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Benutzername: Kikis Bücherkiste
Wohnort: Eutingen im Gäu
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Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 22 Bewertungen
Bewertung vom 12.10.2019
Unschuldsengel
Stage, Zoje

Unschuldsengel


sehr gut

Mein Eindruck:

Zitat (S. 355):
„Natürlich machte jeder von Ihnen mal einen Fehler, aber am Ende waren sie doch ein Team. Blieb nur die Frage: Was sollten sie wegen Mommy unternehmen?“

Ich bin zwar kein Stephan King Fan, aber als ich den Klappentext las, wollte ich unbedingt wissen, was es mit der kleinen Hanna nun genau auf sich hat. Außerdem versprach das Buch Gänsehaut-Momente, so dass ich dann schlussendlich einfach nicht nein sagen konnte.

Hanna ist keine typische achtjährige, sondern etwas Besonderes. Sie spricht nicht, wird von der Mutter zu Hause unterrichtet und ist auch für eine achtjährige ziemlich schlau, aber auch durchtrieben. Mehr möchte ich zum Inhalt allerdings nicht sagen, da ich dann Gefahr laufen würde, euch zu spoilern.

Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut und schon nach sehr kurzer Zeit war ich so vertieft in das Buch, dass es förmlich an meinen Händen klebte. Durch den tollen Schreibstil der Autorin flog ich nur so über die Seiten und die düstere, aber auch nervenzerreißende Stimmung hielt mich regelrecht gefangen.

Da die Geschichte aus Hannas und Suzettes Sicht geschrieben ist, erhält man einen wundervollen Einblick in das Gefühlsleben der beiden. Ich fand es erschreckend zu lesen, was für Gedanken Hanna der Mutter gegenüber hatte, was da für ein Hass war. Aber genauso erschreckt haben mich ein paar Dinge bei Suzette, bei denen ich mich fragte, ob sie diese Gedanken nicht Hanna hat spüren lassen und das Mädchen dann auf ihre ganz spezielle Art und Weise dem entgegenwirken versuchte.

Was die Charakterzeichnungen angeht, hat die Autorin, meiner Meinung nach, alles richtiggemacht. Sie bestechen durch die nötige Tiefe und wirken authentisch. Daher konnte ich mich gut in sie hineinfühlen, wie zum Beispiel in Suzette, die eines morgens erwacht und eine weitere Grausamkeit ihrer Tochter durchmachen muss. Nicht nur Suzette hatte in den Momenten Angst, sondern auch ich. Wie weit würde Hanna noch gehen? Was für Grausamkeiten würde sich Hanna noch einfallen lassen?
Auch diese Hilflosigkeit, die sie verspürte, wenn Alex, ihr Mann und Hannas Vater, ihr einfach nicht glauben wollte, dass Hannas Grausamkeiten ihr gegenüber so ausuferten.

So sehr ich mit Suzette fühlte und ich Hannas Verhalten unmöglich fand, so sehr litt ich aber auch mit der kleinen achtjährigen. Sie tat mir auf die eine oder andere Weise doch irgendwie leid. Es muss für ein Kind schlimm sein, seine Gefühle und Gedanken nicht mitteilen zu können und daraufhin dann in seiner eigenen „kleinen Welt“ zu leben. Denn das tat Hanna für mich. Vielleicht mit gutem Grund?

Die Spannung war allgegenwärtig, an manchen Stellen war sie kaum noch zu ertragen, so hoch war sie. Und auch die erhofften Gänsehaut-Momente bekam ich wie versprochen. Bis kurz vor Ende hätte ich eine ganz klare Leseempfehlung gegeben, allerdings nach dem ich das Ende gelesen habe, bin ich mir mittlerweile nicht so sicher. Das Ende kam nicht nur plötzlich, sondern für mich auch ganz anders, als ich es erwartet hätte. Ich hätte ja mit allem möglichen gerechnet, außer mit so einem Ende. Es war zwar unvorhersehbar, aber für mich persönlich war das leider kein wirklich guter Abschluss. Da habe ich mir aufgrund der Geschichte ein wenig mehr erhofft.

