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Benutzername: Ela58
Wohnort: Fürth
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Bewertungen

Insgesamt 14 Bewertungen
12
Bewertung vom 04.03.2019
Das kleine Café im Gutshaus
Shackman, Julie

Das kleine Café im Gutshaus


ausgezeichnet

Nach einer schweren Enttäuschung mit ihrem Ex-Freund Anton auf Malta kehrt Lara in ihren Heimatort Fairview in Schottland zurück.
Sie findet Arbeit als Bedienung in Kittys Café und versucht immer wieder ihre Chefin auch von ihren Backkünsten zu überzeugen.
Sie sprüht vor Ideen und Tatendrang, stößt aber immer wieder auf mißgünstige Kritik und Ablehnung bei Kitty.
Ein Stammgast, Hugo Carmichael, Besitzer des herrschaftlichen Anwesens Glenlovatt erkennt Laras Potential und bedenkt sie in seinem Testament.
Das stößt auf Verständnis bei Hugos Sohn Gordon, aber auf wenig Gegenliebe bei seinem Enkel Vaughan...
Ich finde "Das kleine Café im Gutshaus" ist wunderschön erzählt, wie ein modernes Märchen. Die sympathische Protagonistin Lara bekommt die Chance ihres Lebens und setzt sie auch durch fleißige Arbeit um und findet natürlich auch ihren Märchenprinzen.
Ein kurzweiliges, humorvolles und unterhaltsames Lesevergnügen!

Bewertung vom 02.03.2019
Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1
Pohl, Alex

Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1


sehr gut

In Leipzig wird die Leiche eines Anwalts gefunden und die Kommissare Hanna Seiler und Milo Novic sind für die Aufklärung des Verbrechens zuständig.
Die Ermittlungen führen sie zur Russenmafia und darüber hinaus zu Mädchenhändlern, die geschickt mit einem Loverboy Teenager ködern, um sie dann reichen Russen zuzuführen...

Mit dem Thema Mädchenhandel hat der Autor ein sehr sensibles Thema aufgegriffen, daß er sehr behutsam in seinem Krimi einfließen läßt.
Insgesamt finde ich "Eisige Tage" einen sehr spannenden Krimi, in dem es lange nicht vorhersehbar ist, wer der Täter ist und aus welchem Motiv er handelt.
Meine Kritikpunkte sind aber zu einem das Ermittlerduo Seiler/Novic, da die Charaktere sehr farblos bleiben.
Und zum anderen, die vielen Zeitsprünge und Rückblenden, die für die aktuellen Handlungen im Roman eigentlich bedeutungslos, manchmal sogar verwirrend sind.
Schade, ansonsten hätte ich 5 Sterne vergeben.

Bewertung vom 25.02.2019
Abgeschlagen / Paul Herzfeld Bd.1
Tsokos, Michael

Abgeschlagen / Paul Herzfeld Bd.1


ausgezeichnet

Ich habe schon einiges über den Autor und Rechtsmediziner Michael Tsokos gelesen, aber noch nie ein Buch von ihm.
Aber man muß nicht unbedingt den vorhergenden Thriller "Abgeschnitten" gelesen haben, um in die Story um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld hineinzufinden.
In "Abgeschlagen" untersucht er ein Mordopfer, daß mit einer Machete übel zugerichtet wurde. Er erhält einen Tip, daß die Mordwaffe Jahre zuvor schon einmal benutzt wurde und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren.
Und damit bringt er sich selbst und seine Familie in Gefahr...
Ich finde den Protagonisten Paul Herzfeld sehr sympathisch. Er ist ein Familienmensch, der als Rechtsmediziner sehr kompetent und rational handelt.
Das er sich zu einer unüberlegten Handlung hinreissen läßt und sich und andere in Gefahr bringt, ist "menschlich".
Herzfeld ergänzt sich sehr gut mit Kriminaloberkommissar Tomforde.
In der besonnen agierenden Dr. Lucia Tattoli findet er eine sehr loyale Kollegin, die bei seinen Konflikten mit dem karriesüchtigen Professor Schneider zu ihm hält.
Sehr suspekt ist mir immer noch die Figur des Sektionsassisten von Waldstamm.
Dem Autor ist es gelungen, mit diesem True-Crime-Thriller Gänsehaut zu erzeugen. Zum einen schildert er sehr detailgetreu und authentisch die Arbeit eines Rechtsmediziners und zum anderen hatte ich ständig im Hinterkopf, dass es sich um echte Fälle handelt.

