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Benutzername: missy86
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Bewertungen

Insgesamt 24 Bewertungen
Bewertung vom 25.06.2021
Der Nachlass
Winner, Jonas

Der Nachlass


sehr gut

Bizarres Ende

Der Klappentext und die Leseprobe haben mich gleich total begeistert und ich war sehr gespannt, wie das Buch weitergeht. Zu Beginn haben mich die vielen Personen immer mal wieder verwirrt, aber glücklicherweise gab es am Anfang des Buches einen Stammbaum, zu dem ich öfter geblättert habe und der mir auch wirklich geholfen hat. Mit der Zeit habe ich mir die verwandtschaftlichen Beziehungen aber gut merken können.

Die Idee, die Nachkommen um das Erbe einen Wettkampf auftragen zu lassen, finde ich sehr interessant. Besonder gespannt war ich auf die Aufgaben: wären es eher solche, die - zumindest zu Beginn - die Teambildung anregen oder sollte gleich jeder auf sich gestellt sein? Tatsächlich waren die ersten Aufgaben durchaus harmlos und schienen eher ein Spaß zu sein, aber je weiter das Buch fortschreitet, desto krasser werden auch die Aufgaben...

Ich fand das Buch sehr gut geschrieben, auch die Zeitsprünge in die Vergangenheit passen gut hinein. Das Ende hat mich allerdings maßlos enttäsucht. Tatsächlich hatte ich schon einige Theorien, aber so, wie es dann letztlich kam, fand ich es nicht gut gelöst. Das kam mir eher vor wie "Ups, jetzt fehlt ja noch ein Ende, wie könnte ich das Ganze denn jetzt noch auflösen?" Allerdings sind es nur die letzten paar Seiten, bis dahin ist das Buch wirklich spannend! Deshalb würde ich es trotzdem weiterempfehlen, aber mit der Empfehlung zu niedriger Erwartung, was das Ende angeht.

Bewertung vom 14.05.2021
Eine perfekte Ehe
McCreight, Kimberly

Eine perfekte Ehe


sehr gut

Steigert sich

Im Buch geht es um den Mord an einer attraktiven jungen Frau, die erschlagen am Fußende ihrer Treppe gefunden wird. Tatverdächtig ist sofort ihr Ehemann, der auch schon im Gefängnis sitzt, als er seine alte Studienfreundin um Hilfe bittet.

Ich muss sagen, dass ich das Buch am Anfang nicht sonderlich spannend fand. Titel, Cover und Klappentext haben mich sehr angesprochen und auch die Leseprobe war gut, aber dann ging es irgendwie nicht so richtig weiter. Gleich von Anfang an tauchten viele Personen im Buch auf, die ich mir merken musste. Erst gegen Mitte des Buches hat die Story Fahrt aufgenommen - und dann konnte ich es tatsächlich auch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Lizzy, der Anwältin des beschuldigten Ehemanns erzählt, zusätzlich erfährt man von der Toten selbst alles über die letzten Tage vor ihrem Mord. Das fand ich insgesamt sehr interessant, wenn auch bisweilen ein wenig verwirrend.

Die Charaktere schienen mir sehr stimmig, auch wenn mir keiner so richtig sympatisch wurde. Der Schreibstil war gut, die Autorin verzichtete auf langatmige Umgebungsbeschreibungen.

Bewertung vom 09.11.2020
Frostgrab
Reynolds, Allie

Frostgrab


ausgezeichnet

Eiskaltes Geheimnis

Das Buch erzählt die Geschichte von Milla und ihrer "Snowboard-Gang". 10 Jahre nachdem sie sich alle das letzte Mal auf dem Berg getroffen hatten und sich ihre Wege dann plötzlich trennten, sehen sie sich nun wieder - mitten in Eis und Schnee und plötzlich ohne Handys und von der Außenwelt abgeschnitten. Es passieren seltsame Dinge und Milla muss sich fragen, wem von ihren ehemaligen Freunden sie überhaupt trauen kann. Aber können ihre Freunde ihr trauen?

Das Buch startet rasant, und mit Hilfe der Rückblenden in die Vergangenheit von vor 10 Jahren bekommt man ein immer klareres Bild, was damals passiert ist. Trotzdem bleibt das Buch bis zum Ende sehr spannend.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er war gut zu lesen und auch nicht zu langatmig. Der Hauptcharakter Milla in der Vergangenheit war mir persönlich überhaupt nicht sympathisch, die heutige Milla war ok. Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was damals passiert war und natürlich vor allem, was in der Gegenwart passiert.

