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Benutzername: Liesgern
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Bewertungen

Insgesamt 69 Bewertungen
Bewertung vom 27.10.2018
Die Party
Winner, Jonas

Die Party


sehr gut

Ein absoluter Hingucker ist dieses fantastische Cover, mit dem blutigen Briefmotiv.Schon beim Anfassen sorgen herrliche spezial Effekte für ein tolles Gefühl. Das Buch wirkt auf den ersten Eindruck wie eine persönliche Einladung zu einer Gruselparty und ich habe mich sofort eingeladen gefühlt.Allerdings Vorsicht, bei dieser Party sollte man sich lieber nur im Zuschauerraum befinden.



Brandon hat sich etwas ganz besonderes ausgedacht.Ein Treffen mit 10 seiner alten Schulfreunde bei ihm zu Hause, und das genau an Halloween.Eine Party, wie es sie genau vor 30 Jahren schon einmal auf seinem abgelegenen Anwesen schon gegeben hat.
Bei der Ankunft müssen alle ihre Handys abgeben, damit die Zeitreise auch wirklich real wirkt. So, und nun beginnt eine mörderische Party, bei der jeder, der sie überleben wird, von Glück sprechen kann.

Eine Grundidee, die ich absolut faszinierend fand.Elf ehemalige Freunde....oder auch nicht...abgelegen in einem alten Haus, in dem die Zeit quasi in den Achzigern angehalten wurde.Die Personen kennen einander nicht mehr wirklich, da ja 30 Jahre zwischen ihnen liegen.Was bedeutet, als das Morden beginnt, kann keiner dem anderen trauen und die Spekulationen und das Misstrauen von jedem zu jedem ist groß und unüberwindbar.

Was die Personen an sich betrifft, habe ich mich unheimlich schwer getan.Nicht nur, dass elf unterschiedliche Charaktere schon sehr viele sind, sonder alle tragen ja auch ein Kostüm.Manchmal ist nur die Rede von der oder der Horrorfigur statt des Namens und dann wird wieder der Name erwähnt. Hätte ich doch nur vor dem Lesen gewusst, dass am Ende des Buches ein Personenregister ist, wäre mir die Geschichte wesentlich leichter gefallen.

Durchweg ist eine wahnsinnig angespannte fast explosive Spannung zwischen den Personen zu spüren und manche Handlungen haben mich erschrocken innehalten lassen.Es gab Reaktionen und Geschehen,die für mich nicht wirklich nachvollziebar waren.
Da das Chema wie bei den 10 kleinen Negerlein ist, fragt man sich natürlich wer wird nun das nächste Opfer sein. Immer steht die Frage im Raum, was geschah nun wirklich vor 30 Jahren und warum müssen diese Personen nun dafür bezahlen.

Mein Fazit zum Buch ist, dass die Idee der Geschichte ganz fantastisch ist. Auch der Abschluss kam für mich überraschend und glaubhaft rüber, jedoch sollte jeder der, die Einladung zu dieser Party annimmt, unbedingt wissen, dass es am Ende ein Personenregister gibt. Ansonsten wünsche ich allen Lesern nur Mut und ein schaurig schönes Halloweenfest, bei dieser Albtraumparty.

Bewertung vom 10.10.2018
Redemption Point
Fox, Candice

Redemption Point


sehr gut

Schon lange habe ich mich auf die Fortsetzung von "Crimson Lake" gefreut. Endlich geht es weiter mit Ted und Amanda auf der Suche nach dem wahren Peiniger der 13-jährigen Claire Bingley. Da Redemption Point der zweite Teil einer Serie ist, kann ich auch wirklich nur empfehlen die Bücher in Reihenfolge zu lesen. Außer der Verwirrung würde einem auch ein wahrer Lesegenuss entgehen.

Es geschieht viel in diesem Band. Inhaltlich sind es über 400 Seiten. Ex Cop Ted Conkaffey ist wohl der meist gehasste Mann im ganzen Land, denn er wurde beschuldigt die 13-jährige Claire Bingley missbraucht und beinahe getötet zu haben.Nun befindet er sich zwar auf freiem Fuß, aber dennoch ist er nicht wirklich frei.Im kleinen Örtchen Crimson Lake ist er nun angestellt bei Amanda Pharell, die dort eine Privat Detektei führt.Es gilt einen Doppelmord der in einer Bar verübt wurde aufzuklären.
Doch dieser Mord steht nicht unbedingt im Fokus des Buches, sondern eher Teds persönlicher Fall. Der Vater von Claire steht auf einmal auf Teds Matte und will diesen fertig machen. Solange der wahre Peiniger des Mädchens nicht gefunden ist, wird Ted seines Lebens auch nie sicher sein.

