welt ist bis ins kleinste Detail durchdacht worden. Die Charaktere haben so viele Facetten und sind allesamt interessant.

Anfangs war es zwar etwas schwer in die Geschichte reinzukommen, da der Satzbau sehr gewöhnungsbedürftig ist. Man muss sich darauf einlassen, dann fliegen die Seiten definitiv nur so dahin. Allerdings fand ich es auch oftmals sehr anstrengend, weil die Kapitel bis zu 50 Seiten oder mehr haben. Ich bin kein Fan von so wahnsinnig langen Kapiteln, wenn die Geschichte an sich schon schwere Kost ist – was nicht negativ gemeint ist. Man braucht einfach ab und an eine Verschnaufpause.

FAZIT.
Ein Buch, das mich schockiert und gleichzeitig fasziniert zurückgelassen hat. Für alle, die High Fantasy und düstere – und sehr brutale – Geschichten lieben, sollten es auf jeden Fall lesen. Warum ich das so deutlich sage? Weil ich finde, dass jemand der sehr zartbesaitet ist, dieses Buch nicht lesen sollte. Mich beschäftigt vieles immer noch und wird lange in mir nachhallen. Da die Geschichte so unfassbar komplex und facettenreich gestaltet war, kann ich trotz der unerwarteten Brutalität nur einen Punkt abziehen für die Brutalität. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich den nächsten Teil lesen werde.

Bewertung: 4 von 5 Lesezeichen.

Bewertung vom 23.04.2021
Das verlorene Buch / Die ältesten Flüche Bd.2
Clare, Cassandra;Chu , Wesley

Das verlorene Buch / Die ältesten Flüche Bd.2


ausgezeichnet

DIE LANG ERSEHNTE FORTSETZUNG.
Endlich erfahre ich es, wie es mit meinem absoluten Traumpaar Malec weitergeht. Ich habe mich so sehr auf die Fortsetzung gefreut.

Worum geht es?
Seit der Adoption des kleinen Max genießen Magnus Bane und Alec ein nahezu idyllisches Leben – so idyllisch, wie es für einen Hexenmeister und einen Schattenjäger mitten in New York eben möglich ist. Bis eines Nachts zwei alte Bekannte in ihr Apartment einbrechen und das mächtige »Weiße Buch« stehlen. Mit dessen Hilfe könnten sie höchst unheilbringende Kräfte entfesseln, und so nehmen Alec und Magnus die Verfolgung der Diebe auf. Die Spur führt nach Shanghai, mitten hinein in einen Hort dunkler Magie und einen scheinbar unbezwingbaren Dämonenangriff. Als einzige Rettung bleibt nur der direkte Weg ins Totenreich ...

Meine Meinung.
Da ist sie wieder, meine Liebe zu dieser Welt, zu diesen Charakteren – einfach zu allem was mit Shadowhunters zu tun hat. Magnus Bane gehört seit Anfang an zu meinen absoluten Lieblingscharakteren, ich finde man muss ihn lieben. Deshalb war ich so begeistert, dass er in dieser Reihe die Hauptrolle einnimmt. Band 1 fand ich schon genial, Band 2 hat nochmal eine Schippe drauf gelegt.

Allgemein schafft Cassandra Clare es wirklich immer wieder, dass es von Band zu Band nur noch spannender wird. Dieses Mal entführt sie uns straight ins Reich der Toten. Diese düstere und bedrückende Stimmung, die ich schon in Teil 6 der Chroniken der Unterwelt empfunden habe, war sofort wieder da. Es ist einfach so unfassbar toll geschrieben und ich hatte stellenweise richtig Gänsehaut. Der bildhafte Schreibstil fesselt den Leser erneut an das Buch – für mich definitiv ein pageturner. Ich hab’s von vorne bis hinten geliebt. Am Ende gerät man in einen richtigen Sog, weil man am liebsten alles aufsaugen will. Ihr merkt, ich liebe diese Welt einfach so sehr.

Auch die Jagd auf Dämonen kam natürlich nicht zu kurz und Cassies Schreibstil bleibt für mich einzigartig. Trotzdem baut sie immer wieder humorvolle Momente ein, um alles ein wenig aufzulockern.

