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Benutzername: Sandra Belle
Wohnort: Schleswig-Holstein
Über mich: Autorin (Tausendlicht-Trilogie, Blütenzyklus), Lyrikerin & Bloggerin
Danksagungen: 6 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 117 Bewertungen
Bewertung vom 22.03.2021
Ich hasse Männer
Harmange, Pauline

Ich hasse Männer


gut

„Ich habe keine Lust mehr, meine Zeit und Energie darauf zu verwenden, nett und sanft rüberzukommen.“

✨INHALT✨

Das feministische Skandalbuch aus Frankreich, das fast der Zensur zum Opfer gefallen wäre - ein Debattenbeitrag über Sexismus und das Patriarchat, Pflichtlektüre für alle Frauen.

Pauline Harmange hasst Männer – und zwar alle bis auf ihren Ehemann. In ihrem kurzen, pointierten Essay appelliert sie offenherzig, provokativ und nicht ohne Witz an alle Frauen, sich nicht mehr darum zu scheren, was sie in einer männerdominierten Umwelt vorfinden. Dabei ist ihr Buch keineswegs ein Aufruf zur Gewalt, sondern eine Aufforderung zum Umdenken: Frauen sollten das Recht haben, Männern misstrauisch zu begegnen. Denn dieser Perspektivwechsel kann ein emanzipatorischer und freudvoller Umgang mit einer Welt sein, die noch immer von Ungleichheiten in den Geschlechterbeziehungen geprägt ist, eine Möglichkeit der Befreiung in ein selbstbestimmteres Leben, in dem mehr Raum für weibliche Solidarität und mehr Verschwesterung sein sollte.

✨FAZIT✨

Das Buch, welches mir den Feminismus näher bringen sollte, hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Nicht immer sind die Ansätze der Autorin falsch, aber es hat einen faden Beigeschmack, wenn man schreibt das man Männer hasst, im Umkehrzug aber nicht jeden, da man vielleicht selbst in einer heterosexuellen Beziehung ist, Brüder, Kollegen oder Freunde hat. Zudem, so habe ich es jedenfalls empfunden, schlägt mehr Hass entgegen, als ich es für nötig halte, wenngleich ich schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht habe. Eine davon konntest du in meinem letzten Beitrag herauslesen. Es wird mir einfach zuviel pauschalisiert. Im Gegensatz stimme ich ihr zu, wenn sie über die Privilegien von Männern spricht, verschiedene Sozialisierungsprozesse von Mädchen und Jungen und ebenso, wenn es darum geht das wir Frauen (Schwesternschaft) zusammenhalten sollen. Hass finde ich aber absolut ungeeignet, denn ich hasse keinen Menschen. Ich kann wütend sein, ängstlich, vorsichtig gegenüber dem anderen Geschlecht, aber was für einen Sinn hat es, es zu hassen?

Die Autorin bleibt sehr an der Oberfläche, was es schwierig macht ihr zu folgen. Immerzu drängte es mir auf, als wolle sie unbedingt aufzeigen, warum Männerhass wichtig ist und zudem auch funktional sein kann, nur das es manches Mal absolut nicht konstruktive Lösungsstrategien gibt, die es aber geben könnte. Ich hatte das Gefühl, dass sie da sehr in diesem Hass steckt und es daher keine bessere Strategie gibt, dieses Problem beim Schopfe zu packen. Für mich wiegt Hass schwer und ich finde, dass er nicht die Lösung sein kann und sollte. Ich nehme die Männer damit nicht in Schutz, weiß das es hier und da noch Klärungsbedarf, aber auch Handlungen und Änderungen bedarf, aber Hass ist keine Lösung. Hass jetzt gegeneinander auf, obwohl wir alle Hand in Hand gehen sollten und hey, nicht jeder Mann ist ein Arschloch, oder? Viele tragen ihre Frauen auf Händen, geben das Beste für sie und die sind auch gar nicht gemeint. Sondern die, die meinen sie sind der Größte. Der Größte, weil sie ein Mann sind und es sich leisten können. Es bedarf Aufklärung, Erklärungen und es fängt für mich schon im Kleinen an. Als Kind. Bei dem, was die Eltern ihren Kindern beibringen. Und da sehe ich auf meine Jungs und sage mir: „Ihr werdet die Welt verändern. Es ist nicht nötig euch zu hassen.“

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.03.2021
Glückskinder
Simon, Teresa

Glückskinder


ausgezeichnet

REZENSION

„Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder Papier zu riechen. Für mich gibt es auf der Welt keinen schöneren Duft.“

INHALT

München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ...

