Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Schnuck59
Wohnort: Bad xxx
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 37 Bewertungen
Bewertung vom 03.03.2019
SommerLust   Erotische Geschichten
Walker, Amy

SommerLust Erotische Geschichten


gut

In „Sommerlust“ von Amy Walker gibt es 5 erotische Geschichten mit verschiedenen Situationen und unterschiedlichen Charakteren.
Orte, Personen und erotischen Fantasien sind flüssig und gut beschrieben. Die erotischen Anteile sind ansprechend und prickelnd.
Ich empfand die Länge der Geschichten mit durchschnittlich 70 Seiten unpassend, entweder kurz und knackig oder mit höchstens zwei Geschichten fände ich ein Taschenbuch mit 300 Seiten besser. Das Cover ist sehr ansprechend. Die Gestaltung mit Anfang einer neuen Geschichte mitten auf der Seite hat mir nicht zugesagt.

Bewertung vom 02.03.2019
Was uns erinnern lässt
Naumann, Kati

Was uns erinnern lässt


ausgezeichnet

In „Was uns erinnern lässt“ erzählt Kati Naumann die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen, die in der Sperrzone lebte und umgesiedelt wurde.

Kati Naumann wurde 1963 in Leipzig geboren, ist Schriftstellerin, Autorin und war Museologin in einem Buch- und einem Musikinstrumentenmuseum. Sie lebt mit ihrer Familie in Leipzig und London. Die Themen Thüringer Wald und Sperrgebiet haben sie durch den Wohnort ihrer Großeltern immer begleitet und das Schreiben war für sie wie eine Zeitreise in ihre Vergangenheit mit glücklichen Erinnerungen.

Der Roman ist in zwei Erzählsträngen geschrieben. Die Geschichte der fiktiven Familie Dressel im Hotel Waldeshöh im Thüringer Wald von 1945 bis 1977 und von Milla, die 2017 auf ihrer Suche nach „Lost Places“ den überwucherten Keller des ehemaligen Hotels entdeckt.
Der Schreibstil ist flüssig und gefühlvoll. Der Inhalt ist sehr gut ausgearbeitet. Die eingearbeiteten Erinnerungen und vielen Hintergrundrecherchen ergeben einen guten und atmosphärischen Einblick in die gesellschaftspolitischen und persönlichen Situationen. Kati Naumann hat viele unterschiedliche reale Details eingearbeitet, durch die ein Teil unserer deutsch-deutschen-Geschichte dargestellt wird. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, lebendig und authentisch.

Mir hat dieser Roman mit einem Stück unserer nahen Zeitgeschichte rund um das Leben in der Sperrzone, mit Erinnerungen und Gedanken zur Heimat sehr gut gefallen.

Bewertung vom 04.12.2018
Überleben unter Kollegen
Fischedick, Mathias

Überleben unter Kollegen


ausgezeichnet

In „Überleben unter Kollegen“ zeigt Mathias Fischdick wie die Zusammenarbeit mit Nervensägen gelingen kann. Nach Jahren in Führungspositionen kennt er die zwischenmenschlichen Herausforderungen in der täglichen Zusammenarbeit und arbeitet jetzt als Jobcoach mit Angestellten und Führungskräften.
Im ersten Teil des Buchs „Der tägliche Wahnsinn mit den Kollegen“ lernt der Leser ein fiktives Unternehmen und seine Mitarbeiten mit ihrem typischen Arbeitsalltag kennen. So wird der alltägliche Wahnsinn bei der Arbeit sehr deutlich.
Warum manche Kollegen so anstrengend sind – die wollen doch nur spielen. Mit dem Spiel des Lebens und seinen nicht allgemeingültigen Regeln beschäftigt sich der zweite Teil.
In Teil drei geht es um die innere Haltung nach dem WOW!-Prinzip, eine innere Haltung, die die Zusammenarbeit mit herausfordernden Kollegen erleichtern kann. Die Grundpfeiler des Prinzips Wahrnehmung, Offenheit und Wertschätzung werden erläutert und durch unterschiedliche praktische Teile dargestellt. Es wird deutlich, wie wichtig diese Punkte für das Zusammenspiel im Alltag ist.
Der Schreibstil ist sachlich und locker, teilweise humorvoll. Die Ansätze und Gedanken sind gut aufgebaut und durch die Erläuterungen, auch aus der Praxis, gut nachvollziehbar. Übungen, Selbstreflexionen, Fragen und unterschiedliche Tools beziehen den Leser sehr gut ein, regen zum Nachdenken an und machen die Zusammenhänge klarer und bewusster.
„Alles, was uns bewusst ist, können wir beeinflussen“
Die Ausführungen zu unseren Wertevorstellungen und Emotionen fand ich zur Selbst- und Fremdwahrnehmung sehr aufschlussreich und bezogen auf die Zusammenarbeit mit Kollegen sehr interessant. Am Ende des Buchs haben mich die Aufzählungen der unterschiedlichen Werte und Emotionen beeindruckt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen verbessern möchte.

