Kinderbuch des Monats
Unsere Kinderbuch-Redaktion stellt Ihnen hier jeden Monat das bücher.de Kinderbuch des Monats vor. Wir prüfen Kinderbücher für Leser von 0 bis 12 Jahren und nehmen jeden Monat ein Buch genauer unter die Lupe. Mit dem bücher.de Kinderbuch des Monats erhalten Sie einen genauen Einblick in unseren Liebling des Monats.
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Groß, größer, am größten



Super, mega, riesig: Dieses Buch bietet von allem nur das Gigantischste und Außergewöhnlichste. Im beeindruckenden Sonderformat nimmt "Groß, größer, am größten" Kinder zwischen vier und sieben Jahren mit auf eine bunte Reise um die Welt, führt zu Naturextremen, weit zurück in die Geschichte und mit Zukunftstechnologien bis ins Weltall. Die detaillierten Illustrationen von Peter Nieländer und die verspielten Klappen - beides Markenzeichen der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" - regen die Fantasie und den Entdeckergeist an.



Was?



Rekorde machen Eindruck und Neugier auf ganz unterschiedliche Bereiche: Unvorstellbar große Gebäude gibt es aus der Gegenwart und aus vielen früheren Jahrhunderten: Pyramiden, Kathedralen, die Chinesische Mauer. Die größten Fahrzeuge bewegen sich auf Baustellen, durch Flüsse und Meere, durch die Luft und durch den Weltraum. Nach den Errungenschaften der Menschheit wird es erst richtig atemberaubend: Dinosaurier überboten sich gegenseitig an Größe und noch heute sind die Ozeane von gigantischen Walen bevölkert. Aus Meerestiefen geht es in schwindlige Höhen, auf den Mount Everest.

Gleich am Anfang wird gezeigt, dass nicht alles was "mega" heißt, auch mega gut ist: In vielen Megastädten befinden sich nicht nur riesige Wolkenkratzer, sondern, in erschreckender Nähe, auch trostlose Slums. Hier und an anderer Stelle wird also neben dem Staunen auch ein kritischer Blick angeregt.



Wie?



Neben dem Riesenformat von etwa 35 mal 42 Zentimetern mit Ringbindung, fallen die dicken Pappseiten auf: Der Grund dafür sind mal mehr, mal weniger versteckte Klappen auf allen Seiten. Hinter ihnen verbirgt sich manchmal eine Parallelwelt, die den Blickwinkel auf das Dargestellte verschiebt und zusätzliche Informationen bereithält. Die Klappen bringen Bewegung in die Bilder: Ein Wal springt aus …mehr

Autorenporträt
Peter Nieländer, geb. 1969 in Lüdinghausen, hat Grafik-Design studiert, ist Vater von drei Söhnen und wohnt mit seiner Familie in Münster. Seit vielen Jahren arbeitet er für Werbeagenturen und Verlage. In der Ravensburger Erfolgsreihe 'Wieso? Weshalb? Warum?' ist er inzwischen einer der Stammillustratoren und hat hier unter anderem den Piraten, dem Weltraum und dem Fußball zeichnerisches Leben eingehaucht. 'Die kindliche Neugier zu unterstützen' ist ihm sehr wichtig. So versucht er einen möglichst detaillierten und spannenden Blick auf die jeweiligen Themen zu zeigen, der freundlich und spielerisch die Kinder zum Entdecken einladen soll.

Interview mit dem Illustrator Peter Nieländer zu "Groß, größer, am größten" (Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?")



Das neue Riesenbuch "Groß, größer, am größten" hat ein Format von mehr als 40 x 35 Zentimetern. Für welche gestalterischen Ideen hatten Sie hier mal so richtig Platz? Was war hier möglich, was in kleineren Formaten nicht geht?

Peter Nieländer: Das war wirklich eine sehr reizvolle Herausforderung, denn auf einem solchen Format hatte ich noch nicht gearbeitet. Schon vom Handling der großen Papierbögen über das Anmischen der größeren Farbmengen, die größeren Pinsel für die größeren Flächen usw. - echtes Neuland! Gleichzeitig ermöglicht das großzügige Format noch mehr Konzentration auf Details in den Darstellungen. Es kann also der "Zoom" noch schärfer gestellt werden oder aber man geht auf große, panoramaartige, opulente Ansichten. Auf diese Weise entstehen große Bilderwelten oder fast Bühnenbilder, in die man regelrecht eintauchen kann. Gerade dem etwa vier bis sieben Jahre alten Publikum kann man im besten Fall das Gefühl vermitteln, Teil des Gezeigten zu sein.

Auch im Großformat hat das Buch natürlich seine physischen Grenzen: Wo mussten Sie sich bei der Gestaltung einschränken?

Peter Nieländer: Ein bestimmtes Format und vor allem die technischen Vorgaben für die Klappen sind an sich schon eine Begrenzung, selbst in dieser Größe. Mit dem Mehr an Fläche und an Möglichkeiten muss man erst einmal umgehen lernen - um sich dann doch wieder zu reduzieren. Das bedeutete auch mehr Arbeit, wobei mir natürlich auch zeitliche Grenzen gesetzt werden. Insofern bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden!


Das Buch mit Rekordhaltern aller Gebiete verbindet im Unterschied zu anderen Titeln der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" sehr viele verschiedene Themen. Es geht weit in die Geschichte, umspannt die ganze Welt, führt sogar ins Weltall. War das Buch daher eine besondere Herausforderung?

Peter Nieländer: Jedes Buchprojekt ist eine neue Herausforderung. Es ist natürlich immer schade, dass es nur eine Auswahl der "großen Themen" in das Buch geschafft hat, aber, wie oben schon erwähnt, verleitet ein solches Format dazu, es bildlich und inhaltlich zu überfrachten. Andererseits bietet gerade die abwechslungsreiche Themenauswahl die Möglichkeit, neue Einblicke und Ansichten zu zeigen, die im kleineren Format nicht so deutlich gezeigt werden können.

Baustellen, Fahrzeuge, Technik: Vieles in "Groß, größer, am größten" erinnert eher an typische "Jungsthemen". Gleichzeitig sind Abenteuer, Reisen durch Raum und Zeit natürlich auch für alle Kinder spannend. Spielt diese Unterscheidung für Sie eine Rolle? Wie versuchen Sie beim Arbeiten Jungs und Mädchen anzusprechen?

Peter Nieländer: Sicherlich! Ich bin Vater von drei Söhnen und irgendwie auch selbst noch ein großer Junge. Da ist eine gewisse Affinität zu sogenannten "Jungsthemen" wohl nicht abzustreiten. Das kindliche Interesse an speziellen Themen wird durch das Elternhaus, Freunde, Kita und auch durch das Geschlecht geprägt - obwohl es manchmal so wirkt, als wäre die Sache mit den "Autos und Dinos" gegenüber "Ponys und Prinzessinnen" genetisch bedingt. Zum Glück gibt es da Ausnahmen und ich freue mich über alle Kinder ? und Erwachsene ?, die ich mit meinem Interesse für diese Themen erreichen kann.

Können Sie einmal - auch für unser junges Publikum - skizzieren, wie ein typischer Tag eines Kinderbuchillustrators abläuft? Womit arbeiten Sie als Zeichner?

Peter Nieländer: Das ist sehr verschieden, und der Job ist schwer zusammenzufassen. Natürlich arbeite ich täglich mit dem Computer. Dort lese und beantworte ich E-Mails oder suche nach Infos und Bildern für bestimmte Themen. Ich blättere gern in Büchern und Zeitschriften. Wenn ich ein inhaltliches Konzept zu einem Buchprojekt entwickelt habe, fange ich mit den Ideenskizzen an - und zwar klassisch mit dem Bleistift auf Papier. Die Skizzen werden dann dem Verlag geschickt und mit ihm besprochen. Nach der ersten Korrekturphase fange ich mit den Feinskizzen in Originalgröße an. Die müssen so genau sein, dass die Herstellung im Verlag prüfen kann, ob das auch technisch alles möglich ist. Da müssen die Klappen und der Platz für den Text berücksichtigt werden. Wenn dann alles genehmigt wurde, beginne ich mit den Reinzeichnungen: Zunächst zeichne ich die Umrisslinien der Skizze mit einem feinen Tuschestift auf dickes Aquarellpapier durch. Anschließend koloriere ich mit Aquarellfarben und einigen Buntstiftstrichen. Im Grunde halte ich etwa die Hälfte der Arbeitszeit einen Stift oder Pinsel in der Hand.

Sie haben viele Titel der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" illustriert. Haben Sie für die Reihe einen speziellen Stil entwickelt? Arbeiten Sie hier anders als bei anderen Projekte?

Peter Nieländer: Mein Illustrationsstil für die W?W?W?-Bücher hat sich von selbst entwickelt, das heißt, er hat sich durch die Themen der Bücher entwickelt. Zum einen sollte der Blick auf die Themen möglichst realistisch und detailliert sein. Zum anderen war eine gewisse Vereinfachung nötig. Außerdem wollte ich sympathische und zeitgemäße Charaktere zeichnen. So bin ich bei dieser recht klassischen Technik gelandet. Bei anderen Jobs zu anderen Themen kann das sehr variieren. Zu manchen passt ein emotionalerer Strich viel besser. Grundsätzlich liegt mir die Zeichnung mehr am Herzen als die gemalte Fläche.

Sie sind vor allem für Ihre Illustrationen von Kinder- und Jugendbüchern bekannt, arbeiten aber auch für Werbeagenturen und Zeitschriften. In welcher dieser Welten liegt Ihnen mehr?

