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Benutzername: Merry dive - merrydive.de
Wohnort: Schleswig-Holstein
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Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 70 Bewertungen
Bewertung vom 03.03.2020
Glanz und Gloria
Frost, Vreni

Glanz und Gloria


ausgezeichnet

Cover & Titel

Auf dem Cover sehen wir die liebe Vreni Frost die eine pfirsichfarbene Sprühflasche in der Hand hält und ich bin mir sicher, dass darin einer ihren selbstgemachten Reiniger drinnen ist. Vielleicht nicht unbedingt für das Foto, aber Zuhause tänzelt sie damit bestimmt umher und erfreut sich daran, wie umweltschonend sie ihre vier Wände in Glanz und mit Gloria bringt.

Es ist oft leichter, seine Wohnung zu reinigen, als an sich selbst zu arbeiten.

Das Buch

Ich liebe, liebe, liebe, liebe, liebe, liebe dieses Buch! Es gibt so vieles, was in diesem Buch geschrieben steht, und ich kann mich mit jeder Zeile (okay mit fast jeder), identifizieren. Dieses Buch ist nicht nur ein Buch, wo es um das Putzen der eigenen Wohnung geht und wie man Fußleisten am besten sauber bekommt oder Ausgewürgtes der Katze vom weißen Teppich bekommt. Nein, es ist viel mehr als das und ein wahrer Schatz am Putzhimmel. Es ist eine Bereicherung, denn Vreni packt nicht nur jedes Zimmer einzeln am Kragen, sondern beschreibt auch, was jedes Zimmer einzeln mit sich bringt, stellt Fragen zu den einzelnen Räumen und weist auch auf das innere Leben hin, was genauso dazugehört, man manchmal aber nicht sehen will.

Die Fragen zu den einzelnen Räumen, fand ich sehr spannend, denn mit diesen beleuchtet man sich selbst von einer ganz anderen Seite. Es sind Dinge, die man sich höchstens im Bett fragt, wenn man gerade davor ist einzuschlafen oder man eine Person sieht, die einen „triggert“. Doch dann, aus die Maus und die Gedanken sind fort. Zum Beispiel: »Bist du dir selbst ein guter Freund« oder »Welche Person raubt dir am meisten Energie?« sind nur zwei der vielen Fragen, die sie uns stellt. Fragen über Fragen mit ganz individuellen Antworten für jeden von uns.

Ich habe mir übrigens vorgenommen und das wird Vreni vielleicht auch erfreuen, die einzelnen Fragen auf diesem Blog zu veröffentlichen und daraus demnächst eine Reihe zu machen, um mir selbst wieder näher zu kommen, denn dazu hält Vreni nämlich auch an. Es geht nicht nur um Glanz und Gloria im Außen, sondern auch in unserem Inneren, dass manches Mal ganz schön durcheinander sein kann. Wie sagt man so schön? Wie im Innen, so im Außen und auch, wenn ich den Satz anfangs nicht als wahr empfunden habe, trägt er viel Wahrheit in sich. Nun aber zurück zum Buch.

Vreni bringt es mit jedem ihrer Sätze auf den Punkt. Sie schreibt über sich als Mensch, gepaart mit ihren Ansichten zum Thema Mülltrennung, Mikroplastik, Selbstliebe, Psychohygiene und vieles, vieles mehr, was ich hier gar nicht aufzählen kann. Das Buch hat viele Themen und ist damit aber keine Masse, sondern hat Klasse. Jeder von euch muss es gelesen haben, denn dieses Buch schenkt Mehrwert. Vor allem die Rezepte, um selbst Reiniger herzustellen, und et Voilá, sie war mir so eine große Inspiration und hat mich wieder in die richtige Richtung bewegt.

Bewertung vom 03.03.2020
Kann ich jetzt bitte mein Herz zurückhaben?
Money-Coutts, Sophia

Kann ich jetzt bitte mein Herz zurückhaben?


schlecht

Cover & Titel
Das Cover ist ganz wundervoll gestaltet worden und ich liebe diesen abgebrochenen Lolly mit Krönchen. Zudem die Farbkombination aus hellem Türkis, dem Pink der Schrift und der Süßigkeit, gepaart mit dem Gold der Krone, ist ganz entzückend.

