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Benutzername: Lea
Danksagungen: 8 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 109 Bewertungen
Bewertung vom 26.11.2018
Vielleicht tanzen wir morgen
Hogan, Ruth

Vielleicht tanzen wir morgen


ausgezeichnet

„Vielleicht tanzen wir morgen“ ist ein ganz besonderes Buch über Trauer und wie man damit umgehen soll. Deswegen ist das andere Motiv natürlich die Hoffnung. Die Geschichte ist einfach großartig erzählt und ich würde jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen.
Es geht in erster Linie um Mascha und Sally. Mascha trauert seit 12 Jahren um ihren Sohn, Sally ist eine Obdachlose. Beide halten sich gerne auf dem Friedhof auf, das scheint das bindende Element zwischen den beiden zu sein. Dass da noch mehr ist, merken sie in der Geschichte nach und nach. Und genau Sally ist es, die es schaffen könnt, Mascha endlich wieder an die Oberfläche zu holen.
Der Roman wird jedoch nicht nur aus der Sicht von Mascha und Sally erzählt, es gibt noch viele andere Figuren, deren Geschichte ebenfalls erzählt wird. Natürlich fragt man sich am Anfang wieso, aber am Ende hat, wie so vieles, alles seinen Sinn. Durch die häufigen Perspektivwechsel war ich am Anfang öfter mal etwas verwirrt, aber dann kommt man schnell rein, lernt die Personen richtig kennen und alles gut auseinanderhalten.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist gut zu lesen, aber trotzdem nicht ohne Anspruch, einfach genauso, wie es zu dieser Geschichte passt. Auch der Titel drückt wunderbar die Aussage des Romans aus, die Suche nach der Hoffnung, von der man lange nicht weiß, ob sie gelingt.
Ich war von dem ersten Buch von Ruth Hogan (Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge) ziemlich begeistert und war gespannt, wie denn nun dieses Buch wird. Ich wurde trotz meiner hohen Erwartungen nicht enttäuscht. In meinen Augen hat das Buch genau das eingehalten, das es versprochen hat und eine wunderbare Geschichte zum Nachdenken erzählt.

