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Benutzername: tayjan


Bewertungen

Insgesamt 25 Bewertungen
Bewertung vom 09.06.2019
Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho
Ginns, Russell

Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho


gut

Der Einband dieses Hardcoverbuches ist teilweise matt und teilweise glänzend illustriert, was einen schönen Eindruck vermittelt.

Die Geschichte handelt von der exzentrischen Familie Spinner, bzw. als Hauptperson von deren Tochter Samantha. Ihr Onkel Paul ist plötzlich spurlos verschwunden. Samanthas Schwester Buffy hinterlässt er einen scheck über unglaublich viel Geld, Samanthas Bruder Nipper eine eigene Baseballmannschaft mit Stadion und allem Drum und Dran und Samantha einen alten Regenschirm. Verständlicherweise frustriert sie das total, besonders weil sie bisher immer dachte, dass sie ihrem Onkel Paul nahesteht, mit dem sie gemeinsam häufiger versucht hat, ungewöhnliche Rätsel zu lösen. Nach einer Weile merkt sie dann, dass der Schirm eine Karte von Geheimgängen zeigt, über die sie in der Welt herumreisen kann. Schnurstracks macht Samantha sich auf den Weg, um Onkel Paul zu finden...

Der Name Spinner für die Familie ist durchaus passend, sind sie doch alle extrem seltsam. Das trifft aber auch auf alle sonstigen Personen des Buches zu, kurz gesagt, die ganze Geschichte ist ziemlich verrückt und abgedreht, aber auch durchaus lustig. Was für mich als Erwachsene manchmal doch ins alberne abgleitet, finden Kinder sicherlich cool.

Neben der Geschichte finden sich im Buch verteilt auch einige Rätsel, die noch einen zusätzlichen Reiz für Kinder darstellen. Etwas schade finde ich es bei diesen aber, dass die grundsätzliche Erklärung, was alles Rätsel sind und wie die Herangehensweise ist, sich erst am Ende des Buches findet. So wird quasi erst gelesen und dann gerätselt. Ich hätte es reizvoller gefunden, die Erläuterungen direkt am Anfang zu haben, um dann direkt während der Lektüre zu rätseln.

Insgesamt ist das Buch sicherlich eine Geschichte, die Kindern ab ca. 9 Jahren gefallen wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.04.2019
Gefangen im Riesenbuch (3)
Aretz, Veronika

Gefangen im Riesenbuch (3)


gut

Haptisch ist das Buch eine Enttäuschung. Der Umschlag ist aus so dünnem Papier, dass das Gefühl entsteht, einen Prospekt in der Hand zu halten. Glücklicherweise war das das einzige, was mir an dem Buch nicht so gut gefiel.

Es handelt sich um den dritten Teil der Abenteuer in Mirathasia, weshalb ich zunächst Bedenken hatte, da ich noch keinen Teil kannte. Das Buch lässt sich aber vollkommen problemlos ohne Kenntnis der ersten beiden Teile lesen. Die Geschichte handelt von Emily, die Bücher einfach nur langweilig findet. Für die Schule soll sie ein Buch über drei Frösche lesen, was sie so lange vor sich her schiebt, dass es nun bis morgen gelesen sein muss. Als sie mürrisch mit dem Buch in ihrem Zimmer sitzt, fängt die Luft vor ihr plötzlich an zu wirbeln und in diesem Wirbel entdeckt sie eine kreisrunde Stadt, in die sie kurzentschlossen hineingeht. Dort trifft sie auf viele andere Kinder und wird von der Menge förmlich in ein Gebäude hineingeschoben, das wir ein riesiges Buch aussieht. Plötzlich geht jedoch ein Alarm los und das Buch schließt sich, was Emily aber erst richtig realisiert, als es sich ganz geschlossen hat und sie dort eingesperrt ist. Außer ihr ist auch noch Julian dort. Im Gegensatz zu ihr liebt Julian Bücher, so dass die beiden sich erst nicht so gut verstehen. Bald merken sie, dass Mirathasia in einer Notsituation ist und versuchen dann doch gemeinsam, es zu retten.

Der Schreibstil ist angenehm und das Buch schnell zu lesen. Die Geschichte ist durchaus spannend, aber auch hintergründig. Ohne den Zeigefinger vorzuhalten, spricht sie Probleme unserer modernen Gesellschaft an und stellt ein Plädoyer für Bücher und das Lesen dar.