Peter Nieländer: Weil die Buchprojekte sehr arbeits- und zeitintensiv sind, arbeite ich mittlerweile nur noch selten für Werbeagenturen oder Zeitschriften. Meist sind die Jobs dort sehr kurzfristig auszuführen und lenken mich daher zu sehr von den Verlagsprojekten ab. Außerdemfinde es viel schöner undnachhaltiger,ein Buchzu illustrieren, welches im Idealfall einige Jahre auf dem Markt bleibt und vielen Kindern Freude bereitet.

Nach all den Jahren als Illustrator - haben Sie noch persönliche Vorbilder in Ihrem Metier? Oder gibt es ein bestimmtes Buch, vielleicht einen Klassiker, der Sie immer wieder inspiriert?

Peter Nieländer: Inspiration und Motivation bekomme ich vor allem durch meine Jungs. Ich bin sehr nah an der Zielgruppe und erlebe täglich, welche Themen Kinder interessieren. Natürlich interessiere ich mich auch für darstellende Kunst, Film und Literatur. Ich besuche Ausstellungen, so oft es geht, und beobachte gerne den Buch- und Illustrationsmarkt. Heiß geliebte Bücher meiner Kindheit und sicherlich echte Klassiker sind die "Wimmelbücher" von Ali Mitgutsch: großartige Entdeckungsreisen, voller Witz und Spannung!
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David McKee: Elmar und der Ohrwurm


Der bunteste Elefant der Welt hat ein neues Abenteuer erlebt. Diesmal geht es um eine eigentlich lustige Angelegenheit, die manchmal doch ganz schön nerven kann: Ohrwürmer. David McKee hat nicht nur erneut eine herzerwärmende Bildergeschichte für Jung und Alt geschrieben - er hat tatsächlich einen praktischen Tipp gegen die leidigen Ohrwürmer auf Lager ...

Was?

Als Elmar im Wald unterwegs ist, trifft er das Elefantenmädchen Rosa, das eine Melodie summt - und schon hat Elmar einen Ohrwurm. Auf dem Weg zu den anderen Tieren stellt er fest, dass alle, denen Rosa begegnet ist, dasselbe Lied summen. Und wer es noch nicht kennt, hört es nun von Elmar. Bald bekommt niemand mehr die Melodie aus dem Kopf. Aber Elmar hat eine Idee: Er lenkt alle mit einem Geburtstagsständchen ab. Doch heißt es nicht, Elefanten vergessen nie?

Wie?

Wie alle Titel der Reihe ist auch "Elmar und der Ohrwurm" in expressionistischen Farben und starken Kontrasten gestaltet. Mit schwungvollen Strichen erhält jedes Tier einen ausdruckstarken Charakter, von den herumtollenden Affen bis zum gemütlichen Nilpferd. Auf dem Einband im klassischen Bilderbuchformat sorgt eine Spotlackierung für den besonderen Hingucker.

Für wen?

"Elmar und der Ohrwurm" wird für Kinder ab vier Jahren empfohlen. Die kunstvollen, leuchtenden Bilder und Elmars entwaffnende Persönlichkeit machen die Bücher bei der ganzen Familie beliebt.

Von wem?

Der britische Bilderbuchkünstler und Maler David McKee wurde 1935 in Devonshire geboren und lebt heute in London und Nizza. Bereits als Student verkaufte er seine ersten Cartoons an die Presse, für die er nach dem College regelmäßige Aufträge umsetzte. Sein künstlerisches Talent entfaltete er auf vielen kreativen Feldern. Als Bilderbuchautor entwickelte er mehrere Reihen und …mehr
Porträt: Wer ist eigentlich Elmar?




"Du bist und bleibst ein Schlitzohr, Elmar."



Elmar ist der einzige Elefant, der nicht elefantenfarben ist. Stattdessen ist er kunterbunt kariert. Das Originalbuch "Elmer" (so der englische Name) veröffentlichte David McKee im Jahr 1969. Darin lernt Elmar sein Anderssein nicht nur zu akzeptieren, sondern sich selbst und die Farben zu lieben. In den Geschichten, die seitdem erschienen sind, trifft Elmar auf viele außergewöhnliche Tiere. Durch die kleine Rosa lernt er sogar eine ganze Elefantenherde kennen, die nicht grau, sondern rosarot ist. Zudem lebtElmar im wohl buntesten Dschungel der Welt. Hier gibt es Tiere aller Couleur, die - anders als im wahren Leben - friedlich, ja, freundschaftlich zusammenleben.



Warum Elmar ausgerechnet bunt kariert ist, will sein Erfinder nicht so klar beantworten. Immerhin hat er verraten, dass er damals in den 1960er-Jahren durchaus vom expressionistischen Maler Paul Klee beeindruckt und beeinflusst war. Dieser Hinweis macht Elmar zur Kinderbuchfigur mit dem wohl bedeutendsten Paten.



Mindestens so wichtig wie seine in allen Farben gemusterte Elefantenhaut ist Elmars Persönlichkeit. Zwar ist er ein ausgewachsenes Tier und selbstständig im Wald unterwegs, doch er hat sich ein kindliches Gemüt bewahrt. Mit viel Idealismus und Witz löst er Probleme auf seine individuelle Art. In vielen Geschichten begegnet er Tierkindern, um die er sich liebevoll kümmert. Elmar muss man einfach mögen.



Die Kombination aus einem unverkennbaren Charakter, einer weltoffenen Message und der markanten, kunstvollen Gestaltung hat den Elmar-Büchern zum weltweiten Erfolg verholfen. Mittlerweile gibt es sie in mehr als zwanzig Ländern. Und David McKee hört noch längst nicht auf, neue Abenteuer für den karierten Dickhäuter zu erfinden.

Autorenporträt
David McKee, geb. 1935 in Devonshire, ist freischaffender Maler und international anerkannter Bilderbuchkünstler. Noch am College begann er damit, Cartoons an die Presse zu verkaufen. Heute lebt und arbeitet er in London und Nizza. McKee hat verschiedene Charaktere erfunden und in Bücherserien entwickelt. Die berühmteste und erfolgreiche Figur ist Elmar, der bunt karierte Elefant. Er hat Fans auf der ganzen Welt. Wann David McKee Elmar erfunden hat, weiß er nicht mehr genau. Er kann sich jedoch noch gut daran erinnern, dass er zu dieser Zeit unter dem Einfluss von Paul Klee gestanden hat. Elmar ist damit nicht nur der bunteste aller Elefanten, sondern auch der mit dem berühmtesten Paten. David McKee gilt als künstlerisches Multitalent und hat zahlreiche beliebte Bilderbücher geschaffen.
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Vorsicht, gemeines Gemüse!
"Das verrückte Baumhaus - mit 52 Stockwerken"


Es gibt Neues vom lustigsten Baumhaus der Welt: Im vierten Band der Reihe von und mit Andy und Terry geht das Abenteuer weit über ihr - inzwischen 52-stöckiges - Baumhaus hinaus. Die beiden Freunde müssen eine ganze Reihe von Rätseln lösen: Wie gefährlich ist Gemüse wirklich? Was ist Du-Suppe? Und werden sie ihr neues Buch rechtzeitig abgeben? Ein herrlich absurder Spaß.

Was?
Andy hat Geburtstag und freut sich auf eine Überraschung von Terry. Doch der trainiert lieber seine Ninja-Schnecken. Dann ist auch noch ihr Verleger Mr. Riesennase verschwunden. Und wo ist eigentlich ihre Freundin Jill abgeblieben? Andy und Terry machen sich auf die Suche mit ihrer Hightech-Detektivausrüstung und ihrem Spiegelei-Gefährt ins Gemüsekönigreich. Unterstützung bekommen sie von einer alles, wirklich alles fressenden Raupe und der kämpferischen Gemüse-Gabi.

Wie?
Im ganzen Roman finden sich halb- bis ganzseitige Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Manche Seiten erinnern an einen Comic, andere an ein Wimmelbuch. Sowohl Bilder als auch Texte sprühen vor frechen bis derben Witzen. Auch wegen all der wilden Einfälle fesselt die fantastische Geschichte ganze 334 Seiten lang.

Für wen?
Zielgruppe sind Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren und besonders Fans der Bestsellerserie "Gregs Tagebuch". Durch diverse Anspielungen und ironische Spitzen ist die Reihe auf für Ältere ein Spaß.

Von wem?
Der Autor Andrew "Andy" Griffiths wurde 1961 in Melbourne geboren. Seit den frühen Neunzigerjahren veröffentlicht er Büchern und hat vor allem mit seinen Kinderbüchern viel Erfolg. Daneben ist er Comedyautor.
Der Zeichner Terry Denton, Jahrgang 1950, stammt ebenfalls aus Melbourne und lebt heute mit seiner Familie an der australischen Küste. Nach dem Architekturstudium …mehr
Autorenporträt
Andy und Terry sind die Hauptfiguren in der erfolgreichen Reihe "Das verrückte Baumhaus". Sie leben in einem unglaublichen, sich unendlich ausdehnenden Baumhaus. Hier gibt es zum Beispiel eine Bowlingbahn, einen Swimmingpool, ein Geheimlabor und eine Marshmallow-Wurfmaschine. Zusammen erleben Andy und Terry die wildesten Dinge, über die sie dann gemeinsam Bücher schreiben. Genau genommen schreibt Andy und Terry zeichnet. Doch meist sind sie von all den fantastischen Dingen in ihrem riesigen Baumhaus abgelenkt. Dann bekommen sie einen Videoanruf von Mr. Riesennase, der sie an den Abgabetermin ihres neuen Buchs erinnert.
Andy und Terry sind die Alter Egos des Autors Andy Griffith und des Illustrators Terry Denton. Neben der Baumhaus-Serie haben sie unter anderem die Reihe "Just …" verfasst, die als Vorlage für die international erfolgreiche Fernsehanimationsserie "Typisch Andy!" diente. In Australien ist Andy Griffith längst der erfolgreichste Kinderbuchautor. Hierzulande spricht der Erfolg der Baumhaus-Bücher dafür, dass auch bald so köstlich komische Titel wie "What Bumosaur is That?" oder "The Cat on the Mat is Flat" ins Deutsche übersetzt werden. Die Baumhaus-Serie allein besteht bereits aus neun Titeln.
Andy und Terry sind ein eingespieltes Team - sowohl in der Fantasiewelt als auch im wahren Leben. Sie demonstrieren immer wieder, wie wichtig echte Freundschaft ist. Und das macht ihre Bücher so beliebt - und ihre unendlich verrückten Einfälle natürlich.
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Axel Scheffler & Julia Donaldson: Die hässlichen Fünf

In Afrika leben nicht nur stattliche Löwen und niedliche Erdmännchen. Wer auf Safari geht, dem begegnen vielleicht auch ein krummes Gnu, eine schaurige Hyäne, ein aasfressender Geier, ein Warzenschwein und ein Marabu. Sie gelten als die scheußlichsten Tiere des Kontinents. Julia Donaldson hat ihnen eine lebensbejahende Hymne geschrieben, die Axel Scheffler liebevoll illustriert hat. "Und was sonst nur selten geschieht: Das hässliche Gnu singt ein seltsames Lied."