FAZIT

„Glückskinder“ war ein wirklich tolles Buch, denn schon auf den ersten Seiten konnte es mich begeistern. Nicht nur mit dem Schreibstil, der einfach zu lesen ist, wenngleich dort mal Worte standen, die in unserer Zeit nicht mehr so gebräuchlich sind. Dennoch fand ich es toll diese dort zu finden und kennenzulernen.

In der Geschichte begleiten wir Toni und Griet. Zweier Leben die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch sind sie durch die Um- und Missstände der damaligen Zeit miteinander verflochten. Ich fand die Familie von Toni herum sehr, sehr toll und ich konnte mich in sie hineinfühlen, sie verstehen. Jeder war mir zudem auf seine ganz eigene Art und Weise sympathisch und hat die nötige Würze in die Geschichte gebracht. Man merkte sehr, wie sie in der Zeit gelitten hatten und doch haben sie das Beste daraus gemacht, was einen beim Lesen immer wieder hoffen lässt und einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Tauchen wir in Griets Geschichte ein, bekommen wir ihre Vergangenheit beleuchtet und man spürte, wie schwer sie es gehabt haben muss und welch langer Weg es für sie war, bis sie dort ankam, wo sie es gut hat, auch wenn der Anfang ziemlich beschwerlich war. „Ich. Bin. Griet. Van. Mook. Ich. Werde. Leben.“

Die Zeit von 1942 bis 1948 wurde sehr plastisch dargestellt und man erlebt - im wahrsten Sinne des Wortes - wie die Welt sich im Wandel befindet. Wie die Stadt München im Wandel war. Alleine schon mit der Einwanderung der Amerikaner und dem Tod Hitlers beginnt eine neue Zeit - für alle. Eine neue Zeit in der sich Liebe, Hass, Verrat, Handel und Unsicherheit die Hand reichen.

Die Autorin hat mich mit diesem Buch sehr begeistert, weshalb es von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne gibt. Wer historische Romane mag, die gerade in der Zeit spielen wird „Glückskinder“ lieben. Eine kleine Information: Ich fand das Nachwort sehr gut. Unbedingt lesen! Und als kleine Überraschung gibt es sogar noch einen Auszug aus einem Rezeptebuch mit früheren Speisen zum Nachkochen, wenn es einem beliebt.

Bewertung vom 11.03.2021
Das Lied der Nacht / Die Wayfarer-Saga Bd.1
Bernard, C. E.

Das Lied der Nacht / Die Wayfarer-Saga Bd.1


ausgezeichnet

REZENSION

„Er war golden.
Golden wie Sonnenlicht auf der Haut, die warme Sonne der Steppe jenseits des südlichen Meeres, wo sie geboren war.“

INHALT

Nur ein vergessenes Lied vermag es, die Dunkelheit der Nacht zu durchbrechen. Wäre es doch nur erlaubt zu singen – oder sich zu erinnern ... Das Fantasy-Must-Read des Frühjahrs 2021!

»Ich erzähle euch eine Geschichte. Sie beginnt in einem finsteren Tal mit hohen, schneebedeckten Bäumen. Sie beginnt mit einem einsamen Wanderer in den fahlen Stunden des Zwielichts, in der bläulich glänzenden Dämmerung. Sie beginnt mit einer Frage. Fürchtet ihr euch?«

FAZIT

Wo soll ich anfangen und wo höre ich auf? Ich gebe ehrlich zu, dass ich anfangs mit dem Schreibstil überhaupt nicht zurechtkam. Da war ich dann schon fast auf Seite 50 und hatte dann, weil ich dem Buch und seiner Geschichte eine Chance geben wollte, noch einmal von vorne begonnen und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt!