Bewertung vom 28.10.2018
Neue Montagsgedanken

Neue Montagsgedanken


ausgezeichnet

In „Neue Montagsgedanken“ hat die Herausgeberin Ellen Nieswiodek-Martin 52 Impulse zum Wochenbeginn von unterschiedlichen Frauen zusammengefasst. Sie erzählen, wie sie im Alltag Gott begegnen.
Ellen Nieswiodek-Martin ist Chefredakteurin der christlichen Frauenzeitschrift LYDIA und Herausgeberin mehrerer christlicher Bücher.
Den 52 Kurzgeschichten liegt jeweils ein Bibelvers zugrunde und es gib Gedanken und Impulse zu Alltagsthemen, persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Diese sollen Denkanstöße geben und mit neuen christlichen Impulsen einen guten Start in die Woche anregen. Die Geschichten sind zwar dem Jahresverlauf angepasst, können aber unabhängig davon gelesen werden und sind inspirierende Gedanken, gut für den Wochenanfang.
Ich fand in diesem Buch durch die unterschiedlichen Gedanken zu Glauben und Leben vielerlei Anregungen.
„Lasst uns also nicht müde werden, Gutes zu tun. Es wird eine Zeit kommen, in der wir eine reiche Ernte einbringen. Wir dürfen nur nicht vorher aufgeben!“ Galater 6,9

Bewertung vom 24.10.2018
Die Magie der Farben
Hohn, Stefanie

Die Magie der Farben


ausgezeichnet

In ihrem Roman „Die Magie der Farben“ schreibt Stefanie Hohn eine Lebens- und Liebesgeschichte, die durch das Auftauchen einer Frau wieder lebendig wird.
Durch den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfährt man viel über die Feundschaft/Beziehung zwischen Paul und Aurelie. Ihre unterschiedlichen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Paul war und ist ein Eigenbrötler. Als Raumausstatter führt er mit seiner Frau einen kleinen, veralteten Stoffladen. Seine Liebe zur Malerei verheimlicht er ihr. Aurelie ist weltgewandt und selbstbewusst, aber auch unglücklich und depressiv. Hoffnungen für ein gemeinsames Leben erfüllten sich nicht. Aber wären sie miteinander glücklich geworden? Mit dem Auftauchen einer Frau im Stoffladen wird für Paul die Vergangenheit wieder lebendig, was dann auch sein ganzes Leben verändert. Der Schreibstil ist flüssig und es werden viele persönliche Hintergründe aufgezeigt. Poetische und psychologische Anteile machten für mich die Geschichte zusätzlich interessant.
Der Inhalt des Romans rund um Hoffnungen, Träume und Sehnsucht hat mir gut gefallen.

Bewertung vom 08.04.2018
Die Stille, die im Schatten blüht
Feiersinger, Christina

Die Stille, die im Schatten blüht


ausgezeichnet

In „Die Stille die im Schatten blüht“ bringt Christina Feiersinger die Notizen des an der seltenen, hoch fieberhaften rheumatischen Systemerkrankung Morbus Still erkrankten Südtirolers Simon Mayr in Romanform.
Christina Feiersinger ist 1992 geboren und studierte Germanistik und Medien an der Universität Innsbruck. Sie ist als Schriftstellerin, Texterin und Fotografin tätig.
Mit einem flüssigen und einfühlsamen Schreibstil beschreibt die Autorin in der Ich-Perspektive die Lebens- und Leidensgeschichte des jungen Südtirolers. Die Symptome, allerdings nicht die Ursache, seiner Erkrankung wurden anfangs bekämpft. Nach Zeiten von Schwäche, Schamgefühl und Ängsten merkte er, dass er sein Leben selbst in die Hand nehmen musste. Er überwand die Angst vor der Auseinandersetzung mit sich selbst und stellte sich seiner Krankheit. Dabei war ihm seine Frau Marlene, seiner Begleiterin und Seelenverwandten, die Liebe seines Lebens, die größte Unterstützung.
Durch seine Geschichte wird deutlich, dass Heilung nicht nur auf der körperlichen Ebene geschehen kann, sondern auch auf geistiger und seelischer Ebene. Der Heilungsprozess kann dabei durch unterschiedliche medizinische Methoden unterstützt werden.
Ich finde Christina Feiersinger gibt die sehr persönlichen Gedanken von Simon Mayr sehr gut wieder. Das Buch kann mit seinen teilweise philosophischen Anteilen Kranken bei dem Umgang mit ihrer Erkrankung helfen und sie ermutigen das Ruder selbst in die Hand zu nehmen.

Bewertung vom 31.01.2018
Die Schatten von Ashdown House
Cornick, Nicola

Die Schatten von Ashdown House


sehr gut

(0)

In ihrem Roman „Die Schatten von Ashdown House“ verknüpft Nicola Cornick durch eine Rahmenhandlung in unterschiedlichen Zeitfenstern historische Fakten mit den Liebesschicksalen dreier Frauen.