Was?

Ein wenig erinnert "Die hässlichen Fünf" an die Bremer Stadtmusikanten: Auch hier finden gedemütigte Tiere gemeinsam einen neuen Sinn im Leben. Dabei werden die Themen Hässlichkeit und Ausgrenzung kindgerecht und mit viel Humor behandelt. Bis klar ist: Für Freundschaft und Familie sind Äußerlichkeiten nebensächlich. Mit liebenden Augen betrachtet, hat jedes Tier wahre Schönheit.



Wie?

Text und Illustrationen tragen den unverkennbaren Donaldson-Scheffler-Stil. Im Bilderbuch stehen sich der beschwingte Liedtext, von Salah Naoura gekonnt nachgedichtet, und die farbenfrohen Bilder auf Einzelseiten gegenüber. Durch die Trennung können Savannenszenen im großzügigen Querformat auch für sich wirken.

Für wen?

Das Buch ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Das Vorlesen dauert nicht lang - allerdings wird es nicht beim einmaligen Vorlesen bleiben.

Von wem?

Das Dream-Team Donaldson-Scheffler hatte mit dem "Grüffelo" seinen größten Erfolg - mehr als 3,5 Millionen verkaufte Exemplare weltweit plus Fortsetzungen. Angefangen hat die Zusammenarbeit des Erfolgsduos einst mit "Mein Haus ist zu eng und zu klein". Die gebürtige Londonerin Julia Donaldson lebt als freie Schriftstellerin mit ihrer Familie in Glasgow. Axel Scheffler, ursprünglich aus Hamburg, und seine Familie wiederum …mehr
Autorenporträt
Axel Scheffler, geboren 1957 in Hamburg, Grafikstudium an der Bath Acadamy of Art in England, lebt als Illustrator mit seiner Familie in London. Er veröffentlichte zahlreiche Buchillustrationen, hauptsächlich für Kinder, zeichnet aber auch für Zeitungen und Zeitschriften und gehört heute zu den national und international bedeutendstem Kinderbuchillustratoren. Zu seinen beliebtesten Bilderbüchern zählt der weltberühmte Grüffelo und das Grüffelokind. Der Grüffelo wurde mit dem britischen Smarties-Preis ausgezeichnet.
Interview mit Axel Scheffler

"Die hässlichen Fünf" handelt von den angeblich unansehnlichsten Tieren ganz Afrikas. Wie haben Julia Donaldson und Sie diese Auswahl getroffen?

Julia Donaldson war letztes Jahr in Südafrika auf Safari. Es gibt dort den Begriff der "ugly five" [so auch der Originaltitel]. Das heißt, sie musste gar keine Auswahl treffen und sie wurde so zu dem Text inspiriert.

Warum haben Sie für das Titelblatt im Buch fünf Flamingos gewählt? Sind sie die schönsten Tiere Afrikas?

Irgendwas musste auf die Titelseite und ich wollte nicht noch einmal die hässlichen Fünf zeichnen. Um ehrlich zu sein, fiel mir die Diskrepanz zwischen Bild und Überschrift erst hinterher auf. Jetzt finde ich das eigentlich ganz lustig und reizvoll. Man soll sich ein wenig Gedanken machen: Was ist eigentlich schön und was ist hässlich und warum? Dann findet man schnell heraus, dass die Flamingos nicht die hässlichen Fünf sind.


Anders als bei Ihrem berühmten Grüffelo, einem monströsen, aber liebenswerten Fantasiewesen, gab es hier ganz reale Vorbilder für die Hauptfiguren. Wie finden Sie die Balance aus einer naturgetreuen Darstellung und der Charakterzeichnung von fünf individuellen Tieren?

Wir hatten überlegt, ob die Tiere vielleicht noch übertrieben hässlich gezeichnet werden könnten, also fast als Karikatur. Aber zum einen entspricht das nicht meinem Stil, zum anderen wollte ich gern, dass die Fünf gewissermaßen ihre Würde behalten. Ich bemühe mich zwar immer um einen gewissen Naturalismus, aber die Tiere werden dann doch zu "meinen" Tieren. Ich ärgere mich immer über anatomische Fehler in der Darstellung, dabei trägt die Imperfektion vielleicht zum Reiz der Bilder bei.



Wie arbeiten Sie generell bei Kinderbuchillustrationen? Wie lang ist in etwa der Prozess von Idee, Recherche, Entwürfen und Reinzeichnung?

Ich beginne damit die Hauptfiguren zu skizzieren. Die Recherche in Büchern und natürlich auf Google geht relativ schnell. Dann skizziere ich die Bilder in zwei bis drei Durchgängen. Danach kommen detaillierte, größere Skizzen - nach Abstimmung mit Lektorin und Autorin. Dann mache ich mich an die Reinzeichnung in flüssigen Wasserfarben, Tusche, Buntstiften und etwas weißer Gouache. Das Ganze hat bei "Die hässlichen Fünf" etwa fünf bis sechs Wochen gedauert. Ich war spät dran und es sind diesmal nur halbe Doppelseiten.

Trotz all der in Text und Bild belegten "Mankos": Welches der Tiere ist Ihr persönlicher Favorit?

Der Marabu. Ich sah Marabus im Zoo in Frankfurt und Paris. Ihr weiser, nachdenklicher Ausdruck war mir sympathisch.

Im Buch beginnt das Gnu ein Lied, bei dem nach und nach alle einstimmen. Hatten Sie eine Melodie im Kopf bei der Arbeit?

Nein, die Tiere haben nicht in meinem Kopf gesungen. Erst nach der Veröffentlichung. Denn Julia hat tatsächlich zu jedem Text einen Song.

Am Ende des Buches werden noch andere afrikanische Tier-Quintette vorgestellt: Istdenn eine Fortsetzung denkbar, zum Beispiel über "Die scheuen Fünf"? Oder können wir uns vielleicht schon auf ein anderes Buch von Ihnen und Julia Donaldson freuen?

Das entscheidet allein die Autorin, aber wahrscheinlich kommt erst einmal ein anderes Thema. Mein Plan ist es, nicht jedes Jahr ein Bilderbuch mit Julia zu machen. Aber sie macht sich wohl schon Gedanken, die sie nicht mit mir teilt, worum es dann 2019 gehen könnte ...

Interview: Literaturtest

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Jo Pestum: Eine diebische Weihnachtsbescherung. Ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln

Mit seinen Kinderkrimis, die gleichzeitig Adventskalender sind, hat Jo Pestum ein Erfolgskonzept entwickelt, das unzählige Nachahmer gefunden hat. Adventskalenderbücher zum Vorlesen und Selbstlesen sind längst der Klassiker zur Vorweihnachtszeit. Nun erscheint bereits der 17. Band von Jo Pestums Weihnachtskrimis. "Eine diebische Weihnachtsbescherung" dreht sich um einen Pferdehof, von dem das schönste Tier gestohlen wurde. Wie immer werden Kinder beim Lesen animiert, bei der Lösung des Falls mitzurätseln.

Was?
Laura und ihr großer Bruder Manuel halten immer zusammen. Doch Anfang Dezember versetzt er seinen besten Freund und ist verschwunden. Natürlich will Laura herausfinden, was passiert ist - ohne dabei ihre Eltern zu beunruhigen. Also sucht sie Hilfe bei Nick und Noah, denen kein Rätsel zu schwer ist. Derweil ist die Polizei im Fall des Pferdediebstahls bei Bauer Jakob ratlos. Doch das junge Detektivteam ist ihr auch hierbei bald eine Nasenlänge voraus...

Wie?
Die 24 Kapitel müssen vor dem Lesen Seite für Seite aufgeschnitten werden. Da die Seiten perforiert sind, geht das Aufreißen ganz ungefährlich mit einem Lineal. Am Ende jedes Abschnitts macht eine Frage neugierig auf den nächsten Tag.
Im ganzen Buch finden sich Illustration in warmen Rottönen, die wie schon in früheren Bänden von Lisa Althaus stammen. Cover und Buchrücken funkeln dank der festlichen Goldfolienprägung.

Für wen?
Die Geschichte wird für Kinder ab zehn Jahren empfohlen. Als Vorlesegeschichten sind die Kapitel ein wunderbares Adventsabendritual.

