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Christiane
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Ich liebe Lesen!!!

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Insgesamt 470 Bewertungen
Bewertung vom 28.12.2025
Gauer, Christian

Gamsalp


gut

Unkonventionell. Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat der Autor für Spannungsliteratur Christian Gauer den Regionalkrimi Gamsalp herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte. Dies ist mein erster Krimi mit dem Autor.
Der Privatermittler Elwood leidet unter dem Tod seiner Hündin Viva. Er geht auf eine Wanderung durch das Toggenburg und trifft auf eine Gruppe zwielichtiger Gestalten. Unfreiwillig muss er eine Nacht bei Ihnen verbringen. Dann trifft er auf Bänziger von der Kripo St. Gallen, der ihn um Unterstützung bittet. Es wurde ein Toter entdeckt und es gibt Zweifel, ob es ein Unglücksfall oder ein Mord gewesen ist. Elwood startet mit seinen Ermittlungen und trifft schnell wieder auf seine Peiniger…
Man sieht sich immer zweimal. Mit diesem Satz bin ich aufgewachsen und mit diesen Satz habe ich im Kopf, während ich an der Seite von Elwood durch das Toggenburg streife. Sehr gut gelungen ist es dem Autor, die Landschaft und die Atmosphäre einzufangen. Mir ist beim Lesen oft unheimlich zumute. Intensiv und einfühlsam beschreibt er Elwoods Gefühlsleben. Der Tod seiner Hündin setzt ihm zu und die Erlebnisse mit der Gruppe tragen ihren Teil dazu bei, dass es ihm nicht besser geht. Detailreich und offen zugleich beschreibt Christian Gauer die zusammengewürfelte Truppe, die ich auf keinen Fall bei einer Wanderung treffen möchte.
Nicht so einfach ist der Schreibstil des Autors für mich und so hat es drei Anläufe und einige Seiten gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte. Dann ging es gut und gegen habe ich meinen Gefallen an der wenig konventionellen Erzählweise gefunden.
Der eigentliche Kriminalfall ist sauber gelöst, meine Fragen sind beantwortet. Leider finden die Ermittlungen eher im Hintergrund statt, hier hätte ich mir mehr Konzentration auf den Fall gewünscht.
Alles in allem hat Christian Gauer mit Gamsalp einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, der für die Leser geeignet ist, die Sinn für eine unkonventionelle Erzählweise, einen unkonventionellen Ermittler und unkonventionelle Persönlichkeiten haben. Von mir bekommt der Autor 3 Lesesterne.

Bewertung vom 27.12.2025
Kärger, Walter Christian

Das Raunen der Stille


ausgezeichnet

Mörderisch spannend. Fesselnd. Unheimlich. Ende September 2025 hat Walter Christian Kärger den Regionalkrimi „Das Raunen der Stille“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut in das Genre und zur Geschichte. Es handelt sich um den 9. Teil der Reihe mit Max Madlener und Harriet Holtby. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Dies ist mein erster Krimi mit Walter Christian Kärger. Da ich gerne Regionalkrimis lese und gerne neue Autoren kennenlerne, bin ich neugierig in diese Erzählung gestartet. Sie spielt am Bodensee, den ich aus verschiedenen Urlauben mit meinem verstorbenen Ehemann kenne.

Ein missglückter Überfall auf einen Geldtransporter bringt Max Madlener und Harriet Holtby auf die Spur eines lange gesuchten RAF-Terroristen. Die Ermittlungen sind voll im Gang. Während die beiden Ermittler den Spuren folgen, passiert in einer Klinik etwas Unfassbares. Eine soziopathische Krankenschwester trifft Entscheidungen über Leben und Tod ihrer Patienten. Als Harriets Tante in die Klinik eingewiesen wird, läuft die Zeit…