Die Geschichte der drei Frauen spielen in verschiedenen Zeiten, um 1650 Elisabeth von Böhmen, um 1800 die Memoiren einer Kurtisane und in der Gegenwart Holly, die nach ihrem verschwundenen Bruder Ben sucht. Bindendes Glied zwischen den Geschichten sind eine Sistrin- Perle und ein Kristallspiegel mit zerstörerischer Kraft.

Der Schreibstil ist flüssig und die Atmosphäre der jeweiligen Epoche ist gut ausgearbeitet. Nach und nach fügen sich die Verbindungen zusammen und Zusammenhänge werden erkennbar. Die Liebesschicksale sind emotional dargestellt und die Charaktere der einzelnen Protagonisten nachvollziehbar.

Mich persönlich haben die mystischen und unrealistischen Punkte etwas gestört. Auch fand ich es anfangs schwer die Zusammenhänge zu erkennen. Am Ende ergibt sich eine in sich stimmige Geschichte rund um Vergangenheit, Liebe und Mystik.

Bewertung vom 14.01.2018
Die Lichter von Paris
Brown, Eleanor

Die Lichter von Paris


gut

In „Die Lichter von Paris“ von Eleanor Brown findet die junge Amerikanerin Madeleine die Tagebücher ihrer Großmutter.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen in der Ich-Perspektive erzählt; die Zeit der freiheitsliebenden Großmutter Magie 1924 und der nicht glücklichen Madeleine 1999. Die beiden jungen Frauen fühlen sich durch die Regeln in der Gesellschaft und ihrer Familie vorbestimmt und eingeschränkt. Ihre Art damit umzugehen, das Leben zu gestalten um die eigenen Träume zu verwirklichen, ist verschieden. Ihre Charaktere sind mit den unterschiedlichen Ausprägungen zwischen Selbstmitleid und Emanzipation gut ausgearbeitet. Es wird deutlich wie wichtig es ist das Leben selbst zu gestalten. Hier sollten wir selbst Regie führen und unsere Zukunft nicht von anderen vorherbestimmen lassen. Die Atmosphäre der wilden 20er Jahre in Paris wird deutlich, könnte aber noch weiter ausgearbeitet sein.

Der Geschichte rund um die beiden Frauen und die Tagebücher hat mich nicht gepackt. Mir fehlt es an einer gewissen Spannung und an Tiefe bezogen auf die familiären Zusammenhänge.

Bewertung vom 11.12.2017
Autsch
Dölling, Katharina

Autsch


ausgezeichnet

Anamnese:
Katharina Dölling, geboren 1966, setzt sich schon immer mit gesellschaftsrelevanten Themen auseinander. In ihrem Erstlingswerk „Autsch! Geschichten aus der Praxis“ hat sie ihre Erfahrungen als chronisch Erkrankte realsatirisch aufgearbeitet. In siebzehn Kurzgeschichten beschreibt sie wahre Gegebenheiten aus subjektiver Patientensicht und weist so ganz deutlich auf die Missstände im Gesundheitssystem hin.

Symptome:
Der Schreibstil ist locker, teilweise humorvoll angehaucht und leicht sarkastisch. Katharina Dölling schreibt über ihre vielfältigen Erlebnisse mit Ärzten, bei denen viele Kassenpatienten nur nicken können, da sie diese in ähnlicher Art auch schon gemacht haben. Die Schwachpunkte im Gesundheitswesen werden durch ihre Erzählungen deutlich.

Diagnose:
Patient – lateinisch patiens, deutsch geduldig, aushaltend, ertragend
Die heutige Realität wird in diesem Buch gut dargestellt. Als Patient leidet man nicht nur an einer Krankheit, sondern als Kassenpatient unter dem System und den Ärzten.

Therapie:
Die Autorin macht deutlich, dass wir wieder qualifizierte, empathische und patientenorientierte Kassenärzte brauchen.

Bewertung vom 29.10.2017
Zugzwang - Joshua Trempes erster Fall
Kohl, Erwin

Zugzwang - Joshua Trempes erster Fall


ausgezeichnet

In seinem Niederrhein-Krimi „Zugzwang“ beschreibt Erwin Kohl die Ermittlungen rund um die Ermordung des Inhabers einer Werbeagentur und dessen Frau. Diese steht in Zusammenhang mit nicht hörbaren Botschaften zur Beeinflussung der Menschen.

Erwin Kohl wurde 1961 am Niederrhein geboren. Er arbeitet als freier Journalist und hat elf Kriminalromane und zahlreiche Kurzgeschichten mit meist realen Begebenheiten geschrieben.

Der Schreibstil ist flüssig und detailreich. Durch die Morde wird schon am Anfang Spannung aufgebaut, die sich im Verlauf der Ermittlungsarbeit noch verstärkt. Sowohl private als auch dienstliche Aspekte spielen bei Hauptkommissar Joshua Trempe und innerhalb der Mordkommission eine Rolle. Die unbewusste Beeinflussung der Menschen durch versteckte Botschaften in Werbespots macht nachdenklich, da diese „subliminalen Botschaften“ schon 1957 angewendet wurden. Welch erschreckende Entwicklung ist vorstellbar.

Mir hat die Entwicklung des Falls rund um die unbewusste Beeinflussung gut gefallen.