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Benutzername: Amarylie
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Bewertungen

Insgesamt 64 Bewertungen
Bewertung vom 20.04.2019
Feder & Klinge
Andel, Rebecca

Feder & Klinge


sehr gut

Feder und Klinge ist das erste Buch, das ich mit der Thematik des „Charakter Auferstehens“ lese. Ich weiß, dass es in Tintenherz ebenfalls darum geht die Figuren ins echte Leben heraus zu lesen, aber in Feder und Klinge geht es um die Figur, die man selbst erfunden hat in die Welt der Lebenden zu holen und das fand ich so interessant, dass ich das Buch einfach lesen musste! Denn welcher Lesefuchs würde denn nicht selbst so etwas tun können?

Ariane ist nach ihrem suizidalen Versuch in psychiatrischer Behandlung. In der Behandlung versucht man sie wieder in das normale Leben einzugliedern. Sie lernt ihre Probleme aufzuschreiben. Sie verarbeitet all dies jedoch nicht einfach nur so als Wiedergabe ihrer Gedanken, sondern in Form eines Romans. Ohne dass sie es mitbekommt, verselbständigen sich ihre Romanfiguren und gelangen in ihr echtes Leben. Doch wie ist es dazu gekommen? Oder bildet sie sich das ganze nur ein, weil sie psychisch labil ist?

Ariane und Raban sind definitiv interessante Protagonisten. Durch die düstere Erzählung, die mit einer psychischen Erkrankung Hand in Hand geht, ist der Roman keine lockere Liebesgeschichte, wie gedacht. Es ist düster und teilweise erdrückend. Auch wenn der Schreibstil locker ist, wirkt er durch die dunkle Atmosphäre nicht locker. Eine Liebesgeschichte wird zwar im Klappentext angedeutet, aber diese ist in der Geschichte eher zweitrangig, was gar nicht so schlecht ist.
Was der Autorin sehr gut gelungen ist, ist die Verflechtung der zwei Geschichten, die von Ariane und die von Raban. Es wird abwechselnd aus dem Roman von Ariane und aus der Gegenwart von Ariane erzählt. Durch klare Überschriften und unterschiedliche Schriftarten werden die zwei Geschichten voneinander getrennt, und dennoch sind sie beide gut durchdacht und aufeinander abgestimmt.

Die Entwicklung der Geschichte hat mir gut gefallen, nur gegen Ende wurde es mir alles zu schnell. Das Tempo war rasant und die Gegebenheiten wurden rasch abgehandelt, dabei war das Tempo davor so gut gewesen.

Fazit:
Feder und Klinge ist mal etwas Neues und für alle Fantasyliebhaber eine Empfehlung.

Bewertung vom 20.04.2019
Wenn wir nach den Sternen greifen
Weise, Kathleen

Wenn wir nach den Sternen greifen


gut

Meinung:

In Wenn wir nach den Sternen greifen geht es um eine Familie, die kurz davor steht sich komplett zu verändern und um eine Tochter, die gerne nach ihrenem Traum greifen möchte, wäre da nicht auch noch der Traum von ihrem Vater.

Ist es schlimm etwas so sehr zu wollen, dass man daran denkt die Chance von einer anderen Person hinter seiner zu stellen? Kann man Träume untereinander abwägen und vergleichen? Genau diese Fragen werden dem Leser gestellt.

In dem Jugendroman wird auf knapp 200 Seiten die letzten 21 Tage von Ianthes Familie erzählt, bevor Ianthes Vater auf den Mars fliegt. Dabei durchlebt der Leser mit der Familie zusammen diverse Emotionen und Probleme. Auch andere Familien, die das gleiche Schicksal tragen, bekommen hier ihre Stimme.

Ianthes Möglichkeit Musik machen zu können wird im Roman immer wieder aufgegriffen und die Entscheidungen von ihr und ihrer Familie hinterfragt. Auch die Umstände der Gesellschaft im Jahre 2039, welches sich viel mit dem Klimawandel und der Kluft zwischen Arm und Reich sowie gesellschaftliche Probleme beschäftigt, wird hier behandelt. Es regt einen dazu an mehr über unsere Umwelt und unsere Zukunft nachzudenken, aber auch über die oben stehenden Fragen.