Selten hat mich ein Krimi so sehr beschäftigt, wie dieser es getan hat und so brauchte ich ein paar Tage, bis ich diese Rezension geschrieben habe. Walter Christian Kärger startet seinen Krimi mit einem Erzählstrang, der sich mit einer RAF-Terroristin beschäftigt. In meiner Jugendzeit war das ein großes Thema und so habe ich noch einiges an Hintergrundwissen zum Thema RAF, das der Autor geschickt auffrischt. Der zweite Erzählstrang beschäftigt sich mit einer Krankenschwester, die über das Leben und den Tod ihrer schwerkranken Patienten entscheidet. Mich erinnert das an den Pfleger Niels Högl. Und an das Sterben meines krebskranken Mannes. Ich denke über aktive und passive Sterbehilfe nach, über die Gesetzeslage und frage mich, wer das Recht hat, über das Leben und den Tod zu entscheiden. Eine Krankenschwester sicher nicht.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Kriminalroman sehr spannend erzählt. Es dauert eine Weile, bis die beiden Erzählstränge zu einem werden. Nachdem ich mit dem Lesen gestartet bin, ist es mir schwergefallen, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer wollte ich wissen, wie es denn nun weiter geht. So habe ich die ca. 317 Seiten in drei Abschnitten gelesen.

Alles in allem hat Walter Christian Kärger mit „Das Raunen der Stille“ einen Regionalkrimi vom Bodensee auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Ein spannender Kriminalfall, eine soziopathische Krankenschwester und der RAF-Hintergrund sorgen für ein Leseerlebnis der Extra-Klasse. Von mir bekommt der Autor 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 18.12.2025
Haller, Ina

Das Phantom von Aarau


ausgezeichnet

Spannend. Düster. Unheimlich. Die Autorin Ina Haller hat Ende Oktober 2025 den Regionalkrimi „Das Phantom von Aarau“ gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es ist der 13. Teil aus der Andrina-Reihe. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Von Ina Haller habe ich schon viele Kriminalromane gelesen. Andrina kenne ich schon lange und so habe ich gleich zugegriffen, als ich „Das Phantom von Aarau“ gesehen habe. Neugierig starte ich in die Geschichte. Im Prolog wird mir schon Angst und Bange. Wer hat keine Angst vor einem Einbrecher?
In Aarau kommt es zu einer Einbruchserie. Als ein Toter gefunden wird überschlagen sich die Ereignisse. Die Ermittler, der das Opfer kennt, verschwindet spurlos. Da stimmt was nicht, denkt Andrina und macht sich auf die Suche…
Wer Ina Haller kennt, der ahnt, dass für Andrina diese Ermittlungen gefährlich werden könnten. Und Ina Haller wäre nicht Ina Haller, wenn sie uns einen Krimi präsentieren würde, bei dem wir ruckzuck den Täter ermitteln würden.
Wie erwartet startet die Autorin nach einem düsteren Prolog ihren Krimi spannend und hält diese Spannung die gesamte Lesezeit aufrecht. Neben vielen wichtigen Hinweisen präsentiert sie uns auch gerne viele falsche und somit sollte der Leser auf der Hut sein, wenn er an der Seite von Andrina ermittelt.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben hat mir diese Erzählung über knapp 270 Seiten viel Spaß gemacht. Am Ende lege ich das Buch zur Seite und atme entspannt durch. Froh darüber, dass Andrina und ich den Fall gelöst haben, und das es Andrina (wieder) gut geht. Das lässt mich auf ein neues Rätsel-Abenteuer hoffen.
Alles in allem hat Ina Haller mit „Das Phantom von Aarau“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Solide aufgebaut, spannend zum Miträtseln, sauber aufgelöst. Was will das Krimiherz mehr? Von mir bekommt die Autorin 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung für alle Freunde des guten Regionalkrimis.