Inhaltlich halte ich die Geschichte bereits für Kinder ab 5 Jahren geeignet, auch wenn sie dann noch vorgelesen werden muss. Je nach Lesekönnen erscheint sie mir zum selber lesen ab 7 oder 8 Jahren geeignet.

Mein 9-jähriger Sohn fand das Buch gut geschrieben und spannend.

Bewertung vom 26.03.2019
Der Wal und das Ende der Welt
Ironmonger, John

Der Wal und das Ende der Welt


ausgezeichnet

Es fällt mir schwer, etwas über das Buch zu schreiben, das ihm auch gerecht wird, gleichzeitig jedoch nicht zu viel über den Inhalt verrät.

Das Buch beginnt damit, dass ein nackter Mann von einem Wal an den Strand des kleinen Dörfchens St. Piran in Cornwall getragen wird, welches fast am Ende der Welt liegt. Von den etwas über 300 Dorfbewohnern wird er freundlich aufgenommen. Während der Leser einerseits etwas über die Menschen und das Leben in St. Piran erfährt, zeigen andererseits gedankliche Rückblicke von Joe Haak, wie es ihn nach St. Piran verschlagen hat. Er ist eigentlich Analyst einer Bank, die mit Leerverkäufen von Aktien Geld macht. Seine Aufgabe war es, durch die Informationen aus den Nachrichten zu analysieren, welche Aktien demnächst fallen. Hierbei kam ihm die Idee, dass diese Analyse doch auch durch ein Computerprogramm durchgeführt werden könnte, welches er daraufhin im Laufe von Jahren für die Bank entwickelte. Bei der Vorstellung des Programms war auch Kaufmann, der Chef der Bank, zugegen. In einem vertraulichen Gespräch bat er Joe, das Programm noch um andere Funktionen zu erweitern, die nicht auf Börsenkurse, sondern auf die Zukunft der Menschheit abzielen...

An dieser Stelle nahm das Buch eine für mich vollkommen unerwartete Wendung. Die Geschichte beschäftigte sich nicht mehr nur mit Joe und St. Piran, sondern mit dem Wesen der Menschen an sich und der Zukunft der Menschheit. Hier machte das Buch sehr nachdenklich und gab viele Denkanstöße, während alles weiterhin schön in die Geschichte von Joe und St. Piran eingebettet war.

Insgesamt war dies ein Buch, das es geschafft hat, mich zu überraschen und von mir eine klare Leseempfehlung bekommt. Es war deutlich tiefgründiger, als ich es erwartet hatte. Es machte einerseits nachdenklich, gab aber auch Hoffnung. Und es erzählte eine Geschichte, die schön geschrieben und gut zu lesen war.

Bewertung vom 20.03.2019
Das Haus meiner Eltern hat viele Räume
Ott, Ursula

Das Haus meiner Eltern hat viele Räume


sehr gut

Das Buch erzählt die Geschichte, wie die Autorin mit ihrer Familie und vor allem ihrer Mutter beschlossen hat, das Elternhaus auszuräumen und zu verkaufen, gleichzeitig fungiert es als Ratgeber, wenn das Ausräumen des Hauses nun auch für einen selbst ansteht. Die Geschichte ist, versehen mit kleinen Anekdoten, recht nüchtern erzählt. Sie lockert den theoretischen Ratschlagteil auf. In den Ratschlägen wird chronologisch vorgegangen. Sie beinhalten Überlegungen, wann der richtige Zeitpunkt ist, das Haus auszuräumen und zu verkaufen, wie ein Umzug der Eltern am besten gelingt, welche Überlegungen man bei der Suche nach einem Käufer für das Haus treffen könnte, um ein gutes Gefühl zu haben, wie man das Haus systematisch ausräumt, welche Überlegungen man unternehmen kann, um zu entscheiden, was weg soll und was man behält, etc. In diesem Zusammenhang wurde auch von "kalten" und "warmen" Gegenständen gesprochen, Begriffe, von denen ich noch nie gehört habe. Sie wurden mit Gedanken zur Generation der Kriegsenkel verknüpft, die mir auch noch nicht untergekommen waren, mich jedoch sehr zum Nachdenken anregten. Abgerundet wurde das Buch durch eine Liste von Dingen, die vermutlich bei der Räumung jedes Hauses auftauchen und Tipps, was man mit diesen machen kann und einem Literaturverzeichnis, falls man sich mit dem ein oder anderen Aspekt noch näher beschäftigen möchte.