Die Tiefsinnigkeit in der Fragestellung, was Demos und das Einstehen für die Zukunft wirklich für die Menschheit bedeutet, fand ich sehr interessant. (s. Seite 68)

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, sodass das Buch schnell ausgelesen war, was nicht zuletzt den großen Buchstaben und der wenigen Seitenanzahl zu verdanken.

Was bisher überaus positiv klingt, hat in meinen Augen dennoch schwächen. Dadurch dass die Autorin versucht die Geschichte in 21 Tagen zu abzuarbeiten, kam einiges zu kurz. Dabei lag es nicht konkret an den 21 Tagen, sondern viel mehr daran, dass die Geschichte in großen Buchstaben in knapp 200 Seiten abgehandelt wurde. Die Tiefe kam nicht intensiv rüber, auch die vielen Probleme, die auf einem Mal zum Vorschein kamen und in Schnelltempo abgearbeitet wurden, gaben der Geschichte einen Dämpfer. Ich hätte mir mehr Zeit und mehr Aufarbeitung der Probleme und längere Dialoge in bestimmten Szenen gewünscht. Die Geschichte hätte richtig toll werden könnten, wäre da nicht die Kürze.

Aber da das Buch eher für jüngere Leser gedacht ist, denke ich dass ihnen die fehlende Tiefe nicht stört. Die Message kam nämlich trotz an.

Am Ende der Geschichte sind Songtexte im Anhang sowie ein Sachregister (eine Art Lexikon), das bestimmte Begriffe erklärt wie zum Beispiel Fake News und Nasa.

Fazit:

Wenn wir nach den Sternen greifen war für mich etwas enttäuschend. Ich hatte mir bei dem Thema mehr erhofft als erhalten. Es ist aber für junge Leser sicherlich trotzdem etwas, die sich noch nicht intensiv oder noch gar nicht mit solchen Themen beschäftigt haben.

Bewertung vom 20.04.2019
Herzenmacher
El-Bahay, Akram

Herzenmacher


ausgezeichnet

Meinung:
Herzenmacher ist mein erstes Buch von Akram El-Bahay, dabei ist er kein unbekannter Autor in Deutschland. Sowohl das Cover als auch der Klappentext haben mich überzeugen können und mich neugierig auf die Geschichte hinter dem geheimnisvollen Cover gemacht. Es erinnerte mich witzierweise ein wenig an „Herr der Diebe“.

Herzenmacher hat Famtasy- und Märchenzüge, sodass es in meinen Augen ein modernes und düsteres Märchen ist. Mit viel Können entführt Akram Léo und den Leser in eine Parallelwelt, die voller Dunkelheit und Grausamkeit ist. Morde und Enthauptungen werden nach dem Betreten der neuen Welt Bestandteil der Grausamkeit. Trotz der brutalen Vorstellungen, wird dem Leser die dunkle Welt nicht zu grausam dargestellt, da der Roman ab 12 Jahren ist.

Léo ist ein talentierter, netter und liebenswerter Junge. Er ist mir ab der ersten Seite sympathisch gewesen. Durch seine Art hatte es mir Freude bereitet ihn bei der Reise zu begleiten. Auch die anderen Charaktere waren kreativ und interessant. Ecken und Kanten waren deutlich zu erkennen.

Fesseln konnte mich die Geschichte nach einigen Kapitel. Die Geschichte ist gut durchdacht. Die Grundidee wurde gut umgesetzt. Der Schreibstil war packend und spannend. Die Umschreibungen von bestimmten Ereignissen fand ich dabei ganz toll, absolut poetisch und zum Verlieben! Auch Botschaften und Weisheiten konnte der Autor gut in die Gegebenheiten einbinden. Ich finde man merkt ganz gut, dass Akram vor seinem Autor-Dasein Jounalist war, so gut wie er mit Worten umgehen kann.



Fazit:
Herzenmacher ist ein durch und durch gelungenes Werk. Es behandelt diverse Fragestellungen der Gesellschaft und regt einen zum Nachdenken an, verpackt in einer märchenhaften Fantasygeschichte für junge Leser.

