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Benutzername: schbibi


Bewertungen

Insgesamt 9 Bewertungen
Bewertung vom 17.01.2019
Stella
Würger, Takis

Stella


gut

Wie schreibt mein eine Rezension zu einem Buch, dass so heftig im Feuilleton zerrissen wird?

Ich hatte grad die Hälfte des Buches gelesen, als die Hysterie begann:
„Gräuel im Kinderbuchstil“ in ‚die Zeit‘
"Wozu diese Nazigeschichte-für-Dummies?" in der ‚FAZ‘
Mittlerweile habe ich das Buch und die einzelnen Kritiken gelesen.

Was soll ich sagen? Das Buch ist okay. Es handelt sich m.E. nicht um große Literatur, sondern um einen Roman, der einen geschichtlichen Hintergrund hat. Um das Buch „verstehen“ zu können, sollte man wissen wer Stella Goldschlag war.
Der Schreibstil ist einfach gehalten. Zwischen den einzelnen Abschnitten werden Ereignisse aus dem Jahr 1942 und Auszüge aus den Vernehmungsprotokollen wiedergegeben.
Gebe es nicht diesen geschichtlichen Hintergrund, wäre es tatsächlich nur eine banale Geschichte.

So wie ich die Kritiken verstanden habe, echauffiert man sich zum einen darüber, dass ein „Nicht-Jude“ ein Buch über eine „Jüdin“ geschrieben, die mit den Nazis kollaboriert und ihre eigenen Leute verraten hat. (Schrecklich, dass ich das so schreiben muss…)
Bei mir kommt die Kritik so an, dass man mir als Leser den Gedanken unterstellt „Hah… Siehste! Die waren auch nicht alle gut!“ Das empfinde ich als eine absolute Unverschämtheit!
Wie kann ich über einen Menschen wie Stella Goldberg urteilen? Eine Frau, die auf schlimmste Art und Weise gefoltert und unter Druck gesetzt wurde. Völlig unabhängig von Geschlecht, Religion, Herkunft und was sonst noch, kommt es vor, dass Opfer zu Tätern werden. In diesem Fall geht es nun einmal um den Holocaust.
Ein weiterer Vorwurf bezieht sich auf die Aufführung der Ereignisse um 1942. Dort würden auch „Banalitäten“ wie die Geburt von Paul McCartney und Alice Schwarzer aufgeführt.
Sind es nicht gerade die banalen Dinge, die die Situation so erschreckend machen?
Für mich ein nicht nachvollziehbare Kritik.
Und wie konnte Herr Würger auch noch einen banalen Liebesroman aus der Geschichte machen?
Katastrophe…
Bei den Kritiken musste ich wirklich die Augen verdrehen!

Ich fand es anstrengender und beleidigender die Kritiken zu lesen.

Fazit:
Ich gebe nichts mehr auf Kritiken!
Das Buch kann man lesen. Muss man aber nicht.
Ich werde auf jeden Fall jetzt „Stella“ von Peter Weyden (Klassenkamerad von Stella Godschlag) lesen.

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Bewertung vom 07.12.2018
Vielleicht tanzen wir morgen
Hogan, Ruth

Vielleicht tanzen wir morgen


weniger gut

Leider nicht mein Buch...

Das Buch erzählt die Geschichte von Masha, Sally und Alice. Masha hat ihre Sohn verloren, Sally ist obdachlos und Alice erdrückt ihren Sohn mit ihrer Mutterliebe. Alle drei Frauen leben und verlieren sich in ihrem Schicksal bzw. ihrer Vergangenheit.
Da Cover ist wunderschön und auch die Inhaltsangabe hat mich sofort angesprochen.
Aber ich muss leider sagen, dass ich von dem Buch enttäuscht bin. Ich empfand den Schreibstil teilweise als so schwerfällig, dass ich für mich die eigentliche Geschichte verloren ging. Leider fand ich überhaupt keinen Zugang zu der Erzählung.

Schade…

Bewertung vom 27.11.2018
Bad Boy by Banana
Furisto, Alva

Bad Boy by Banana


gut

Geht so...

Der Inhalt ist relativ einfach wiederzugeben:
Tom ist frustriert und fährt sein Auto betrunken in den örtlichen Nachtclub.
Sein Chef verdonnert ihn zu einem Trip nach Finnland: Selbstfindung in der
Einöde,
Dort begegnet er Nancy. Und diese Begegnung lässt ihn nicht mehr los. Er begibt
auf die Such nach ihr.

