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Benutzername: lacastra
Wohnort: Jena
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Bewertungen

Insgesamt 22 Bewertungen
Bewertung vom 18.03.2019
Ein perfider Plan / Hawthorne ermittelt Bd.1
Horowitz, Anthony

Ein perfider Plan / Hawthorne ermittelt Bd.1


sehr gut

Das Wort ist Mord!

Warum meine Überschrift der eigentliche Buchtitel sein sollte, was der Autor selbst im Buch macht, warum Hawthorne homophob ist und welche Rolle eigentlich Steven Spielberg spielt, zu all dem später mehr.
Zunächst möchte ich erwähnen, ich bin seit "Das Geheimnis des weißen Bandes" und dem in meinen Augen sogar noch grandioseren "Moriarty" ein großer Fan von Anthony Horowitz, dem entsprechend bin ich aber vielleicht auch etwas kritisch, denn für mich müssen sich neue Werke von ihm immer an diesen beiden Aushängeschildern der Krimikunst messen.
Nachdem ich "Die Morde von Pye Hall" eher mittelmäßig und teils langatmig fand, war ich umso gespannter, ob Horowitz im Auftakt zu seiner neuesten Reihe zu alten Stärken zurückfindet.
Die Prämisse dieses Buches scheint zu sein, ein Sherlock Holmes -artiges Duo in die Neuzeit zu übertragen, man merkt direkt auf den ersten Seiten, dass Hawthorne den berühmten Detektiv aus der Baker Street zum literarischen Vorbild hat, auch er ist sehr scharfsinnig, scheint alles schon vorher zu wissen und den Fall bereits nach wenigen Seiten gelöst zu haben, wenngleich ihm auch die Eloquenz von Mr. Holmes etwas abhanden kommt.
Doch was wäre Sherlock ohne seinen treuen Sidekick Dr. Watson, und so braucht auch Daniel Hawthorne einen Begleiter, dem er in gewohnt überheblichem Ton seine klugen Gedankengänge erläutern kann...und hier kommt eine echte Überraschung, denn der Begleiter ist kein geringer als Anthony Horowitz selbst.
Das Buch ist getreu den Fallberichten von Dr. Watson auch von Horowitz aus seiner Sicht erzählt, doch der große aber entscheidende Unterschied, Watson war eine erfundene Figur von Sir Arthur Conan Doyle, Horowitz hingegen wagt den größten Fauxpas den ein Autor begehen kann, er schreibt sich buchstäblich selbst in seinen Roman. So ist er der Schriftsteller, der sich mit Hawthorne zusammen tut, um ihn zu begleiten und aus seinem neuesten Fall ein Buch entstehen zu lassen.
Manchmal kam es mir bei seiner Erzählung so vor, als feiert er sich ein Stück weit selbst, für meinen Geschmack erwähnt er ein paar Mal zu oft seine Alex Rider Bücher, Skripte für Fernsehserien etc. die teilweise mehrere Seiten einnehmen und für die Geschichte größtenteils nur marginal relevant sind.
Die Krönung ist für mich ein Meeting von Horowitz mit Steven Spielberg und Peter Jackson, für "Tim und Struppi 2", an der Stelle dachte ich kurz, hoffentlich geht das nicht das ganze Buch über so weiter (es wird dann zum Glück besser).
Allgemein hätte für mich zwischendurch eher der Untertitel "Horowitz ermittelt" gepasst, so sehr rückte Hawthorne zeitweilig in den Hintergrund.
Ab und an jedoch teilt dieser aber auch ein paar Spitzen zu Anthony Horowitz berühmtesten Werken aus, was mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln brachte.
Doch genug des negativen Vorgeplänkels, was einen wirklich guten Krimi ausmacht, sind immer noch eine gute Handlung sowie eine überraschende Auflösung und der ein oder andere gute Twist.
Hier kann "Ein perfider Plan" für mich auf ganzer Linie punkten, denn abgesehen von unseren beiden Hauptfiguren sind durchweg alle Protagonisten sehr facettenreich und interessant, jeder hat sein Päckchen zu tragen oder gar ein Motiv für den Mord...und am Ende kommt dann doch alles ganz anders und unvorhergesehen. Ich mag es wenn ich zwar mitrate, aber doch größtenteils im Dunkeln tappe und am Ende feststelle "oh...Waaas?".
Genau diesen Moment hatte ich, die Story ist durchweg spannend erzählt, immer gespickt mit neuen Wendungen und das Ende kommt sehr unerwartet, aber ist dennoch in sich schlüssig, so muss ein guter Krimi aufgebaut sein.
Die Chemie zwischen den beiden Hauptakteuren ist duchaus gelungen und erinnert dann und wann an ein Gespräch zwischen Holmes und Watson.
Jedenfalls hat man am Ende ein ungefähres Bild, welch genialer Geist wirklich in Daniel Hawthornes rauer Schale wohnt und hätte gern mehr über ihn und sein Leben / seinen Charakter erfahren.