Von wem?
Jo Pestum ist seit Jahrzehnten einer der bekanntesten deutschen Kinderbuchautoren. Kurz nach Weihnachten 1936 geboren, wuchs er in einer Arbeiterfamilie in Essen auf. Nach Jahren als Redakteur und Layouter …mehr
Autorenporträt
Jo Pestum, 1936 im Kohlenpott geboren, unternahm lange Reisen und jobbte als Bauarbeiter, Barkeeper, Taucher und Trucker. Später arbeitete er als Karikaturist, Chefredakteur und Verlagslektor. Seit 1970 ist er freiberuflicher Schriftsteller und Filmautor, lebt im Münsterland und schreibt Romane, Kinderbücher, Lyrik, Kriminalromane, Drehbücher und Hörspiele.
Drei Fragen zum Thema Advent an Jo Pestum

Herr Pestum, Sie sind für Ihre Weihnachtskrimis berühmt. Dennoch ist zu lesen, Sie würden das Weihnachtsfest gar nicht feiern. War das immer so?
Jo Pestum
: Das ist wahr, ich mache mir aus Weihnachten überhaupt nichts. Als die Kinder klein waren, haben wir das Fest gefeiert. Heute zieht es an mir vorbei.

Mit den Adventskalender-Rätsel-Krimis haben Sie ein wegweisendes Kinderbuchkonzept entwickelt. Wie kam es damals zu der Idee?
Jo Pestum
: Es fing an mit Gesprächen mit dem Arena-Lektorat: Wir merkten, es gibt furchtbar viele Weihnachtsbücher und Adventskalender. Die Frage war, ob nicht eine Kombi von beidem machbar wäre. So kam ich auf die Idee, Krimis mit Adventskalendern zu kombinieren.
Das Schreiben macht mir seitdem unheimlich viel Spaß und den Kindern das Lesen. Bei Lesungen in Schulen freue ich mich sehr über die vielen begeisterten Rückmeldungen der Kinder. Deshalb schreibe ich auch gerade mit sehr viel Freude am Rätselkrimi für den Advent 2018.

Mittlerweile werden Adventskalender mit diversen Süßigkeiten, Spielzeug und vielem mehr angeboten. Warum, glauben Sie, können Adventskalenderbücher weiterhin die Neugier der Kinder wecken?
Jo Pestum
: Ich glaube, dass die Kinder von Süßigkeiten langsam genug haben. Deshalb liefere ich den Kindern Geschichten zum Nachdenken, Knobeln und Spaßhaben im Kopf.

Interview: Literaturtest
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Paul Maar: Das Sams feiert Weihnachten

Für mehrere Generationen ist das Sams schon eine Kultfigur. Mit roten Haaren, Rüsselchen, Trommelbauch und Wunschpunkten hat das kleine Wesen unser Herz erobert. Der Autor Paul Maar, der diesen Monat seinen 80. Geburtstag feiert, lässt das Sams nun zum ersten Mal Weihnachten erleben - zusammen mit Papa Taschenbier, Frau Rotkohl und Herrn Mon. Dazu gibt es Überraschungsbesuch aus der Sams-Welt. Das kann ja nur drunter und drüber gehen!

Was?

Die Geschichte ist zwar nagelneu, spielt aber in einer Zeit, als das Sams noch nicht lange bei Herrn Taschenbier lebte und beide noch Untermieter von Frau Rotkohl waren. In zehn turbulenten Kapiteln erleben wir, wie das Sams aus Winter und Adventstrubel das Beste macht: Bärenkostüm statt Wintermantel, Kekse in Würstchenform, Rodeln auf dem Backblech und Wunschgeschenke für alle. Am Ende erlebt die kleine Wahlfamilie ihren verrücktesten, aber auch schönsten Weihnachstabend.

Wie?

Wer das Sams kennt, weiß: Es ist ein wahrer Wortakrobat. Hier wird gedichtet und gereimt, es werden Worte verdreht und zurechtgerückt. Sprach- wie Verhaltensregeln bricht das Sams mit großem Spaß. Energisch verteidigt es sein Anderssein und lockt die Menschen aus der Reserve. Bis heute kann man von diesem Sams viel lernen!

Für wen?

Das Buch ist als Selbstlesebuch für Kinder ab sieben Jahren empfohlen. Als Vorlesebuch für gewitzte Vorschulkinder macht es auch großen Spaß. Denn die vielen Wortspiele sind laut gelesen umso amüsanter. Und an der spielerischen Gestaltung des Buchs - auf manchen Seiten schneit es, auf anderen werden die lustigsten Szenen lebendig - haben alle ihre Freude.

Von wem?

Vor 44 Jahren hat Paul Maar sein Sams erfunden; seitdem hat er viele Abenteuer erzählt und gezeichnet. Mit "Das Sams feiert Weihnachten" erscheint nun zum …mehr
Autorenporträt
Jubiläumsporträt zum 80. Geburtstag von Paul Maar

Ein fliegender Flohmarkt, ein tätowierter Hund und ein Wombär: willkommen in der Welt von Paul Maar!


Am 13. Dezember feiert der virtuose Geschichtenerzähler Paul Maar seinen 80. Geburtstag. Fast 100 Bücher hat er inzwischen für Kinder aller Altersgruppen geschrieben. Dazu kommen unzählige Briefe an seine Fans, die er nach wie vor gern persönlich und von Hand beantwortet. Wie seine legendärste Figur, das Sams, lebt der in Schweinfurt geborene Maar im oberfränkischen Bamberg - wenn er nicht gerade auf Lesereise ist und nicht selten 1.000 Kindern auf einmal vorliest. Wenn er unterwegs ist, nutzt er die Zeit gern, um an einem kleinen Gedicht zu arbeiten. Besonders den gleichmäßigen Rhythmus von schnellen Zugfahrten findet er nämlich höchst inspirierend.

Der Erfolg seiner Gedichte und seiner Texte für Kindertheater wird noch weit übertroffen vom Ruhm seiner Romane und Erzählungen, die er in der Mehrzahl selbst illustriert hat. Manche seiner Geschichten, zum Beispiel die vom tätowierten Hund, sind bald ein halbes Jahrhundert alt. Die Kinder lieben sie bis heute. Woran das liegt?

"Ich scheine mir meinen kindlichen Humor bewahrt zu haben und muss über dieselben Dinge lachen wie Kinder", sagt Paul Maar. "Manchmal sitze ich leise lachend am Schreibtisch, weil mir eine besonders witzige Formulierung eingefallen ist. Wenn ich sie Erwachsenen vorlese, ruft sie höchstens ein gnädiges Lächeln hervor. Umso mehr freut es mich, wenn dann bei Lesungen die zuhörenden Kinder genau bei dieser meiner Lieblingsstelle in lautes Lachen ausbrechen."

Zwar verkneift sich Maar den erzählerischen Zeigefinger, dennoch können Groß und Klein aus seinen Büchern viel lernen. Nicht nur aus den Fanbriefen kennt er die Ängste und Sorgen der Kinder. Daher macht er ihnen mit seinen Figuren und Geschichten Mut - mit Lippel, Herrn Bello, dem kleinen Känguru und all den anderen. Uns allen gibt er sein Lebensmotto mit auf den Weg: "Wannkapierst du endlich, dass Dinge, Termine, die dich ängstigen, sich hinterher immer als harmlos herausgestellt haben!" Obwohl die Erwachsenen von kindlichem Humor so wenig verstehen, haben sie Paul Maars Genie erkannt und ihm viele literarische Auszeichnungen verliehen - vom Deutschen Jugendliteraturpreis für sein Gesamtwerk bis zum E. T. A. Hoffmann-Preis. Letzteres wird ihn besonders gefreut haben, denn E. T. A. Hoffmann ist Maars erklärter Lieblingsdichter. Wie sein Vorbild begeistert sich Paul Maar auch fürs das Musiktheater - in seinem Fall natürlich ausschließlich für Kinder.

Interview mit Paul Maar

Sie gehören zu den erfolgreichsten Autoren im Bereich Kinder- und Jugendbuch in Deutschland - und das freche Taschenbier-Sams ist natürlich eine Ihrer bekanntesten Figuren. Welche samsigen Eigenschaften haben Sie?

Paul Maar: Ich sehe mich eher als den schüchternen Herrn Taschenbier, den "Vater" des Sams.

Das Sams reimt für sein Leben gern, genau wie Sie. Gibt es einen Sams-Lieblingsreim oder eine samsige Lieblingsredewendung des Wortkünstlers Paul Maar?

Paul Maar:
Wer viel zu essen bei sich hat
und alles isst, der ist dann satt.

oder

Ist der Aal total normal,
schwimmt er kahl durch den Kanal.
Weil er aber Haare hatte,
war's kein Aal, es war ne Ratte.


Am 5. Mai, einem Samstag, kam das Sams zu dem schüchternen Herrn Taschenbier und brachte sein Leben gehörig durcheinander. Das erste Sams-Buch erschien 1973 vor mehr als 40 Jahren. Sie waren damals 36 Jahre alt und hatten schon Erfolg mit dem Kinderbuch "Der tätowierte Hund". Wie entstand dann das Sams?

Paul Maar
: Meine Hauptfigur ist nicht etwa das Sams, sondern der angepasste, ängstliche Herr Taschenbier. Es gab ein Vorbild für ihn in meiner Kindheit. Ich hätte ihm damals gerne etwas mehr Lebensfreude vermittelt. Das kann man als Kind nicht. Aber als erwachsener Autor kann man ihn literarisch zum Leben erwecken und ihm eine Gegenfigur geben (das Sams), die das genaue Gegenteil von ihm ist und die ihn dazu bringt, seine Ängste abzubauen und etwas freier zu leben.