Geschichte & Plot
Es bricht mir mein Süßigkeitenherz, denn ich habe mich so auf diese Geschichte gefreut und doch habe ich dieses Buch abgebrochen. Die ganze Geschichte war für mich total oberflächlich geschrieben, gepaart mit Sätzen, die ich überhaupt nicht witzig fand. An dieser Stelle möchte ich nicht spoilern und kann nur so viel dazu sagen, über einen Menschen, der Gewicht aufgrund einer Krankheit verloren hat, macht man einfach keine Witze. Ob das nun als britischer Humor gilt oder nicht, ist mir persönlich herzlich egal, aber das hat nichts in einem Buch verloren. Zwar behandelt das Buch auch ein sehr tiefgründiges Thema, aber diese ganze Situationskomik, die in dem Buch aufkeimt, ist einfach nichts für mich gewesen und hat mich dazu veranlasst, dass Buch nicht weiterzulesen.

Protagonisten
Polly. Ich habe sofort an Polly Pocket gedacht, aber mal ehrlich: Ich fand sie einfach unsympathisch und gewollt witzig, dass es schon fast schrie. Nein, wir werden keine Freundinnen.

Schreibstil
Der Schreibstil war zwar gut, aber dieses gewollt witzige war einfach nichts für mich. Es wirkte zu aufgesetzt.

Fazit
Über Menschen, die eine Operation hatten oder eine Krankheit und über diese einen Witz zu reißen, ist einfach respektlos. Das in einem Buch auch so zu schreiben, ob britischer Humor oder kreativer, ist mir dabei herzlichst egal. Da hilft auch ein tolles Cover und ein pinker Buchschnitt nichts.

Bewertung vom 03.03.2020
Und vor uns liegt das Glück
Bosco, Federica

Und vor uns liegt das Glück


weniger gut

Cover & Titel
Das Cover ist ganz wundervoll gestaltet worden. Diese Farbe dunkelblau steht meiner Interpretation nach für den Verlust, das Vergängliche und für die Ewigkeit. Dies zeichnet sich gut durch den Baum aus, der ewiges Leben in sicht trägt, den Heißluftballon, der am Himmel davonschwebt, sowie die Vögel die sich im Winter einen warmen Platz suchen. Das Pink hingegen ist die Hoffnung und alles lässt sich wunderbar mit der Geschichte vereinen, denn auch in der Geschichte haben die Protagonisten Hoffnung, die sie durch die grauen Tage trägt.
Der weiße Titel hebt das Cover noch einmal hervor und setzt sich von den anderen beiden Farben ab.

Geschichte & Plot
Ganz zu Anfang beschreibt Ludo, wie sie Cate kennengelernt hat, und ich fand die Situation irgendwie total schön, weil es in mir Erinnerungen geweckt hat. Es erinnerte mich ein wenig an meine Kindheit. An die Zeit wie ich in der Schulzeit Freundinnen gefunden habe und daran erinnere ich mich gerne zurück. Es sind Zeiten die in meinem Herzen bleiben, doch ob diese Geschichte auch in meinem Herzen bleibt? Lest selbst.

Die ganze Geschichte wird aus Ludos Sicht erzählt, was ich gut fand. Einen Wechsel der Perspektive brauchte die Geschichte nicht und es fehlte auch nicht an Details. Fragen kamen auch zu keiner Zeit auf, da alles gut „gedeckt“ wurde. Mit jeder Seite erfuhr ich mehr und mehr über die beiden, ihre gemeinsame Vergangenheit, bis hin zum Jetzt. Die Übergänge sind fließend, was ich mochte.
Dennoch bin ich, was die Geschichte und somit auch den Plot angeht, zweigeteilt. Auf der einen Seite hat die Geschichte den nötigen Humor, es fühlt sich alles irgendwie echt an, ist nachvollziehbar und man kann an gewissen Stellen mitfühlen, vor allem als Cate erkrankt. Auf der anderen Seite fehlte mir das gewisse Etwas und ich kann hier gar nicht genau sagen, was es ist. Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch gelesen habt und ihr es zwar gut gefunden habt, aber innerlich ein Gefühl in euch tragt, welches euch sagt, dass irgendetwas in der Geschichte...

