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Benutzername: puppetgirl


Bewertungen

Insgesamt 81 Bewertungen
Bewertung vom 12.09.2019
Die Mottenkönigin (eBook, ePUB)
Jacoby, Beatrice

Die Mottenkönigin (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Klarabell und ihre Cousinen haben es mit ihren Eltern nicht gerade einfach. Die drei besitzen Fähigkeiten und auf ihrem Internat in Köln ist das nicht so besonders, denn dort haben alle Gaben. Je nach Gabe, gibt es noch gewisse Regeln, denn auch die „normalen“ Menschen merken recht schnell, ob jemand vor ihnen steht, der eine Gabe besitzt. Die Geschichte spielt in unserer Welt, ist aber dennoch anders. Denn die besonderen Menschen, reden nicht mit den „Normalos“, denn das könnte für sie zu fatalen Folgen führen. Was, wenn man sich einen Fluch einfängt? Die bekommt man nämlich sehr schlecht wieder weg! Und dann gibt es da dieses Ritual, in dem eine Wahrsagerin einem sagt, wie es mit einem weitergeht. Für Klarabell eine nicht so sonderlich tolle Geschichte, denn sie bekommt gesagt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Ihr 18 Geburtstag rückt immer näher und dann soll es passieren. Mir stellte sich immer wieder die Frage, was ich machen würde, wenn ich solch eine Information bekomme. Würde ich mich weinend zusammenrollen? Würde ich alle Regeln brechen und einfach nur noch machen, was ich bisher nicht getan habe und unbedingt noch erleben möchte? Auch Dinge, die gefährlich sind, da es mir ja eigentlich egal sein kann, nicht mehr lange und ich schlafe für immer? Aber dann ist es in Klarabells Leben noch etwas anders, denn sie könnte kämpfen. Sie könnte Wege betreten, die es bei uns so vielleicht nicht gibt, aber was ist sie bereit dafür zu zahlen? Wenn man dann ewig leben könnte, würde man sich dann eine Last aufbürden, die einem vielleicht für immer im Nacken sitzt und an sich selbst zweifeln lässt? Oder genießt man dann doch einfach, was einem gegeben ist und nutzt die letzten Wochen nochmal aus? Aber vor allem: wem erzählt man davon? Den Eltern, die selbst nicht begabt sind und einen nur nutzen um sich selbst zu profilieren? Oder den Cousinen, die dann vielleicht zu tiefst traurig sind, einen in Watte packen und dann vielleicht noch vor allem schützen wollen, was einem passieren könnte, wenn man auf die Straße geht?

Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet Beatrice Jacoby in ihrem Buch auf eine sehr angenehme Weise. Wir werden in diese Welt eingeführt, bekommen einen Eindruck, wie es mit den Regeln und auch Vorzügen aussieht, die solche in Leben haben kann, aber eben auch welche Probleme und Nachteile man hat, wenn man eine Gabe hat. Gerade diese Nachteile fand ich hier sehr deutlich dargestellt, denn es war nicht dieses: Boah, diese Gabe möchte ich auch haben, die ist ja total toll, damit kann man dies das und jenes machen, sondern man ist auch mit den Nachteilen einer solchen Gabe in Berührung gekommen und das fand ich sehr überzeugend und teilweise auch erschreckend dargestellt.
Vielleicht kann man das auch auf unser Leben übertragen, denn es ist nicht immer toll, wenn man etwas ganz besonders kann. Man trägt eine hohe Verantwortung und hat vielleicht so viele Einschränkungen, die wir gar nicht sehen.
Zudem spielt die Autorin mit den Charakteren, lässt sie sich entwickeln und nutzt Kleinigkeiten um ihren Schützlingen etwas mit auf den Weg zu geben, was ihnen helfen könnte, was aber auch wieder Steine in den Weg werfen könnte. Entscheidungen zu treffen und mit ihren Folgen zu leben, das ist auch eines dieser Themen, die hier beleuchtet werden.
Gern würde ich weiter in dieser Geschichte lesen, ob ein zweiter Teil kommen wird, kann ich nicht sagen, nach dem Ende weiß ich aber auch gar nicht, ob es sich anbieten würde. Ich halte die Augen offen!