Das "Sams" zu lesen ist ein Riesenspaß für Kindern und Eltern. Wie viel Vergnügen hatten und haben Sie beim Erfinden der Geschichten, beim Dichten der Sams-Reime und verrückten Sams-Regeln wie natürlich beim Zeichnen - schließlich zeichnen Sie ja auch die Figuren in Ihren Büchern?

Paul Maar:
Was soll ich da sagen? Natürlich hatte ich viel Vergnügen beim Schreiben. Ich hoffe, man merkt das meinen Texten an.

Das Sams passt sich seinen Menschen an. Sind die schüchtern und trauen sich nicht, sich zu wehren, bekommen sie ein freches und wildes Sams und umgekehrt, wie im jüngsten Sams-Buch "Ein Sams zu viel". Warum ist das so und was für ein Sams würden Sie, Paul Maar, heute bekommen?

Paul Maar:
Wenn das Sams das Gegenteil von Herrn Taschenbier ist (wie oben beschrieben), muss natürlich das Sams der resoluten, autoritären Frau Taschenbier geradezu unerträglich brav sein! Mein Sams wäre frech, aber nicht so frech wie das von Taschenbier.

Das Sams lässt sich von niemandem unterkriegen, rechnet schneller als eine Maschine, dichtet für sein Leben gern und hat immer Appetit. In "Sams im Glück" wird auch Herr Taschenbier zeitweise zum Sams, und es scheint ihm dann so richtig gut zu gehen. Wünschen Sie sich als Sams-Überübervater die Welt samsiger - und was wäre dann eigentlich los?

Paul Maar:
Alle wären ein bisschen lockerer und die "German Angst" wäre nicht so groß.

DieFamilieTaschenbier wohnt in der Karl-von-Valentin Straße 7. Das hat doch ganz sicher eine bedeutigste Bedeutung, oder?

Paul Maar:
Ich liebe Valentins schrägen Witz und sein Spiel mit Worten. Er ist eines meiner Vorbilder beim Schreiben. Viele kurze Geschichten aus einem anderen meiner Bücher, "Das fliegende Kamel", könnten aus dem Drehbuch zu einem Kurzfilm mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt stammen.

Sie wuchsen einige Jahre bei Ihren Großeltern auf und Ihr Großvater, ein Gastwirt, erzählte seinen Gästen oft lange Geschichten. Er ermutigte Sie auch, eigene Geschichten aufzuschreiben. Wie hat Sie diese Atmosphäre und Bestärkung geprägt?

Paul Maar:
Ja, durchaus. Opa Schorsch war ein glänzender Geschichtenerzähler. Seine Gastwirtschaft war immer voll, weil alle seinen Geschichten lauschten. Ich habe als Kind von ihm gelernt, wie man eine Episode so erzählt, dass sie interessant wird. Und wie man sie am besten mit einer überraschenden Pointe abschließt.

Lesen war schon früh eine Ihrer Leidenschaften, genauso die Kunst. Ihr Vater hatte für diese Dinge kein Verständnis und Sie lasen heimlich. Was für eine Welt eröffnete Ihnen damals das Lesen und wie ist es heute?

Paul Maar:
Ich war und bin leidenschaftlicher Leser und glaube, dass niemand zum Autor wird, der es nicht ist. Lesen war für mich Befreiung aus einem tristen Alltag.

Wie hieß Ihr liebstes Kinderbuch als Kind?

Paul Maar:
"Die Indianergeschichte" von Günter Drabsch. Noch mehr als der Text haben mich die Holzschnitt-Illustrationen von Zacharias begeistert. Ich habe sie immer wieder nachgezeichnet. Meist auf den Rändern der Tageszeitung, weil es damals kaum Papier gab.

Sie sind oft auf Lesereisen und begeistern Kinder. Was lieben Kinder (und Eltern) am meisten am Sams und was wollen sie über das Sams wissen?

Paul Maar:
Kinder sagen (und schreiben) mir immer, dass sie besonders "die Sprüche", also die Sams-Reime, lieben. Ich glaube, den Erwachsenen geht es ebenso.

Na gut, die Frage müssen Sie vermutlich immer beantworten. Aber wir stellen sie trotzdem: Wenn Sie selbst ein Sams wären und noch einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen? Natürlich ganz genau formuliert ...

Paul Maar:
Dass ich, während es mir und meiner Familie weiterhin gut geht, noch viele Bücher schreiben kann.

Und zum Schluss: Wie wäre es mit einem Sams-Reim zum buecher.de-Kinderbuchfestival?

Paul Maar:

Bücher, bitte nicht vergessen,
sind zu lesen nicht zu essen!
Merkt das ein für alle Mal
beim Kinderbücher-Festival!

Interview: Literaturtest 2015

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Erscheint vorauss. 15. Januar 2019
Sabine Bohlmann: "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte"

Igel, Haselmaus, Murmeltier - die meisten Winterschläfer sind auffallend niedlich. Das süßeste von allen verschlafenen Tieren ist wohl der Siebenschläfer. In den Bilderbüchern von Sabine Bohlmann erlebt ein junger Siebenschläfer kleine Geschichten, die Kindern beim Einschlafen und Aufstehen helfen. Nach "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte" und der Fortsetzung "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte" handelt der dritte Band nun davon, wie das Tierchen lernt, seine geliebte Schmusedecke mit anderen zu teilen.

Was?

Die neue Gute-Nacht-Geschichte erzählt gleich mehrere kleine Abenteuer: Endlich aufgewacht kann sich das kleine Tier nicht von seiner Decke trennen, doch seine Freunde brauchen dringend seine Hilfe. Dem Eichhörnchen purzeln die Nüsse weg; die Haselmaus traut sich nicht vom Baum herunter; der Maulwurf steckt fest; und die Fledermaus will ein Piratenschiff bauen ...

Wie?
Mit viel Mitgefühl wird von den kleinen Tieren erzählt, die sich gegenseitig helfen und viel voneinander lernen. Durch die bezaubernden Farbillustrationen schließt man die Figuren sofort ins Herz. Die Bilder lassen aber auch viel Platz für die eigene Fantasie und regen zum Träumen an.

Für wen?

Das Bilderbuch hat die perfekte Länge als Einschlafgeschichte oder für eine gemütliche Vorlesepause. Schon kleine Kinder werden die Botschaft verstehen: Freundschaft hilft in der Not, und zusammen macht alles mehr Spaß.

Von wem?

Sabine Bohlmann, die mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in München lebt, ist als Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin von Erziehungsratgebern erfolgreich. Mit ihren Kinder- und Bilderbüchern - zuletzt "Und plötzlich war Frau …mehr
Autorenporträt
Sabine Bohlmann hat nach ihrer Schauspielausbildung in diversen TV-Filmen und Serien (u. a. Marienhof) mitgespielt sowie als Synchronsprecherin gearbeitet. So leiht sie u. a. Lisa Simpson und Vanessa Paradis ihre Stimme. Seit 2004 ist sie auch als erfolgreiche Autorin von Ratgebern, Kinderbüchern und Musik-CDs für Kinder tätig.
"Freunde sind im Grunde auch Familie."

Interview mit Sabine Bohlmann zu "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte"

Liebe Frau Bohlmann, mal ehrlich: Sind Sie eher Langschläfer oder Frühaufsteher, Lerche oder Eule?


Ich bin ein total nerviger, fröhlicher Frühaufsteher. Auch am Wochenende. So richtig ausschlafen kann ich eigentlich gar nicht, weil der Tag sonst ohne mich anfängt, und ich muss doch mitmachen.

Verschlafene Tiere gibt es ja viele - wie kamen Sie ausgerechnet auf den Siebenschläfer?

Ich hab mich mal gefragt, warum der Siebenschläfer "Siebenschläfer" heißt. Da bin ich auf ein paar Fotos von Siebenschläfern gestoßen und fand die so unglaublich süß, dass ich da dachte, über den muss man einfach eine Geschichte machen. Das Schlafthema hat sich dann einfach angeboten, denn das macht ihn ja aus.


Ihre Bücher vom Siebenschläfer handeln zwar vom Einschlafen und Aufwachen. Doch nur mit der Hilfe der anderen Tiere überwindet der kleine Siebenschläfer seine Probleme. Steht in Ihren Geschichten die Freundschaft noch über der Familie?

Naja, die Familie Siebenschläfer schläft ja schon, weil das die Siebenschläfer so machen - nur die Freunde sind noch wach und können ihm einen Rat geben. Im Frühjahr sind es wieder die Freunde, die mit ihm spielen wollen, als er nicht aufwacht. Freunde sind im Grunde auch Familie, finde ich.

Der kleine Siebenschläfer und seine Freunde haben keine Namen. Möchten Sie, dass die Kinder sich selbst welche ausdenken?

Anfangs hieß der Siebenschläfer in meiner Geschichte "Glis glis" - das ist der lateinische Name des Tiers. Den fand ich sehr süß. Aber dann hat es sich angeboten, dass der Bär eben der Bär ist und die Eule die Eule und so weiter. Das klang netter. Und natürlicher.

Nach den Geschichten vom Einschlafen und Aufwachen ist die neue Geschichte abenteuerlicher. Es geht um Kreativität und Gemeinschaftsgeist. Wird es noch mehr "wache" Abenteuer vom Siebenschläfer geben?

Das verrate ich noch nicht, aber ich denke, es hat sich ausgeschlafen - einmal einschlafen, einmal aufwachen. Von jetzt an müsste dann schon ein bisschen Action sein.

Ein Markenzeichen der Serie sind die niedlichen Bilder von Kerstin Schoene, auf denen die Tiere sehr detailliert dargestellt sind und gleichzeitig Spielraum für die Fantasie bleibt. Wie läuft hier die Zusammenarbeit mit Frau Schoene?

