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Benutzername: tayjan


Bewertungen

Insgesamt 34 Bewertungen
Bewertung vom 13.03.2020
Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
Welk, Sarah

Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen


ausgezeichnet

informativ aber nie langweilig

Dies ist wirklich ein tolles Buch für wissbegierige Kinder!

Unglaublich abwechslungsreich und spannend geht es auf 121 Seiten um Nachrichten wie z.B. die Tagesschau und alles, was dazu gehört. Dabei wird nicht nur beschrieben, was Nachrichten eigentlich sind; welche verschiedenen Nachrichtenformate es für Erwachsene und Kinder und Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt; wo der Unterschied zwischen "öffentlich-rechtlich" und "privat" liegt; wie Nachrichtentexte geschrieben werden; wie Journalisten überhaupt an ihre Informationen gelangen und wie sie entscheiden, über was die letztlich berichten, sondern es wird auch über die verschiedenen Formen des Journalismus berichtet; darüber aus welchen rechtlichen Gründen bestimmte Regeln eingehalten werden müssen und vieles mehr. Aufgelockert wird das ganze durch Interviews. Außerdem gibt es Informationen zu den neuen Medien und den dortigen Berichtformen und der Leser erfährt, was "Fake-News" sind.

Das Buch ist wunderbar informativ, aber nie belehrend. Die Themen sind abwechslungsreich und aufgelockert, so dass es perfekt für Kinder ab ca. 8 Jahren ist, aber auch noch Jugendliche interessieren dürfte.

Bewertung vom 06.03.2020
Der freie Hund
Schorlau, Wolfgang; Caiolo, Claudio

Der freie Hund


ausgezeichnet

Commissario Morello hat es sich zum Ziel gemacht, der Mafia das Handwerk zu legen - ein großes und schwieriges Unterfangen in Italien. Wie schwer und gefährlich es ist, musste er schon mehr als schmerzlich erfahren. Nach einem empfindlichen Schlag gegen die Mafia wird er zu seinem eigenen Schutz nach Venedig versetzt. Seine neuen Mitarbeiter begegnen ihm mit Mißtrauen, er mag Venedig nicht und wäre am liebsten wieder in Sizilien, also nicht gerade die bestend Voraussetzungen für sein neues Aufgabengebiet. Als der Sohn eines reichen Kunsthändlers in Venedig ermordet wird, nimmt Morello die Ermittlungen auf. Der Junge setzte sich für die Vertreibung der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig ein, gemeinsam mit einem anderen jungen Mann, der einerseits sein Freund war, mit dem er aber auch große Differenzen hatte und sich immer wieder stritt. Als in dessen Wohnung blutige Kleidung gefunden wird, sieht der Questore den Fall als erledigt an. Alleine Morello mag nicht an diese einfache Lösung glauben und ermittelt weiter in Richtung Mafia, was seine Kollegen und Vorgesetzten als vollkommen verrückt ansehen.

Das Buch beschreibt nicht nur eine spannende Geschichte, sondern befasst sich auch mit der Stadt Venedig und ihren aktuellen Problemen. Gleichzeitig erlebt man die Geschichte mit einem ausgesprochen sympathischen Commissario, dessen Persönlichkeit hervorragend beschrieben wird. Verfolgt von seinen ganz privaten Geistern der Vergangenheit geht er seinen eigenen Weg gegen alle Widerstände und egal, was es ihn kosten mag. Dieser Krimi bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 23.02.2020
Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle (Eddie Fox 1)
Szillat, Antje

Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle (Eddie Fox 1)


sehr gut

Eddie ist mit 10 Jahre gestorben und seitdem ein Gespenst, mittlweile sind das fast 300 Jahre. Das stört ihn recht wenig. Er ist einfach in seinem Turmzimmer der Burg wohnen geblieben und lebt dort gemütlich mit der kurzsichtigen Fledermaus Tilla. Doch plötzlich soll eine Schule in der Burg entstehen. Eddie ist entsetzt. Er hasst Kinder, zu sehr erinnert er sich noch daran, wie ihn seine Klassenkameraden ärgerten, als er noch lebte. Also setzt er alles daran, die Schule in der Burg zu verhindern. Nicht gerechnet hat er allerdings mit Pia, der Tochter der Schulleiterin. Sie ist lustig und wild und ganz begierig darauf, ein Gespenst als Freund zu haben.

