Benutzername: Weinlachgummi
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Bewertungen

Insgesamt 171 Bewertungen
Bewertung vom 13.08.2017
The Hate U Give
Thomas, Angie C.

The Hate U Give


ausgezeichnet

The Hate U Give wurde im englischsprachigen Raum schon sehr gehypt, trotzdem hat es mich auf den ersten Blick nicht angesprochen. Umso mehr war ich überrascht, als ich anfing zu lesen und nicht mehr aufhören konnte / wollte. Die Geschichte an sich gehörte für mich nicht so in mein typisches Beuteschema, trotzdem bin ich sehr froh, sie gelesen zu haben.

Zuerst ganz wichtig, am Ende befindet sich ein Glossar. Normal schaue ich immer danach, aber da es sich hier weder um ein Historisches, noch um ein Fantasy Buch handelt, habe ich es dieses Mal nicht gemacht. Was zur Folge hatte, dass ich öfters Google zurate ziehen musste. Das Glossar ist echt Gold wert und auch so sehr informativ.

Ach, die Wahrheit kennen wir schon, die wollen wir nicht.
Wir wollen Gerechtigkeit.
Seite 65

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es erscheint schlicht, viel weiß, so sticht das dunkelhäutige Mädchen heraus. Sie trägt ein Plakat, als wollte sie demontieren und der Titel des Buches, welcher auch in der Handlung immer wieder aufgegriffen wird, prangt darauf. Ein nettes Detail sind die Schuhe, die immer wieder im Buch erwähnt werden. Und die Rückseite ist ganz in schwarz.

So genug vom Cover geschwärmt, aber da hat sich jemand Gedanken gemacht und dies muss positiv erwähnt werden. Kommen wir zum Schreibstil. Dieser ist sehr angenehm zu lesen. Ich habe mit dem Buch begonnen und gut die Hälfte am Stück gelesen. Ich war ganz verblüfft, wie schnell ich durch die Seiten flog. Mit einigen Begriffen konnte ich nicht so viel Anfangen, aber diese werden im Glossar erläutert. Trotzdem stolperte ich immer mal wieder darüber. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Starr. Dies hat mir gefallen, da man so die Gedanken und Gefühle von ihr sehr gut mitbekommt.

Starr muss mit ansehen, wie ein Mensch vor ihren Augen erschossen wird. Nicht das erste Mal. Sie lebt in zwei Welten, Privatschule und White Boyfriend auf der einen Seite und auf der anderen Gangs, Drogen und Gewalt. Diese zwei Welten versucht sie mit aller Macht zu trennen, doch funktioniert dies überhaupt auf Dauer? Nachdem sie Zeugin eines Verbrechens ? wurde, muss sie sich entscheiden. Wird sie schweigen oder ihre Stimme nützen. Denn nicht alle sind sich darin einig, dass es ein Verbrechen war, einen unbewaffneten dunkelhäutigen Jungen zu erschießen.

Ich bin mit diesem Buch in eine andere Welt abgetaucht. Ich habe diese Thematik zwar schon in Filmen mitbekommen, doch durch das Buch und Starr ging es doch noch mal eine Schicht tiefer, als ein Film gehen würde. Alleine schon die Vorstellung, sich bei Schüssen vor dem Haus automatisch auf den Wohnzimmerboden zu werfen, weil man es gewöhnt ist. Ist für mich nicht wirklich greifbar, irgendwie absurd und trotzdem real. Und dieses Buch bringt diese Realität zu einem nach Hause, wenn man sicher auf seinem Sofa liegt.

Es zeigt auch sehr schön, wie zwiegespalten Starr ist. Wie sie versucht jeder Version von sich gerecht zu werden. Wie Rassismus immer noch allgegenwärtig ist, Vorurteile aber nicht nur auf der einen Seite bestehen. Aber es erzählt auch von dem Zusammenhalt von Familien und Gemeinschaften. Es werden einige Dinge zum Nachdenken aufgeworfen. Einen kleinen Abzug gab es für das Ende, ich empfand das Buch durchweg als realistisch, sofern ich dies beurteilen kann. Doch gegen Ende verlor ich diese Empfindung, ich möchte aber nicht spoilern, deswegen gehe ich nicht ins Detail.

