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Lesezauber_Zeilenreise
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Eggenstein-Leopoldshafen
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Buchnerd durch und durch

Bewertungen

Insgesamt 831 Bewertungen
Bewertung vom 09.01.2026
Grob, Patricia

Wellen, Sittich und ein Mord - Tante Tilli ermittelt


ausgezeichnet

Wohlfühl-Krimi mit hyggeligem Dänemark-Feeling und viel Humor

**Inhaltsangabe Verlag:**
„Tilli konnten sie mit ihrem unschuldigen Gesicht nicht täuschen. Was spionierten die beiden da herum? Man steckte seine Nase nicht in die Blutspfütze anderer. Das gehörte sich nicht!“
Die Seniorin Tante Tilli hat es sich an der dänischen Ostseeküste bequem gemacht und genießt leckeres Smørrebrød zwischen Strandspaziergängen und Steinkauzratgebern. Währenddessen arbeitet ihre Vermieterin Katrine hart an der Renovierung ihres Gasthofes. Zu blöd, dass gerade jetzt ein Gast sein Leben verliert. Doch war es wirklich ein Unfall, wie Katrine behauptet? Als sie unter Verdacht gerät, stürzt sich Tilli in den Fall und beginnt zu ermitteln. Ob der grüne Wellensittich und die True Crime-Fans, die sie unwissentlich im Gasthof einquartiert, dabei helfen können?

**Meine Inhaltsangabe:**
Tilli und Katrine haben die verwahrloste Pension ist ein hyggeliges Wohlfühldomizil verwandelt und Katrine möchte gerne richtig losstarten und klassifiziert, also mit Sternen ausgezeichnet werden. Da fällt ein Gast die Treppe herunter und stirbt. Katrine steht unter dringendem Tatverdacht und kommt in U-Haft. Und so steht Tilli nun als unfreiwillige Pensionswirtin da und versucht zusammen mit ihrem Lebensgefährten Jakobsen alles, um Katrines Unschuld zu beweisen. Das ist gar nicht so einfach, haben doch 5 junge Leute eingecheckt, die bei Tilli alle Alarmglocken schrillen lassen. Die interessieren sich nämlich ziemlich für den Todesfall und benehmen sich auch sonst eher seltsam. Doch Gäste sind Gäste und Tille gibt ihr Bestes, das alles und zusätzlich auch noch den durch den Tod des Gastes nun verwaisten Wellensittich unter einen Hut zu bringen.

Erster Satz: »Es war mit Sicherheit unüblich, dass sich eine Ex-Ehefrau mit der auf die folgenden, aber inzwischen ebenfalls verflossenen Liebschaft redlich die Taschentücher teilte.«

**Mein Eindruck:**
Band 1 fand ich ja schon sehr gut, aber diese Fortsetzung hier legt da nochmal eine Schippe drauf. Ich fand die Ermittlungen, die diesmal nahezu ausschließlich in der Pension stattfanden, sehr unterhaltsam. Dafür sorgte nicht nur der humorvolle, lockere Schreibstil, sondern auch die bildhaften Figuren, allen voran Tilli und Jakobsen. Deren Aufeinandertreffen auf die deutlich jüngere Podcaster-Gästegruppe ist geprägt von Vorurteilen und Missverständnissen und generationentypisch eher schwierig. Ich mochte das sehr und baute vor allem gegenüber einer der Figuren eine echte Abneigung auf. Was mir sehr gut gefällt, da ich es mag, wenn Bücher Emotionen auslösen. Mit Wellensittich Max hat die tierische Seite neben Kauz Charly Zuwachs bekommen. Schön auch jetzt wieder die Liebesgeschichte zwischen Tilli und Jakobsen und die Freundschaft zwischen den beiden und Katrine. Mir hat das alles richtig gut gefallen, ich bin nur so durch das Buch geflogen, habe mitgerätselt, mitgelacht und mich mitentrüstet und fühlte mich durch die Bank vorzüglich unterhalten. Ein absoluter Wohlfühlkrimi mit Humor, hyggeligem Dänemark-Flair und sympathischen Figuren. 5/5 Sterne und ich freue mich jetzt schon auf das nächste kriminelle Abenteuer von Tilli & Co.

Bewertung vom 08.01.2026
Fislage, Anja

Smeralda Bohms Bestiarium


ausgezeichnet

Spannend, magisch, liebenswert, bestialisch gut. So geht Kinderbuch!

**Inhaltsangabe Verlag:**
Mein Name ist Smeralda Bohm. Ich bin 12 Jahre alt und eine ernst zu nehmende Wissenschaftlerin, genauer gesagt: Kryptozoologin. Das bedeutet, dass ich verborgene Wesen* erforsche, die angeblich nicht existieren. Leider versucht das sogenannte Geheime Institut zu verhindern, dass mein enormes Wissen verbreitet wird. Es beobachtet auch dich, seit du diese Zeilen liest!
Wenn du trotzdem wissen willst, was ich bei meinen Feldforschungen und im Geheimen Institut erlebt habe (und in welchen mysteriösen Vorfällen ein gewisser Kommissaranwärter ermittelt), solltest du dich JETZT an einen sicheren Ort begeben. Denk daran: Wissen bedeutet Lebensgefahr! Ich hoffe, du bist mutig genug.