Fazit:
Ein überaus spannendes und nervenaufreibendes Buch, das mir meistens wunderbare Lesezeit beschert hat, mich aber aufgrund des Endes ein wenig enttäuscht zurückgelassen hat.

Bewertung vom 04.10.2019
Die Rückkehr der Bestie / Isaac Bell Bd.10
Cussler, Clive; Scott, Justin

Die Rückkehr der Bestie / Isaac Bell Bd.10


sehr gut

Mein Eindruck:
Ich muss sagen, auf das Buch wurde ich anhand des Covers aufmerksam. Nachdem ich aber den Klappentext gelesen habe, stand für mich fest, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.

Für mich ist es das erste Buch von Clive Cussler und ich war sehr gespannt was mich erwarten würde, vor allem, weil dieses Buch der 10. Band der Isaac-Bell-Reihe ist. Auch war ich neugierig, ob ich einfach so einsteigen könnte, ohne die vorherigen Bände gelesen zu haben.

Isaac Bell bekommt einen Auftrag eines besorgten Vaters, der seine verschwundene Tochter sucht. Auf der Suche nach dessen Tochter erfährt Bell, dass sie brutal ermordet worden ist. Daraufhin folgen weitere Morde, die sich allerdings kaum voneinander unterscheiden. Auf der Jagd nach dem Mörder reist Bell sogar nach London, um mehr über Jack the Ripper herauszufinden, denn Jack the Ripper wurde nie gefasst…

Der Einstieg in das Buch gelang mir zwar nicht allzu gut, aber das legte sich dann Gott sei Dank nach ca. 20 Seiten wieder. Der Schreibstil des Autors lies sich dann leicht und flüssig lesen und ich verfolgte mit Spannung die Ermittlungen von Isaac Bell und der Van-Dorn-Detektei. Auch war es überhaupt kein Problem, mit diesem Band mit der Reihe zu starten, denn die dafür nötigen Informationen, zum Beispiel bzgl. der Detektei waren alle (soweit ich das beurteilen kann) da und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlen würde, was wichtig gewesen wäre.

Die immer wiederkehrenden und überraschenden Wendungen haben mir gut gefallen, denn so konnte ich selbst miträtseln, wer denn nun „der Schlächter“ ist und was ihn dazu treibt. Allerdings hatte ich dann ab dem 2/3 eine Vermutung, die sich dann auch bestätigte.

Die Darstellung der Charaktere fand ich gut gelungen und sie wirkten alle authentisch in ihren Rollen.

Isaac Bell ist ein interessanter Charakter, der auf mich sympathisch und kompetent wirkte. Man spürt, dass er mit vollem Einsatz ermittelt, sein ganzes Herzblut in seine Arbeit steckt und sich nicht so leicht abwimmeln lässt.

Fazit:
Ein spannender Krimi mit authentischen Charakteren, der mich zwar gut unterhalten hat, aber leider nicht ganz vom Hocker hauen konnte. Daher 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.10.2019
Neun
Hines, Zach

Neun


ausgezeichnet

Mein Eindruck:
Zitat (S. 7):
„Für alle, die schon viele Leben gelassen haben und doch noch leben.“

„Neun: Neun Leben – und nur eine Chance, die Wahrheit zu finden“ habe ich schon vor Monaten in der Verlagsvorschau entdeckt und konnte einfach nicht widerstehen, denn der Inhalt klingt einfach zu gut und nach jede Menge Spannung.

Tja, was soll ich sagen?