In der Geschichte begleiten wir Weyd den Wanderer und Caer die Bardin auf ihrem Abenteuer. Wir lernen weitere Protagonisten und Freunde von ihnen kennen. Bahr, Jori und Bellitas den Fuchs, der gerne Beeren mampft. Total niedlich der Kleine und lockert die düstere, brachiale, mystische Stimmung auf. Es war ein absolut schönes Bild, wie alle dargestellt worden sind. Unter jeder Beschreibung konnte ich mir etwas vorstellen und ich hatte das Gefühl, dass ich gerade bei ihnen in der Poststation bin, am Feuer sitze und ihnen einfach nur zuhöre. Genieße. Auch als die Spannung langsam aufkeimt, die Schatten ins Spiel kommen und der Kampf gegen sie so langsam beginnt, was unzählige Menschen das Leben kostet, unter anderem auch die Stria, kommt man kaum mehr zum Luft holen. Spannung pur! Die Stria, ist diejenige, die zum letzten Mal „Das Lied der Nacht“ anstimmt. Ob es das ist, was die Schatten zurückdrängen kann? Das verrate ich dir natürlich nicht.

Die Geschichte ist schön, emotional, spannend, nervenaufreibend aber durch die vorkommende Brutalität, nichts für sensible Gemüter. Es gab Szenen in denen ich nur den Kopf schütteln konnte, weil der Baron nicht sehr gut mit Frauen umgeht und sich das nimmt, was er will. Dazu muss ich aber sagen, dass die Gefühle des Barons beschrieben werden, sodass man weiß, warum er so ist, wie er ist und so handelt. Das ist halt auch ein grenzwertiges Thema, aber es ist eben auch High Fantasy. Es ist einfach alles so plastisch dargestellt, dass man mittendrin ist und es bildlich vor Augen sehen kann, was da gerade geschieht. Das haben wir dem Schreibstil der Autorin zu verdanken, der ab manchen Stellen auch mal zu viel des Guten war, anhand von Satzwiederholungen. Ich sehe das als Stilmittel an, muss aber auch sagen, dass ein Satz oftmals vollkommen ausgereicht hätte. Zudem greifen die Szenen ineinander über und wir bekommen in jeden Charakter einen Einblick, sodass alle Handlungen verstanden werden können.

Im Großen und Ganzen ein wunderbares Buch, eine tolle Geschichte und der Anfang der Wayfarer Saga. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ von fünf Sternen und ich warte sehnsüchtig auf den zweiten Teil und das, obwohl ich absolut kein Reihenfan bin.

Bewertung vom 03.03.2021
Dein erster Blick für immer
Folbigg, Zoe

Dein erster Blick für immer


ausgezeichnet

Der Schreibstil der Autorin ist so lockerflockig, daher lässt es sich wirklich leicht und schnell lesen.Trotz der vorkommenden Modebegriffe, die ab und an mal ins Spiel kommen, stockt man beim Lesen nicht und kann so durch das Buch rauschen.

Maya hat mir sehr gut gefallen und war mir sehr sympathisch. Selbst dann noch, als sie etwas tut, was sich nur wenige trauen würden, aber man kannte den Auslöser und vielleicht hätte der ein oder andere ebenso gehandelt. Sie jedenfalls war eine tolle Freundin, eine tolle Arbeitskollegin und eine heimlich Verliebte. Fand es einfach schön zu wissen, was in ihrem Kopf vorging und konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Der Bahn-Mann kam mit sehr ehrlich und authentisch rüber. Er hat mir an einigen Stellen sogar wirklich sehr leidgetan. Alleine als es um seine Freundin Kitty ging. Er hat’s einfach nicht verdient. Und genau da lässt ihn die Autorin authentisch sein, denn tief in seinem Inneren leidet er, ist traurig und zeigt es. Von wegen „Männer weinen nicht!“ Wir alle sind Menschen und ich finde, dass die Autorin das sehr gut dargestellt hat, dass ein Mann eben auch Gefühle hat und haben darf und das auch das Leben eines Mannes oft mal turbulent ist.

Die anderen Protagonisten haben mir auch sehr gut gefallen und auch die ältere Dame, die Mayas Sprachkurs besucht. Sie hat einfach die Stimmung aufgelockert und mit ein paar Sätzen zum Nachdenken angeregt. Das fand ich ganz wunderbar.

„Dein erster Blick für immer“ ist eine Geschichte, die Humor hat, einem die Schattenseite der Liebe aufzeigt und auch, was passieren kann, wenn man seinen Weg geht oder seinen eigentlichen Weg verlässt. Das das Leben Veränderung ist und somit nicht immer schlecht. Erwarte keinen großartigen Liebesroman, sondern eine Geschichte, aus der Sicht der beiden Protagonisten und ihrem Leben. Das Drumherum nebst den Protagonisten ist hier im Mittelpunkt, bis ein Wendepunkt kommt und die Geschichte schon fast beendet ist aber es lohnt sich, einen Blick hineinzuwerfen. Anders, aber anders schön.