* also Yetis, Echte Phantomkatzen, Chupacabras usw.

**Meine Inhaltsangabe:**
Die 12jährige Smeralda liebt die Kryptozoologie und das Aufspüren verborgener Wesen. Ihr größter Wunsch: sie möchte ihr eigenes Bestiarium entwerfen und das Wissen über die darin gesammelten Wesen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Doch sie wird beobachtet vom Geheimen Institut, dessen Ziel es ist, das Wissen über die Kryptiden für sich zu behalten und keinesfalls zu verbreiten. Smeralda ist in Gefahr und dass Kommissaranwärter Juri Konstantin, der einer mysteriösen Spur nachgeht, Smeralda auch noch um Hilfe bittet, macht es nicht besser. Gut, dass Smeralda ihren Freund Kenji Kan hat und ihr Werkaninchen Kralle. Als in ihrer Schulklasse eines Tages dann der Elf Nicholas Lavendel auftaucht, gerät alles in Bewegung und Smeralda steckt in ihrem bisher größten Abenteuer.

Erster Satz: »Was du hier in den Händen hältst, ist eine umfangreiche Sammlung an Beweisen – dafür, dass es sie gibt, die Lebewesen im Verborgenen, jene Wesen, die in keinem Biologiebuch auftauchen.«

**Mein Eindruck:**
Das Cover hat es mir absolut angetan, ich liebe es sehr. Mittendrin Smeralda mit ihrem Werkaninchen Kralle und ringsherum die Kryptiden. Ich vermute, Smeralda hat eine Autismus-Spektrum-Störung, was zwar nicht thematisiert wird, aber herauszulesen ist durch ihre besondere Art. Mir gefällt das sehr gut, weil es der Handlung einen speziellen Touch gibt und ich mich dadurch, dass Smeralda die Story in der Ich-Form selbst erzählt, sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Innen ist die Aufmachung einfach nur toll! Es gibt viele richtig schöne Illustrationen und, so ist Smeralda eben, sehr viele Fußnoten und in blau und Schreibschrift gestaltete Randbemerkungen. Das lockert das Buch ungemein auf und es macht einfach Spaß, sich da durchzulesen. Die Story selbst ist spannend, humorvoll und steckt voller fantastischer Ideen. Ich liebe ja Kralle, das Werkaninchen, ganz besonders. Doch auch Smeralda habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Mit dem Kommissaranwärter Juri Konstantin kommt eine irgendwie spezielle Figur hinzu, die dem einen oder anderen wegen seiner Flucherei (ich weiß nicht, wie oft das Wort Scheiße in seinen Abwandlungen vorkommt) vielleicht zu derb ist. Mir gefällts. Wie alle anderen Figuren auch. Jede ist besonders und so gut beschrieben, dass ich keine davon vermissen wollen würde. Ich war gefesselt und wurde richtig klasse unterhalten. 5/5 Sterne und eine dicke Empfehlung an alle wissbegierigen Menschen ab 11 Jahren, die richtig klasse Geschichten und besondere Wesen lieben. Band 2 erscheint im Herbst 2026, was eine laaaange Wartezeit bedeutet ☹. Ich freue mich jetzt schon SO SEHR darauf! Die Autorin hat bereits eine dreiteilige Kinderbuchreihe geschrieben: DIE POLIDORIS. Und ja, ich glaube, die werde ich mir zulegen. Kann eigentlich nur gut sein!

Bewertung vom 06.01.2026
diverse

Die schönsten Küstenstädte in Europa


ausgezeichnet

Europas wunderschöne Küsten in Wort und Bild – Fernweh garantiert!

**Inhaltsangabe Verlag:**
Die schönsten Küstenstädte in Europa - 44 traumhafte Ziele am Meer
Erleben Sie die perfekte Verbindung aus Stadt und Meer! Dieser inspirierende Reiseführer nimmt Sie mit in 44 ausgewählte Küstenstädte in Europa, die alle mit einzigartigem Charme und maritimer Atmosphäre begeistern.
- Entdecken Sie beliebte Klassiker und Geheimtipps, von Barcelona bis Dubrovnik, von Venedig bis Riga
- Sehnsuchtsorte für jeden Geschmack: frische Meeresfrüchte genießen, durch historische Häfen schlendern oder an traumhaften Stränden verweilen
- Mit praktischen Tipps zu den besten Orten für Kulinarik, Kultur und Erholung.
Ein unverzichtbarer Guide für Städtereisende, die das Meer lieben, und alle, die sich von den schönsten Küsten Europas verzaubern lassen möchten. Ideal als Geschenk für Reisefans oder zur Planung Ihres nächsten Trips!

