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Benutzername: Hanka


Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
12
Bewertung vom 28.08.2019
Der Store
Hart, Rob

Der Store


weniger gut

Angesichts der heute bereits herrschenden Technologie und der Gesamtsituation auf Erden, sind v.a. die Wohn-, Arbeits- und allgemeinen Lebenssituationen, wie sie im Buch herrschen, absolut vorstellbar und nahezu ohne Utopie.
Zu Beginn des Buches ist der Schreibstil teilweise mitunter anspruchsvoll, was sich aber über den mittleren, größeren Teil des Buches hin verliert. Gerade im ersten Teil des Buches verliert sich der Autor in Beschreibungen von Gegebenheiten und Wegen, die für den weiteren Verlauf des Buches nicht unbedingt erforderlich sind und sich in die Länge ziehen. Ab dem Moment, da die Handlung plätschernd und alltäglich wird, tut selbiges auch der Schreibstil. zumindest aber lässt er sich dennoch gut und flüssig lesen.
Und lesen möchte man ja bis zum Ende, da man als Leser daran interessiert ist, was die große Entdeckung ist, die die beiden Protagonisten laut Klappentext machen werden.
Handlung vermag der Leser noch zu Beginn erahnen, doch kommt es zu dieser erst gegen Ende hin. Im Hauptteil des Buches gibt es mal vereinzelt eingestreute flüchtige Häppchen, die den Leser bei der Stange halten und dies auch geradeso vermögen, doch mit wenig Kraft und Überzeugung.
Zu den Protagonisten hat mir bis zum Ende der Bezug gefehlt. Paxton wirkt nichts sagend, farblos, passiv, er bekommt einzig dann etwas Farbe und Lebendigkeit, wenn er von seinem Leben vor Cloud erzählt. Zinnia, die mit etwas mehr Feuer im Hintern beschrieben wird, kann dies aber nicht rüberbringen und auch sie bleibt deshalb blass.
Sprachlich, stilistisch, inhaltlich ist „Der Store“ ein Buch, das mich nicht gut unterhalten konnte, viele Längen hat und überwiegend keine Handlung. Vielmehr ist es einem Sachbuch ähnlich, das das Leben in naher Zukunft beschreibt.
Dennoch gibt es im Buch vereinzelte Sätze, die diverse Wahrheiten sprechen. Und trotz allem, was das Buch für mich nicht hat und mir nicht biete konnte- 2 Dinge waren überaus berührend. Zum einen das Zitat von Benjamin Harrison zu Beginn und der letzte Abschnitt der Danksagung. Ebendiese las ich, ehe ich mit Roman selbst zuwandte.

Das Fazit das man aus dem Buch ziehen kann über den Wert eines (älteren) Menschen ist sehr traurig doch auch schon so viele Jahre bittere Realität.

Was mir- den Titel betreffend- nicht einleuchten mag, ist, weshalb man einem ursprünglich englischsprachigen Buch in der deutschen Übersetzung einen anderen doch ebenfalls englischen Titel gibt.

Bewertung vom 17.06.2019
Tage in Cape May
Cheek, Chip

Tage in Cape May


gut

Nachdem ich den Klappentext überflogen hatte, nahm ich an, das Buch würde sich auf die 40 Jahre währende Ehe überschattet von den Folgen eines Geschehnisses während der Flitterwochen fokussieren.
Doch dem ist nicht so. Ein Großteil des Buches beschäftigt sich ausführlich mit den Geschehnissen während der Flitterwochen, Erotik steht im Vordergrund, die 40 Jahre Ehe werden nur zum Schluss gerafft dargestellt, natürlich mit der ein oder anderen flüchtigen Anspielung von Effie auf Vergangenes.

Ich hatte unlängst erst "Lady Chatterley" gelesen. So dachte ich auch während ich "Tage auf Cape May" las zunächst, Lady Chatterley lässt grüßen und sie hätte ihre Freude.

Wäre das vorliegende Buch in den 50er Jahren, zu der Zeit veröffentlicht worden, zu der es handelt, vermutlich wäre es verrissen worden, als skandalös und unmoralisch angeprangert, so, wie es dem Buch um Lady Chatterley- veröffentlicht zur Handlungszeit- erging.

