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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: lexiherz
Wohnort: Cremlingen
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Bewertungen

Insgesamt 14 Bewertungen
12
Bewertung vom 24.08.2020
It was always you / Blakely Brüder Bd.1 (eBook, ePUB)
Hotel, Nikola

It was always you / Blakely Brüder Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„It was always you“ von Nikola Hotel ist am 16.06.2020 im KYSS Verlag erschienen.
Es geht um Ivy, welche vor 4 Jahren bei einem Unfall Ihre Mutter verlor. Circa 2 Wochen nach diesem Unfall verbannt ihr Stiefvater Sie nach einer kleinen Rauferei mit Ihrem Stiefbruder Asher in ein Internat in New York. Ivy durfte sich nicht verabschieden und nicht mal ihre Tasche selbst packen. Der Kontakt wird fast komplett unterbunden, da Sie kein Handy mehr besitzt. Als Sie nun 4 Jahre später wegen eines familiären Notfalls zurück auf die Blakely Insel „nach Hause“ kommt, entdeckt Ivy Ungereimtheiten, denen Sie auf den Grund gehen will. Außerdem ist da noch Ihr Stiefbruder Asher, bei dem Sie immer dachte, dass Sie ihn geschwisterlich hasst. Doch in Wirklichkeit ist es vielleicht eher nur Ivys Schutzmauer, weil es doch verboten ist seinen Bruder zu lieben…
Dieser New Adult Roman von Nikola Hotel hat mir wirklich gut gefallen. Das Thema „In den Stiefbruder verlieben“ hat ein leicht abgeschlagenes Image, dennoch schafft es die Autorin daraus etwas wunderbar Neues zu gestalten.
Sowohl die Hauptprotagonisten Ivy und Asher, sowie alle Nebenprotagonisten mit dem Stiefvater, dem weiteren Stiefbruder Noah, der Haushälterin, dessen Sohn und seine Freundin, sind durchweg sehr gut ausgearbeitet gewesen. Die Handlung war für mich gut nachvollziehbar und hatte meiner Meinung nach keine Logikfehler. Außerdem hatte das Buch so eine gewisse Grundspannung, die es geschafft hat, dass man das Buch nicht aus der Hand legen wollte, Der Schreibstil war flüssig, leicht zu lesen und hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Besondern gefallen hat mir auch das Cover, sowie die wundervollen Brush Lettering Seiten innerhalb des Buches, die das Hobby von Ivy nochmal besonders hervorgehoben haben und auch das Buch selbst zu etwas besonderem machten.
Alles in allem war es für mich ein wirklich tolles Buch, was durchaus 5 Sterne verdient hat. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe mit Noah.

Bewertung vom 12.08.2020
42 Grad
Harlander, Wolf

42 Grad


ausgezeichnet

Der Politthriller „42 Grad“ von Wolf Harlander ist im Juni 2020 im Rowohlt Verlag erschienen.
Es geht um den Hydrologen Julius Denner und die IT-Spezialistin Elsa Forsberg , die als Einzige den Jahrtausendsommer als Bedrohung sehen. Während die Schwimmbäder voll sind und alle das tolle Wetter genießen, entdecken Elsa und Julius einige Ungereimtheiten in Ihren Aufzeichnungen. Erst als Waldbrände außer Kontrolle raten, Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen, Flüsse austrocknen und die Zivilisatin unter immer größer werdender Panik zusammenzubrechen droht glaubt man den Beiden. Sie versuchen verzweifelt die Katastrophe aufzuhalten, aber müssen schnell feststellen, dass wohl doch nicht nur der Klimawandel allein Schuld an der ganzen Misere ist.
Im Gegensatz zu vielen anderen Rezensionen fand ich das Buch sehr gut. Die Thematik alleine fand ich schon interessant, weshalb ich auch zu diesem Buch gegriffen habe. Gerade mit der aktuellen Hitzewelle in Deutschland (die zum Glück nicht so stark ist wie in diesem Buch) konnte ich mich gut in die Charaktere und Atmosphäre des Buches hineinversetzen.
Die Charaktere wären vielleicht nicht tausendprozentig ausgearbeitet und auch die Handlung wies kleine Logikfehler auf, aber nichts desto trotz hat mir das Lesen viel Spaß gemacht und mich nicht gestört. Die Geschichte empfand ich als durchweg spannend, da ich immer wissen wollte „ob es noch schlimmer wird“ und was hinter den ganzen katastrophalen Zuständen steckt. Teilweise fänd ich es auch sehr beängstigend sich vorzustellen, dass so etwas in Wirklichkeit passiert und ich denke dieses Buch regt definitiv auch dazu an über seinen Wasserverbrauch nachzudenken.
Alles in allem bekommt „42 Grad“ von mir 5 Sterne und wird mir vermutlich auch Grund seiner Realitätsnähe lange im Gedächtnis bleiben.

