Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Langeweile
Wohnort: Duisburg
Über mich: Ich lese alles was mir in die Finger kommt ( außer Science Fiction und Fantasy)
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 76 Bewertungen
Bewertung vom 03.05.2021
Enriettas Vermächtnis
Madsack, Sylvia

Enriettas Vermächtnis


gut

Inhalt übernommen:

Wenn ein Erbe dunkle Geheimnisse ans Licht bringt. Alles beginnt mit einem Ende – mit dem Tod der hochbetagten Enrietta da Silva, einer weltweit geschätzten und wohlhabenden Autorin aus Buenos Aires. Kurz darauf sitzen in Zürich zwei Menschen vor Enriettas Testamentsvollstrecker: Emilio, ein konservativer Arzt aus Argentinien, und Jana, eine unkonventionelle Schauspielerin aus Salzburg und Ziehtochter der Verstorbenen. Überraschend kommen sich Emilio und Jana näher. Bis plötzlich Armando da Silva in Zürich auftaucht, Enriettas leiblicher Sohn – ein ungeliebtes, von ihr totgeschwiegenes Kind mit einer zwielichtigen ­Biografie. Er sei gekommen, um sein Erbe zu beanspruchen, sagt er, doch es geht ihm um sehr viel mehr. Denn Enriettas Vermächtnis birgt ein dunkles Geheimnis …

Meine Meinung:

Die im Mittelpunkt der Geschichte stehenden Personen Jana ,Emilio und Armando verbindet die Gemeinsamkeit ihrer Beziehung zu der kürzlich verstorben reichen Schriftstellerin Enriettas da Silva,um deren Erbe es vordergründig geht. Alle drei haben verschiedene Geheimnisse, die im Laufe der Geschichte (leider nur teilweise)ans Tageslicht kommen. Auch der Anwalt, welcher den Nachlass verwaltet, steht an einem Scheideweg in seinem Leben.

Die Kurzbeschreibung und der Inhalt des Buches erweckten meine Neugier. Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen.Sie plätscherte über weite Teile so dahin, ich fand keinen wirklichen Zugang zu den Protagonisten. Einige Fragen blieben offen, andere Nebensächlichkeiten wurden wahnsinnig breit aus gewalzt.ich finde es sehr schade, denn von der Thematik her hätte das Buch deutlich mehr Potenzial gehabt.

So lässt es mich einigermaßen unzufrieden zurück,daher leider nur drei Sterne.

Bewertung vom 14.03.2021
Als wir uns die Welt versprachen, 2 MP3-CD
Casagrande, Romina

Als wir uns die Welt versprachen, 2 MP3-CD


ausgezeichnet

In diesem Roman hat die Autorin eine fiktive Geschichte in den Hintergrund von realen historischen Ereignissen eingebettet. Ich hatte zwar einmal irgendwo etwas über die so genannten „Schwabenkinder“ gelesen,jedoch waren mir die näheren Umstände unbekannt.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Jacob und Edna,die als Kinder ein gemeinsames Schicksal teilten. Sie waren von ihren armen Eltern an reiche Landbesitzer verkauft worden und mussten dort unter menschenunwürdigen Verhältnissen schuften. Sie fühlten sich sehr zueinander hingezogen und planten die gemeinsame Flucht, gemeinsam mit dem Papagei Emil, den Jacob gefunden hatte und dem er etliche Kunststücke beigebracht hatte. Leider mißlang die Flucht,sie wurden getrennt und Edna bleibt mit Emil allein zurück.
Edna hatte ihr ganzes Leben lang den Wunsch, Jacob wiederzusehen und ihm sein Eigentum zurückzugeben.
Eines Tages findet sie in der Zeitschrift „Stern“, die sie jede Woche aufmerksam liest, einen Artikel mit einem Foto von Jacob, den sie an einer Augenverletzung, sofort wieder erkennt. Ausgestattet mit minimalem Gepäck und Emil in einem fahrbaren Käfig, macht sich die betagte Edna von Südtirol aus auf eine beschwerliche Reise nach Ravensburg. Mit beharrlicher Sturheit verfolgt sie ihren Weg und trotzt dabei allen Hindernissen und Gefahren. Sie lernt unterwegs die unterschiedlichsten Menschen kennen, von denen sie größtenteils viel Hilfe bekommt.
Die Geschichte wechselt ständig zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Dies geschieht oft übergangslos, so dass ich über längere Zeit ziemliche Probleme hatte,mich an die Geschichte zu gewöhnen. Dann jedoch entwickelte sich ein Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte und so habe ich das Buch in kurzer Zeit förmlich verschlungen. Es hat mich nachdenklich zurückgelassen und wird mir noch länger im Gedächtnis bleiben.