**Meine Inhaltsangabe:**
Unterteilt in Westeuropa, Nord- und Osteuropa, Südeuropa und Südosteuropa werden hier insgesamt 44 Küstenstädte vorgestellt. Begleitet von vielen Fotos kann man sich die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Ziele ansehen.

Erster Satz: »Europa verfügt über eine außergewöhnlich vielfältige Küstenlandschaft, die von der geheimnisvollen Ostsee, der rauen Nordsee über den wilden Atlantik bis hin zum Sehnsuchtsziel Mittelmeer reicht.«

**Mein Eindruck:**
Wer gern Städtereisen unternimmt und das bevorzugt in Küstenregionen, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Die vielen Fotos machen direkt Lust auf Urlaub und die wichtigsten Infos kann man sich auch direkt einholen. Die sind kurz und knapp, aber völlig ausreichend für einen ersten Überblick. Beim Durchblättern habe ich festgestellt, dass ich in meinem Leben schon echt viele Küstenstädte gesehen und erlebt habe, ich fühlte mich sofort wieder dorthin versetzt und konnte herrlich in Erinnerungen schwelgen. Doch das Buch ist auch super geeignet, wenn man seine nächsten Reisen planen möchte. Man bekommt direkt einen ersten Eindruck der allemal ausreicht, um zu entscheiden, ob man diesen Ort sehen möchte oder nicht. Mir gefällt der Aufbau und die Art und Weise, wie die Ort in Szene gesetzt werden mit all den Informationen, die neugierig machen. Für mich ein sehr guter Reiseführer zum Appetitholen, wenn auch vielleicht mit 25 Euro bei nicht einmal 200 Seiten und einer eher kompakten Größe von 19 x knapp 25 cm ein bisschen hoch im Preis. Dennoch: für jeden, der gerne reist, eine Empfehlung. 5/5 Sterne.

Bewertung vom 03.01.2026
Orths, Markus

Crazy Family (Band 4) - Die Hackebarts drehen durch


ausgezeichnet

Eine antike Klobürste, ein Schloss mit uralten Regeln, viel Geld und zwei ziemlich durchgeknallte Familien

**Inhaltsangabe Verlag:**
Das Kostbarste, was Walter Hackebart besitzt, ist eine seltene historische Klobürste. Abgesehen natürlich von seiner Frau Adrijana und den vier Kindern: Brooklyn, Zosch, Mönkemeier und Lulu. Als Walter das wertvolle Stück an den überaus reichen Grafen Sauberbart verkaufen will, wird die ganze Familie auf das gräfliche Schloss eingeladen. Aber oje, bei Sauberbarts herrscht strengste Etikette. Alles ist bis aufs Kleinste geregelt, und wer sich danebenbenimmt, muss in den Kerker. Wie lange halten die Hackebarts das aus, bis sie durchdrehen?
Herrlich verrückte Familiengeschichte
Wie sinnvoll sind eigentlich (Benimm-)Regeln? Und welche Rechte haben Kinder? Die Hackebarts finden auf diese Fragen – wieder einmal – eine ganz eigene Antwort. Zum Selberlesen für Kinder ab 10 Jahren oder zum Vorlesen für die ganze Familie

**Meine Inhaltsangabe:**
Vater Walter Hackebart wachsen die Kosten über den Kopf, das Geld ist immer knapp und die Rechnungen wollen bezahlt werden. So heckt er einen Plan aus, um für seine antike Klobürste, für die Graf Sauberbart ihm 100.000 Euro geboten hat, noch mehr herauszuschlagen. Der Einladung des Grafen folgend findet sich die ganze Familie Hackebart im Schloss der Familie Sauberbart ein, das zwar nicht wirklich alt ist, für das aber uralte Merowinger-Regeln gelten. Kinder müssen sich benehmen, um jeden Preis. Andernfalls landen sie im Verlies. Die Hackebart-Kids sind sich einig: diese Regeln sind zu alt, um sie zu befolgen und sollten dringend einmal überdacht werden. Währenddessen verfolgt Walter Hackebart heimlich weiter seinen Plan, in dem Opa Hackebart eine gewichtige Rolle spielt! Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, seine Familie zu einem guten Leben zu verhelfen und die fälligen Rechnungen zu bezahlen sowie dem überaus schlechten Gewissen sowie der Angst vorm Entdeckt werden zieht Papa Walter seinen Plan durch. Dass das nur chaotisch werden und schiefgehen kann, ist bei einer crazy Family wie den Hackebarts vorprogrammiert.