Bewertung vom 24.02.2020
Das Glück ist zum Greifen da
Deloy, Sylvia

Das Glück ist zum Greifen da


weniger gut

Cover & Titel

Das Cover ist schön bunt, macht einen fröhlichen Eindruck und unten rechts in der Ecke sehen wir die Protagonistin Ana auf ihrem Fahrrad. Ich mag das Cover und die Schriftart des Titels sehr, da es verspielt wirkt. Auch der Titel verspricht, dass es um das Finden des Glücks und der Zufriedenheit mit dem eigenen Leben geht

Geschichte & Plot

Ich habe versucht, die Geschichte zu mögen, doch ich tat es nicht. Es wird ein wichtiges Thema aufgezeigt, nämlich das Thema Abschiebung, welches vielen Menschen die nach Deutschland kommen, widerfährt und doch fehlte es mir an Gefühl und Tiefe für diese Situation. Die Ausreise ist zwischen Kuchen backen, Gesprächen mit Freunden und dem Musical verloren gegangen, wie auch die Liebesgeschichte. Natürlich muss man sein Leben und in dem Fall Ana weiterleben, aber es war alles mehr von "oben" herab und dazwischen gesetzt. Es existierte nicht viel Raum dafür.  Für mich war klar, dass Ana und ihre beiden Zwillinge eventuell gehen müssen, aber mir hat einfach die Emotionalität, aber auch Interaktion gefehlt. Die Tage der Abschiebung rückten immer näher und ich merkte bei Ana wenig davon. Ob sie nun ihre Situation so annahm oder nicht, dass weiß ich nicht, aber mir fehlte einfach etwas. Ich wäre persönlich viel aufgebrachter gewesen, wenn ich wüsste, dass ich gehen müsste. Doch sie war die Ruhe selbst und das machte den Plot und die ganze Geschichte dahinter irgendwie langweilig. Ihre Kinder wussten zudem auch von der Abschiebung, aber auch deren Gefühle plätscherten an der Oberfläche. Auch sie nahmen es hin und außer einem:"Ich will hier nicht weg!, blieben sie farblos in dem Geschichtensumpf. Nicht das der Plot schlecht wäre, ganz im Gegenteil, mir fehlte es schlichtweg einfach an der Tiefe der Geschichte und der Protagonisten und ich konnte mit keinem mitfühlen.

Protagonisten

Ana ist wie die anderen Menschen um sie herum ein wirklich hilfsbereiter Mensch, weshalb sie ihren Nachbarn gerne mal unter die Arme greift. Dennoch blieb sie für mich farblos. Es fehlten, wie auch der Geschichte die Emotionen, ein Kennenlernen auf Augenhöhe, sodass man sich in sie hätte hineinfühlen können. Und es ging mir nicht nur bei ihr so, sondern mit allen Protagonisten. Einfach schade.

Schreibstil

Der Schreibstil war gut und somit flüssig zu lesen.

Fazit

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht gepackt. Zwischen Abschiebung, Kuchen backen und mehr fehlt es einfach an emotionaler Tiefe. Die gesamte Story plätschert vor sich hin, mal wird hier und da abgebogen, aber dennoch bleibt es glanzlos und das fröhliche Cover eine Täuschung.

Bewertung vom 23.02.2020
Mister Romance / Masters of Love Bd.1
Rayven, Leisa

Mister Romance / Masters of Love Bd.1


ausgezeichnet

Cover & Titel
Der Titel, sowie auch das Cover sind sehr gut gelungen und halt eben auch sehr typisch für den LYX Verlag. Das Cover wird von einem gut gebauten jungen Herren geziert, dessen Augen (leider) nicht zu sehen sind. Schade eigentlich, denn soweit ich weiß, hat zumindest das polnische Cover das ganze Schmuckstück darauf und er sieht verdammt gut aus. Warum zeigt er sich nicht also auch auf dem deutschen Cover? Weil es geheimnisvoll wirken soll? Vielleicht. Er hat ein markantes Gesicht, formschöne Lippen, die man gerne küssen möchte, und trägt einen Anzug, der an ihm nicht zu verachten ist. Alles spricht hierbei für den heiß begehrten Max Riley alias Mister Romance.

