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Benutzername: Lea
Danksagungen: 9 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 157 Bewertungen
Bewertung vom 21.10.2019
Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello
Greiner, Lena; Padtberg-Kruse, Carola

Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello


sehr gut

Wer seine Lachmuskeln trainieren will, greift mit dem Buch „Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello“ zum Großteil genau richtig. Wer in der Öffentlichkeit nicht durch laute Lacher auffallen will, sollte das Buch lieber drinnen lesen. Für den schönen Spaß gibt es vier lustige Sterne.

„Nenne drei Streichinstrumente“ ist der dritte Teil aus der Reihe „Witzige Schülerantworten und Lehrersprüche“ von Spiegel Online. Die ersten beiden habe ich nicht gelesen, kenne aber ein paar Episoden. In diesem Band wurden die kuriosesten Szenen und Antworten aus dem Unterricht in folgende Bereiche aufgeteilt: Erdkunde, Musik, Biologie, Deutsch, die schönsten Ausreden, Chemie, Englisch, Mathe, Religion, Geschichte, seltsame Pädagogen und Geständnisse aus dem Lehrerzimmer. Der Blick von den Schülern auf die Lehrer (seltsame Pädagogen), ist wohl zum ersten Mal mit dabei.

Viele Zitate und Geschichten haben mir wirklich gut gefallen. Sie regen zum Schmunzeln an oder lassen einen auch mal laut mit dem Lachen rausplatzen. Andere haben nicht ganz meinen Humor getroffen, aber da wird jeder seinen persönlichen Geschmack haben. Ich finde es auch ganz nett, wie die Zitate in den Fließtext von den zwei Autorinnen eingearbeitet werden, sodass man auch eine Hinleitung hat. Hier gibt es aber auch meinen kleinen Kritikpunkt: Die Kapitel beginnen stets mit einem kleinen Überblick, in dem auch schon Beispiele genannt werden, die später dann nochmal (meist) etwas ausführlicher als Zitat dargestellt werden. Diese Dopplung finde ich ein bisschen unnötig. Entweder im Fließtext oder später als Zitat, beides muss nicht sein.

Trotzdem ist dieses Buch eine nette Lektüre, die so manch grauen Alltag versüßt und lustiger macht. Es macht sicherlich auch Spaß das Buch mit anderen zusammen zu lesen und dann gemeinsam darüber zu lachen. Ach ja und was ist ein Sultan? Ganz klar: „Ein Bewohner von Sylt“!

Bewertung vom 21.10.2019
Unter einem guten Stern
Darke, Minnie

Unter einem guten Stern


gut

„Unter einem guten Stern“ ist nach kurzen Anfangsschwierigkeiten doch ein sehr nettes Buch gewesen und bekommt gute drei Sterne.

Justine begegnet ihrer Jugendliebe Nick wieder und alte Gefühle kommen hoch. Als sie herausfindet, dass Nick Horoskope liebt, besonders das von dem Magazin, für das sie arbeitet, nutzt sie kurzerhand die Chance, und manipuliert es zu ihren Gunsten - das denkt sie zumindest.

Die Geschichte an sich war wirklich gut, wie Justine die Horoskope manipuliert, aber doch alles anders kommt, als sie denkt. Das nimmt einen recht schnell gefangen und ist auch recht schön geschrieben. Man muss allerdings erstmal das erste Kapitel „überwinden“. Die Autorin hat etwas Interessantes probiert, was aber in meinen Augen manchmal ein bisschen schiefgegangen ist: Jedes Mal, wenn eine neue Person auftaucht, erklärt sie stichpunktartig Beruf, Sternzeichen und weitere Besonderheiten der Figur. Allerdings macht sie das mitten in einem angefangenen Satz. Manchmal die die Erläuterungen so lange, dass man einfach nicht mehr weiß, zu welchem Punkt sie überhaupt kommen wollte. Und im ersten Kapitel werden natürlich viele Personen eingeführt…

Aber wenn man dann erstmal in der Geschichte drin ist, will man auch wissen, wie es mit Nick und Justine weitergeht. Die Kapitel im Buch sind nach den verschiedenen Sternzeichen angeordnet und beschreiben somit immer einen Monat. Am Ende von jedem Kapitel gibt es sogenannte „Scheitelpunkte“, die mir sehr gut gefallen haben. Dort werden kleine Geschichten von anderen Personen eingeführt, die indirekt mit der Hauptgeschichte zu tun haben, zum Beispiel in dem die Figuren auch das erfunden Horoskop lesen. Das ist wirklich nett gemacht.