Erster Satz: »Herr Hackebart brauchte einen Verbündeten.«

**Mein Eindruck:**
Der Titel ist hier einfach echt Programm! Sowas von crazy, mehr geht eigentlich gar nicht. Und das ist so lustig und skurril und völlig gaga, dass es einfach Spaß macht, Teil davon zu sein. Nun sind die Hackebarts, die allesamt so liebenswert sind, also auf den schiefen Weg geraten bzw. auf dem besten Weg dorthin. Mir war klar, dass das nicht gutgehen kann, wie sich das alles dann aber entwickelte, war mir nicht klar. Und so durfte ich wieder mal ein buntes, schräges, liebenswertes und verrücktes Abenteuer erleben. Völlig überspitzt und total unrealistisch, dennoch oder gerade deswegen auch so unterhaltsam. Immer mit einer Prise Botschaft darin. Hier z.B. die Frage, ob man an Althergebrachtem unbedingt festhalten muss oder nicht vielleicht doch hier und dort mit der Zeit gehen sollte (»Folgen wir den alten Regeln, weil sie alt sind? Oder folgen wir den alten Regeln, weil sie gut sind?« - Seite 162). Ich habs sehr genossen und freue mich auf eine Fortsetzung (»Crazy Family: Die Hackebarts rocken die Schule«, erscheint im Sommer 2026). Schräg, schräger, Hackebarts! 5/5 Sterne. Wer es skurril, bunt und crazy mag, sollte hier zugreifen!

Bewertung vom 01.01.2026
Novik, Naomi

Tödliche Lektion / Scholomance Bd.1


ausgezeichnet

Dunkel, brutal, fesselnd und humorvoll

**Inhaltsangabe Verlag:**
Scholomance ist eine Magierschule, wie es sie noch nie gegeben hat: keine Lehrer, keine Ferien, Freundschaft nur als Mittel zum Zweck und sehr ungleiche Überlebenschancen. Es gibt nur zwei Wege heraus aus der Schule – die Abschlussprüfung oder den Tod.
Galadriel, genannt El, ist bestens vorbereitet auf die Gefahren der Schule: Sie hat zwar niemanden, der ihr hilft, aber eine starke dunkle Gabe, mit der sie problemlos auf einen Schlag die Monster auslöschen könnte, die überall in der Schule lauern. Aber das würde auch ihre Mitschüler treffen. Anders als der unerträgliche Schulstar Orion, der ständig Leben rettet, tut El deshalb alles, um diese Gabe nicht zu nutzen – es sei denn, sie hat keine andere Wahl ...
Unzählige Fans sind von den bildgewaltigen und genial erzählten Geschichten der Bestsellerautorin Naomi Novik begeistert. Ihre starken Heldinnen widersetzen sich Konventionen und zeichnen sich durch Komplexität aus. »Scholomance« bietet dunkle und gewitzte Abenteuer voller unerwarteter Wendungen.

**Meine Inhaltsangabe:**
Galadriel (genannt El) ist in der Magierschule Scholomance. Diese Schule ist nicht wie andere Schulen. Hier gibt es keine Lehrer, keine Aufsicht, dafür Monster überall, die es auf die Schüler abgesehen haben, so als kleinen Snack zwischendurch. Die Schule ist ins Nichts gebaut und verändert sich ständig. Jeder Jahrgang zieht nach Abschluss eine Etage nach unten. Die Abschlussklasse, die bis dahin sehr dezimiert ist, muss am Ende eine Prüfung bestehen und es schaffen, Scholomance lebend zu verlassen. El ist noch nicht in der Abschlussklasse, ist eine Einzelgängerin ohne Freunde und wird von den anderen gemieden, weil sie angeblich dunkle Magie anwendet. Tut sie aber nicht, ihr Mana lädt sie nicht durch das Töten anderer auf, sondern durch körperliche und geistige Anstrengungen (Sport, Häkeln,…). Genervt ist sie von Orion Lake, der sich als Held der Schule aufspielt und permanent jemanden vor dem sicheren Tod rettet und Monster vernichtet. Was will er von ihr? Nach und nach stellt El fest, dass es seine Vorteile hat, nicht ganz allein durch Scholomance zu gehen, sie geht Bündnisse ein und gemeinsam planen sie und ihre Freunde, wie man hier am besten überleben kann.