Die Besonderheit dieser Geschichte sind ganz sicherlich ihre Protagonisten. Ted in seiner Verzweiflung, dem sein ganzes Leben genommen wurde, aber auch seine total durchgeknallte Partnerin Amanda.Diese wurde wegen Mordes verurteilt, was im ersten Band erklärt wird.Nur wenn man diese Geschichte kennt, kann man die Sympathie ihr gegenüber nachvollziehen. Auch in dieser Fortsetzung war sie für mich die Person, die dieses Buch so besonders macht.
Was ich auch als sehr fesselnd finde, sind die Einblicke in die Welt des eigentlichen Peinigers von Claire, denn dieser tritt über Tagebucheinträge in Erscheinung.
Obwohl Candice Fox wirklich eine meiner Lieblingsautorinnen ist, finde ich Redemption Point etwas schwächer als den vorherigen Band.Wahrscheinlich liegt es an dem Auftreten von Ted, der meiner Meinung nach nicht ganz so gut und ausdrucksstark war. Einfach zu viele Wiederholungen und mir fehlte diesmal das gewisse Etwas an ihm.

Dennoch ist dieser Band ein Muss, für alle, die wissen wollen, was nun wirklich am gesagten Tag geschah, der Teds Leben so veränderte. Trotz kleiner Schwächen fiebere ich dem nächsten Abenteuer entgegen.

Bewertung vom 07.10.2018
Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1
Pötzsch, Oliver

Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1


ausgezeichnet

Der durch seine historische Buchserie "Die Henkerstochter" international bekannte Schriftsteller Oliver Pötzsch hat wieder einmal einen Bestseller verfasst.
Mit "Der Spielmann" ist ihm auf gut 750 Seiten, die übrigens 882g als gebundenes Buch wiegen, gelungen, das Leben des Johann Georg Faustus als Abenteuergeschichte zu verfassen. Doch keine Angst vor dem Umfang des Buches, denn es liest sich wie Butter, so dass 750 Seiten auf einmal weggelesen sind wie nichts.

Allein schon das Cover entführt uns in eine längst vergessene Zeit.Mit viel Liebe zum Detail ist ein kleiner Spielmannszug abgebildet, der um einen alten Wagen herumtänzelt. Viel Farbe und Schmuck, wie es in der Gauklerzeit so üblich war. Dazu ein altdeutsch wirkender Schriftzug, so das kein Fan von historischen Büchern daran vorbei gehen kann, ohne es wenigstens einmal in die Hände zu nehmen.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf im schönen Knittlingen im Kraichgau.Dort verbringt der junge und extrem wissbegierige Johann seine Kindheit.Er unterscheidet sich durch seine intelligente Art extrem von den anderen Bauernkindern und ist daher ein Außenseiter unter den Jungs. Seine Mutter stärkt sein besonderes Wesen und sagt ihm oft, er sei etwas ganz Besonderes. Geboren am Tag des Propheten, daher auch sein Kosename Faustus, was der Glückliche bedeutet.
Doch sein Glück scheint ihn genau dann zu verlassen, als seine kranke Mutter stirbt.Für zu viel Intelligenz hat sein Vater nichts übrig und als ihm noch jegliche Hoffnung auf seine große Liebe Margarethe genommen wird, ist er gezwungen seine Heimat zu verlassen.
Schon immer faszinierten ihn die Tricks und Kunstücke der durchreisenden Spielleute. So ergab es sich, dass er ein Angebot sich dem Spielmann und Magier Tonio del Moravier anzuschließen wahrnimmt.Mit ihm beginnt eine magisch gefährliche Zeit für Johann.Denn was für einen Packt er nun geschlossen hat, das war ihm wirklich nicht bewusst.

Oliver Pötzsch hat eine fantastische Schreibweise mit viel Liebe zum Detail. So hat man als Leser das Gefühl, in eine Zeit einzutauchen, die längst vergangen ist.Das Leben im Mittelalter, mit Gefahren wie die Anklage zur Hexerei oder auch einfach die tägliche Last sich sein Essen und eine Schlafstätte zu erarbeiten, lassen einen fasziniert eintauchen in historische Abenteuer. Aber auch aus einem klassischen Werk Goethes quasi ein Abenteuer zu verfassen, finde ich schon sehr bemerkenswert.