Bewertung vom 26.11.2018
Sowas kann auch nur mir passieren
McFarlane, Mhairi

Sowas kann auch nur mir passieren


ausgezeichnet

Mit „Sowas kann auch nur mir passieren“ präsentiert Mhairi McFarlane mal wieder einen emotionsgeladenen, oft zum Schmunzeln anregenden Roman, den man in einem Rutsch durchlesen kann.
Dieses Mal geht es um Georgina, die wirklich eine Gabe dafür hat in Fettnäpfchen zu treten. Gleich auf den ersten Seiten geht es da richtig zur Sache: Sie wird gefeuert, erwischt ihren Freund in flagranti,… Als sie dann auf ihre alte Schulliebe Luca trifft (jetzt ihr Boss), sind weitere Fehltritte vorprogrammiert.
Georgina ist einfach eine tolle Hauptfigur. Ich konnte mich sofort mit ihr identifizieren und ich liebe ihre lustigen Gedankenkonversationen. Die machen dieses Buch einfach aus. Zum Beispiel bei den Familienessen – einfach göttlich und es hat auch genau meinen Humor getroffen. So ist das Buch schön kurzweilig. An den Schreibstil bin ich schon bestens gewöhnt und habe wie immer nichts auszusetzen. Da der Stil so locker ist, kann man das Buch wirklich in einem Rutsch durchlesen, denn der Inhalt hat mich ebenso sehr gefesselt.
Ich habe die Geschichte einfach gerne gelesen, weil sie von den Emotionen her wirklich alles bereithält: Liebe, Eifersucht, Trauer, Spaß, Humor, Streitereien. So ein buntes Potpourri direkt aus dem Leben ist einfach nett zu lesen.
Normalerweise gehe ich in Rezensionen selten auf das Cover ein, aber hier muss ich einmal betonen, wie toll die Bücher von dieser Autorin immer vom Verlag gestaltet werden. Damit stechen sie einfach ins Auge.
Für dieses humorvolle interessante Buch vergebe ich gerne fünf Sterne. Es ist vielleicht nicht literarisch anspruchsvoll und bedient sicher so einige Klischees, aber für Unterhaltungsliteratur mit der man einfach nur Abschalten und entspannte Stunden verbringen kann, ist es genau richtig.
Mit „Sowas kann auch nur mir passieren“ präsentiert Mhairi McFarlane mal wieder einen emotionsgeladenen, oft zum Schmunzeln anregenden Roman, den man in einem Rutsch durchlesen kann.
Dieses Mal geht es um Georgina, die wirklich eine Gabe dafür hat in Fettnäpfchen zu treten. Gleich auf den ersten Seiten geht es da richtig zur Sache: Sie wird gefeuert, erwischt ihren Freund in flagranti,… Als sie dann auf ihre alte Schulliebe Luca trifft (jetzt ihr Boss), sind weitere Fehltritte vorprogrammiert.
Georgina ist einfach eine tolle Hauptfigur. Ich konnte mich sofort mit ihr identifizieren und ich liebe ihre lustigen Gedankenkonversationen. Die machen dieses Buch einfach aus. Zum Beispiel bei den Familienessen – einfach göttlich und es hat auch genau meinen Humor getroffen. So ist das Buch schön kurzweilig. An den Schreibstil bin ich schon bestens gewöhnt und habe wie immer nichts auszusetzen. Da der Stil so locker ist, kann man das Buch wirklich in einem Rutsch durchlesen, denn der Inhalt hat mich ebenso sehr gefesselt.
Ich habe die Geschichte einfach gerne gelesen, weil sie von den Emotionen her wirklich alles bereithält: Liebe, Eifersucht, Trauer, Spaß, Humor, Streitereien. So ein buntes Potpourri direkt aus dem Leben ist einfach nett zu lesen.
Normalerweise gehe ich in Rezensionen selten auf das Cover ein, aber hier muss ich einmal betonen, wie toll die Bücher von dieser Autorin immer vom Verlag gestaltet werden. Damit stechen sie einfach ins Auge.
Für dieses humorvolle interessante Buch vergebe ich gerne fünf Sterne. Es ist vielleicht nicht literarisch anspruchsvoll und bedient sicher so einige Klischees, aber für Unterhaltungsliteratur mit der man einfach nur Abschalten und entspannte Stunden verbringen kann, ist es genau richtig.

Bewertung vom 25.11.2018
Ofirs Küche
Graizer, Ofir Raul

Ofirs Küche


ausgezeichnet

„Ofirs Küche“ hat mir als Kochbuch wirklich unglaublich gut gefallen, deswegen gebe ich gerne 5 Sterne und eine Empfehlung an alle, die sich mal in der israelisch-palästinensischen Küche ausprobieren wollen.
Das Buch hat eine interessante Aufteilung: Brote und Gebäck; Beilagen, Salate, Dips; Gemüse rösten, grillen und anbraten; Köstliche Beilagen; Tahihi/Sesampaste; Gerichte mit Eiern; Gerichte mit Gemüse; Suppen und Eintöpfe; Salate; Desserts. Alleine an der Inhaltsangabe sieht man, wie vielfältig dieses Kochbuch aufgestellt und das wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Beim Durchlesen der Gerichte ist mir direkt das Wasser im Mund zusammengelaufen – und das bestätigt sich auch beim Kochen. Von den verschiedenen Brotsorten kann man nur schwärmen und ich war sehr begeistert, auf welch vielfältige Weise man die Sesampaste zubereiten kann, die ich einige Monate zuvor aus einem anderen Kochbuch kennengerlernt habe.
Die Anleitungen sind zwar manchmal länger, aber sehr gut verständlich und beschreiben ausführlich, Schritt für Schritt, was man wie machen muss. Das hat sehr viel Spaß beim Nachkochen gemacht. Ich empfehle, auch die netten Texte, die bei vielen Rezepten als Einleitungen stehen, nicht zu überspringen. Dort finden sich oft auch Tipps für kleine Änderungen der Rezepte, oder die erzählen einfach eine interessante kleine Anekdote aus Ofirs Leben.
Besonders beeindruckend sind auch die schönen Bilder. Nur sind sie leider ohne nähere Erklärungen. Schade, ich hätte gerne gewusst, wo das eine oder andere Bild aufgenommen wurde (aber das wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt am Rande).
Obwohl dieses Buch „nur“ vegetarische Gerichte enthält, ist es super vielfältig und man vermisst Fisch und Fleisch auch als strenger Anti-Veganer^^ gar nicht. Dieses Kochbuch bringt einfach eine ganz neue Geschmackswelt in die heimische Küche und besticht auch durch viele interessante Zubereitungsweisen.