Ein extrem spannendes Buch, das ich wirklich weiterempfehlen kann. Aber bitte fangt erst an zu lesen, wenn ihr genug Zeit habt, sonst werdet ihr euch ärgern, das Buch zwischendurch (zu lange) weglegen zu müssen.

Bewertung vom 23.10.2020
Die Stimme
Tremayne, S. K.

Die Stimme


gut

Eher Science Fiction

Im Buch geht es um, die nach der Trennung von ihrem Freund bei ihrer besten Freundin einzieht. Und deren Wohnung ist mit lauter smarten Helfern ausgestattet, unter anderem "Electra". Eines Tages, als Jo sich allein in der Wohnung befindet, fängt genau diese Electra auf einmal an, mit Jo zu reden und offenbart, dass sie Jo´s dunkelstes Geheimnis kennt... Außerdem schickt sie E-Mails mit Beschimpfungen an ihre sämtlichen Freunde, sodass keiner mehr etwas mit ihr zu tun haben will und schaltet auch nach Belieben die Lichter und Heizung in der Wohnung aus.

Ich muss sagen, dass die Geschichte am Anfang echt spannend war und mich für kurze Zeit auch gefangen nahm. Leider wurde es mir dann doch zu abstrus. Ok, Jo´s Vater war schizophren und hat Stimmen gehört, da ist es ok, wenn sie mal einen Gedanken daran verschwendet, ob das nicht auch auf sie zutrifft, aber so lange daran zu glauben? Das fand ich dann doch etwas weltfremd.

Leider war der Verlauf des Buchs dann nicht mehr so richtig nach meinem Geschmack und ich habe nur noch auf eine gute Auflösung gehofft, die leider nicht kam. Das Ende fand ich absolut unpassend und ein wenig zu Science Fiction mäßig. Ich finde, aus dem Thema hätte der Autor deutlich mehr herausholen können.

Bewertung vom 01.09.2020
Wer auf dich wartet / DCI Jonah Sheens Bd.2
Lodge, Gytha

Wer auf dich wartet / DCI Jonah Sheens Bd.2


ausgezeichnet

Spannend bis zum Schluss

Da ich schon das erste Buch der Autorin extrem spannend und gut geschrieben fand, war ich wirklich gespannt auf dieses Buch. Und um es kurz zu machen: ich wurde nicht enttäuscht!

Erneut ermitteln CDI Jonah Sheens und sein Team, diesmal in einem aktuellen Fall. Eine Studentin wird tot in ihrer Wohnung gefunden, auf den ersten Blick sieht alles nach Selbstmord aus. Allerdings wurde die Leiche nur aufgrund eines anonymen Anrufers gefunden, der behauptet, über Skype gesehen zu haben, wie sie umgebracht wurde...

Auch dieses Buch ist wirklich gut aufgebaut, sodass man als Leser bis zum Schluss miträtseln kann, wer der Täter ist. Und natürlich wird man durch die stetig neuen Hinweise von einem Tatverdächtigen zum nächsten gelenkt, um dann am Ende ganz überrascht von dem wahren Täter zurückzubleiben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar und das Buch war so spannend, dass ich es kaum aus den Händen legen konnte (was einige Augenringe zur Folge hatte). Die Story ist schlüssig aufgebaut und wenn irgendetwas neues herauskam, habe ich das ein oder andere Mal gedacht, wie clever die Autorin die Situation vorher geschildert hat, sodass sie mit den entsprechenden Informationen auf einmal in einem ganz anderen Licht erscheint.

Meine Empfehlung: unbedingt lesen und genug Zeit einplanen, sodass man das Buch möglichst in einem Zug durchlesen kann.

Bewertung vom 01.09.2020
Mein Familienkompass
Imlau, Nora

Mein Familienkompass


ausgezeichnet

Ein Rat für jede Situation

Eltern hatten selten so viele verschiedene Erziehungsstile zur Auswahl wie in der heutigen Zeit. Das ist einerseits natürlich gut, kann aber andererseits für Eltern auch verwirrend sein. Und was macht man, wenn irgendwie keiner so richtig passt?
Nora Imlau beschreibt in ihrem Buch "Mein Familienkompass" Wege zu harmonischem Familienleben, die ohne Label auskommen. Denn: jede Familie ist anders, deshalb muss auch jede Familie ihren eigenen Weg finden. Wichtig ist natürlich immer, dass sich alle gegenseitig respektieren und Rücksicht aufeinander nehmen.

