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hundeliebhaber

Bewertungen

Insgesamt 129 Bewertungen
Bewertung vom 07.08.2022
Die dunkle Leidenschaft
Haller, Reinhard

Die dunkle Leidenschaft


sehr gut

Reinhard Haller ist durch seine Tätigkeit als Gerichtspsychiater regelmäßig mit Hass konfrontiert und untersucht in "Die dunkle Leidenschaft" diese Emotion. Dabei geht er von der Begriffsdefinition über die Begriffsabgrenzung bis hin zur Verdeutlichung, auf welchen Ebenen und auf welche Arten und Weisen Hass heutzutage stattfindet - ob im Internet, in der Sprache, im Fanatismus oder der Ausübung von Gewalttaten - und wie der Hass überwunden werden kann.

Da es sich um ein Sachbuch handelt, sind die 15 Kapitel mit vielen Informationen und Verweisen aus wissenschaftlichen Studien und Untersuchungen gefüllt und lässt sich am besten in Ruhe und mit einem Notizbuch daneben lesen - gerade für diejenigen, die sich parallel oder anschließend tiefer einlesen möchten.
Dennoch ist der Schreibstil recht lebendig, der Aufbau ist klar gegliedert, was dem Buch Struktur verleiht, und die Äußerungen sind durch einige Fallbeispiele belegt. Ein Kritikpunkt dahingehend: Es häten sehr viel mehr Fallbeispiele zur Veranschaulichung dargestellt werden können, auch damit das Gelesene besser im Gedächtnis bleibt.

Ein sehr informatives und aufschlussreiches Sachbuch!

Bewertung vom 07.08.2022
Nur du und ich (eBook, ePUB)
Rensburg, Laure Van

Nur du und ich (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die junge Studentin Ellie ist in ihren Literaturprofesser Steven verliebt und ihre sechsmonatige Beziehung ist Anlass für einen romantischen Wochenendurlaub in einem einsamen Ferienhaus auf Long Island - wo es nur die beiden, die Natur und das prasselnde Kaminfeuer gibt. Was so romantisch klingt, ändert sich abrupt, als die beiden die Geheimnisse der*des anderen erfahren. Dass der Schnee nicht aufhört zu fallen und das Pärchen in dem Ferienhaus gefangen hält, verbessert die Situation nicht.

Bei dem Cover und dem Klappentext wusste ich bereits, dass ich hier ganz auf meinen Thriller-Geschmack kommen werde und Laure van Rensburg hat mich keineswegs enttäuscht. Auch wenn ich mit dem Narrativ im Thriller-Bereich gut vertraut bin und recht schnell ahnte, worauf es hinausläuft, habe ich jede Seite genossen. Sowohl die Persönlichkeiten von Ellie und Steven als auch die verschiedenen Aspekte ihrer Beziehung wurden sehr anschaulich beschrieben. Zu Beginn knisterte die Atmosphäre durch den Sex und die starke Anziehung, später brannte die Luft wegen etwas anderem.

Ich habe das Buch an einem Wochenende gelesen, habe mit beiden mitgefiebert, mochte die Erzählung aus den wechselnden Perspektiven der beiden Figuren sowie die Einschübe aus der Vergangenheit, die im Verlauf zugeordnet werden können.

Ein fantastischer Debütroman von Laure van Rensburg, dem hoffentlich weitere folgen werden!

Bewertung vom 07.08.2022
Kein Sommer ohne dich
Henry, Emily

Kein Sommer ohne dich


sehr gut

Poppy Wright liebt das Reisen und hat dies im Rahmen ihrer Kolumne fest in ihren Job integriert. Ihr bester Freund, Alex Nilsen, den sie auf dem College kennegelernt hat, war zehn Sommer lang ihr fester Urlaubspartner für ihre Reisen - bis es in Kroationen zu einem Vorfall kam und der Kontakt zwischen den beiden abbrach. Doch Poppy möchte das nicht so stehen lassen, weshalb sie Alex noch einmal um seine Begleitung nach Palm Springs bittet, um noch einmal über alles zu reden, und zu ihrer Überraschung sagt er zu.