Bewertung vom 17.04.2019
Die Verlobten des Winters / Die Spiegelreisende Bd.1
Dabos, Christelle

Die Verlobten des Winters / Die Spiegelreisende Bd.1


weniger gut

Meinung:
Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch die Bookstagram-Community. Es wurde viel Werbung für den Auftakt der Reihe gemacht und zudem wurde das Buch sehr positiv bewertet. Um so mehr war ich neugierig auf das Buch. Nachdem ich gelesen hatte, dass einige Leserstimmen den Roman mit Harry Potter gleichgestellt haben, war ich zum einen skeptisch, aber zum anderen auch sehr gespannt auf die Geschichte von Ophelia.

Ophelia ist eine besondere junge Frau. Sie hat die Fähigkeit durch den Spiegel zu gehen und Gegenstände zu lesen. Auch wenn sie recht still und wie ein Mauerblümchen wirkt, steckt in ihr viel mehr. Soviel zu den Worten auf dem Papier. Was ich aber aus den Seiten herausgelesen hatte, ist eine blasse Protagonistin mit der ich nicht warm wurde. Sie hatte wenig Persönlichkeit, keinen Charakter zur Heldin oder gar Ecken und Kanten.

Der Schreibstil ist locker und schön. Zu Anfang kam ich schnell und gut in die Geschichte hinein. Die Magie war förmlich zu spüren, aber im Laufe der Zeit verlor sich die Magie, nachdem die Zwangsheirat in den Spiel kam. Ihr Gemahl war mir zu einseitig, ohne eine nennenswerte Persönlichkeit. Dazu kam noch die fehlende Spannung und die Langatmigkeit. Dabei war die Grundidee so, so toll! Ich habe wirklich versucht das Buch zu mögen, aber der Funke wollte weder bei mir überspringen noch wollte mich die Geschichte verzaubern oder mitreißen.
Alles in allem war ich schon sehr enttäuscht von der Geschichte. Ich habe vielleicht auch zu viel von der Geschichte erwartet durch den Hype und der Gleichstellung mit Harry Potter. Die Skepsis hatte sich dafür definitiv Bewahrheitet, denn „Die Verlobten des Winters“ ist weit entfernt von Harry Potter und seinem Feeling.

Fazit:
Die Verlobten des Winters war für mich leider eine Enttäuschung. Die Grundidee hat mir sehr gefallen, aber an der Umsetzung hatte es gehapert. Auf langer Strecke ist nicht viel passiert, auch fehlte die Magie und eine ausdrucksstarke Protagonistin. Zurück ist nicht viel geblieben außer eine langweilige Protagonistin und eine unspektakuläre Geschichte, die nicht lange im Kopf geblieben ist.

Bewertung vom 15.04.2019
Unser düsteres Duett / Monsters of Verity Bd.2
Schwab, Victoria

Unser düsteres Duett / Monsters of Verity Bd.2


sehr gut

Meinung:
Nachdem ich den ersten Band so toll fand, musste auch der zweite Band bei mir einziehen, denn nach dem Ende vom ersten Band sind so viele Fragen offen geblieben. Auch konnte ich mir für das finale Ende so vieles vorstellen, aber bei den möglichen Szenarien wollte ich es nicht belassen. Ich wollte wissen, wie Victoria das finale Ende geplant hat.

Im zweiten Band begibt man sich als Leser sowohl außerhalb von Verity City und lernt dabei neue Orte und Menschen kennen, als auch wieder in die altbekannten Orte wie z.B. das Hauptquartier der Flynns.
Es gibt viel Neues zu entdecken, nicht nur Ortschaften sondern auch andere Seiten von Kate und August. Sie haben sich für mehrere Monate voneinander entfernt und haben sich dadurch auch unterschiedlich weiterentwickelt. Beide haben eine dunkle Seite in sich mit der sie zu kämpfen haben. Dieses neue Aspekt hat die Protagonisten für mich noch spannender und interessanter gemacht. Der innere Kampf war nämlich deutlich spürbar. Dadurch gewann man einen Enblick in die Ängste und Schwächen der beiden.

