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Benutzername: witchblade
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Bewertungen

Insgesamt 40 Bewertungen
Bewertung vom 23.07.2018
Das kleine französische Landhaus (eBook, ePUB)
Pollard, Helen

Das kleine französische Landhaus (eBook, ePUB)


weniger gut

Ein Landhaus in Frankreich, eine Liebesgeschichte, ein einladendes Cover - und schon war für mich klar, dass ich das Buch lesen muss.

Emmy und Nathan reisen nach Frankreich, um endlich mal zu entspannen. Doch schon nach kürzester Zeit passiert das Unfassbare: Nathan geht fremd mit Gloria, der Frau des Inhabers der Ferienanlage. Dieser erleidet zeitgleich einen Herzanfall. Während Emmy nun zwischen Wut und Trauer und Hilfosigkeit schwankt, beschliesst sie, ihren Urlaub zu verlängern, um Rupert mit den Ferienwohnungen zu helfen, da Nathan und Gloria durchgebrannt sind. Während ihres verlängerten Aufenthaltes putzt sie die Häuschen, lässt sich von Rupert herumkommandieren und trifft auf zwei Männer, die sich sehr für sie interessieren. Und über allem schwebt die Frage, ob sie überhaupt wieder zurück möchte in ihr altes Leben nach England...

Soweit zum Inhalt. Der Schreibstil hat mir soweit ganz gut gefallen, da man schnell in die Geschichte hineinkam und das Buch sich sehr flüssig lesen ließ. Die Charaktere und die Handlung an sich aber waren mir dann mit der Zeit doch zu flach. Es gab kaum Entwicklungen bei den verschiedenen Personen und die Handlung war zu vorhersehbar ohne wirkliche Überraschungen, so dass das Buch nach dem ersten Drittel nur noch so daherplätscherte. Um abends in den Schlaf zu kommen war es eine gute Lektüre, aber um wirklich unterhalten zu werden fehlte doch einiges an Spannung, Überraschungen und Tiefgang.

Ich persönlich war am Ende dann doch enttäuscht, da ich mir zu Beginn viel mehr von dem Buch versprochen hatte. Die Fortsetzung werde ich wohl eher nicht lesen....

Bewertung vom 20.07.2018
Das Erbe von Juniper House
Herzinger, Sophia

Das Erbe von Juniper House


ausgezeichnet

Emma, die bald ihren 101. Geburtstag feiert, trägt ein Geheimnis mit sich - eines, welches sie ihrer Enkelin Sara anvertraut, als diese eine Auszeit von ihrem Freund Fabian braucht und daher die Nähe ihrer Großmutter sucht. Sara erfährt zunächst vieles aus Emmas Kindheit in England während des ersten Weltkrieges. Schließlich vertraut sie Sara jedoch ein Geheimnis an, das sie über Jahrzehnte gehütet hat, woraufhin sich Sara aufmacht, um in den Cotswolds etwas über das Leben ihrer Großmutter in Erfahrung zu bringen. Diese Gelegenheit nutzt sie, um sich selbst auch darüber klar zu werden, was sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen will.

Ich muss gestehen, dass mich zunächst wirklich das Cover neugierig gemacht hat. In Verbindung mit dem Titel ließ das schon auf eine spannende Familiengeschichte hoffen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil hat mir im Großen und Ganzen zugesagt, wenn auch einige Dialoge schon mal ein wenig gestelzt gewirkt haben.

Mir hat sehr gut gefallen, wie sich Oma und Enkelin nach all den Jahren doch noch so nahe gekommen sind und dass sich dadurch für die ganze Familie einiges geändert hat. Auch der geschichtliche Einblick passte sehr gut zum Buch. Es war interessant, aus Emmas Schilderungen zu erfahren, wie es sich zur Kriegszeit gelebt hat.

Die Entwicklung von Sara hat mir ganz gut gefallen, zumal ich ihre Entscheidungen oft nachvollziehen konnte. Die Autorin hat ja immer wieder Saras Gedanken mit einfliessen lassen, so dass man über die unterschiedlichen Beweggründe immer im Bilde war.