Bewertung vom 10.09.2019
Der Hölle Zorn (eBook, ePUB)
Neeb, Ursula

Der Hölle Zorn (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Im Roman „Der Hölle Zorn“ begleiten wir Mathew. Er ist Wächter in einer Irrenanstalt, genauer gesagt im Bethlem Royal Hospital in Londen des Jahres 1915. Er ist einer Abteilung zugewiesen, auf der Frauen jahrelang eingesperrt werden, da die zu den schlimmsten Fällen zählen. Blutrünstig und mit Seelen so schwarz wie die Nacht. Aber warum sitzt dann Lilly hier? Mit ihr spielt Mathew Schach und sie ist nie auffällig geworden, so wie vielleicht andere Insassinen, die andere verletzten oder ähnliches. Sie ist schon viele Jahre hier und ist in keiner Weise auffllig. Für ihn stellt sich die Frage, was diese Frau angestellt haben soll. Etwas Licht ins Dunkel bringt das Tagebuch, was er von ihr Vermacht bekommt. Wie soll er damit umgehen? Stimmen die Sachen, die sie dort notiert hat? Ist es die Wahrheit oder nur ein Hirngespinst einer sehr kranken Frau?
Ursula Neeb hat sich mit Quellen und Theorien über Jack the Ripper befasst und daraus ist dieser Roman entstanden. Jack the Ripper ist wohl ein Thema, was ziemlich viele Menschen fasziniert. Eigentlich schon etwas abartig, oder? Brauchen wir wirklich einen Serienmörder damit wir fasziniert sind? Warum ist das so? Mich selbst hat es teilweise irritiert, wie abgeklärt ich mit einigen Beschreibungen in diesem Buch umging. Sind wir auf manche Weise schon so sehr abgestumpft? Oder liegt es dann daran, dass wir selbst so etwas nicht im wahren Leben gesehen haben? Man weiß es nicht und dennoch folgt man gern dieser Faszination. Gerade der Psyche eines „kranken“ Menschens.
Auf den etwa 300 Seiten begeben wir uns auf zwei verschiedenen Zeitspannen durch das Buch. Die eine Zeitspanne ist das aktuelle Leben von Mathew. Wir werden mitgenommen und dürfen sehen, wie sich das Leben mit seiner Familie verändert hat, seit der als Wächter arbeitet. Kann so etwas spurlos an einem vorbeigehen? Nimmt man etwas mit nach Hause, wie kommt man mit dem Druck klar, der sich in einem bildet, der ja auch irgendwie abgebaut werden muss? Heute würde man vielleicht selbst zum Therapeuten gehen, aber so war das damals einfach noch nicht, jedenfalls nicht so, wie heute.
Und dann gibt es da diesen anderen Strang. Lillys Tagebucheinträge. Sind es wirklich Tagebucheinträge? Hat sie das alles erst im Nachhinein geschrieben und dabei so einiges durcheinandergebracht? Hat sie das wirklich empfunden, was da steht oder hat sie einfach nur eine sehr gute Auffassungsgabe und somit Fakten zusammengetragen, die sie selbst so nicht erlebt hat? Man weiß es nicht und auch Mathew ist etwas überfragt.
Wie geht er damit um, was er da in diesem Buch liest? Was bedeutet das für ihn? Für die Familie, die Lilly schon ewig nicht mehr gesehen hat und könnte es sogar einen Einfluss auf London haben? Eine Frau im Bethlem hat vielleicht so viel Macht?
Die Autorin schafft es einen dazu zu bringen dran zu bleiben. Sie portioniert die Geschehnisse und lässt uns Zeit zum Verdauen, denn wir erfahren immer nur so viel, wie Mathew gerade auch verkraften kann. Das macht es spannend und gerade auch diese Reaktionen von ihm und seiner Umgebung zu erleben, lassen einen nicht richtig los. Zudem werden hier Fragen aufgeworfen, die ich nach dem Ende des Buches gern selbst recherchieren möchte. Was ist dran, was für Vermutungen und Beweise liegen uns heute vor? Will man vielleicht einiges einfach nicht wahrhaben? Ja, Jack the Ripper ist etwas Faszinierendes, ob das nun etwas Gutes ist oder nicht, darf jeder für sich selbst beantworten.

Bewertung vom 09.09.2019
Himmelsklang & Höllendröhnen
Night, Aurelia L.

Himmelsklang & Höllendröhnen


sehr gut

„Himmelsklang & Höllendröhnen“ hat schon ein Cover, was zum Nachdenken anregt, denn bestimmt sehen viele etwas Anderes. Könnte der weiße, doch flockige Hintergrund, Nebel oder Schnee oder Wolken darstellen? Und was ist das Schwarzrote davor? Sind es schwarze Flügel, die brennen? Da ist dem Hawkify Verlag ein wirklich interessantes Cover gelungen, denn die restliche Schrift in Schwarz und Weiß, passt sich wirklich gut ein.
Und dann kommt die Geschichte. Wir haben eine Studentin, die auf Rache aus ist. Wir haben Dämonen und wir haben einen gefallenen Engel. Kayla hat in jungen Jahren so einiges erleben müssen und man versteht, warum sie sich rächen möchte. Zudem ist an ihr etwas anders. Sie nimmt in ihrem Körper ein Dröhnen wahr. Dieses Dröhnen führt sie zu Dämonen und dann wird dieser Rachedurst in ihr immer größer. Bis sie auf Elias fällt, der gefallene Engeln, von dem ich sprach, hat sie nur mit dieser Rache zu tun, doch mit seinem Erscheinen, tritt er einige Ereignisse los, die etwas in Kayla verändern. Dieser Veränderung führt Kräfte ans Licht, die vorher verborgen lagen. Ist sie wirklich so etwas Besonderes, dass sie nun nicht mehr diejenige ist, die nachts jagen geht, sondern diejenige ist, die sich nun verstecken und verteidigen muss? Was ist da passiert und warum scheint gerade so viel an ihr zu hängen?

