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Benutzername: Gartenfee
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Danksagungen: 4 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 139 Bewertungen
Bewertung vom 24.05.2020
Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8
Pötzsch, Oliver

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8


ausgezeichnet

Spannende und gelungene Fortsetzung
Das Cover passt ausgesprochen gut zum Roman, die damals genutzte Schnabelmaske als Schutz gegen die Pest, Parallelen zum heutigen Schutz während der Pandemie.
Die Protagonistin des Romans, Magdalena Kuisl, die Tochter des über die Stadtgrenzen bekannten eigenwilligen Henkers aus Schongau und ihr Mann Simon leben in München, wo Simon als Arzt praktiziert, doch zieht es die Tochter des Henkers immer wieder nach Schongau. Der geplante Familienbesuch verliert allerdings schnell die geplante Ruhe und Beschaulichkeit, als der Schongauer Henker Besuch von einem Pestkranken erhält, sollte die Pest schon den Weg von Wien nach Deutschland gemacht haben, oder gibt es doch andere Hintergründe….
Der Autor baut von Beginn an eine Spannung auf, die sich mit einem immer größer werdenden Spannungsbogen bis ans Ende des Romans zieht, der Schreibstil wie schon in den vorherigen Bänden, flüssig und leicht lesbar. Gut erzählt und vor allen Dingen nachvollziehbar die Schilderungen, die sehr authentisch wirken, man wird als Leser in eine lebendige Vergangenheit mitgenommen, man spürt die herrschenden Stimmungen und schreitet mit den Charakteren durch die teilweise von Unrat bedeckten Gassen und schüttelt sich, weil man glaubt, den Geruch in der Nase zu haben Die Charaktere reifen, wachsen und werden älter auch hier schafft es der Autor ein sehr realistisches und authentisches Bild zu vermitteln.
Ein kurzweiliger spannender Roman, ein page-turner also kurzum ein Lesegenuss, den ich gerne weiterempfehle.

Bewertung vom 20.05.2020
Margos Töchter
Stephan, Cora

Margos Töchter


sehr gut

Leben, Schicksal und Vergangenheit
Die Protagonistin des Romans, Jana, verheiratet, Mutter zweier Kinder, möchte ihre Vergangenheit aufarbeiten und fordert deshalb ihre Stasiakte an, um mehr über ihre Mutter zu erfahren, die durch einen sehr mysteriösen Autounfall ihr Leben verloren hat und damit auch mehr über ihre eigene Vergangenheit, doch was sie erfährt, geht mehr in die tiefe, als sie erwartet hat….
Am Anfang habe ich mich schwer getan, in den Roman hineinzufinden, es fiel mir stellenweise schwer Namen und Erzählstränge in Einklang zu bringen und zum Ende des Romans wusste ich auch warum, mir fehlt der erste Band „Ab heute heiße ich Margo“ .
Leonore und Clara wachsen in den 1960er Jahren auf , die eine im Westen, die andere im Osten und ihre Wege kreuzen sich in einem Pioniercamp der DDR, es entsteht eine Brieffreundschaft zwischen beiden, die dann einschläft und doch treffen sie sich viele Jahre danach auf tragische Art und Weise und bleiben dann durch Jana verbunden.
Alles in Allem fand ich ihn sehr spannend und geschichtlich gut recherchiert – und nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden waren, packte mich die Geschichte über die Zeit des kalten Krieges zwischen Ost und West, den Widersinn der Stasi und RAF.
Eine Leseempfehlung, aber man sollte den ersten Roman kennen um die Geschichte direkt von Beginn an zu verstehen.

Bewertung vom 28.03.2020
Goldsturm / Gut Greifenau Bd.4 (eBook, ePUB)
Caspian, Hanna