Sex ist für den Körper. Romantik für die Seele.
Geschichte & Plot
Ich habe mich in die Geschichte von Seite eins an verliebt und später dann in den gesamten Plot, als ich das Buch ausgelesen hatte. Das liegt daran, dass mich nicht nur die Protagonisten die in dieser Geschichte gezeigt worden und zu Wort kamen, sondern die ganze Geschichte humorvoll, leidenschaftlich und detailliert geschrieben wurde, dass ich persönlich gar nicht anders konnte, als sie zu lieben. Anfangs wird man direkt in ein Gespräch zwischen Eden und ihrer Schwester Ash geworfen und das ist so authentisch und witzig geschrieben worden, dass man die beiden einfach gerne haben muss. Ich konnte nicht anders. Alleine Ash hat so einen „markanten“ Humor, dass man ihr nicht böse sein kann, für ihr loses Mundwerk. Zudem will man von Seite zu Seite wissen, wie es weiter geht, Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Jede einzelne Szene konnte ich mir bildlich vorstellen, da sie so gut beschrieben wurde und es passte einfach alles zu 100% zusammen, war stimmig bis ins kleinste Detail und das habe ich selten erlebt, weshalb dieses Buch zu meinen Jahreshighlights für dieses Jahr zählt. Selbst der unvorhersehbare Twist im Plot, der Teil, in dem es dann richtig anfängt spannend und interessant zu werden, wurde sehr gut ausgearbeitet und ist genau an der richtigen Stelle eingesetzt worden. Dass was da geschah, damit hätte ich nicht gerechnet und Eden allerdings auch nicht.

Die Autorin Leisa Rayven hat hier alles perfekt auf den Punkt gebracht und es gibt keine kritische Anmerkung von mir und was die Storys dieses Genres angeht, bin ich es oft.

Immerzu wurde Spannung gehalten, Szenen so gut beschrieben, dass sie manches Mal ein Kribbeln in meinen Händen auslösten, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Eden und Max weiter geht. Dieses Knistern zwischen den beiden, die Rollen die er als Mister Romance einnahm, es war einfach perfekt. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Besser kann man mich persönlich nicht mitnehmen und ich muss an dieser Stelle dazu sagen, ich lese selten bis gar nicht Bücher in diesem Genre, weil es mir oft zu viel um Sex geht. Aber diese Geschichte ist anders, denn zwischen den Protagonisten geschieht etwas. Erst ist es ein loderndes Flämmchen, dann spürt man, dass jeder Blick den sie sich schenken, ein leises Feuer zwischen ihnen entfacht. Dieser Zwiespalt, trotz diesem Verlangen, einfach toll. Ich habe hier das Gefühl gehabt, dass man sich Gedanken darüber gemacht hat. Über die Geschichte, wie verschiedene Figuren miteinander agieren, kommunizieren. Wie das Zusammenspiel zwischen Eden und Max aussehen kann und so weiter. Und ehrlich? Das mag ich.

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Bewertung vom 30.10.2019
Als ob du mich liebst
Schrenk, Michelle

Als ob du mich liebst


ausgezeichnet

Cover & Titel

Das Cover ist in Pastelltönen gehalten und ein goldener Rahmen ziert ein Pärchen, welches Kale und Jass darstellen soll. Wer der Autorin Michelle Schrenk auf Instagram folgt weiß, dass das Christian Krömer und Lucia Kruse (wonderbooks09) sind. Ich finde, dass die beiden ganz wundervoll auf diesem Cover zusammen harmonieren und Kale, Jass und deren Nähe zueinander wunderbar widerspiegeln.

Geschichte & Plot

Die Geschichte um Kale und Jass hat mich von Seite eins an begeistert. Zuerst lernen wir die Liste von Jass kennen, eine die sie unbedingt, in drei Monaten erfüllt bekommen möchte und auf der allerlei Dinge stehen, wie zum Beispiel nackt zu baden. Ihre Wünsche soll nicht irgendein Typ erfüllen, sondern von dem Mann, von dem alle schwärmen: Kale Haber. Ihre Beweggründe, erfahren wir im Laufe der Geschichte und auch die beiden lernen wir immer besser kennen. Kale und Jass neben uns auf eine ganz wunderbare und fantastische Reise mit, die einer Achterbahnfahrt gleicht. Es gibt Höhen und Tiefen, Missverständnisse und Verständnis, Humor und Tränen – nicht nur bei ihnen, sondern auch beim Leser.

Protagonisten

Jass gefiel mir von Anfang an sehr gut und ihre Idee mit der Liste fand ich gut. Das sie aber ausgerechnet Kale gewählt hat, fand ich mutig. Im Laufe der Geschichte erfahren wir, wieso es die Liste gibt und vor allem, wie es in der Gefühlswelt von ihr aussieht. An manchen Stellen, aber das ist kein Kritikpunkt und positiv gemeint, war sie naiv, was ich aber gut fand, da es nicht nur zu ihrem Charakter passte, sondern auch der Geschichte zugutekam. Sie erfüllte in keiner Weise ein Klischee als Protagonistin und wenn, hätte ich das auch nicht schlimm gefunden.