Bewertung vom 17.12.2025
Aden, Hanna

Die Kryptografin


sehr gut

Historisch, Spannend, Unterhaltsam. Im Dezember 2025 hat Hanna Aden den historischen Roman „Die Kryptografin, Für Träume braucht man Mut“ gemeinsam mit dem Verlag Penguin herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und in das Genre. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar.
Auf den ersten Blick habe ich mich in das Cover verliebt. Mich hat in erster Linie die Frage beschäftigt, was es mit dieser Frau auf sich hat, die so konzentriert in ihrem Buch blättert. Von Hanna Aden habe ich bisher noch kein Buch gelesen und da ich gerne neue Autoren kennen lerne, mach ich mich neugierig an das Werk.
Schnell habe ich mich in den modernen und flüssigen Schreibstil der Autorin eingelesen. Die Zeilen fliegen nur so an mir vorbei. Ich befinde mich in München in den 50-er Jahren. Das ist eine Zeit, die mich gerade brennend interessiert. Meine Mutter erzählt mir gerade viel aus diesen Jahren. Es ist eine Zeit, in der sich die Rolle der Frau entscheidend verändert. So ist die junge Margot stolz wie Oskar: Sie hat als eine der wenigen einen Studienplatz in Mathematik ergattert. Margot ist ungewöhnlich begabt und diese Begabung bleibt den Zuhörenden nicht verborgen. So bekommt sie eines Tages ein Angebot, für den Geheimdienst als Kryptografin zu arbeiten. Dafür müsste sie allerdings ihr Studium schmeißen und sie darf kein Wort über ihre Arbeit verlieren. An ihrer Seite hat sie den Aktivisten Willi und ihre Freundin Sue. Beide braucht sie dringend, denn nichts ist so einfach, wie es scheint.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben hat mir dieser Roman jede Menge Spaß gemacht. Es ist eine Freude, Margot durch ihre Erlebnisse und das München der 50-er Jahre zu begleiten. Die Autorin hat die Stimmung der Nachkriegszeit hervorragend eingefangen und transportiert eine Atmosphäre durch das Buch, das sich kein Leser entgehen lassen sollte. Lediglich ein kleiner Wermutstropfen trübt mein Leseglück. In einer Szene, in der Margot gegängelt wird und sich durchsetzen muss, geht mir ihre Entwicklung zu schnell und zu forsch voran. Hier hätte ich mir eine etwas langsamere Entwicklung für sie gewünscht.
Alles in allem hat Hanna Aden mit „Die Kryptografin, Für Träume braucht man Mut“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf einen Ausflug in das München der 50-er Jahre hat, der ist hier gut aufgehoben. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung. Ich freu mich jetzt schon auf den zweiten Teil, den ich unbedingt lesen möchte.

Bewertung vom 09.12.2025
Huwyler, Marcel

Frau Morgenstern und die Offenbarung


ausgezeichnet

Mörderisch amüsant. Ende September 2025 hat der Autor Marcel Huwyler gemeinsam mit dem Verlag grafit die irrwitzige Parodie auf das Agententhriller-Genre „Frau Morgenstern und die Offenbarung“ herausgebracht. Titel und Cover passen gut in das Genre und in die Reihe. Es handelt sich um das 7. Abenteuer mit der pensionierten Lehrerin und Auftragskillerin Violetta Morgenstern. Es kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Violetta Morgenstern lebt mit ihrem Kollegen Michael Schlunegger und seinen Zwillingstöchtern Ida und Frida in einer neuen Patchwork-Familie. Sie übt ihre Rolle als Leihoma, die sie durchaus überfordert. Dann kommt ein neuer Auftrag ins Haus. Violetta und Michael sollen einen Archäologen töten, der in Ägypten einen sensationellen Fund gemacht hat. Als die beiden den Mann ins Visier nehmen, kommt ihnen ein Unbekannter zuvor…
Von Marcel Huwyler habe ich bereits den Vorgängerroman „Frau Morgenstern und das Vermächtnis“ gelesen. Ich habe mich richtig gefreut, denn der Schreibstil des Autors glänzt in modernen Worten, mit Tempo, Wortwitz und sehr lustigen Wortschöpfungen. Das macht nicht nur Spaß, sondern auch gute Laune und so starte ich in die Geschichte.
Von der ersten bis zu letzten Seite habe ich jeden Satz genossen. Es macht einfach Spaß Violetta durch ihr Leben als Leihoma und Auftragskillerin zu begleiten. Der Autor sorgt mit jede Menge unerwarteten Wendung für herzhafte Lacher auf der Leserseite und somit ist gute Laune Programm. Der Krimi kann sich ebenfalls lesen lassen und ist nachher sauber aufgeklärt.
Alles in allem hat Marcel Huwyler mit „Frau Morgenstern und die Offenbarung“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Er eignet sich für Leser mit schwarzem Humor, Sinn für vielfältige Persönlichkeiten und einer Freude für die Sprache. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 07.12.2025
Albich, Mina