Fazit:
Eine klare Leseempfehlung.
Den Hype kann ich zwar nicht so nachempfinden, aber ich denke in den USA, wird das Buch auch noch mal anderes wahrgenommen.
Aber trotzdem finde ich es wichtig, weil es viele Dinge behandelt.
So ist das zentrale Thema zwar Rassismus, aber es geht auch um Freundschaft, Familie, Loyalität, die Macht einer Gemeinschaft.
Und wie wichtig eine Stimme ist.
4,5 Sterne

Bewertung vom 13.08.2017
Nemesis - Geliebter Feind
Banks, Anna

Nemesis - Geliebter Feind


gut

Hier hat mich das schöne Cover angesprochen und da ich gerne auch mal High Fantasy lese, wollte ich mir diese Geschichte nicht entgehen lassen. Nicht nur das Cover ist toll gestaltet, auch im inneren findet man das Symbol bei jedem neuen Kapitel wieder.

Erzählt wird aus der Sicht von Sepora und Tarik. Interessant und sehr gut gefallen hat mir, dass hier nicht nur die Perspektive wechselt, sondern auch der Erzählstil. Die Kapitel von Sepora erleben wir aus der Ich-Perspektive und die von Tarik von einem Erzähler. So wird noch mal differenziert. Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen, die Wortwahl war einfach gehalten und ich war überrascht, wie schnell die Seiten dahin flogen.

Mit den Charakteren konnte ich nicht so viel Anfangen. Tarik fand ich ganz interessant, er ist ein Pharao. Doch dieser ganze Aspekt kam mir etwas zu kurz. In seinen Kapitel ging es öfters um die Politik und wie er sein Reich regieren will, was ich sehr interessant fand. Deswegen waren mir auch seine Kapitel lieber. Mit Sepora wurde ich nicht so warm. Sie war manchmal ziemlich zickig und dies nervte mich etwas. Sie konnte so gut wie alles machen, was sie wollte und kam immer damit durch.

Nun zu meinem großen Kritikpunkt, der Fantasy Anteil. Ich hab da einfach nicht richtig durchgeblickt. Sepora kann Spektorium herstellen, es fließt aus ihren Händen. Dieser Prozess wurde mir nicht gut genug erklärt, vielleicht geschieht dies noch im zweiten Band. Aber hier hatte ich öfters Fragezeichen vor den Augen. Es gab noch mehr so Dinge, die ich einfach nicht richtig begreifen und mir vorstellen konnte. Mir fehlte hier die Tiefe. Noch dazu passierte mir zu wenig, die Handlung plätschert vor sich hin und wirkliche Spannung kam keine auf.


Mein Fazit:
Die Beschreibungen waren mir zu oberflächlich, sodass ich mir einiges nicht richtig Vorstellen / begreifen konnte.
Tarik fand ich interessant, Sepora hin und wieder nervig.
Mir fehlte etwas die Spannung, doch durch die Wechsel der Perspektiven blieb ich trotzdem gerne am Ball.
Der Liebesgeschichte wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet als der Einführung der Fantasie Elemente.

Bewertung vom 13.08.2017
Was andere Menschen Liebe nennen
Cremer, Andrea; Levithan, David

Was andere Menschen Liebe nennen


gut

Angesprochen an dem Buch hat mich zum einen der Klappentext. Ein Junge, der unsichtbar ist und nur von einer Person gesehen werden kann. Auch das die Handlung in New York spielt und die Tatsache, dass das Buch von zwei Autoren geschrieben ist, machte mich neugierig.

Das Cover finde ich nicht so toll. Zwei Gesichter und die Szene dazu, es passt durchaus zur Geschichte, hätte mich aber nicht zum Kauf verleitet.

Dies ist mein erstes Buch von den Autoren. Von David Levithan habe ich aber schon viel Positives gehört, so war ich besonders auf ihn gespannt. Das Buch ließ sich auch angenehm lesen. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Stephen und Elizabeth erzählt und dies auf eine jugendliche Art. Man merkt der Geschichte die Einstufung ab 12 Jahre schon an. An manchen Stellen habe ich mich zu Alt für die Geschichte gefühlt. Doch durch die leichte Wortwahl ließ sich das Buch gut weglesen. Was auch wichtig war, weil es manchmal Hänger gab. Öfters hatte ich das Gefühl, die Handlung hängt auf der Stelle, manche Dinge wurden zu oft wiederholt. Und für mich gab es nun nicht die große Spannung.

Zu den Charakteren. Ich wollte Elizabeth mögen. Ich meine, wann findet man schon eine Protagonistin, die den gleichen Lieblingsfilm hat wie man selbst, nämlich Donnie Darko. Aber mit ihrer Art hat sie es mir nicht leicht gemacht. Leider fand ich sie manchmal nervig und konnte ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Mit Stephen wurde ich auch nicht so warm. Allgemein waren mir die Charaktere nicht gut genug dargestellt. Einzig Seth und Laurie, den Bruder von Elizabeth und seinen Schwarm mochte ich. Manchmal dachte ich mir, dass ich lieber eine Geschichte über die beiden gelesen hätte.