Goldsturm / Gut Greifenau Bd.4 (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Hoffnung stirbt nie…
Das Cover gefällt und bildet einen Bezug zu den Vorgängerbänden.
In dem vierten Band über das Gut Greifenau schildert Hanna Caspian sehr eindrücklich und gekonnt die schwierige Lage vieler Menschen nach dem ersten Weltkrieg, zuerst die schleichende Inflation, die dann sehr schnell in eine galoppierende Inflation umschlug, die Menschen, die zu tausenden Ihre Jobs verloren, die sich das tägliche Brot nicht mehr leisten konnten, die steigende Selbstmordrate aber auch diejenigen, die von profitierten. Die Fakten sind sehr gut recherchiert und lassen die Bilder der 1920iger Jahre vor dem inneren Auge entstehen, der verarmte Adel und die Arbeiter, die in feuchten Hinterhofwohnungen hausten und die sich selbst das Heizmaterial nicht mehr leisten konnten.
Die Geschichte um die Protagonistin Katharina konnte mich allerdings nicht in der Weise fesseln, wie mich die Vorgängerbände in den Bann gezogen haben, irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man es mit dem dritten Band der Trilogie hätte belassen sollen, wenngleich mich der Roman gut unterhalten hat, fehlte mir ein wenig der letzte Schliff, oder das Herzblut der ersten drei Bände, es war nicht so spannend und fesselnd wie die Vorgängerbände, die man zum besseren Verständnis gelesen haben sollte.
Der Schreibstil ist flüssig, leicht lesbar und die geschichtlichen Fakten sind sehr gut geschildert, der Roman hat mich unterhalten, konnte mich aber nicht so packen wie die ersten drei Bände, ein Schmöker für gemütliche Stunden ist der Roman aber allemal, weil er den Zeitgeist sehr gut beschreibt und Geschichte aufleben lässt.

Bewertung vom 22.03.2020
Glanz der Ferne / Berlin-Trilogie Bd.3
Lorentz, Iny

Glanz der Ferne / Berlin-Trilogie Bd.3


sehr gut

Gelungener Abschluss der Trilogie
Die Protagonistin des Romans, Vicky von Gentzsch hat es nicht einfach in ihrem Leben, ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben, deshalb lehnen ihr Vater und Ihre Stiefmutter sie ab, sie gilt als rebellisch und deshalb als schwarzes Schaf der Familie. Nur Ihre Großmutter und ihre Cousinen, die es ihr ermöglichen, so ab und zu dem Elternhaus wenigstens für einige Zeit zu entfliehen, geben ihre Halt und zeigen Ihr, das das Leben auch aus Liebe bestehen kann. Doch das Schicksal, was sie trägt ist schwer, denn feinde ihrer Familie haben sie auserkoren, um ihrer Familie zu schaden, schwere Hürden für eine junge Frau …

Der Schreibstil des Autorenpaares versteht wieder einmal, von Beginn an zu fesseln, in den Bann zu ziehen, sich fallenzulassen einen Roman, voller unterschiedlicher Charaktere und mit viel Facettenreichtum geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar, voller Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Auch wenn man die ersten beiden Bände dieser Trilogie nicht kennt, findet man als Leser schnell in das Geschehen ein. Die Seiten fliegen nur so dahin, der Roman ist ein echter Page Turner, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt um in die Zeit des Romans abzutauchen.
Eine Leseempfehlung von mir für einen spannenden, fesselnden Roman.

Bewertung vom 29.02.2020
Zu wahr, um schön zu sein
Engelmann, Gabriella

Zu wahr, um schön zu sein


sehr gut

Auf Regen folgt Sonne….
Das Cover des Romans „Zu wahr, um schön zu sein“ ist gelungen und hat mich als Leser sofort angesprochen.
Caro, die Protagonistin des Romans möchte ihrem Ehemann zur 25 jährigen Silberhochzeit ein Überraschungsgeschenk in Form einer ungewöhnlichen Feier bereiten und gleichzeitig das Eheversprechen erneuern. Doch die Familienfeier endet in einem Fiasko… und als wenn das noch nicht reichen würde, bekommt sie wegen Einsparungen noch die Kündigung im Job und ihr pubertierender Sohn ist auch nicht so ohne….
Der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist locker, leicht und humorvoll. Die Charaktere werden so wunderbar überzeichnet dargestellt, Caro die Protagonistin stellt sich Ihre Fettnäpfchen noch selbst auf, um dann ohne mit der Wimper zu zucken hineinzutappen, die Situationskomik ist wunderbar gelungen und als Leser schmunzelt man mehr als einmal, oder schüttelt auch schon mal lächelnd den Kopf. Auch Caros Freundin Sylvia und Caros Vermieterin Hedwig, die alte Lotsenwitwe schleichen sich in das Herz des Lesers. Der Roman ist dabei so spannend und fesselnd geschrieben, dass man ihn fast nicht mehr aus der Hand legen kann.
Es ist ein Wohlfühlroman, der wunderbar vom Alltag ablenkt und von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 29.02.2020
Happy Ever After - Wo das Glück zu Hause ist
Colgan, Jenny

