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Benutzername: 
JoJoLe
Wohnort: 
Korschenbroich

Bewertungen

Insgesamt 73 Bewertungen
Bewertung vom 07.08.2022
Träume / Das Tor zur Welt Bd.1
Georg, Miriam

Träume / Das Tor zur Welt Bd.1


ausgezeichnet

Großartiger Teil 1 einer fesselnden Story
Die beiden Hauptcharaktere in dieser fabelhaften Story, welche Anfang des 20zigsten Jahrhunderts spielt, sind Ava und Claire. Das Adoptivkind Ava ist arm, arbeitet Tag für Tag sehr hart auf dem Moorhof im Alten Land und träumt davon irgendwann ihre Familie in Amerika wieder zu finden. Die behutsam aufgewachsene Claire dagegen ist reich, schön, rebellisch und will sich von den strengen Regeln der Gesellschaft lösen.
Die Auswanderer Hallen mit dem „Tor zur Welt“ in Hamburg waren in dieser Zeit für viele Menschen damals die letzte Hoffnung. Hier treffen nun Ava und Claire aufeinander und der Leser erfährt im Wechsel aus Sicht von Ava und Claire mehr über ihr Leben, ihrer Familien sowie über ihre Wünsche und Träume.
Die Autorin hat einen bildgewaltigen sowie flüssigen Schreibstil und hat aus meiner Sicht historisch bestens recherchiert. Die Story fesselt von Anfang bis zum Ende und ich bin gespannt auf die Fortsetzung mit dem Titel „Das Tor zur Welt – Hoffnung“.
Das Cover zeigt die beiden Frauen sowie den ehemaligen Kaiserspeicher mit Uhrturm und angrenzendem Lagerschuppen am Kaiser Kai des Sandtorhafens. Im Hintergrund ist auf dem Cover eine historische Landkarte auf der ein Teil Hamburgs zu erkennen ist. SUPER gestaltet!!!

Bewertung vom 19.03.2022
Einatmen, ausrasten
Hall, Georgie

Einatmen, ausrasten


sehr gut

Wechseljahre, Familie und weitere Belastungen
In diesem Buch geht es um das Leben der fünfzigjährigen Eliza: verheiratet, 3 Kinder und mitten in den Wechseljahren. Die Hitzewellen machen ihr körperlich zu schaffen, ihr Hund und Seelen Tröster ist vor kurzem gestorben, die beiden noch zu Hause wohnenden Teenager Kinder sind auch nicht die einfachsten und ihr Mann Paddy vergräbt sich immer mehr in seine Werkstatt. Beruflich steht es auch nicht zum Besten und da hat man allen Grund zum Heulen. Mit dem Sex ist es ebenfalls nicht mehr so, wie es mal war. Dabei war Paddy doch immer die Liebe ihres Lebens……. Doch Eliza gibt nicht auf, sie kämpft.
Die Charaktere sind authentisch beschrieben, sei es Eddie, Elizas autistischer Sohn, oder auch Matteo, ein kurzzeitiger Flirt von Eliza. Der Schreibstil ist humorvoll jedoch teilweise zu langatmig.
Das Cover passt sehr gut zu diesem Buch, es vermittelt eine gute Portion Humor.

Bewertung vom 17.11.2021
Die unhöfliche Tote / Die Fälle Ihrer Majestät Bd.2
Bennett, S J

Die unhöfliche Tote / Die Fälle Ihrer Majestät Bd.2


ausgezeichnet

Humorvoller Krimi zum entspannen
Der zweite Teil dieser Krimiserie ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen: im Buckingham Palast wird die langjährige Haushälterin Cynthia Harris tot am Swimmingpool gefunden! War es wirklich ein Unfall??? Außerdem taucht in einer Zeitung ein Bild von einem Gemälde auf, welches vor Jahren aus der Privatsammlung der Queen verschwand. Als wären die politischen Entwicklungen nicht schlimm genug….. Da die Queen ja nicht selbst im Vordergrund ermitteln kann forscht ihre Privatsekretärin Rozie Oshodi nach den möglichen Ursachen, wobei die Queen hier selbstverständlich die Ermittlungen im Hintergrund steuert. Dabei stoßen sie auf Geheimnisse aus der Vergangenheit.
Der Schreibstil ist humorvoll und locker mit einem guten Touch englischem Humor.
Das gut gelungene Cover zeigt die Queen mit einem ihrer Hunde und vermittelt einen sehr sympathischen Eindruck.