Die Handlung hat mich im Klappentext noch angesprochen. Und auch zu Beginn des Buches fand ich es interessant. Doch nach einer Weile wurde der Fantasy Teil immer dominanter und ich konnte nicht mehr so viel damit anfangen. Ich mag Fantasy Geschichten sehr gerne, aber hier hat die Mischung einfach nicht für mich gepasst. Oder eher gesagt, es hat nicht miteinander harmoniert. Die Idee mit dem Fluch hat mir eigentlich gut gefallen. Aber die Umsetzung dann im Verlauf der Handlung nicht mehr so.

Mein Fazit:
Ein locker leichtes Sommerbuch, welches ich eher jüngeren Leserinnen empfehlen würde.
Bei den Charakteren hat mir etwas die Tiefe gefehlt.
Die Handlung konnte mich zu Beginn noch überzeugen, doch ab der Hälfte ca. dominierte der Fantasy Anteil stark und irgendwie passte die Mischung dann für mich nicht mehr.
Die Idee eines unsichtbaren Jungen, der sich in den einzigen Menschen verliebt, der ihn sehen kann, ist besonders und auch sehr süß. Doch die Umsetzung konnte mich nicht völlig überzeugen.

Bewertung vom 31.07.2017
Macht ist sexy / Mr. President Bd.1
Evans, Katy

Macht ist sexy / Mr. President Bd.1


gut

Charlotte kennt sich in der Politik aus, als Tochter eines Senators weiß sie, wie Vorsicht man sein muss, um nicht in den Schmutz gezogen zu werden. Und doch kann sie nicht widerstehen, als Matthew Hamilton sie bittet, in seinem Wahlkampfteam mitzuwirken. Sie hat ihn zwar nur zwei mal getroffen und es ist Jahre her, doch hat er sich seitdem einen Platz in ihrem Herzen gesichert. Es gibt nur ein Problem, Matt ist ein vielversprechender Anwärter auf die Präsidentschaft und ein Skandal könnte alles verstörten....

Angesprochen hat mich hier der Klappentext. Ich lese zurzeit gerne Bücher in die Richtung leichte Unterhaltung mit Erotik und davor ist mir noch keines mit einem Präsidenten bzw. dem Thema Wahlkampf begegnet. Deswegen war ich auch gespannt auf die Handlung, von der ich mir etwas mehr erhofft hätte.

Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen. Deswegen wollte ich nach der Leseprobe auch unbedingt das eBook lesen. Doch nach so ca. 30 oder 40% drehte sich die Handlung im Kreis. Es ging immer wieder um die heimlichen Treffen und um das schlechte Gewissen der Protagonistin. Sie will ihn, darf ihn aber nicht haben, hat ihn aber trotzdem und will ihn dann doch nicht, weil sie ihn nicht haben darf. Und so geht es eine ganze Weile. Gegen Ende, so ab 80% kam für mich die Handlung wieder mehr in Schwung, aber der Mittelteil hinkte stark.

Die Einblicke in den Wahlkampf fand ich sehr interessant. Auch wenn die Autorin am Anfang darauf hinweist, dass es sich um Fiktion handelt. Es war doch mal etwas anders. Die Charaktere fand ich am Anfang noch ganz interessant. Sie wurden schön dargestellt und durch die Perspektivwechsel, lerne man auch Matt besser kennen. Doch durch dieses Hin und Her büßten sie Sympathie Punkte ein. Was mich auch gestört hat. Die beiden lernen sich das erste mal kenne, da ist sie 11 Jahre alt und er Mitte 20 trotzdem hinterlässt sie einen bleibenden Eindruck bei ihm. Später treffen sie sich noch mal, sie 14 und er Ende 20. Und danach geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Da war mir der Altersunterschied definitiv zu groß, besonders da sie noch ein Kind war. Dass sie sich schon in ihn verknallt kein Thema, aber ein Erwachsener Mann in eine 11 / 14 Jährige, ähm, Nein.


Mein Fazit:
Ich wurde leider etwas enttäuscht, insgesamt habe ich von dem Buch mehr erwartet.
Die Geschichte beginnt stark, doch plätschert dann vor sich hin. Gefüllt mit Ich will Ihn / Sie aber darf Sie / Ihn nicht haben und dies immer wieder. Doch die Präsidenten Thematik an sich fand ich interessant.

Bewertung vom 24.07.2017
Fangirl
Rowell, Rainbow

Fangirl


sehr gut

Von Rainbow Rowell habe ich schon viel Positives gehört, deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, als ich Fangirl vorab lesen durfte. Ich war zwar etwas skeptisch, ob mich die Geschichte vom Inhalt her begeistern kann. Doch der tolle Schreibstil der Autorin hat mich gleich für sich eingenommen.