Happy Ever After - Wo das Glück zu Hause ist


sehr gut

Locker leichte Bücherwurmgeschichte
Das Cover des Romans fällt mit der farbenfrohen Gestaltung ins Auge, die Frau mit den Bücherstapeln am Rand und der Bus in den Mittelpunkt gerückt auf einem grünen Hügel lädt den Leser ein.
Nina, die Protagonistin des Romans, lebt in einer WG in Birmingham, sie ist so, wie man sich eine Bibliothekarin vorstellt, liebt Bücher, kann nicht genug davon haben und liest, wo sie geht und steht. Da auch die Buchhandlung, in der sie arbeitet, der Digitalisierung zum Opfer fallen soll bietet man ihr ein Seminar an auf dem sie herausfinden soll, wo ihr zukünftiger beruflicher Weg hinführen soll…
Jenny Colgan schreibt flüssig, leicht lesbar und nimmt den Leser von Beginn an mit auf eine spannende, turbulente Reise mit der ein klein wenig schüchternen und unauffälligen Protagonistin, die sehr liebenswert beschrieben ist. Sie schildert die Erlebnisse lebhaft und die Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf eine Reise nach Schottland. Von der platonischen Liebe zwischen Nina und einem Eisenbahnschaffner bis zum mürrischen Vermieter, der sich langsam aber sicher ganz anders outet, als er nach außen erscheint, schildert der Roman gelungen eine komplizierte Liebensgeschichte, die den Leser manchmal ein wenig schmunzeln lässt.
Ein Roman zum Abschalten, zum Träumen und sich einfach fallen lassen in ein Geschehen eines Wohlfühlromans, von mir eine „Leseentspannungsempfehlung“.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.02.2020
Ein Sommer auf Sylt
Wolf, Lena

Ein Sommer auf Sylt


sehr gut

Roman zum Relaxen und Entspannen
Das Cover mit den angedeuteten Wellen ist schlicht fühlt sich aber durch die leichten Erhebungen der Wellen gut an. Als bekennender der Sylt-Fan hat mich der Titel angesprochen und ich habe einen leichten, entspannenden Wohlfühlroman erwartet und wurde nicht enttäuscht.
Julia, die Protagonistin des Romans erbt von ihrem Vater ein Haus auf Sylt. Sie möchte es verkaufen und ihr Freund plant das Geld schon in seiner Firma ein, um den Verlauf abzuwickeln, reist sie mit ihrer Mutter deren Schwestern nach Sylt. Doch die Geschwister sind untereinander zerstritten und seit vielen Jahren ist ihr Verhältnis untereinander völlig zerrüttet, was auf der Reise zu Komplikationen führt, damit nicht genug, auf Sylt erlebt Julia mehr als nur eine Überraschung….
Der Roman ist flüssig und leicht lesbar geschrieben, manche Örtlichkeiten auf Sylt sind bekannt, andere der Fantasie der Autorin entsprungen, zu Beginn spannend, lä0t der Roman in der Mitte doch ein wenig nach und wirkt auf mich ein wenig zähflüssig. Teilweise kommt man als Leser aus dem Schmunzeln nicht heraus und fragt sich, wie das alles noch enden wird und dann ist da noch die Liebe…
Leichtere Kost, aber unterhaltsam, ein wenig zum Schmunzeln, also alles in allem ein Wohlfühlroman für schöne Frühlingstage oder als entspannende Urlaubslektüre zu empfehlen.

Bewertung vom 09.02.2020
Die siebte Schwester
Johanning, Marion

Die siebte Schwester


ausgezeichnet

Spannender historischer Roman
Das Cover fällt dem Betrachter ins Auge, eine junge Schwester, mittelalterlich gekleidet, im Hintergrund im diffusen Licht, ein altes Gemäuer.
Tryngen, die Protagonistin des Romans, lebt als Novizin in einem kleinen Kloster in der Nähe von Köln, hat ihr Leben dem Wissen über die Heilkunst der Kräuter verschrieben und möchte mit ihrem Wissen helfen und heilen. Doch als eines Tages der zukünftige Erzbischof von Köln verletzt ins Kloster kommt, wird ihr bisheriges Leben völlig auf den Kopf gestellt…
Marion Johanning versteht es, den Leser von Beginn an mit der Geschichte zu fesseln, ihn mitzunehmen in die Zeit anno 1215. Der Spannungsbogen ist sehr gut, macht den Roman zu einem echten Page Turner und ist dabei flüssig und leicht lesbar geschrieben. Ganz nebenbei lässt sie Protagonistin und Erzbischof zu einem Liebespaar werden.
Die Charaktere sind nachvollziehbar und wirken vor dem historischen Hintergrund authentisch beschrieben. Der Roman basiert auf tatsächlichen geschichtlichen Fakten, ein Teil der Personen hat tatsächlich gelebt und die Autorin hat den Zeitgeist sehr lebendig beschrieben.
Von mir eine Leseempfehlung für einen spannenden fesselnden historischen Roman, dessen Seiten nur so dahinfliegen.