Bewertung vom 18.11.2018
Good Night Stories For Rebel Girls 2
Favilli, Elena; Cavallo, Francesca

Good Night Stories For Rebel Girls 2


ausgezeichnet

„Good Night Stories für Rebel Girls 2“ ist ein wirklich fantastisches Gute-Nacht-Geschichten-Buch für Jung und Alt. In dem Buch werden kurz und prägnant die Lebensgeschichten von über 60 Frauen, die großartiges geleistet haben und in irgendeiner Weise einen großartigen Beitrag zur Gesellschaft geleistet haben.
Ob Nofretete, Madonna oder Clara Schumann. Man findet sie alle in diesem Buch. Von Freiheitskämpfern über Wissenschaftlerinnen bis hin zu Künstlerinnen. Dabei habe ich auch viele sehr interessante Persönlichkeiten kennengelernt, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. Da bekommt man richtig Lust auch das Schicksal dieser Frauen genauer nachzulesen.
Der Aufbau des Buches ist immer eine Seite mit der Geschichte, die oft ein bisschen märchenhaft aufgebaut ist, zum Beispiel mit dem Einstieg „Es war einmal“, und auf der anderen Seite ein Porträtbild dieser Frau. Diese sind ganz unterschiedlich und total abwechselnd und spannend von Künstlern aus der ganzen Welt gestaltet worden. Sie werten das Buch noch einmal richtig auf. Unter den Geschichten ist oft noch ein Zitat von der Person.
Der Schreibstil hat mir, da er eben dieses Märchenhafte drin hat, super gut gefallen. Auch die Kürze hat mir gefallen, man ist wirklich in dem Modus: und noch eine Geschichte, und noch eine, und noch eine. Am tollsten ist einfach, dass all diese Geschichten wahr sind.
Die Idee zu diesem Buch ist einfach nur klasse, so ein Gute-Nacht-Geschichten-Buch hätte ich früher auch gerne gehabt. Ich finde es total wichtig, die Geschichten dieser Frauen mit so einfachen Mitteln lebendig werden zu lassen, dass sie auch schon junge Mädchen begeistern können. Und nicht nur junge Mädchen. Ich denke, dass sich diese Geschichten auch wunderbar für Jungen und Männer eignet. Schließlich können die Geschichten für jeden spannend sein und Vorbildcharakter haben.

Bewertung vom 18.11.2018
Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan
Becker, Uwe

Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan


ausgezeichnet

Die Zipfelmaus-Reihe hat mich bisher noch nie enttäuscht und auch "Der wunderbare Weihnachtsplan" hat wieder all Erwartungen vollstens erfüllt.

Neben all den liebgewonnen Charakteren aus den ersten Büchern, spielen dieses Mal auch der Igel und die Elster eine große Rolle, wieder zwei tolle Figuren. Der arme Igel verliert sein Gedächtnis und möchte keinen Winterschlaf machen, zudem ist er zu allen anderen Gartenbewohnern schrecklich unfreundlich. Ob ein für ihn organisiertes Weihnachtsfest die Erinnerung zurückholen kann? Die Zipfelmaus und ihre Freunde werden alles dafür tun.

Der Schreibstil ist wie gewohnt locker, leicht und perfekt für Kinder. Die kurzen Kapitel lassen sich sehr gut vorlesen und dadurch geht das Buch viel zu schnell zu Ende.