Bewertung vom 12.02.2019
Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2
Sauer, Beate

Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2


ausgezeichnet

Der Kriminalroman spielt 1947 in dem vom Krieg zerstörten Köln und dem Bergischen Umland.
Friederike Matthée wird als Mitglied der Kölner Weiblichen Polizei zu einem Mordfall im Bergischen Land hinzugezogen.
Die Gutsherrin Ilse Röder wurde brutal ermordet und am Tatort wird die junge Magd Franziska festgenommen, die von Friederike zum Tathergang befragt werden soll.
Obwohl es viele Indizien gegen Franziska gibt, beteuert sie immer wieder ihre Unschuld und Friederike schenkt ihr intuitiv Glauben.
Obwohl für ihre Vorgesetzten der Fall abgeschlossen ist, ermittelt Friederike auf eigene Faust weiter und stößt dabei auf viele Verbindungen und Spuren aus der Zeit von Nazi-Deutschland.

"Der Hunger der Lebenden" ist ein Krimi, bei dem es immer wieder unerwartete Wendungen gibt und dadurch die Spannung aufrecht gehalten wird.
Die Beschreibungen des zerstörten Kölns, die Lebensumstände der Menschen und die Verbindungen alter Seilschaften wirken sehr authentisch.
Die Protagonistin Friederike finde ich sehr sympathisch.
Sie ist ein sensibler, mitfühlender, hilfsbereiter und ehrlicher Charakter.
Und besonderst mag ich die Hartnäckigkeit, mit der sie ihr Ziel verfolgt, um Franziskas Unschuld zu beweisen.

Bewertung vom 22.10.2018
Die Suche
Link, Charlotte

Die Suche


ausgezeichnet

In den Hochmooren von Nordengland wird die Leiche der jungen Saskia Morris entdeckt und genau an diesem Tag verschwindet der Teenager Amelie Goldsberg.
Das Ermittlerteam um Caleb Hale untersucht, ob es sich bei beiden Fällen um den gleichen Täter handelt und ob ein Zusammenhang mit der vor vier Jahren verschwundenen Hannah Caswell besteht.
Die Scotland Yard Ermittlerin Kate Linville, die sich rein zufällig als B&B Gast bei den Goldsberg eingemietet hat, wird von der Familie um Unterstützung bei der Suche nach Amelie gebeten.
Da sie aber vor Ort keine polizeilichen Befugnisse hat und Caleb Hale nicht in die Quere kommen möchte, ermittelt sie auf eigene Faust und gerät in gefährliches Abenteuer.

Der Krimi " Die Suche" von Charlotte Link hat mich ab den ersten Seiten sofort gepackt und war spannend bis zur letzten Zeile.
Es gibt einige dubiose Figuren in diesem Buch, hinter denen man den Täter vermutet, aber es gibt ständig neue überraschende Wendungen und der Leser erfährt erst gegen Ende, um wen es sich dabei handelt.
Besonderst gut gefallen mir die Protagonisten Kate Linville und Caleb Hale.
Diese Charaktere wirken sehr authentisch, denn beide haben ihre allzu menschlichen Probleme, Wünsche und Sehnsüchte, die sich teilweise auf ihre Ermittlungsarbeit auswirken.