Wie bei den meisten Ratgebern dürfte dem Leser bei genauer selbständiger Überlegung vieles auch selbst klar gewesen sein. Hier findet es sich jedoch kompakt, umhüllt mit einem eigenen Bericht und garniert mit nützlichen Hinweisen und Aspekten, die zum Nachdenken anregen.

Bewertung vom 14.03.2019
Ein perfider Plan / Hawthorne ermittelt Bd.1
Horowitz, Anthony

Ein perfider Plan / Hawthorne ermittelt Bd.1


gut

Der Beginn des Buches war spannend und flott zu lesen und zog mich direkt in seinen Bann. Etwas im Widerspruch zu Geschichte und Schreibstil steht für mich die äußere Aufmachung des Buches mit Leinenbindung und sehr dezenter Illustration. Die Story handelt davon, dass Diana Cowper in ein Beerdigungsinstitut geht, um ihre eigene Beerdigung zu planen und kurz darauf ermordet wird. Die Polizei zieht Hawthorne, einen ehemaligen Polizisten als Berater und Ermittler zu Rate, der im Stil eines Privatdetektivs ermittelt. Allerdings hat er den großen Vorteil, von der Polizei sämtliche Informationen und Unterlagen zu erhalten. Hawthorne wendet sich an Anthony Horowitz, damit dieser seine Ermittlungen begleitet und ein Buch darüber schreibt. Zunächst liest man den klassischen Beginn eines Krimis, dann folgt die Rückblende, wie es zur Zusammenarbeit von Hawthorne und Horowitz kam. So weit, so spannend und raffiniert geschrieben. Danach ließ das Buch für meinen Geschmack aber stark nach. In gewisser Weise ist die Erzählung dem Sherlock Holmes und Watson Stil nachempfunden. Hawthorne wird als schlauer Kopf dargestellt, während Horowitz öfter falsche Schlussfolgerungen zieht und hinterherhinkt. Das ganze wird dadurch nicht gerade besser, dass Hawthorne seine Schlussfolgerungen im wesentlichen für sich behält. Die Erzählung wirkt im weiteren eher holperig. Wie ein Bericht wird beschrieben, wie Horowitz quasi wie ein mitgeschleifter Hund im Schlepptau von Hawthorne diesen von Ort zu Ort, von Zeugen zu Zeugen und von Verdächtigem zu Verdächtigem begleitet. Unterbrochen sind diese Berichte von den Gedanken und Gefühlen von Horowitz und seinen Überlegungen, wie er den Fall in ein Buch verwandeln kann. Dies wird ihm noch dadurch erschwert, dass Hawthorne generell sehr verschlossen ist, insbesondere was sein Privatleben und seinen Charakter anbelangt, so dass Horowitz anhaltend grübelt, wie er ihn als Ermittler darstellen soll bei so wenig Informationen. Gleichzeitig ist ihm Hawthorne nicht gerade sympathisch, was bei dessen Verhalten nicht gerade verwunderlich ist. Ich empfand ihn ebenfalls als unerträglich arrogant und unangenehm.

Die eigentliche Kriminalgeschichte ist gut. Sie ist durchdacht und gut umgesetzt. Der Erzählstil war aber nicht mein Fall. Wie bereits erwähnt war er mir zu holperig, die Spannung ging für mich verloren, zeitweise fand ich das Buch so uninteressant, dass ich es problemlos bis auf weiteres hätte zur Seite legen können. Die Idee des Buchautoren als Begleiter des Ermittlers finde ich nach wie vor reizvoll, allerdings empfand ich die Umsetzung als nicht so gelungen.

Bewertung vom 01.03.2019
Lago Mortale
Conti, Giulia

Lago Mortale


sehr gut

Dieser Krimi hat einen ausgesprochen angenehmen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Mit seinen malerischen Ortsbeschreibungen ist er wunderbar entspannend, obwohl die Geschichte selber gleichzeitig durchaus spannend ist.