Bewertung vom 03.02.2020
Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte
Hammond, Joe

Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte


sehr gut

Geht unter die Haut
Ein schlichtes Cover, eine Inhaltsangabe, die es in sich hatte und ein Roman der unter die Haut geht.
Joe Hammond beschreibt sehr eindrucksvoll, manchmal mit Galgenhumor seine Geschichte der Motoneuron-Krankheit – einer Erkrankung des motorischen Nervensystems, die bis zum Tod führt. Er schildert seine Odyssee der Arztbesuche bis hin zur Diagnose, einer Diagnose, die sein Leben und das Leben seiner Familie von Grund auf verändert. Er nimmt uns als Leser mit auf einen Teil seiner letzten Reise und beschreibt sein Leben im Hier und Jetzt, lässt auch viel Vergangenes einfließen. Er setzt sich mit seiner Krankheit auseinander, einer Krankheit, von der er nicht weiß, wann und wie schnell sie ihn in die Vergänglichkeit führen wird. Man spürt beim Lesen eine tiefe Traurigkeit, doch Joe Hammond setzt sich sehr offen mit seiner Krankheit auseinander, schonungslos offen. Man spürt zwischen den Zeilen auch die Liebe zu seiner Frau, seinen beiden Söhnen, den diese Krankheit den Mann und den Vater nehmen wird….und doch ist der Roman eine Hommage an das Leben.
Wenngleich es manchmal nicht ganz einfach war, den Gedankensprüngen zu folgen erinnert mich der Roman daran, wie dankbar ich doch sein kann, dass es mir gut geht.
Eine Leseempfehlung für einen außergewöhnlichen Roman.

Bewertung vom 02.02.2020
Die Galerie am Potsdamer Platz / Die Galeristinnen-Saga Bd.1
Cedrino, Alexandra

Die Galerie am Potsdamer Platz / Die Galeristinnen-Saga Bd.1


sehr gut

Debütroman mit viel Potential

„Die Galerie am Potsdamer Platz“ ist das Debüt der Autorin Alexandra Cedrino, die aus der Kunsthändlerfamilie Gurlitt stammt.
Oktober 1930 in Berlin, nach dem Tod ihrer Mutter Anna reist die Kunststudentin Alice Waldmann von Wien nach Berlin um ihre bisher unbekannten Familienangehörigen kennenzulernen. Während ihre Großmutter sich ihr gegenüber sehr ablehnend verhält, sind die anderen Familienmitglieder, ihr Onkel Ludwig, seine Frau Rosa und ihr Onkel Johann ihr gegenüber offen, nehmen sie in ihrer Mitte auf , bieten ihr ein Dach über dem Kopf und planen die Wiedereröffnung der Familiengalerie am Potsdamer Platz. Alice ist von der Kunstszene fasziniert, entwickelt eine anfänglich eine große Leidenschaft für das Fotografieren und verliebt sich in Johanns Assistenten, den Deutsch-Iren John Stevens. Sie genießt das Leben, aber die Zeiten sind schwierig und der Nationalsozialismus nimmt mehr Einfluss auf ihr Leben, als ihr lieb ist.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar, sehr authentisch beschrieben die Kunstszene in Berlin und sehr lebendig geschildert ist auch der Zeitgeist der damaligen Zeit, der den Leser einzufangen vermag. Die Charaktere sind leider ein wenig blass und farblos, wirken auf mich nicht sehr authentisch, doch für einen Debütroman sehe ich noch viel Potential nach oben. Durch den Bezug zur Kunsthändlerszene ist die historische Recherche sehr gut gelungen und wiegt das Manko der Charaktere in jedem Fall auf.
Mir hat den Roman für ein sogenanntes „Erstlingswerk“ gut gefallen und auch die Beschreibung der Zeit des Nationalsozialismus der während der frühen 30iger Jahre immer mehr an Bedeutung gewann ist gut eingefangen, für die weitere Fortsetzung wünsche ich mir bei den Charaktere ein wenig mehr Esprit und Empathie.