Die beiden Hauptpersonen sind nett, aber nicht sonderlich ungewöhnlich. Am Ende war mir das Buch für diese Art von Geschichte auch etwas zu lang. Da hätte man bestimmt an der einen oder anderen Stelle kürzen können. So bleibt es bei drei Sternen, aber auch bei einer Leseempfehlung, vor allem für Leute, die auf Horoskope stehen.

Bewertung vom 15.10.2019
Kastanienjahre
Baumheier, Anja

Kastanienjahre


sehr gut

„Kastanienjahre“ hat mir gut gefallen, aber es gab einen Kritikpunkt. Also gibt es für diese spannende Verknüpfung von einem Dorf in zwei Generationen vier Sterne.
In dem Buch geht es um das kleine mecklenburgische Dorf Peleroich. Dort ist Elise aufgewachsen, lebt aber seit 20 Jahren in ihrer Wahlheimat Paris. Doch nun soll das Dorf abgerissen werden und auf einmal prasseln alle Erinnerungen aus der Zeit in der DDR auf sie ein, vor allem die an Henning und Jakob, die beiden Lieben ihres Lebens. Da ist doch noch einiges aufzuarbeiten.
Mir hat es gut gefallen, wie die historische Zeit in der DDR am Beispiel dieses kleinen Dorfes geschildert wurde. Das spricht auch von einer sehr guten Recherchearbeit und alles wurde sehr authentisch beschrieben und herübergebracht.
Was mir vom Schreibstil her nicht so gefallen hat, sind die doch extrem offenen Kapitelenden. Ich verstehe, dass, wenn man die Geschichte von einem Dorf über viele Jahre hinweg erzählt, viele Dinge nur angerissen werden können. Aber zum Beispiel am Ende des Kapitels zu sagen, dass irgendwer im Krankenhaus liegt und dann im nächsten Kapitel erst einmal mit was anderem zu starten, um die vorherige Situation später in einem Nebensatz aufzulösen, mag ich nicht so. Und mal ist das okay, aber in dieser Geschichte ist es sehr oft vorgekommen. Sonst habe ich am Schreibstil nichts auszusetzen.
Die Figuren haben mir sehr gut gefallen, weil sie alle ihre Eigenheiten und ihre Geheimnisse haben. Es ist spannend, die Geschichte des Dorfes aus den verschiedenen Sichten mitzuerleben und es bleibt lange alles sehr geheimnisvoll.
So vergebe ich für dieses Buch sehr gute vier Sterne. Wer an historischen Büchern aus der DDR interessiert ist, liegt mit diesem Buch sicher nicht falsch.

Bewertung vom 15.10.2019
Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1
James, Anna

Matilda und das Geheimnis der Buchwandler / Pages & Co. Bd.1


ausgezeichnet

Einmal seine Lieblingsbuchfiguren treffen und sogar mit ihnen in ihre Romanwelt reisen? Diese Fähigkeit entdeckt Mathilda, genannt Tilly, in den Ferien in der Buchhandlung ihrer Großeltern. Die gehören wie Tilly nun auch zu den sogenannten Buchwandlern. Doch da gibt es eine Menge Regeln zu beachten und aber auch viele Abenteuer zu entdecken. Mit dabei ist auch Oskar, der Junge vom naheliegenden Café. Und über allem schwebt auch noch das Rätsel, dass Tillys Mutter kurz nach ihrer Geburt verschwunden ist. Ob sie die Lösung zwischen den Buchseiten finden kann?

Ich habe es so genossen, die wunderbare Welt von Pages & Co kennenzulernen, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Es fällt wirklich schwer, es aus der Hand zu legen, weil man immer wissen will, in welches Bücherabenteuer Tilly und Oskar jetzt schlittern. Der Schreibstil ist wunderbar leicht und zieht einen durch die Seiten. Es wird einfach nicht langsam weiterzulesen und das oben genannte Rätseln, von dem immer mehr enthüllt wird, gibt dem ganzen eine Grundspannung, die durch Abenteuerszenen ergänzt wird.

Tilly ist ein tolles Mädchen, die perfekte Hauptfigur für diese Geschichte und Oskar bringt noch einmal eine ganz andere Note mit in die Geschichte. Aber am schönsten ist es, die Romanfiguren lebendig zu sehen, das ist ganz famos gelungen.

Nett sind auch die kleinen und großen Schwarz-weiß-Illustrationen, die Figuren zeigen oder auch mal nur ein paar Sterne zur Auflockerung sind. Außerdem ist der Text oft „anders“ geschrieben, zum Beispiel werden die Zeilen ab und zu gekippt, oder Wörter fallen aus der Seite heraus. Das war mal was anderes.