Ein extra Lob gibt es wie immer auch für die Illustrationen von Ina Krabbe - und dieses Mal sind die Bilder sogar auch farbig. Das ist für eine Weihnachtsgeschichte natürlich perfekt.

Was mir an diesem Buch besonders gefällt, ist, wie Werte, die gerade an Weihnachten eine große Rolle spielen sollten, in den Vordergrund gerückt werden: Freundschaft, Zusammenhalt, niemanden verdächtigen. Eine tolle Botschaft für kleine und große Leser.

Man sollte die Zipfelmaus auf jeden Fall auf ihr erstes Weihnachtsfest begleiten. Das Buch ist außerdem ein tolles Geschenk für jedes eigene Weihnachten und sollte unbedint unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Bewertung vom 29.10.2018
Der Abgrund in dir
Lehane, Dennis

Der Abgrund in dir


sehr gut

„Der Abgrund in dir“ war irgendwie ganz anders als erwartet, aber trotzdem mega gut. Wegen dem etwas zu offenem Ende gibt es von mir vier Sterne, aber eine herzliche Leseempfehlung. Die Hauptperson in dem Buch ist Rachel, die man über einen großen Lebensabschnitt hinweg begleitet. Zuerst ist man mit ihr auf der Suche nach ihrem Vater, dann als Journalistin im Krisengebiet. Nach diesen Ereignissen, wird Rachel von Panikattacken heimgesucht, sodass sie kaum noch das Haus verlässt. Als sie ihren baldigen Ehepartner kennenlernt, scheint das Leben sich wieder einzurenken. Während das Buch am Anfang einfach interessant ist, wird die zweite Hälfte von Seite zu Seite spannender. Ich konnte wirklich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Ereignisse überschlagen sich, nichts ist mehr wie es war und man hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Schade nur, dass das Ende sehr offen gestaltet wird. Da hätte ein kleiner Epilog vielleicht nochmal gut getan. An Spannung ist dieses Buch jedoch kaum zu überbieten. Der Klappentext ist etwas unglücklich gewählt, weil er so etwa die Situation in der Mitte des Buches beschreibt. Das irritiert ein wenig, macht aber auch neugierig. Mich hat es nicht allzu groß gestört, aber ich verstehe, wenn das jemand kritisiert. Die Charaktere in dem Buch haben mir wirklich gut gefallen, weil sie besonders und außergewöhnlich sind, vielschichtig und manchmal schwer zu durchschauen. Nichts wird dem Leser (und auch Rachel) auf dem Silbertablett präsentiert. In Rachel kann man sich gut reinversetzen, weil man ihre Gedanken und Gefühle kennenlernt. Sie macht wirklich viel durch, da habe ich schnell mit ihre gefühlt. Den Schreibstil fand ich sehr überzeugend und gut zu lesen. Da gab es nichts auszusetzen. Das Buch hat es einfach verdient gelesen zu werden.