Für mich war das Buch insgesamt betrachtet eine "runde Sache". Mir hat das Lesen Spaß gemacht, weswegen ich gern 5 Sterne vergebe.

Bewertung vom 12.07.2018
Wo mein Herz dich findet
Taylor, Kathryn

Wo mein Herz dich findet


gut

Cara bleibt mit einer Autopanne im Wald liegen. Im strömenden Regen findet sie widerwillige Hilfe bei Liam, der als Einsiedler in einer Waldhütte lebt. So abweisend er Cara gegenüber auch ist, kann sie doch nicht von ihm lassen, obwohl er einige Geheimnisse zu verbergen scheint. Vor ihrer Familie verheimlicht sie die Begegnung zunächst. Alle trauern noch immer um Caras verstorbene Schwester Isabel. Zu viel Trubel gibt es auch um die Hochzeit ihres Bruders Patrick mit der zickigen Jessica. Als dann auch noch Amy, eine frühere Freundin, mit ihrem Sohn im Hotel der Familie auftaucht, ist das Chaos vorprogrammiert.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und eingängig, so dass man beim Lesen wirklich entspannen kann. Die Geschichte spielt in Irland, was aber nicht zu sehr in die Atmosphäre des Buches hineinspielt - schade, denn ein bisschen mehr Irland hätte ich toll gefunden! Ansonsten ist man schnell in der Geschichte drin, auch die Personen im Buch sind so gut dargestellt, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Cara ist auf Anhieb sympathisch, auch wenn sie teils doch sehr naiv wirkt. Jessica hingegen fällt gleich zu Beginn als Zicke auf.

Das Buch ist eine angenehme Urlaubslektüre, der man leicht folgen kann. Was ich ein wenig schade fand, war dass vieles im Buch einfach zu vorhersehbar war - wie es endet, hatte ich schon recht früh geahnt. Ich hätte mir ein paar interessante, unvorhersehbare Wendungen gewünscht, denn auch ein solches Buch muss nicht zwangsweise nur heile Welt propagieren.

Bewertung vom 09.01.2018
Bourbon Lies / Bradford Bd.3
Ward, J. R.

Bourbon Lies / Bradford Bd.3


ausgezeichnet

Den dritten Teil der Bourbon-Kings-Trilogie hatte ich schon sehnsüchtig erwartet!

Nachdem sich in den ersten beiden Bänden jede Menge Intrigen, Verwicklungen und Betrugsfälle bei den Baldwines aufgetan hatten, dazu noch Fälle von häuslicher Gewalt, Alkoholexzesse etc., ist nun der Zeitpunkt, alle noch offenen Fragen zu klären. Allen voran natürlich die Frage, wer nun William Baldwine getötet hat.

In dem Buch, welches wieder mit dem angenehm zu lesenden Schreibstil punktet, werden nun nach und nach alle Handlungsstränge aufgeklärt. Zum Teil passieren Dinge, die man gehofft oder vielleicht auch schon erahnt hat, einige Überraschungen hat das Buch aber noch parat. Leider kann man gar nicht viel zum Inhalt sagen, ohne zu spoilern, daher werde ich auch nicht mehr viele Worte dazu verlieren.

Alle Geschwister und auch Little V.E. und Miss Aurora werden bis zum Ende eine Rolle spielen, so viel sei noch verraten. Das Ende des Buches insgesamt bildet einen runden Abschluss der Trilogie - es wird sogar noch aufgeklärt, was mit dem veruntreuten Geld passiert ist. Es bleiben nur wenig Fragen am Ende offen, was mir in diesem Fall gut zusagt. Manchmal gefällt mir zwar ein offenes Ende besser, aber in diesem Fall gefällt mir der abrundende Abschluss sehr gut - man hätte sonst wohl auch zu sehr das Gefühl, es müsse ein vierter Teil her (der dem Ganzen aber mehr geschadet als genützt hätte).

Mir hat die gesamte Trilogie super gefallen, dieser letzte Teil ganz besonders! Schade, dass es nichts mehr von den Baldwines zu lesen geben wird, aber ich werde definitiv wieder zugreifen, wenn es etwas Neues von J.R. Ward gibt, da mir die Bücher vom Schreibstil sehr gefallen haben.