Im Grunde schreibe ich erst einfach die Geschichte und Kerstin Schoene zeichnet. Danach sehe ich mir die Bilder an und meist sind sie schon genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Wie sind Sie als erfolgreiche TV-Schauspielerin und Synchronsprecherin zum Schreiben von Kinderbüchern und auch Sachbüchern gekommen?

Das war schon immer mein Traum. Und ich habe schon immer Geschichten geschrieben, seit ich schreiben kann. Als meine Kinder zur Welt kamen, hab ich ihnen zu Weihnachten jedes Jahr eine Geschichte geschrieben und illustriert. Geschichten zu Themen, die sie gerade beschäftigten. Und irgendwann hatte ich eine ganze Mappe voll mit Ideen. Und dann bin ich zur Buchmesse und hab meine Ideen dort den Verlagen gezeigt. Ganz hinten in der Mappe war die Idee zu meinem ersten Erziehungsratgeber "Ein Löffelchen voll Zucker", und das haben sich direkt zwei Verlage rausgepickt. Ich musste mich nur noch für einen der beiden Verlage entscheiden. Was für ein Glück! Und so hab ich erst mal eine ganze Menge Erziehungsratgeber gemacht.

Interview: Literaturtest
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memo Wissen entdecken. Dinosaurier - Räuber, Riesen, Pflanzenfresser

Jede Generation entdeckt die urzeitlichen Riesenechsen wieder neu für sich. Mit der Faszination für Dinosaurier entwickeln viele Kinder einen enormen Wissensdurst. Für sie ist der neue Band aus der Kindersachbuchreihe "memo Wissen entdecken" genau das Richtige. Denn "Dinosaurier - Räuber, Riesen, Pflanzenfresser" bietet wirklich alles, was junge Dinofans interessiert: fundierte Texte zu vielen beeindruckenden Bildern und informativen Übersichten. Und ein cooles Wendeposter gibt es noch obendrauf!

Was?

Erzählt wird die Geschichte der Dinos und auch die Historie der Dinosaurierforschung. Nach einem Abriss der relevanten Erdzeitalter werden die Besonderheiten der Saurier vorgestellt. Was unterscheidet Pflanzen- von Fleischfressern? Wer hatte einen wehrhaften Schwanz, wer die längsten Krallen? Über Archäologie und Anatomie wird dabei Grundlagenwissen vermittelt - und das mit großem Spaßfaktor.

Wie?

Schon beim ersten Blättern fällt auf, wie reichhaltig die Kapitel sind. Das gut aufbereitete Bildmaterial stellt Rekonstruktionen, wie die Tiere ausgesehen haben mögen, neben Fotos von Fossilien und verständliche Infografiken. Die Texte sind trotz des geballten Wissens leicht verständlich. Ein Glossar, eine Tabelle der Klassifikation und die deutschen Übersetzungen aller Dinosauriernamen vervollständigen das Handbuch.

Für wen?

Das Buch richtet sich an Kinder ab acht Jahren. Selbst wer schon das eine oder andere Dinobuch gelesen hat, kann hier garantiert noch Neues erfahren. Auch als Ergänzung zum Schulstoff oder zur Vorbereitung auf Referate bietet der Band das passende Material.

Von wem?

Der Autor David Lambert hatte für sein Buch einen echten Dinoexperten als wissenschaftlichen Berater: Dr. David Norman ist Kurator für Paläontologie …mehr
Was ist neu bei memo?

"memo Wissen entdecken" erstrahlt in frischem Glanz


"Hol Dir die Welt nach Hause!" - Unter diesem Slogan hat der Verlag Dorling Kindersley seine erfolgreiche Kindersachbuchreihe "memo Wissen entdecken" einem kompletten Relaunch unterzogen. Schon die Titelseiten lenken mit kontrastreichen Fotos die Blicke auf sich. Wer sich diese starken Motive direkt an die Wand hängen möchte, kann das tun: Jedem Band liegt ein Doppelposter bei, das zum einen das Coverbild und zum anderen eine spannende Infografik liefert.

Ein vergnügtes Chamäleon, das neue Maskottchen der memo-Reihe, führt in wechselnden Farben durch jedes Buch. Das übersichtliche Layout setzt gezielt Farben und unterschiedliche Schriftgrößen zur Orientierung ein. Der Text funktioniert auf drei Ebenen: lesefreundliche Einführungen zu jedem Thema, kompakte Texte zu jeder Abbildung und kleine Extras zur Hervorhebung von Details. In überschaubaren Textmengen wird so ein komplexer Inhalt vermittelt.

Feste Rubriken und klare Überschriften gliedern die Bücher - von einer Definition (zum Beispiel "Was ist das Universum?") bis hin zu einem smarten Anhang. Hier findet sich neben einer Chronik, einem Glossar und einem Register die Seite "Neugierig geworden?" mit weiterführenden Webseiten, Mitmachtipps und Vorschlägen für Museumsbesuche.

Die ersten 30 Bände im neuen Look sind jetzt erschienen. Die Themen kommen teilweise aus der Geschichte, reichen von Urmenschen über Ritter und Piraten bis zu großen Entdeckern. Andere Titel widmen sich Tierarten (Haie, Katzen, Pferde), technischen Errungenschaften (Autos, Computer, Flugmaschinen) oder Naturphänomenen (Energie, Wasser, Vulkane). Zu allen Bänden finden sich Infos und Testfragen auf antolin.de, dem Online-Portal zur Leseförderung. Hier können kleine Forschende ihr Wissen im Quiz beweisen.
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Katalina Brause: Die wüsten Tiere: In der großen Stadt

In einem Termitenbau in der Wüste Sandara hat sich eine lustige Wohngemeinschaft eingerichtet: der "Termitator" Timmy, der Wüstenfuchs Finnek, das launige Chamäleon Sandiago und das kleine Dromedar Dumdidum. Letzteres landet eines Tages ungewollt im Turboland. Also folgen die anderen. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin, der mutigen Kängurumaus Briosch, finden sie nicht nur Dumdidum, sondern erleben ein Großstadtabenteuer: Beim Autorennen wollen sie den großen Preis von Turboland gewinnen!

Was?
Den Kern der Geschichte bildet die wunderbare Freundschaft zwischen den extrem verschiedenen Tieren. Erst durch ihre jeweilige Eigenart und viel Kreativität werden sie zum Dream-Team, das selbst die Turbotauben oder die Gemeinen Drei ausstechen kann. Am Rande lehrt das Buch auch Ressourcenschutz: Ein altes Auto kann mit ein paar Teilen von der Müllkippe zum Rennwagen "Morscher Pfeil" werden. Zumindest, wenn man eine clevere Mechanikerin wie Briosch dabeihat.

Wie?
Die turbulenten kleinen Kapitel werden von großflächigen Bildern illustriert. Nicht nur die fünf Hauptfiguren werden lebendig. Egal ob in der Wüste oder in der Stadt: Überall treffen wir auf weitere faszinierende Tiere, die echte Charaktere sind.

Für wen?
Das Buch ist für Kinder ab fünf Jahren geeignet. Beim Vorlesen lässt sich herrlich gemeinsam lachen. Mit kurzen Kapiteln und großer Schrift können Leseanfänger hier leicht selbst einsteigen.

Von wem?
Eigentlich studierte Katalina Brause Jura. Doch ausgerechnet die Serie "Breaking Bad" inspirierte sie dazu, ihren Traum zu verwirklichen und Kinderbücher zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und fleischfressenden Pflanzen in Köln.
Die Illustratorin Wiebke Rauers arbeitet in Berlin für Kinderbücher, Magazine und andere Projekte. …mehr
Autorenporträt
Katalina Brause, geb. 1973, aufgewachsen in Ostwestfalen, studierte in Deutschland, England und Frankreich Jura. Sie wohnt mit ihrer Familie (Mann, zwei Kindern und vielen fleischfressenden Pflanzen) in Köln. Nach einer späten Doktorarbeit hörte sie nicht mehr auf, zu schreiben. Die Thrillerserie "Breaking Bad" brachte sie dazu, endlich was "Vernünftiges" zu schreiben: Kinderbücher. 
"Ziemlich eigenartige Kreaturen, welche die Abenteuerlust packt"

Interview mit Katalina Brause zu "Die wüsten Tiere: In der großen Stadt"

"Mit verbrannten Frühstückseiern fing alles an ...": Was frühstücken Sie am liebsten?

Katalina Brause
: Verbranntes zu kochen ist meine Spezialität!
Aber wenn ich die Wahl habe: einen herrlich schaumigen Milchkaffee und ein mediterranes Frühstück mit verschiedenen leckeren Häppchen.

Waren Sie schon einmal in der Wüste?

Katalina Brause
: Einmal kurz (in Tunesien). Aber es war so aufregend, auf einem Dromedar zu reiten, dass ich kein Auge für ihre Schönheit hatte!


In "Die wüsten Tiere" erzählen Sie von der ungewöhnlichen Freundschaft fünf sehr verschiedener Wesen. Wie sind Sie auf gerade diese Tiere gekommen?

Katalina Brause
: Als ich überlegte, welche Tierchen wohl die Wüste unsicher machen könnten, stand schnell der Wüstenfuchs fest - sie sind einfach zu schön! Die Kängurumaus musste auch unbedingt sein - sie hat sagenhafte Füße! Timmy, die kampflustige Termite, trage ich schon lange mit mir herum, und nun hat sie bei den wüsten Tieren einen Platz gefunden! Ich mag es, dass sie stärker und größer sein will, als sie ist. Und trotz ihrer winzigen Beine und ihrer geringen Größe ständig viel zu weit geht.

