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Benutzername: nane 2408


Bewertungen

Insgesamt 65 Bewertungen
Bewertung vom 13.01.2019
Das Licht in meiner Dämmerung
Saxx, Sarah

Das Licht in meiner Dämmerung


sehr gut

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen.
Die Geschichte wird abwechselnd von den beiden Protagonisten erzählt. Das finde ich gut gelungen, da beide mit ihren jeweiligen Dämonen zu kämpfen haben und somit ihre Reaktionen oder Stimmungen dadurch verständlicher werden.
Während des ganzen Buches gibt es immer wieder diese unterschwellige Angst vor der drohenden Gefahr der Entdeckung, was dann zum Ende hin immer greifbarer und spannender wird. Da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Gefallen hat mir auch diese wunderschöne Liebeserklärung von Ethan, die auch noch Bezug nimmt auf den Buchtitel. Ethan: „Ich brauche dich so sehr, El. Ich wusste nicht, dass es so schön mit einem anderen Menschen sein kann. Aber…du bist das Licht in meiner Dämmerung. Ohne dich fühle ich mich taub und verloren, aber mit dir…bin ich endlich wieder lebendig.“ (S. 252 in meinem Tolino)
Das Ende ist dann schon etwas kitschig, aber schön.

Bewertung vom 29.11.2018
Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1 (eBook, ePUB)
Pötzsch, Oliver

Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Autor Oliver Pötzsch war schon immer fasziniert von der Figur des Faust, allerdings hatte er immer gedacht, dass Faust nur eine Sagengestalt war.
Durch einen Zufall (dies wird im Anhang des Buches genau erzählt) kommt er zu dem wahrscheinlichen Geburtsort von Dr. Johannes Faust (1480 bis 1540) in Knittlingen.
In dem angrenzenden Museum lernt er dort einen Quacksalber, Astrologen, Wahrsager, Alchimisten, Scharlatan, weisen Doktor und listigen Beschwörer kennen und beschließt, einen Roman über diesen Mann zu schreiben.

Herausgekommen ist ein imposantes Werk. Über 600 Seiten lang (lt. meinem Tolino). Aber nie langweilig. Da es nur eine Handvoll Quellen über das Leben des Faust gibt, aber jede Menge Spekulationen, hat sich der Autor ausgewählt, was ihm gefällt. Es liest sich wirklich gut und auch wenn ich es mal zur Seite legen musste, war dies nicht schlimm. Wenn ich weitergelesen habe war ich sofort wieder mittendrin im Geschehen.

Bei Oliver Pötzsch ist Faust ein unruhiger Geist, ist nie zufrieden, mit einem unstillbaren Durst nach Wissen.
Der junge Faust ist ein kluger Bursche mit einer schnellen Auffassungsgabe. Mit seinen schwarzen Haaren und dunklen Augen wirkt er düster und die einfachen Leute haben Angst vor ihm. Er wird gemieden oder verprügelt.
Seine Mutter nennt ihn „Faustus“ (der Glückliche), aber richtig glücklich ist er nur sehr selten. Wenn er eine Bibliothek ganz für sich hat, dann ist er es. Oder wenn er mit seiner Jugendliebe zusammen ist. Aber er stürzt sie nur ins Verderben und so will er nie wieder lieben.
Und das Böse ist immer hinter ihm her. Als schwarzer Schatten, der ihn beobachtet. Und so wird Faust immer ruheloser. Er hegt sogar Selbstmordgedanken.

Es ist aber nicht nur die Geschichte des Faust. Es ist auch eine Art von Geschichtsbuch. Welche Städte im 16. Jahrhundert von Bedeutung waren, oder welche Universitäten. Wir begleiten Faust mit Pferd und Wagen kreuz und quer durch das Deutsche Reich und überqueren sogar die Alpen Richtung Venedig.
Auch gelehrte Männer werden erwähnt oder haben sogar Kontakt zu Faust, wie der Universalgelehrte Agrippa von Nettesheim.
Aber auch die Situationen der einfachen Bevölkerung wird geschildert, die Armut oder auch, wie einst große Städte z.B. durch Schutzzölle an den Rand des Ruins gebracht wurden.

So ist dies ein imposantes Gesamtwerk, das ich sehr gerne gelesen habe und hiermit auch gerne weiterempfehlen möchte.