Bewertung vom 13.03.2019
Sag dem Abenteuer, ich komme
Rieck, Lea

Sag dem Abenteuer, ich komme


sehr gut

Weckt sofort die Reiselust.

Bücher über Weltreisen gibt es ja mittlerweile wie den sprichwörtlichen Sand am Meer, da fällt es zunehmend schwerer eins zu finden, dass einem wirklich gut gefällt und eventuell etwas mehr Tiefgang bietet als die große Masse.

Von jetzt auf gleich einfach alles stehen und liegen lassen, einen Rucksack packen und einfach auf und davon, wer hat nicht zumindest schon mal drüber nachgedacht. Doch dass dem bloßen Gedanken auch wirklich Taten folgen, dies schaffen wohl nur die wenigsten. Zugegeben hat man eine Familie oder berufliche Verpflichtungen, ist Weltreise über einige Monate hinweg nicht unbedingt für jeden umsetzbar, von den Kosten einmal ganz abgesehen.
Umso mehr lese ich ganz gern die Erfahrungsberichte von tatsächlichen Weltreisenden, denn sind diese gut geschrieben, so fühlt man sich manchmal als wäre man selbst dabei gewesen.

So begleitet man nun die Autorin und ihr treues Motorrad auf einer Reise die ihres Gleichen sucht, in 18 Monaten über 6 Kontinente und durch 50 Länder, erlebt mit ihr alle Höhe- sowie Tiefpunkte, lernt unterschiedlichste, teils äußert interessante Menschen kennen, erlebt grenzenlose Hilfsbereitschaft und skurrile Situationen.
Dabei wirft Lea Rieck nicht nur einen Blick auf Traumziele und malerische Landschaften, sondern auch auf unschöne Orte, die sie dankenswerter Weise nicht ausspart. Aufgelockert wird das ganze noch durch viele Bilder ihrer Reise im Buch.

Man liest hier mehr als nur einen bloßen Reisebericht, man lernt, denkt und fühlt mit der Autorin, das macht dieses Buch in meinen Augen zu etwas Besonderem.

Bewertung vom 13.03.2019
Murder Swing
Cartmel, Andrew

Murder Swing


sehr gut

Unterhaltsam wie ein Tarantino Film!

Ein Schallplatten-Krimi? Na wenn das mal nicht äußerst lahm klingt...
Doch weit daneben, mein Ersteindruck beim Lesen des Buchrückens hätte nicht falscher sein können.
Der Leser erlebt eine rasante Kriminalgeschichte, humorvoll erzählt und gemixt mit allerlei Musikgeschichte und wie es sich gehört mit einem schönen "Aha-Effekt" am Ende.
Die teils äußerst skurrilen Figuren sind einfach klasse beschrieben und erinnerten mich, gepaart mit der erfrischend andersartigen Handlung irgendwie immer wieder an einen Quentin Tarantino Streifen, generell könnte ich mir die Reihe sehr gut als Film oder Serie vorstellen.
"Reihe" sage ich, weil im englischen Original schon ganze drei Teile erschienen sind, bleibt nur zu hoffen, dass Teil 1 hierzulande ausreichend Erfolg hat, sodass die Übersetzung der nächsten Bücher nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Jazz- und Krimi-Liebhaber finden hier einen wahren Schatz, alle die mit Jazzmusik bis jetzt so gar nichts am Hut hatten (wie z.B. ich selbst) sollten dem Buch eine Chance geben und sich positiv überraschend lassen.
Dass ich mir danach direkt einen Plattenspieler bestellt habe, spricht eigentlich für sich.