Wir treffen hier auf Julian, dessen Mutter unter mysteriösen Umständen verschwand, als sie ihr neuntes Leben antrat. Daher stand er dem ganzen ziemlich skeptisch gegenüber. Er lebt zusammen mit seinem Bruder und seinem Vater in der Nähe eines Schrottplatzes und durch die geringe Lebenszahl der Familie laufen sie Gefahr, das Haus zu verlieren.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt und wird aus Julians Perspektive dargestellt. Der Schreibstil des Autors gefiel mir auf Anhieb, denn er verstand es, mich ans Buch zu fesseln, Spannung reinzubringen und diese zu halten. Zu dem gefiel mir der bildliche Schreibstil sehr gut, denn somit konnte ich mir alles genau vorstellen und hatte ein regelrechtes Kopfkino. Wenn wir schon beim Kino sind… Ich könnte mir eine Verfilmung des Buches auch sehr gut vorstellen. Vielleicht aber auch, weil der Autor Drehbuchautor ist und anscheinend sehr genau weiß, wie man Menschen, egal ob Leser oder Zuschauer, an die Geschichte fesselt.

Die Idee des Buches fand ich richtig gut und ich habe bisher noch nichts Vergleichbares gelesen. Es hat alles prima gepasst und war absolut stimmig. Ich wurde mit jeder Seite mitgerissen und durch die Spannung und Action kam ich selten dazu, Luft zu holen. Allerdings empfand ich die Action nicht zu rasant oder zu viel, nein, es hat alles perfekt miteinander harmoniert.

Die Darstellung der Charaktere fand ich spitzenmäßig. Sie waren zum greifen nah, authentisch und ich fand recht schnell einen Bezug zu ihnen. Egal, ob es Julian, Nicholas oder Molly war.

Julian ist ganz anders als seine Mitschüler. Bei weitem nicht so beliebt, hinterfragt viel und ist ziemlich skeptisch, was die ganze „Auslöschung“ und die Wiedergeburt angeht. Was aber absolut verständlich ist, mir würde es an seiner Stelle auch so gehen.

Auch wenn Nicholas hier nicht so gut wegkommt und eher der Bad Boy ist, ich mochte ihn trotzdem sehr gerne. Authentisch, auf eine Art und Weise doch sympathisch und jemand, der weiß, was er will und wo er hin möchte.

Fazit:
„Neun: Neun Leben – und nur eine Chance, die Wahrheit zu finden“ ist ein rasantes Buch, mit einer neuen Idee, die es in sich hat und absolut der Hammer ist. Ein Buch, dass alles hat, was man sich nur wünschen kann: Spannung und Action, authentische Charaktere und ein Schreibstil, der einen ans Buch fesselt! Ein Buch, dass gelesen werden sollte!

Bewertung vom 02.10.2019
Grausame Spiele / Die Arena Bd.1
Barker, Hayley

Grausame Spiele / Die Arena Bd.1


ausgezeichnet

Mein Eindruck:
Zitat (S. 74):
„Sie wollen das Risiko. Sie wollen die Angst in unseren Gesichtern sehen. Sie wollen zusehen, wie wir sterben.“

Nachdem ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckte, war für mich klar, DAS muss ich lesen!

Habe ich das bekommen, was ich erwartet habe?

Eindeutig JA!!! Ich liebe es!!

Auch wenn ich zwei kleine Kritikpunkte habe…

Ok, ich weiß, das reicht euch nicht, daher will ich es euch mal genauer erklären:

Kaum habe ich angefangen zu lesen, hat es „BÄHM“ gemacht, die düstere Stimmung nahm mich sofort ein und hat mich während der gesamten Zeit nicht losgelassen. Auch der fabelhafte Schreibstil der Autorin, der die Manege, die Welt rund um Hoshiko und Ben und die Charaktere zum Leben erweckt hat, hat dazu beigetragen, dass ich das Buch ungern aus der Hand gelegt und fast in einem Rutsch gelesen habe.

Die Geschichte wird aus Hoshikos und Bens Perspektive erzählt und wechselt sich mit jedem Kapitel ab, was das Buch um einiges spannender machte. Ich persönlich mag ja sowas sehr gerne, denn so kann ich mich einfach besser in die Protagonisten hineinfühlen.