Kale mochte ich gerne und eigentlich brauche ich zu ihm nicht viel sagen, außer: Harte Schale, weicher Kern. Er hat sich toll gemacht, seine Entwicklung habe ich regelrecht gespürt und konnte mich sehr gut in ihn hineinfühlen. Alles in allem, einfach ein Protagonist zum Liebhaben.

Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin ist große Klasse. Es ist authentisch, gefühlvoll und reißt einen mit sich.

Das ehrliche Fazit

Ein wunderbares Cover, wohinter sich eine wunderbare Geschichte versteckt, die einem das Herz auseinanderreißt und wieder zusammensetzt, einen aber auch zum Schmunzeln und Tränchenverdrücken bringt.

Bewertung vom 17.09.2019
Henry God in König des guten Mutes
Me_rêveur

Henry God in König des guten Mutes


gut

Cover & Titel

Das Cover zeigt eine alte Burg, neben ihr steht ein Baum und der Himmel ist in einem strahlenden Blau. Leider wirkt das Cover etwas verwaschen, was vielleicht an der Auflösung des Bildes liegt. Der Titel macht Interesse auf mehr, nämlich wie ist Henry God als Mensch und inwiefern ist er mutig?

Geschichte & Plot

Die Geschichte ist eine reine Poesiegeschichte, die kurz ist aber Überraschungen und Humor bereithält. Die Überschriften sind passend gewählt, was mich aber etwas verwirrte, waren die Randbemerkungen, die mit einem Stern versehen waren. Gerade bei dem Satz »Gerne schickt er den Kindern Albträume, gefangen in Dunkelheit ...« Und etwas oberhalb am Rand steht dann *ha haha ha ha. Darüber bin ich verwundert, denn ich habe die Zeile zum darüber Lachen gesucht. Im Nachhinein fiel mir dann aber auf, dass es auf das böse Lachen bezogen war, nur war es nach wie vor Fehl am Platz für mich aber das ist Geschmackssache. Genauso wie die Sterne für die Mittelaltermusik oder das Liebeslied. Mit viel Fantasie kann man es sich vorstellen, ich hätte aber eine Playlist gut gefunden, damit man sich besser hineinversetzen kann, was der Autor dabei empfunden hat. Es hätte das abgerundet und hätte es eine Spur besonderer gemacht.

Protagonisten

Die Protagonisten fand ich gut, auch der König Henry God gefiel mir. Er ist der Mittelpunkt der Geschichte und ist ein wahrer Held gewesen. Er hat sich vielen getrotzt, war mutig und immer er selbst. Das hat mir gefallen.

Schreibstil

Der Schreibstil ist gut. Dennoch konnte ich das doch recht dünne Buch nicht in einem Zuge lesen, da man es nicht nur auf sich wirken lassen muss, was dort geschrieben steht, sondern weil die nicht beim zweiten Satz immer ein Reim fällt. Beispiel: Wenn ich im ersten Satz mit dem Wort „Baum“ ende, wähle ich beim zweiten Satzende dann das Wort „Raum“. Oft war es aber auch so, dass der erste Satz endete und erst im letzten Satz, vorher folgten noch einige, sich das Wort reimte. Das machte es für mich zeitweilig anstrengend und ich musste das Buch in mehreren Etappen lesen.

Das ehrliche Fazit

Für zwischendurch eine nette Abwechslung, leider mit einigen kleinen Mankos, die vielleicht bei der nächsten Poesiegeschichte ausbleiben.

Bewertung vom 22.08.2019
Perfect Match
Summer, Beth Ellyn

Perfect Match


ausgezeichnet

Cover & Titel
Das Cover finde ich absolut passend zu der Geschichte des Buches. Es ist wunderschön, verspielt und einzigartig. Vier kleine Bilder zeigen Ausschnitte aus der Geschichte um Lacey und Tyler. In der Mitte ziert ein Videofenster diese. Darin steht der Titel des Buches in zwei verschiedenen Schriftarten. Das M ist auf der rechten Seite mit einem Lippenstift verziert. Links unter ihm kann man einen pinken Smiley entdecken. Das ganze Buchcover wird zudem von vielen pinken Sternen und Pünktchen verziert, welches dadurch verspielt wirkt.