Bewertung vom 31.07.2020
The Modern Break-Up (eBook, ePUB)
Chidiac, Daniel

The Modern Break-Up (eBook, ePUB)


weniger gut

„The Modern Break-Up: Warum Liebe f*cking kompliziert ist“ von Daniel Chidiac ist am 15. Juni 2020 im Ullstein Verlag erschienen.
Ich habe mir von diesem Buch erhofft eine Mischung aus Ratgeber und Roman zu finden. Vor allem der Klappentext, indem mit einem tiefgründigen Gespräch zweier Protagonisten „geworben“ wird, hat mich motiviert dieses Buch zu lesen.
Leider musste ich schnell feststellen, dass mir dieses Buch alles andere lieferte, als das was ich erwartete. Man fand viele Kapitel vor, in denen aus der Vergangenheit darüber berichtet wird, wie Amelia ihre letzte Trennung verkraftet (oder eben nicht verkraftet) hat. Das eigentlich angepriesene Gespräch aus dem Klappentext, nahm lediglich ein einziges Kapitel ein.
Den Schreibstil fand ich für einen Roman zu emotionslos und kalt, für einen Ratgeber aber bereits zu ausschweifend. Irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Das einzige Kapitel, aus dem ich etwas mitnehmen konnte, war das Kapitel aus der Sicht von Amelias Mutter, die zufällig Psychologin war. Alleine diese Tatsache, fand ich aber schon reichlich an den Haaren herbeigezogen.
Ich mag nicht abstreiten, dass mir das Buch nicht wirklich zusagte, da ich mich glücklicherweise in der privilegierten Situation befand, nie solche Dating Situationen mitmachen zu müssen. Dennoch hat mich dieses Buch eher gelangweilt, als unterhalten.
Alles in allem, kann ich dieses Buch leider nur mit 2 Sternen bewerten. Am Anfang fand ich es schade, dass das Buch nur 200 Seiten hatte, am Ende war ich froh, dass ich nach 200 Seiten endlich durch war.

Bewertung vom 22.07.2020
Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11
Carter, Chris

Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11


ausgezeichnet

Der Thriller „Bluthölle“ von Chris Carter ist im Sommer 2020 im Ullstein Verlag erschienen und der 11. Teil der Robert Hunter Reihe.
In dem Buch geht es um eine junge Frau namens Angela Wood, die als eine der besten Taschendiebinnen in Los Angeles „arbeitet“. Sie versteht ihr Fach wirklich gut und geht regelmäßig auf Raubzug um Ihren Lebensunterhalt mit den Errungenschaften zu bestreiten. Eines vorweihnachtlichen Abends kehrt Angela nach Ihrem „Arbeitstag“ in eine Bar ein. Dort beobachtet Sie einen Gast, der gegenüber seinen Mitmenschen sehr unhöflich ist und Angela beschließt ihm eins auszuwischen, indem Sie Ihm seine Tasche klaut. Die teure Ledertasche sieht vielversprechend aus, doch was Angela darin entdeckt, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren.
Ich bin absoluter Fan von den Chris Carter Thrillern und so waren auch beim 11. Teil der Reihe Vorfreude und Erwartungen gleichermaßen hoch.
Robert Hunter ist einer meiner absoluten Lieblingsprotagonisten. Seine Arbeit bei der UV-Einheit des LAPD begeistert mich einfach sehr (auch wenn vermutlich einiges fiktiv ist) und auch Carlos Garcia mag ich unheimlich gerne. Ich würde sagen „Bluthölle“ war ein typischer Carter. Die Spannung war von Seite eins zum Greifen nah und auch wenn man zwischenzeitlich dachte mehr Spannung geht nicht ist das Ganze zum großen Showdown nochmal richtig hochgefahren. Die Protagonisten, die man bisher noch nicht kannte, waren mal wieder hervorragend ausgearbeitet. Die Handlungen waren für mich schlüssig und gut nachvollziehbar. Vom Schreibstil brauche ich wohl kaum berichten… einwandfrei. Besonders gefreut hat mich, dass auch nochmal Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen aus den vorherigen Teilen der Reihe genommen wurde. Einzig und alleiniger Mini-Kritikpunkt ist, dass mein Lieblingssatz „Ich lese eben viel!“ von Robert Hunter, dieses Mal gefehlt hat. Bisher konnte man diesen Satz in jedem Teil der Reihe finden und ich habe mich immer gefreut, wenn ich Ihn wiederentdeckt habe. Dieses Mal leider nicht. Aber das ist wohl Jammern auf hohem Niveau und führt selbstverständlich zu keinerlei Punktabzug.
Ein Chris Carter Thriller ist nichts für schwache Nerven, soviel ist klar. Dennoch fühlt es sich für mich immer ein bisschen an wie alte Freunde wiederzutreffen. Meine Vorfreude auf den (hoffentlich) nächsten Teil ist bereits jetzt schon unbändig.

Bewertung vom 21.07.2020
Lessons from a One-Night-Stand / Baileys-Serie Bd.1 (eBook, ePUB)
Rayne, Piper

Lessons from a One-Night-Stand / Baileys-Serie Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

„Lessons from a One-Night-Stand“ von Piper Rayne ist im Juni 2020 bei Forever by Ullstein erschienen.
In diesem New Adult Roman geht es um Holly Radcliff, die als Schulrektorin nach Alaska zieht um Ihren leiblichen Vater ausfindig zu machen. An einem Ihrer ersten Tage in der kleinen Stadt Lake Starlight ergibt sich ein Tächtel-Mächtel mit Austin Bailey, dem Baseball Coach von Hollys neuer Schule. Innerhalb kürzester Zeit sind Holly und Austin zum Stadtgespräch geworden und dass Holly nun Austins Chefin ist, macht die Sache nicht einfacher.
Ich muss sagen, dass ich eigentlich ein sehr großer Piper Rayne Fan bin. Deshalb habe ich mich auch unheimlich auf Ihre neue Reihe gefreut. Leider würde ich aber dieses Mal etwas enttäuscht.
Die Leseprobe konnte mich noch überzeugen, aber ziemlich schnell stellte ich fest, dass mich die Story nicht wirklich packen konnte. Die Dialoge waren sehr oberflächlich, man hatte kaum das Gefühl die Emotionen der Protagonisten nachvollziehen zu können (das ist man sonst von Piper Rayne ganz anders gewohnt) und auch die Handlung plätscherte nur so vor sich hin. An vielen Stellen gab es den gewohnten Piper-Rayne-Humor, dennoch empfand ich es hier oft als zu viel oder unangebracht in der jeweiligen Situation. Die Protagonisten waren für mich unnahbar und gesichtslos.
Leider kam noch hinzu, dass mich die Handlung und das Setting sehr an eine bereits bekannte New Adult Reihe erinnerte. Natürlich kann man gerade im New Adult Bereich doch schwieriger das Rad neu erfinden, dennoch waren die Ähnlichkeiten (mehrere Brüder, eine Kleinstadt, ein Blog, der allerlei Gossip verbreitet) in meinen Augen unverkennbar.
Ich finde es wirklich schade, dass mich der Auftakt dieser Reihe nicht überzeugen konnte. Da mir das Setting in Lake Starlight aber sehr gut gefallen hat und Alaska auch ein Bundesstaat ist, von dem man nicht allzu oft liest, würde ich den weiteren Teilen der Baileys-Reihe dennoch eine Chance geben.