Der ehemalige Polizeijournalist Simon Strasser aus Frankfurt lebt inzwischen in Italien, wo die Tochter seiner Ex-Frau von Zeit zu Zeit bei ihm wohnt. In Ronco, am Lago d'Orta hat er sein Haus und sieht von seiner Terrasse aus eines Tages die Yacht der Zanettis, einer bekannten Industriellenfamilie, die beinahe mit dem Linienschiff zusammenstößt. Er vermutet, dass etwas nicht stimmen kann und begibt sich zur Yacht, wo er die Leiche Marco Zanettis findet. Die Polizistin Carla Moretti, die er schon länger kennt, nimmt ihn als Übersetzungshilfe zu Befragungen mit und verstärkt damit seine Neugier, selbst herauszufinden, ob Marco Zanettis Tod ein Segelunfall oder ein Mord war.

Im ziemlichen Alleingang klärt Simon den Fall schließlich auf und gerät dabei in einige gefährliche Situationen. Neben den gut ausgearbeiteten Charakteren fiel mir bei der Geschichte besonders angenehm auf, dass sie trotz Leichen auf blutrünstige Beschreibungen verzichtet und trotzdem spannend ist.

Mir hat das Buch gut gefallen und lässt mich hoffen, dass hier eine neue Ermittlerserie begonnen hat und man demnächst einen weiteren Fall mit Simon Strasser lesen kann.

Bewertung vom 01.03.2019
Liebende
Ho-seung, Jeong

Liebende


ausgezeichnet

In dieser wunderschön geschriebenen Geschichte geht es um das wahre Wesen der Liebe. Die beiden Fische Blauperlenauge und Schwarzperlenauge sind Tempelglocken ein Paar, doch Blauperlenauge hat das Gefühl, dass das Leben mehr bereit halten muss, als als Windspiel an einem Tempel zu hängen. Sein Wunsch, etwas zu erleben, wird erhört und ihm wachsen Flügel, mit denen er davonfliegt, um die Welt zu erkunden. Hier erfährt er viel über die Liebe in ihren verschiedenen Formen und findet schließlich zu sich selbst.

Das Buch ist eine wunderbar poetische Fabel, die in diesem Band auch noch optisch sehr schön gestaltet ist. Mit einem Lesebändchen und herrlich illustriert ist das Buch ein richtiger Hingucker. Es ist ein Buch, das viel Weisheit enthält und zum Nachdenken anregt.

Bewertung vom 23.01.2019
Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1
Doyle, Catherine

Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1


sehr gut

Fionn und seine Schwester kommen zu ihrem Großvater auf die Insel Arranmore, da ihre Mutter sich aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit nicht um sie kümmern kann und ihr Vater schon vor Fionns Geburt gestorben ist. Fionn mag weder das Meer noch die Insel, doch auch er merkt bald, dass diese in vielerlei Hinsicht magisch ist. Genervt von seiner Schwester, die ihn nichts mitmachen lassen will und irritiert über seinen Großvater in dessen Haus überall Kerzen stehen, fühlt Fionn sich einsam und verloren. Bald erfährt er aber mehr über die Magie der Insel, als er jemals gedacht hätte.

Das Cover des Buches ist sowohl faszinierend als auch düster. Die Geschichte startet wie so viele Abenteuerbücher, die durch etwas Magie auch den Fantasybereich schrammen und wirkt zunächst vorhersehbar: Unsympathischer Junge, sympathischer Held, usw. Dann jedoch merkt man, dass die Geschichte einiges mehr auf Lager hat. Sie wird immer spannender, so dass ich sie nicht mehr aus der Hand gelegt habe, bis ich sie zu Ende gelesen hatte.

Der Schreibstil war angenehm lesbar und das Alter ist mit ab 10 Jahren gut gewählt.

Ein schöner Serienauftakt, bei dem zu hoffen ist, dass er bei den Folgebänden nicht in übliche Erzählthemen beim Kampf Gut gegen Böse abgleitet.

Bewertung vom 13.10.2018
Sieben Tage Wir
Hornak, Francesca

Sieben Tage Wir


ausgezeichnet

In "Sieben Tage wir" verbringt die Familie Birch (Vater Andrew, Mutter Emma, Tochter Olivia und Tochter Phoebe) seit Jahren wieder ein gemeinsames Weihnachtsfest. Olivia ist Ärztin und gerade aus Libyen heimgekehrt, wo sie half, Haag-Erkrankte zu behandeln. Deshalb muss sie über Weihnachten für eine Woche in Quarantäne und ihre Familie entsprechend gleich mit. In ihrem einsam gelegenen Landhaus in Norfolk verbringen sie die Feiertage.