Wienerberg


ausgezeichnet

Mitte Oktober 2025 hat Mina Albich gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Wienerberg“ herausgebracht. Der Titel und das Cover passen gut in die Reihe und in das Genre. Es handelt sich um den 4. Teil mit den Ermittlern Felix Grohsmann, Nicky Witt und Joe Kettler. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Ein kleines Mädchen findet einen menschlichen Knochen auf einem Spielplatz in Wien in der Nähe der Spinnerin am Kreuz. Inspektor Grohsmann fragt sich, ob das Zufall ist, oder nicht. Denn gar nicht so weit entfernt von dem Fundort befindet sich die Hinrichtungsstätte Wiens. Als das Skelett schließlich gefunden wird, ist es eindeutig noch relativ jung. Das Trio ermittelt und stößt auf Hinweise. Sie fragen sich, wiederholt sich hier die Geschichte? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
Von Mina Albich habe ich bereits die Vorgängerromane gelesen. Sie waren alle toll. Dieser Krimi ist die beste Geschichte, die die Autorin bisher herausgebracht hat. Mit „Wienerberg“ ist sie erwachsen geworden und das lässt mich auf künftig großartige Krimis hoffen.
Schnell bin ich in den modernen Schriftstil der Autorin versunken. Auf mich wirkt er flüssig, er lässt sich gut lesen. Ich liebe den Humor von Mina Albich. Sie zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen und in mein Gemüt, während ich ihren Zeilen folge. Ihre Persönlichkeiten werden menschlich. Ich mag sie. Felix Grohsmann, Nicky Witt und Joe Kettler. Gäbe es sie nicht, müssten sie glatt erfunden werden. Und wer kann das besser als Mina Albich, die sozusagen ihre „Mutter“ ist.
Die Autorin startet ihren Krimi früh. Der Knochenfund des Mädchens bringt erlebnisreiche Ermittlungen in die Gänge. Es ist spannend, ihnen zu folgen. Hinweise gibt es viele und ich frage mich regelmäßig, ob ich mit dem Ermittlungstrio auf der richtigen Fährte bin. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weitergeht und so lese ich die ca. 333 Seiten in drei Abschnitten. Am Ende sind meine Fragen geklärt und ich genieße den Epilog ebenso, wie die Rubrik „Wahrheit oder Lüge, die etwas andere Danksagung“.
Alles in allem hat Mina Albich mit „Wienerberg“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Es ist ein Werk, an dem einfach alles richtig ist. Ein sympathisches Trio ermittelt einen spanenden Fall in einer tollen Stadt: Wien. Von mir bekommt sie eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 verdiente Lesesterne.