Bewertung vom 26.07.2021
Erben wollen sie alle
Hennig, Tessa

Erben wollen sie alle


ausgezeichnet

Ereignisreicher Familienroman
Der Autorin Tessa Hennig ist hier ein weiterer sehr unterhaltsamer und ereignisreicher Roman gelungen. In "Erben wollen sie alle" geht es um Bianca: sie steht kurz vor ihrem 75zigsten Geburtstag und lebt auf Mallorca. Ihre beiden, in Deutschland lebenden und bereits erwachsenen Kinder kümmern sich wenig um Bianca, lediglich die Enkeltochter interessiert sich für sie und kommt sie auch besuchen, wenn es die Zeit erlaubt. Bianca hatte kürzlich Wolfgang in einem Café in Puerto de Soller kennen gelernt und die beiden mögen sich sehr. Sie planen, gemeinsam eine Weltreise anzutreten. Doch da hält Biancas Haushälterin gar nichts von: sie ruft die Kinder in Deutschland an und sagte ihnen dass die Mutter krank ist und eine Weltreise machen will. Tochter, Sohn und Schwiegertochter sehen rot und ihr Erbe schwinden... die Enkeltochter macht sich Sorgen. Sie beschließen kurzfristig nach Mallorca zu fliegen um die Mutter umzustimmen. Doch dann kommt alles anders wie gedacht......
Mit ihrem leichten und lockeren Schreibstil schafft es die Autorin die Figuren dieser Familiengeschichte authentisch darzustellen. Ebenso hat man beim Lesen die fantastische Landschaft von Port de Sóller an der Nordwestküste Mallorcas vor Augen.
Das Cover lädt zum Schmunzeln ein und passt gut zu der Geschichte.
Mein Fazit: Eine unterhaltsame Handlung welche an einem wundervollen Ort stattfindet!

Bewertung vom 28.03.2021
Mama allein zu Haus
Becker, Barbara;Soyke, Christiane

Mama allein zu Haus


sehr gut

Unterhaltsame Story humorvoll geschrieben
Barbara Becker und ihre Freundin Christiane Soyke haben das Buch „Mama allein zu Haus“ zusammen herausgebracht und es ist Ihnen gelungen die Dinge aus ihrem Alltag unterhaltsam und humorvoll zu beschreiben. Es ist nun mal nicht so einfach, wenn die Kinder aus dem Haus sind und das sogenannte „Empty Nest Syndrom“ kennen sicherlich sehr viele Eltern, wenngleich auch nicht alle prominent sind und TV Shows eingeladen werden oder die entsprechenden finanziellen Mittel haben einen Ausgleich für die nun anstehende Leere zu finanzieren. Außerdem muss es ja auch nicht immer so sein dass man die Kinder „verliert“, sehr oft bekommt man sie dann ja im Doppelpack mit Partner/in zurück.
Der Schreibstil ist locker und humorvoll. Dadurch das Barbara Becker aus Miami und Christiane Soyke aus München im Wechsel erzählen bleibt es unterhaltsam und abwechslungsreich.
Das Cover ist humoristisch gestaltet, es zeigt die beiden Freundinnen zwischen Umzugskisten mit ein paar Alltagsteilen.