Viele lesen jetzt Himmel und Hölle und Engel und Dämonen. Oft kann es dann dazu führen, dass man gerade, wenn das Wort Gott fällt, sich dann doch vom Buch abwendet, denn viele sind heute von religiösen Büchern abgeschreckt. Aber halt, ihr müsst nicht weglaufen. Ich selbst bin nicht ganz der Freund von dieser Himmel- und Hölle-Geschichte, da mir da viel Negatives in der Denkweise, die wir über die Medien vermittelt bekommen, aufstößt. Doch liegt hier das Augenmerk auf etwas Anderem. Denn für mich war dieser deutlich mehr auf das Zwischenmenschliche, die Entscheidungen und die Auswirkungen von Entscheidungen gesetzt. Das Drumherum passt aber sehr gut, gibt den Charakteren gewisse Einschränkungen, die sie zwingen sich an gewisse Regeln zu halten. Aber sie haben auch Raum sich zu entwickeln und sollen eben auch eigene Entscheidungen treffen und dann lernen, wie man mit diesen Konsequenzen umgehen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Idee mit einem anderen Hintergrund so gut funktioniert hätte, darum bin ich froh, dass mich dieser doch religösanklingende Aspekt nicht abgeschreckt hat, denn sonst hätte ich so einiges verpasst.

Dennoch kann ich dem ganzen nicht die vollen Sterne geben. Ich kann nicht beschreiben, was es war, was mir an dieser Stelle sehr leidtut, denn so kann ich der Autorin nicht helfen. Aber irgendwas fehlte mir, damit es wirklich zu einem Highlight geworden wäre. Mir fehlte ein wenig der Funke, der hätte überspringen können, denn die vorhandenen Emotionen kamen nicht ganz bei mir an, zogen mich nicht ganz mit. Ob es nun an mir oder dem Buch lag, kann ich leider nicht sagen.
Und für alle Romantasyfans, ist ein wenig Liebe dabei, aber es ist nicht zu schmalzig, was ich wieder gut fand, denn mit so etwas kann ich gar nicht umgehen!

Bewertung vom 06.09.2019
Die Heimkehr der Bärenführerin
Weisz, Lea

Die Heimkehr der Bärenführerin


ausgezeichnet

Achtung, dies ist der zweite Teil, somit sind kleine Spoiler nicht zu vermeiden.

„Die Heimkehr der Bärenführerin“ setzt genau da an, wo der erste Teil aufgehört hat. Dennoch hat die Autorin einige kleine Rückblicke oder erklärende Stellen eingebaut, die den Lesefluss nicht stören, aber neu einsteigenden Lesern auch die Chance geben, ohne den ersten Teil gelesen zu haben, nicht im Nachteil zu sein. Diese kurzen Rückblicke gaben mir auch kleine Denkanstöße, denn es ist nun auch schon eine Weile her, dass ich den ersten Teil gelesen habe. Somit war ich darüber sehr dankbar.
Dieser zweite Teil steht dem ersten in nichts nach. Die Autorin ist ihrem Schreibstil treu geblieben, arbeitet mit Spannung und Wendungen und lässt ihre Charaktere da weitermachen, wo sie im ersten Teil aufgehört haben.
Aber worum geht es eigentlich? Agnes ist die Tochter des Grafen von Langerode. Sie hat schon immer einen guten Draht zu Tieren gehabt und beeindruckte somit schon viele Menschen, wie gut sie doch die Tiere verstand und ihnen helfen konnte, wo andere verzagten. Im ersten Teil traf sie auf die Gauklergruppe und somit auf Kilian. Sie hatte ihr Herz verloren und so reiste sie mit ihm mit. Ihre Schwester blieb auf der Burg Langerode und machte keine gute Zeit durch. Nach dem Tod des Grafen, sind die Damen im Hause der Willkür der neuen Besucher ausgeliefert. Wie sollen sie sich verteidigen? Am Ende flüchtet auch die zweite Tochter des Hauses mit ihrem Stallburschen und versucht ihre Schwester zu finden. Man sollte bedenken, dass wir uns in der Eifel um das Jahr 1348 befinden. Somit haben wir hier einen historischen Roman und wir erleben, wie die Meinung gegenüber Gauklern ist und gerade auch die Männer hat Lea Weisz hier in ein spezielles Licht gerückt. Denn ihre Charaktere haben es sicher nicht einfach.
Immer wieder müssen sie durch Erlebnisse, die man sich selbst und meist auch nicht seinem Feind wünschen würde.
Gerade diese Hasscharaktere hat sie sehr gut geschaffen, denn sehr oft hatte ich ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend oder wollte ins Buch und für Gerechtigkeit sorgen. Denn gerade die Ungerechtigkeit dieser Zeit wird hier doch sehr deutlich.