Bewertung vom 29.11.2025
Kasperski, Gabriela

Juwelenraub im Schneepalast


ausgezeichnet

Spannend. Mondän. Solide. Im November 2025 hat die Autorin Gabriela Kasperski den Regionalkrimi „Juwelenraub im Schneepalast“ gemeinsam mit dem Verlag Dörlemann auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 3. Fall mit der 83-jährigen Libby Andersch und ihrem Krimiclub. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Von Gabriela Kasperski habe ich schon viele Regionalkrimis gelesen. Sie waren alle super. So habe ich mich sehr gefreut, als mir „Juwelenraub im Schneepalast“ in die Hände gefallen ist. Libby gefällt mir als Heldin unglaublich gut. Sie kommt sehr sympathisch rüber und ich mag ihre knarzende Hüfte ebenso gerne, wie ihre Leidenschaft für das Stricken.
In Gstaad finden die „Britischen Wochen“ statt. Eine Schmuckkollektion des britischen Königshauses soll ausgestellt werden. Zeitgleich findet ein Diplomatentreffen statt. Der Krimiclub mit Libby Andersch ist eingeladen, einen Cold Case aus den achtziger Jahren aufzuklären. Was als Detektivspiel beginnt wird zum blutigen Ernst, als Libby ein geheimes Gespräch belauscht und der Spur nachgeht…
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich diesen Krimi sehr gerne gelesen. Schnell habe ich mich in den lockeren und leichten Schreibstil der Autorin eingelesen. Die ca. 208 Seiten sind wie im Fluge vergangen. Das Buch habe ich kaum aus der Hand gelegt, denn immer wollte ich wissen, wie es denn nun weitergeht. So habe ich die gesamte Erzählung in zwei Abschnitten gelesen.
Alles in allem hat Gabriela Kasperski mit „Juwelenraub im Schneepalast“ einen soliden Cosy-Krimi vor mondäner Kulisse auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf eine Heldin im Sinne von Miss Marple hat, kommt hier auf seine Kosten. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 27.11.2025
Peters, Katharina

Todesflut / Emma Klar Bd.10


ausgezeichnet

Mörderisches Lübeck! Die Autorin für Spannungsliteratur Katharina Peters hat im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Verlag atb den Regionalkrimi „Todesflut“ herausgebracht. Titel und Cover passen gut zur Geschichte, in die Reihe und in das Genre. Es handelt sich um den 10. Band der Reihe mit der Ermittlerin Emma Klar. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Von Katharina Peters habe ich schon einige Kriminalromane gelesen. Die Reihe mit Emma Klar ist neu für mich. Der Einstieg in die Geschichte ist mir leichtgefallen. Die Autorin hat an den richtigen Stellen ein wenig aus Emmas Vergangenheit erzählt, so hatte ich immer den Eindruck, gut informiert zu sein.
In Lübeck bricht Karina Pohl aus der Strafvollzugsanstalt aus. Sie wurde verurteilt, ihren Ex-Freund Stefan Mahler umgebracht zu haben. Es gab kein erkennbares Motiv und somit drängt sich der Gedanke auf, Karina war es vielleicht gar nicht. Emma wird als Privatdetektivin gebeten, Karina zu suchen. Sie stößt bei ihren Ermittlungen auf einen alten Fall. Eine Freundin von Karina wurde in einem Wald bei Lübeck ermordet aufgefunden. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Emma kommt das komisch vor und sie fragt sich, ob beide Morde vielleicht miteinander zusammenhängen.
Es hat nur ein paar Sätze gedauert, da bin ich tief in die Geschichte versunken. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Krimi unglaublich spannend. Die Autorin schafft es spielend leicht, mich in ihren Seiten zu halten. Sie sorgt mit stets neuen Hinweisen für Stoff zum Nachdenken. Mit unerwarteten Wendungen an den richtigen Stellen lässt sie mich alle bisherigen Gedanken verwerfen und neu denken. Am Ende überrascht sie mich mit einem richtig guten Plot, der das i-Tüpfelchen für die ca. 395 Seiten Geschichte ist.
Alles in allem hat Katharina Peters mit „Todesflut“ einen Regionalkrimi aus Lübeck auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Ein spannender Fall, meisterhaft erzählt, lädt seinen Leser zum Mitdenken ein und sorgt für beste Krimiunterhaltung. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 23.11.2025
Kohl, Erwin