Bewertung vom 03.02.2021
Orangen für Dostojewskij
Dangl, Michael

Orangen für Dostojewskij


sehr gut

Zwei beeindruckende Persönlichkeiten
Der Autor Michael Dangl schreibt in seinem Buch "Orangen für Dostojewskij" über zwei beeindruckende Persönlichkeiten, welche sich zufällig in Venedig treffen. Es handelt sich dabei um den bedeutenden russischen Schriftsteller Fjodor M. Dostojewskij, damals 40 Jahre jung, und den weltberühmten, knapp 30 Jahre älteren Komponisten Gioachino Rossini.
Zum Inhalt gemäß Buchbeschreibung:
Als Fjodor M. Dostojewskij zum ersten Mal Venedig besucht, ist das die Erfüllung eines Kindheitstraums. Doch ist er bereits 40, im Westen unbekannt und in einer beruflichen wie privaten Krise. Die Schönheit und Lebendigkeit Venedigs erreichen ihn nicht. Da widerfährt ihm eine phantastische Begegnung: mit dem Komponisten Gioachino Rossini, 70, weltberühmt, eine Legende. Der barocke Genussmensch, Inbegriff mediterraner Leichtigkeit und Allegria, verzaubert ihn mit Lebensfreude und stellt den grüblerischen, schwermütigen Asketen in drei Tagen sozusagen vom Kopf auf die Beine. Die Gegensätze sind die größten und doch erleben wir die Annäherung zweier hochsensibler Künstlerseelen, in teils grotesken, komischen und an die Grundfragen des Menschlichen rührenden Situationen und Gesprächen.

Die Handlung als solches ist von dem Autor frei erfunden, jedoch waren beide Künstler zu dieser Zeit in Venedig und die Vorstellung, das es sich so zugetragen hat, halte ich nicht für unmöglich. Michael Dangl hat sehr gut über beide Personen recherchiert und auch die historischen sowie politischen Begebenheiten aus dieser Zeit mit in die Handlung eingebracht.
Das Cover macht neugierig, ein graues Venedig mit einem leuchtend orange farbenen Sonnenschirm im Vordergrund.
Der Autor hat einen bildreichen Schreibstil, in vielen Situationen sehr lebhaft doch an manchen Stellen auch etwas zu langatmig.
Dennoch ein unterhaltsamer Roman den ich weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 03.07.2020
Ozelot und Friesennerz
Matthiessen, Susanne

Ozelot und Friesennerz


ausgezeichnet

Spannender Blick hinter Sylts Kulissen
Die auf Sylt geborene Autorin Susanne Matthiessen gibt dem Leser einen interessanten und spannenden Blick hinter den Kulissen von Sylt aus ihrer Kindheit. Sie kam 1963 dort zur Welt und erlebte den wachsenden Tourismus hautnah und damit natürlich auch die steigende Ausbeutung der Insel. Auf heitere Art beschreibt sie diverse Erlebnisse und Abenteuer so wie sie es als Kind empfunden hat. Man spürt, dass sie ihrer Heimatinsel sehr verbunden ist, auch wenn es sicherlich nicht immer toll war dass sie als Kind (wie alle anderen Einheimischen auch) ihr Leben dem Tourismus anpassten.
Der Schreibstil bietet eine Bunte Mischung aus Humor, Spannung und Dramatik. An manchen Stellen war die Beschreibung der Situationen für mich etwas zu langwierig doch die vielen Anekdoten in diesem Roman habe dies wieder ausgeglichen.
Das Cover ist wie gemacht für diese Story, es spiegelt die 70er Jahre zu 100% wieder.
Nicht nur ein Buch für alle, die Sylt lieben!

Bewertung vom 27.04.2020
Sylt oder Sahne
Thesenfitz, Claudia

Sylt oder Sahne


ausgezeichnet

Perfekter Sommerroman
Claudia Thesenfitz hat es mit ihrem neuen Glücksroman „Sylt oder Sahne“ mal wieder geschafft für beste Unterhaltung zu sorgen.
Es geht um Nele, sie ist Anfang fünfzig, Single und hat etwas zu viel Kilos auf den Rippen. Nach einem unangenehmen Erlebnis möchte sie jedoch abnehmen und meldet sich auf Sylt zu einer Fastenkur an. Dort angekommen entwickeln sich die Dinge anders wie geplant…. Nele findet letztendlich zu sich selbst und erkennt dass eine Modell-Figur nicht alles im Leben ist. Sie ist eine starke Frau mit menschlichen Schwächen, das macht sie sehr sympathisch denn keiner von uns ist einfach immer nur stark oder perfekt.
Die Autorin beschreibt Personen und Orte so dass man die Leute und auch die Gegend vor Augen hat, man ist mittendrin in der Geschichte. Der Schreibstil ist leicht und flüssig.
Das Cover vermittelt Glücksgefühle am Sylter Strand.