Wie ich schon oben erwähnte, hatte ich während des Lesens das Gefühl, als ob die Autorin die Charaktere lebendig werden ließ. Außerdem waren sie alle sehr liebevoll gezeichnet und hatten die, für ihre Rolle, nötige Tiefe.

Hoshi mochte ich von Anfang an. Sie hat Stärke und Mut bewiesen, auch wenn sie Tag täglich Angst um ihr Leben haben muss. Sie kämpft um ihr Leben, um das von Greta und um das Leben aller Dregs.

Und dann ist da noch das sympathische kleine Mädchen Greta. Herzallerliebst, aber auch mutig und süß wie Zucker. Auch sie mochte ich von der ersten Sekunde an und hoffe, dass es in Band 2 ein Wiedersehen gibt.

Die Welt in der Ben und Hoshi leben fand ich sehr faszinierend, aber mir hat doch etwas gefehlt. Mir fehlte ein wenig der Hintergrund, wie es zur Gesellschaftsspaltung kam, wo der Ursprung des Ganzen ist. Das Thema wird zwar kurz angeschnitten, aber als Erklärung reichte es mir dann noch nicht so ganz. Ich hoffe daher, dass die Autorin in Band 2 ein wenig mehr dazu schreibt.

Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, ich liebe dieses Buch, aber ich finde, dass das Buch nicht unbedingt als Jugendbuch für alle Altersklassen angesehen werden sollte. In der Geschichte gibt es so viel Gewalt, dass ich es meiner 13/14-jährigen Tochter eher nicht zum Lesen geben würde. Wenn, dann eher für Jugendliche ab 16 Jahren.

Fazit:
Manege frei für Die Arena! Ein Buch, dass mich trotz kleiner Kritikpunkte mit einer düsteren und einnehmenden Stimmung, lebendigen Charakteren und jeder Menge Spannung gefesselt hat. Für mich ist diese Dystopie ein Highlight. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 29.09.2019
Zeit der Jäger / Secret Keepers Bd.2
Stewart, Trenton Lee

Zeit der Jäger / Secret Keepers Bd.2


sehr gut

Mein Eindruck:
Nachdem ich Band 1 gelesen habe, war ich doch sehr neugierig, was mich in Band 2 erwarten würde und wollte es daher unbedingt lesen. Auch wollte ich unbedingt wissen, wie das ganze enden würde und ob es Ruben schafft.

Der Einstieg gelang mir auch hier wieder recht gut. Auch im Hinblick, dass ich Band 1 ja auch erst vor kurzem gelesen habe und die Erinnerungen daran noch sehr präsent waren.

Auch hier war der Schreibstil des Autors wieder phänomenal und ich kam flüssig und zügig durch das Buch. Nicht nur der Schreibstil hat mich begeistert, sondern auch die Ideen des Autors. So baute er immer wieder unvorhergesehene Wendungen ein, lies die Luft vor Spannung knistern und sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Wie auch im ersten Band, kam die vom Autor erwünschte Stimmung sehr gut bei mir an.
In diesem Band fand ich auch keine einzige Stelle, die mich langweilte bzw. zu langatmig war, sondern von Anfang bis Ende absolut spannend und mitreißend.

Zu Ruben habe ich in der Fortsetzung einen besseren Zugang gefunden, als noch in Band 1 und auch zu Mrs. Guinevieve, die mir allerdings schon in Band 1 wahnsinnig sympathisch war.
Zu Penny konnte ich allerdings keinen Zugang finden, sie blieb für mich leider unerreichbar.

Ein weiterer Charakter, Jack, kommt in diesem Band noch hinzu. Ich mochte ihn auf Anhieb, er war sympathisch, authentisch und genau richtig.