Erster Satz: »Nachdem er mir zum zweiten Mal das Leben gerettet hatte, beschloss ich, dass Orion sterben muss.«

**Mein Eindruck:**
Ich weiß gar nicht so genau, was ich erwartet habe, aber diese brutale, düstere Story mit menschenfressenden Monstern und Zuständen wie in einer Endzeit-Science Fiction nicht. Erzählt wird alles von El in der Ich-Form, was mir sehr gut gefällt. Ihre Gedanken sind genauso düster, wie das, was sie von sich gibt. Sie ist schnodderig, kalt, unfreundlich und sehr abweisend, was mich anfangs ein wenig nervte, sich aber bald ins Gegenteil verkehrte. Sie macht eine Entwicklung durch, die so zart wie kraftvoll ist. Dabei avanciert sie aber nicht zur heldenhaften Überfliegerin, sondern bleibt ein kleines Rad im großen Gefüge. Die Idee der Schule, was darin alles passiert, wie die Kids damit umgehen müssen und welche massiven Einschränkungen das mit sich bringt, ist herrlich endzeitmäßig und genial! Ich liebe den Humor, der immer wieder durchblitzt. Els Sarkasmus ist erfrischend beißend und über die verschiedensten Monster, die in allen möglichen und unmöglichen Formen daherkommen, aber ausnahmslos lebensgefährlich und extrem brutal sind, habe ich echt gestaunt. Da steckt eine Menge Fantasie drin (schon allein die Konstruktion der Schule! Mal ehrlich! Der Hammer). Der allerletzte Satz im Buch war dann ein so fieser Cliffhanger (ich dachte mir echt: WTF!!!), dass ich mir direkt Band 2 und 3 gekauft habe. Wer Dark-Fantasy ohne Einhörner, rosa Magiewolken oder Kinder-Zauberei mag, der sollte sich Scholomance antun! 5/5 Sterne.

Bewertung vom 30.12.2025
Wilke, Malou

Hoffnung auf eine neue Freiheit / Savannah Bd.3


ausgezeichnet

Fesselndes Finale der Südstaaten-Saga und Kopfkino pur

**Inhaltsangabe Verlag:**
Savannah, 1748. Die Bewohner der jungen Kolonie Georgia sehnen sich nach einem sicheren und gerechten Leben. Doch auch auf Nellies Plantage verhärten sich die Fronten zwischen den schwarzen und weißen Arbeitern. Und Nellie hat eine Gegenspielerin: Tallulah Woodpecker, Witwe des Farmers, dessen unehelich gezeugten Sohn Nellie adoptiert hat. Tallulah ficht die Adoption an und spekuliert so auf das Erbe, das ihr als kinderloser Witwe verwehrt bleibt. Nellie kämpft um den Jungen, und stellt damit auch die Liebe zu ihrem zweiten Mann Nate auf eine harte Probe.

**Meine Inhaltsangabe:**
Savannah, Georgia, 1748: Das Leben der Siedler ist weiterhin beschwerlich, dennoch ist Nellie auf ihrer Plantage mit ihrem Mann Nate und ihren (Adoptiv-)Kindern glücklich und zufrieden. Bis eines Tages die Witwe des leiblichen Vaters von Elmer, Tallulah Woodpecker, die Adoption anficht, um durch Elmer die Baumwollplantage zurückzuerhalten, die ihr als kinderlose Frau als rechtmäßiges Erbe verwehrt wurde. Für Nellie ist klar, dass sie ihren angenommenen Sohn niemals hergeben wird. Doch dann kommen Unruhen auf, die Sklavenhaltung soll legitimiert werden, die Lage zwischen den schwarzen und weißen Plantagenarbeitern und Siedlern spitzt sich zu und gipfelt in einem tödlichen Aufstand. Wieder einmal ist Nellies Glück, ihr Streben nach Freiheit, Zufriedenheit und Selbstbestimmung, in Gefahr und fordert so manches Opfer.

Erster Satz: »Die hölzernen Räder der Kutsche knarzten in einem ungleichmäßigen Rhythmus über den unebenen Boden.«

**Mein Eindruck:**
Ich habe diese über 540 Seiten nahezu in einem Rutsch weggesuchtet. Sofort war ich wieder drin in der Story und so gefesselt, dass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte (gut, dass ich gerade Urlaub habe). Malou Wilkes Beschreibungen von Landschaft und Leuten, ihre so gut recherchierten Umstände der Besiedelung Georgias, die politischen Entscheidungen und menschlichen Herausforderungen und Entbehrungen haben mich komplett eingenommen. Wie auch in den Vorbänden habe ich mitgelitten und -gefiebert, mich furchtbar aufgeregt und einmal mehr festgestellt, wie gut es uns (speziell uns Frauen) heute doch wirklich geht! Ich bin tatsächlich traurig, dass ich nun von Nellie & Co. nichts mehr lesen werde. Das Finale ist super gelungen und versöhnlich, dennoch würde ich alle Figuren gerne noch ein Stück weiter ihres Weges begleiten um zu erfahren, wie es ihnen ergeht. Wer berührende historische Roman mit realem geschichtlichen Hintergrund mag, sich in Bücher versenken und diese wie Kopfkino erleben, statt nur lesen möchte, dem kann ich die Reihe sehr ans Herz legen. Einfach nur gut, mitreißend, fesselnd, bewegend und sehr interessant! 5/5 Sterne.