Bewertung vom 20.02.2021
The Music of What Happens
Konigsberg, Bill

The Music of What Happens


weniger gut

Ich finde die Idee des Plots, nach wie vor wirklich gut, doch leider konnte er mich nicht überzeugen. Was einfach an den Faktoren des Schreibstils und der Protagonisten lag. Der Plot und die Geschichte an sich, hatte wirklich Potenzial, welches ich leider nicht unbedingt als genutzt empfunden habe.

Der Schreibstil … Was soll ich zu dem sagen? Schwierig. Ich mag lockere Schreibstile, doch für mich wirkten manche Sätze, gerade die in der wörtlichen Rede, zu gekünstelt und waren manches Mal einfach „too much“ für mich.

Wie gerne hätte ich die Protagonisten gemocht, doch ich habe einfach keinen Draht zu ihnen gefunden. Weder Max noch Jordan konnten mich in irgendeiner Art und Weise beeindrucken oder überzeugen sie zu mögen. Es gab auch nichts, weshalb ich an ihnen hängenblieb, auch um mich nachhaltig zu beeindrucken und über sie nachzudenken, wie es in anderen Büchern manchmal der Fall ist. So erging es mir aber auch mit den anderen Protagonisten. Es war einfach von allem etwas zu viel des Guten.

Leider konnte mich die Geschichte über Max und Jordan nicht bei Laune halten und war von allem etwas zuviel. Weniger wäre mehr gewesen, vielleicht hätte es mich dann überzeugen können. Von mir gibt es daher nur zwei Sterne.

Bewertung vom 21.01.2021
Sturmvögel
Golz, Manuela

Sturmvögel


ausgezeichnet

Wenn ich an die Geschichte denke, trage ich ein Lächeln auf den Lippen. Kennst du auch solche Geschichten? Du denkst an sie und sie zaubern dir ein Lächeln auf deine Lippen, auch wenn sie teilweise mehr Schatten, als Licht waren? Genau das hat »Sturmvögel« trotz seiner Tragik, die sie mitbrachte, geschafft. In verschiedenen Kapiteln reisen wir durch die Vergangenheit und die Zukunft von Emmy, die Tochter von Andries und Janne. Schon früh erfährt Emmy, was es heißt, auf sich alleine gestellt zu sein. Das Einzige, was sie sich in all den Jahren bewahrt hat, ist ihr Humor, denn der kommt, wenn man Emmy kennt und dieses Buch liest, nie zu kurz. Für einen Lacher ist immer gesorgt, vor allem in der Szene als sie beim Arzt sitzt. Aber hey, mehr verrate ich nicht.

In früher Vergangenheit lernen wir erst einmal die Familie von Andries, ihrem Vater kennen und sein Verliebtsein zur armen Tochter Janne aus demselben Dorf. Jahre später heiraten sie und bekommen drei Kinder. Unter anderem Emmy. Im Verlauf der Geschichte wird Emmy als Dienstmädchen eingestellt, dann folgt der erste Ausgang und diesen macht sie mit Hauke einem reichen Sohn. Das erste Mal Verliebtsein, die ersten Schmetterlinge im Bauch in einer schwierigen Situation, immerhin ist sie Dienstmädchen und kein reiches Mädchen, was bedeutet das sie diese Ausgänge eher heimlich tun müssen um nicht entdeckt zu werden. Kaum wird ein Teil aus ihrer Vergangenheit aufgezeigt, gelangen wir in die Zukunft und somit in ihr jetziges Leben. Wir lernen ihre drei Kinder kennen: Hilde, Otto und Tessa und erfahren im Verlauf, wer wann das Licht der Welt erblickte, wie die Kinder aufgewachsen sind und vieles mehr, was ich als sehr spannend und interessant empfunden habe. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft schenkt uns einen Einblick, wie Emmy ihr Leben in frühen Jahren gemeistert hat. Wir erfahren, mit wem sie Kinder bekommen hat, wie Haukes Mutter Charlotte auf Emmy reagierte, als sie von ihrer Schwangerschaft erfuhr und wie das Leben in den früheren Jahren war. Hoffnung. Traurigkeit. Tragik. Krieg. Und mittendrin die humorvolle Emmy, die von ihren Eltern liebevoll erzogen und aufgezogen wurde in großer Armut und jede Menge Liebe weitergab. In einer Zeit, die für viele Menschen bedrückend und aussichtslos war.