Geschichte & Plot
"Als ich das alles hier zum ersten Mal gesehen habe, fand ich es so aufregend. Aber heute kommt es mir vor, als sei ein Instagram-Filter entfernt worden und ich würde erkennen, was nicht perfekt ist." - Seite 368
Die Geschichte wird aus Tracys Sicht geschildert und enthält kleine Ausschnitte aus den Kommentaren, die Tracey auf ihrem Channel „LaceyBlushes“ bekommt. Dies fand ich gut. Vor allem verändern diese sich im Laufe der Zeit. Warum das so ist, verrate ich an dieser Stelle aber nicht. Die Geschichte baut sich langsam aber stetig auf und mir war zu keiner Zeit langweilig. Alles passiert zur richtigen Zeit, an den richtigen Orten und sie ist eine, an der man förmlich haften bleibt, wie Lidschatten am Lidschattenpinsel. Sie bringt Missverständnisse, Verliebtheit, Charme und die richtige Mischung aus wichtigen Themen (YouTube-Influencern und kaputten Familienverhältnissen) mit. Herrlich leicht und mit frischem, jugendlichen Wind ist sie die perfekte Geschichte für zwischendurch. Und das Gute: Es kamen trotz all den Jugendlichen die aufeinander treffen, keine Schimpfworte vor. Selbst bei den Kommentaren von Laceys Abonnenten fiel nicht einer.

Protagonisten
Lacey ist mir von Anfang sympathisch gewesen und ist in ihrer Art herrlich erfrischend, ehrlich gewesen und handelt für eine Jugendliche absolut klasse. Sie ist auch nicht naiv, wie man vielleicht erwarten würde, sondern reflektiert sich immer wieder selbst. Auch, als es von ihren YouTube-Abonnenten Kritik hagelte, die nicht immer konstruktiv blieb, war sie sich treu und ging ihren Weg. Wenngleich dieser nicht immer richtig war, war sie eine Protagonistin die dazugelernt hat. Sie durchlebte eine Veränderung, wuchs an ihren Aufgaben und durch die Hürden die sich ihr in den Weg stellten.

Tyler war am Anfang etwas mürrisch, manchmal auch etwas über den Dingen aber dies war seine Fassade. Diese begann nach und nach zu bröckeln und zum Vorschein kam ein lieber aber gebrochener Junge, der die Musik aus vollem Herzen liebt. Dies merkte man besonders dann, wenn er auf der Bühne stand oder als er Lacey etwas vorgesungen hat. Seine Art hat mir immer mehr gefallen und auch seine Worte. Alleine das er von Lacey nicht loslassen konnte und um sie gekämpft hat, fand ich toll. Was mich wunderte war, dass ihn die Familienverhältnisse nur stärker gemacht und nicht zu Fall gebracht haben. Er bewies Stärke, zeigte aber auch Schwäche.

Schreibstil
Den Schreibstil fand ich sehr gut. Jugendlich, erfrischend, leicht und mit viel Charme.

Das ehrliche Fazit
Eine wunderbare Geschichte mit zwei tollen Hauptprotagonisten, die einen zwischendurch zum Schmunzeln, Lachen und Nachdenken bringen. Für zwischendurch einfach wunderbar! Und eine kleine Message, vor allem im Sinne von Tyler: Egal was dir im Wege steht oder stehen möchte, kämpfe für das, wofür dein Herz in deiner Brust schlägt. Sei stark aber sei auch schwach. Genau das hat er trotz Widrigkeiten vermittelt. Stärke zu zeigen, seine Leidenschaft zu leben, auch wenn nicht alle das verstehen werden. Das müssen sie auch nicht. Und eine kleine Message von Lacey: Verbiege dich nicht für andere Menschen, bleibe dir treu. Was die sozialen Netzwerke betrifft, überlege gut, was du von dir zeigen möchtest und vor allem, wie oft. Lebe dein Leben, welches neben alldem sozialen Kram im Internet läuft, denn nur das beschert dir ein Bauchkribbeln...

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Bewertung vom 21.08.2019
Die Gärten von Monte Spina
Scriverius, Henrike

Die Gärten von Monte Spina


weniger gut

Cover & Titel
Das Cover ist wunderschön gestaltet worden und lädt mit den Inseln in der Ferne und dem Wasser drumherum zum Träumen ein. Auch die bunten Blumen und Palmen, haben etwas exotisches und weisen direkt auf Monte Spina hin.