Die Geschichte ist lustig und gleichzeitig liebenswert geschrieben. Sie lässt sich wunderbar flüssig lesen. Inhaltlich ist sie problemlos bereits für Sechsjährige geeignet. Stellt man auf die Dicke des Buches und die Leseschwierigkeit ab, kann sie ab etwa acht Jahren gut selbst gelesen werden.

Dieser Band scheint der Beginn einer vergnüglichen Serie über die Schule auf Stormy Castle und Eddie und Pia zu werden, die Kindern sicherlich gefällt.

Bewertung vom 08.02.2020
Das Wolkenschiff
Hardy, Vashti

Das Wolkenschiff


ausgezeichnet

Ein wenig erinnert der Hintergrund der Geschichte an ein altertümliches London, und doch sind immer wieder Unterschiede und Fantasieelemente eingeflochten, die einen deutlichen Unterschied dazu darstellen.

Inhaltlich geht es um die Geschwister Arthur und Marie Brighstorm, deren Vater mit seinem Luftschiff an einem Wettrennen von Entdeckern nach Südpolaris teilnahm. Die Entdeckerin Eudora Vane kommt von der Expedition erfolglos zurück und berichtet, dass Brightstorm und seine Crew ihre Pechharzvorräte, mit denen die Luftschiffe angetrieben werden, gestohlen hätte, sie sein Luftschiff jedoch später zuerstört vorgefunden hätten. Offensichtlich hätten die dort lebenden Bestien ihn und seine Crew getötet.

Marie und Arthur glauben ihr kein Wort, da ein Diebstahl so gar nicht zu ihm passt. Außerdem wollen sie die Hoffnung nicht aufgeben, dass er doch noch lebt. Erst einmal haben sie sich jedoch mit dringenderen Problemen auseinanderzusetzen, werden sie doch mittellos als Waisen aus ihrem Haus geworfen und von ihrem Vormund für einige Gulden an ein Ehepaar in den Slumps verkauft, für das sie wie Sklaven schuften müssen. Als sie davon hören, dass erneut eine Expedition nach Südpolaris aufbrechen wird, versuchen sie mit aller Kraft, in einem der Luftschiffe mitzureisen. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es ihnen tatsächlich, so dass sie auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise gehen.

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Außerdem sind die Charaktere hervorragend ausgearbeitet. Der Leser ist sofort in der Geschichte und erlebt die Verzweiflung der Zwillinge, ihre Gefühle und ihre Abenteuer hautnah mit.

Kinder ab 10 Jahren, die Abenteuergeschichten mögen, wird dieses Buch sicherlich begeistern. Aber auch für Erwachsene ist es noch eine schöne Lektüre.

Bewertung vom 09.11.2019
Winteraustern / Luc Verlain Bd.3
Oetker, Alexander

Winteraustern / Luc Verlain Bd.3


sehr gut

Ein spannender Winterkrimi mit Frankreichs Austernfischern

Dies ist der erste Luc Verlain Krimi, den ich gelesen habe, und er gefällt mir ausnehmend gut.

Das Buch ist in angenehm kurze Kapitel gegliedert und hat einen gut lesbaren Schreibstil, der gleichzeitig die Spannung hält. Die Charaktere sind sympathisch und gut beschrieben.

Zunächst erhält der Leser in mehreren Kapiteln Prolog kurze Einblicke in Geschehnisse, die die verschiedenen Charaktere des Buches betreffen, ohne jedoch zu diesem Zeitpunkt etwas damit anfangen zu können. Erst im Rahmen der weiteren Lektüre lassen sich die Prologe der Handlung zuordnen.

Eigentlich wollte Luc Verlain seinem kranken Vater einen schöne gemeinsame nächtliche Fahrt in der Nähe seines ehemaligen Austerngebiets gönnen, doch dann entdecken sie einen verletzten und zwei getötete Austernfischer. Unversehens findet Luc sich so mit seiner Kollegin Anouk in einem verzwickten Fall in den örtlichen Gefilden seiner Kindheit wieder.