Bewertung vom 07.10.2018
Honig aufs Herz
Kaspers, Moni

Honig aufs Herz


ausgezeichnet

„Honig aufs Herz“ statt „Hand aufs Herz“. Eigentlich ist dies ein Versprecher der liebenswert chaotischen Protagonistin. Aber in diesem Roman von Moni Kaspers ist dieser Spruch Programm. Selten ein Buch gelesen, bei dem der Titel so gut passt und auch einen wirklichen Bezug zum Inhalt hat.
Dieser lesenswerte Roman ist eine tolle Mischung aus Liebesgeschichte, Krimi, dem Verarbeiten von einem Trauma, der Verwirklichung von Träumen und endlich mal eine Sache zu Ende bringen.
Die Autorin hat es mit ihrem tollen Schreibstil geschafft, dass ich dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte.
Was mir noch besonders gefällt ist, dass vor einigen Kapiteln kleine Reime stehen.
Von mir bekommt dieser Roman eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 03.10.2018
Die Sonnenschwestern
Rees, Tracy

Die Sonnenschwestern


ausgezeichnet

„Manchmal muss man um das bitten, was man sich wünscht.“
Mit diesem Satz im Prolog beginnt dieser wirklich lesenswerte Roman. Eine alte Dame verpackt ihren Wunsch in ein Gebet. Erst am Ende des Buches erfahren wir dann, ob sich der Wunsch erfüllt hat.
Dieser Satz taucht dann auch wieder im Epilog auf. Und das ist ein wunderschöner Abschluss.

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Sicht von zwei Frauen erzählt. Zum einen von Chloe in den 1950er Jahren und zum anderen von Nora in der Gegenwart. Die einzelnen Passagen sind nicht zu lang und das ist sehr angenehm zu lesen.

Die Autorin lässt den Leser lange im Unklaren darüber, ob und wie die Protagonisten zueinanderstehen und wie alles zusammenhängt und warum Chloe keinem Menschen aus ihrer Kinder-/Jugendzeit erzählt. Was ist damals geschehen? Und warum soll es dann kein Davonlaufen mehr geben?

Dies ist mittlerweile der dritte Roman der Schriftstellerin Tracy Rees, den ich gelesen habe. Und auch dieser gefällt mir wieder sehr gut durch ihren tollen Schreibstil und ihre Beschreibungen von Orten und Landschaften und erhält von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Was für mich aber total unverständlich ist, warum der Roman „Die Sonnenschwestern“ heißt und nicht „Das Stundenglas“ (Original Titel „The Hourglass“). Das hätte viel besser gepasst, da Stundengläser (Sanduhren) in der Geschichte mehrmals erwähnt werden. Auch gefällt mir das Cover der Originalfassung besser. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Bewertung vom 12.09.2018
I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich
Leuchtenberg, Cleo

I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich


sehr gut

Dieses Jugendbuch wird aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Mal erzählt Ben und mal Lilly, jeweils dann in der Ich-Form.
Dadurch kommt es manchmal zu Überschneidungen der Vorgänge. Dies finde ich aber gut, da man diese dann ja von beiden Seiten aus betrachtet.
Lilly und Ben sind sehr unterschiedlich. Lilly als Diplomatentochter hat ein behütetes Leben, muss zwar viel umziehen, das scheint sie aber nicht wirklich zu stören.
Ben lebt am Existenzminimum und völlig auf sich allein gestellt. Dadurch wirkt er sehr oft konfus. Seine Reaktionen sind für mich oft nicht nachvollziehbar. Ich konnte diesem Charakter nicht viel abgewinnen.
Interessant ist der Einblick in die Arbeit von Synchronsprechern. Das fand ich sehr informativ.
Das Cover von diesem Jugendbuch ist mir sofort aufgefallen. Nach meiner Meinung ist es sehr gut gelungen, den eigentlich ziemlich langen und sperrigen Titel interessant zu gestalten. Ich denke mal, das könnte bei den Jugendlichen gut ankommen.

Bewertung vom 12.09.2018
Der Klang eines Augenblicks
Dakota, Kate

Der Klang eines Augenblicks


ausgezeichnet

Das Besondere an diesem Roman ist u.a. der Einstieg. Er fängt mit einem Prolog der Protagonistin in der Ich-Form an, in dem schon das Ende der Geschichte vorweg genommen wird…oder auch nicht?! Dies hat mich auf jeden Fall ziemlich neugierig gemacht auf dieses Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Autorin schafft es mit ihrem super schönen Schreibstil den Leser zu fangen.
Und die tollen Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf einen Trip nach Irland.
Alle Charaktere in diesem Roman sind liebenswert beschrieben, mit all ihren Ecken und Kanten. Auch die kleinen Geschichten neben der eigentlichen Geschichte sind wundervoll zu lesen.
Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Es macht einfach nur Spaß, diesen Roman zu lesen.
Er bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 06.09.2018
Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1
Moran, Kelly

Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1


ausgezeichnet

„Es war zu gut. Und Dinge, die zu gut waren, um wahr zu sein, waren für gewöhnlich auch nicht wahr. Was den Schmerz am Ende nur umso verheerender machte.“ (Zitat Seite 243 eBook).
Zu gut, um wahr zu sein, war auch mein erster Gedanke, als ich dieses absolut liebenswerte Buch durchgelesen hatte. Eine bezaubernde Kleinstadt mit tollen Bewohnern, die man einfach gernhaben muss. Protagonisten, die mir sofort sympathisch waren. Eine Geschichte, die total glaubwürdig erzählt wird. Dieser Roman ist so schön geschrieben, mit so viel Gefühl, Witz und Charme, dass es wirklich Spaß gemacht hat, diesen zu lesen. Und die Fortsetzungen dieser Trilogie stehen schon auf meiner Wunschliste.
Von mir bekommt dieser Roman eine absolute Kaufempfehlung.

Bewertung vom 22.08.2018
Das rote Adressbuch (eBook, ePUB)
Lundberg, Sofia

Das rote Adressbuch (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die Lebensgeschichte einer 96-jährigen Dame, erzählt anhand ihres Adressbuches. Das ist das Konzept zu diesem wundervollen und berührenden Roman von Sofia Lundberg.
Die Idee hierzu kommt der Autorin, als sie ein Adressbuch bei ihrer verstorbenen Großtante Doris findet, in dem viele der Namen durchgestrichen sind und „tot“ dahintersteht.
Ich mochte diesen gefühlvollen und wunderschön geschriebenen Roman nicht aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt lesen, wie es der Protagonistin weiterhin ergeht.
Wie viel Leid, Angst, Verluste und Demütigungen sie in ihrem langen Leben erleiden musste hat mich oft sehr betroffen gemacht.
Aber auch, dass sie im hohen Alter so einsam ist. Ihr Körper ist gebrechlich aber der Verstand umso wacher. Die Autorin lässt sie sogar ganz selbstverständlich mit dem Laptop umgehen, sogar Skypen ist ihr nicht fremd.
Dieses Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 12.08.2018
Das Erbe von Juniper House
Herzinger, Sophia

Das Erbe von Juniper House


ausgezeichnet

Dieser Roman von Sophia Herzinger lässt sich angenehm lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin.
Die Geschichte wird aus zwei Handlungssträngen, die in verschiedenen Zeiten spielen, miteinander verwoben. Zum einen wird das Leben von Emma erzählt, beginnend im Jahr 1915 und zum anderen das ihrer Enkelin Sara in der Gegenwart. Über jedem Kapitel stehen die Jahreszahlen und die Orte des Geschehens, so kam ich nie durcheinander.
Im Gegensatz zu der Geschichte um Sara wird das Leben der Emma in der Ich-Version geschrieben. Dadurch hatte ich das Gefühl, die Ereignisse noch intensiver zu erleben. So viele Erlebnisse und Verluste musste sie ertragen, das war schon recht ergreifend und oft sehr traurig..
Trotzdem ist dies ein absolut lesenswerter Roman.

Bewertung vom 29.07.2018
Drei Küsse für Herkules (eBook, ePUB)
Engelken, Eva

Drei Küsse für Herkules (eBook, ePUB)


gut

Die Leseprobe hatte mir wirklich gut gefallen, besonders der flüssige und gut zu lesende Schreibstil und auch der Humor.
Doch nachdem ich nun das Buch durchgelesen habe bin ich doch etwas enttäuscht.
Die Protagonistin ist mir viel zu chaotisch, ich bin mit ihr und ihren Entscheidungen nicht wirklich warm geworden.
Auch der Ehemann kam ziemlich unsympathisch rüber. Das gleiche gilt auch für den Halbgott Herkules. Ich empfand ihn als nicht gerade liebenswert und seine vielen Kraftausdrücke machten es auch nicht besser

Für mich war die Geschichte zu langatmig mit zu vielen anderen Schauplätzen, die vielleicht etwas Witz reinbringen sollten aber oft eher peinlich waren.
Zum Schluss wurde es noch mal recht spannend was ich so nicht unbedingt erwartet hatte. Trotzdem gebe ich diesem Roman nur 3 Sterne.