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Benutzername: Claudia K.
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Bewertungen

Bewertung vom 06.07.2018
Deathbook
Winkelmann, Andreas

Deathbook


ausgezeichnet

Deathbook....der Tod 3.0 - das Cover, der Titel und der Klappentext wecken ein große Erwartung auf fulminante Psycho Thriller Unterhaltung...ich wurde nicht enttäuscht.

Zunächst einmal ist der Umstand, dass Andreas Winkelmann höchstpersönlich als Protagonist in diesem Buch zu finden ist, schon ungewöhnlich und bietet eine einmalige Perspektive, um in das Geschehen einzutauchen...ein Autor, der den Tod seiner Nichte nicht als den ermittelten Selbstmord akzeptieren will und sich eigenständig auf die Suche nach Antworten auf das Wie und Warum macht.

Was er dann Stück für Stück aufdeckt, ist wirklich beängstigend...bei jeder Gelegenheit beginnt man damit, sich während des Lesens hektisch umzuschauen - und sieht das Internet plötzlich mit ganz anderen Augen...
Die Befürchtung, dass man selbst in einen solchen Strudel von düsteren Ereignissen hineingezogen werden kann, weil ein Angehöriger, Nachbar oder Freund sich auf den falschen Internetseiten herumgetrieben oder einfach nur zu neugierig war, wächst beständig.....und die Erkenntnis, dass diese fiktive Geschichte auch so oder so ähnlich in der Realität durchaus denkbar ist... macht letztendlich den letzten Thrill aus.

Natürlich fließt auch Blut, werden perfide erdachte Tötungen so bildlich beschrieben, dass ich mir am liebsten die Augen zugehalten hätte und selbstverständlich wird der Leser mal wieder in die Irre geführt, was den Täter betrifft...die Spannung kommt somit selbstredend nicht zu kurz.

Deathbook trifft einen Nerv der Zeit, Internet, Darknet, Deep Web sowie die ewige Suche nach dem ultimativen Kick, und es hinterlässt nicht zuletzt einen kleinen Hang zum Verfolgungswahn - bei uns in der Familie wurden sämtlich QR Code Scanner vom Smartphone deinstalliert...man weiß ja nie so genau....

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