Schnell wird klar, wie unterschiedlich Poppy und Alex sind: Sie will die Welt entdecken, ist laut, chaotisch und extrovertiert. Er ist in seiner Heimatstadt geblieben, Lehrer geworden, eher still und pragmatisch. Und doch wird die tiefe Verbundenheit, die Vertrautheit und der Spaß zwischen beiden deutlich. Generell gefiel mir der Schreibstil von Emily Henry sehr gut. Er ist locker, angenehm und unanstrengend. Auch wenn die Ereignisse gerade zu Beginn etwas wirr wirken und ich die Informationen, die ich über beide bekam, zunächst einordnen musste, bekam ich recht schnell einen Überblick.
Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven: aus dem aktuellen Sommer sowie aus vergangenen Sommern, wodurch die Kennenlerngeschichte, die Annäherung und die Freundschaft der beiden deutlich wird.

Worum es bei den Ereignissen auf Kroatien ging, erfahren die Leser*innen recht spät und die Vorgeschichten der vorangehenden Sommer helfen dabei zu verstehen, weshalb diese eine so große Tragweite für die Protagonist*innen haben.
Tatsächlich war mir das Drama am Schluss etwas viel, aber ich verstehe, weshalb "Kein Sommer ohne dich" einen so großen Hype hat und habe das Buch sehr gern gelesen. Passend zum Geschehen lässt es sich sicherlich am besten am Strand oder am Pool lesen!

Bewertung vom 02.08.2022
A Place to Love / Cherry Hill Bd.1
Lucas, Lilly

A Place to Love / Cherry Hill Bd.1


gut

Nach dem Tod ihres Vaters verlässt June ihren Studienort Portland und kehrt in ihre Heimat Colorado zurück, wo sie sich nun um den Familienbesitz, die Obstfarm, kümmert. In Portland lässt sie auch ihre große Liebe Henry zurück. Dieser steht nun plötzlich vor ihr und möchte die Scheidung. Nicht nur June ist überrascht, auch ihre Mutter und ihre Schwestern können ihren Ohren nicht trauen, weil sie nie etwas von einer Hochzeit gehört haben.
Um die Scheidungsangelegenheiten zu klären, verweilt Henry einige Tage auf der Farm, wohnt den Familien-Abendessen bei, packt bei alltäglichen Aufgaben an und kommt June langsam wieder näher. Beide müssen sich die Frage stellen, ob ihre Liebe noch Bestand hat und sie aufgrund ihrer Familienbesitze wieder eine langfristige Beziehung führen können.

Den Schreibstil, die lockere und unterhaltsame Art von Lilly Lucas mochte ich sehr gern. Gerade zu Beginn wirkte alles recht unbefangen und leichtlebig trotz der Thematik von Krankheit und Tod der Eltern. Doch spätestens als June und Henry sich wieder annähern, hat sich die Atmosphäre für mich verändert. June ist dann total verkrampft, eifersüchtig und kontrollierend. Aus meinen Augen werden hier ganz viele Klischees und Stereotype thematisiert, obwohl June zu Beginn als eigenständige, verantwortungsvolle und resiliente Frau dargestellt wird. Plötzlich klammert sie und macht alles in ihrem Leben und ihrem Alltag abhängig von der Liebe und der Aufmerksamkeit eines Mannes. Auch die Art, wie über Henrys (Ex-)Freundin geschrieben wird, konnte ich nur mit kritischem Blick lesen.
Neben dem liebesdusseligen Verhalten hat mich auch das ewige Hin und Her zwischen Henry und June genervt. Alles war dramatisch und wirkte unüberwindbar - zum Ende hin war dann plötzlich eine Lösung da, für ein Problem, an dem June monatelang nagte und fast vieles aufgegeben hätte.