Insgesamt gibt es von mir - wer hätte es anders vermutet - 5 Sterne!

Bewertung vom 30.12.2017
Mit Sehnsucht verfeinert / Taste of Love Bd.4
Anderson, Poppy J.

Mit Sehnsucht verfeinert / Taste of Love Bd.4


weniger gut

Dies ist der inzwischen vierte Band über verliebte Köche - die Protagonisten stammen alle wieder aus der kulinarischen Welt, passend dazu ist auch das Cover gestaltet worden, welches mir super gefällt. Den ersten Teil kenne ich, die beiden anderen jedoch nicht. Da die Geschichte aber in sich geschlossen ist, kann man dieses Buch auch gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.

Dieses Mal handelt das Buch von der Köchin Hailey, die nach langer Zeit zurück nach Boston gekehrt ist, wo sie prompt auf ihren Ex Scott trifft. Schnell wird klar, dass die Sache zwischen den Beiden noch nicht beendet ist - es gibt aber unausgesprochene Dinge zwischen den Beiden, die geklärt werden müssen. Nach und nach erfährt man, warum es überhaupt erst zu der Trennung gekommen ist.

Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm zu lesen. Mir gefällt auch, dass man die Sichtweise von Beiden betrachten kann - die Auflösung erfolgt aber dann auch erst im letzten Abschnitt.

Leider fehlt es mir bei Scott und Hailey ein wenig an Tiefgang. Gerade Hailey erscheint naiv, inkonsequent und zu beeinflussbar. Ich will nicht spoilern, daher werde ich an dieser Stelle nicht näher auf den Trennungsgrund eingehen - jedoch kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man eine solche Sache verzeihen kann. Dies führt natürlich dazu, dass mir das Ende zu glücklich und zu platt erscheint. Ich hätte mir definitiv ein ganz anderes Ende gewünscht und vor allem eine stärkere und konsequentere Hailey. So kam mir das Buch zum Ende hin leider nur schnulzig vor, was sehr schade ist, da mir die Idee hinter der Buchreihe und auch die Idee zu diesem Buch sehr gefallen hat. Leider wurde zu viel Potential verschenkt.

Bewertung vom 15.12.2017
Glühende Leidenschaft / Sugar & Spice Bd.1
Glass, Seressia

Glühende Leidenschaft / Sugar & Spice Bd.1


sehr gut

Zunächst muss ich mich mal outen: ich habe bisher keinen der erotischen Romane gelesen, die in den letzten Monaten und Jahren einem regelrechten Hype unterlagen. Vollkommen unvoreingenommen konnte ich mich also der Lektüre von Sugar & Spice widmen...

Ehrlich gesagt hat mich das Cover ziemlich angesprochen, so dass ich doch recht schnell neugierig wurde.

Das Buch handelt von Nadia Spiceland und ihrer Freundin Siobhan "Sugar" Malloy, die beide nach ihrer zweifelhaften Vergangenheit mit Medikamenten und Drogensucht neu durchstarten - als Inhaberinnen einer Konditorei. Nadia, die schon länger Single ist, wird dort eines Tages auf Professor Kaname Sullivan aufmerksam - von seinen Studenten auch "Professor Sex" genannt. Augenblicklich knistert es zwischen den beiden und schon kurze Zeit später beschließen beide, sämtliche Stellungen aus dem Buch "Der duftende Garten" auszuprobieren. Zunächst läuft die Beziehung auf rein sexueller Ebene, doch als zunehmend Gefühle zwischen den beiden eine Rolle spielen, wird Nadia von ihrer Vergangenheit eingeholt und plötzlich scheint ihr Leben als ehemalige Tablettenabhängige ihrem Glück mit Kane im Wege zu stehen...

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin hat mir dabei sehr zugesagt - sie ist unverblümt und direkt, dabei aber niemals geschmacklos. Das Buch macht ehrlich gesagt schon Appetit auf mehr. Mir gefällt außerdem, dass die Handlung nicht nur niveauloses Geplänkel ist, sondern auch Tiefgang besitzt (und gerade bemerke ich, wie doppeldeutig das schon wieder klingt.... *ups*).

Von mir gibt es daher 4 Sterne und ich werde definitiv den nächsten Band auch lesen!