Bewertung vom 14.07.2020
Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5
Ahnhem, Stefan

Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5


ausgezeichnet

„Die Rückkehr des Würfelmörders“ ist im Juli 2020 im Ullstein Verlag erschienen. Es ist der 5. Teil der Fabian Risk Reihe von Stefan Ahnhem und gleichzeitig die Fortsetzung des 4. Teils dieser Reihe „Der Würfelmörder“, weshalb dieses Buch nicht unabhängig lesbar ist.
Ich bin generell ein großer Fan der Thriller von Stefan Ahnhem und auch dieser Teil hat mich nicht enttäuscht.
Das teuflische Spiel geht weiter. Kommissar Fabian Risk ist immer noch auf der Suche nach dem Würfelmörder. Gleichzeitig kämpft er wie immer weiterhin mit vielen persönlichen und familiären Problemen.
Das Buch knüpft direkt an die Ereignisse aus dem 4. Teil an und lässt einen deshalb bereits zu Beginn kaum zu Atem kommen. Jedes Kapitel erzeugt gefühlt noch mehr Spannung, als das Vorherige. Die Kapitel aus der Sicht des Würfelmörders machen Gänsehaut und zeigen die eiskalte und erschreckend einfallsreiche Vorgehensweise detailliert. Viele Handlungsstränge sorgen für eine sehr fesselnde Atmosphäre, da man immer nur kleine Häppchen aus jeder Situation zu lesen bekommt und dadurch noch schneller weiterlesen will, um zu erfahren wie es weiter geht.
Die Ermittler treten lange Zeit auf der Stelle und jede heiße Spur gibt neue Hoffnung. Durch das häufige Verwerfen besagter Theorien ist das Buch ein absoluter Pageturner.
Der Show-Down war auf jeden Fall gut durchdacht und erfüllte meine hohen Erwartungen. Große Überraschungen blieben allerdings aus.
Auch hier gefällt mir das Cover gut. Es greift das Konzept des 4. Teils wieder auf und beide Cover nebeneinander verschmelzen sogar zu einem gemeinsamen Bild.
Insgesamt bekommt „Die Rückkehr des Würfelmörders“ von mir 4,5 Sterne - aufgerundet also 5 Sterne. Im Grunde wirklich ein sehr guter Thriller, wo man über kleinere Makel definitiv hinweg schauen kann. Ich freue mich Fabian Risk im nächsten Teil wiederzutreffen.