Der Schreibstil von Victoria hat sich im zweiten Band definitiv gewandelt. Im ersten Band war er sachlicher, im zweiten Band ist er emotionaler und poetischer denn je. Durch einwerfen von Reimen und Dichtungen, hat Victoria eine andere Seite von sich gezeigt. Die Art damit das dunkle Monster sprechen zu lassen, fand ich toll. Die Wendung fand ich gelungen, sowie das Ende an sich. Auch wenn ich mir ein anderes gewünscht hätte, ist das dargebotene Ende doch sehr passend für die Welt voller Monster.

Fazit:
Auch wenn der letzte Band der Dilogie nicht so Leistungsstark wie der erste Band war, hatte es mich trotzdem überzeugen können, unter anderem durch die Entwicklung der Charaktere, dem neuen Schreibstil und das Ende.

Bewertung vom 26.03.2019
Die Schönste im ganzen Land
Disney, Walt; Valentino, Serena

Die Schönste im ganzen Land


sehr gut

Meinung:
Ich bin ein riesen Disney-Fan. Neben Hercules und Mulan ist die Geschichte von Schneewittchen meine allerliebste. Doch wie kam es dazu, dass die Stiefmutter so sehr auf ihr Aussehen fixiert ist, ihre Stieftochter so sehr um ihre Schönheit beneidet und was hat es mit dem Spiegel eigentlich auf sich, abgesehen davon, dass er sagen kann, wer die Schönste im ganzen Land ist?

„Die Schönste im ganzen Land“ widmet sich genau diesen Fragen.

Die Aufmachung ist hier wie in „Das Biest in ihm“ wunderbar gewählt. Auch hier hat der Verlag die Originalcover belassen, wenn auch wieder so umgewandelt wie in „Das Biest in ihm“. Vorne ist die schöne Königin/ Hexe abgebildet und hinten die verschrumpelte, alte böse Hexe, die wir aus dem Disney-Film zu gut kennen.

Die Königin war eins ein wunderschönes Mädchen aus dem normalen Volk ohne große Habseligkeiten oder Adelstitel. Durch ihr Aussehen wurde der König auf sie aufmerksam. Durch die Hochzeit erhoffte sie sich ihrem Schicksal entgehen zu können. Sie litt als Kind sehr an einem Minderwertigkeitsgefühl. Selbstzweifel plagten sie. Ihr Aussehen machte ihr innerlich Probleme, denn die Oberflächlichkeit der Menschen kann man nicht einfach ausblenden geschweige denn ignorieren. Wie in der jetzigen Zeit lassen sich Menschen durch das Aussehen anderer sehr beeinflussen, trotz Aufklärung oder dem Wissen, dass die Menschen nicht mitentscheiden konnten wie die Natur sie erschaffen hat.
Die eins noch nicht so böse Königin war mir durch ihre unschöne Kindheit und ihren Erfahrungen bzgl. der Selbstkomplexe sympathisch. Ich fand dadurch schnell eine Bindung zu ihr. Nachdem sich die Geschichte gewandelt und ihre Persönlichkeit eine Wendung genommen hatte, war die Sympathie etwas minimiert, aber trotzdem konnte ich sie bis zu einem gewissen Grad verstehen, wieso sie so böse geworden ist.

Die Geschichte an sich, wie die Königin so böse geworden ist, fand ich fesselnd und sehr interessant! Sie war schlüssig, logisch und nicht so fern ab von der Realität, was ich von Disney kenne. Die Hintergründe waren authentisch. Die Message dahinter war geradeaus ehrlich und nachvollziehbar und ja, die Message würde ich sogar unterschreiben.

Der Schreibstil ist auch hier wie in „Das Biest in ihm“ sehr schlicht, locker und einfach gehalten. Durch die Schriftgröße ließ sich das Buch schnell auslesen, aber auch durch die spannende Hintergrundgeschichte der bösen Königin. Mich konnte die Geschichte und die Wendung sowie die Beweggründe sehr für sich einnehmen, mich überzeugen und mitreißen!

Ich fand bisher beide Geschichten von den „bösen“ Disneyfiguren sehr interessant und gut. Der Blickwinkel wurde geändert und die neue Interpretation war mal was Neues. Ich würde es auf jeden Fall sehr toll finden, wenn noch weitere Bücher dieser Art von Disney veröffentlicht wird.