Es geschieht so viel in der Geschichte, dass ich nicht viel vorwegnehmen möchte. Die Geschichte gibt einem so viel, sorgt für humorvolle Stunden und Vergangenheit und Zukunft greifen wie Zahnräder ineinander über.

Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Von Seite zu Seite fühlte ich mich unterhalten und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Auch die Beschreibungen/Umschreibungen und Worte oder auch Emmys Humor sorgen für eine wahre Wohlfühlatmosphäre in der Geschichte. Man fliegt hoch in den Himmel und die Welt liegt im Glanz, so schön war er.

Wäre Emmy ein echter Mensch, hätte ich sie geknuddelt, was das Zeug hält und mit ihr Schogetten auf dem Sofa gegessen. So ein wunderbares junges Fräulein, die zu einer wunderbaren Dame wurde, die mutig war, stark, selbstbewusst und ein freches Mundwerk hatte. (Ich liebe Schlagfertigkeit einfach! Wahrscheinlich weil ich genauso bin.) Emmy kann man nur lieben! Genauso aber auch ihre Töchter Hilde und Tessa und ihren Sohn Otto. Sie passten so gut in die Geschichte und rundeten das Bild ab. Hauke und seine Mutter Charlotte, Marianne, oder auch Paul, wurden auf den Punkt hin ausgearbeitet und ich empfand sie zu jedem Zeitpunkt greifbar und echt. Auch wenn ich Hauke irgendwann nicht mehr mochte, genauso wenig wie Emmy, war es einfach schön, auch seine Entwicklung mitzuerleben.

»Sturmvögel« ist ein Buch, was man einfach gelesen haben muss. Ich durfte es nun vorablesen und weißt du was? Ich habe mir die gebundene Ausgabe bestellt, da sie im Regal stehen muss. Dieses. Buch. Gehört. In. Jedes. Bücherregal. Definitiv! Und lass mich ehrlich sein: Ich vermisse Emmy jetzt schon.

Bewertung vom 21.01.2021
Erinnerungen aus Glas
Dobson, Melanie

Erinnerungen aus Glas


ausgezeichnet

In der Geschichte geht es um die besten Freundinnen Josie und Elise, die an Kindertagen unzertrennlich sind. Doch mit den Jahren gehen sie ihre eigenen Wege und während Josie in einem Kinderheim arbeitet und für die armen Kinder, die dort untergekommen sind, sorgt, arbeitet Elise als Sekretärin in der Hollandschen Schouwburg, ein Amsterdamer Theater, die zu einer Sammelstelle für Juden wurde. Nach 75 Jahren mit dem Blick auf das Jetzt wird uns die Geschichte von Ava erzählt, die bei der Kingston-Stiftung arbeitet und nach Uganda reisen muss, um sich vor Ort die Bishara-Kaffeeplantage anzusehen, die die Stiftung eventuell unterstützen sollte. Dabei trifft sie auf den Inhaber Landon und später auf seine Großmutter, die 94 Jahre ist und als junge Frau in Amsterdam an der Rettung der jüdischen Kinder beteiligt war. Dabei stößt sie nach und nach auf Familiengeheimnisse, die mit der Zeit, in der Josie und Elise lebten, zutun haben. Was genau geschieht und wie sich alles zusammenfügt, erzähle ich an der Stelle aber nicht. Wir erleben also die Vergangenheit und die Gegenwart abwechselnd in den Kapiteln. Bedeutet: Wir erfahren nach und nach, wie es um Ava steht, woher sie kommt, wer ihre Vorfahren waren und wer die Kingstons überhaupt sind und vor allem warum die Vergangenheit mit daran beteiligt ist. Die Vergangenheit fand ich sehr, sehr hart und eigentlich brauche ich für ein Buch mit fast 400 Seiten vier Tage, doch das hier ist harte, wenngleich auch wirklich gute und interessante Kost gewesen, gerade wenn man sich für die 40er Jahre interessiert und das Thema erster und zweiter Weltkrieg. Ich brauchte zwischen den Kapiteln immer mal wieder eine kleine Pause, um darüber nachzudenken, denn die Zeit in der der erste und zweite Weltkrieg herrschte, war einfach nur abscheulich. Nicht das sie direkt danach oder davor besser war. Deutschland unter der Führung Hitlers, dann die Vergasung der Juden mit Zyklon B, was von Banken unterstützt wurde, Familien, Kindern, denen gesagt wurde, sie werden es besser haben und die Menschen, der Widerstand, der sich gegen all das gestellt hatte und irgendwie doch verlor. Es war jede Menge, was ich aufsaugen und verstehen musste, was ich hinterfragen wollte. Die Autorin hat das alles total solide gelöst, sodass am Ende keine Fragen offenbleiben. Zumal hat die Geschichte Wahrheitsgehalt, denn all das ist wirklich so geschehen zu damaliger Zeit. Im Nachwort erklärt die Autorin Melanie Dobson einiges, was mir sehr ans Herz gegangen ist und ich auch nie vergessen werde. Auch manche Szenen, die vorkamen, hatten mich fast zu Tränen gerührt, denn es war so sagenhaft intensiv gewesen. Kinder aus dem Theater vor dem Tod retten, sein eigenes Kind weggeben, Heimlichtuereien, Verstecke, Verrat und vieles mehr. Nur um zu überleben. Mir tut das im Herzen weh, dass es damals unter der Hand von Hitler so lief, und ich bin stolz auf meine Großeltern, die in dieser Zeit gelebt haben, gekämpft und vieles mehr. Hoffnung hatten. Überlebt haben. Das war absolut nicht selbstverständlich gewesen. Die Zeit war grausam. Wenn es nicht noch eine Steigerung von grausam gibt und die gibt es gewiss. Sie nennt sich Schmerz.