Durch den Umfang des Buches, werden einem Johann als Protagonist, aber auch viele der Nebenfiguren sehr vertraut, denn man erlebt ja deren Jahrzehnten lange Lebensgeschichte.Auch der immerwährende Übergang zum Unbegreiflichem, quasi zum Teufel, der Johann dicht auf den Fersen ist, wurde gut dargestellt.
Die Einarbeitung von Originalzitaten aus Faust fand ich sehr passend und sie erschienen mir wirklich zugehörig.

Immer wieder habe ich während des Lesens auf die abgebildete Karte des Deutschen Reichs um 1500 zurückgeblättert, um zu schauen wo sich Johann jetzt befindet.Ich liebe es, wenn solche Extras in Büchern vorhanden sind.

Für mich ist der Spielmann mal wieder ein richtig gutes historisches Werk, was ich jedem Fan dieses Genres sehr ans Herz legen kann. Nächstes Jahr im Herbst soll es den 2. Teil der Geschichte geben und ich freue mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 11.09.2018
Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9
Carter, Chris

Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9


ausgezeichnet

Auf über 440 Seiten schafft es Chris Carter wieder einmal den Leser die Zeit vergessen zu lassen und nimmt einen mit in die tiefsten Abgründe des Menschen.

Zunächst zum Cover.Es hat einen enormen Wiedererkennungswert.Großer Schriftzug mit vielen Details, die das Titelbild umranden.Das Motiv ist diesmal herbstlich gehalten, passend zum Erscheinungstermin.Mir persönlich gefallen schlichter gehaltene Cover gerade bei dem Genre Thriller wesentlich besser, jedoch mache ich bei einem Chris Carter eine Ausnahme, denn die Wiedererkennung eines solchen lässt mein Herz schon schneller klopfen.Von daher ist es gut, dass er seinem Stil treu bleibt.

"Blutrausch" ist bereits der 9. Band mit dem sympathischem Ermittlerteam Robert Hunter und Carlos Garcia. Doch diesmal werden sie an einen Schauplatz des Grauens geholt, wie auch sie ihn vorher noch nicht gesehen haben.
Das Schlafzimmer der 24-jährigen Linda Parker gleicht einer Eiskammer.Die Wände des Raumes sind blutgetränkt und das junge Modell liegt gehäutet auf ihrem Bett.Versteckt an der Leiche befindet sich eine Merkwürdige Nachricht.Was bezweckt der Mörder? Was ist sein Ziel?
Als nach kurzer Zeit klar ist, dass es sich um einen Serienmörder handelt, schaltet sich das FBI hinzu und Hunter und Garcia erhalten zwei nicht gerade sympathische Kollegen hinzu.Die Jagd beginnt.

Chris Carter hat einen prägnanten und mit viel Hintergrundwissen angereicherten Schreibstil, der mich jedesmal auf's neue gefangen nimmt.Die Geschichte besteht aus 102 nicht allzu langen Kapiteln, die sehr häufig mit einem Cliffhänger enden, so dass man unbemerkt einfach zum nächsten Kapitel übergeht, ohne kurz zu stoppen. Das passiert mir nicht sehr häufig und spricht absolut für den Spannungsfaktor.
Inhaltlich und in seinen Beschreibungen ist Chris Carter gewohnt grausam und hart, wer dies nicht gut vertragen kann, sollte lieber die Finger von seinen Thrillern lassen.Bei all den grausamen Morden fehlt es allerdings nicht an zwischenmenschlichen Gefühlen.Carter lässt einen gewohnt auch ein wenig am Privatleben der Ermittler und der Nebenpersonen teilhaben.Das schafft intimität. Die 100prozentige Teamarbeit und Loyalität zum Partner lassen einen quasi Seite an Seite mit ermitten.In diesem Fall keimt sogar die Hoffnung auf, dass in Hunters Leben vielleicht bald eine weibliche Person eine Rolle spielen könnte.

Der Abschluss der Geschichte endet in einem wirklich nicht vorauszusehenden Cliffhänger, der mich zu Fragen verleitet und schon auf den Jubiläumsband hinfiebern lässt. Please come soon!