Ich bin froh, dass das Buch nur der Auftakt zur Buchwandler-Reihe war, aber gleichzeitig auch traurig, dass ich nun auf den nächsten Band warten muss. Für das Buch gibt es klare fünf Sterne. Ich bin einfach nur begeistert und freue mich schon darauf, wie es weitergeht.

Bewertung vom 03.10.2019
Das letzte Dornröschen / Märchenfluch Bd.1
Siegmann, Claudia

Das letzte Dornröschen / Märchenfluch Bd.1


ausgezeichnet

„Märchenfluch: Das letzte Dornröschen“ bekommt von mir ganz klar fünf Sterne. Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann gar nicht abwarten, bis der nächste Band erscheint. Die alten Märchen werden hier wunderbar modern aufbereitet und in einer spannenden Geschichte mit interessanten Charakteren verpackt.
Flora erfährt durch merkwürdige Umstände – die sie erst auch gar nicht glauben kann -, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen ist. Und schon steckt sie mittendrin in einem märchenhaften Abenteuer, muss ihre Vergangenheit aufarbeiten, magische Gegenstände aufspüren und auch noch ihre Gabe in den Griff bekommen. Zudem gehen merkwürdige Dinge vor sich, die es aufzuklären gilt. Mit dabei sind zum Beispiel auch Schneewittchennachfahrin Neva und diverse Märchenprinzen.
Der Schreibstil war herrlich leicht und hat einen nur so durch die Seiten fliegen lassen. Es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere werden interessant in Szene gesetzt und die graugefärbten Abschnitte, die zwischendurch eingebracht werden, haben für zusätzliche Spannung gesorgt. Ich fand es gut, dass der Leser die Gefühle und Gedanken von Flora so genau mitbekommt, um mit ihr gemeinsam in die Vielfalt dieser Märchenwelt einzusteigen.
Diese hat mir übrigens sehr gut gefallen Dieser Mix aus alten Märchen und der Moderne überzeugt. Die alten Charaktere werden mit den Figuren aus dem Buch toll neuinterpretiert und ich würde gerne noch mehr kennenlernen. Dass jeder eine ganz besondere Gabe hat, gibt nochmal etwas Spannendes mit in die Geschichte. Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass die Zweifelphase von Flora doch etwas lange dauert und dass da auch das Umfeld ich meinen Augen nicht so plausibel reagiert. Aber das soll nicht so ins Gewicht fallen, weil der Rest der Geschichte einfach klasse ist und auf jeden Fall fünf Sterne verdient hat.

Bewertung vom 03.10.2019
Keine Kings im Hauptquartier / Leles Geheimclub Bd.1
Gröner, Sabina

Keine Kings im Hauptquartier / Leles Geheimclub Bd.1


sehr gut

Ich habe mich sehr gefreut, Leles Geheimclub kennenzulernen. Das ist ein schönes Kinderbuch, vor allem für Mädchen, das Spaß beim Lesen macht und auch mal zum Schmunzeln anregt. Ein großes Plus sind die Kritzelseiten und die Illustration, ein Minus gibt’s, weil in meinen Augen das Buch noch ein paar mehr kleinere Geschichten in der großen hätte haben könnten. Also gebe ich 4 Sterne.
Lele, Cleo und Elif sind die „Queens“ ein waschechter Geheimclub mit Geheimsprache, Versteck und allem Drum und Dran. Doch da gibt es auch noch die rivalisierenden „Kings“, die unbedingt das Versteck erobern wollen. Daraufhin nehmen die Queens den Kings die Drohne weg, doch die lassen mit ihrer Rache nicht lange auf sich warten.
Die Geschichte an sich mit den Geheimclubs, der Rivalität, den Listen und auch ein Rezept ist dabei, fand ich sehr gelungen, lustig und auch spannend. Man hatte einfach Freude das Abenteuer mitzuerleben. Allerdings finde ich, dass sich gegen Mitte des Buchs zu sehr auf einen einzigen Handlungsstrang gelegt wird, der mit fast ein bisschen zu lange gedauert hat. Dann doch lieber das ein bisschen kürzer halten und noch eine neue Abenteuersituation dazu, dann wäre das Buch perfekt gewesen.
Den Schreibstil fand ich als sehr angenehm und auch genau richtig für Kinder, die sich nach dem Lesebeginn mal an etwas Größeres wagen wollen. Die Schrift ist sehr groß und gut zu lesen. Durch die Kapitel fliegt man wie im Nu.
Richtig toll gelungen sind zum einen die Illustrationen, die das ganze Buch zieren, das macht richtig Spaß beim Durchblättern. Gut gefallen haben mir auch die großen Sprüche, die so schön dargestellt wurden, da hätte es gerne noch ein paar mehr von geben können. Die Kritzelseiten sind für junge Mädchenperfekt, um kreativ zu werden und sich auch ein paar Gedanken zu machen. Zum Beispiel „was findest du cool?“ oder „erstelle eine Stimmungskurve“. Da ist toll zum Mitmachen. Deswegen finde ich auch das etwas größere Format des Buchs sehr passend.
Für Mädchen ist dieses Buch klasse, auch eine tolle Geschenkidee. Ich freue mich auf den nächsten Band.