Einen mini kleinen Kritikpunkt habe ich aber doch. Wo ist mein geliebtes Malec Team in diesem Teil gewesen? Irgendwie hat ein klein wenig der Zauber der Beiden gefehlt. Da hätte ich mir einfach mehr intensive Momente gewünscht, einfach weil die beiden für mich das Traumpaar schlechthin sind. Aber wenn ich ehrlich bin hat der Fakt, dass Clary, Simon, Jace und Isabell wieder auftauchen alles wettgemacht. Wie sehr habe ich mir es gewünscht wieder was von ihnen zu lesen. Es war wie Heimkommen!

FAZIT.
Bitte noch mehr Bücher! Mein erneuter Ausflug in die Shadowhunter Welt lässt mich wieder glücklich zurück und ich kann es nicht erwarten in das nächste Buch einzutauchen. Ich hoffe wirklich, dass diese Reihe noch ewig weitergeht – einfach weil sie nicht an Qualität verliert. Für mich mit die besten Fantasy Bücher in meinem Regal.

Bewertung: 5 von 5 Lesezeichen.

Bewertung vom 27.03.2021
Free like the Wind / Kanada Bd.2
Mohn, Kira

Free like the Wind / Kanada Bd.2


sehr gut

TRAUMHAFTE LANDSCHAFT UND GROSSE EMOTIONEN.
Band 1 war für mich fast magisch, so wie die Umgebung Kanadas beschrieben wurde. Ich habe die Landschaftsszenen wirklich geliebt und war sehr gespannt, ob Band 2 mithalten kann.

Meine Meinung.
Zugegeben war ich etwas skeptisch, denn so leid es mir tut, aber Cayden war alles andere als sympathisch in Band 1. Man konnte nicht mal Bad Boy sagen, es war einfach ein Verhalten, das man nicht akzeptieren kann. Kurzum: Ich habe ihn echt gehasst. So ganz konnte ich mir nicht vorstellen, wie er nochmal meine Sympathien gewinnen soll. Ganz im Gegenteil zu Rae – sie mochte ich schon in ersten Teil sehr gerne.

Rae ist eine sehr vielschichtige Protagonistin, die einen eher sanft und leise an ihrer Gedankenwelt teilnehmen lässt. Vor ihren Freunden lässt sie sich ihren tiefsitzenden Schmerz nicht anmerken. Für sie ist Rae immer die freundliche, fröhliche und hilfsbereite Freundin, auf die man sich verlassen kann. Ich finde ihre sensible und gleichzeitig emotionale Art sehr erfrischend und ich habe sie im Laufe der Geschichte immer lieber gewonnen. Ihr schwerer Verlust macht sie letztendlich stärker statt schwächer – eine Eigenschaft, die nicht jeder hat.

Cayden hat es mir definitiv schwerer gemacht. Ich fand ihn einfach grauenhaft und (sorry für den Ausdruck) ein Arschloch vom Allerfeinsten. Allerdings merkt man durch seine Perspektive, dass er doch noch eine andere Seite hat. Doch die zeigt er - genau wie Rae – niemanden. Nach und nach bekommt man immer mehr Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt. Trotz seiner sensiblen Seite konnte ich leider bis zum Ende hin keine wirkliche Verbindung zu ihm aufbauen. Vielleicht einfach, weil mir Teil 1 zu sehr im Gedächtnis geblieben ist. Trotzdem passen die Beiden gut zusammen und können sich gegenseitig heilen. Ich finde sie macht ihn zu einem besseren Menschen und er holt eine Seite an ihr zum Vorschein, die sie aufblühen lässt.

Kira Mohn schreibt an vielen Stellen fast poetisch und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Mich hat Band 2 nicht ganz so überzeugt wie der erste Teil, trotzdem mochte ich auch ihn.

FAZIT.
Eine sehr ruhige und leise Geschichte, die von großen Gefühlen, Freundschaft und Selbstfindung handelt. Manchmal vielleicht auch ein wenig zu still. Jeder, der nicht unbedingt ein großes Drama braucht, kommt hier definitiv auf seine Kosten.

Bewertung: 4 von 5 Lesezeichen.