Das Cover fand ich zuerst nicht so schön. Doch nach ein paar Seiten habe ich gemerkt, wie passend es ist. Cath mit ihrer Strickjacke am Laptop und dazu das Simon Snow Poster an der Wand. Alles sehr passend.

Zum Inhalt. Cath und Wren sind Zwillinge, doch könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Wren liebt Partys, Jungs und trinken. Cath mag es lieber ruhiger, neue Situationen machen ihr Angst. Doch die liebe zu Simon Snow haben sie gemeinsam. Trotzdem schockt es Cath, dass sie sich nun ein Zimmer mit einer Fremden auf dem College teilen muss, weil ihre Schwester lieber mal jemand anderen kennenlernen möchte. Dies stellt Cath vor eine große Hürde und es kommen noch viele andere kleine dazu. Cath stürzt sich in ihr großes Hobby, Fanfiction, doch irgendwie schafft es Levi immer mehr Raum in ihrem Alltag einzunehmen.

Genau deshalb schrieb sie.
Für die Stunden, in denen die Welt ihrer beiden Helden die reale verdrängte.
Seite 104

Gleich zu Beginn hat es mir der Schreibstil von Rainbow Rowell angetan. Auf eine einfühlsame Art erzählt sie die Geschichte von Cath, ihren Freunden und ihrer Familie. Dabei wählt sie die Perspektive von Cath in in der 3. Person. Dies war für mich zuerst ungewohnt, weil ich in letzter Zeit viele Bücher aus der Ich Perspektive gelesen habe. Einen richtigen Spannungsbogen gab es für mich in der Geschichte nicht. Trotzdem ging die Handlung stetig voran, sodass ich keine Langeweile beim Lesen empfand. Doch gab es auch nicht diesen Großen " Oh, wow" Moment. Es ist eher ein ruhiges Buch über das Erwachsenen werden und zu sich selbst finden bzw. stehen.

Die Charaktere. Cath mochte ich sofort. In vielen Punkten konnte ich sie gut verstehen und mit ihr mitfühlen. Sie ist gerade zu Beginn sehr unsicher. So legt sie sich zum Beispiel einen Vorrat an Müsli Riegeln an, um nicht alleine in die Mensa zu müssen. Ihre Schwester Wren konnte bei mir kaum Sympathie Punkte sammeln. Gerade zu Beginn wirkt sie sehr selbstbezogen. Ich denke der schlechte Eindruck, den ich von ihr habe würde sich aber auch ändern, wenn man hinter ihre Fassade blicken könnte. Reagan ist die Mitbewohnerin von Cath, sie hat zwar eine schroffe Art, aber ich mochte sie. Dann gibt es noch Levi, er ist ein sehr positiver Mensch. Und ich fand es sehr schön zu lesen, wie er und Cath zusammen agieren.

Ich habe vor allem Angst.
Außerdem bin ich verrückt.
Du hältst mich vielleicht nur für ein bisschen verrückt,
aber ich zeige den Leuten immer nur die Spitze meines verrückten Eisberges.
Seite 198

Die Handlung der Geschichte ist nicht so aufregend. Es geht viel um die Entwicklung von Cath und um ihr erstes Jahr am College. Die Geschichte liefert hier ein paar schöne Denkanstöße. Immer wieder gibt es kurze Ausschnitte aus den Simon Snow Geschichten. Entweder aus dem Original oder aus der Fanfiction von Cath. Ich mag leider Geschichten in Geschichten so gar nicht, damit kann ich einfach nichts anfangen. Dies lag weniger an der Geschichte von Simon Snow direkt, sondern eher daran, dass wenn ich eine Geschichte lese, ich auch gerne in dieser bleiben möchte. Deswegen werde ich auch noch Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow von der Autorin lesen. Und bin optimistisch, dass mir auch dieses Buch gefallen wird.

Mein Fazit:
Rainbow Rowell hat einen sehr angenehmen und einfühlsamen Schreibstil.
Mit Cath hat sie eine Protagonistin erschaffen, die nicht nur durch ihren Hang zum Fandom sympathisch erscheint.
Die Handlung ist eher ruhig, es geht mehr um die Charakter Entwicklung. Um das Erwachsen werden, sich selbst finden und zu sich stehen.

Bewertung vom 24.07.2017
Ein Kuss aus Sternenstaub
Khoury, Jessica

Ein Kuss aus Sternenstaub


sehr gut

Angesprochen hat mich hier sogleich das orientalische Setting. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe und feststellte, dass es in Richtung Adaption von Aladdin und die Wunderlampe geht, war ich begeistert. In den Schreibstil der Autorin musste ich mich zwar zuerst einfinden. Aber danach wurde es richtig toll.