Damit die unterschiedlichen Tiere zusammenwohnen können, mussten zunächst die Termiten ihren Bau verlassen. Können Sie sagen, warum sie so etwas (für gewöhnlich) tun?

Katalina Brause
: Ich bin leider nur Spezialistin für andere, ziemlich eigenartige Kreaturen - wie grantige Chamäleons mit rosafarbener Sonnenbrille und freche Wüstenfüchse, welche die Abenteuerlust packt.

Welches der Tiere ist Ihnen selbst am nächsten?

Katalina Brause
: Dumdidum ... er ist etwas verpeilt. Oder, schöner gesagt, er trägt den Kopf in den Wolken. Da kann man leicht mal über die eigenen Flip-Flops unter den Hufen stolpern.
Und seit ich Kinder habe, werde ich auch schon mal zu Timmy, der wütenden Termite!

Wie lief die Zusammenarbeit mit der preisgekrönten Illustratorin Wiebke Rauers ab? Waren Sie sich über das Aussehen der Tiere und der Schauplätze einig?

Katalina Brause
: Absolut. Wir scheinen da auf einer Wellenlänge zu liegen. Ich liebe es, wie sie die Figuren illustriert hat.
Da ist zum Beispiel Dumdidums bunte Lichterkette um den Höcker oder da sind die Flip-Flops an seinen Hufen. Und in den perplexen Gesichtsausdruck von Sandiago, dem grantigen Chamäleon, habe ich mich sofort verliebt. Er steht einfach da, in der Welt, und ihm fehlt die Gebrauchsanweisung dafür.

Der nächste Band ist bereits angekündigt. Wo werden die wüsten Tiere denn "pitschnasse Pfötchen" bekommen? Was können Sie uns schon verraten?

Katalina Brause
: Man munkelt, es sei ein weites grünes Land namens Schlottawa, in dem sehr merkwürdige Dinge geschehen.

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"Bulli & Lina: Ein Pony verliebt sich" von Frauke Scheunemann und Antje Szillat

Endlich große Ferien! Lina freut sich auf den Malkurs mit ihrer besten Freundin und einen Sommer in Hamburg. Doch dann muss sie mit ihrer Mutter den Hof ihres Onkels hüten, mit Fischteich und Pferden gleich nebenan. Die kann Lina gar nicht leiden. Dieses schwarze Pony verfolgt sie auch noch. Denn Bulli, eigentlich Lord Royal Bullheimer, hat sich in Lina verguckt und will nur sie zur Reiterin. Bevor die beiden schließlich zueinanderfinden, müssen sie zunächst einem Dieb auf die Spur kommen ...

Was?

Dieses Pferdebuch verdreht sämtliche Klischees: Ein elfjähriges Mädchen, das partout nichts von Pferden hält, trifft auf ein vom Leben frustriertes Pony. Währenddessen verläuft sich der kleine Hund Karlchen auf dem Hof eher, als ihn zu hüten. Statt Reittrophäen werden hier aus dem Fischteich verschwundene Kois gejagt. Und doch sind Bulli und Lina einfach ein Traumpaar!

Wie?

Abwechseln wird die Geschichte aus der Sicht des Ponys und aus der Perspektive des Mädchens erzählt. Wie beide ihr Verhalten gegenseitig deuten, sorgt für viele Pointen. Erzählt ist die Geschichte so spannend und temperamentvoll, dass die 150 Seiten wie im Flug gelesen sind. Dafür sorgen auch die vielen schwungvollen Illustrationen von Susanne Göhlich.

Für wen?

Die Hauptzielgruppe des Buchs sind Pferde- und Tierliebhaberinnen von acht bis zwölf Jahren. Weil das hier aber alles andere als ein typisches Pferdebuch ist, kann die ganze Familie ihren Spaß haben. Die launischen Ansichten von Bulli und Lina sind vorgelesen ohnehin am lustigsten. Das Buch ist übrigens auch als Hörbuch erschienen - gelesen von Oliver Kalkofe und Marie Bierstedt.

Von wem?

Erfunden wurden Bulli und Lina von zwei Autorinnen. Das Pony Bulli wird geschrieben von Frauke Scheunemann. …mehr
Autorenporträt
Frauke Scheunemann, geb. 1969 in Düsseldorf, ist promovierte Juristin. Sie absolvierte ein Volontariat beim NDR und arbeitete anschließend als Journalistin und Pressesprecherin. Seit 2002 ist sie freie Autorin und
schreibt zusammen mit ihrer Schwester Wiebke Lorenz unter dem Pseudonym "Anne Hertz" sehr erfolgreich
Romane.Frauke Scheunemann ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in einem alten
Pfarrhaus in Hamburg.



Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Antje Szillat ist verheiratet und hat vier Kinder. Zur Großfamilie gehören auch vier Pferde, zwei Hunde, jede Menge Teichfische und viele, viele Bücher. Sie lebt und arbeitet vor den Toren ihrer Lieblingsstadt Hannover.

Ländliche Krimis für Pferdefans

Interview mit Frauke Scheunemann und Antje Szillat zur neuen Serie "Bulli & Lina"

Bulli macht seinem Spitznamen alle Ehre und ist selten nett zu Kindern. Wie versetzt man sich in das Innenleben eines misanthropen Ponys?

Frauke Scheunemann
: Tja, das war tatsächlich kein großes Problem für mich, denn wir sind Eigentümer eines misanthropen Ponys. Ich musste nur unser eigenes Pony ein wenig "nachmachen" und schon konnte ich den Bulli perfekt schreiben.

Auch die zweite Titelfigur macht es sich nicht leicht: Warum haben Sie ein Antipferdemädchen zur Heldin gewählt?

Antje Szillat
: Weil es in Ponybüchern immer pferdeverliebte Ponymädchen gibt und zwar jede Menge davon - alle träumen vom eigenen Pony oder wenigstens vom Pflegepony. Lina ist anders, so wollte ich sie schreiben. Denn auch Bulli ist anders. Wie könnte er sich sonst in ein so besonderes Mädchen wie Lina verlieben? [zwinkert]


War eine von Ihnen selbst ein Pferdemädchen?

Antje und Frauke
: Wir sind beide Reiterinnen gewesen und lieben Ponys und Pferde noch immer, sie gehören zu unserem Leben. Außerdem haben wir beide reitende Töchter. Wir wissen also sehr gut, wovon wir schreiben. Fraukes Familie hat momentan ein Pony und ist auf der Suche nach "Zuwachs". Antjes Töchter haben vier Pferde und, na ja, das reicht.

Wie haben Sie gearbeitet: Haben Sie abwechselnd geschrieben oder mit verteilten Rollen?

Antje und Frauke
: Frauke schreibt den Bulli, Antje die Lina, die Kapitel mailen wir uns hin und her und vorher haben wir natürlich den Plot besprochen. Zwischendurch telefonieren wir natürlich viel dazu. Das gemeinsame Schreiben macht uns sehr viel Spaß, wir haben einen ähnlichen Humor, es passt also wirklich gut mit uns.

Frau Scheunemann, Sie leben mit Ihrer Familie in Hamburg - Sie dagegen, Frau Szillat, haben eine Großfamilie mit Pferden, Hunden und Teichfischen. Haben sich Stadt- und Landsicht bei Ihnen ergänzt?

Frauke
: Na ja, unser Pony steht ja auch "ländlich", und Antje wohnt kurz vor Hannover - also auch nicht unbedingt auf dem Dorf. Aber natürlich kennen wir beides und finden auch beides gut. Wir sind beide sehr naturverbunden und, wie gesagt, absolute Pferde- und Hundefans.

Was ist besser: Ferien auf dem Land oder in der Stadt? Und warum?

Antje
: Kommt immer darauf an, wonach einem ist. Ich liebe es, mal ganz ländlich auf einem Bauernhof zu urlauben, aber ich bin auch gerne in spannenden Großstädten wie London oder Rom, Paris ... Nur nicht unbedingt mit Hund und Co. Frauke geht es da ziemlich ähnlich, behaupte ich jetzt mal.

Im letzten Drittel des Buchs entspinnt sich ein kleiner Krimi. Wird in der schon angekündigten Fortsetzung wieder ein Rätsel zu lösen sein?

Antje und Frauke
: Ja! In jedem "Bulli und Lina"-Abenteuer geht es um einen "kleinen" Kriminalfall - aber eher ländlichen Charakters. Da verschwindet mal die Apfelkasse von der Oma oder jemand räumtdie Sattelkammer leer oder ... Nö, mehr verraten wir noch nicht. Nur so viel: Ihr dürft gespannt sein!

Interview: Literaturtest, 2018
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Mein Vorlese-Mitmach-Koffer Fußball. Mit 2 Bilderbüchern und 2 Rätselbüchern

"Mucksmäuschenstill!" Das sollen Tim und seine Freunde sein, wenn Papa Fußball guckt. Da wollen Tim, Leon und Annika doch lieber selbst das Fußballspielen lernen - so wie Tims großer Bruder Juri. Also meldet Papa sie in Juris Verein zum Probetraining an … Benno ist schon längst der "Superkicker": "wie ein Roboter, der auf Toreschießen eingestellt ist". Als Trainer Paule den neuen Jungen Moritz ins Team holt, soll sich herausstellen, wer der bessere Stürmer ist ...

Was?

In zwei kleinen Geschichten erleben Mädchen und Jungs großen Fußballspaß. Dabei lernen sie nicht nur etwas über das Kicken uns Passen und wie man "den Kasten sauber hält". Im Kern geht es darum, im Team zu gewinnen. Freundschaft und Geschwisterliebe sind die eigentlichen Gewinner!

Wie?