Bewertung vom 10.07.2020
Der Würfelmörder / Fabian Risk Bd.4
Ahnhem, Stefan

Der Würfelmörder / Fabian Risk Bd.4


sehr gut

„Der Würfelmörder“ von Stefan Ahnhem ist 2020 im Ullstein Verlag erschienen. Bereits 2019 ist dieses Buch unter dem Namen „10 Stunden Tot“ ebenfalls im Ullstein Verlag erschienen. Es handelt sich also um eine Neuauflage des Buches unter anderem Titel, da es sich hier um Teil 4 der Fabian Risk Reihe handelt, welche mit Teil 5 dieser Reihe fortgesetzt wird, und man somit eine „eine Reihe in der Reihe“ erzeugt hat. Anders als meine Rezensionsvorredner muss ich sagen, dass ich mir dieser Tatsache bewusst war, da überall deutlich gekennzeichnet ist, dass „Der Würfelmörder“ und „10 Stunden Tot“ identische Bücher sind. Dass es natürlich eine Verkaufsstrategie sein kann und schnell zu Verwirrungen führt, mag ich gar nicht abstreiten, von Betrug würde ich hier allerdings nicht sprechen. Sofern man sich vorab etwas informiert hat, wird man sehr schnell herausgefunden haben, dass es einen Fortsetzung-Folgt Band geben wird. Dies war bereits bei Erscheinung von „10 Stunden Tot“ bekannt. Positiv finde ich, dass der neue Titel weitaus besser zu der Story passt, als der alte Titel, dennoch finde ich den Originaltitel „Motiv X“ immer noch am besten. Schade, dass die deutschen Übersetzungen nur selten einen Originaltitel übernehmen, aber dieses Buch ist da ja kein Einzelfall.
In „Der Würfelmörder“ geht es mal wieder um Fabian Risk, der in Helsingborg versucht die nächsten brutalen Mordfälle aufzuklären. Die Morde scheinen so unterschiedlich zu sein, wie es nur irgendwie Möglich ist, was dazu führt, dass sich auch nach mehreren Mordfällen kein Motiv des Mörders herausfinden lässt. Weiterhin kämpft Fabian, wie auch in den Bänden zuvor, mit haufenweise persönlichen und familiären Problemen, was auch die Nebenhandlungen sehr spannend macht.
Grundsätzlich hat mir auch dieser Teil der Fabian Risk Reihe wieder sehr gut gefallen und hat das Niveau seiner Vorgänger gehalten. Teilweise waren es mir tatsächlich zu viele Handlungsstränge und man hatte das Gefühl das eigentliche Bestreben den Würfelmörder zu finden existiert gar nicht mehr. Ich denke aber, dass gerade das komplett offene und Cliffhanger beladene Ende des Buches darauf abzielt, dass im Folgeband vieles Zusammenläuft und beantwortet wird. Ich werde auf jeden Fall die „Die Rückkehr des Würfelmörders“ sofort im Anschluss lesen.
Weiterhin möchte ich aber hier nochmal betonen, dass dieses Buch eher der vierte Teil der Fabian Risk Reihe ist, als der erste Teil der Würfelmörder Reihe. Was ich damit sagen will? Meiner Meinung nach ist entgegen aller Aussagen „Der Würfelmörder“ nicht unabhängig von der Fabian Risk Reihe lesbar. Mindestens 50 % des Buches geht es um die weitere Aufklärung aller persönlichen und familiären Probleme von Fabian Risk und gerade der Bezug zum dritten Teil „Minus 18Grad“ ist seeeeehr hoch. Die Verständlichkeit von vielen Handlungen würde einfach sehr darunter leiden, wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat und das fände ich sehr schade. Deshalb finde ich es auch etwas ungünstig vom Verlag gewählt, so eine „Reihe in der Reihe“ zu schaffen. Hier wäre ein Verweis, dass es sich beim 5. Teil lediglich um eine Weiterführung der Ereignisse aus dem 4. Teil handelt durchsichtiger gewesen.
Besonders schön finde ich dieses Mal die deutlich modernere Covergestaltung, welche zudem beim Taschenbuch noch eine Klappe über den Buchschnitt mit toller Detaillierung aufweist und zusammen mit dem 5. Band ein gemeinsames Bild ergibt.
Alles in allem wieder ein sehr guter schwedisch/dänischer Thriller mit kleineren Macken. Von mir gibt’s dieses Mal 4 Sterne.

Bewertung vom 10.07.2020
BeTwin - BePolarTrilogie, Band 2 (ungekürzt) (MP3-Download)
Kindermann, Martha

BeTwin - BePolarTrilogie, Band 2 (ungekürzt) (MP3-Download)