Dass die Handlung in solchen Romanen vorhersehbar ist und es viel Drama gibt, ist mir klar. Dennoch war mir das hier an vielen Stellen zu viel, gerade in Kombination mit der Reproduktion der sexistischen Zuschreibungen der Figuren. Dennoch mochte ich den Schreibstil der Autorin sehr und würde prinzipiell auch weitere Bücher von ihr lesen - eventuell dann mit einer anderen Erwartungshaltung.

Bewertung vom 27.07.2022
Affenhitze / Kommissar Kluftinger Bd.12
Klüpfel, Volker;Kobr, Michael

Affenhitze / Kommissar Kluftinger Bd.12


sehr gut

In der Tongrube, in der Archäologe Prof. Brunner einige Zeit zuvor das Skelett des Urzeitaffen "Udo" ausgegraben hat und es daher zu gewisser Berühmtheit brachte, liegt nun dessen Leiche. Kluftinger und sein Team werden mit den Ermittlungen und der Aufklärung des Mordfalls - dass es sich nicht um einen natürlichen Tot handelt, wird schnell deutlich und Brunner hatte zahlreiche Feinde - betraut. Während er sich nun mit seinem Team auf Spurensuche begibt und dank des neuen Assistenten hoffentlich auch die Aufgaben als Interims-Präsident meistert, hat er auch privat ordentlich zu tun. Denn sein Sohn und seine Schwiegertochter haben eine Tagesmutter für Kluftingers Enkelin engagiert, die seines Erachtens sehr fragwürdige Erziehungsmethoden an den Tag legt und daher genauestens überprüft werden muss.

Für mich war "Affenhitze" tatsächlich der erste Kluftinger-Fall und ich habe von dem Autorenduo bislang noch nichts gelesen. Während die Mordermittlungen gerade zu Beginn etwas nachlassen und das Private überwiegt, musste ich dennoch häufig schmunzeln. Gerade Kluftingers Aversion gegen Soziale Medien, Technik und digitale Prozesse ist die Vorlage für einige Witze und sorgt immer wieder für komische Situationen. Auch wenn vieles einfach sehr drüber ist, schaffen die Autoren es, Kluftinger einen so ulkigen Zug zu verpassen, dass es doch wieder unterhaltsam ist und mich schmunzeln ließ.
Auch die Dynamik im Team und mit Langhammer ist sehr unterhaltsam, weshalb es vollkommen in Ordnung war, dass Spannung erst zum Schluss aufkam.
Ich mochte Kluftinger überraschend gern und freue mich auf weitere Fälle mit ihm!

Bewertung vom 17.07.2022
Fünfzehn Tage sind für immer
Martins, Vitor

Fünfzehn Tage sind für immer


ausgezeichnet

Felipe ist 17, homosexuell und übergewichtig, was ihm selbst sehr bewusst ist und woran er durch das stete Mobbing seiner Mitschüler*innen auch tagtäglich erinnert wird. Freunde hat er keine und Selbstsicherheit sowieso nicht. Daher freut er sich auf die Ferien, in denen er den ganzen Tag für sich sein, lesen und Serien schauen kann. Doch als er vom letzten Schultag nach Hause kommt, offenbart seine Mutter ihm, dass der Nachbarsjunge Caio für 15 Tage bei ihnen leben wird, da dessen Eltern im Urlaub sind. Felipe bricht sofort der Angstschweiß aus: Wie soll er denn 15 Tage mit Caio, in den er - seit er denken kann - verliebt ist, verbringen ohne sich zu blamieren?

Vitor Martins lässt durchweg Felipe erzählen, sodass der Eindruck geweckt wird, als sei man in seinem Kopf und würde jede Szene miterleben. Felipes Gedanken sind durch eine humorvolle Perspektive und jugendliche Situationskomik geprägt, allerdings werden auch schnell die Selbstzweifel und die Vorliebe zum Verdrängen sichtbar. Im Laufe des Buches vollzieht er eine wichtige Entwicklung, öffnet sich Caio gegenüber und fasst Vertrauen - in ihn, sich selbst und die Welt. Was mir gefällt: "Fünfzehn Tage sind für immer" verharmlost keines der beinhalteten Themen, bietet keine Sofortlösungen an und vermittelt auch nicht, dass derartig schwerwiegende Probleme, wie Caio und Felibe sie haben - sich im Nu auflösen. Sondern es zeigt, dass es vielen Jugendlichen womöglich nicht gut geht, sie mit sich und der Welt hadern, es aber schrittweise einen Weg hin zum Glücklichsein und einer wohlwollenderen Perspektive gibt.
Die Themen sind ernst und plausibel, der Schreibstil wechselt situationsabhängig zwischen Humor, Schwermut und Nüchternheit.
Ein wertvoller LGBTQIA+ New-Adult-Roman!