Bewertung vom 28.12.2025
Fitzpatrick, Noel

Keira & Ich


ausgezeichnet

Liebe, so unendlich wie Sternenstaub. Tief berührend mit wundervollen Bildern

**Inhaltsangabe Verlag:**
Ein Buch, das Trost spendet – und eine tief berührende Hommage an die bedingungslose Liebe zwischen Mensch und Hund.
Keira ist ein außergewöhnlicher Hund. Von dem Moment, in dem sie Noel Fitzpatrick zum ersten Mal begegnet, besitzt sie den Schlüssel zu seinem Herzen. Sie erfüllt sein Dasein mit bedingungsloser Liebe und weicht ihm niemals von der Seite. Gemeinsam meistern sie die Höhen und Tiefen des Lebens, und selbst in den dunkelsten Momenten gelingt es Keira, Noel glücklich zu machen. Als Keiras Reise schließlich zu Ende ist, hinterlässt sie eine große Lücke, aber ebenso die Gewissheit, dass ihre Liebe immer bleiben wird, auch wenn sie selbst nicht mehr da sein kann.
Ein Muss für alle Tierliebhaber und Hundefans.

**Meine Inhaltsangabe:**
Noel hat ein ehrgeiziges berufliches Ziel und will so vielen Tieren helfen, wie nur möglich. Dabei stößt er auf Abwehr und auf die eigenen Grenzen. An seiner Seite Hündin Keira, die ihm nicht von der Seite weicht und den Schlüssel zu seinem Herzen, seiner Seele zu haben scheint. Sie rettet ihn, wenn er wieder einmal in Dunkelheit abzutauchen droht und zeigt ihm, dass er gut ist, so wie er ist. Eines Tages endet Keiras Leben (»In meiner Hand hörte es auf zu schlagen, und ich wünschte mir, auch meines möge stehen bleiben.«) doch Noel ist sich sicher: das Licht ihrer bedingungslosen Liebe begleitet ihn weiterhin.

Erster Satz: »Es ist dunkel, draußen und drinnen.«

**Mein Eindruck:**
Das ist ein außergewöhnliches Buch! Nicht nur von der Optik her, sondern auch von der Aufmachung. Schon der Pappband mit dem glänzend geprägten Titel ist einfach nur schön und wird von den vielen wunderschönen, gefühlvollen Illustrationen im Innern getoppt. Die allein sind schon voller Emotionen. Liest man dann noch den Text dazu, die Geschichte von Noel und Keira, die anfangs wie eine Unterhaltung zwischen den beiden anmutet, kann man gar nicht anders, als ständig den dicken Kloß im Hals herunterzuschlucken. Mir gefällt, dass Noel sich selbst zurückhält und Keira den Platz auf der Bühne lässt. Das macht er so voller Liebe und Gefühl, dass jedem klar sein muss: die beiden waren ein Seelenteam. Jeder, der schon mal ein geliebtes Tier hat gehen lassen müssen weiß, wie schwer das ist und das es sich genauso anfühlt, wie Noel es beschreibt. Doch er spendet auch Trost mit dem Schildern seiner Gefühle und Erfahrungen nach Keiras Tod. Wir sind nicht allein.
Ein Buch voller Wärme und Emotionen, voller Liebe und Trauer und ziemlich außergewöhnlich. Ich musste mehr als eine Träne verdrücken und war tief berührt, aber auch getröstet durch Noel und Keiras Geschichte. Unglaublich schön und gefühlvoll! 5/5 Sterne.

Bewertung vom 26.12.2025
Klune, T. J.

Jenseits des Ozeans


sehr gut

Humorvolle Fantasy-Fortsetzung mit Tiefgang

**Inhaltsangabe Verlag:**
Willkommen zurück auf der wunderbaren Insel Marsyas inmitten des azurblauen Ozeans. Hier bietet Arthur Parnassus magisch begabten Kindern, die zu Waisen geworden sind, ein Zuhause. Und hier hat Arthur seine große Liebe Linus Baker kennengelernt. Die Kinder und Linus sind Arthurs kostbarster Schatz. Doch sein Leben war nicht immer leicht, und als ein neuer Bewohner auf die Insel zieht und Arthurs dunkle Vergangenheit an die Öffentlichkeit kommt, droht sein Traum von einem glücklichen, freien Leben für alle magisch Begabten zu zerplatzen …

**Meine Inhaltsangabe:**
Arthur Parnassus und Linus Baker leben zufrieden mit ihren sechs magisch begabten Pflegekindern in ihrem Heim auf der abgelegenen Insel im Ozean. Um ihr Glück vollständig zu machen, fehlt nur noch Yeti David und die Bewilligung des Adoptionsantrags für alle Kids. Doch die Leiterin der Behörde zur Überwachung Magisch Begabter hat andere Pläne, die Arthur und Linus bald durchschauen und die, sollte es der Behörde gelingen, das Aus der Familie bedeuten. Arthur wird vorgeworfen, die Kinder aufgrund seines eigentlichen Wesens (er ist ein Phönix) in Gefahr zu bringen und so wird eine Inspektion der Insel und des Heims angeordnet. Der Kampf um die Familie, für Liebe, Akzeptanz und Toleranz beginnt und nimmt ungeahnte Ausmaße an.