Bewertung vom 13.04.2020
Die Tanzenden
Mas, Victoria

Die Tanzenden


ausgezeichnet

Diese Geschichte geht unter die Haut
Ort der Handlung ist das Hôpital de la Salpêtrière, es war in Paris im 19. Jahrhundert die wohl bekannteste psychiatrische Anstalt Europas. Dort sind unter anderem auch die beiden jungen Frauen Louise und Eugénie untergebracht beziehungsweise eingesperrt. Die beiden wollen aus ihrer Rolle als „kranke Hysterikerinnen“ ausbrechen und ganz normale junge Frauen sein, was sie im Grunde ja auch sind. Leider gehörte es zu dieser Zeit nicht zu der Rolle als Frau eine eigenständige Meinung zu haben und eigenständig handeln zu können. Sofern eine Frau nicht das Wohlwollen und die „Gnädigkeit“ eines Mannes an ihrer Seite hatte (sei es vom Ehemann, dem Vater oder auch einen Bruder) war sie hilflos und musste sich den Entscheidungen des männlichen Familienoberhauptes fügen.
Die Autorin Victoria Mas beschreibt in ihrem Buch „Die Tanzenden“ wie es den jungen Frauen ergeht, was sie zu ertragen haben und wie sie doch den Mut und die Hoffnung auf eine andere bessere Zeit nicht aufgeben.
In dem Cover spiegelt sich der Schreibstil der Autorin wieder: wie der Rock aus leichten Federn beschreibt Victoria Mas das Leben der Frauen mit behutsamen Worten in einem federleichten Schreibstil.
Diese Geschichte geht „unter die Haut“.

Bewertung vom 18.03.2020
Zu wahr, um schön zu sein
Engelmann, Gabriella

Zu wahr, um schön zu sein


ausgezeichnet

Beste Unterhaltung mit viel Humor
Dieses Buch bietet beste Unterhaltung mit ganz viel Herz und Humor! Zum Inhalt: die 45-jährige Caro bereitet eine Party für ihre Silberhochzeit vor mit der sie ihren Mann überraschen möchte. Doch dann platzt die Party denn es stellt sich heraus, dass ihr Ehemann seit ein paar Jahren seinen Freund Thorsten liebt, die beiden outen sich. Das Chaos beginnt. Glücklicherweise hat Caro eine super Freundin welche ihr treu zur Seite steht. Dann verliert Caro auch noch ihren Job. Ihr 15-jähriger Sohn Felix trägt auch nicht dazu bei das Caro zur Ruhe kommt und ihre „Hippie“ angehauchte Mutter Flora macht erst mal einen sehr egoistischen Eindruck. Doch dann entwickeln sich die Dinge ganz anders als Caro anfangs dachte……
Die Autorin Gabriele Engelmann hat mich als Leser mit ihren Schreibstil und der Art, die Personen, Situationen und Orte der Handlungen zu beschreiben, sehr beeindruckt. Da ich schon öfters in Hamburg war und mich nicht nur im Zentrum, sondern auch viel an und auf der Elbe aufgehalten habe, kennt den Museumshafen Oevelgönne, die Strandperle und auch den danebengelegenen Elbstrand sowie den Blick auf den gegenüberliegenden Container Terminal. Ich konnte mich beim Lesen gedanklich in die Personen versetzen und hatte die Bilder der jeweiligen Plätze / Lokalitäten vor Augen.
Auch das Cover strahlt aus was dieses Buch bietet: Super Unterhaltung mit viel Humor!