Bewertung vom 14.07.2022
Die sieben Schalen des Zorns
Thiele, Markus

Die sieben Schalen des Zorns


ausgezeichnet

Max ist Arzt und seine Tante schwer an Alzheimer erkrankt. Daher hat sie Max schon sehr früh das Versprechen abgenommen, dass er ihr bei ihrem Tod helfen wird, sobald das Leben für sie nicht mehr lebenswert ist. Da dieses Stadium nun erreicht ist, verabreicht Max ihr das tödliche Medikament. Kurz darauf steht bereits die Mordkommission vor seiner Praxistür, denn - was viele vermutlich nicht wissen - ist das Bereitstellen der Medizin straffrei, das Verabreichen beschert Max jedoch eine Anklage wegen Mordes. Dieser Verdacht wird dadurch erhärtet, dass er der Alleinerbe seiner Tante Maria ist. Da kann ihm nur der langjährige Freund Jonas helfen, der ihm nach einem sie stark verbindenen Geheimnis vor etlichen Jahren noch etwas schuldig ist, nun jedoch als Staatsanwaltschaft auf der anderen Seite steht.

Markus Thiele hat sich in "Die sieben Schalen des Zorns" einem sehr schwierigen Thema gewidmet - sowohl juristisch als auch moralisch - und erinnert damit an die Bücher von Ferdinand von Schirach. Durch die Rückblenden bekommen die Leser*innen einen näheren Einblick von Max' Kindheit, Jugend und seiner Beziehung zu Maria, was seine Handlungsweisen erklärt und verstehen lässt, weshalb er zu der Person geworden ist, die er heute ist. Auch von Jonas und dessen Vergangenheit erfahren wir einiges, was auch sein Weltbild und seine Entscheidungen erklärt.
Während mich der Ausgangsplot schon von Anfang an begeistert hatte, fesselten mich auch der Schreibstil und die Art, wie vom Tod, dem Wunsch nach dem Tod, der Umsetzung und der juristischen Lage erzählt wird.

Bewertung vom 10.07.2022
Die Knochenleser
Ross, Jacob

Die Knochenleser


gut

Michael Digson, genannt Digger, sieht, wie ein kleiner Junge auf offener Straße umgebracht wird und gerät in den Fokus der Polizei. Da er mit seiner ausgezeichneten Beobachtungs- und Kombinationsgabe die Täter ausmachen kann, nötigt Detective Superintendent Chilman ihn, sich einer Polizeitruppe anzuschließen und sich zum Forensiker ausbilden zu lassen. Da auf Camoha sehr viel Korruption, politische Widerstände und vor allem Gewalt gegen Frauen herschen, hat Digger es mit schwierigen Fällen und recht unkonventionellen Methoden zu tun. An seiner Seite kämpft mit ihm Chilmans Tochter, Miss Stanislaus.

Den Ausgangsplot fand ich sehr interessant und auch die Art, wie Digger in den Polizeidienst kommt und mit welchen persönlichen Widerständen er kämpfen muss, konnte mich fesseln. Und irgendwas an ihm und an Miss Stanislaus hat mich zum Weiterlesen bewogen, obwohl die Atmosphäre sehr düster, für mich irgendwie alles wenig greifbar und distanziert blieb. Den Schreibstil fand ich recht abgehackt und ungewöhnlich, gerade was die Satzstruktur und die Satzenden angeht, weshalb mein Lesefluss weniger schnell war als gewöhnlich.