Nachdem Henry und Effie unberührt in die Ehe gegangen sind, beschreibt das Buch die Gier nach freier Liebe, sexueller Befriedigung und knisternder Erotik in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Treue und Moral werden zu beiläufigen Randerscheinungen, nachdem einmal Tür und Tor geöffnet sind, diese flattern zu lassen und körperlichen Begierden Vorrang zu gewähren.

Der Autor vermag es, sexuelle Szenen in Worten bildlich darzustellen ohne dass diese plump, vulgär, anrüchig oder sonst wie negativ zu bewertend wirkt. Ganz im Gegenteil, er kann es prickelnd, betörend, sinnlich und intensiv genüsslich wirken lassen. Ein erotischer Roman.
Wiederum aber auch vermag der Autor Gefühle einzufangen und in Worte gekleidet darzustellen ohne ein bestimmtes Gefühl beim Namen zu nennen, was mir gerade in den letzten Kapiteln aufgefallen ist, speziell im 15. und was ich dann auch als berührend und nahegehend empfand. Wenn Situationen etwas darstellen, was in Worte gekleidet nicht diese Intensität hätte.

Die Personen sind allesamt sehr plastisch und profiliert und agil gezeichnet, das Buch durchgehend lebhaft und ebenso jeder Moment lebendig und bewegt, sodass sich beim Lesen mitunter der Eindruck auftut, einen Film zu sehen.

Ein Buch, das zu lesen Vergnügen bereitet, es lässt sich leicht lesen, lebt von seiner Leichtlebigkeit und bringt dies auch an den Leser. Wortwahl und Sprachstil sind stimmig mit dem gesamten Inhalt des Buches.
Chip Cheek verzichtet auf die Darstellung des Konfliktes mit der Moral, sondern stellt von Anfang an das dargestellt Gelebte in den Vordergrund, was dem Buch trotz allem Lebendigkeit und Leichtigkeit mitgibt und ohne hysterische Dramatik auskommt.


Inwieweit die Verführung den Verlauf des Lebens von Henry und Effie verändert hat, lässt sich freilich letztlich nicht sagen, da ungewiss ist, wie das Leben ohne ebendie Verführung verlaufen wäre- wenn die Wege der vermeintlich unbedarften Südstaatler nicht die der erfahrenen offenen New Yorker gekreuzt hätten.

„Chances Are“— die Entscheidung, wann wer wo und wie was als eine Chance versteht- wird in Form der Verführung versinnbildlicht. In jedem Falle, kann in jeder Verführung Freud und Leid innewohnen; jede Verführung stellt eine Chance dar, und ebenso offeriert jede Chance eine Verführung.


Wer besonders erotische Literatur mag, dem ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

Bewertung vom 14.05.2019
Die Karte der zerbrochenen Träume
Joukhadar, Zeyn

Die Karte der zerbrochenen Träume


sehr gut

Zwei Geschichten, die ein Buch voller Farben ergeben.

Die Geschichte um Rawiya ist wie ein Märchen aus 1001 Nacht, die Geschichte von Nour teilweise gegenwärtige Realität.

Der Beginn des Buches ist wie eine gewaltige Explosion von Farben, Gerüchen, Gewürzen.

Beide Geschichten sind voller Liebe, Glaube, Hoffnung, Füreinander & Miteinander, ebenjene Dinge, aus denen Menschen von alters her Kraft schöpfen, um ihren Weg (gemeinsam) gehen und durchstehen zu können allen Widrigkeiten zum Trotz, durch das Festhalten an beständigen, ideellen Werten.

Die poetisch sinnenden Texte zu Beginn eines jeden Teils finde ich ausgesprochen schön, so voller Gefühl. Diese Texte offenbaren so viel Herz und Emotion in geografischer Form, dass es einem Gänsehaut beschert.
Genau wie die traumhaft schönen Sätze, die in beiden Geschichten eingestreut vorkommen. Kraftvoll, tiefgehend, berührend, emotional. Sätze, die einen Sog haben und von denen zugleich ein jeder zehren kann.