sehr gut

„BeTwin“ von Martha Kindermann ist der zweite Teil der BePolar-Trilogie, welchen ich als Hörbuch gehört habe.
Die Spannung ist von Anfang an reichlich hoch, da der zweite Band direkt an die Ereignisse des Ersten anknüpft. Dann geht es gleich Schlag auf Schlag weiter und man kommt eigentlich kaum zu Atem. Da der erste Band bei mir ca. 4 Monate zurückliegt, fiel mir der Wiedereinstieg in die Story etwas schwer. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Wiederholung oder Auffrischung gewünscht, ich kann mir aber vorstellen, dass das für Leute, die die Bücher hintereinanderweg lesen, einfach nervig gewesen wäre. Sollte ich den dritten Teil der Trilogie wieder mit solchem Abstand hören, würde ich auf jeden Fall vorher nochmal die letzten 3- 4 Kapitel des vorherigen Teils anhören.
Insgesamt war ich erstmal ein bisschen geflasht, als ich sah, dass das Hörbuch 13 Stunden ging, das sind immerhin über 3 Stunden mehr als „BePolar“, also der erste Teil. Ich muss aber sagen, dass die Zeit rasend schnell umging, da es einfach so viele Ereignisse gab. Hier habe ich aber auch gleich meinen ersten kleinen Kritikpunkt. Manchmal war es einfach so viel auf einmal oder sehr schnell hintereinander, dass man kaum mitgekommen ist. Ich war oft verwirrt, habe mich gefragt wer nun wirklich die Guten und wer die Bösen sind und wer gegen wen kämpft. Gut möglich, dass das vielleicht auch Absicht der Autorin war, ich weiß es nicht. Weiterhin finde ich, dass durch die vielen Ereignisse auch die eigentliche Haupthandlung, also das Bestreben von Roya nach der Wahrheit, etwas stark in den Hintergrund rückt.
Der Schreibstil von Martha Kindermann ist flüssig und gut verständlich (zumindest in der gehörten Version, alles andere kann ich nicht beurteilen). Durch Ihre lockere Art die Dialoge zwischen den Protagonisten aufzubauen, werden die Charaktere sehr lebendig und man merkt auch deutlich die realitätsnahe jugendliche Sprache, ohne dass es in irgendeinen Slang abdriftet. Das gefällt mir, da man so oft das Gefühl hat selbst mitten in Polar zu stehen.
By the Way möchte ich auch noch erwähnen, dass ich die Covergestaltung wieder absolut treffend und wunderschön finde. Schade, dass man als Hörbuchhörer, davon nicht allzu viel hat.
Alles in allem möchte ich „BeTwin“ 4 Sterne geben. Das ist ein Stern mehr, als der erste Teil von mir bekommen hat, denn ich fand diesen Teil deutlich stärker und spannender als den Vorherigen. Auf Grund meiner kleinen aber feinen Kritikpunkt, ist allerdings für 5 Sterne noch etwas Luft nach oben. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es in „BeOne“ weitergeht und ob tatsächlich alle Handlungsstränge und Fragen zusammengeführt und aufgelöst werden.

Bewertung vom 29.05.2020
Pandatage (Gekürzte Lesung) (MP3-Download)
Gould-Bourn, James

Pandatage (Gekürzte Lesung) (MP3-Download)