Man könnte jetzt meinen, dass damit die ganze Geschichte erzählt wäre…
Mitnichten!

Sieht man mal von den Kraftausdrücken und wirrer Passagen ab, ist es doch eine Erzählung über Freundschaft, Vertrauen und Loslassen.
Ich bin aber zwiegespalten. Passagen des Buches fand ich super und unterhaltsam. Aber dann empfand ich es wieder wirr und, ich muss es so sagen, einfach nur fürchterlich (zum Augen verdrehen).

Das Cover finde ich immer noch „Banane“!

Es war okay, dass ich das Buch zu Ende gelesen habe. Aber ich werde auf etwaige Fortsetzungen verzichten.

Nur eine bedingte Kaufempfehlung.

Bewertung vom 30.10.2018
Die Stille im Dorf
Blaser, Karl

Die Stille im Dorf


gut

Vorab muss ich sagen, dass ich das Cover wirklich schlecht finde! Wahrscheinlich möchte man mit der Gestaltung die Trostlosigkeit der damaligen Zeit wiedergeben. Trostlos wirkt es auf mich jeden Fall. Ansonsten… naja.

Die Geschichte beginnt Ende des 2. Weltkrieges auf einem Hof in der Eifel. Die hübsche Margarethe erhofft sich mehr vom Leben, als das Dorfleben ihr bieten kann. Doch sie verliert ihren Verlobten an der Ostfront. Auf Druck ihres Vaters, einen Altnazi, heiratet sie Theo und gerät in eine Ehe voller Gewalt und Betrug.
Das Buch erzählt von dem Leben einzelner Familienmitglieder. Es beginnt in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges und endet in den 90´Jahren. Eine Geschichte über den Wandel der Zeit und sich darin zurechtzufinden.

Nach dem Lesen des Klappentextes bin ich davon ausgegangen, dass das Buch von der Lebensgeschichte Margarethes handelt. Das ist aber nicht der Fall. Dadurch empfand ich das Buch als kurzweilig. Es war gut und leicht zu lesen. Karl Blaser ist es gelungen mir die einzelnen Charaktere nahezubringen. Ich habe Sympathie oder Verachtung empfunden.
An einigen Abschnitten hätte ich mir gewünscht, dass Herr Blaser ein bisschen mehr erzählt, die Geschichte vertieft.

Ansonsten ein schönes Buch, das ich durchaus weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 30.10.2018
Honig aufs Herz
Kaspers, Moni

Honig aufs Herz


gut

Sie, die etwas schusselige Privatdetektiven, trifft ihn, den etwas undurchsichtigen Taxifahrer.
Beide natürlich auf ihre Art attraktiv. Und natürlich dauert es nicht lang, bis zwischen beiden die Funken fliegen. Aber Nicolaj hat ein bitteres Geheimnis…
Damit lässt sich eigentlich schon die ganze Geschichte beschreiben.
Und das meine ich nicht negativ!
Eine süße Liebesgeschichte mit etwas Humor und einer Portion Dramatik. Lässt sich locker und leicht lesen. Eine schöne Popcorn-Lektüre für alle Fans von Susan Elisabeth Phillips und ähnlichen Schriftstellerinnen.
Das Cover ist okay. Es passt zum Thema und zum Titel.
Wer diese Art von Unterhaltung mag, ist hier auf jeden Fall richtig!
Kaufempfehlung von meiner Seite.

Bewertung vom 30.10.2018
Hippie
Coelho, Paulo

Hippie


sehr gut

In „Hippie“ lässt uns Paulo Coelho an seine Zeit im Hippie-Trail teilhaben.
Eine Liebesgeschichte in der Zeit der Blumenkinder, der Beatmusik und des
Konfliktes zwischen Ost und West.
Paulo und Kate, die nicht unterschiedlicher sein könnten, treffen sich in Amsterdam und begeben sich gemeinsam auf die Reise nach Kathmandu. Eine Reise zu sich selbst und
der Erkenntnisse über die eigenen Schwächen und Stärken.
Durch die personale Erzählperspektive lässt Coelho einen an den Gefühlen und Gedanken aller Protagonisten teilhaben.
Was mir besonders gut gefällt bzw. mich beindruckt ist, dass Coelho es schafft ein Buch mit so viel Inhalt (Substanz) zu schreiben und dabei auf unnötigen Schnörkel und Seitenfüller verzichtet.
Ich weiß, es ist nicht unbedingt wichtig, aber das Cover ist wunderschön und passt zum Thema. Das Auge isst halt mit!
Von meiner Seite eine absolute Kaufempfehlung.