Bewertung vom 29.10.2018
Wie ich fälschte, log und Gutes tat
Klupp, Thomas

Wie ich fälschte, log und Gutes tat


gut

„Wie ich fälschte, log und Gutes tat“ hat mich nicht ganz überzeugt. Auf der einen Seite war es ganz nett zu lesen und manchmal durchaus unterhaltsam, auf der anderen Seite war es mir am Ende doch zu viel Betrug und vor allem wird laut meinem Moralverständnis eine völlig falsche Botschaft vermittelt.
Die Hauptfigur Benedikt bedient das Klischee eines reichen Jünglings, der von seinen Eltern nur wenig beachtet wird und deswegen seinen Spaß in anderen Dingen (trinken, Unterschriften fälschen, etc.) sucht. Und dann machen auch noch die Charity-Ladies gemeinsame Sache mit einem „Unterweltkönig“.
Das Buch gibt zum Teil wirklich ein paar lustige Einsichten, aber an vielen Stellen wird es mir dann doch zu bunt – obwohl ich gar nicht bezweifle, dass das in manchen Familien Realität sein kann. Ich verstehe nur nicht, warum das in diesem Buch doch oft als ziemlich positiv dargestellt wird.
Auch wenn ich mich mit den Figuren wenig identifizieren konnte, war es interessant über sie zu lesen. Das Buch hat auch einige Spannungsmomente und wurde nicht langweilig zu lesen. Der Schreibstil von dem Buch hat mir ganz gut gefallen, auch wenn er mich jetzt nicht umgehauen oder besonders begeistert hat.
Zum Ende kann ich nur sagen, und verrate damit hoffentlich nicht zu viel, dass es mir nicht gefallen hat. Weniger für die Jungs, aber mehr, dass für Teenager, falls sie dieses Buch lesen sollte, eine völlig falsche Botschaft vermittelt wird. Denn Betrügen und schlechte Dinge tun ist nun mal nichts Gutes und in der Wirklichkeit kommt man vielleicht doch nicht damit durch. Weiterempfehlen würde ich dieses Buch nicht unbedingt, aber für Leute mit dem entsprechenden Humor, kann es durchaus ansprechend sein.

Bewertung vom 29.10.2018
Chicago
Mamet, David

Chicago


weniger gut

Dieses Buch hat mich leider so gar nicht überzeugt. Wer „Chicago“ als Thriller eingeordnet hat, weiß ich nun wirklich nicht. Es ist noch nicht mal ein Krimi, Spannung kam bei mir überhaupt nicht auf. Auch die Personen gingen nicht an mich, mir fehlte der rote Faden, weil das Buch immer wieder sehr von der eigentlichen Geschichte abschweift und die vielen Perspektiven und abgebrochenen Abschnitte verwirren einfach nur. Da kann ich beim besten Willen nicht mehr als zwei Sterne geben.
Mike Hodge ist Reporter in Chicago. Da wird seine Geliebte Annie vor seinen Augen ermordet und schon ist Mike mittendrin in der Chicagoer Unterwelt und muss sich mit echten Ganoven anlegen. Hört sich eigentlich spannend an, war es aber nicht.
Wie schon oben geschrieben, ist das Buch einfach sehr konfus. Abschnitte enden ohne Auflösung, Perspektiven wechseln wild hin und her, es wird kunterbunt und ohne kenntlich gemacht zu werden in Vergangenheit und Gegenwart hin und her gewechselt, sodass man erst mitten im Abschnitt merkt, dass man gerade ganz woanders ist. Das hat mich total irre gemacht und irgendwann war auch der Punkt vorbei, an dem ich mich auf das Geschehen einlassen wollte. Da habe ich nur noch fertiggelesen, weil ich wissen wollte, warum Annie ermordet wurde.
Spannung? Gleich null. Selbst die Morde werden so nüchtern beschrieben, dass man einfach nur ohne Emotionalität drüber hinwegliest. Es war noch nicht mal im Ansatz gruselig oder dem Genre Thriller würdig. Hätte man das Buch als Roman betrachtet, sähe vielleicht auch die Bewertung wieder anders aus, aber so geht man einfach mit einer völlig falschen Erwartungshaltung ran.
Der Autor schreibt nicht schlecht, trotz der ganzen Widrigkeiten konnte ich das Buch immerhin bis zum Ende lesen, aber auch die Dialogstruktur ist nicht so ganz an mich gegangen. Vielleicht war genau das auch das Problem, dass die Personen fast nur geredet haben und man so wenig von ihrem Charakter mitbekommen hat.