Zahra ist eine Dschinny, eine Sklavin der Lampe. Aladdin ist ein Dieb. Sie möchte Freiheit, er will Rache. Beide finden einen Weg miteinander an ihre Ziele zu kommen, teilweise auch ohne das Wissen des anderen. Ob dies gut gehen kann?

Zur Aufmachung. Das Cover an sich finde ich schön, nur die Schriftart gefällt mir gar nicht. Mir wäre das Original Cover lieber gewesen. Bei jedem neuen Kapitel findet man viele kleine Sterne, ein schönes Detail.

Mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich zuerst Probleme. Zu Beginn scheint es, als würde Zahra ihrer alten Freundin die Geschichte erzählen und dies ist erst mal ungewöhnlich. Nach einer Weile habe ich mich aber daran gewöhnt und kam gut in einen Lesefluss. Die Autorin hat eine sehr schöne und bildhafte Sprache, nur manchmal waren mir die Vergleiche etwas zu viel.

Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Ich wusste vor dem Lesen nicht, dass es sich um eine Art Adaption von Aladdin und die Wunderlampe handelt. Aber die Geschichte geht nur ein bisschen in die Richtung, also hat trotzdem sehr viel Eigenes. Man könnte sagen, die Geschichte ist nur leicht daran orientiert. Das orientalische Setting fand ich auch ganz toll und auch den Weltenentwurf mit den Dschinns. Es gab einige spannende Szenen und auch was zum Schmunzeln. Zum Ende hin folgte dann noch ein actiongeladener Showdown. Die Geschichte lieferte ein tolles Kopfkino.

Ich habe ja einen Faible für diese Romeo und Julia Liebesgeschichten, Liebe die nicht sein darf. Und da kam ich hier voll und ganz auf meine Kosten. Ich konnte richtig schön mit fiebern und leiden und natürlich hoffen. Die Liebesgeschichte der beiden fand ich richtig toll und süß und sie konnte mich voll und ganz überzeugen. Besonders niedlich fand ich es, wenn er sie Rauchwölkchen genannt hat.

Die Geschichte wird nur aus der Sicht von Zahra erzählt, was ich etwas schade fand. Ein paar Kapitel aus der Sicht von Aladdin hätte ich gerne gelesen. Auf den ersten Seiten mochte ich Zahra noch nicht so gerne. Sie wirkte so gequält und war voller Schuldgefühle, dies legte sich aber im Verlauf der Handlung. Sie ist ein sehr starker Charakter. Aladdin ist ein Dieb, der so einiges an Charme hat. Wie gesagt, blieb er mir etwas zu blass. Aber auch er hatte eine schöne Entwicklung. Besonders gut hat mir gefallen, dass es noch andere starke weibliche Charaktere gab. Die Prinzessin ist alles andere als eine typische Prinzessin und ihre Wachmaiden sind auch ziemlich cool.


Mein Fazit:
Die Geschichte ist an Aladdin und die Wunderlampe angelehnt.
Der Schreibstil ist zuerst gewöhnungsbedürftig, dann aber schön und besonders bildhaft.
Es gibt einige Starke weibliche Charaktere.
Die Liebesgeschichte hat mir richtig gut gefallen und lädt zum Träumen ein.
Da mir der Weltenentwurf so gefallen hat, finde ich es etwas schade, dass das Buch nur ein Einzelband ist.

Bewertung vom 24.07.2017
Schleimig! / Bitte nicht öffnen Bd.2
Habersack, Charlotte

Schleimig! / Bitte nicht öffnen Bd.2


ausgezeichnet

Schleimig ist der zweite Band der Bitte nicht öffnen Reihe. Ich habe den Vorgänger Bissig nicht gelesen und hatte damit keinerlei Probleme. Man kann Band 2 also meiner Meinung nach auch gut ohne den Vorgänger lesen.

Hin und wieder lese ich gerne Kinderbücher, obwohl ich aus dem alter schon lange draußen bin. Ich finde dieses süße schleimige Buch eigentlich sich auch toll für Erwachsene. Es geht um Nemo, der schon wieder ein Päckchen vor seiner Haustür findet. Er öffnet es und findet Schleimi darin. Augenblicklich fängt es an zu regnen und er und seine Freunde wissen, was zu tun ist. Sie müssen den ehemaligen Besitzer von Schleimi finden, um den Regen zu stoppen. Aber da bemerken sie, dass der Schleim von Schleimi eine besondere Wirkung hat....