Fazit:
Die Schönste im ganzen Land ist wieder eine tolle Erzählung von Disneys Bösewicht, wie die böse Stiefmutter von Schneewittchen so böse geworden ist. Die Anlehnung an die Realität und die Message dahinter konnten mich absolut überzeugen. Auch die Charaktergestaltung hat es mir sehr angetan, sodass ich schnell eine Bindung zur Königin aufbauen konnte.
Das Buch ist meiner Meinung nach definitiv ein Must-Read für alle Disney-Liebhaber und Jene, die mehr über die Hintergründe der bösen Stiefmutter wissen wollen!

Bewertung vom 26.03.2019
Das Biest in ihm
Disney, Walt; Valentino, Serena

Das Biest in ihm


sehr gut

Meinung:
Wer von uns kennt die wundervolle Geschichte von „Die Schöne und das Biest“ nicht? Belle hat eins den Platz von ihrem Vaters eingenommen, nachdem er im Schloss vom Biest etwas mitgenommen hat, das dem Biest gehörte. Belles Vater wollte dabei Belle nur eine Freunde machen, denn viel brauchte sie nicht um glücklich zu sein. Doch als das Biest die Entwendung seines Heiligtums mitbekam, forderte er Belles Vater dazu auf als Diener da zu bleiben. Nachdem Belles Vater nach Hause ritt, um seinen Töchtern Lebewohl zu sagen, opferte Belle sich auf, kehrte ihrer Freiheit den Rücken zu und wohnte danach beim Biest. Nach und nach erweichte sie sein Herz und am Ende entpuppte sich das Biest als waschechter Prinz. Doch wie kam es dazu, dass aus einem Prinzen solch ein Monstrum wurde? Genau diese Frage wird hier im neuen Roman von Disney erzählt.

Die Aufmachung ist wunder, wunderschön. Was ich dem Verlag hoch anrechnen muss, ist dass er das Originalcover übernommen hat, wenn auch etwas abgewandelt. Denn im Original hat das Buch einen Schutzumschlag, auf dem das Monster sowohl vorne als auch hinten zu sehen ist. Sobald man den Umschlag aber entfernt, verbirgt sich dahinter der Prinz auf beiden Seiten, was ich ziemlich kreativ finde. Der Carlsen Verlag hat bei der Übersetzung auf den Schutzumschlag verzichtet und das Biest vorne und den Prinzen hinten angebracht, was weniger spektakulär, aber trotzdem gut gewählt ist.

Adam ist der Prinz, der durch einen Fluch zum Biest wurde. In wenigen Sätzen und großen Buchstaben erzählt die Autorin von seinem Fluch, seinem Leben vor seinem Dasein als Monster und all die Dinge, die dazu geführt haben, dass er so wurde wie wir ihn letzten Endes kennengelernt haben. Auch lernen wir diverse andere Charaktere kennen, z.B. Frauen für die Adams Herz geschlagen hat. Alle Charaktere fand ich sympathisch, lebendig und auch die eine Protagonistin mit dem Kampfgeist für die Frauenbewegung fand ich sehr schön. Die Charaktere zeugen von aktueller Persönlichkeit, nicht so altertümlich wie ich es mir gedacht hatte.

Die Sprache ist sehr schlicht und einfach gehalten. Durch die großen Buchstaben las sich das Buch recht schnell aus, was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass das Buch für junge Leser/-innen ist. Aber als Disney-Liebhaberin konnte ich meine Finger nicht von dem Buch lassen. Die Seiten sind so gelayoutet wie man es aus den englischen Romanen kennt. Auf jeder Seite ist oben links der Titel vom Buch und rechts die Überschrift des Kapitels, was ich ganz cool finde.
Auch wenn wir alle die Geschichte von Belle und ihrem Prinzen kennen, ist die hier gebotene Geschichte doch noch etwas komplett anderes. Es gab viele unvorhersehbare Momente, neue Interpretationen und auch einige bekannte Szenen aus der üblichen Geschichte von Belle wurden hier aufgegriffen. An Spannung fehlte mir an einigen Stellen noch ein bisschen, aber ansonsten ist es definitiv ein sehr tolles und interessantes Buch für Kinder und Disney-Liebhaber, die wissen wollen wie alles begann. Auch ist es eine sehr gute Nachtlektüre zum Vorlesen.
Fazit:
Das Biest in ihm ist eine gelungene Geschichte vom Prinzen, der zum Biest wurde. Die Idee hinter dem Fluch und wie es dazu kam, mit all seinen Umständen haben es mir doch sehr angetan. Obwohl an manchen Stellen die Spannung fehlte, konnte mich alles andere überzeugen.