Hier geht es nicht um eine Geschichte mit Liebe und niedlichen Tieren, sondern um das harte Leben in der Zeit um 1348. Wozu sind Leute fähig, hat man als Frau einen eigenen Willen, wem wird geglaubt, wenn es darum geht einen Schuldigen zu finden? Wer ist der Verantwortliche für die einfachsten Dinge und welche Menschengruppen sind so verpönt, dass niemand etwas mit ihnen zu tun haben möchte? Ich habe mir immer wieder gedacht, dass ich damals definitiv nicht leben wollte. Allein schon die Lebensumstände. Aber ist es heute so viel besser? Klar, wir haben so vieles mehr, wir haben Komfort und Luxus, aber sind unsere Ansichten deshalb so anders? Gibt es nicht auch heute noch die Gruppe von Mensch, die abstempelt ist, der man negativ gegenübertritt? Ich finde dieses Buch wirft Fragen auf und soll den Leser berühren. Dies ist in einer für mich sehr realistischen Geschichte verpackt, auch wenn es minimal fantastische Ansätze gibt. Gern würde ich einen weiteren Teil mit den Charakteren erleben, aber ich glaube, dass diese Reihe mit diesem zweiten Band beendet ist. Aber man wird sehen, was da vielleicht noch kommt.

Bewertung vom 04.09.2019
Maschinenwahn
Capiti, Carmen

Maschinenwahn


ausgezeichnet

„Maschinenwahn“ ist der erste Teil der „Maschinen-Trilogie“ und bieten einen tollen, spannenden Einstieg in die Reihe. Das Cover hat mich als erstes aufmerksam gemacht, denn irgendwas stimmt bei der Frau mit dem roten Haar nicht, deren Gesicht groß auf dem Cover zu sehen ist. Nicht nur, dass sie so blass ist und alles so bläulich scheint, sondern irgendwas ist um ihre Augen. Das Wort Maschinenwahn, welches sich links von unten nach oben streckt, lässt dann eine Idee aufkeimen. Ist sie vielleicht ein Roboter? Oder hat man etwas bei ihr gemacht? Die Neugier stieg und der Klappentext hatte mich dann endgültig!
Denn es geht um Sam, er betreibt eine illegale Arztpraxis und scheinbar kann er Cyperprothesen bei Menschen einpflanzen. Was soll ich mir darunter vorstellen? Wird es ein Bein? Ein Arm? Oder kann man hier schon einiges mehr machen? Nun beginnt es damit, dass der arme Kerl doch wirklich mal wieder etwas Geld gebrauchen könnte. Und so ist er nicht ganz abgeneigt, als er einen großen Auftrag bekommt. Er nimmt an, denn wer ist schon so dämlich und lässt sich so viel Geld durch die Lappen gehen? So wirklich geheuer ist ihm das Ganze aber schon bald nicht mehr, denn da liegt eine Frau auf seinem Tisch und er soll zahlreiche Prothesen bei ihr einbauen. Was soll aus dieser Frau werden? Klar, in der Zeit ist es normal, dass man seinen Körper etwas aufbaut und verbessert, aber so viel mit einem Mal? Was ist sie von Beruf, dass sie solche Prothesen braucht? Während der OP erwacht die Patientin aus der Narkose und flüchtet. Nun hat Sam ein riesiges Problem, denn sein Auftraggeber scheint nicht gerade der nette Kerl von nebenan zu sein und setzt ihm ein Ultimatum. Entweder bringt er die Frau wieder und sorgt dafür, dass seine Arbeit vollständig beendet wird oder er hat nicht mehr lange zu leben. In was Sam dann schlittert, dass müsst ihr selbst erleben, denn mir hat es richtig viel Spaß gemacht. Nicht etwa, weil es lustig zu ging, sondern weil ich die Idee wirklich gut umgesetzt finde. Die Charaktere hier etwas aufdecken, was sich irgendwo da draußen auch abspielen könnte. Dieses Buch zählt hier, so glaube ich, ganz stark gewisse Missstände auf und lässt einen nachdenken. Darum bin ich auch sehr darauf gespannt, was in den beiden anderen Teilen denn noch so kommen wird.
Ich würde mich wohl nicht gerade wohl fühlen, wenn man soweit in der Technik ist! Klar, man könnte vielen Menschen helfen, aber zu welchem Preis? Dies stelle ich mir heute schon so oft, ob wir das Leben für viele Menschen wirklich so viel lebenswerter machen, wenn sie am Ende vielleicht nur noch von Maschinen am Leben erhalten werden, wenn sie sonst vielleicht ihren wohlverdienten Für-immer-Schlaf hätten. Aber dann kann ich auch wieder die Leute verstehen, die an diesen Menschen so sehr hängen und sie nicht gehen lassen wollen.
Es ist eine unglaublich schwere Frage und sie wird hier mit Spannung beleuchtet. Was dürfen wir mit unserer Technologie alles machen? Wie weit dürfen wir einen Menschen verändern und was bedeutet das für uns?