ausgezeichnet

„Pandatage“ von James Gould-Bourn ist ein Roman und im Mai 2020 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen.
In diesem Roman geht es um Danny Maloony und seinen Sohn Will, die vor etwas über einem Jahr Ihre Ehefrau und Mutter bei einem schweren Autounfall verloren haben. Generell ist Danny nicht gerade ein Glückspilz und seit dem Unfall hat er nun nicht nur seine Ehefrau und beste Freundin verloren, sondern sein Sohn hat auch aufgehört zu sprechen. Als er eines Tages seinen Job auf einer Baustelle verliert und auch noch wegen Zahlungsverzug der Miete von seinem Vermieter bedroht wird, sieht Danny kaum noch einen Ausweg. Auf der Suche nach einem neuen Job entdeckt er ein Pandakostüm, kauf dieses und wird unfreiwillig zu einem Straßenkünstler. Der tanzende Panda, der eigentlich noch weniger als gar nicht tanzen kann. Im ersten Moment hilft das seinen Geldsorgen – mangels Talents – nicht wirklich auf die Sprünge, aber schnell lernt er die Stangen-Tänzerin Krystal kennen, welche Ihm versucht das Tanzen beizubringen. Währenddessen beobachtet Danny auch noch seinen Sohn Will, wie er von Mitschülern gemobbt wird und greift als schützender „fremder“ Panda ein. Dadurch schöpft Will vertrauen und fängt an mit dem Panda zu reden. So erfährt Danny zum Beispiel warum Will aufgehört hat zu sprechen, es entstehen aber auch einige Konflikte und Probleme. Als sich Danny Geldnot zuspitzt, entscheidet er sich, bei einer Talentshow für Straßenkünstler mitzumachen, in der Hoffnung die 10.000 Pfund Preisgeld zu gewinnen. Die Stangen-Tänzerin Krystal, sein Ex-Kollege und Kumpel Ivan und auch Will überstützen Ihn dabei.
James Gould-Bourn überzeugte mich mit einer grandiosen Sprachgewandtheit und herrlicher Situationskomik. Ich habe beim Hören (ja, Hörbuch – im Folgenden mehr dazu) teilweise Tränen gelacht. Kein Buch, was ich bisher gelesen habe, hatte bei solch einem ernsten und traurigen Hintergrund so viel Humor. Gerade Ivan mit seinem ukrainischen Akzent und seinem Verhalten war zum Wegschmeißen. Die Charaktere waren meiner Meinung nach auf den Punkt „konstruiert“. James Gould-Bourn schafft es allen Protagonisten ein eignes Gesicht zu geben, welches sich aber perfekt in ein großes Ganzes einfügt. Krystal ist dabei herrlich skurril und vielleicht ein bisschen over top, wobei Danny und Will super authentisch trauern und man Ivan seinen weichen Kern unter der harten Schale deutlich anmerkt. Insgesamt hat man von allen ein genaues Bild vor Augen. Einzig von Will habe ich leider keinen deutlichen Hinweis auf sein Alter gefunden (in meinem Kopf scheint er so zwischen 11 und 14 gewesen zu sein), aber manche Äußerungen von ihm konnte ich eher mit einer 80 jährigen, weisen Omi zusammenbringen, was mich manchmal etwas verwirrte.
Die Story wies keine großen Überraschungen auf, was einen angenehmen Fluss erzeugte und mich absolut nicht störte. Ich habe es sehr gemocht Danny und Will auf Ihrem Weg zu begleiten.
Wie oben bereits angeteasert habe ich „Pandatage“ als Hörbuch gehört. Es ist eine argon hörbuch Produktion und gelesen von Hendrik Duryn. Der Leser schafft es die Emotionen packend rüberzubringen und Danny (aus dessen Sicht das Buch geschrieben wurde) eine authentische Stimme zu verleihen. Ebenso hat Duryn die anderen Charaktere durch perfekt abgestimmte Stimmlagen grandios belebt. Gerade Ivan, mit seinem ukrainischen Akzent, kann ich hier wieder nur lobend hervorheben.
Alles in allem hat mir dieser Roman sehr gut gefallen. Ich hatte wenig Erwartungen und konnte mich somit gut auf die Geschichte einlassen. Ich würde „Pandatage“ (gerade als Hörbuch) allen empfehlen, die Lust haben auf tolle Sprachgewandtheit in einem saukomischen und gleichzeitig berührenden Roman über Familie, Freundschaft, Zuversicht und Zusammenhalt.