Fazit:
Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne.

Bewertung vom 09.03.2021
Mama allein zu Haus
Becker, Barbara;Soyke, Christiane

Mama allein zu Haus


weniger gut

Ich hatte mir von dem Buch eine Lektüre erwartet, in der sich viele Mütter wiederfinden können. Das war leider nur bedingt der Fall. Es wurde sehr deutlich, dass es sich um privilegierte Frauen handelt, deren Lebenserfahrung auf einen großen Teil der restlichen Bevölkerung überhaupt nicht anwendbar ist. Zwar hatten sie die gleichen Probleme mit dem Abnabelungsprozess ihrer Söhne, welche Millionen andere Mütter auch haben, jedoch der Umgang damit, unterschied sich deutlich vom Rest der Bevölkerung.
Das Leben ihrer Sprösslinge nach dem Abitur bestand demnach aus ständigen Auslandssemestern,Reisen in aller Herren Länder und dazwischen einem munteren Studentenleben. Währenddessen widmeten sich ihre Mütter der Selbstverwirklichung mit viel esoterischem Background.
Obwohl ich Barbara Becker für eine sehr taffe Frau halte, die mir gut gefällt, Christiane Soyke war mir nicht bekannt,hat mich das Buch mehr und mehr gelangweilt.

Fazit:
Ein Buch,was ich nicht unbedingt weiter empfehlen kann.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.02.2021
Lebenssekunden
Fuchs, Katharina

Lebenssekunden


ausgezeichnet

Inhalt übernommen:

Zwei Frauen, zwei Leben, eine Fotografie
Die Geschichte der ersten deutschen Foto-Journalistin und einer Leistungsturnerin aus der DDR – ein bewegendes Stück Zeitgeschichte

Der große Traum von Angelika Stein scheint geplatzt, als sie mit 15 von der Schule fliegt: Kein Fotograf in Kassel will einem Mädchen, noch dazu ohne Schulabschluss, eine Lehrstelle geben. Doch Angelika gibt nicht auf – und bekommt schließlich eine Chance von einem Fotografen, der vor Kurzem aus der DDR gekommen ist. Zur selben Zeit wird in Ostberlin die junge Leistungsturnerin Christine Magold darauf gedrillt, die DDR bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Doch ist das wirklich ihr Traum? Beim Bau der Berliner Mauer 1961 treffen die beiden jungen Frauen unter dramatischen Umständen aufeinander.

Meine Meinung:

Der eindringliche und sehr emotionale Schreibstil, machte es mir möglich, sofort in die Geschichte einzutauchen. Von Beginn an fühlte ich mich den beiden Protagonistinnen sehr verbunden.

Es wird in wechselnden Abschnitten aus der Sicht der jeweiligen Protagonistin erzählt. Obwohl sie in verschiedenen Welten aufwachsen, haben sie doch einige Gemeinsamkeiten. Während Angelika im Westen aufwächst und dort versucht ihren beruflichen Traum zu verwirklichen, ist Christine in Ost Berlin gnadenlos einem diktatorischen System unterworfen, das ihr ganzes Leben beeinflusst. Mich haben die unterschiedlichen Schicksale der beiden Mädchen (jungen Frauen) sehr interessiert, jedoch ging mir das Schicksal von Christine etwas näher. Obwohl ich einiges über die früheren Machenschaften der DDR wusste, hat mich dieses Ausmaß doch ziemlich geschockt. Die Geschichte bewegt sich in einem Zeitrahmen von fünf Jahren und endet mit dem Mauerbau 1961. Man erfährt neben dem Schicksal der Protagonistinnen und ihren Familien, sehr viel über die aktuelle Zeitgeschichte, auch reale Zeitzeugen, wie zum Beispiel Willy Brandt und Konrad Adenauer wurden kurz thematisiert.