Die Protagonisten fügen sich alle perfekt in die Geschichte ein und jeder hat seine kleine Aufgabe, die er erledigen muss/möchte. Während Josie sich um die Kinder im Kinderheim kümmert, versucht Elise die Kinder verschwinden zu lassen, die mit ihren Familien in die Konzentrationslager abtransportiert werden sollen. Man kann mit den beiden Freundinnen mitfühlen und das sehr intensiv, was man aber auch dem Schreibstil, aber zu dem komme ich gleich, zu verdanken hat.

Der Schreibstil hat mich von Seite eins an gepackt. Manche Umschreibungen waren so schön, glasklar und berührend. Ich konnte etwas mit ihnen anfangen und haben die Szenerie, dieses Erdrückende noch mehr unterstrichen. Wirklich ganz großartig! Ein Buch, eine Geschichte die einen sprachlos, nachdenklich und irgendwie auch zerstört zurücklässt.

Bewertung vom 18.01.2021
Fall of Legend / Legend Bd.1
March, Meghan

Fall of Legend / Legend Bd.1


weniger gut

Ich muss leider schon in den ersten Zeilen zugeben, dass mir die Geschichte und der Plot überhaupt gar nicht zugesagt haben, was auch der Grund dafür ist dass die Rezension nicht sehr lang sein wird. Anfangs hat es mich total gestört, dass die Protagonistin Scarlett, die eigentlich sehr tough zu sein schien, plötzlich zum kleinen Mäuschen mutierte, als ein Handlanger von dem Herren Legend sie entführt hat. Und alle wie er es tat, war für mich einfach absurd. Warum hat sie sich in ihn verliebt, wo Gabriel doch der Entführer ist? Wo bleibt die Angst? Die Missgunst gegenüber der Person? Wie sie gehandelt hat, kann ich bis heute nicht nachvollziehen.

Im Gegenteil zur Geschichte und dem Plot, hat mir der Schreibstil sehr gefallen.

Schwierig, schwierig und nochmals schwierig. Mir hat weder Scarlett zugesagt, noch Herr Legend und sein Handlanger. Für mich waren sie in ihrer Art einfach anstrengend und teilweise nicht nachvollziehbar.

Für mich leider eine Enttäuschung. Das Positive ist das Cover und der Schreibstil. Daher leider nur zwei Sterne.

Bewertung vom 18.01.2021
Der Hexengeburtstag und andere Vorlesegeschichten / Petronella Apfelmus - Die TV-Serie Bd.1
Steinbrede, Diana

Der Hexengeburtstag und andere Vorlesegeschichten / Petronella Apfelmus - Die TV-Serie Bd.1


ausgezeichnet

Was soll man zu Petronella Apfelmus noch groß sagen, außer das wir sie weiterhin lieben und die Geschichte einfach nur fantastisch fanden? Es war ein voller Erfolg und Lesegenuss, auch für unsere Kleinen, die sich gerade im Vorschulalter befinden. Und auch die beiden Großen hatten dabei ihren Spaß. Jede Menge Humor und eine wunderbare Geschichte obendrauf. Dazu Illustrationen, die wir uns sehr oft angesehen haben und schon haben wir ein perfektes Petronella Apfelmus Geschichtchen.