Jede Menge Kies


ausgezeichnet

Kies, Kies, Kies! Ende September 2025 hat Erwin Kohl gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Jede Menge Kies“ herausgebracht. Cover und Titel passen perfekt zur Geschichte. Es handelt sich um den 6. Band mit dem Privatermittler Lukas Born. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Der Bauer Gerd Heitkamp fühlt sich bedroht und bittet Lukas Born um Hilfe. Der will erst nicht und nimmt den Auftrag dann doch an. Als er den Bauern aufsuchen will, findet er diesen ermordet vor. Interessanterweise liegt die Leiche exakt an der Stelle, an der Heitkamp zuvor gegen die Auskiesung von Ackerland demonstriert hat. Ein Zufall? Lukas Born glaubt das nicht und beginnt zu ermitteln.
Dies ist mein erster Kriminalroman mit Erwin Kohl und garantiert nicht der letzte. Er hat nur ein paar Sätze benötigt, damit mein Geist sich tief in die Geschichte versenkt. Besonders hervorzuheben ist der herrliche Humor des Autors, der seine Erzählung begleitet. Erwin Kohl ist am Niederrhein geboren und hat diese Gegend nie verlassen. Treffsicher beschreibt er den Menschenschlag und die Gegend rund um Wesel. Es macht Spaß, seinen Erzählungen zu folgen.
Der Krimi lebt von einem sauberen Spannungsbogen, gut gesetzten unerwarteten Wendungen und endet mit einem gut durchdachten Plot. Meine Fragen sind beantwortet.
Alles in allem hat Erwin Kohl mit „Jede Menge Kies“ eine Regionalkrimi vom Niederrhein auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Humor, Lokalkolorit und eine Prise Gesellschaftskritik peppen die spannende Erzählung zu einer perfekten Lektüre auf, die all jenen gefallen wird, die auf gut gemachte Regionalkrimis stehen. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 19.11.2025
Schwarzkopf, Margarete von

Das schwarze Kreuz


sehr gut

Margarete von Schwarzkopf hat im September den Kriminalroman „Das schwarze Kreuz“ gemeinsam mit dem emons: Verlag herausgebracht. Das Cover ist einfach Klasse. Der Titel, die Farben, die Bildgestaltung und das Motiv passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 9. Fall mit der Kunsthistorikerin Anna Bentorp. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Anna Bentorp plant eine Reise nach Dublin. Während sie sich auf die Reise vorbereitet, findet sie einen ungeöffneten Brief. Neugierig, wie sie ist, öffnet sie ihn. Der Brief liefert Hinweise auf einen wertvollen Kirchenschatz und auf einen Mord, der im Jahr 1801 passiert sein soll. Anna übergibt den Brief den Diakon der Kirche. Dieser führt tatsächlich Grabungen durch und findet einen Teil des beschriebenen Schatzes. Dabei rückt er in das Visier eines skrupellosen Täters…
Dies ist mein erster Krimi mit Margarete von Schwarzkopf und ihrer Anna Bentorp. Es ist nicht ganz einfach, den Einstieg zu finden und so brauche ich eine Weile, bis ich in der Geschichte Fuß gefasst habe. Zwei Handlungsstränge und ein paar Nebenstränge fordern meine volle Konzentration. Dafür geizt die Autorin nicht mit Spannung. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben genieße ich alle ca. 380 Seiten. Vielschichtig, detailliert, fundiert, historisch und politisch sind die Verben, die den Krimi am besten beschreiben.
Alles in allem hat Margarete von Schwarzkopf mit „Das schwarze Kreuz“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein komplexes Rätsel in unterschiedlichen Zeiten hat und sich für Kunst interessiert, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.