Neben der Geschichte, die mich rundum begeistert hat, möchte ich auch die Gestaltung des Buches besonders hervorheben. Das Cover sowie die Haptik fand ich sehr gelungen.

Ich vergebe voller Überzeugung fünf Sterne (Mehr geht leider nicht) und spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Bewertung vom 05.02.2021
Wo wir Kinder waren
Naumann, Kati

Wo wir Kinder waren


ausgezeichnet

Meine Meinung:

Man merkt dem Buch,welches die Familiengeschichte der Autorin beinhaltet,deutlich an ,wieviel Herzblut und Recherchearbeit dahintersteckt.
Es wird in zwei Zeitsträngen erzählt,beginnend im Jahre 1910 ,bis in die Gegenwart. In dieser Zeit ereignen sich zwei Weltkriege, der Bau der Berliner Mauer, sowie die Wiedervereinigung.
Im Mittelpunkt steht die Familie Langbein, welche eine Puppenfabrik im thüringischen Ort Sonneberg betrieben hat. Der Satz „Die Firma ist das Herz“ zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Als die letzten Erben das elterliche Haus ausräumen, werden längst vergessene Erinnerungen wach,die jeweils durch Rückblenden in die Vergangenheit erläutert werden. So erlebt man beim Lesen ein Stück Familiengeschichte mit viel Liebe, aber auch Neid, Missgunst, Betrug und Streit, halt wie im richtigen Leben.
Außerdem erfährt man, quasi nebenbei, alles über das Handwerk der Puppen - und Spielzeugherstellung.

Fazit:

Mit diesem Buch konnte die Autorin mich genauso begeistern, wie in dem vorangegangenen Roman „Was uns erinnern lässt“. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne.

Bewertung vom 02.01.2021
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
Schröder, Alena

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid


ausgezeichnet

Inhalt übernommen:

In Berlin tobt das Leben, nur die 27-jährige Hannah spürt, dass ihres noch nicht angefangen hat. Ihre Großmutter Evelyn hingegen kann nach beinahe hundert Jahren das Ende kaum erwarten. Ein Brief aus Israel verändert alles. Darin wird Evelyn als Erbin eines geraubten und verschollenen Kunstvermögens ausgewiesen. Die alte Frau aber hüllt sich in Schweigen. Warum weiß Hannah nichts von der jüdischen Familie? Und weshalb weigert sich ihre einzige lebende Verwandte, über die Vergangenheit und besonders über ihre Mutter Senta zu sprechen?

Die Spur der Bilder führt zurück in die 20er Jahre, zu einem eigensinnigen Mädchen. Gefangen in einer Ehe mit einem hochdekorierten Fliegerhelden, lässt Senta alles zurück, um frei zu sein. Doch es brechen dunkle Zeiten an.

Meine Meinung:

In ihrem Debütroman stellt die Autorin vier Frauen einer Familie in den Fokus. Die wichtigsten Positionen sind hierbei durch die 27-jährige Hannah und ihre 95-jährige Großmutter Evelyn besetzt. Im Verlauf der Geschichte, die ständig zwischen Vergangenheit (beginnend 1922) und der Gegenwart wechselt,kommen auch die Urgroßmutter Senta und Hannahs Mutter Silvia ins Spiel.
In einem sehr warmherzigen, emotionalen Schreibstil vermittelt die Autorin eine Familien-Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Gekonnt skizziert Sie die einzelnen Personen und bringt sie mir dadurch sehr nahe. Sie lässt sie lieben, hassen,leiden und an ihrer Mutterrolle scheitern.
Natürlich wird auch das Weltgeschehen (das Lebensgefühl der 20er Jahre,der 2. Weltkrieg,die Judenverfolgung usw. thematisiert,aber nicht in den Fokus gerückt.
Ich habe die Geschichte mit großer Begeisterung in relativ kurzer Zeit gelesen.