Bewertung vom 25.03.2019
Left to Fate. Die Ausgesetzten
Trutnau, Gloria

Left to Fate. Die Ausgesetzten


gut

Meinung

Left to Fate hat sich bei dem Schreibwettbewerb durchgesetzt, weswegen ich um so mehr gespannt auf die Geschichte hinter dem schönen Cover war. Ob ich enttäuscht wurde oder nicht, erfahrt ihr nun.

Bei dem Buch handelt es sich um eine Dystopie – eine Vorstellung von der Zukunft wie sie hätte sein können, wenn bestimmte Dinge eingetroffen wären, die Menschen anders gedacht hätten oder einfach nur bestimmte Voraussetzungen vorhanden gewesen wären.

Samantha wird durch einen Test als Bedrohung eingestuft. In einer Welt, in der Perfektion herrscht, werden potentielle Straftäter aus der perfekten Stadt Concordia ausgeschlossen und nach New York verbannt – ein riesen großes Gefängnis für alle potentiellen Straftäter. Die Straftäter verbringen ihr Leben lang unter einer Kuppel, die die Person durch eine Berührung eliminiert. In New York regieren zwei Clans, die sich natürlich auch bekriegen. Räube, Schießereien, Gefangennahmen und allgemeine Tötungen stehen auf der Tagesordnung. Um so schlimmer ist es für die zivilisierte Samatha dort hin verbannt zu werden. Doch wie konnte es soweit kommen, für ein Mädchen das stehts an die Regeln gehalten hat?

Samantha ist jung, verbirgt vor sich selbst Geheimnisse und opfert ihr Leben für die Gerechtigkeit, was einerseits sehr positiv klingt, ist auf der anderen Seite auch sehr naiv. Mit ihr zu sympathisieren fand ich sehr schwierig. Auch wenn ich den Willen von ihr teilweise stark und gut fand, hat mich ihre Rücksichtslosigkeit, welches einherging mit Naivität sehr gestört. Auch wenn sie sicherlich nur Gutes wollte, empfand ich ihre Geheimnistuerei und unauthentische Art Taff zu sein, wirklich anstrengend. Es war für mich nicht nachvollziehbar wieso sie in bestimmten Situationen so gehandelt hat wie sie es getan hat. Anstatt sich dieser einen Person anzuvertrauen oder die Karten auf den Tisch zu legen, obwohl sie keine Angst haben musste in irgendeiner Weise verletzt zu werden, musste sie auf 10x Klug tun und Verletzungen einkassieren. Auch fiel es mir durch ihre schnellen Wutausbrüche (zu denen sie meist keinen Grund hatte, zumindest nicht so übertrieben schnell), zu ihr eine Verbindung aufzubauen. Sie war einfach nicht authentisch.
David hingegen fand ich gut inszeniert. Mit ihm habe ich mich wohl gefühlt und konnte sein Handeln gut nachvollziehen.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Jugendsprache wurde gut getroffen. Die Geschichte begann vielversprechend und war interessant. Das Szenario war mal etwas Neues, doch an Spannung fehlte jegliche Spur. Allein das darstellte New York hatte durch das Szenario so viel Potential für spannende, aktionreiche Szene. Von ihnen fehlte leider jegliche Spur, sehr schade. Auch an Tiefe hatte es mir sehr gefehlt. Vieles wurde dahin gesagt, ohne tiefer in die Materie einzutauschen.
Die Wendung war für mich gewöhnungsbedürftig. Sie war viel zu unrealistisch, aber nachdem ich mich damit abgefunden und mich mit der Vorstellung hinter der Wendung angefreundet hatte, ging es wieder einigermaßen Bergauf, denn die Ursache für die Wendung der Geschichte blieb stehts im Hinterkopf haften.
Was mich aber sehr positiv überrascht hat, war das Ende an sich, mit dem ich nicht gerechnet hatte. In dem Punkt konnte mich die Autorin von ihrer Fantasie überzeugen. Schade, dass nur das Ende so unvorhersehbar und gut war.

