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Benutzername: Causa_Motiva
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Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 14.08.2010
Arm und Reich
Diamond, Jared

Arm und Reich


ausgezeichnet

Im Klappentext des Verlages steht u.a.: "In seinem bahnbrechenden Buch weist ... J. Diamond nach, daß nicht konstitutionelle Unterschiede der Menschen, sondern die klimatischen und geographischen Besonderheiten der verschiedenen Erdteile die Ursache für die Verteilung von Armut und Reichtum sind." Normalerweise sind Klappentexte ja werbewirksame Übertreibungen, aber welcher trockene Hanseat hat diesen Text verfasst :)

Das Buch ist ein absolutes Muss für jeden, der sich für die Menschheitsgeschichte interessiert und dies vor allem aus drei Gründen:

1. Es ist verdammt gut geschrieben! Das Buch hat eine Geschichte, der Autor eine Mission. Er möchte seinem Freund Yali aus Neuguinea folgende Frage beantworten: "Warum seid ihr Reich und wir Arm"? Dabei geht er davon aus - und belegt dies eindrücklich-, dass er die Neuguineser für eher intelligenter und geschickter als uns Westler hält. Es macht einfach Spass das Buch zu lesen.

2. Das Buch ist faktenreich und hat einen innovativen wissenschaftlichen Ansatz. D.h. hier werden keine Meinungen eloquent vertreten, sondern Hypothesen anhand von Fakten getestet und aussortiert. Ich persönlich fand diesen Ansatz ausgesprochen belebend.

3. Das Thema des Buches ist unendlich spannend: Wie haben sich die menschlichen Kulturen entwickelt, warum hat sich an einigen Orten der Ackerbau entwickelt, an anderen nicht? Wie wurden die Kenntnisse weiter gegeben. Warum innerhalb Eurasiens so rasch, warum in Amerika eher schleppen?

Ich wiederhole mich gerne: Das Buch ist ein Muss für Menschen, die sich für Anthropologie oder Geschichte interessieren. Gut geschrieben, faktenreich und innovativ. Was will mach von einem Sachbuch mehr erwarten?

11 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.08.2010
Warum die Menschen sesshaft wurden
Reichholf, Josef H.

Warum die Menschen sesshaft wurden


gut

Ich fand die These mit der das Buch beworben wird ("Am Anfang war das Bier") ganz amüsant und habe das Buch mit in den Urlaub genommen. Das Buch liest sich gut, nur die These (Drogen sind wichtig für das Verständnis zur Sesshaftigkeit der Menschheit) wird eher am Ende und Rande behandelt und nicht wirklich gut belegt.

Das Buch ist vor allem eine Herausforderung an die üblichen Thesen zu Sesshaftigkeit und die Alternative des Autors eine Hypothese. Das schreibt der Autor auch so, dem Verlag war das wohl nicht "knackig" genug.

Also: Das Buch besticht vor allem durch die faktenreiche und profunde Kritik der bislang vertretenden Thesen zur Urbanisierung der Menschheit. Wenn man z.B. J. Diamond "Arm und Reich" gelesen hat, ist das ein interessanter anderer Denkansatz. Nicht mehr und nicht weniger.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.06.2009
Friedrich August von Hayek zur Einführung
Hennecke, Hans J.

Friedrich August von Hayek zur Einführung


sehr gut

Das Büchlein tut genau das, was es soll, nämlich eine knappe, trotzdem fundierte und lesenswerte Einführung in das Werk Friedrich August von Hayek zu geben. Die Mischung aus biographischen Hintergrundinformationen und Einführung in das Werk ist aus meiner Sicht sehr gelungen, der Schwerpunkt liegt auf letzterem. Der Autor Hans Jörg Hennecke zeichnet sich - soweit ich das als Laie beurteilen kann - durch eine souveräne Sachkenntnis der Wirtschaftwissenschaften aus, was es ihm ermöglicht die wesentlichen Elemente des Hayek´schen Werkes gut verständlich darzulegen und in den historischen Kontext zu stellen. Trotzdem erscheint die Darstellung objektiv und nicht wertend.

Ich habe das Buch als Beginn meiner Auseinandersetzung mit dem "Neoliberalismus" gerne und mit Gewinn gelesen.