Fazit:
Band 2 konnte mich dieses Mal um einiges mehr begeistern, als es noch der Vorgänger tat. Spannung bis zum geht nicht mehr, unvorhergesehene Wendungen und ein toller Schreibstil machen das Buch zu einem kleinen Erlebnis. Daher bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung von mir.

Bewertung vom 22.09.2019
Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär
Moers, Walter

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär


ausgezeichnet

Mein Eindruck:

Zitat von Käpt’n Blaubär (Seite 25):
„Wie groß eine Herausforderung auch sein mag, sie ist auf jeden Fall leichter zu bewältigen, wenn man vorher eine ordentliche Mahlzeit zu sich genommen hat.“

Ich bin noch nicht so lange Walter Moers Fan, aber Gott sei Dank, bin ich damals durch die Graphic Novel von „Die Stadt der träumenden Bücher“ einer geworden. Als ich vor einigen Wochen gesehen habe, dass es nun eine Jubiläumsausgabe dieses Buches hier gibt, war für mich klar, dass muss ich auch unbedingt lesen.

Walter Moers hat mit Käpt’n Blaubär einen liebevollen, sympathischen, aber auch mutigen Charakter erschaffen, den ich ständig nur „knuddeln“ könnte. Die liebenswürdige, humorvolle und lockere Art des Bären hatte mich ziemlich schnell gefangen, so dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen.

Walter Moers Schreibstil ist schon speziell, man muss ihn auf jeden Fall mögen oder offen für Neues sein. Ich mag diesen Schreibstil sehr gerne. Er fesselte mich ans Buch, so dass ich es „verschlungen“ habe, auch wenn es mit seinen 720 Seiten nicht gerade ein dünnes Exemplar ist.

Zwischen den Abenteuern, die Käpt’n Blaubär erleben durfte, bekommt der Leser Erklärungen aus dem „Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung“ von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller. Prof. Nachtigaller war Blaubärs Professor in der Nachtschule, dessen Unterricht er immer sehr aufmerksam folgte. Die Erklärungen fand ich sehr interessant, denn die gaben einen weiteren Einblick bzgl. der Kreaturen, Orte, Naturphänomene, die in Zamonien herrschen usw. Auch nicht zu verachten sind die tollen Zeichnungen, die es immer mal wieder zu sehen gibt.

Ich fand es wahnsinnig spannend zu lesen, wie es ihm mit den Zwergpiraten erging, was er alles auf der Nachtschule lernte oder wie er aus dem großen Labyrinth hinausfand. Oft musste ich über Blaubärs Herangehensweise schmunzeln. Aber auch über seine erste große Liebe, die im Grunde doch keine war.

Die fantastische Welt Zamonien, die Moers da erschaffen hat, ist eine völlig andere, als man sonst aus Fantasybüchern so kennt. Immer wieder war ich erstaunt darüber, was sich der Autor hat alles einfallen lassen und erschaffen hat.

Wenn man mich fragen würde, welcher denn nun mein Lieblingscharakter ist, dem könnte ich leider keine Antwort geben. Denn alle waren auf ihre Art bemerkenswert, liebevoll oder aber auch „abscheulich“ schön. Meist ist es ja so, dass es den Leser erschlagen könnte, wenn es zu viele Charaktere in einem Buch gibt, die eine Rolle spielen. Hier kann ich sagen, ist es definitiv nicht so.

Fazit:
Ein wunderbares Buch, das mir trotz seiner 720 Seiten, ein kurzweiliges und großes Lesevergnügen beschert hat. Ganz klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 21.09.2019
Blank Space
Mischke, Susanne

Blank Space


sehr gut

Mein Eindruck:
Als ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckte, war für mich klar, DAS muss ich einfach lesen. Voller Vorfreude startete ich dann mit dem lesen, als es dann endlich bei mir ankam.

Hat sich die Vorfreude gelohnt? Auf jeden Fall! Zumindest zu 75-80%.