Ich muss gestehen, dass ich den Anfang etwas zäh fand, da sich die Einleitung gefühlt ziemich gezogen hat. Allerdings hatte ich mich auch vorher schon ein bisschen zu dem Thema belesen und kannte daher viele Infos schon. Für Leute, die sich mit dem Thema aber das erste Mal befassen, wird sicher auch dieser Teil des Buches sehr interessant sein.

Meiner Meinung ist das Buch sehr einfühlsam geschrieben. Die zwei wichtigsten Punkte, die auch wirklich häufig in irgendeiner Art und Weise angeführt werden, sind 1.) die Begründungen, warum Kinder reagieren, wie sie das eben tun (und zwar nicht, um uns Eltern zu ärgern oder zu manipulieren) und 2.) dass man auch als Eltern Fehler machen darf bzw. es einfach nicht anders geht, als dass man auch mal Fehler macht.

Tatsächlich habe ich das Buch weniger als Ratgeber denn als Aufklärungsbuch empfunden, da es nicht mit erhobenem Zeigefinger daher kommt, sondern einfach vieles erklärt und sich daraus ergebende Handlungsvorschläge aufzeigt.

Bewertung vom 17.08.2020
Die verstummte Frau / Georgia Bd.8
Slaughter, Karin

Die verstummte Frau / Georgia Bd.8


sehr gut

Reise in die Vergangenheit

Wie habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von Karin Slaughter gibt! Und tatsächlich wurde ich nur ein ganz klein wenig enttäuscht.

Das Buch beginnt mit einem Mord im Gefängnis, woraus sich dann allerdings schnell die Wiederaufnahme der Ermittlungen eines "Cold Cases" ergibt. Die damaligen Ermittlungen hat Sara Lintons inzwischer ermordeter Ehemann Jeffrey Tolliver durchgeführt und der wird nun der Korruption beschuldigt.

Die Story ist spannend erzählt, mit etlichen Rückblicken in die Vergangenheit zu den damaligen Vorfällen und Ermittlungen. In einigen Situationen bin ich da ein bisschen durcheinander gekommen, denn auch in diesen Rückblicken gibt es nochmals Rückblenden (in die private Vergangenheit von Jeffrey Tolliver und Sara Linton).

Leider muss ich sagen, dass mir das Privatleben von Will und Sara hier ein bisschen zu viel war. Normalerweise mag ich den Teil ebenso gerne wie die Erzählungen um die Ermittlung, aber hier waren mir insbesondere Wills Gedankengänge ein bisschen zu langatmig dargelegt.

Schade fand ich auch, dass der ursprüngliche Fall (der Mord im Gefängnis) gar nicht weiter groß erwähnt wurde. Die Auflösung der Mordserie kam mir ein bisschen plötzlich, war aber insgesamt ziemlich spannend.

Bewertung vom 17.08.2020
Wozu wir fähig sind
El Omari, Laila

Wozu wir fähig sind


gut

Vorhersehbar

Tatsächlich bin ich bei diesem Buch ein bisschen hin- und hergerissen. Es war zwar schon ziemlich früh klar, wer Alexander sein könnte und es gab auch die ganze Story kein "Ablenkungsmanöver", aber trotzdem fand ich das Buch gut zu lesen und wollte auch gern wissen, wie es denn nun ausgeht.

Das Buch erzählt die Geschichte von Alexander und Leonore, die neu in die Stadt kommen und insgesamt rätselhaft/geheimnisvoll bleiben. Sie bringen sich in die Uni-Clique von Alina, Patrick und ihren Freunden ein. Alina fühlt sich zu Alexander auf unerklärliche Weise hingezogen und versucht dennoch, ihre Gefühle zu unterdrücken. Schließlich ist sie mit Patrick zusammen und außerdem wird auch sie nicht so richtig schlau aus Alexander. Ist er vielleicht doch mit Leonore zusammen?

Den Schreibstil fand ich gut lesbar, vielleicht kam mir das Buch auch deshalb so kurz vor, denn ich war wirklich schnell durch.

Besonders hervorheben möchte ich noch das tolle Cover! Das finde ich wirklich gelungen, einerseits natürlich die Bildgestaltung, aber auch das "griffige" durch die Rillen.