"Die Suche" ist ein fesselndes Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legen kann und ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung mit Kate und Caleb.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.10.2018
Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste
Schwenke, Philipp

Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste


gut

Der Schriftsteller Karl May läßt seine Leserschaft fest im Glauben, er habe alle Abenteuer, die er in seinen Romanen schildert, selbst erlebt.
Er höchstpersönlich sei der Held Old Shatterhand, spreche über 800 Sprachen und habe den Orient bereist, obwohl May das Land Sachsen nie verlassen hatte.
Um diese größenwahnsinnigen Behauptungen zu belegen, läßt er sogar verschiedene Gewehre und Kostüme anfertigen und läßt sich in dieser Verkleidung fotografieren.
1899 bricht er dann aber zu einer einjährigen Orientreise auf, um auf den Spuren Kara Ben Nemsis zu wandeln.
Während dieser Zeit gibt es durch die Presse heftige Angriffe auf May.
Es gibt immer mehr Skeptiker, die bezweifeln, daß er die Person Old Shatterhand ist und auch so viele Sprachen spricht und verlangen entsprechende Beweise, die May aber nicht liefern kann.
Bewundernswert, wie geschickt es May immer wieder gelingt, sich aus solchen peinlichen Situationen zu retten.

Der Karl-May-Roman ist ein ca. 600 Seiten umfassendes Buch.
Gelungen finde ich die Idee, auf der vorderen, inneren Buchdeckelseite eine Landkarte mit den ehemaligen Kolonialgebieten Afrikas abzubilden und auf
der letzten Seite ein authentisches Foto von Karl May mit seiner Ehefrau Emma und dem befreundetem Ehepaar Plöhn.
Der Roman umfaßt allerdings nur die Jahre 1899, also die Orientreise und die beiden Jahre danach.
Für mich gibt es dadurch viele Längen im Buch, die keine rechte Spannung entstehen lassen.

Bewertung vom 03.09.2018
Der Schmetterling / Kommissar Johan Rokka Bd.1
Ullberg Westin, Gabriella

Der Schmetterling / Kommissar Johan Rokka Bd.1


ausgezeichnet

Heiligabend wird Henna Pedersen, die Frau eines prominenten Fußballers ermordet.
Johann Rokka, der gerade erst sein Amt als Kriminalinspektor übernommen hat, ermittelt mit seinem Team.
Fragen nach dem Motiv und Täter führen die Ermittler in die Vergangenheit von Henna und da tun sich einige düstere Abgründe auf....

Der Krimi hat mich von der ersten Zeile an gepackt und der Spannungsbogen hält sich bis zum Ende des Buches.
Es gibt immer wieder neue, interessante Ermittlungsansätze und der Roman nimmt ständig neue Wendungen. Nichts ist vorhersehbar.
Bis zum Schluß bleibt der Leser im Unklaren darüber, wer der Täter und welches das Motiv ist.
Besonderst gut gefallen mir die Protagonisten Johan Rokka und Janna Weissmann. Beide leisten sehr gute Polizeiarbeit, aber es menschelt auch, denn jeder auf seine Weise mit Beziehungsproblemen zu kämpfen.
Ich würde mich jedenfalls auf einen Fortsetzungsroman mit den beiden freuen.

Bewertung vom 12.08.2018
Das Haus der Mädchen
Winkelmann, Andreas

Das Haus der Mädchen


gut

Leni kommt nach Hamburg um dort ein Praktikum zu absolvieren und
freundet sich schnell mit ihrer Zimmernachbarin Vivien an.
Als Vivien eines Nachts spurlos verschwindet, macht sich Leni auf die Suche nach ihr.
Dabei kreutzt sich ihr Weg mit dem Obdachlosen Freddy, der einen Mord beobachtet hat und sich seitdem verfolgt fühlt.
Bald stellt sich heraus, daß beide Fälle zusammenhängen und Leni und Freddy geraten in Lebensgefahr...