Alexander Oetker gelingt es, sowohl den stimmigen, spannenden Fall als auch das Privatleben von Luc, der in Anouk verliebt ist, gut aufeinander abgestimmt im Buch unterzubringen. Offensichtlich ist das Privatleben von Luc gleichzeitig noch in eine größere Hintergrundgeschichte eingebettet, die sich über mehrere Bände zieht, denn am Ende des Falls wird noch auf Geschehnisse in früheren Bänden Bezug genommen und der Grundstein für die weitere Handlung dieser Hintergrundgeschichte gelegt.

Obwohl ich die beiden ersten Bände nicht kenne, ließ sich dieses Buch problemlos lesen und verfolgen und machte mich neugierig auf die weiteren Bücher.

Bewertung vom 24.09.2019
Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
Skybäck, Frida

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse


sehr gut

Charlotte, eine erfolgreiche Unternehmerin aus Schweden, hat von ihrer Tante Sara eine Buchhandlung in London geerbt. Nun ist sie ziemlich durcheinander auf dem Weg nach London, da sie vorher nicht einmal wusste, dass es diese Tante überhaupt gab. Sie ist jedoch auch neugierig, da ihre Mutter ihr nie von ihrer Familie erzählt hat und sie auch ihren Vater nicht kennt.
Die Buchhandlung selbst gefällt ihr, schnell merkt sie jedoch, dass diese finanziell kurz vor der Insolvenz steht. Im Buch wird nun beschrieben, wie Charlotte die beiden Mitarbeiterinnen der Buchhandlung näher kennenlernt sowie den Autor, der auch dort wohnt. Gemeinsam versuchen sie, die Buchhandlung wieder auf die Beine zu bekommen, während Charlotte gleichzeitig weiterhin versucht, die große Traurigkeit zu überwinden, die sie hat, seit ihr Mann vor einem Jahr starb und versucht, etwas über ihre Vergangenheit herauszufinden.

Die Charaktere der Geschichte sind liebevoll und stimmig gestaltet; der Erzählstil ist ruhig, ohne langweilig zu werden und weckt beim Leser ein angenehmes Gefühl des Wohlempfindens. Eigentlich fällt diese Art Buch so gar nicht in meinen Lesestil, doch ist diese Geschichte einfach sehr schön erdacht und erzählt.

Bewertung vom 16.08.2019
Spukalarm in der Schokofabrik
Matysiak, Mascha

Spukalarm in der Schokofabrik


sehr gut

Klara ist umgezogen, wohnt nun in einem neuen Ort und vermisst ihre beste Freundin. zum Glück lernt sie schnell Matti und Theo kennen und nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sie sich an. Die leerstehende Schokoladenfabrik reizt die Kinder ungemein, und sie beschließen, dort heimlich einzusteigen...

Die Seiten sind immer wieder bunt und passend illustriert, was die Geschichte angenehm auflockert.

Die Geschichte selbst ist spannend, gleichzeitig fantastisch, aber vermittelt auch ein Wohlgefühl. Sowohl die Traurigkeit Klaras wegen des Umzugs und der Entfernung zu ihrer Freundin als auch die Freude beim Kennenlernen neuer Kinder und beim Anfreunden mit denen werden im Rahmen der Geschichte nebenbei gut vermittelt.

Für Kinder bis etwa 12 Jahre dürfte die Geschichte von Interesse sein, ältere Kinder werden sie vermutlich allmählich nicht mehr so interessant finden. Dafür dürften auch schon Kinder ab 6 Jahren Freude an der Geschichte haben. Ihr Lesekönnen wird zwar nicht reichen, um sie selbst zu lesen, aber dafür können die Eltern schließlich einspringen.

Bewertung vom 01.08.2019
Verrückt nach Karten

Verrückt nach Karten


sehr gut

Das Buch "Verrückt nach Karten" ist eine großformatige Sammlung von Karten aller Art, beinhaltet aber auch viele Texte zum Thema Karten. Die Kapitel sind in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt wie "Literarische Karten", "Karten erstellen", "Karten lesen", etc. die wiederum Unterkapitel enthalten, welche von verschiedenen Autoren geschrieben sind. Das bringt es mit sich, dass einige dieser Unterkapitel sich doch ähneln und einiges über Karten im allgemeinen wiederholen. Trotzdem sind sie immer noch so verschieden und abwechslungsreich, dass es nicht langweilig wird. Einige Autoren erzählen von ihren privaten Erlebnissen, Erfahrungen und Empfindungen mit Karten, andere zeigen Karten aus eigenen Büchern und geben hierzu Erläuterungen. Das Buch ist ein wunderbares Werk zum "immer wieder hineinschmökern" und ein Augenschmaus.