Carolin erwacht eines Tages in einem ihr völlig unbekanntem Zimmer – in einer Psychiatrie. Sie weiß weder, warum sie dort gelandet ist, noch wie. Außerdem fehlen ihr weitere Erinnerungen und sie soll diese mit Hilfe von Dr. Davis, ihren behandelnden Psychologen in der Klinik, wieder herstellen. Am Anfang denkt sie noch, dass das alles ein Irrtum sein muss und sie bald wieder draußen ist… aber es kommt dann doch ganz anders, als sie dachte.

Der Einstieg in das Buch gelang mir wirklich sehr leicht. Auch bin ich recht zügig durch das Buch gekommen, was auch unter anderem an dem Schreibstil der Autorin lag, der sich flüssig und zügig lesen lies.

Das Buch wird aus Carolines Sicht geschildert und man erlebt die Geschichte meist durch ihre Erinnerungen bzw. durch ihre Gespräche während den Therapiesitzungen. Außerdem bekommen wir zwischen den Kapiteln immer wieder die Sprachmemos von Maart zu lesen, der mit Carolin auf dem Boot wohnt. Diese Idee gefiel mir sehr gut, denn so hatte man auch einen kleinen Einblick aus seiner Sicht.

Die Autorin hat wirklich eine sehr gute Art und Weise, dem Leser ein regelrechtes Kopfkino zu bescheren. So war es auch kein Wunder, dass ich mit Caro zusammen auf dem Boot stand, mit Ben und Wilhelmine und Caro zusammen gefrühstückt habe oder aber zusammen mit Caroline beim Psychologen saß.

Nicht nur der flüssige Schreibstil sorgte dafür, dass ich zügig durch das Buch kam, sondern auch die Spannung, die wirklich enorm war. Zumindest die meiste Zeit über. Allerdings hatte ich ab dem letzten Drittel eine kleine Ahnung, wie das alles Enden würde bzw. was wirklich passiert ist und… ich hatte leider recht. Das fand ich ein wenig schade, weil es dann doch keine Überraschung war und ich dadurch vom Ende ein wenig enttäuscht war.

Die Darstellung der Charakter fand ich gut, wobei ich mir ein wenig mehr von bzw. über Odile gewünscht habe. Auf eine Art und Weise mochte ich sie und ihre schräge und unnahbare Art, aber mir hat trotzdem das gewisse Etwas gefehlt, das Pünktchen auf dem I. Daher blieb sie für mich ein Charakter, der nicht wirklich greifbar war.

Carolin fand ich dagegen gut beschrieben. Sie war mir sympathisch und für mich hatte sie auch die nötige Tiefe, auch wenn ich ab und zu an ihrem Verstand zweifelte.

Fazit:
Ein für mich spannendes Buch, das mich einige Zeit mitgerissen hat und ich das Buch auch solange nur ungern aus der Hand gelegt habe. Allerdings dann im letzten Drittel doch vorhersehbar wurde, so dass das Ende nicht wirklich überraschend für mich war. Ein Punkt den ich ziemlich schade fand und mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.

Bewertung vom 13.09.2019
Die Lichtstein-Saga 1: Aquilas
Erdmann, Nadine

Die Lichtstein-Saga 1: Aquilas


ausgezeichnet

Mein Eindruck:
Das Buch habe ich auf der Frankfurter Buchmesse 2018 entdeckt und nach einem kurzen Blick auf den Inhalt, musste es natürlich unbedingt mit nach Hause. Allerdings lag es dann doch einige Zeit auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) und ich frage mich heute: Warum? Warum habe ich so lange gewartet?

Schon der Einstieg in das Buch war absolut genial. Nadine Erdmann hat es geschafft, schon den Prolog so spannend zu machen, dass man gar nicht anders kann, als weiter zu lesen.