"Denn das Zimmer, in dem ich lag, war nicht nur viel zu kalt. Es war auch zu still. Weil da nämlich keiner mehr war. Keiner, der neben mir lag und atmete." - Seite 14
Geschichte & Plot
Ich habe anhand des Klappentextes gedacht, dass sich in dem Buch eine wunderbare Geschichte verbirgt, die vieles von der Insel Monte Spina preisgibt, ihre Schönheit beschreibt aber auch hinsichtlich der Protagonisten Veränderungen bereithält. Das die Geschichte aber so „abdriftet“, hätte ich nicht gedacht. Was genau ich meine, erkläre ich im Verlauf dieser Literaturkritik. Anfangs fand ich es wirklich schön, als ich die Gedanken von Toni las und ihre Emotionen wirkten auf mich ein. Es war Zeit für eine Veränderung, sodass sie den neuen Job annahm. Soweit so gut. Diese Veränderung brauchte sie, gerade weil ihr Mann Toni verstorben ist und im Leben muss man auch mal etwas Neues wagen. Bis dahin ist alles nachvollziehbar, schön ge- und beschrieben und hat mir Freude gemacht zu lesen. Doch was dann im Laufe der Geschichte passierte, fand ich sehr schockierend und enttäuschend. Eshat mir die Lesefreude von Jetzt auf Gleich genommen. Darauf möchte ich gerne näher eingehen, damit ihr versteht, worum es mir geht. Vielleicht können sich einige von euch erinnern, dass ich zur besseren Erklärung einen Live-Stream auf Instagram gemacht habe. Dies nur, weil viele mich fragten, was ich denn von diesem Buch halten würde und was mir sauer aufgestoßen ist.

Toni nimmt einen neuen Job an und reist nach Monte Spina. Anfangs ist sie etwas zurückhaltend, immerhin ist alles neu, weiß aber wann sie ihren Mund aufmachen muss und verrichtet ihre Arbeit. Sie lernt die Menschen auf der Insel kennen, welche sehr flach bleiben und trifft natürlich auch auf ihren Chef Max Bror. Durch ihn wird die Geschichte nicht zu einer wunderbar-sommerlichen und leichten Lektüre, wie das Cover und der Klappentext verraten, sondern zur mobbingreichen, sexistischen und anstrengenden, über die man noch lange nach dem Lesen nachdenkt.

Der Aufbau der Geschichte ist für mich nicht nachvollziehbar. Es wurde sich an Klischees bedient, was ich eigentlich nicht schlimm finde. Reich, respektlos und auf Frauen aus. Hier war es aber einfach eine Spur zuviel des Guten. Und wenn ich dachte, dass es jetzt genug war, setzte die Autorin noch einen drauf.

Protagonisten (Achtung: Spoiler!)
Jetzt geht es ans Eingemachte. Ich äußere mich nicht zu den Protagonisten einzeln, wie es sonst der Fall ist, sondern zusammen. Max Bror ist Tonis Chef und hat mir von Anfang an nicht gefallen. Gut, wem gefällt ein Mensch schon, der gegenüber anderen Menschen keinen Respekt hat, diesen aber von anderen verlangt? Niemandem denke ich. Er war gegenüber seinen Mitarbeitern, außer seiner Helen respektlos, beleidigend, forsch. Immer wieder ließ er beleidigende, wenn nicht sexistische Äußerungen fallen und gab den jungen Frauen gerne mal einen Klaps auf den Hintern. (An dieser Stelle denkt euch bitte eine Ohrfeige. Meine hätte ich wohl gleich ausgeteilt, würde man das bei mir machen.) Eines davon war, dass Toni bei ihm zwar Rechte aber auch Pflichten hat und das was sie trägt, nicht tragen darf. Er machte ihr Outfit nieder und wollte, dass sie sich für ihn in Schale schmeißt, mit dem Hinweis, sie könnte soviel aus sich machen. Immerhin wäre sie ein junge hübsche Frau. Somit musste sie mit einer seiner Betthüpferleins, die im übrigen zum Oralverkehr „gezwungen“ wurde (Entweder sie spurt oder sie verliert ihren aktuellen Lebensstandard.) shoppen gehen, um sich neue Kleidung zu kaufen. Nämlich die, die dem Bror besser in den Kram passt.