Bewertung vom 27.09.2019
Eve of Man (I)
Fletcher, Tom; Fletcher, Giovanna

Eve of Man (I)


ausgezeichnet

Wie ist es die letzte Frau auf Erden zu sein? Diese Erfahrung wird in „Eve of Man: Die letzte Frau“ eindrücklich geschildert und sowohl mit einer besonders spannenden als auch mit einer Liebesgeschichte verknüpft. Mir hat das sehr gut gefallen und deswegen gebe ich fünf Sterne.
Ein halbes Jahrhundert lang wurde auf der Erde kein Mädchen mehr geboren – bis Eve kam. Sie ist nun die Frau, die die menschliche Rasse retten muss. Doch dann trifft sie Bram, den sie auf eine Weise besser kennt, als jeden anderen Menschen. Doch Eves Lebensweg ist schon vorherbestimmt und jeder Schritt geplant. Oder doch nicht?
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diese dystopische Zukunftsversion kennenzulernen. Sie ist auf eine erschreckende Weise faszinierend und hat sehr spannende Strukturen. Und an Spannung fehlt es dem Buch sicher nicht. Immer wieder passieren Dinge, die man so nicht vorhergesehen hat. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, weil ich immer mehr wissen wollte. Der Schreibstil zieht sofort in die Geschichte herein und ist schön detailreich.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Eve und Bram erzählt. Das fand ich sehr wichtig, weil Eve nun mal sehr eingeschränkt in ihrem Bewegungsradius ist. Durch Bram wird zumindest mal die Sicht im Turm (eine Art zentrale Stelle, wo nur wenige Menschen hinkommen und arbeiten) geschildert. Das bereichert die Geschichte sehr. Und natürlich ist es auch spannend, seine Gefühlswelt und seine eigene Geschichte kennenzulernen. Denn sowohl er, als auch Eve, sind sehr interessante Charaktere, die man unbedingt näher kennenlernen will.
Ich freue mich schon sehr darauf, wie es mit Eve und Bram weitergeht.

Bewertung vom 27.09.2019
Green Witch
Russo, Andrea

Green Witch


sehr gut

Ein magisches Kinderbuch mit einer tollen Hexengeschichte ist „Green Witch“. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Geschichte von Lizzy mit zu verfolgen, die gerade ihre Ausbildung als Hexe beginnt. Dabei geht es von Anfang an merkwürdig zu. Zum Beispiel taucht in ihrer Hexenrunde eine 14. Hexe auf, ihr Hexenbuch wird zweifarbig und schließlich muss sie die Kräuterhexenrichtung ein, obwohl sie doch mehr auf Wassermagie spekuliert hatte. Zum Glück ist ihre Freundin Stina mit dabei, ihre Hexentante Camilla stellt sich eigentlich als ganz nett raus und dann ist da auch noch ihr Hexengeschenk: die Vogelspinne Rasty, die Lizzy sofort ins Herz schließt.
Das Buch ist gut geschrieben und trifft den Kinder- und Jugendbuchcharakter voll. Man hat beim Lesen direkt ganz viele Bilder vor Augen. Der Schreibstil ist angenehm und die Spannungsmomente sind immer an der richtigen Stelle. Schön finde ich, dass trotz vieler Hexengeschichten diese hier viele Besonderheiten hat, wie die verschiedenen Hexentypen, eine Pflanze die man kitzeln muss, oder eben die zahme Vogelspinne, die neben Lizzy im Bett schläft.
Die Charaktere haben mir gerade für ein Kinder-/Jugendbuch sehr gut gefallen. Am besten hat mir eigentlich Stina gefallen. Das mit der Spinne ist lustig, wenn auch ein bisschen gruselig, aber passt voll zu dem Hexenbuch.
Was mich nicht voll überzeugt hat, ist das Cover. Es entspricht nicht meinem persönlichen Zeichnungen-Geschmack, aber den Inhalt fand ich tausendmal besser. Leider greift der Klappentext etwas weit voraus, da hätte es auch ein bisschen weniger getan, neugierig genug war man auch vorher schon.
Das macht ein Endresultat von vier Sternen, eine klare Leseempfehlung und die Bitte nach einer Fortsetzung :)