Liv ist ein ruhiges und eher unscheinbares Mädchen, das von ihren Eltern adoptiert wurde. Vom Vater rausgeschmissen, weil er seine Zeit alleine mit seiner neuen Flamme genießen möchte und von ihrer Mutter auch nicht wirklich beachtet, lebt sie eher zurückgezogen und hat auch keine Freunde in ihrem neuen Umfeld. Dazu wird sie immer wieder von komischen Alpträumen geplagt, bis sie eines Tages in einer fremden Welt, Interria, aufwacht und von Philomena begrüßt wird.

Durch den wundervollen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt, bin ich nur so durch das Buch geflogen. Es hat wahnsinnig großen Spaß gemacht, Liv und den anderen Protagonisten durch das Buch und ihrem Abenteuer zu folgen.

Auch die Spannung hat nicht gefehlt und ich habe das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen können. Bei vielen Szenen merkte ich erst hinterher, dass ich sie mit angehaltenem Atem gelesen habe und war immer wieder überrascht, was für Wendungen die Autorin eingebaut hat. Damit war die Geschichte nicht wirklich vorhersehbar und man tappte selbst als Leser immer wieder im Dunkeln. Die Charakterdarstellung fand ich passend, auch hatten die Protagonisten die nötige Tiefe und waren in meinen Augen absolut authentisch.

Allerdings habe ich, wie bei den meisten Serien, die ich lese, auch hier Lieblingscharaktere:
Von allen Charakteren haben es mir am meisten Zoe und Marta angetan. Beide sind einfach eine Wucht. Zoe, die Novizin, die taff und mutig ist und Marta die Köchin und das Mädchen für alles, das sich um alle kümmert, ohne Widerworte hören zu wollen.

Fazit:
Ein Buch, das mich von der ersten Seite an begeistert hat. Die Autorin bietet hier dem Leser alles, was das Leserherz begehrt: Spannung, Humor, ein toller und emotionaler Schreibstil, ein richtig geniales Setting und sympathische Charaktere. Kurz, ein absolut empfehlenswerter Auftakt, dem ich jedem Fantasyleser nur ans Herz legen kann. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 07.02.2019
Mathe ganz leicht
Schumann, Hans-Georg

Mathe ganz leicht


ausgezeichnet

Unser Eindruck:
Lange haben wir nach einem Buch gesucht, dass meiner 12-jährigen Tochter die Formeln aus dem Matheunterricht kindgerecht und anschaulich erklärt. Denn nicht immer konnte ich ihr helfen, da meine Schulzeit schon ziemlich lange her und vieles schon ist in Vergessenheit geraten ist.

Nachdem ich dieses Buch hier entdeckt habe, dachte ich warum nicht einfach mal versuchen. Bevor ich mich an den PC setzte, um eine Rezension zu schreiben, war mir erstmal wichtig, das ich so viele Themen wie möglich mit meiner Tochter bearbeiten kann.

Das Buch beinhaltet viele verschiedene Themen, die bis zur Klasse 10. in den Schulen unterrichtet werden. Daher ist das Buch nicht nur an die jüngeren Kinder gerichtet.

Sind die Formeln und Themen kindgerecht und verständlich erklärt? Ja, das sind sie. Und das sage nicht nur ich als Mutter, meine Tochter ist der gleichen Ansicht. Auch wenn ich bei manchen Aufgaben neben ihr saß, brauchte sie mich nicht, wenn sie das Buch neben sich liegen hatte. Sie verstand die Erklärungen sofort und konnte dann die Formeln auch sofort umsetzen.

Das Buch hat eine tolle Innen- und Außengestaltung, die einzelnen Themen bauen aufeinander auf und durch das Inhaltsverzeichnis findet man schnell das gesuchte Thema.

Fazit:
Eine wundervolle Mathehilfe, die anschaulich und kindgerecht Matheformeln erklärt, so dass sie jedes Kind gleich anwenden kann. So macht Lernen Spaß! Meine Tochter und ich können „Mathe ganz leicht“ nur weiterempfehlen.

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