Mein Fazit für diesen Thriller ist jedenfalls, dass mir auf angenehm grausame Art einige Stunden meines Schlafs geraubt wurden.Auch den 9. Band kann ich absolut uneingeschränkt empfehlen.Ein Muss für alle Carter Fans und die die es noch werden wollen.

Bewertung vom 05.09.2018
Queen of Blood
Myles, Jill

Queen of Blood


ausgezeichnet

Jill Miles (Jessica Clare) schafft es in ihrem Buch "Queen of Blood - Die Bestimmung" auf gut 350 Seiten mich in eine mittelalterliche Fantasy-Geschichte vom Feinsten zu entführen. Eine Geschichte , die märchenhafte Züge und die Verzweiflung eines unterdrückten Volkes, aber auch die einer verfluchten Herrschaft nahebringt.

Das Cover könnte kaum schöner sein.Dunkle Farben der Nacht gekoppelt mit dem leuchtenden rot des Blutes, eingebracht in eine Schlosskulisse....toll! Durch den hervorstechenden Schriftzug wird einem das Genre sofort klar und das Fantasy-Herz schlägt höher.

Die Geschichte handelt von der jungen Gänsemarkt Seri, die zum Volk der Vidari gehört.Leider steht ihr Volk unter der gnadenlosen und ungerechten Herrschaft der Anthoniten.So kämpft Serie täglich um das überleben. Dazu kommt noch, dass ihr Vater schwer krank ist und ihre Schwester blind.Kaum genug zu Essen kann sie täglich auftreiben und so liegt ihre Hoffnung in der baldigen Vermählung mit ihrem Liebsten Rilen, der ihr und ihrer Familie das Leben etwas erleichtern soll. An einem dieser schlimmen von Verzweiflung geprägten Tage erhält sie ein Angebot einer Adeligen für kurze Zeit und großem Lohn auf dem Schloss des Anthoniten-Prinzen zu dienen.Eigentlich will sie stolz ablehnen, doch ihr Verlobter drängt sie dieses Angebot anzunehmen, damit sie dort als Spionin für seine geplante Revolution agieren kann. So kommt es, dass Seri auf dem Schloss landet und ihr Leben aufgrund eines göttlichen Fluches eine gefährliche Wendung nimmt. Denn die Götter haben ihre Entscheidung für den Blutprinzen gefällt.

Serie ist eine ganz bezaubernde Protagonistin, die mit ihrer verzweifelten Sorge um ihren Vater und ihrer Schwester sofort mein Herz erobertete. Sie war teilweise so mutig und manchmal auch so naiv, dass man einfach mit ihr mitgelitten und gehofft hat. Was ihren Verlobten Rilen betrifft, konnte man den Wahnsinn, den manche fanatische Gedanken auslösen immer weiter mitverfolgen und ich fand gerade ihn sehr authentisch.
Was Graeme, den Blutprinzen betrifft, ist mein Herz quasi dahingeschmolzen.Anfangs dachte ich nicht, dass ich für seinesgleichen so viel Sympathie entwickeln könnte, doch er hat mich mit seiner klugen und einfühlsamen Art total begeistert.

Der Schreibstil von Jill Myles war so federleicht und fesselnd, dass ich mich zwingen musste das Buch auch mal aus den Händen zu legen. Der Spannungsbogen und der Verlauf der Geschichte waren so schnell, dass ich kaum erwarten konnte mehr zu erfahren.Lediglich das Ende hätte gerne noch etwas ausführlicher und weniger schnell sein können.Aber es stellte mich dennoch zufrieden.

Sehr gerne vergebe ich eine absolute Leseempfehlung für "Queen of Blood" für alle Fantasy-Fans.Und wer weiß, vielleicht geht die Geschichte ja auch noch irgendwann weiter.

Bewertung vom 04.09.2018
The Crown's Game
Skye, Evelyn

The Crown's Game


ausgezeichnet

"THE CROWN'S GAME" , das Spiel der Krone, eine Geschichte voller Magie und Gefühlen, die sich um die Herrschaft über die Magie zugunsten Russlands dreht. Eine wirklich imposante Geschichte aus der Feder von Evelyn Skye, die diese majestätisch märchenhafte Geschichte anschaulich und fesselnd geschrieben hat.

Ein Cover, welches quasi voller Magie so trotzt.Abgebildet ist das Schloss des Zaren als düsterer Schatten, versehen mit magischen Blitzen, Spiegelung und Farben die das Leuchten der Magie ausstrahlen.Sehr imposant und gelungen.