Zwar verzahnen die beiden Geschichten nicht ineinander, doch sie tangieren einander an mancher Stelle und zeigen einige Parallelen.
Die Erzählung um Rawiya und ihre Expedition mit al-Idrisi kommt für mich intensiver herüber. Sie lässt mich als Leser die Welt sehen, schildert mir die Welt in ihren tatsächlichen und meist warmen Farben.
Nour hingegen sieht alles in ihren eigenen Farben, und diese Farben haben einen anderes Fundament und teils auch ein anderes Spektrum als die Rawiyas.

Bewertung vom 09.04.2019
Du bringst mein Leben so schön durcheinander
Christian, Claire

Du bringst mein Leben so schön durcheinander


ausgezeichnet

Ich weiß gar nicht, wie ich was zu diesem Buch sagen soll. Es ist so wunderbar und einfach nur toll. Bestechend.
Ein Buch, das Schwere in sich hat, diese dem Leser aber nicht vollends aufbürdet, da die Autorin mit Leichtigkeit zu vermitteln und zu verarbeiten vermag.
Sie greift sensible Themen auf und ihr Umgang mit diesen ist einzigartig. Sie hält sich nicht mit Drumherum auf, kümmert sich nicht um Nebensächlichkeiten, sondern kümmert sich um ihre Protagonisten, um das Wesentliche. Lässt ihre Protagonisten miteinander agieren, in einem absolut glaubwürdigen, überzeugenden, authentischen Stil. Ich mag diesen sprachlichen Stil den sie für das Buch gewählt hat, zudem schöne Sätze, schöne Worte von ihr und ihren Protagonisten. Frei von Floskeln, Phrasen und Schönrederei.
Claire Christian hat eine Art & Weise in diesem Buch an den Tag gelegt, die mich von Beginn an überzeugt hat. In jeglicher Hinsicht. Poetisch, literarisch angehaucht ohne schwer und schwülstig zu sein. Themen, die berühren ohne Mitleid zu erwarten oder zu erwecken, dafür Mitgefühl.
Es ist absolut glaubwürdig, wie ihre jungen innerlich verschieden ausgestatteten Protagonisten mit den Teilen und Situationen ihrer persönlichen Welt umgehen, an denen sie zu zerbrechen drohen. In der Blöße der Seele aber sind alle gleich.
Rundum gelungen auch dadurch, dass es durchaus Szenen gibt, die einem ein Lächeln und auch ein Lachen auslösen. Das hat sie fein gewürzt in richtiger Dosierung abgewägt.

Als hätte Schwere Flügel, ihr zu Leichtigkeit zu verhelfen.
Rundum gelungen.

5 Sterne, die gern gegeben sind und für dieses Buch verdient.

An Übersetzung und Lektorat ist an dieser Stelle ebenfalls Dank gerichtet, weil ich denke, auch diese sind hier mit viel Gefühl herangegangen, um das Buch im Deutschen zu dem zu machen, was nun vorliegt.

Bewertung vom 29.03.2019
Steinträume
Aylisli, Akram

Steinträume


ausgezeichnet

Wer Dschingis Aitmatows "Der erste Lehrer" gelesen und geliebt hat, den wird auch dieses Buch begeistern. Hervorragend. Ein Leseschmaus, da es in jeglicher Aspekt auf den Punkt gebracht ist. Im Stil minimalistisch, inhaltlich gewichtig.

Bewertung vom 15.02.2019
Der Fall Collini
Schirach, Ferdinand von

Der Fall Collini


ausgezeichnet

Ein zutiefst berührendes Buch, zugleich verstörend ob der geschilderten Geschehnisse in Collinis Vergangenheit und auch ob manchen Gesetzes. Traurige Geschichte- im Sinne von der des Herrn Collini als auch im Sinne von Historie.
Der Schreibstil ist hervorragend. Es ist alles stimmig.

Mir hat das Buch allerdings in der Ausgabe aus dem Piper Verlag vorgelegen.