Allein schon das Cover ist ein Hingucker. Ich weiß noch, als Kind habe ich solche Covers geliebt. Auch im Inneren befindet sich hin und wieder Illustrationen, diese sind von Fréderic Bertrand. Seine Zeichnungen kannte ich schon aus der Scary Harry Reihe und finde sie toll.

Das Buch ist ab 8 Jahren und diese Empfehlung finde ich passend. Ich habe schon Kinderbücher gelesen, in denen ich mich gefragt habe, ob es nicht etwas zu gruselig ist. Aber hier finde ich die Geschichte passt zur Empfehlung. Die Schrift ist groß gehalten, sodass die Kleinen auch selbst lesen können. Und die Seiten sind dicker als gewöhnlich, damit sie nicht so schnell kaputt gehen. Die Sprache des Buches ist sehr einfach gehalten und leicht verständlich.

In dem Buch wird sehr schön aufgezeigt, was mit einer Freundschaft passieren kann, wenn Geld ins Spiel kommt. Wie man sich schnell von schönen neuen Dingen blenden lässt und dabei andere wichtige Dinge vergisst. Und was dann letztendlich wirklich wichtig ist. So hat das Buch eine schöne Botschaft an Jung und Alt.

Mir hat es Spaß gemacht Nemo, Fred und Oda zu begleiten. Wie sie versuchen, den Besitzer von Schleimi zu finden und dabei Detektivarbeit leisten. Später dann ein Geschäft aufbauen und merken, wie sie dieses verändert. Und letztendlich merken, was wirklich wichtig ist. Die ganzen Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet. Besonders gefallen hat mir natürlich Schleimi, ich fand ihn so niedlich. Besonders wenn er Oda als seine Mami bezeichnet, weil er sie zuerst gesehen hat. So herzig.


Mein Fazit:
Ich will auch einen Schleimi der mich Mami nennt.
So süß.
Eine schöne Geschichte über Freundschaft, liebevoll erzählt und mit tollen Illustrationen.
Ich gehöre zwar nicht mehr zur Zielgruppe, hatte aber trotzdem viel Spaß beim Lesen und kann das Buch nur Jung und Alt empfehlen.

Bewertung vom 14.07.2017
Winterblut / Wikinger Bd.2
Kristian, Giles

Winterblut / Wikinger Bd.2


ausgezeichnet

Auf Band 2 der Sigurd Reihe habe ich mich sehr gefreut. Auch wenn ich dann etwas vor dem Lesen zurückgeschreckt bin, weil ich Angst hatte, nicht mehr in die Geschichte rein zu kommen und weil mich historische Bücher dann doch immer etwas abschrecken. Meine Bedenken waren aber völlig unbegründet, ich habe schnell wieder in die Handlung gefunden und langweile kam auch keine auf.

Sigurd Haraldarson ist immer noch auf Rache aus. Doch die Bedingungen stehen nicht unbedingt gut für ihn. Er steht zwar in der Gunst von Odin, dem Göttervater, trotzdem gibt seine kleine Gruppe nicht so viel her. Wenn es darum geht, König Gorm die Stirn zu bieten. Doch was man nicht an Männern / Frauen hat, muss man dann im Kopf haben und dies hat Sigurd definitiv.

Ich habe gelesen, dass einige das Buch im Vergleich zu Band 1 langatmiger und stellenweise langweilig fanden. Dies empfand ich nicht so. Nach ein paar Seiten war ich wieder voll in der Geschichte, diese knüpft nahtlos an Band 1 an. Im Verlauf der Handlung erinnert sich Sigurd auch immer mal wieder zurück. So wurde mein Gedächtnis wieder aufgefrischt. Auf den ersten Seiten passiert nun nicht so viel. Aber trotzdem fand ich es interessant und kein bisschen langweilig über die Wikinger zu lesen. Die Kämpfe und Schlachten gibt es erst später.

Die Kampfszenen sind wie auch schon in Band 1 eher brutal und ausführlich gehalten. Heißt, da spritzt Blut und Gedärme hängen herum. Körperteile werden abgetrennt und Körperausscheidungen verteilt. Auch die Umgangssprache ist wieder rau und teilweise vulgär. In anderen Büchern würde mich so was vermutlich stören, aber hier passt es einfach. Die raue Sprache und die Brutalität der Kämpfe passt zu einer Wikinger Geschichte und macht sie so authentischer. Allgemein habe ich mich beim Lesen sehr gut in die damalige Zeit versetzt gefühlt.