Fazit:

Ein sehr gelungenes Erstlingswerk ,was große Erwartungen weckt.

Bewertung vom 30.11.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Triumph / Sophia Bd.3
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Triumph / Sophia Bd.3


ausgezeichnet

Inhalt übernommen:

New York, 1942. Für Sophia bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann sich nach einem Streit freiwillig an die Front meldet. Der Krieg in Europa schien so fern, auch wenn Sophia immer noch Freunde in Paris und Familie in Berlin hat. Sophia stürzt sich in die Arbeit, so gerne würde sie für die erfolgsverwöhnte Elizabeth Arden eine eigene Pflegeserie entwickeln. Oder ist für Sophia der Moment gekommen, sich selbstständig zu machen? Als ihr Mann in Frankreich als verschollen gilt und die Nachrichten aus der alten Heimat immer schlimmer werden, stellt sie alle Pläne zurück. Sie wird ihren Traum nicht aufgeben, aber für die große Liebe ist sie bereit, alles Erreichte zu opfern.

Meine Meinung:

Obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich die vorigen Bände gelesen habe, war ich sofort wieder in der Geschichte drin.
Die Protagonistin Sophia ist eine kämpferische und willensstarke Frau, die gegen alle Widerstände ihren Weg geht.
Nachdem sie sich zuerst um ihre schwerkranke Freundin Henny gekümmert hat, versucht sie nun wieder in der Kosmetikbranche Fuß zu fassen. Als ihr Helena Rubinstein ein Angebot macht, greift sie nach kurzem Zögern zu, auch wenn sie durch die enorme Belastung an ihre psychischen und physischen Grenzen gerät und sogar ihre Ehe in Gefahr ist.
Gerne habe ich den Weg über einen Zeitraum von über zwölf Jahren begleitet und wurde mit einem hoffnungsvollen Ende belohnt.

Fazit:

Der Abschluss einer sehr lesenswerten Reihe, die ich wärmstens empfehle. Von Herzen gerne vergebe ich fünf Sterne.

Bewertung vom 29.11.2020
Wo du nicht bist
Gebert, Anke

Wo du nicht bist


ausgezeichnet

Inhalt :


Im Mittelpunkt der Geschichte steht Irma Weckmüller, die den sympathischen Arzt Erich Bragenheim kennen und lieben.Durch ihn erhält sie Eintritt in höhere gesellschaftliche Kreise. Sie beschließen, ihre Liebe durch die Ehe zu besiegeln, doch das Schicksal will es anders. Die dunkelste Zeit Deutschlands mit ihren Auswirkungen schlägt erbarmungslos zu und Erich ist fortan geächtet, da er Jude ist. Irma hält aber unverbrüchlich zu ihm, dadurch gerät sie auch in die Fänge des braunen Mobs.
Als Irma nach dem Krieg erfährt, dass Erich ermordet wurde, hält sie das nicht davon ab, das Eheversprechen einzulösen.

Meine Meinung:

Die im Mittelpunkt stehende Irma, hatte ich von Beginn an ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist eine ganz starke Frau mit einem großen Herzen, die sich aufopfernd um ihre Schwester kümmert, die nach einer Vergewaltigung durch ihren Dienstherrn,ein uneheheliches Kind bekommen hatte.
Dann die Beharrlichkeit,mit welcher sie um die Einlösung ihres Eheversprechens kämpfte,nötigten mir den größten Respekt ab. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass man einen Toten heiraten kann, es scheint sich ja auch wohl um eine große Seltenheit zu handeln. Die einzelnen Personen und die Entwicklung, leider bei keinem zum Vorteil,welche sie im Lauf der Geschichte gemacht haben, wurde sehr gut herausgearbeitet. Besonders deutlich fand ich das bei Irmas Chef,der sie zuvor immer unterstützt hatte. Dass selbst ihre Schwester, die ihr soviel zu verdanken hatte, sich von ihr abgewendet hatte, macht mich fassungslos.
Besonders schön fand ich, dass einzelne Zeilen aus dem Lied „Dein ist mein ganzes Herz“ meiner absoluten Lieblingsoperette, als Überschriften dienten.
Was das Buch außerdem zu etwas Besonderem machte,war,dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt.
Ich bin immer noch tief beeindruckt, das Buch wird definitiv zu meinen Lesehighlights des Jahres gehören.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne.