Bewertung vom 22.10.2017
Underground Railroad
Whitehead, Colson

Underground Railroad


ausgezeichnet

Mit dem Buch "Underground Railroad" ist Colson Whitehead die sprachlich absolut gelungene Umsetzung des wohl dunkelsten Teils amerikanischer Geschichte gelungen.

Das Buch handelt von der jungen Sklavin Cora, die sich so sehr nach Freiheit sehnt, dass sie eines Nachts gemeinsam mit Caesar von der Plantage flüchtet. Hilfe bekommen die beiden immer wieder von der Underground Railroad, einer Organisation, die entflohene Sklave an (vermeintlich) sichere Orte bringt. Die Underground Railroad existierte wirklich - Colson Whitehead hat jedoch einen Brückenschlag zwischen Fakten und Fiktion gewagt und in seinem Buch eine richtige Eisenbahnlinie entstehen lassen. Ich finde dies sehr gelungen, da man als Leser so einen deutlich leichteren Zugang zu dieser Organisation und deren Arbeitsweise bekommt.

Cora gelingt zunächst die Flucht, doch ihre neu errungene Freiheit ist nicht das, was sie sich darunter vorstellt - immer wieder muss sie sich verstecken und weiterflüchten, um nicht entdeckt und zur Plantage zurückgebracht oder womöglich gehängt zu werden.

Das Leben der Sklaven auf den Plantagen wird mit brutaler Ehrlichkeit erzählt. Schläge, Verstümmelungen, Vergewaltigung und Tod sind Alltag bei denjenigen, von denen das Buch erzählt. Das alles geht einem bei der Lektüre sehr nahe.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es nicht nur sprachlich und von den Charakteren her überzeugt, sondern weil es die längst überfällige Aufarbeitung dieses Themas darstellt - vor dem Hintergrund der derzeitigen politischen Lage in den USA hätte auch der Zeitpunkt für das Erscheinen des Buches nicht besser gewählt sein können!

Bewertung vom 22.10.2017
Meine DIY-Küche
Prus, Agnes

Meine DIY-Küche


sehr gut

In "Meine DIY-Küche" gibt es reichlich einfache Rezepte, mit denen man viele leckere Sachen ganz einfach selber machen kann, von der Chilisauce über Gewürzgurken bis hin zum Croissant. Toll also für jeden, der Dinge essen möchte, von denen er genau weiß, was drin ist!

Die Rezepte sind einfach nachzumachen, somit ist das Buch auch für Anfänger in der Küche toll geeignet. Die meisten Zutaten sind ganz einfach zu beschaffen, vieles hat man auch immer im Haus. Die Rezepte sind verständlich formuliert und verzichten auf unnötige Informationen. Insgesamt ist das Buch auf das Wesentliche reduziert, was ich aber bei solch einfachen Rezepten vollkommen in Ordnung finde!

Die Ergebnisse lassen sich durchaus sehen. Über ein paar Anregungen für neue Gewürzmischungen habe ich mich zum Beispiel sehr gefreut, aber auch das selbstgemachte Granola ist sehr lecker - selbermachen spart bei vielen Rezepten aus dem Buch jede Menge Geld, habe ich festgestellt. Bei manchen Rezepten allerdings, z.B. bei der Sriracha-Sauce, macht es schon Sinn, größere Mengen zu machen, damit der Aufwand lohnt - warum also nicht mit Freunden die Arbeit und dann das fertige Produkt teilen? Dieses Buch lädt förmlich dazu ein!

Insgesamt gefällt mir das Buch mit seiner schlichten, aber ansprechenden Aufmachung sehr gut, die Rezepte sind gut umzusetzen und lecker, aber für Fortgeschrittene und Profis fehlt ein bisschen der Anspruch. Über eine paar raffiniertere und kompliziertere Rezepte hätte ich mich gefreut - einfach weil es Spaß macht, auch in der Küche gefordert zu werden.

Bewertung vom 22.10.2017
Green Bonanza
Frogner, Mia

Green Bonanza


gut

Gemüse ist gesund - neue Rezepte auszuprobieren waren der Grund, sich dieses Buch genauer anzuschauen. Die Fotos im Buch sind toll und machen sofort Appetit, am liebsten möchte man gleich alles probieren.