Im frühen Russland wachsen zwei junge Menschen auf, die alles andere als gewöhnlich sind.Die junge Vika und der Weise Nikolai .Ihr Leben wird von der Magie bestimmt, in der sie unterrichtet werden.Vika von ihrem geliebten Vater und Nikolai von seiner kühlen Mentorin.Sie wissen noch nicht, wann ihre Gabe gebraucht wird, aber sind sich sicher, dass sie derjenige Auserwählte für die untertützung des russischen Landes sind.Doch es kann nur einen Magier geben.
Nun ist das Reich des Zaren in Gefahr und es muss entscheiden werden, wer von den beiden als Berater der Krone dienen darf, denn Magie steht nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Ich empfand Vika und Nikolai als ganz besondere und echte Persönlichkeiten.Sehr gerne hätte ich noch mehr über das Herranwachsen und die Ausbildung der beiden zum Magier erfahren.Es wurde zwar ein wenig darüber berichtet, aber für mich wäre dies noch eine eigene Geschichte wert gewesen.Auch die besondere Verbindung zum Thronfolger Pascha hat mir sehr gut gefallen und ich habe mir die ganze Zeit eine Art magisches Trio gewünscht.

Alles in allem hat mich "The Crown's Game" wirklich überzeugt und ich freue mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 26.08.2018
Wo alles beginnt / Hazel Wood Bd.1
Albert, Melissa

Wo alles beginnt / Hazel Wood Bd.1


sehr gut

Wer sich mitreißen lässt in die Geschichte von "Hazel Wood" wird sich auf manches gefasst machen müssen. Dieses Buch ist nicht einfach eine Märchenerzählung, sondern wird einen den Raum zwischen Realität und Märchenwelt bald nicht mehr auseinanderhalten lassen. Ein ganz besonderes Buch, was sicherlich kein Kinderkram ist.

Zunächst einmal wird jeder der dieses Buch in den Händen hält verzückt von diesem hochwertigen Cover sein.Wie ein Märchenhimmel mit glitzernden Sternen berauscht es einen mit seinen speziellen Glitzereffekten.
Sicherlich hätte ich passend zum Titel etwas grün schön gefunden,....aber alles hat schon seinen Sinn.

Zum Inhalt:
Die siebzehn-jährige Alice lebt zusammen mit ihrer Mutter eine Art Wanderschaftsleben. Immer auf der Flucht vor dem Unglück. Dies hält an, solange die Nachricht kommt, dass die Großmutter von Alice verstorben ist, die berühmte Schriftstellerin Althea Proserpine, die zurückgezogen auf ihrem Anwesen "Hazel Wood" lebte.
Doch hat das Unglück nun wirklich ein Ende? Es geschehen Dinge, die Alice noch einmal zu einer Reise zwingen, die sie sich wirklich so nicht vorstellen konnte.

"Hazel Wood" zählt für mich nicht als klassisches Jugendbuch, sondern ist eher unter der Kategorie Erwachsenen-Buch einzuordnen.Alice ist mir als ruppige Protagonistin schon sympathisch, denn ihr Leben in ständiger Flucht und Angst geht einen schon unter die Haut. In der Geschichte tauchen liebenswerte Nebendarsteller, wie der Junge Ellery, auf, der Alice bei ihrer Reise zur Seite steht.

Die Geschichte ist voll mit Fantasy und Märcheneffekten, die einen als Leser manchmal ganz schön verwirren können.
Es gab viele Abschnitte, die ich mehrfach lesen musste, um in der Geschichte zu bleiben.
Damit sind wir nun auch beim Schreibstil von Melissa Albert.Sie hat eine Gabe den Leser die Orte fühlen, riechen und schmecken zu lassen. Es ist eine sehr anspruchsvolle Schreibweise, die dementsprechend auch den Anspruch an den Leser weiterleiten.
Bis gegen Ende des Buches war ich sehr verwirrt von den vielen Ereignissen und es wurde erleichternd als sich endlich mit und mit die Fragen aufklärten.
Das Ende der Geschichte passte sehr gut und ließ mich zufrieden zurück. Jedoch ist "Hazel Wood" ein wirklich düsteres Buch, was auch bis zum Schluss so bleibt.