Bewertung vom 02.06.2020
Crazy in Love / Weston High Bd.1
Winter, Emma

Crazy in Love / Weston High Bd.1


weniger gut

Überhaupt nicht crazy

Im Buch geht es um die 17-jährige Sasha, die für ihren Traum von Yale sogar noch im letzten Schuljahr die Schule wechselt - auf die andere Seite des Kontinents, ohne ihre Mutter, ohne ihre beste Freundin, dafür zur Familie ihres toten Vaters, die bisher nichts von ihr wissen wollte. Natürlich ist die neue Schule absolut elitär und alle Schüler, ihre eigene Cousine eingeschlossen, einfach nur versnobt. Und obwohl sich Sasha eigentlich nur aufs Lernen konzentrieren wollte in diesem letzten Jahr, bandelt sie dann fast zufällig mit dem heißesten Typen der Schule an...

Das ist eigentlich ein ganz guter Stoff um einen tollen Roman für zwischendurch daraus zu machen. Leider fand ich das Buch einfach nur schlecht. Die Leseprobe hat mir noch gut gefallen und der lockere Schreibstil setzt sich auch durch das Buch fort, aber bei der Handlung bin ich aus dem Kopfschütteln fast nicht mehr heraus gekommen.

Ich habe nichts gegen ein paar wohldosierte Klischees in solcher Art Büchern, denn natürlich kann ein Autor nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Aber dieses Buch besteht praktisch nur aus Klischees.
Erst sind alle Schüler nur furchtbar, aber kaum redet Sasha mal ein paar Worte mit jemandem, stellen sich diejenigen doch als ganz nett heraus und werden gleich beste Freunde. Sogar ihre Cousine, die während des ganzen Buches überings total blass bleibt, ist irgendwann einfach nur nett. Und als am Ende dann auch sogar noch die Oma die Richtung wechselt - naja, da wars dann auch schon egal.
Außerdem gab es zu viele solcher Situationen, die durch ein kurzes Gespräch (oder auch einfaches Nachdenken) hätten gelöst werden können, was aber natürlich nicht geschah, um ein bisschen Dramatik aufzubauen. Mit genau so einer Situation endet das Buch auch - ohne die Geschichte zu beenden. Tut mir Leid, aber bei einem Fortsetzungsroman sollte das von vorneherein klar sein, sonst geht das gar nicht!

Sasha als Charakter fand ich ganz ok mit ihren kleinen Marotten, Ben war einfach nur langweilig und am nettesten fand ich noch Hazel.

Bewertung vom 02.06.2020
Der Knochengarten / Tony Hill & Carol Jordan Bd.11
Mcdermid, Val;McDermid, Val

Der Knochengarten / Tony Hill & Carol Jordan Bd.11


sehr gut

Ein echter McDermid

Im Buch geht es um die Ermittler des ReMit-Teams sowie um die ehemaligen Mitmischer Carol Jordan und Tony Hill. Allerdings ist das Massengrab der Nonnen nur der Aufhänger, weshalb ich den Klappentext etwas missverständlich finde. Trotzdem passt der Titel des Buches einwandfrei zum Inhalt, denn nur ein kleines Stück neben den 40 Kinderskeletten wird ein weiteres Grab gefunden - mit deutlich weniger Leichen, dafür aber wesentlich mehr Zündstoff...

Von Anfang an war ich sofort gefesselt von dem Buch. Ein großer Vorteil bei Fortsetzungen ist meiner Meinung, dass man die meisten Charaktere schon kennt und sich nicht erst in die einzelnen Personen einfühlen muss. Man kennt die Verhältnisse untereinander und die Story kann direkt beginnen. So auch hier.
Als Leser erlebt man Tony im Gefängnis (auch hier muss er sein Helfer-Syndrom ausleben), Carol bei einer Körpertherapeuthin und natürlich das ReMit-Team mit zwei Neuzugängen und einem karrieregeilen neuen Chef.

Wie immer fand ich den Schreibstil sehr angenehm, es ist alles flüssig lesbar und der Spannungsbogen wird gut aufrecht erhalten. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen, so spannend war es. Den Schluss fand ich dann allerdings sehr abrupt und fast schon enttäuschend. Da schien es mir ein bisschen so, als ob das Buch schnell fertig werden musste, aber das wertet das Vorangegange auf keinen Fall ab.

Von mir eine klare Leseempfehlung, trotz des abgehackten Endes.