Der Schreibstil ist gut und fluffig, dass selbst Vorschulkinder damit keine Probleme haben sollten.

Wir lieben sie alle! Alleine Petronella Apfelmus ist so keck, dass man sie einfach gern haben muss. Eine kleine liebenswerte Hüterin des Gartens, die ihre ganz eigene Art hat. Sie kann sich klein machen, sodass sie in ihr süßes Apfelhäuschen passt und manches Mal verwechselt sie auch jenen Zauberspruch. Zudem kann sie sich mit Tieren unterhalten, was ich total schön finde. Wer würde nicht gerne mit Tieren sprechen können?

Ebenso Lea und Luis die Zwillinge sind. Sie gehören einfach dazu und sind ein Teil von Petronellas Hexendasein. Zusammen mit ihr erleben sie lustige Abenteuer. Und was ich total toll fand war, zumal es das erste Buch war, dass ich von ihr gelesen habe: Das wenn Petronella ihnen beiden Apfelkörner gibt, sie so klein werden wie sie selbst und in ihr Apfelhäuschen passen oder ins Erdreich schlüpfen können. Auch die Apfelmännchen, die in der Geschichte vorkommen, sind einfach herzig.

Petronella, die Apfelmännchen und die Zwillinge Luis und Lea sind ein Muss, für jeden der Märchen liebt. Für uns ist es eines, da es einfach magisch, abenteuerlich und etwas Besonderes ist. Von uns gibt es fünf Sterne.

Bewertung vom 18.01.2021
Der Oberhexenbesen und andere Vorlesegeschichten / Petronella Apfelmus - Die TV-Serie Bd.2
Steinbrede, Diana

Der Oberhexenbesen und andere Vorlesegeschichten / Petronella Apfelmus - Die TV-Serie Bd.2


ausgezeichnet

»Der Oberhexenbesen«, »Der Spielverderber« und »Das Stinkeparfüm« sind die drei Geschichten, mit denen uns Petronella Apfelmus wieder einmal absolut begeistert hat. Es war ein voller Erfolg und ein erneuter Lesegenuss, auch für unsere Kleinen, die sich gerade im Vorschulalter befinden. Und auch die beiden Großen hatten dabei ihren Spaß. Jede Menge Humor und eine wunderbare Geschichte obendrauf. Dazu Illustrationen, die wir uns sehr oft angesehen haben und schon haben wir ein perfekte Petronella Apfelmus Geschichten, die wahrscheinlich auch jede Menge anderer Kinder begeistern werden.

Der Schreibstil ist gut, sodass selbst Vorschulkinder damit keine Probleme haben sollten und Geschichte für Geschichte genießen können.

Wir lieben sie alle! Alleine Petronella Apfelmus ist so keck, dass man sie einfach gern haben muss. Eine kleine liebenswerte Hüterin des Gartens, die ihre ganz eigene Art hat. Sie kann sich klein machen, sodass sie in ihr süßes Apfelhäuschen passt und manches Mal verwechselt sie auch jenen Zauberspruch. Zudem kann sie sich mit Tieren unterhalten, was ich total schön finde. Wer würde nicht gerne mit Tieren sprechen können?

Ebenso Lea und Luis die Zwillinge sind. Sie gehören einfach dazu und sind ein Teil von Petronellas Hexendasein. Zusammen mit ihr erleben sie lustige Abenteuer. Und was ich total toll fand war, zumal es das erste Buch war, dass ich von ihr gelesen habe: Das wenn Petronella ihnen beiden Apfelkörner gibt, sie so klein werden wie sie selbst und in ihr Apfelhäuschen passen oder ins Erdreich schlüpfen können. Auch die Apfelmännchen, die in der Geschichte vorkommen, sind einfach herzig.

Petronella, die Apfelmännchen und die Zwillinge Luis und Lea sind ein Muss, für jeden der Märchengeschichten liebt. Für uns ist es eines, da es einfach magisch, abenteuerlich und etwas Besonderes ist. Von uns gibt es fünf Sterne, denn wir lieben, lieben, lieben die Geschichten und wollen mehr davon.