Die Familie hat sich über die Jahre auseinandergelebt. Andrew, der früher Auslandskorrespondent war, schreibt nun bissige Restaurantkritiken. Emma, die mit der Geburt ihrer Kinder ihren Beruf augegeben hat, will dass es der ganzen Familie gut geht und das Fest harmonisch läuft. Phoebe hat einen Heiratsantrag ihres Freundes George bekommen und nichts anderes als die Hochzeitsplanung im Kopf. Und Olivia kann sich nach dem Leid und den menschlichen Tragödien, die sie erlebt hat, nicht so recht in England einfinden. Dann kommt auch noch Jesse ins Spiel, der aus Amerika nach England gekommen ist, um seinen leiblichen Vater zu suchen.

Jeder der Beteiligten hat seine Geheimnisse, die er den anderen vorenthalten möchte. Das Buch ist in die großen Abschnitte der einzelnen Quarantänetage aufgeteilt und beschreibt die Geschehnisse, vor allem aber die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere, ganz hervorragend. Dies gelingt besonders gut dadurch, dass jedes Kapitel des Buches aus der Sicht eines anderen Beteiligten geschrieben ist. So bekommt der Leser Einblick in die Geheimnisse der Charaktere und kann diese besonders gut kennen lernen. Egal wie jeder einzelne von den anderen gesehen wird, durch die Erzählweise wird deutlich, dass jeder liebenswert ist und an seinen eigenen Nöten schwer trägt.

Hinzu kommt noch der Handlungsplot an sich, der zwar vom Grundgedanken vorhersehbar ist, weil es schon viele Bücher solcher Art gibt und der nüchtern betrachtet auch deutlich zu viele zufällige Zusammentreffen enthält, der aber trotzdem nie gestellt, kitschig oder übertrieben wirkt. Hierfür sorgt wiederum die Art der Erzählung, die einen einfach in den Bann zieht.

Für mich war es ein rundum gelungenes Buch, das mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat, obwohl es gar nicht der Art Bücher entspricht, die ich sonst gerne lese.

Bewertung vom 02.09.2018
Mr Vernons Zauberladen / Die Magischen Sechs Bd.1
Harris, Neil P.

Mr Vernons Zauberladen / Die Magischen Sechs Bd.1


ausgezeichnet

Dieses Kinderbuch ist bereits vom Cover her ein richtiger Hingucker und läßt die wunderbar magische Geschichte erahnen. Noch dazu ist es ein Hardcover, auf dem einzelne Teile metallisch glänzend und glatt gedruckt sind, was den optisch tollen Effekt noch verstärkt.

Auch die Geschichte konnte vollends überzeugen. Die Altersempfehlung erscheint gut gewählt und den Leser erwartet eine spannende und magische Geschichte. Der Sprachstil ist wunderbar und das Buch läßt sich flüssig lesen. Von Anfang an vereint es Spannung, Wortwitz und generellen Humor. Immer wieder wird der Leser plötzlich direkt angesprochen, was die Geschichte nochmals auflockert. Als besonderes Schmankerl werden zwischen einigen Kapiteln auch noch Zaubertricks beschrieben.

Die Geschichte selbst handelt von Carter, dem das Leben bisher nicht gut mitgespielt hat. Seine Eltern sind gestorben und er lebt mit seinem Onkel Sly, der ihm einige Taschenspielertricks beigebracht hat, auf der Straße. Sein Onkel ist jedoch eher ein fieser Typ und hält sich mit Diebstählen über Wasser, was Carter gar nicht gutheißt. Nach einem Streit läuft er davon, springt auf einen Güterwaggon und landet schließlich im Örtchen Mineral Wells. Dort gastiert gerade ein Jahrmarkt mit Zaubershow, der Carter natürlich interessiert. Allerdings machen die Darsteller keinen besonders angenehmen Eindruck und erinnern ihn eher an seinen Onkel. Im Ort trifft er allerdings auch Mr. Vernon, der dort einen Zauberladen hat. Dieser ist ihm sehr sympathisch, genauso wie seine Tochter und deren Freunde, mit denen er sich auch anfreundet...

Dieses Buch wollte ich am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen und warte nun schon ungeduldig auf den zweiten Band.