Bewertung vom 06.03.2019
Cainstorm Island - Der Gejagte
Golien, Marie

Cainstorm Island - Der Gejagte


sehr gut

Das Buch hält, was die Prämisse des Klappentextes verspricht!

Eine unüberbrückbare Kluft zwischen arm und reich, eine überbevölkerte, von Gewalt zerfressene Welt und ein Entertainmentsystem der besonders perfiden Art - in dieser Welt kämpft unser Protagonist Emilio tagtäglich ums Überleben.
Was nach einer spannenden Ausgangssituation klingt und dem Leser einen wahren Pageturner verspricht, hält tatsächlich in meinen Augen auch fast alles was man erwartet.
Ein Pageturner ist es allemal, man will die Geschichte am liebsten am Stück lesen.
Etwas weniger Action hätte dem Buch hier und da sicher auch nicht geschadet, Emotionen und Gefühle kommen aber dennoch im Laufe der Handlung nicht zu kurz.
Gegen Ende hin merkt man, dass eine Fortsetzung wohl definitiv geplant ist, wollen wir hoffen, dass diese nicht lange auf sich warten lässt.

Wer Spannung, Dystopien und Jugendbücher für die nicht ganz so kindliche Zielgruppe mag, und nach der Inhaltsabgabe sofort Lust auf das Buch hatte, der wird sicher nicht enttäuscht werden.
"Cainstorm Island" ist nicht nur eine düstere Zukunftsvision, (die gar nicht allzu abwegig ist), sondern ganz nebenbei auch ein guter Thriller.

Bewertung vom 28.02.2019
Ein wirklich erstaunliches Ding
Green, Hank

Ein wirklich erstaunliches Ding


gut

Eins vorweg, wirklich erstaunliches Buch ist es dann am Ende doch nicht geworden, für ein Romandebüt jedoch auch kein allzu schlechtes Buch.

Autor Hank Green, vorher hauptsächlich durch Youtube bekannt, hat mit "Ein wirklich erstaunliches Ding" sein Erstlingswerk im Romanbereich abgeliefert und hier schonmal das erste Positive, schreiben kann er, sowohl im flüssig zu lesenden Stil, als auch ohne Längen und allzu ausufernde Beschreibungen, das tut der Geschichte auf jeden Fall gut.
Allgemein ist das Buch durchweg gut verständlich geschrieben und enthält bezüglich der Story auch einige nette Einfälle und Überlegungen.
Nun jedoch zum großen ABER, denn das omnipräsente Thema Social Media wird hier neben anderen aktuellen Themen unserer Generation zwar pflichtbewusst abgearbeitet, mehr jedoch nach meinem Empfinden leider nicht. Am Ende bleibt die Story eher flach und wenig aussagekräftig.

Vielleicht trifft das Buch mehr den Zeitgeist jugendlicher Leser unter 18, die Facebook, Instagram und Co mehr abfeiern als ich.
Für alle die gern ein wirklich gutes Jugendbuch lesen wollen, können übrigens bedenkenlos zum Autorenbruder John Green greifen, der schon einige Meilensteine abgeliefert hat. Dennoch ist auch bei Hank Green schriftstellerisches Potential erkennbar, und das Debütwerk sofort an seinem Bruder messen zu wollen, wäre einfach nicht fair.
Noch ein Wort zum Buch an sich, der Buchschnitt ist (zumindest bei mir) ausgefranst, was wohl verrückt und cool aussehen soll, aber spätestens nach dem ersten Durchlesen nur noch unansehnlich wirkt.

Bewertung vom 08.02.2019
Sind wir noch ganz sauber?
Tügel, Hanne

Sind wir noch ganz sauber?


sehr gut

Bin ich noch ganz sauber? Ein wichtiges Buch zur Selbstreflexion.

Kommt man mit diesem Buch zurecht, wenn man sich vorher aus reiner Faulheit nicht mit diesem Themenkomplex beschäftigt hat? Ja!
Sind Dinge und Vorgehensweisen dabei, die ich auch ohne viel Mühe umsetzen kann?
Sollten es möglichst viele Menschen lesen, um die Thematik für alle publik zu machen? Definitiv!