Bewertung vom 06.02.2019
Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1
Pohl, Alex

Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1


gut

Ein durchaus spannender Krimi, der sich fast von selbst liest und den man teilweise gar nicht aus der Hand legen mag. Die Idee ist gut, und originell wird sie für mich nur dadurch, dass der Autor die Russenmafia sich ins Buch einlädt und deren verschlungene Wege und Möglichkeiten.
Mit den Protagonisten, speziell mit dem Ermittlerduo konnte ich mich nicht so recht anfreunden, da sie mir zu klischeebeladen gewesen sind. Beruflich und privat. Derer gibt es schon einige Ermittler auf Papier.
Zudem kommen diese beiden hier in ihrem Fall so richtig nicht voran und dann urplötzlich finden sich doch alle bis dato losen Enden zusammen- ohne wirkliche Ermittlerarbeit, denn wenn ich so resümiere- tatsächlich gearbeitet haben Milo und Hanna tatsächlich nicht. Und dennoch-ohne bislang etwas in der Hand und vorzuweisen zu haben- Bling! Fall geklärt. Es ist nicht zu erkennen, wie es dazu kam. Das war mir summa summarum zu unglaubwürdig.
Die vorkommende Gewalt ist sehr brachial und brutal, einfach weit mehr als nur ein Tick zu viel; da wäre mir weniger sehr lieb gewesen; viel hilft nicht immer viel.

Was das Sprachliche im vorliegenden Buch angeht, so finde ich, dass sich manche Wendung auffällig zu oft wiederholt.

Ein paar herrlich normale Ermittler mit handelsüblichen 0/8/15 Allerweltsmacken wären mir wesentlich lieber gewesen, in sie könnte man sich hineinversetzen und ihre Arbeit nachvollziehen zu können, wäre ebenso schön. Solche Ermittler hätte ich mir auch hier gewünscht, das wäre mal wieder was anderes gewesen. Die hätten sich hier durchaus gut gemacht.

Spannend war es trotzdem, das kann ich nicht leugnen.

Bewertung vom 21.11.2018
Traum des Lebens
Archer, Jeffrey

Traum des Lebens


gut

Noch mehr als der Klappentext hat mich die Kurzbeschreibung angesprochen und das tut sie noch immer, wenngleich ich das Buch inzwischen zu Ende gelesen habe.
Dies war mein erstes Buch aus der Feder von Jeffrey Archer und es lässt sich nicht leugnen, dass dieser sein Handwerk versteht. Obschon es sich um einen Roman von 700 Seiten handelt, lässt er sich flüssig und einwandfrei verständlich lesen.
Das ca. erste Drittel des Buches finde ich von der Atmosphäre her sehr ansprechend. Der Autor beherrscht es in diesem Part, mich einzuweben in die -unabhängig der Situation der Protagonisten-dichte warmweiche Atmosphäre von Leningrad, New York und Vereinigtem Königreich. Weil es bis hierhin durchweg stimmig und glaubhaft mitreißt.
Leider geht ebendiese Atmosphäre verloren und wird ersetzt durch eine gewisse Kühle und Härte-nicht von den Personen ausgehend- und der Sog ging etwas verloren. Ich denke, dies geschah ab dem Moment, da es fast überwiegend nur noch um Geld und Politik ging.
Die letzten ca. 200 Seiten ließen sich etwas zäher an, was aber dem bis dahin Gesamtfluss des Textes nicht weiter schädlich war.
Was mir aufgefallen ist, ist, das nahezu alle Probleme jedweder Art, denen Alex/Sascha begegnet, sich beinah von selbst lösen bzw. durch andere Hand- das erinnerte mich etwas an einen Lucinda Riley Roman, den ich unlängst las.
Da es sich hier um einen Roman handelt, der zwei mögliche Leben ein- und derselben Person ausgehend von demselben Punkt handelt, kommt es mitunter zu Ähnlichkeiten/Doppelung von einigen wenigen Sätzen.
Die Personen allesamt- ob Freund ob Feind sind sehr gut gezeichnet und harmonieren in ihrem Auftreten, heißt, ihr Agieren und Auftreten ist stimmig- jedem ist eine Rolle vom Autor zugeschrieben. Und obwohl die meisten doch recht sympathisch sind und nicht jeder Ecken/ Kanten hat, fehlt keinem von ihnen in der charakterlichen Darstellung etwas. Es ergänzt sich. Die Stimmigkeit ist da.
Was zu flüchtig und kurz gefasst daherkommt, ist das Familienleben- so erfährt man zwar, dass ein Kind geboren wurde, doch ist dieses beim nächsten in Erscheinung Treten bereits jugendlich.
Zum Ende hin wird es für mich etwas unglaubwürdig.
Dieser Roman ist recht vielschichtig und birgt von mehreren Sparten etwas. So gibt es Krimielemente, leicht rührselige Momente/ Gefühl, polithistorische Einschübe, Dramatik, Tragik und eben auch einen Hauch von Fantasy.