Bewertung vom 26.05.2020
Das Dorf der toten Seelen
Sten, Camilla

Das Dorf der toten Seelen


weniger gut

„Das Dorf der toten Seelen“ ist ein Psychothriller von der Autorin Camilla Sten und im Mai 2020 im HarperCollins Verlag erschienen.
Es geht um die junge Frau Alice Lindstedt, die nach Ihrem Filmstudium bisher nicht so richtig Fuß in dieser Branche fassen konnte. Nun will Alice mit einer eigenen Filmproduktion endlich den Durchbruch schaffen. Hierzu will Sie Ihre eigene Familiengeschichte aus der Stadt Silvertjärn als Dokumentarfilm produzieren – ein ganz persönliches Herzensprojekt also. In Silvertjärn sind im Jahr 1959 alle 900 Einwohner spurlos verschwunden. Zu den Verschwundenen zählen auch ihre Urgroßeltern und deren jüngere Tochter. Ihre Großmutter war einige Monate zuvor nach Stockholm gezogen. Gemeinsam mit einem kleinen Filmteam reist Alice an den abgelegen Ort. Vor Ort passieren seltsame Dinge, die schnell darauf schließen lassen, dass es damals nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen ist.
Der Psychothriller vereint viele Elemente, die man aus klassischen (Horror-)Thrillern bereits kennt: abgelegener Ort, unerklärliche Ereignisse und eine kleine Gruppe junger Leute, die wie es scheint jeder selbst auch noch ein Haufen Geheimnisse mit sich rumtragen. Im Laufe des Buches decken Rückblicke aus der Sicht von Alice Urgroßmutter und alte Briefe der Schwester ihrer Großmutter immer weiter auf, was vor 60 Jahren in Silvertjärn passiert zu sein scheint. Auch innerhalb der Gruppe eskalieren immer mehr unterschwellige Konflikte. Gerade zwischen Alice und Emmy, ihrer früheren besten Freundin, mit der Sie sich jedoch überworfen hatte, gibt es immer wieder Differenzen.
Ich hatte mich unheimlich auf diesen Psychothriller gefreut. In der Buchbeschreibung hieß es „Stranger Things meets Scandinavian Crime“ und in Kombination mit den durchgehend guten bis sehr guten Rezensionen und dem düsteren Cover, war ich schnell überzeugt dieses Buch zu lesen. Leider blieb die Geschichte um Längen hinter meinen Erwartungen.
An und für sich war die Ausgangssituation für einen 5-Sterne-Thriller grandios. Von dem vor mir so oft beschriebenen Gänsehautfeeling, Schockmomenten und so großer Anspannung, dass man regelmäßig beim kleinsten Geräusch zusammenzuckt, konnte ich leider gar nichts nachempfinden. Der Schreibstil war durchwachsen. Dieser konnte zwar für mich keine Spannung erzeugen, aber immerhin hatte man zumindest das Setting in Silvertjärn bildlich vor Augen.
Die Charaktere blieben für mich durchweg blass – nicht nur, dass kaum ein Wort zum optischen Erscheinungsbild für das „innere Auge“ geliefert wurde, Alice und Emmy haben mich mit ihrer kindischen, zickigen Art total genervt, Tone war irgendwie Strange aber unnahbar, und die Männer haben sich angefühlt wie ein „Pflichtanhang“ damit die Gruppe auch zu einer vernünftigen Größe wächst. Wirklich was Charakteristisches hat man eigentlich von keinem erfahren und die psychische Vorerkrankungen von Alice und auch Tone waren zwar wieder eine nette Idee, aber mangelhaft ausgearbeitet.
Kleine Spannungsspitzen haben da für mich das einzige Highlight gebildet, jedoch konnten diese wenigen Seiten den Rest auch nicht wettmachen. Schade.
Ich hätte mir gewünscht, dass viel mehr auf die Machenschaften und Beweggründe des Pfarrers eingegangen worden wäre. Die Erklärungen am Ende fand ich sehr klischeehaft und wenig originell.
Während des Lesens habe ich in meinem Kopf dauerhaft zwischen einem und fünf Sternen geschwankt. Letztendlich muss ich sagen, dass mir kaum eine Rezension bisher so schwergefallen ist. Die Grundidee finde ich immer noch grandios. Leider wurde hier meiner Meinung nach sehr viel Potenzial verschenkt. Durch die mangelhafte Umsetzung und die viele Kritikpunkte komme ich leider nur auf 2 Sterne in der Gesamtwertung. Einen für das coole, düstere Cover und einen für die tolle Idee. Allerdings muss ich auch dazu sagen: Hätte es das Buch nicht als Hörbuch gegeben, hätte ich es zu 99% nach spätestens 30% abgebrochen.

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