Zugegeben, über Schmutz und Abfall hatte ich mir bisher eher weniger Gedanken gemacht, zwar versuche ich halbwegs meinen Müll zu trennen, aber da hörte es dann bisher auch schon auf.
Direkt nach der kurzen Einführung werden dem Leser die Probleme unserer heutigen Gesellschaft vor Augen geführt und zumindest bei mir setzte schon beim Lesen ein Prozess der Selbstreflexion ein.
Dabei greift das Buch auf verschiedenste Themen zurück und versucht diese von mehreren Seiten zu beleuchten, man fühlt sich also umfassend informiert.
Neben Müll und Abwasser erfährt man auch eine Menge Wissenswertes zu Mikroben und Bakterien, Putzutensilien und Kosmetika, das zur Zeit in Großstädten im Trend liegende Urban Gardening und den Umweltschutz im Allgemeinen.
Trotz der Fülle an Themen und der teilweise auch wissenschaftlichen Herangehensweise hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, das mich der Inhalt überfordert, die Autorin bleibt stetig im für den Leser verständlichen Bereich.

Lesenswert ist "Sind wir noch ganz sauber?" definitiv und sollte im besten Fall bei möglichst vielen Menschen ein Umdenken hervorrufen.
Bei mir jedenfalls hat es funktioniert, auch wenn ich vielleicht nicht sofort mein komplettes Leben umstelle, aber zumindest so, dass ich mit kleinen Anfängen hin zu einem besseren Umgang mit mir selbst und der Umwelt finde.

Bewertung vom 05.02.2019
Liebeskummer ist ein Arschloch
Gammour, Senna

Liebeskummer ist ein Arschloch


schlecht

Dann doch lieber ein Album von Monrose...

Für alle die Monrose nicht kennen, mit dieser Band startete Senna nach Popstars eine Zeit lang durch, dann habe zumindest ich lange nichts mehr von ihr gehört, bis mir dann ihr Buch ins Auge fiel, welches recht eindrucksvoll aufzeigt, dass wirklich jeder ein Buch schreiben kann (vielleicht ist zumindest das eine kleine Motivation).
Neben der Sprache an sich, die ich über ein ganzes Buch verteilt nur schwer ertragen konnte, liefert auch der Inhalt keine bahnbrechenden Erkenntnisse, auf die man nicht auch selbst gekommen wäre, als kluge und emanzipierte Frau.
Man braucht kein Buch voller Verhaltensregeln, wenn man etwas gesunden Menschenverstand besitzt und vielleicht nur den halben Tag RTL schaut.
Aber solange es die Generation "Popstars" zum Lesen bringt, hat es wenigstens eine Daseinsberechtigung.
Für alle Mädels da draussen die jedoch meinen, dass sie ohne dieses Buch einen Idioten nicht erkennen könnten...ich denke da liegt dann das eigentliche Problem.
Ich hatte das "Glück" mir das Buch von einer Freundin leihen zu können, so musste ich wenigstens kein Geld dafür ausgeben.

Bewertung vom 05.02.2019
Die Mauer
Lanchester, John

Die Mauer


gut

Brexit, Klimawandel, Migration - zu viele Themen für ein Buch?

Brexit, Klimawandel und Migration vereint in nur einer Geschichte, kann das gut gehen?
Theoretisch könnte dies auch die Titelseite einer aktuellen Tageszeitung sein, von daher ist die Tatsache, dass die Geschichte in der nahen Zukunft spielt gar nicht so abwegig. Trotzdem handelt es sich bei "die Mauer" zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch um eine Dystopie, denn nach dem Anstieg des Meeresspiegels schützt sich Großbritannien durch eben jene namensgebende Mauer vor unerwünschten Eindringlingen.
In dieser Ausgangssituation tritt unser Protagonist Joseph Kavanagh seinen Dienst auf der Mauer an und schon nach den ersten Seiten merkt man spürbar die vorherrschende Stimmung der Trostlosigkeit, die sich dann auch durch das ganze Buch zieht. Leider kommt neben all der Trübsinnigkeit jedoch kaum wirklich Spannung auf, trotz der interessanten und aktuellen Grundidee bleiben sowohl die Charaktere als auch die Welt zu blass und nicht genug beschrieben.
So viel es mir über weite Strecken schwer, mich in betroffene Personen oder auch Situationen hineinversetzen zu können.