Die Darstellung von sowohl Kommunismus als auch Demokratie finde ich beide je ziemlich einseitig, vereinfacht und klischeehaft ausfallend. Doch da es sich um eine Roman und nicht um ein historisches Sachbuch handelt, könnte man darüber hinwegsehen.

Trotz dass der Roman sich sehr gut lesen lässt wäre es mir lieber gewesen, Jeffrey Archer hätte nur eine Möglichkeit gewählt oder aber zwei separate Bücher daraus gemacht. Denn so strömt eine Fülle von Personen, Geschehnissen und dergleichen auf den Leser ein, sodass es durchaus schwerfällt alles im Überblick zu behalten. Und sich jedes Mal sofort bei Erscheinen eines schon da gewesenen Namens sich zu erinnern, wer das war und welche Rolle ihm zuteil ist und wo er hingehört. So kommt es schon mal zu Irrungen und Wirrungen im Gedächtnis und völligen Verwechslungen beim Versuch zu erinnern.
Diese anfängliche mich einwebende Atmosphäre hätte ich mir über einen größeren Teil des Buches hinweg verspüren mögen.

Bewertung vom 17.09.2018
Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
Douglas, Claire

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit


weniger gut

Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Zum Teil lag es daran, dass doch einige althergebrachte und schon oft verschiedentlich verwendete Elemente vorkamen, zum anderen ist es oftmals auch zu vorhersehbar, was geschehen wird. Manchmal wird auch zu viel und zu oft auf etwas herumgeritten bzw. immer wieder eine Anspielung zu jemandes Schicksal gemacht, doch wenn dann das dritte oder vierte mal eine solche Anspielung kommt, verliert sich die Spannung, was es denn nun damit auf sich hat und der Leser kann es sich dann bereits denken, sodass es kein Überraschungsmoment gibt, wenn er die Aufklärung erfährt.
Die Protagonistin Frankie ist mir von Beginn an unsympathisch. Sophie hingegen kommt sympathisch daher, bekommt allerdings wenig Raum im Buch, zu oft drängt sich Frankie dazwischen, was vermutlich von der Autorin auch so gedacht ist, doch da Frankie ein ich-bezogener Mensch ist, mag man an mancher Stelle einfach grade mal nicht von ihr lesen.
Das Ende wollte überraschen, vermochte es aber nicht. Zu viel schon der Andeutungen übers gesamte Buch, sodass es gewissermaßen vorhersehbar ist, da der Leser 1 und 1 zusammenzählen kann.
Der Schreibstil ist nicht hervorstechend, doch aber flüssig zu lesen. Es gibt verhältnismäßig wenig Dialoge, da es Tagebucheinträge der beiden Protagonistinnen sind. In diesen finden sich die von Frankie bzw. Sophie wiedergegebenen vereinzelten und kurzen Dialoge. Das Fehlen tasächlicher Dialoge machte es manchmal recht trocken zu lesen.
Für einen Thriller fehlt es mir an Spannung; so richtige Spannungselemente blieben aus.
Die Idee, die hinter dem Buch steckt, die wiederum finde ich durchaus gelungen.

Bewertung vom 17.09.2018
Handkantenschlag
Nors, Dorthe

Handkantenschlag


sehr gut

Betörend. Verstörend. Unterhaltsam. Abwechslungsreich. Vielseitig. Kurzweilig. Sprachlich einwandfrei. Einladend. Verschreckend. Anspruchsvoll.
Dieses Buch ist alles- nur nicht einseitig oder gar langweilig
Davon hätte ich gern mehr.
Absolut empfehlenswert.

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