Bewertung vom 27.09.2019
Sal
Kitson, Mick

Sal


sehr gut

„Sal“ zu bewerten, ist gar nicht so einfach, da das Buch aus allen Kategorien fällt, die man so kennt. Am Ende entscheide ich mich für vier Sterne, weil es eine spannende Geschichte erzählt, immer wieder überrascht und einfach mal ganz anders ist, zu 5 Sternen hat aber doch noch etwas gefehlt.
Sal hat sich seit Wochen darauf vorbereitet: Sie flieht mit ihrer Schwester Peppa in die Wildnis. Dazu hat sie sich alle wichtigen Infos auf Youtube angeschaut oder in Handbüchern nachgelesen und alles Wichtige besorgt, um zu Überleben. Grund ist die trinkende Mutter, die nicht mitbekommt, dass ihr Freund sich seit Sal 10 Jahre alt ist, an ihr vergeht. Und bald steht Peppas zehnter Geburtstag bevor, der Auslöser für ihre Flucht.
Es ist gar nicht, dass ich schwer in das Buch reingekommen bin, weil die ganze aufgebaute Szenerie von den zwei Mädchen im Wald, die sich alles Mögliche antrainiert haben, um ganz allein in der Wildnis zu überleben, einfach faszinierend ist. Außerdem werden nach und nach die Episoden aus der Vergangenheit eingestreut, damit man auch die Umstände für alles erfährt. Allerdings sind die ersten 100 Seiten sehr von den Beschreibungen, wie man was in der Wildnis macht. Auf der einen Seite spannend, auf der anderen irgendwann auch etwas anstrengend. Deswegen habe ich mich gefreut, als dann doch ein bisschen mehr Action in die Geschichte gekommen ist.
Der Schreibstil war gut, setzt allerdings meiner Meinung nach zu oft auf Wiederholungen. Gewisse Floskeln oder manchmal auch ganze sinngemäße Sätze werden oft wiederholt. Das brauche ich persönlich nicht. Trotzdem hat mich die Geschichte dann doch sehr gefesselt und mitgenommen. Die Charaktere finde ich sehr spannend, vor allem natürlich Hauptperson Sal, aber auch zum Beispiel Ingrid, die auf einmal im Wald auftaucht. Eine Leseempfehlung gibt es auf jeden Fall von mir, weil das Buch einfach auch mal wieder herrlich weit weg vom Mainstream ist.

Bewertung vom 27.09.2019
Wunderbare Zeiten / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.2
Riebe, Brigitte

Wunderbare Zeiten / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.2


sehr gut

„Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Zeiten“ ist ein tolles Buch über das Leben in Deutschland in den 50er Jahren. Die Stimmung wird sehr authentisch rübergebracht und durch tolle Charaktere ergänzt. Das einzige, was mir etwas gefehlt hat, war so ein Wow-Effekt, wie ich ihn bei manchen Büchern habe. Aber trotzdem ist diese Geschichte toll, also gibt es vier Sterne.
Im Vordergrund stehen die drei Schwestern Thalheim und ihr Kaufhaus am Ku'damm in turbulenten Zeiten. Vor allem Silvie nimmt einen großen Part ein, wie sie sich auf ihre Karriere beim RIAS konzentriert. Ihre Schwester Rike hingegen hat gerade heiratet und ist schwanger. Deswegen muss sie sich auch etwas aus den Geschäften vom Kaufhaus Thalheim zurückziehen und mehr Verantwortung an Oskar, Silvies Zwillingsbruder, abgeben. Der feiert jedoch lieber und dann werden auch noch die Geschäfte torpediert… Jetzt muss Silvie handeln.
Mir haben sowohl die Handlung, als auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Ich bin vor allem mal wieder begeistert, wie gut hier recherchier wurde und dieses Bild vom Berlin der 50er Jahre herauf beschwört. Die Ereignisse werden gut miteinander verknüpft, sodass nie Langeweile entsteht. Von der ersten Seite an habe ich mich den Charakteren sehr nahe gefühlt und wollte wissen, wie es für sie weitergeht.
Leider habe ich nicht zuvor den ersten Teil lesen können. Trotzdem habe ich mich ganz gut zurecht gefunden und hatte keine Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen. Wahrscheinlich wäre es aber interessant und gut gewesen, auch das erste Buch zu kennen, dann wären die Entwicklungen der Charaktere noch spannender zu beobachten gewesen.