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1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.08.2019
Perfectly Broken
Stankewitz, Sarah

Perfectly Broken


ausgezeichnet

Cover & Titel
Das Buch kommt in einem weiß-grau-goldenen Cover daher und wirkt wie Marmor, der durch eisige Kälte eingerissen ist. Da wo die Risse zu sehen sind, verläuft flüssiges Gold wie in einem Fluss das Wasser. Dieses spiegelt für mich das Licht im Leben der Protagonistin Brooklyn wider, der bröckelnde Marmor ihre innerliche Zerrissenheit. Ihre Angst ihr Leben wieder mit allen Sinnen zu genießen und die Kälte die sie verspürt, seitdem ein Stück ihres Herzens ihr schmerzhaft entrissen wurde.

"Der Stoff meiner Augenbinde roch nach Thomas und seinem Aftershave, nach Vertrautheit. Nach meinem Zuhause." - Seite 7


Geschichte & Plot
Die Geschichte ist wunderschön, wirklich. Alleine diese Idee mit der Tür, die zwei Wohnungen voneinander trennt, ist toll. Bei Instagram erzählte die Autorin Sarah Stankewitz, als sie den Account vom Forever Verlag moderierte, wie sie zu dieser Idee gefunden hat. Wer es nicht gesehen hat und anschauen mag, klickt hier. Ich bin auf jeden Fall froh, dass sie das für ihre Geschichte genutzt hat. Die Geschichte hat mich einfach mitgerissen, mit jedem Wort, in jeder Zeile. Von Seite zu Seite. Vom Anfang bis zum Ende. In Zwischensequenzen erfahren wir von Momenten, die sie mit Thomas verbracht hat und die Kapitel wechseln sich zwischen Brooklyn und Chase ab. Die Sicht auf beide Protagonisten fand ich sehr spannend und gut, da wir somit einen Einblick in deren Gedanken und Gefühle bekommen. Diese Thomas-Momente hingegen zu lesen, sind nicht nur Momente die einem Gänsehaut bescheren, sondern auch das ein oder andere Tränchen kullern lassen. Taschentücher also bitte parat halten, ich garantiere für nichts, außer für eine wunderbare Lesezeit mit diesem Buch.

Die ganze Geschichte entwickelt sich in einem guten und angemessenen Tempo und es geht mal einen Schritt nach vorne, dann wieder drei Schritte rückwärts, was aber verständlich wird, wenn man dieses Buch liest. Dies tut ihr aber gar keinen Abbruch, sondern alles passiert genau zur richtigen Zeit. Wunderbar gemacht, liebe Sarah!

Ich bin der Meinung, dass ich gar nicht viele Worte schreiben brauche, ihr bemerkt meine Sprachlosigkeit, oder? Es ist und bleibt zauberhaft und ist eines meiner Jahreshighlights in diesem Jahr.

Protagonisten (Achtung: Kleiner Spoiler!)
Die Protagonistin Brooklyn fand ich von Anfang an wundervoll und habe in jeder Zeile mit ihr mitgefühlt, wenn die Traurigkeit sie überkam. Es gab Momente, wo ich mich fragte, warum sie wieder drei Schritte zurück macht. Dann aber wurde mir bewusst, was sie in ihrem Leben durchgemacht hat und warum sie so handelt, wie sie handelt. Ich fand das zeitweise sogar total niedlich, vor allem in der Szene, wo sie betrunken war. An dieser Stelle möchte ich den Satz nicht zitieren aber ich habe Tränen gelacht. Einfach herrlich und humorvoll die Dame. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen und habe ihr ein Happy End gewünscht. Ob dieses jedoch eintrifft, lest selbst.

Chase, der liebe Chase. Was ein wunderbarer, junger Mann. Er brachte viel Geduld mit, seine Worte trafen direkt in mein Herz und hach, kann es nicht mehr solcher Männer geben? Wie er mit Brooklyn umgegangen ist, wie vorsichtig und einfühlsam, auch in diesem einen Moment und nein, ich meine keinen Sex. Ich wünschte, dass mehr Frauen so einen Mann an ihrer Seite hätten. Vor allem einen Mann, der einem Bücher vorliest und Klavier spielen kann. River flows in you. Einziger „Nachteil“ war, ich konnte mir sein Aussehen überhaupt nicht vorstellen. Ich habe es versucht, bin aber kläglich gescheitert. Aber wie sagt man so schön? Nicht das Aussehen zählt, sondern der Charakter und die Taten des liebenden Herzens.

Molly, Brooklyns Freundin fand ich klasse! Ihr Humor war so köstlich und der ein oder andere Spruch hätte von mir kommen können. So eine wunderbare Person. Ich habe sie in mein Herz geschlossen. Ebenso auch Troy, der beste Freund von Chase. Mehr auf beizeitenbuecher.de