Mein Fazit ist, dass "Hazel Wood" ein ganz besonderes Erlebnis ist und sicherlich nicht für Kinder geschrieben wurde. Wer sich gerne in märchenhafte schaurige Welten begibt ist dort genau richtig. Aber es ist kein Buch, was einfach zu lesen ist.

Bewertung vom 16.07.2018
Nie wieder Amore!
Hennig, Tessa

Nie wieder Amore!


sehr gut

Auf fast 380 Seiten lässt einen die Autorin Tessa Henning mit ihrem Buch "Nie wieder Amore in das gefühlvolle und impulsive Leben Italiens eintauchen.
Der hauptsächliche Schauplatz ist Sizilien und jeder, der sich auf dieses Buch einlässt, wird die Sonne Italiens spüren und den Saft der Blutorangen schmecken.

Monika Renner, eine Frau, die als Rentnerin ihren Lebensabend genießen sollte, kann dieses nicht so wirklich. Zeit wäre genug, doch zum einen wurde sie durch ihren mitlerweile verstorbenen Ex-Mann vom Leben enttäuscht und zum anderen sind ihre neuen Lebensumstände in der seniorengerechten Wohnung alles andere als befriedigend. Also ist es kaum verwunderlich, dass Moni Hals über Kopf nach Sizilien reist, als sie einen Anruf von einer Frau aus Italien erhält. Diese teilt ihr durch einen Zufall mit, dass Vincenzo, ihre totgeglaubte große Liebe noch putzmunter auf Sizilien lebt.
Doch so ganz alleine lässt Jan, ihr Enkel, seine Oma nicht ins Land der Mafiosi reisen. So machen sich Enkel und Oma gemeinsam auf die Suche er grande Amore.

Tessa Henning hat einen leichten und unbeschwerten Schreibstil, der angereichert durch etwas sarkastischen Humor einem hier und da ein Lächeln beim Lesen ins Gesicht zaubert. Durch die sehr genaue Beschreibung des Landes Italiens, insbesondere Siziliens, kann man gar nicht anders, als diese Insel mit den temperamentvollen Einwohnern genau vor Augen zu spüren und zu erleben. Mir persönlich waren die Ausschweifungen über die Insel zeitweise sogar etwas zu ausführlich.
Mit Moni als Protagonistin und ihrem typisch spießig deutschem Enkel Jan, hat die Autorin zwei herrliche Figuren erschaffen, die mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen sind.
Was den Abschluss der Geschichte betrifft, darf man kein allzugroßer Realitätsfreund sein. Hier sollte man sich einfach der guten Urlaubslaunen fügen und der Romantik Italiens hingeben.

Dies war mein erster Roman von Tessa Henning und mein Fazit fällt wirklich positiv aus. Gerade jetzt zur Urlaubszeit, sollte man sich vom Inselflair, der Romantik und der guten Laune dieses Buches anstecken lassen.
Also auf nach Bella Italia!

Bewertung vom 05.07.2018
Hyde
Wagner, Antje

Hyde


sehr gut

Ein natürlich wild aussehendes Cover, was irgendwie an einen Wald erinnert.Darauf sticht das Wort "HYDE" in weiß hervor.Mich hat dieses Motiv sehr neugierig gemacht und ich konnte nicht anders, als mich dieser Geschichte zu widmen.
Auf gut 400 Seiten erzählt die ausgezeichnete Autorin Antje Wagner die besondere Geschichte eines Mädchens, was schon in jungen Jahren vom Leben gezeichnet wurde.

Inhalt:
Die gerade mal 18-jährige Katrin befindet sich auf der Walz.Ihr körperlicher Zustand ist eher dem Tod als dem Leben nah.Wie ein gehetztes Tier begegnet sie den Menschen, die ihr unterwegs über den Weg laufen. Vertrauen in andere Personen kann sie nicht gut fassen, denn diejenigen, die sie einst geliebt hat, die gibt es nicht mehr. Ihr eigentliches Ziel ist es durch die Walz eine Art Kriegskasse zu füllen, um an den Menschen Rache zu nehmen, die ihr Leben so stark verändert haben.
In die Ecke gedrängt und in großer Not, kommt sie bei ihrer Reise an einem verlassenen und verwarlosten Haus Haus an, was ihr Herz als Tischlergesellin rührt.