Sigurd und seine Mannschaft sind ein ungewöhnlicher Haufen und genau deswegen mag ich sie. Man kann die Nebencharaktere gut auseinander halten, trotz ungewöhnlicher Namen. Aber jeder hat etwas besonders an sich bzw. eine Eigenart, durch die er im Gedächtnis bleibt. Nicht zu vergessen die zwei Frauen in der Handlung, seine kleine Schwester Runa und die Schildmaid Valgerd. Beide haben in Band 2 mehr Raum bekommen, darüber habe ich mich sehr gefreut. Da es so nicht nur um eine Schar kampferprobter und heldenmutiger Männer geht. Sondern auch die Frauen einen Part im Geschehen einnehmen und dies nicht nur am Herd und im Bett. Sigurd hat sich sehr schön weiter entwickelt. Wenn der Hauptcharakter von Rache angetrieben wird, kann es schnell passieren, dass er im Selbstmitleid versinkt oder in einem Loch hockt. Dies war hier zum Glück nicht. Er glänzt nicht nur durch Muskelkraft, sondern hat auch die ein oder andere List angewandt.

Ich bin gespannt, wie es mit der Mannschaft in Band 3 weiter geht. Und hoffe alle werden das Ende noch erleben.

Fazit:
Raue und authentische Wikinger.
Zuerst passiert zwar nicht so viel, doch Langweile kam bei mir keine auf.
Später gab es dann wieder einige brutale Kampfszenen.
Die Geschichte von Sigurd und seiner Truppe konnte mich gleich wieder packen und mich in eine andere Zeit zurückversetzen.

Bewertung vom 14.07.2017
Among the Stars
Joyce, Samantha

Among the Stars


gut

Auf Among the Stars habe ich mich gefreut. Erwartet habe ich eine lockere Liebesgeschichte. Angesprochen hat mich der Klappentext und durch den Umstand, dass Elise taub ist habe ich mir eine besondere Liebesgeschichte versprochen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, die Geschichte wirkte leider sehr konstruiert.

Elise hat schon im Teenageralter eine Bestsellerserie geschrieben, nämlich „Viking Moon“. Diese soll nun sogar verfilmt werden, mit niemand Geringeren als Hollywoodstar Gavin Hartle, für den Elise total schwärmt. Doch Elise ist seit einem schrecklichen Unfall sehr schüchtern, dabei beeinträchtigt sie ihre Taubheit eigentlich gar nicht, dafür aber die Nabe im Gesicht. Deswegen hat sie auch ihrer Agentin ein falsches Foto geschickt, als diese ein Autorenbild für den Umschlag wollte. Doch nun soll Elise die Dreharbeiten begleiten, gar nicht so einfach, wenn alle denken, die Erfolgsserie hätte jemand anderes geschrieben......

Die Geschichte klang für mich richtig süß. Der Einstieg in das Buch gelang mir auch leicht. Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig. Ein großer Pluspunkt, da mich Story und Charaktere nicht so überzeugen konnten. Dafür ließ sich das Buch aber trotzdem sehr schön lesen. Elise mochte ich zu Beginn noch, sie wurde mir dann auch nicht wirklich unsympathisch. Aber sie hat sich manchmal so naiv und unüberlegt verhalten, dass ich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. Doch auf der anderen Art war sie auch Süß und liebenswert.

Gavin Hartley, der Hollywoodstar ist einfach nur perfekt. Und dadurch für mich leider ziemlich uninteressant. Er ist ein gefeierter Star, sieht unglaublich gut aus und hat auch noch einen so weißen Charakter, dass man förmlich geblendet wird. Für mich zu viel, er wirkte auf mich nicht echt, sondern gestellt. Wie eine Erfindung, die man im wahren Leben nicht antreffen würde.
Manchmal hatte ich das Gefühl, das ich zu alt für die Geschichte bin. Ich habe eine etwas reifere Geschichte erwartet. Ich finde es aber auch immer schwer, so etwas vorher abzuschätzen. Manchmal sind 19 jährige Protagonistinnen wie Erwachsene und manchmal noch total im Teenagermodus. Man weiß nie so genau, was einen erwartet.

Der große Minuspunkt war für mich die Glaubwürdigkeit. Die Geschichte wirkte auf mich so konstruiert. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, das es wirklich ist. Konnte so nicht richtig im Buch versinken. Auf der Gefühlsebene gepackt hat es mich leider auch nicht. Versteht mich nicht falsch, die beiden sind ein süßes Paar und ich finde es toll, wie der Hollywoodstar mit Elise umgeht. Wie er ihren Narben keine Beachtung schenkt und sie so akzeptiert wie sie ist. Und auch wie sich Elise entwickelt hat mir gefallen, lernt zu sich selbst zu stehen.