Ich bin auf die beiden anderen Teile gespannt, die es gerade als Ebook recht günstig zu erhalten gibt! Von mir könnt ihr auch die Rezensionen zu den anderen Teilen erwarten, denn ich habe zugeschlagen, da ich wissen will, was noch passiert in Sams nun doch wilder Reise!

Bewertung vom 03.09.2019
Geschichten aus Nian 01. Lindenreiter
Belt, Paul M.

Geschichten aus Nian 01. Lindenreiter


ausgezeichnet

Der erste Teil des Nian- Zyklus, führt uns in diese ganz eine kleine Welt, die sich der Autor da überlegt hat. Doch ist sie gar nicht so anders, als unsere eigene Welt, denn dort gibt es Menschen und Tiere, die einfach viel kleiner sind als wir. Aber die Pflanzen und die restliche Landschaft, sind wie unsere Welt. Ob diese kleinen Geschöpfe irgendwo da draußen sind und wir sie einfach gar nicht wahrnehmen? Fliegen sie vielleicht auf einem Lindenblatt an uns vorbei und wir merken es gar nicht, weil unsere Aufmerksamkeit durch den Alltag viel zu sehr geschwunden ist? Man weiß es nicht.
Das Cover passt wunderbar zur Geschichte. Wir haben die Landschaft vor uns, so wie wir sie kennen und dann eben den Schatten von einem Lindenreiter oder sollte ich lieber Silhouette sagen? Die Stimmung des Covers ist für mich ein angenehmer Herbsttag, der am Ausklingen ist. Gern würde ich an diesem Fluss stehen und mir diese Landschaft ansehen. Aber wäre es nicht sogar noch toller, eben dieser kleine Lindenreiter zu sein, der auf dem Blatt fliegt und sich alles betrachten kann?

In diesem ersten Teil erfahren wir etwas über die Legende der Lindenreiter und was sie über die Jahre in Nian bewirkt hat. Zudem haben wir zwei Geschichten, die wir verfolgen dürfen. Da wäre Kai, der eigentlich nur Urlaub mit seiner Familie machen wollte und dann in ein Unglück gerät und so einiges erlebt. Die Riesen, die alle nur noch für einen Mythos gehalten haben, tauchen auf und so beginnt seine Reise. Danach begleiten wir Lia und auch sie hat so einige Erlebnisse mit der Natur, die ich wunderbar beschrieben finde.
Der Autor spricht das innere Kind an und so war ich wirklich froh mich auf dieses Buch eingelassen zu haben. Denn mein eigenes inneres Kind möchte öfter mal an die Oberfläche und muss sich gerade in der heutigen Zeit immer wieder zurücknehmen, da es ja im Berufsleben doch sehr unpassend sein kann. Doch in diesem Buch konnte man wieder Träumen. Oft habe ich das Buch abgelegt und mir die Bäume vor dem Fenster angeschaut oder den Bienen dabei zugesehen, wie sie ihren Nektar sammeln. Wenn man sich auf dieses Buch einlässt, nimmt man vielleicht mal wieder eine kleine Auszeit und betrachtet die Natur deutlicher, als vielleicht im Stress des Alltags. Eine weitere gute Seite hat dieses Buch, denn ich finde die Geschichten super zum Vorlesen. Hin und wieder sind selbstgezeichnete Illustrationen enthalten, die einem nochmal den Text bildhaft vor Augen führen. Zudem schreibt der Autor in einer sehr bildhaften Sprache und die Bäume, die Gräser und das Wasser haben ihre eigene Sprache, die es zu einem fantastischen Erlebnis machen können, wenn man das Buch aufschlägt und daraus vorliest. Durch die Unglücke, die vielen erst passieren müssen, damit sie auf ihren Instinkt und die Stimme in sich hören, wird es nicht langweilig auf diese Reise durch die Gegenden von Nian zugehen. Denn es gibt so einige Aufgaben zu erledigen und dabei lernt man noch so einiges, denn auch unsere kleinen Freunde haben noch vieles im Umgang mit anderen zu lernen.
Von mir gibt es eine deutliche Empfehlung für alle, die dem Alltag entfliehen wollen, ihr eigenes inneres Kind mal wieder rauslassen wollen oder denjenigen, die gern eine Geschichte mit ihren Kindern lesen! Ich werde diesen Zyklus weiterverfolgen, da es eine wunderbare Lektüre ist um aus dem Alltag zu entfliehen.

Bewertung vom 28.08.2019
Voodoo Nights
Winter, Natalie

Voodoo Nights


ausgezeichnet

Ein neuer Fall der Shifter Cops steht an. Ich muss gestehen, dass mir ein Krimi mit einem gewissen Fantasyfaktor doch deutlich mehr Spaß macht. Da können Dinge vorkommen, die in einem „normalen“ Krimi so einfach nicht vorkomen können. Zudem ist es meist auch viel schwieriger, gerade wie in den Fällen der Shifter Cops, denn die Kollegen wissen, dass etwas seltsam ist mit den Kollegen, aber was es ist wissen sie nicht. Wir als Leser erfahren sehr schnell, allein schon durch den Titel, dass wir es mit Gestaltwandlern zu tun haben. Den Vorteil haben die Kollegen aber nicht.