Erster Satz: »Als Arthur Parnassus von der Fähre stieg und die Insel nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder betrat, glaubte er, er würde an Ort und Stelle in Flammen aufgehen.«

**Mein Eindruck:**
Band 1 habe ich so sehr geliebt und mich daher riesig gefreut, als ich diese Fortsetzung entdeckte. Ich war auch gleich wieder dabei, habe mich sofort an alle Figuren erinnert und freute mich, dass mit Yeti David eine neue, sehr interessante Figur hinzukam. Die Kids waren auch diejenigen, die mich oft haben laut auflachen lassen. Sie sind einfach zu cool, ganz im Ernst! Herzerwärmend die Liebesgeschichte zwischen Arthur und Linus, die sehr innig ist. Die Handlung fand ich auch super interessant und spannend. Mir war es diesmal allerdings echt ein bisschen viel Geschnulze dabei. Andauernd werden die tiefsten Gefühle geschildert, auf die Tränendrüse gedrückt und für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Brimborium gemacht, wovor selbst die doch sehr jungen Kinder nicht verschont bleiben. Sie werden mir zum Teil zu erwachsen dargestellt, was die Artikulation ihrer Empfindungen betrifft und dann wieder völlig kindlich und albern. Das hat mich ein bisschen gestört und mein Lesevergnügen ein wenig getrübt. Gefallen hat mir der Zusammenhalt nicht nur auf der Insel, sondern auch mit dem Dorf auf der anderen Seite des Wassers. Wie die Menschen und Wesen hier zusammengewachsen sind, war herzerwärmend. Fazit: super lustig, sehr berührend, für mich aber deutlich zu pathetisch zwischendurch. Ein Glück gab es die Kids, die wirklich oft für eine Lacher gesorgt haben. 4/5 Sterne.

Bewertung vom 20.12.2025
Matthies, Moritz

Geschenkt


ausgezeichnet

Humorvolles und herzerwärmendes Weihnachtswunder aus dem Berliner Zoo

**Inhaltsangabe Verlag:**
Ausschließlich als Hörbuch erhältlich: das Prequel zur Bestseller-Serie!
Süßer die Erdmännchen nie klingen: Christoph Maria Herbst macht das Weihnachtsabenteuer von Rufus und Ray zu einer Sternstunde für alle, die Weihnachten und beste Unterhaltung lieben.
Es weihnachtet im Berliner Zoo. Kong schmückt sein Gehege, es duftet nach gebrannten Mandeln und die ersten Schneeflocken fallen. Lange bevor Rufus und Ray offiziell Ermittler werden, müssen sie den Vermisstenfall eines unglücklichen Bernhardinerwelpen namens Benni knacken. Nur ein Weihnachtswunder kann da helfen, und das nimmt seinen Lauf, als es plötzlich Geschenke vom Himmel regnet …

**Meine Inhaltsangabe:**
Im Zoo taucht eines Tages ein Hundewelpe auf. Der ist traurig, sehnt sich nach seiner Menschenfamilie, hat sich aber wohl verlaufen und findet nicht mehr zurück. Ray freundet sich mit Benni an und hilft ihm, es im verschneiten Berlin einigermaßen warm und sicher zu haben. Doch sein eigentliches Ziel ist es, Benni zu seiner Menschenfamilie zurückzubringen. Als eines Tages massenhaft Geschenke mit allerlei Produkten darin vom Himmel in den Zoo fallen, stellt Ray fest: sein Bruder Rufus kann lesen! Unglaublich! Das muss man sich doch zunutze machen können. Ray selbst wünscht sich, ein echter Schnüffler zu werden. Und so tun die beiden sich zusammen, um ihren ersten Fall zu lösen und ein Weihnachtswunder Wirklichkeit werden zu lassen.

Erster Satz: »Ich zwänge mich wie jeden Morgen durch den Geheimgang, der unter dem Gehweg hindurch das Erdmännchen-Gehege mit dem der Flamingos verbindet.«