Auch wenn ich "Die Knochenleser" nicht unbedingt empfehlen würde, emfpand ich die Lektüre als außergewöhnlich und abwechslungsreich, auch wenn ich bis zum Schluss nicht richtig warm damit geworden bin.

Bewertung vom 10.07.2022
Der Zoom-Killer / Tom-Bachmann-Serie Bd.2
Meyer, Chris

Der Zoom-Killer / Tom-Bachmann-Serie Bd.2


ausgezeichnet

Während einer Zoom-Konferenz steht hinter einem Teilnehmer plötzlich ein maskierter Mann, hält ihm ein Messer an die Kehle und zwingt die anderen Zoom-Konferenz-Teilnehmer, dabei zuzusehen, wie er ihn langsam und brutal zu Tode quält. Für Tom Bachmann und sein Team ist schnell klar, dass das Opfer keine zufällige Wahl des Täters war.

Leider habe ich "Der Blutkünstler", also den ersten Teil um Tom Bachmann, bisher nicht gelesen, konnte durch die Bezüge auf Toms Vergangenheit jedoch auch problemlos folgen und recht schnell verstehen, weshalb er einen so guten Blick in die Psyche der Serientäter hat. Trotz der Einblicke blieb Tom Bachmann für mich recht wenig greifbar, kühl, kantig und etwas emotionslos. Was die Ermittlungen angeht, wurden Fortschritte in gutem Tempo und auf einem clever konstruierten Spannungsbogen erzielt. Die Auflösung folgt tatsächlich erst am Ende, sodass Miträtseln und -fiebern in jedem Fall möglich ist.

Ein sehr spannender, gut konstruierter Thirller, der wegen seiner Brutalität und expliziten Schilderungen vermutlich nicht jeden Lesegeschmack erfüllt.

Bewertung vom 30.06.2022
Everything we lost / Love and Trust Bd.2
Bright, Jennifer

Everything we lost / Love and Trust Bd.2


gut

Die Studentin Hope liebt ihre Geige, studiert daher leidenschaftlich gern und kann sich stundenlang in ihrem Spiel verlieren. Auch wenn sie nach außen hin bunt, lebensfroh und unbedarft erscheint, sieht es in ihrem Innern anders aus. Der plötzliche Tod ihrer Schwester hat nicht nur ihr einen wichtigen Teil genommen, sondern auch die Ehe ihrer Eltern zerrüttet. Für Hope ist klar: Sie wird niemanden an sich oder geschweige denn ihr Herz lassen. Doch plötzlich steht im Café Cosy Corner, in dem sie jobbt, Yeonjun vor ihr. Ein gutaussehender Koreaner, der eine sehr anziehende Wirkung auf sie hat und offenbar einfach so mit ihr befreundet sein möchte. Je mehr sie und Yeonjun sich kennenlernen, desto mehr muss sie sich die Frage stellen, ob ihr Herz wirklich niemand erobern kann.

Ich habe den vorangehenden Teil nicht gelesen, weiß also nicht, ob und wie die Figuren darin schon eine Rolle spielen. "Everything we lost" konnte ich jedoch sehr gut unabhängig davon lesen und hatte nicht das Gefühl, dass mir Wissen fehlt. Jennifer Bright hat Hopes Lebensumstände ganz gut dargestellt und immer wieder betont, dass eine Beziehung nicht in Frage kommt. Ich verstehe den Grundgedanken. Dennoch konnte ich weder zu Hope noch zu Yeonjun eine Verbindung herstellen, konnte die Gedanken und Handlungen beider nur selten nachvollziehen und fand auch, dass sich alles zu schnell und zu intensiv entwickelt.

Wer jedoch Gelesenes nicht mit der Realität vergleicht und einfach in einer romantischen New-Adult-Story eintauchen möchte, ist hier sicher gut bedient. Jennifer Brights Schreibstil, der sehr anschaulich und gefühlvoll war, war der ausschlaggebende Grund, weshalb ich das Buch beendet habe.