Aber nun zum eigentlichen Buch. „Voodoo Nights“ ist das vierte Buch der Shifter Cops. Vorkenntnisse sind keine nötig, denn man bekommt jedes Mal einen neuen Fall serviert und wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass meine erste Berührung mit den Shifter Cops im zweiten Fall war „Der Fluch der Schwarzen Dahlie“.

In diesem Fall befinden wir uns in New Orleans und wir verfolgen zwei Zeitstreifen. Zum einen befinden wir uns im Jahr 2007, denn da hat der Cross-Killer zugeschlagen. Und dann befinden wir uns nun 7 Jahre später ebenfalls in und um New Orleans. Wobei der Ort an sich nicht so wichtig ist, denn wer hier eine Beschreibung der Stadt erwartet, der wird hier nicht fündig. Hier geht es um die Charaktere, den Mordfall und wie der Titel schon sagt Voodoo. Wer die Reihe kennt, der hat Kaja und Setz schon kennengelernt. Kaja ist vom Typ her jemand, der nicht mit anderen kann. Oder können die anderen nicht mit ihr? Als es um den Cross-Killer ging, Saß sie noch in der Presseabteilung und sollte sich um die Facebookseite ihres Departments kümmern. Eine kleine Strafe ihres Vorgesetzten, weil sie nicht mit anderen kann? Aber das hält Kaja nicht auf, denn irgendwas stimmt da nicht.

Nun sieben Jahre nach dem Fall, soll der Schuldige seine Bestrafung erfahren. Kaja ist nicht in der Stadt, vielleicht ist das ganz gut, denn sie ist in Paris und somit nicht in der Nähe als Opfer auftauchen, die ähnlich zugerichtet sind, wie die Opfer des Cross-Killers. Was hat es damit auf sich? Seth ist Kajas Partner und hält in New Orleans die Stellung. Sie sind nicht nur auf der Arbeit Partner, was es alles vielleicht noch etwas komplizierter macht. Er muss nun herausfinden, was damals passiert ist und was es mit den aktuellen Ereignissen zu tun hat. Dabei steht ihm eine Frau namens Phoebe zur Seite, die damals als Praktikantin mit Kaja zu tun hatte und die einige sehr seltsame Macken hat, die es für Seth einfach nur nervig und belastend machen, dass er sie an seiner Seite hat. Wie kann eine Person nur so wenig hilfreich sein?

Ich habe mir in letzter Zeit einige der alten Rezensionen zu den vorhergehenden Fällen durchgelesen und finde, dass die Autorin deutlich gewachsen ist. Man erfährt deutlich mehr über die einzelnen Charaktere, was sie sich wünschen, waru sie sind, wie sie sind, aber es ist nicht zu viel, sodass der eigentliche Mordfall aus den Augen verloren wird. Zudem haben die Zeitsprünge und ein weiteres Element, eingebaute Artikel, einen Faktor, der Fragen aufwirft und zu Vermutungen anregt. Diese Elemente machten es für mich sehr spannend der Geschichte zu folgen. Auf dem Thema Voodoo wird auch nicht großartig rumgeritten, so wie man es vielleicht sonst hat, aller wir nehmen eine Puppe und pieksen Nadeln rein, sondern da wurde sich mit der Thematik auseinandergesetzt. Das hier der fantastische Faktor miteingebaut werden kann, kam der Thematik sehr gelegen und macht diesen Fall zu einem sehr stimmigen Leseerlebnis.

Gerne würde ich weitere Fälle der Shifter Cops lesen, denn hier geht es um Fakten und Ermittlungsarbeit! Aber dennoch kommt die Spannung nicht zu kurz!