Fazit

Left to Fate hat großes Potential welches leider nicht ausgeschöpft wurde. Die Charaktere waren blass, die Handlungen wurden teilweise nur dahin geschrieben ohne einen Spannungsbogen. Die Wendung war mal etwas Neues, aber doch sehr unrealistisch. Das Ende hingegen konnte der Geschichte etwas Sympathie schenken und mich selbst überzeugen.

Bei Left to Fate habe ich mir auf jeden Fall etwas anderes vorgestellt, zumal es der Gewinnenrtitel eines Schreibwettbewerbs ist, weswegen ich doch sehr enttäuscht von der Geschichte war. Es ist zwar schnell ausgelesen, aber so richtig zu 100 Prozent überzeugen oder packen konnte mi

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.03.2019
Die Töchter von Ilian
Nuyen, Jenny-Mai

Die Töchter von Ilian


ausgezeichnet

Meinung

Jenny ist eine meiner Lieblingsautoren überhaupt. In meiner Jugend haben ihre Romane mich begleitet. Mit Nijura hatte die Liebe zu ihren Romanen begonnen und aufgehört hatte die Liebe zu ihrem Schreibstil und ihrer originellen Erzählung nie.
Sie waren immer sehr episch und gefühlvoll für mich, fernab von Klischees und Stereotypen. Um so mehr habe ich mich natürlich gefreut zu hören, dass sie einen neuen Roman veröffentlicht hat.

Bei Die Töchter von Ilian handelt es sich nicht nur um ein High Fantasy Roman, er vermittelt auch wichtige Werte. Allein die Parallele zu unserem politischen System, welches zwischen den Zeilen zu lesen ist, wird hier auf wortgewandte Art und Weise vermittelt. Dass die Geschichte schon alleine deswegen nicht einfach nur fiktiv ist, sollte klar sein. Die Passagen regen einen nur zum Nachdenken an.
Der Schreibstil ist bildhaft, voller liebe zum Detail und voll mit wunderbaren Metaphern. Die Ästhetik mit der Jenny einen in die Geschichte holt, ist allumfassend brillant! Ihre Sätze haben mich faszinieren können. Ihr Schreibstil und ihre Art der Erzählung zeugt von einer großen Entwicklung, nicht zu Letzt zu verdanken durch ihr Philosophie Studium. Jenny erzählt eine Geschichte in weltgewandter Weise, mit der ich nicht gerechnet habe.
Die Geschichte ist voll von Spannung, intellektuellen Facetten die mir das Atmen erschwert haben. Die Emotionen in mir haben nicht mehr aufgehört zu brodeln. Beim Lesen fiel mir wieder einmal auf wieso sie zu meinen Lieblingsautoren gehört. Sie hat sich vollkommen übertroffen in dem High Fantasy Roman. Ihre Charaktere konnten mich durch ihre Authentizität überzeugen. Sie waren mir sympathisch und konnten mich für sich einnehmen. Die Liebesgeschichte war mit Dramen und Emotionen verbunden. Jenny hat mich nicht selten dazu gebracht auch mal die Protagonisten eine runde zu schütteln, zu tätscheln oder doch wieder eine runterzuhauen.
Der Aufbau von Spannung konnte mich ebenfalls allumfassend fesseln. Die Spannung baute sich mit der Zeit immer mehr auf bis es zum großen Knall kam. Ich war komplett gefesselt von der Geschichte und die Wendungen waren so gut geplant! Sie haben mein Innerstes nur so zerstört.