Von den Rezepten wurde dann auch gleich etwas ausprobiert. Die Pasta mit Paprikasauce und gebackenem Blumenkohl fiel mir als erstes ins Auge, musste also auch gleich als erstes getestet werden. Das Ergebnis war superlecker! Da die Rezepte sehr gut erklärt sind, kann man beim Kochen eigentlich keinen Fehler machen. Was jedoch etwas nachteilig war, war der riesige Aufwand. Für das genannte Gericht stand ich fast zwei Stunden lang in der Küche. Es waren viele kleine Arbeitsschritte nötig, die einfach Zeit kosten.

Es sind generell viele interessante Rezepte im Buch, von denen wirklich einige sehr viel Zeit bei der Zubereitung kosten. Man sollte im Vorfeld jedes Rezept genau studieren, um abschätzen zu können, wie lange man braucht. Eine genauere Angabe dazu wäre nicht schlecht gewesen. In einigen Rezepten tauchen auch immer wieder Zutaten auf, an die man nicht ganz so leicht herankommt, also ist Planung wirklich das A & O.

Was mich an dem Buch ein wenig gestört hat, ist dass einige Rezepte zu sehr vom Thema abweichen. Beim Titel des Buches denke ich sofort an ein Gemüsekochbuch, so weit so gut. Dass die Rezepte vegetarisch sind,ist hierbei vollkommen in Ordnung und zu erwarten gewesen. Aber Rezepte, die dann konsequent statt auf Milchprodukte auf Nussmilch oder Nussmus zurückgreifen, sind mir persönlich dann doch zu alternativ. Gemüse essen bedeutet doch nicht, zeitgleich alle tierischen Produkte vom Speiseplan zu streichen... Aus diesem Grund bin ich bei diesem Buch dann auch leider nur zu einer 3-Sterne-Bewertung gekommen: es sind viele leckere Rezepte im Buch, aber in Teilen ist es deutlich übers Ziel hinausgeschossen!

Bewertung vom 14.10.2017
Die Schlange von Essex
Perry, Sarah

Die Schlange von Essex


ausgezeichnet

"Die Schlange von Essex" ist wohl eines der eigenwilligsten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Für mich eines der Bücher, die man entweder lieben oder hassen kann - bei mir trifft ersteres zu.
Cover und Buchbeschreibung lassen zunächst einen "normalen" historischen Roman erwarten, doch dieses Buch ist so eigensinnig, dass es sich nicht einfach so in ein Genre stecken lässt.

Um zum Inhalt ein paar Worte zu verlieren: Cora verliert ihren Ehemann, den sie jedoch kaum betrauert, da die Ehe der beiden alles andere als glücklich war. Ein Freund der Familie rät ihr einen Besuch bei Pfarrer William Ransome an, der außerhalb Londons auf dem Land lebt. Kaum trifft Cora in Aldwinter ein, passieren mysteriöse Dinge und alle vermuten ein Ungeheuer im Blackwater - die Schlange von Essex. Cora freundet sich mit Will und dessen Frau Stella an. Zwischen den beiden entbrennen lebhafte Diskussionen über Religion, Wissenschaft und das Leben an sich. Es gibt durchaus noch andere wichtige Charaktere im Buch, für mich drehte sich der Hauptteil der Geschichte aber um Cora und Will.
Das Buch hat bei mir mit seinem eigenwilligen Stil sehr deutlich gepunktet, die Verwirrung und Sorge der Dorfbewohner ist fast greifbar. Sehr gut gefällt mir, dass der Text immer wieder durch die Briefe der Hauptpersonen aneinander aufgelockert und bereichert wird. Das Buch nimmt immer wieder unterschiedliche Perspektiven ein, so dass man die Beweggründe der handelnden Personen meist sehr gut nachvollziehen kann.
Die Auflösung der Geschichte finde ich sehr gut gewählt - leider kann ich dazu nicht mehr sagen, ohne zu spoilern.
Insgesamt war dies ein Buch, welches aus der Rolle fällt und damit genau meinen Geschmack getroffen hat!