Bewertung vom 21.08.2019
Die Seelenspringerin - Machtspiele
Florean, Sandra

Die Seelenspringerin - Machtspiele


ausgezeichnet

Ich habe für mich selbst das Genre Mystery Krimi entdeckt, denn dieser Fantasyanteil, macht es irgendwie nochmal spannender, als einen „normalen“ Krimi. Und da kommt die Reihe von Sandra Florean wie gerufen. Die Hauptprotagonistin ist wohl ganz klar Tess. Sie ist eine junge Frau mit einer Gabe. Sie selbst, scheint diese Gabe nicht sonderlich zu mögen, denn wer findet es schon toll in die Seelen anderer zu hüpfen. Oder ist es doch mehr der Körper? Dennoch erlebt sie alles live mit, was der andere erlebt und wie er handelt und denkt. Stellt euch das mal bei einem Killer vor, nicht gerade toll, oder? Und wenn man dann noch jemanden, durch die Augen eines schmierigen Kerles, sieht, der in Gefahr ist und den man kennt, dann würden wir wohl alle losziehen und versuchen etwas zu unternehmen. Denn dann ist die Gabe schon eine Bürde. Helfen, weil man ja etwas weiß oder eben nicht helfen, weil man ja auch selbst in Gefahr geraten könnte. Aber Tess ist nicht allein, auch wenn es mit ihren Freunden bestimmt nicht immer einfach ist.
Dieses Buch ist die Neuauflage und ich finde nicht nur das Cover wirklich gut getroffen und passend, sondern auch den Schreibstil. Denn ich gestehe, dass ich vorher noch nichts von Sandra Florean gelesen habe, das wird sich nun aber ändern. Denn die Autorin hat eine sehr angenehme Art einen in die Geschichte zu führen. Und auch, wenn ich die Reihe nun mit dem zweiten Band begonnen habe, habe ich so viele Informationen bekommen, die ich brauchte, aber noch nicht so viele, dass ich den ersten nicht mehr lesen sollte, da ich eh schon weiß, was passiert. Das macht es wirklich angenehm für den Leser. Denn im zweiten Band hat sie mich sogar noch so neugierig gemacht, dass ich den ersten jetzt erstmal lesen muss!
Außerdem wachsen einem die Charaktere sehr schnell ans Herz. Sie haben ihre Macken, sind dadurch aber teilweise so liebenswürdig, dass man sie nicht missen möchte und ihnen gerne noch öfter begegnet. Darum liebe ich Reihen so sehr, man verliert das Herz nicht an einen Charakter, der nach einem Buch in der Versenkung der Buchwelt verschwindet, sondern man kann sich immer wieder mit ihnen „treffen“.
Die Story blieb spannend und zweitweise spielten immer neue Charaktere mit in die Geschichte, die es einfacher oder eben auch schwerer machten. Da nun mal sehr verschiedene Charaktere eben auch ganz andere Probleme machen. Diese setzte die Autorin sehr geschickt ein um die Spannung aufrecht zu erhalten und in manchen Momenten nochmal für eine Wendung zu sorgen. Und ja, ich finde auch, wie die Geschichte verläuft, gerade im Nachhinein, nachdem ich mir nun „etwas“ Zeit gelassen habe, um nochmal über alles nachzudenken, ist genau richtig. Es ist plausibel und hätte vielleicht anders laufen können, wäre dann aber nicht so passend für die Charaktere geblieben. So etwas gefällt mir sehr gut, dass es am Ende stimmig ist und sich nicht etwa nach dem Wind dreht, weil es vielleicht einigen Lesern nicht ganz passen könnte. Ich bleibe auf jeden Fall an dieser Reihe dran!

Bewertung vom 20.08.2019
Drachensplitter
Mühlau, Ruth

Drachensplitter


ausgezeichnet

Achtung! Es handelt sich um den vierten von fünf Teilen dieser Reihe! Spoiler können somit nur sehr schlecht vermieden werden!
Ruth Mühlau legt gleich wieder richtig los! Wie man es aus den drei Bänden vorher gewohnt ist, geht alles gleich wieder spannend weiter. Denn die Charaktere haben nicht viel Zeit um sich von einem Schrecken zu erholen, denn sie haben einen langen und beschwerlichen Weg begonnen und bei diesem sind sie noch nicht am Ende angekommen.
Für alle, die die anderen Cover gesehen haben und nun vor diesem Cover stehen. Ja, es ist anders, als die drei davor und wirkt ein wenig so, als würden wir eine neue Reihe beginnen. Dem ist aber nicht so! Nur finde ich auch, dass der Inhalt dieses Bandes ein anderes Cover verdient hat, als die drei davor. Die Gewichtung der Charaktere hat sich verschoben und wir begeben uns noch einmal auf ganz andere Wege, als in den drei Teilen davor. Somit finde ich es sehr stimmig, auch wenn es hier und da für Verwirrung sorgen kann.
Wer den dritten Teil gelesen hat, der weiß, dass es ein Ritual gab, was die Himmelskörper retten soll. Nur war diesmal der Gedanken an die Liebe eben nicht dazu da um die Welt zu retten, sondern eben für die geliebte Person. Ist dieser Gedanke egoistisch? Darf man auf solch einem Weg nicht an sich selbst und seine Gefühle denken, sondern muss alles opfern, damit andere Menschen, Wesen oder was auch immer, ein angenehmes Leben führen können? Oder eben überhaupt noch ein Leben führen können? Ruth Mühlau schaffte es in diesem Teil der Reihe mich sehr nachdenklich zu machen, denn diese Frage hat mich lange beschäftigt. Würden wir es selbst schaffen, dass wir so selbstlos sind, dem Gefühl der Liebe und der damit verbundenen Sorge um einen geliebten Menschen, einen Tritt zu geben und zu sagen: ich gebe dies alles auf, weil ich dadurch so viele Seelen retten könnte? Eine wirklich schwierige Frage, gerade in der heutigen Zeit, wo doch jeder sehr häufig an sich denken soll, damit er es im Leben zu etwas bringt.
Nun muss das Drama wieder gerichtet werden! Und der Weg birgt nur noch mehr Probleme, denn so ein Weg hat nun mal Abzweigungen und wenn man den einen Weg blockiert, durch eigene Entscheidungen, dann muss man eben manchmal einen noch längeren und beschwerlicheren Weg wählen.
Wie auch in den Teilen davor, beschreibt die Autorin ihre Welten und ihre Protagonisten sehr anschaulich. Man bekommt einen Einblick in ihr Denken und Fühlen und sieht, wie sie von Band zu Band immer mehr wachsen und sich verändern. Die Charaktere nehmen, einen für mich sehr schlüssigen, Lauf und entwickeln sich selbst so, wie sie es wollen. Beim Lesen stelle ich mir manchmal vor, wie die Autorin selbst verzweifelt, weil ihre Charaktere so stur sind und ihren eigenen Kopf haben. Aber das macht es so angenehm dieser Reihe zu folgen. Und ja, ich habe schon etwas Panik vor dem Ende, denn da bricht einem dann doch das Herz, wenn sich die Wege von Buchcharakteren und Leser trennen. Ich wäre ja für kleine Zusatzgeschichten, die Geschichten einiger Charaktere näher beleuchtet, dann endet es noch nicht so bald.

