Kinderbuch des Monats
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Zauberschlaf und Knallfroschchaos / Petronella Apfelmus Bd.2 (Sonderausgabe)
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Sabine Städing: Petronella Apfelmus – Zauberschlaf und Knallfroschchaos

Gerade kehrt die kleine Apfelhexe zufrieden vom Markt zurück und will genüsslich vor sich hinträumen – da erfährt sie, dass sich der Karpfen Bommel in einem Netz verfangen hat. Schnell verwandelt sich Petronella in einen Riesenhummer und rettet ihren Freund. Doch einige Fische aus dem Teich bleiben verschwunden. Als die Kuchenbrand-Zwillinge kurz darauf zu Besuch ins Apfelhäuschen kommen, sind sie ganz aufgeregt: Ein außergewöhnlicher Zirkus ist in der Stadt und in ihrer Schule sind fünf neue Kinder mit blassen Gesichtern und schwarzer Kleidung. Ziemlich unheimlich, finden Lea und Luis.

Was?

Wie fängt man einen nächtlichen Fischdieb? Woran erkennt man echte Vampire? Was ist im magischen Mondscheinzirkus wirklich los? – Lea und Luis bekommen es mit abenteuerlichen Rätseln zu tun, bei denen nur die Apfelhexe weiterhelfen kann. Auch die Apfelmännchen und der Hirschkäfer Lucius sind mit von der Partie. Und nebenbei helfen die Zwillinge auch noch ihren neuen Mitschülern beim Lesenüben. Ganz schön viel los in diesen Sommer!

Wie?

Der zweite Band der Serie ist fast schon ein Klassiker. Das 2015 als Hardcover erschienene Buch erlebt mit der Sonderausgabe ein buntes Update: Die moderne Klappenbroschur liefert gleich ein Lesezeichen und ein freches Türschild zum Ausschneiden. Ein neuer Mitmachteil bietet ein Quiz, Rätsel, Rezepte, Schmink- und Bastelideen rund um das Zirkusabenteuer. Und zwischen den Seiten versteckt ist ein farbiger Stickerbogen mit allen Figuren der Serie – natürlich gezeichnet von Sabine Büchner, die alle Petronella-Romane mit vielen bezaubernden Zeichnungen illustriert.

Für wen?

Empfohlen werden die Bücher für Kinder ab acht Jahren. Zum Vorlesen für Vorschulkinder oder Erstklässler sind die Geschichten auch schon ein großer Spaß – auch für die …mehr
Autorenporträt
Sabine Städing hat sich schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht. Nach ihrem Kinderbuchdebüt bei Boje, der Trilogie rund um das Hexenmädchen Magnolia Steel (Lesealter ab 10 Jahren), hat sie mit Petronella Apfelmus eine Hexenfigur für jüngere Leserinnen und Leser geschaffen. Inzwischen sind bereits zahlreiche Bände in der Reihe erschienen - und Kinder wie Erwachsene haben die Apfelhexe und all ihre Freunde in ihr Herz geschlossen.SaBine Büchner arbeitete als Sozialpädagogin in einem Kinderheim, bevor sie Kommunikationsdesign in Wuppertal und Animation an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg studierte. Sie hat zahlreiche Bücher illustriert und auch eigene Bilderbücher veröffentlicht. Sie hat der Gartenwelt rund um Apfelhexe Petronella von Band 1 an mit ihren Illustrationen seit Band 1 einen ganz eigenen Charme gegeben.
Interview mit Sabine Städing zu „Petronella Apfelmus“

Die kleine Apfelhexe hat schon viele Abenteuer erlebt: Acht Romane und eine Serie gibt es schon über sie, bald erscheint der neunte Band. Hat sich Petronella Apfelmus seit dem ersten Buch verändert?


Ich glaube nicht, dass sich Petronella im Laufe der Zeit verändert hat. Sie ist aufrichtig, mutig, loyal und hat ein gutes Herz. Was sich verändert hat, ist ihre Beziehung zu den Kindern, Lea und Luis Kuchenbrand. Zwischen ihnen ist eine tiefe Freundschaft entstanden, in der beide Seiten wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können.