Dabei lässt sich das Buch an sich schon recht flüssig weglesen, denn trotz mangelnder Spannung bin ich dann doch bis zum Schluss dran geblieben, jedoch fehlte es mir über weite Strecken an Erzähltiefe.
Ein wirklich schlechtes Buch ist "Die Mauer" mit Sicherheit nicht, aber auch kein hervorstechend gutes.

Bewertung vom 29.01.2019
Allee unserer Träume
Gerold, Ulrike; Hänel, Wolfram

Allee unserer Träume


gut

Normalerweise sind sind Romane solcher Art eigentlich so gar nicht mein Genre, die DDR an sich interessiert mich wenig (obwohl ich grad noch so in ihr geboren wurde) und mit Berlin an sich verbinde ich auch nichts...alles in allem nicht gerade der perfekte Ausgangspunkt um an "Alle unserer Träume" wirklich Spaß zu haben...und doch, ganz so übel war es dann doch nicht!

Berlin in der Nachkriegszeit, eine junge Architektin mit großen Plänen, die jedoch von ihren Ehemann erpresst wird und so bewusst klein gehalten, denn sie ist es, die eigentlich hinter den tollen Entwürfen steckt...
Geschrieben aus Ilses Sicht (das ist besagte Architektin) und verpackt in einen flüssigen Schreibstil nimmt uns das Autorenduo nun mit in das Berlin der Nachkriegszeit, natürlich geht es neben den Themen der Zeit (für mich als geschichts-uninteressierten Menschen zumindest gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben) vor allem auch um Ilses Selbstbestimmung als emanzipierte Frau und natürlich um das Suchen und Finden der Liebe.
Wirklich fesseln konnte mich die Geschichte allerdings zu keinem Zeitpunkt, sodass ich das Buch doch das ein oder andere mal beiseite legen musste.
Für mich lag zuviel Fokus auf Ilse und der betitelten Allee, allgemein hätte ich mir dann doch ein etwas breiteres Spektrum gewünscht und eventuell wäre dann auch in meinem Fall ein größeres Interesse am weiterlesen vorhanden gewesen.

Für Fans der Epoche, Freunde eher unaufgeregter Romane und Menschen die diese Zeit eventuell selbst miterlebt haben ist "Allee unserer Träume" auf jeden Fall einen Blick wert, denn es ist definitiv kein schlechtes Buch, nur meinen persönlichen Geschmack hat es nicht zu 100 Prozent getroffen.
Aber zumindest bin ich nun diesem Genre im Allgemeinen nicht mehr so abgeneigt wie zuvor.

Bewertung vom 15.01.2019
No time to eat
Tschernigow, Sarah

No time to eat


gut

Ernährungsberater und Bücher zum Thema Ernährung gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, um so schwerer etwas wirklich Brauchbares zu finden, das für einen persönlich eine ausgewogene Mischung aus gesunder Ernährung aber auch Machbarkeit und Umsetzbarkeit darstellt.
Da hat mich doch die Catchphrase "no time to eat" direkt abgeholt, denn ich möchte mich zwar durchaus gesünder ernähren, nur soll das ganze aber auch möglichst schnell und unkompliziert zuzubereiten sein...und natürlich auch noch gut schmecken, viel gefordert für jemanden der ohne viel Mühe sein Kryptonit, die Schokolade, bezwingen möchte.

Zuvor kannte ich weder die Autorin noch ihren Podcast, daher ging ich ganz unvoreingenommen an die Lektüre heran.
Die Tipps sind tatsächlich ganz brauchbar...und auch umsetzbar.
Vom Anfang der gesunden Ernährung im eigenen Kopf bis hin zum praxistauglichen 10 Punkte Plan.
Jedoch liegt hier meines Erachtens das Hauptaugenmerk auf unbehandelten, möglichst im Urzustand gelassenen Lebensmitteln, weniger auf wirklich schnell zu kochenden Rezepten o.ä.
Auch hatte ich den Eindruck viele der Infos auch bereits auf etlichen Websites im Internet gelesen zu haben.
Alles in allem kein schlechtes Buch, aber das neue Standardwerk zur schnellen und gesunden Ernährung wird es wohl nicht werden.