Katrin ist eine starke Protagonistin, die mit ihren Gedanken und Lebenserfahrungen mein Leserherz erobert hat.Ihre ungewöhnliche Geschichte hat durchweg meine Neugierde geschürt und ich wollte einfach mehr erfahren.Mehr über ihr vergangenes Leben zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Vater. Den anschaulichen Schreibstil der Autorin fand ich sehr phantasieanregend und die Bilder zum Geschehenen wurden mir quasi in den Kopf projeziert.
Da die Geschichte auch parapsychologische Effekte hat, vor allem zum Ende hin, darf man nicht alles gelesene in die Realität umsetzten.Mir hat das sehr gut gefallen, jedoch denke ich das dies nicht jedermanns Geschmack ist.
Für mich hat HYDE im Lesen langsam begonnen und ab der Mitte stark an Geschwindigkeit zugenommen.Eine Geschichte, die ich vor allem im letzten Drittel vor Spannung kaum aus den Händen legen konnte.

Mein Fazit
"HYDE" ist ein ganz besonderes Jugendbuch, was durch manche Grausamkeit zusammen mit mystischen Elementen eine spannende Erzählung bietet.
Sehr gerne vergebe ich eine Leseempfehlung mit kleinen Einschränkungen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.07.2018
Das Mätressenspiel
Marcus, Martha S.

Das Mätressenspiel


ausgezeichnet

Es ist das Jahr 1682 in Hannover.Die junge Helena von Minningerode lebt mit ihrer verwitweten Mutter und den zwei jüngeren Schwestern auf einem alt angesehenen Gut.Helenas Zwillingsbruder Laurentz hat sich den Truppen des Kaisers angeschlossen. Alles ist sehr harmonisch und friedvoll, bis die Familie eine Schreckensnachricht ereilt.Laurentz ist bei einem Unfall ums Leben gekommen.Diese Nachricht verändert das komplette Leben der Frauen, denn ein Erbe ging damals nicht auf die Frauen einer Familie über.Ihre Existenz war bedroht, denn Helenas Onkel, Baron Roderik von Brünneck, erhielt somit alle Ländereien .Das Gut war verschuldet und bei nicht zahlen der Schulden, würde es auch in seine Hände fallen.
Kaum schwindet das Geld, so schwindet auch das Ansehen.Helenas Verlobung wird gelöst und es ist keine Aussicht auf eine andere Person, die die Schulden begleichen könnte in Sicht.
In ihrer Verzweiflung fährt Helena mit ihrer Mutter an den herzoglichen Hof , um Herzogin Sophie von Braunschweig um Hilfe zu bitten, einen geeigneten Ehemann für Helena zu finden.
Damit beginnt das Spiel, denn bei Hofe herrschen ganz eigene Regeln.Helena gilt plötzlich als Anwärterin zur neuen Mätresse vom frisch vermählten Georg Ludwig von Braunschweig. Sie gerät mitten in das Machtspiel der zwei einfussreichsten Frauen bei Hof.Clara Elisabeth von Platen und die Herzogin Sophie kennen nur ihr eigenes Interesse und benutzen Helena für ihre Zwecke.

Martha Sophie Marcus hat mit ihrem zweiten historischen Roman ein Meisterwerk erschaffen, was mich als Leser wie in einen Film versetzt hat.Die Schreibweise war trotz der vielen verschiedenen Personen, gerade bei Hofe, gut verständlich und ließen mich einfach nur so wegtauchen in diese Geschichte.Besonders gut haben mir die bildlichen Beschreibungen der prunkvollen Gärten und Gebäude gefallen.Zwischendurch glaubte ich die Düfte der Pflanzen wahrzunehmen.Überraschend und fesselnd fand ich auch die damaligen Sitten und Rechtsregelungen.Als Frau in der heutigen Zeit finde ich sie einfach nur unglaublich ungerecht.Auch das intrigante Ausspielen und Flechten der Intrigen bei Hofe ließen mich mit der absolut sympathischen Protagonistin Helena mitkämpfen.Sie verkörperte eine Person, die jede Frau gerne als Freundin an ihrer Seite haben möchte.

Mein Fazit zu diesem Roman ist, dass dies mein absolutes Lesehighlight seit langem ist.Jeder Fan von historischen Romanen sollte sich mit Helena in den Kampf gegen Intrigen und Verschwörungen begeben.Auch wenn die Geschichte ein tolles Ende hat, hätte ich sehr gerne sofort weitergelesen.
Von mir eine begeisterte und uneingeschränkte Leseempfehlung für "Das Mätressenspiel".