Bewertung vom 28.10.2018
Das Leuchten unserer Träume
Atkins, Dani

Das Leuchten unserer Träume


ausgezeichnet

„Das Leuchten unserer Träume“ ist in meinen Augen ein sehr gelungener Liebesroman. Er hat mich oft überrascht und überzeugt vor allem durch die beiden tollen Protagonisten. Deshalb gebe ich gerne fünf Sterne für dieses Buch.
Sophie hat immer noch Probleme mit ihrer Vergangenheit. Als sie nur durch die Hilfe von Ben einem brennenden Wohnhaus entfliehen kann, beginnt nach und nach ein neuer Lebensabschnitt für sie. Doch auch Ben hat einige Geheimnisse und kann sie nicht für immer vor Sophie verstecken.
Der Roman ist mir eigentlich von Anfang an ans Herz gegangen. Sophie hatte eine schwere Vergangenheit, was wir nach und nach herausfinden und so erklärt sich schnell, warum sie oft so zurückhaltend und zögerlich agiert. Aber das macht sie auch sehr liebenswert und es war einfach toll, die Geschichte aus ihrer Sicht zu erleben. Und Ben ist einfach der Wahnsinn. Er hat einen so tolle und liebevollen Charakter, das man ihn einfach sofort mögen muss. Gerne hätte ich noch in seine Gedanken hineingeschaut, aber eher aus Neugier, beim Lesen hat es mich nicht gestört, alles nur aus Sophies Perspektive zu erleben.
Was mir sehr gut an diesem Buch gefallen hat, sind die vielen überraschenden Wendungen. Klar, dass man in Sachen, ob die beiden zusammenkommen, eher schon früh Bescheid weiß, aber das ganze Drumherum war doch für mich immer wieder anders als erwartet oder etwas, das man höchstens leicht erahnt hat. Das hat dem Buch sehr viel Tiefgang verliehen.
Der Schreibstil war für diesen Liebesroman ganz wunderbar, leicht und locker und ich hatte das Buch schnell ausgelesen. Ein Buch, das ich wirklich sehr gerne weiterempfehle und man sollte auch jeden Fall auch ein Taschentuch griffbereit haben.

Bewertung vom 28.10.2018
Die wundersame Mission des Harry Crane
Cohen, Jon

Die wundersame Mission des Harry Crane


ausgezeichnet

„Die wundersame Mission des Harry Crane“ ist einfach nur fantastisch. Dieses Buch muss man einfach mögen, weil es alles in sich hat: Trauer, Spannung, Märchen, Magie, Liebe, Hoffnung, Schicksal.
Harry, ein passionierter Lottospieler, hat durch einen schrecklichen Unfall seine Frau verloren. Ein Jahr später bekommt er wegen der Umstände von dem Tod seiner Frau Millionen an Entschädigung gezahlt – doch solch einen Jackpot will er nicht. Stattdessen zieht er sich in die Wälder zurück. Parallel dazu wird die Geschichte von Amanda und Oriana erzählt. Die beiden haben ihren Ehemann/Vater verloren. Oriana lebt seitdem in einer Art Traumwelt und verbringt viel Zeit im Wald. So wird das Schicksal dieser drei Personen miteinander verknüpft.
Dieser Roman hat einfach etwas Magisches an sich. Die ganze Atmosphäre nimmt einen sofort in den Bann, auch wenn der Anfang dieses Buches natürlich sehr traurig ist. Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Sichten erzählt, was nicht nur der Spannung förderlich ist, sondern auch die Geschichte der Protagonisten und Nebenfiguren eindrucksvoll erzählt, weil man hinter ihre Taten blicken kann und ihre Gedanken und Absichten erfährt.
Besonders Oriana schließt man Anfang an ins Herz, aber Harry ist einfach selbst ein toller Charakter und fernab von jegliche Klischees. Es gibt auch einige Figuren, die einen ziemlich miesen Charakter haben, aber diese bringen eben Pfeffer in die Handlung.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil er auf eine leichte Art und Weise vom menschlichen Leben erzählt, in dem sich Unglück, Zuversicht, Liebe und Trauer zu einem ganz eigenen Spiel zusammenmischen. Was mir auch gut gefallen hat, war, dass ein Märchen, um das es in der Geschichte geht, mit abgesetzter Schrift und sogar mit Bild aufgeschrieben wurde – ein schönes Stilmittel.
Das Buch kann ich wirklich nur weiterempfehlen, für Jung und Alt, weil er meiner Meinung nach jeden auf irgendeine Weise ansprechen wird.