Ich weiß nicht wie ich dem Buch gerecht werden kann mit meiner Rezension, denn die Geschichte ist so viel mehr als „nur“ sehr gut! Auch wenn ich ein riesen Fan von Jenny Mai Nuyen bin, war ich vor dem Lesen nicht voreingenommen, viel mehr hatte ich eine hohe Erwartung an das Buch, welche wie ihr sehen könnt in vollen Zügen erfüllt wurde, sogar mehr als nur „erfüllt“. Ich bin hin und weg, vollauf begeistert von dem Schreibstil, der Erzählung, dem Ende, den Metaphern, den Parallelen zu unserer Welt und natürlich auch dem wunderschönen Cover.

Einfach nur brillant!

Fazit

Die Töchter von Ilian ist ein grandioser High Fantasy Roman! Wortgewandt, facettenreich, voll von Emotionen und so viel mehr. Jenny-Mai Nuyen hat sich hier komplett übertroffen und ich bin ihr so dankbar dafür, dass sie ihre im Kopf fabrizierte Geschichte mit uns geteilt hat. Die Töchter von Ilian ist eine absolute Leseempfehlung von mir! Lauft in die nächste Buchhandlung und holt euch mehr als ein Exemplar davon, denn das Wissen in dem Buch lohnt sich so sehr gelesen zu werden!

Bewertung vom 16.03.2019
Dallas / The Umbrella Academy, Neue Edition Bd.2
Way, Gerard

Dallas / The Umbrella Academy, Neue Edition Bd.2


sehr gut

Meinung:
Nachdem ich den ersten Band gelesen habe, musste auch sofort der zweite Band her. Ohne große Ausschweifung begibt man sich als Leser auf den Spuren vom Attentat an den Präsidenten J. F. Kennedy bzw. auf den Weg dort hin und wie es dazu kam.

Hier wird der Leser in die Vergangenheit katapultiert. Es gibt zeitliche Sprünge in die Vergangenheit. Sie erinnerten mich ein wenig an Doctor Who mit seiner Zeitreise mit der Telefonzelle. Durch die vielen Sprünge innerhalb einer Zeit an den verschiedenen Orten, wirkte die Geschichte auch hier wieder etwas abgehackt, was den Einstieg und die Festigung an die Geschichte erschwerte.

Die Serie hatte auch hier einige Persönlichkeiten, Settings und Ideen aus dem Comic entnommen wie z.B. Hazel und Cha-Cha, die im Comic etwas anders dargestellt wurden. Aber auch sie bewirken im Kern das gleiche wie in der Serie und hatten eine skurrile Ader.
Durch das Ende von Band eins kamen gewisse Fragen bzgl. Vanya auf, die nur teilweise beantwortet wurden. Dafür gewannen die Charaktere an Persönlichkeit, wodurch die Entwicklung sichtbar wurden. Was ich beim ersten Band bemängelt hatte, fand hier definitiv eine Besserung.

Was mir außerdem weiterhin gefällt ist das düstere Setting umhüllt vom dunklen Humor. Ab und an waren die Gegebenheiten wirklich skurril und absurd, wodurch es schon witzig war. Das Einfließen der weltlichen Geschichte fand ich hier gut umgesetzt.

Was mich jedoch gestört hat, waren zwei unlogische Szenen, die mich stutzig gemacht haben, denn die Absurdität passte nicht zu den Autoren.
(Spoiler: Klaus Kopfschuss und die Vamipire)

Im Großen und Ganzen ist auch der Comic den Autoren aber gut gelungen und macht einen durch das Ende gespannt auf die Fortsetzung.

Fazit:
The Umbrella Academy – Dallas beschäftigt sich mit der Vergangenheit und der weltlichen Geschichte sowie die Zeitreise an sich. Was wir aus der Serie kennen, findet hier ihren Ursprung. Band eins und Band zwei waren somit die Basis für die erste Staffel der Serie. Der Comic gibt einen aber einen viel größeren Einblick in die dunklen Gedankengänge der Charaktere und ihre geschwisterliche Beziehung zu einander. Der dunkle Humor geht dabei stehts Hand in Hand mit den skurrilen Szenen und den dunklen Settings. Was mir am ersten Band gefallen hat, wird hier nicht vernachlässigt, sodass auch Dallas mir gut gefallen hat. Das Ende hat mich dabei definitiv spannend auf die Fortsetzung gemacht. Wer also begeistert vom ersten Band war, kann hier also gerne zum zweiten greifen.