Bewertung vom 01.08.2019
Die geheime Mission des Kardinals
Schami, Rafik

Die geheime Mission des Kardinals


gut

Dieses neue Buch von Rafik Schami beginnt wie ein Krimi. Ein Kardinal, der zu Besuch in Syrien ist, wird ermordet; seine Leiche in symbolträchtiger Form in der italienischen Botschaft abgeliefert. Kommissar Barudi, der kurz vor seinem Ruhestand steht, soll ermitteln. Um politische Schwierigkeiten zu vermeiden, soll pro forma ein Ermittler aus Italien hinzugebeten werden.

Bis hier machte das Buch den Eindruck eines Krimis. Dann wandelte es sich jedoch zur politischen Gesellschaftsstudie Syriens.

Barudi findet den italienischen Ermittler Mancini sehr sympathisch und liegt mit ihm auf einer Wellenlänge, so dass er tatsächlich vollkommen mit ihm kooperiert und ihm vertraut. Die eigentlichen Ermittlungen treten hier aber in den Hintergrund. Sie werden zwar nebenher weiter berichtet, doch treten die Schwierigkeiten politischer Art bei den Ermittlungen und die politische Lage insgesamt in den Mittelpunkt der Geschichte. Auch Barudis Gefühle, Empfindungen und sein Privatleben werden - unter anderem durch Ausschnitte aus seinem Tagebuch - immer wieder beschrieben.

Nach den ersten Seiten hatte ich etwas anderes erwartet, nämlich einen klaren Krimi, so dass ich zunächst irritiert war. Als ich mich dann daran gewöhnt hatte, war das Buch aber sehr interessant - und auch beängstigend, wenn alles so stimmt, wie Rafik Schami es berichtet.

Bewertung vom 09.06.2019
Mit Schirm, Charme und Karacho / Samantha Spinner Bd.1
Ginns, Russell

Mit Schirm, Charme und Karacho / Samantha Spinner Bd.1


gut

Der Einband dieses Hardcoverbuches ist teilweise matt und teilweise glänzend illustriert, was einen schönen Eindruck vermittelt.

Die Geschichte handelt von der exzentrischen Familie Spinner, bzw. als Hauptperson von deren Tochter Samantha. Ihr Onkel Paul ist plötzlich spurlos verschwunden. Samanthas Schwester Buffy hinterlässt er einen scheck über unglaublich viel Geld, Samanthas Bruder Nipper eine eigene Baseballmannschaft mit Stadion und allem Drum und Dran und Samantha einen alten Regenschirm. Verständlicherweise frustriert sie das total, besonders weil sie bisher immer dachte, dass sie ihrem Onkel Paul nahesteht, mit dem sie gemeinsam häufiger versucht hat, ungewöhnliche Rätsel zu lösen. Nach einer Weile merkt sie dann, dass der Schirm eine Karte von Geheimgängen zeigt, über die sie in der Welt herumreisen kann. Schnurstracks macht Samantha sich auf den Weg, um Onkel Paul zu finden...

Der Name Spinner für die Familie ist durchaus passend, sind sie doch alle extrem seltsam. Das trifft aber auch auf alle sonstigen Personen des Buches zu, kurz gesagt, die ganze Geschichte ist ziemlich verrückt und abgedreht, aber auch durchaus lustig. Was für mich als Erwachsene manchmal doch ins alberne abgleitet, finden Kinder sicherlich cool.

Neben der Geschichte finden sich im Buch verteilt auch einige Rätsel, die noch einen zusätzlichen Reiz für Kinder darstellen. Etwas schade finde ich es bei diesen aber, dass die grundsätzliche Erklärung, was alles Rätsel sind und wie die Herangehensweise ist, sich erst am Ende des Buches findet. So wird quasi erst gelesen und dann gerätselt. Ich hätte es reizvoller gefunden, die Erläuterungen direkt am Anfang zu haben, um dann direkt während der Lektüre zu rätseln.

Insgesamt ist das Buch sicherlich eine Geschichte, die Kindern ab ca. 9 Jahren gefallen wird.

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