Fazit:
Eine süße und niedliche Geschichte, die mir aber zu konstruiert wirkte.
Mir hat die Authentizität gefehlt.
Wer gerne jugendliche Liebesgeschichten liest, in denen Realismus kein Thema spielt, wird sich sicherlich mit der Geschichte anfreunden.
Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin hat die Geschichte für mich noch mal aufgewertet.
Elise konnte mich nicht völlig überzeugen, ihre Entscheidungen waren manchmal einfach zu naiv.
Und Gavin, der männliche Part war mir viel zu glatt.

Bewertung vom 14.07.2017
Verbannt / Die Königin der Schatten Bd.3
Johansen, Erika

Verbannt / Die Königin der Schatten Bd.3


sehr gut

Nun ist es vorbei. Auf den Abschlussband der Die Königin der Schatten Reihe habe ich mich sehr gefreut. Nach Band 2 waren noch einige Geheimnisse zu entdecken und ein Krieg war gerade so abgewendet. So war vieles noch ungewiss, besonders durch Kelseas Mutiges oder auch Leichtsinniges verhalten. Ich finde es immer schwer eine Reihe zu beenden, sich von den Charakteren zu verabschieden und vielleicht bin ich deswegen auch etwas verhalten, was die Bewertung dieses Bandes angeht. Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich das Ende bzw. den Verlauf der Handlung mag oder nicht.

Das Buch startet gleich nach den Geschehnissen in Band 2. Nach 12 Monaten Pause waren mir diese nicht mehr so vertraut. Zum Glück gibt es bei Sandra ( Hörnchens Büchernest) einen Reisebericht zu Band 2 Verflucht. Ohne diesen hätte ich wohl Probleme gehabt, wieder in die Handlung zu finden. Da diese doch recht komplex ist und es eigne Handlungsstränge gibt.

Fesseln konnte mich Erika Johansen schon gleich zu Beginn wieder. Die 600 Seiten habe ich dem Buch kaum angemerkt, sondern es in kurzer Zeit verschlungen. Nach und nach werden die Geheimnisse gelüftet. Man erfährt endlich, was es mit Row Finn und dem Fetch auf sich hat. Ein Vaterschaftsgeheimnis wird aufgedeckt und ein anderes entsteht. Aber keine Sorge, ich verrate nichts.

Kelsea wandert immer wieder in die Vergangenheit, teilweise auch für Länge Zeit. Hier hätte ich gerne mehr von der Gegenwart gelesen und nicht so viel von den Anfängen von Tear. Klar diese Kapitel waren wichtig für die Handlung und auch für die Charakter Zeichnung / Entwicklung. Vielleicht lag es daran, dass ich Katie nicht so sehr mochte wie Kelsea. Und ich die anderen Charaktere in der Gegenwart einfach lieb gewonnen habe und mehr von ihnen lesen wollte. Denn wie auch schon in den Vorgängern, haben mir die Nebencharaktere sehr gut gefallen. Es gibt zwar so einige, die eine Rolle spielen und ein kleines Verzeichnis zum Auffrischen wäre vielleicht nicht schlecht gewesen. Aber durch ihre Einzigartigkeit kommen die Erinnerungen schnell wieder. Besonders gefallen hat mir, dass niemand weiß oder schwarz ist. Keiner ist ein Übermensch und niemand wirklich böse. Zumindest hatte ich teilweise Mitleid mit den Bösen und habe sie ein Stück weit auch verstanden.

Bis auf das zulange verweilen in der Vergangenheit hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Spannung wurde fast konstant gehalten und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Doch ich muss noch etwas zum Ende schreiben, keine Sorge ich verrate nichts. Aber irgendwie hat das Ende dann noch meine Meinung über das Buch beeinflusst. Ich weiß einfach nicht, ob ich es gut finden soll. Es hat mich etwas rastlos und traurig zurückgelassen.

Die Idee hinter der Geschichte finde ich nach wie vor toll. Der Wechsel zwischen Utopie und Dystopie. Die Frage, können Menschen überhaupt friedlich zusammenleben und wenn ja, wie lange. Eingepackt in eine Fantasy Welt, in der die Magie nicht zu kurz kommt.

Fazit:
Ein Abschluss, der so einige Geheimnisse lüftet und mich nicht nur einmal überrascht hat.
Die Spannung wird gut gehalten, bis auf einen kleinen Hänger in der Vergangenheit und die 600 Seiten fliegen nur so dahin.
Trotzdem lässt der Abschlussband einen bitteren Beigeschmack bei mir zurück.
Mit dem Ende kann ich mich nicht so anfreunden und Abschied nehmen mag ich eigentlich auch noch nicht.