Bewertung vom 15.07.2019
Verbannung / Der Fluch der Mondsklaven Bd.2
Eckert, Jacqueline F.

Verbannung / Der Fluch der Mondsklaven Bd.2


ausgezeichnet

Achtung, hierbei handelt es sich um den zweiten Teil! Spoileralarm!
Nachdem der erste Teil der Trilogie „Der Fluch der Mondsklaven – Verrat“ noch mit einem strahlenden Mond und Farbe daherkam, ist das Erscheinungsbild des zweiten Teils nun deutlich düsterer. Der Mond liegt nur noch in einem Schatten und auch alles andere hat jegliche Farbe verloren.
Aber wie sollte es auch anders sein, denn nach dem Finale des ersten Teils, wird wohl im zweiten Teil nichts mehr blumig und farbenfroh sein, denn nicht nur Thyra-Fiah wurde verraten, sondern so viele mehr und so findet sie sich gefangen wieder. Aber nicht nur sie ist hier, sondern auch viele andere, die den Mondsklaven angehören. Das schlimme: Sie sollen scheinbar untersucht werden, sind so etwas wie Versuchskaninchen für eine Durchgeknallte. Aber ist Flucht eine Möglichkeit? Denn zum einen muss man erstmal aus dieser ganzen Situation rauskommen und wie gesagt, wenn dort eine Durchgeknallte die Strippen in den Händen hält, wer weiß dann, was als nächstes kommt? Und zum anderen, sind sie überhaupt noch in der Heimat? Denn Thyra-Fiah wurde ja vom Prinzen vorher schon in die Menschenwelt entführt, was sollen sie machen, wenn sie in dieser rauskommen? Wie sollen sie sich verhalten mit ihrem Fluch? Und noch eine wichtige Frage: wie kommen sie wieder nach Hause?

Die Autorin hat in diesem Buch einen Teil, den ich als das bisher Beste beschreiben würde, was ich bisher von ihr gelesen habe. Emotionen und Konflikte, werden wirklich sehr gut und vor allem auch realistisch dargestellt, wo vielleicht andere oft einfach nur mit zwei, drei Nebensätzen etwas dazu verlauten lassen. Zudem hat sie mich mal wieder voll auflaufen lassen, da denkt man, ach komm, da wird sie einen noch quälen und zieht es raus und nein, da macht sie es eben genau anders und gibt einem, womit man nicht gerechnet hat. Und dann kommt da diese Wendung. Ich dachte nur so: Das ist jetzt nicht ihr Ernst, oder? Wie kann sie nur? Tja und dann stand ich da…
Gerade der Hauptcharakter Thyra-Fiah hat in diesem Band nochmal deutlich an Tiefe gewonnen, da wir durch Rückblicke, die sehr gut gesetzt waren, noch einmal mehr erfahren haben, warum sie so ist, wie sie ist und zudem auch, was in ihrer Welt verlangt wurde.
Ein wenig schwierig war für mich der Wiedereinstieg, da der erste Teil nun schon etwas her ist, da wäre mir eine kleine Rückblende ganz lieb gewesen. Sonst scheint die Autorin es zu lieben, wenn sie etwas bekräftigen möchte es als dreifache Wiederholung zu schreiben. Anfangs stockte ich deshalb kurz, aber irgendwann lernte ich, dass es einfach zu ihr gehört.
Zudem bin ich nun wahnsinnig gespannt, was denn nun nach diesem Ende als nächstes kommt, also werde ich wieder ganz gespannt auf den abschließenden Band warten.
Somit kann ich das Buch den Lesern empfehlen, die auf Fantasy stehen, die nicht unbedingt vor Liebesgeschwafel tropfen muss, denn das hält sich hier wirklich in Grenzen, sie kommt nur soweit ins Spiel, wie sie wirklich gebraucht wird! Zudem sollte sich jeder Leser bewusst sein, dass es eher im Urbanfantasy-Bereich ein zu Hause hat, auch wenn es da noch diesen extra Kontinenten gibt, auf dem die Mondsklaven leben.