Bewertung vom 09.11.2020
Das Buch eines Sommers
Kast, Bas

Das Buch eines Sommers


gut

Inhalt übernommen:

Im Sommer seines Lebens hat Nicolas einen Traum. Er will Schriftsteller werden wie sein Onkel. Dann kommt das Leben dazwischen und die Firma seines Vaters, Verantwortung, Termine und lauter Zwänge. Als sein Onkel stirbt, verliert Nicolas den einzigen Menschen, der an ihn geglaubt hat. Doch überraschend findet er am unwahrscheinlichsten Ort den Schlüssel, der ihm hilft, zu dem zu werden, der er wirklich ist.

Meine Meinung:

Nicolas hat sich nie durchgesetzt und seine Träume verwirklicht. Der einzige Mensch der ihm zur Seite stand und seinen Wunsch, Schriftsteller zu werden unterstützte, war sein Onkel.
Nach dessen Tod überdenkt er sein Leben und versucht etwas zu ändern.Behutsam begleitet man den Protagonisten in seinem Leben, es gibt viele Sinnsprüche und Lebensweisheiten,für mein Empfinden manchmal zu viele.
Obwohl mir die Geschichte eigentlich recht gut gefiel, blieb sie immer an der Oberfläche. Ich hätte mir manchmal etwas mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem ein lesenswertes Buch.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.11.2020
Das schwarze Gold des Südens
Haigh, Tara

Das schwarze Gold des Südens


sehr gut

Inhalt übernommen:

Bamberg 1887: Das Süßholzimperium Imhoff ist in Schwierigkeiten. Nur eine Vernunftehe mit einem Bankier könnte das Familienunternehmen noch retten. Doch die freiheitsliebende jüngere Tochter Elise flieht mit ihrem Geliebten nach Paris. Um jeden Preis will sie ihren Traum von einer eigenen Confiserie verwirklichen – auch wenn sie damit das Verhältnis zu ihrer Schwester Amalie schwer belastet.

Die pflichtbewusste Amalie muss sich fortan in der heißen Ödnis Kalabriens um den Anbau von Süßholz kümmern, aus dem Lakritz gefertigt wird – das schwarze Gold. Bis auch sie sich in den falschen Mann verliebt und diese Liebe ihr ganzes bisheriges Leben in Frage stellt …

Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der Geschichte,die am Ende des 19.Jahrhunderts spielt,stehen zwei Schwestern,die von ihrer Lebenseinstellung und ihrem Temperament sehr verschieden sind. Amalie versucht die Wünsche ihres Vaters zu erfüllen, obwohl sie nicht mit ihren eigenen übereinstimmen. Ihre jüngere Schwester hingegen wehrt sich gegen jegliche Zwänge und entscheidet sich dafür, ihrem Traum zu folgen.
Ich gebe zu, es hat einige Zeit gedauert, bis mich das Buch einfangen konnte, der Anfang gestaltete sich für mein Empfinden etwas zähflüssig.
Dann jedoch entwickelte sich eine Geschichte voller Liebe und Leidenschaft, die mich total in ihren Bann zog. Auch wenn das Ende, zumindest in einigen Teilen, etwas vorhersehbar war, da dies dem Charme der Geschichte keinen Abbruch.
Auch wenn die Liebesgeschichten das vorherrschende Thema waren, ging es auch um die Emanzipation der Frau, sowie die Anpflanzung und Herstellung von Süßholz,ein Thema, was mir bis dahin völlig fremd war.
Hier merkte man auch die gute Recherchearbeit der Autorin,die sich wohl intensiv mit diesem Thema beschäftigt hat.

Fazit:

Nach etwas Startschwierigkeiten ein sehr gelungenes Buch, was ich gerne weiter empfehlen kann.