**Mein Eindruck:**
Was für eine schöne Idee, der Erdmännchen-Reihe ein Prequel zu schenken, dass in der Weihnachtszeit spielt. Die Story ist wie gewohnt herrlich witzig, wie immer einfach nur absolut genial gelesen von Christoph Maria Herbst. Doch diesmal ist auch eine Prise Wunder und Sentimentalität dabei, handelt es sich doch um eine Weihnachtsgeschichte, um Verlust und Trauer und dem Wunsch, anderen Gutes zu tun. Das kommt aber kein bisschen kitschig daher. Ist es übertrieben und unrealistisch? Aber ja! Wir sprechen hier schließlich über Erdmännchen und andere Tiere, die absolute Meisterleistungen vollbringen, sprechen und lesen können. Also ja: unrealistisch bis dorthinaus. Aber SO entzückend frech und lustig und einfach nur gut! Und durch die meisterhafte Kunst von Herbst, der allen Figuren eine ihnen eigene Stimme verleiht und nicht nur vorliest, sondern die Story regelrecht spielt, ist einfach nur beeindruckend und ein echter Hörgenuss. Ich liebs! 5/5 Sterne. Ich hätte gerne noch sehr viel mehr Abenteuer mit Ray, Rufus & Co., befürchte aber, dass es damit ein Ende hat, was ich sehr traurig finde. Doch dieses Prequel setzt einen würdigen Abschluss unter eine geniale Reihe!

Bewertung vom 15.12.2025
Grän, Christine;Waldenfels, Marianne von

Die Frau, der Ruhm und der Tod / Kommissarin Clara Frings Bd.2


ausgezeichnet

Haifischbecken Schlagerszene

**Inhaltsangabe Verlag:**
Zwischen Frauenpower, Kaltem Krieg und Schlagermanie
»Die Frau, der Ruhm und der Tod« ist ein scharfsinniger Krimi aus der Ära Helmut Schmidt und der 2. Fall für Clara Frings.
Während sich 1975 die zweite RAF-Generation in Stellung bringt, der Stammheim-Prozess beginnt und Feministinnen auf die Barrikaden steigen, baut Hauptkommissarin Clara Frings die Abteilung „Gewalt gegen Frauen“ auf. Ihr erster Fall: Schlagerstar „Mona Lisa“ stirbt vor laufenden Kameras. Ausgerechnet in der Talkshow von Claras bester Freundin Elfi Mayer.
Heile Welt mit harten Bandagen: So stellt sich die Schlagerbranche für Clara Frings dar. Ein zweiter Mord im Milieu wirft neue Fragen auf. Und da ist noch Freund Heinz, der sich in der Fluchthelfer-Szene in Gefahr begibt - ein vielschichtiges Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, mäandernd zwischen Menschenrettern und Menschenhändlern.

**Meine Inhaltsangabe:**
Bonn 1975, Kommissarin Clara Frings baut gerade gemeinsam mit Kollegin Helga und Sekretärin Frau Möller die Abteilung »Gewalt gegen Frauen« auf. Gleich der erste Fall führt in die Musik-Promi-Szene Bonns. Schlagersternchen Mona Lisa fällt während der Talkshow ausgerechnet Claras bester Freundin Elfi tot vom Sofa. Verdächtige sind schnell gefunden, doch irgendwie passt alles nicht so recht zusammen und jeder spielt Clara etwas vor. Es folgen noch zwei weitere Todesfälle und die Lage spitzt sich zu. Clara muss schnell herausfinden, wer es auf die Schlagerszene rund um Mona Lisa abgesehen hat. Doch auch privat ist Clara nicht gerade in ruhigem Fahrwasser. Zum einen ist da ihre Beziehung zum Polizeichef, die noch gar nicht so wirklich offiziell ist und schon zu enden droht. Und ihr bester Freund Heinz hat es sich trotz aller Gefahren in den Kopf gesetzt, zwei Frauen aus der DDR in den Westen zu schmuggeln. Es passiert, was passieren muss und Clara bangt sehr um ihren Freund.

Erster Satz: »Atme ein und komm zur Ruhe.«

**Mein Eindruck:**
Das ist der zweite Band der Reihe, für mich aber der erste und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Ich mag das Setting sehr (Bonn Mitte der 70er Jahre) und der Schreibstil hat es mir leichtgemacht, mir alles bildlich vorzustellen und eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. Es ist die Zeit, die für Frauen allgemein und besonders für diejenigen in Männerberufen nicht gerade leicht waren, was hier sehr gut rüberkommt. Die politische Situation mit der DDR und auch der RAF ist in allen Köpfen und wird hier gekonnt eingebunden. Im Anhang gibt es eine Chronik der Ereignisse von 1975 bis Mai 1976, die das politische Geschehen kurz und klar aufzeigt. Dann auch noch eine kurze Abhandlung über Ursache und Folgen der deutschen Mauer. Das alles verknüpft mit einem spannenden Kriminalfall in der Schlagerszene, die alles andere als die heile Welt ist, die sie verkörpern möchte und mit Claras Privatleben mit all seinen Facetten macht aus diesem Buch ein spannendes Leseerlebnis mit Hand und Fuß und einen Zeitzeugen der deutsch-deutschen Geschichte. 5/5 Sterne und ich überlege mir, Band 1 auch noch zu holen. Du magst Krimis, starke Frauen, die 70er Jahre und eine Handlung mit realem geschichtlichem Hintergrund? Dann solltest Du hier unbedingt zugreifen!

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