Das Cover von " Das Haus der Mädchen" erzeugt eine unheimliche Athmosphäre und das Buch beginnt mit einem spannenden und düsterem Prolog.
Dem entsprechend habe ich einen Thriller mit viel Nervenkitzel erwartet, wurde aber leider etwas enttäuscht.
Das Buch ist in 7 Kapitel aufgeteilt und jedes Kapitel enthält viele unterschiedliche Handlungstränge.
Auf sehr spannende Handlungsabläufe erfolgen leider mitunter langatmige Passagen, so daß mich das Buch nicht durchgängig fesseln oder sogar Nervenkitzel erzeugen konnte.

Bewertung vom 15.07.2018
Stille Feinde / Isaiah Quintabe Bd.2
Ide, Joe

Stille Feinde / Isaiah Quintabe Bd.2


ausgezeichnet

Isaiah Qintabe (I.Q.) arbeitet als Privatdetektiv in L.A. für die einfachen, armen Leute und seine Bezahlung erfolgt in der Regel durch Naturalien.
Allerdings hat er sich durch seine Arbeit auch den Respekt und die Achtung einiger Gang-Mitglieder erworben, die in Long Beach aktiv sind.
Privat ist I.Q. auf der Suche nach dem Mörder seines Bruders Marcus.
Dieser war sein großes Vorbild und Idol.
Er wurde von einem Auto überfahren und starb an seinen Verletzungen.
Während die Polizei von einem Unfall mit Fahrerflucht ausgeht, ist I.Q. überzeugt, daß es sich um Mord handelt , tappt aber bezüglich des Motivs im Dunkeln.
Eines Tages bittet ihn Marcus ehemalige Freundin Sarita um Hilfe, denn ihre spielsüchtige Schwester Janine, die in Las Vegas lebt, steckt in Schwierigkeiten und wird von einem Kredithai bedroht.
I.Q. übernimmt den Fall und reist zusammen mit seinem Kumpel Dodson nach Las Vegas.
Und damit beginnt für beide ein sehr gefährliches Abenteuer, das aber auch zu guter Letzt das Geheimnis um Marcus Tod lüftet.

Das war das erste Buch, das ich von Joe Ide gelesen habe.
Aber auch ohne den Vorgängerband zu kennen, bin ich sehr gut in die Geschichte um I.Q. hineingekommen.
Mir gefällt ganz besonderst an I.Q., daß er in der Regel statt einer Waffe seinen Geist einsetzt und viele Situationen sehr scharfsinnig analysiert.

Da die Story in der Welt von den verschiedensten Ghetto-Gangs und Triaden spielt und viele verschiedene Personen agieren, ist eine gewisse Aufmerksamkeit beim Lesen erforderlich.

Insgesamt handelt es sich bei "Stille Feinde" um einen rasanten Thriller,
packend von der ersten bis zur letzten Seite.

Ich hoffe, daß es eine weitere Folge um I.Q. gibt und werde auch den ersten Band noch lesen.

Bewertung vom 25.06.2018
Bülent Rambichler und die fliegende Sau / Bülent Rambichler Bd.1
Bogner, Anja

Bülent Rambichler und die fliegende Sau / Bülent Rambichler Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover ist lustig gestaltet und läßt schon ahnen, daß man diesen Provinzkrimi nicht ganz ernst nehmen darf.
Klar, es gibt ein Opfer und ein ungewöhnliches Ermittlerduo. Bülent Rambichler schiebt nämlich lieber Innendienst und kümmert sich sehr gerne um Akten, während seine dynamische Assistentin Astrid gerne direkt vor Ort ermittelt.
Aber dann erhalten beide den Auftrag, einen Mordfall in Bülents Heimatdorf zu klären und müssen sich dabei mit der Dorfbevölkerung, die aus den verschiedensten skurillen Typen besteht, auseinandersetzen.
Anja Bogners Debüt-Krimi um Bülent Rambichler finde ich sehr gelungen.
Sie schreibt spritzig und witzig und bedient auch gerne mal Klischees, wie Rauf- und Saufbolde in ländlicher Umgebung, aber alles mit einem Augenzwinkern.
Ich hoffe, es gibt noch eine Fortsetzung mit Büli und Astrid.

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