Der zweite Band „Zauberschlaf und Knallfroschchaos“ erscheint jetzt in einer Sonderausgabe mit Extras zum Basteln und Rezepten. Was macht dieses Buch zu einem Klassiker unter den Petronella-Geschichten?

Dieser Sonderband ist wirklich sehr schön geworden. Der Bezeichnung „Klassiker unter den Petronella-Geschichten“ möchte ich allerdings nicht zustimmen. Wenn jemand das Zeug zum Klassiker hat, ist es die kleine Apfelhexe selbst. Ich liebe alle acht Bände. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Charme und erweitert den Petronella-Kosmos auf ganz eigene Weise.

Ein Magier und fünf Vampire: Haben Sie den Gruselfaktor mit Kindern getestet? Gibt es für Ihre Geschichten ein Probepublikum?

Nein, es gibt kein Probepublikum. Fantasie braucht Freiheit. Würde ich mich ständig vorab vergewissern, wie meine Geschichten beim Publikum ankommen, würde ich mich dieser Freiheit berauben. Als Autorin bin ich mir aber, gerade was den Gruselfaktor betrifft, meiner Verantwortung sehr bewusst. Ich versuche meine Geschichten so zu gestalten, dass alles in einem beruhigten Rahmen stattfindet und aufregende Szenen immer wieder durch lustige Szenen aufgefangen werden.

Petronella Apfelmus ist aus Ihrer ersten Hexenserie „Magnolia Steel“ entstanden. Was lieben Sie an Hexen?

Ursprünglich bedeutet das Wort Hexe „die Zaunreiterin“ oder „die auf der Hecke sitzt“ – also mit einem Bein in der sichtbaren, mit dem anderen Bein in der unsichtbaren Welt. Mir gefällt dieses Bild. Eine Hexe als Mittlerin zwischen den Welten. Noch lieber mag ich sie aber in ihrer Eigenschaft als „weise Frau“, als „Kräuterkundige“ und „Heilerin“. Diese Eigenschaften habe ich auch Tante Linette und Petronella mitgegeben.

Neben der Apfelhexe und den Zwillingen Lea und Luis sind auch die Apfelmännchen immer mit von der Partie. Was hat es mit diesen außergewöhnlichen Wesen auf sich?

Die Apfelmännchen sind kleine Kobolde, die für die Hege und Pflege der Pflanzen und Bäume in Petronellas Garten zuständig sind. Niemand versteht sich darauf so gut wie sie. Schließlich heißt es nicht umsonst, dass in jedem blühenden Garten mindestens ein Apfelmännchen wohnt.

Die zauberhaften Geschichten sind eigentlich erst durch die liebenswerten Illustrationen von SaBine Büchner komplett. Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Ihnen beiden?

SaBine Büchner ist einfach wunderbar, und ich empfinde unsere Zusammenarbeit als großes Glück. Wir stehen in engem Austausch. Sie ist eine der Ersten, die das fertige Manuskript liest und hat als Illustratorin nochmal einen ganz anderen Blick auf die Geschichte. Bei uns hat es einfach von Anfang an gepasst. Manche Figuren scheint sie mir direkt aus dem Kopf zu zeichnen. Herrn Kümmerling zum Beispiel, diesen fiesen Bäckermeister aus dem ersten Band, oder die Moosweiblein. Genau so habe ich mir diese Figuren vorgestellt.

Im Herbst erscheint der neunte Petronella-Roman. Worauf können Fans sich freuen?

Allzu viel darf ich leider noch nicht verraten. Aber im nächsten Band wird es eisig werden. Der Winter hält Sommerschlaf, und es ist an Petronella und ihren Schwestern, ihn zu wecken.

Sie sagen, Herr Kuchenbrand sei Ihre heimliche Lieblingsfigur in der Serie. Backen Sie auch gern?

Ich kenne ein paar sehr leckere Kuchenrezepte, bin aber keine begnadete Bäckerin. Herrn Kuchenbrand und mich verbindet eher der Schwung, an manche Dinge heranzugehen, ohne sie von A bis Z durchdacht zu haben. Ich spüre da eine Art Seelenverwandtschaft, und das macht ihn mir so sympathisch.

Interview: Literaturtest, 2021