Bewertung vom 30.10.2018
Rachewinter / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.3
Gruber, Andreas

Rachewinter / Evelyn Meyers & Walter Pulaski Bd.3


ausgezeichnet

Ein neuer Fall für Walter Pulaski und Evelyn Meyers.

Evelyn Meyers soll Michael Kotten, Sohn eines reichen Unternehmers aus Wien, vertreten. Kotten wird beschuldigt den Geschäftsmann Johann Wulff ermordet zu haben.
Zur gleichen Zeit ermittelt Walter Pulaski in Leipzig. In einem Autobahnmotel wird der Unternehmer Klaus Hinze tot aufgefunden. Hinze ist der Vater von der besten Freundin seiner Tochter Jasmin. Im ersten Anschein deutet alles auf einen Unfall hin. Doch Pulaski ist misstrauisch.
Noch ist kein Zusammenhang in den beiden Fällen zu erkennen.
Aber wer Andreas Gruber kennt, weiß, dass es in seinen Büchern immer verschiedene Handlungsstränge gibt, die sich zum Schluss zusammenfügen.

Mehr möchte ich gar nicht über den Inhalt dieses Buches schreiben.

Evelyn Meyer wie immer engagiert und Pulaski in Bestform.

Wer die ersten beiden Bücher (Rachesommer und Racheherbst) gelesen hat, der sollte auch dieses Buch lesen.

Ein super Thriller, wie man ihn von Andreas Gruber erwarten kann.

Bewertung vom 30.10.2018
Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1
Pötzsch, Oliver

Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1


ausgezeichnet

Johann Georg, genannt Faustus, ist für sein Alter zu klein und zu klug.
Von seiner Mutter abgöttisch geliebt und verhätschelt leidet er unter seinem Vater, seinen älteren Brüdern und den anderen Kindern von Knittlingen. Als Achtjähriger ist er begeistert von den Gauklern, die in seine Stadt kommen. Zu dieser Zeit, als mehrere Kinder der Stadt verschwunden sind, trifft er auch das erste Mal auf den faszinierenden Astrologen und Magier Tonio del Moravia.
Jahre später, seine Mutter ist tot und seine Freundin Margarethe muss einen anderen heiraten, taucht Tonio del Moravia wieder in Knittlingen auf. Und wieder verschwinden mehrere Kinder. Auch sein kleiner Bruder Martin.
Faustus schließt sich Tonio del Moravia an, zieht mit ihm durchs Land und saugt alles Wissen auf. Aber er ahnt, dass sein Lehrmeister mit dunklen Mächten im Bunde ist. Und was hat Tonio mit ihm vor?

Oliver Pötzsch erzählt einer farbenfrohe Geschichte aus der Zeit zwischen Mittelalter und Neuzeit. Der Buchdruck wurde erfunden, aber die Kirche ist immer noch allmächtig. Menschen werden als Ketzer verurteilt und vertrauen eher Quacksalbern und Gebeten, als auf Gelehrte.

Dieses Buch wird denen gefallen, die auch „Der Medicus“ oder „Das Parfum“ geliebt haben.

Bewertung vom 30.10.2018
Black Hand
Talty, Stephan

Black Hand


ausgezeichnet

Alles andere als ein Sachbuch…

Ende des 19. Jahrhunderts wandert Joseph Petrosino mit seinen Eltern von Italien in die USA, nach New York City aus.
Petrosino, der aus armen Verhältnisse kommt, hält sich mit einfachen Jobs über Wasser und als man ihm die Chance bietet, steigt er bei der New Yorker Polizei ein. Er kann überzeugen und steigt nach und nach die Karriereleiter hoch.
Zur gleichen Zeit spricht man in New York von einer geheimen und brutalen Organisation, die mit Lösegelderpressungen u.ä. ihr Geld macht. Die erste Mafia New Yorks: die Black Hand Gang.
Anfang des 20. Jahrhunderts übernimmt Petrosino die Leitung einer Spezialorganisation zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens.

Soviel zum Inhalt des Buches. Da das Buch auf Tatsachen beruht, könnte man davon ausgehen, dass es sich um eine Art Sachbuch handelt.
Mitnichten!
Stephen Talty schafft es aus dieser Geschichte einen Thriller zu machen. Beim Lesen wurde ich sofort an „The Untouchables“ erinnert. Man muss sich immer wieder klarmachen, dass die Erzählung nicht erfunden ist. Und das macht dieses Buch so spannend und fesselnd.
Super erzählt = klare Kaufempfehlung!