"Mein Vorlese-Mitmach-Koffer Fußball" besteht aus einem Case samt Klettverschluss und Plastiktragegriff, in dem sich neben den beiden Heften mit Geschichten auch zwei Beschäftigungsbücher befinden: "Meine wilden WM-Rätsel" und "Meine lustigen Fußball-Rätsel". Am Ende der Rätselhefte finden sich alle Lösungen.

Für wen?

Das Set wird für Kinder ab drei Jahren empfohlen. Die Vorlesegeschichten sind leicht verständlich. Der Ausmalspaß ist auch für die Kleinen schon groß. Alle Rätsel erschließen sich ganz ohne Text. Für einige Aufgaben müssen die Kinder allerdings bis 20 zählen können oder komplexere Inhalte verstehen können (zum Beispiel: Was passt nicht in die Reihe?).

Von wem?

Wie alle Titel aus der Reihe um Tim stammt auch dieser aus der Feder von Katharina Wieker; für diesen hat sie sich die spannende Story rund um Tims Fußballtraining ausgedacht. Die Geschichte "Benno Superkicker: Der neue Stürmer" dagegen wurde von Regina Hegner geschrieben und von …mehr
Alles Fußball, oder was?

Geschichten, Sachbücher, Rätselspaß und mehr zur Fussball-Weltmeisterschaft 2018


Noch sind es einige Wochen bis zum Anpfiff in Russland am 14. Juni - doch das Vorfreudekribbeln ist schon überall deutlich spürbar. Wer sich mit Freunden oder der ganzen Familie aufs Thema Fußball einstimmen will, kann in unserer Titelliste stöbern und aus dem Vollen schöpfen: Hier finden sich jede Menge Bücher. Viele von ihnen laden zum Schmökern ein, in anderen steht alles, was Sie rund um den Fußball wissen sollten, und einige enthalten knifflige Rätsel und Spiele.

Klassische Stories rund um Trainings und Turniere, mit denen schon Anfänger zum Lesen motiviert werden, haben beispielsweise der Dudenverlag (Leseprofi - Anpfiff mit Hindernissen), Oetinger (Coole Fußballgeschichten für Superkicker) oder Carlsen (Starke Fußball-Geschichten zum Lesenlernen) im Programm. Auch der Leserabe von Ravensburger hat schon drei Fußballgeschichten erlebt. Mit der "Kickerbande" hat Arena für diese Zielgruppe gerade eine neue Reihe gestartet. Die "Fußball-Haie" von Andreas Schlüter gehen derweil schon in die zehnte Runde.

Für alle, die das Thema Fußball allein noch nicht vom Hocker reißt, gibt es auch so einiges zu entdecken: Wer hat schon einmal vom "Weltraumkicker" gehört? Ob Sport etwas mit Religion zu tun hat, erfährt man in "Fußball, Gott und echte Freunde". In "Ein Traum wird wahr" kann Mia dank einer Zauberbiene endlich vom Ballett zum Fußballtraining wechseln, während David Walliams mit mit "Kicker im Kleid" Modebewusstsein unters Sportvolk bringen möchte. Zu den (vermutlich) archaischen Ursprüngen des Sports führt Jan Birck in "Storm oder die Erfindung des Fußballs" zurück. Sogar Gina Mayers Serie "Der magische Blumenladen" wurde vom Fußballfieber erfasst: In "Das verhexte Turnier" feuert Violet ihre Freundin Jack beim Pokalspiel an.

Handfestes Wissen zur WM bündelt das nagelneue "WAS IST WAS Fußball" von Jonas Kozinowski. Auch in "Alles Fußball!", dem neuen WM-Sachbuch von Knut Krüger, finden kleine und große Fans alles, was sie über das runde Leder wissen sollten. 100 "Mega verrückte Fußballfakten" hat hingegen Christina Braun in ihrem handlichen Büchlein versammelt. Und der Verlag Edel präsentiert gleich vier neue Titel zum Thema "Fußball-WM 2018 - Was du wissen musst". Nach so viel geballtem Wissen ist etwas Auflockerung nötig. Da kommt unsere Liste mit Mal-, Spiel- und Rätselbüchern rund um "König Fußball" genau richtig.
Autorenporträt
Regina Hegner wurde 1973 in Nordbayern geboren und studierte Geschichte in Regensburg. Sie arbeitete im Lektorat eines Kinder- und Jugendbuchverlags und lebt heute mit ihrer Familie in
Dachau.
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"Bobo Siebenschläfer - Großer Sommerspaß"

"Nochmal!" hören vorlesende Eltern nach jeder Geschichte. Gute-Nacht-Geschichten für die ganz Kleinen, die von Gute-Nacht-Geschichten nicht genug bekommen können: Hier hat Markus Osterwalder mit dem niedlichen Siebenschläfer seine Nische gefunden. Seit nunmehr 34 Jahren schon erleben Kleinkinder mit Bobo Alltagsgeschichten - und im neuen Band dreht sich alles um die schönste Jahreszeit und Spaß im Freien.

Was?

Endlich Sommer! Da gibt es so viel zu entdecken: am Strand spielen, Eis essen und Schiffchen im Fluss schwimmen lassen. Mit seinen Eltern besucht Bobo den Zoo sowie den Jahrmarkt und einmal bekommt er selbst Besuch: von seiner Freundin Nora. Jede Geschichte endet damit, dass Bobo glücklich einschläft - auch wenn das nach so viel Aufregung manchmal gar nicht so einfach ist.

Wie?

Der Sammelband vereint neun sommerliche Geschichten. Die Bilder sind mal ganzseitig, mal in comichafter Abfolge angeordnet. Die kurzen Sätze verbinden die farbenfrohen Bilder zu emotionalen kleinen Abenteuern.

Für wen?

"Bildgeschichten für ganz Kleine" lautet der Untertitel und "Einschlafgarantie" verspricht der Sticker auf dem Cover. Markus Osterwalder hat die ersten Bobo-Siebenschläfer-Geschichten für seine Tochter erfunden, als diese noch ein Kleinkind war und alle Bilderbücher für diese Altersgruppe viel zu schnell vorgelesen waren. Die gleiche Situation kennen Eltern und andere Vorlesende bis heute. So erfreut Bobo immer wieder neue Generationen.

Von wem?

Markus Osterwalder ist Erfinder, Autor und Zeichner von Bobo Siebenschläfer. Der gebürtige Schweizer war Grafiker bei verschiedenen deutschen und französischen Verlagen. Als Herausgeber des Illustratorenlexikons "Dictionnaire des Illustrateurs 1800-1914" lebt er heute in Arcueil bei Paris.

Und …mehr
Autorenporträt
Markus Osterwalder, geboren 1947 bei Zürich, ist der Erfinder von "Bobo Siebenschläfer". Nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer arbeitete er zunächst als Grafiker, unter anderem für einen Schulbuchverlag, und war mehrere Jahre als Layouter beim "Zeitmagazin" beschäftigt. Heute ist Markus Osterwalder künstlerischer Leiter bei einem Pariser Kinderbuchverlag und hat ein Nachschlagewerk für Illustratoren herausgegeben. Das Bilderbuch "Bobo Siebenschläfer" entstand in enger Zusammenarbeit mit seiner damals zweieinhalb Jahre alten Tochter. Markus Osterwalder lebt in Arcueil bei Paris.
Interview mit Markus Osterwalder zu "Bobo Siebenschläfer - Großer Sommerspaß"

Im Sommer wird Bobo Siebenschläfer 34 Jahre alt. Was hat Sie damals dazu inspiriert, Bildgeschichten für Kleinkinder aus der Sicht eines Siebenschläfers zu erzählen?

Markus Osterwalder: Als meine Tochter Sandra zehn Monate alt war - ich arbeitete damals in einem Kinderbuchverlag und nahm des Öfteren Bücher mit nach Hause, um sie zu testen - las ich ihr aus den Pappbilderbüchern vor, die bei L'école des loisirs erschienen sind. Diese Bücher, meist hatten sie 24 Seiten, haben oft nur einen kurzen Satz pro Doppelseite, sind also sehr schnell vorgelesen. Meine Tochter schlief an allen möglichen und unmöglichen Orten unterwegs ein. Zu Hause aber in ihrem Bettchen nicht. Warum? Das frag ich mich noch heute. Kaum hatte ich so ein Pappbilderbuch vorgelesen, wachte sie wieder auf und ich musste nach einem neuen Buch angeln. Dabei habe ich mich gefragt, warum es keine dickeren Vorlesebücher für dieses Alter gibt. In dieser Zeit besuchte mich in Paris Uwe Wandrey, damaliger Verantwortlicher (und, ich glaube, Erfinder) von Rowohlt Rotfuchs. Ich erzählte ihm von meinen Vorlesesorgen im Bistro vis à vis des Verlages bei einem Glase Quincy (Weißwein). Ich sagte ihm: "Ihr habt in eurem Verlag Vorlesebücher ab acht, ab sechs und ab vier Jahren, jetzt braucht es ein Vorlesebuch mit 128 Seiten für Babys ab zwei."

Irgendwie hat ihn meine Idee überzeugt. (Hat der Wein geholfen?) Jedenfalls bekam ich sehr schnell einen beachtlichen Vorschuss, mit dem ich einige Veränderungen an meinem frisch erstandenen Vororthäuschen bezahlen konnte. Das Haus und der Garten drum herum wurden dann auch die Szenerie der sieben Geschichten.

Da ich meist die Abendkurse im Zeichnen an der Kunstgewerbeschule in Zürich während meiner anstrengenden Schriftsetzerlehre (mehr als neun Stunden Tage stehend) geschwänzt habe, bin ich kein besonders guter figürlicher Zeichner geworden. Meine Stärke war eher das Karikaturenzeichnen. Also mussten die Darsteller des Familienlebens als wuschelige Tiere interpretiert werden. Mäuse und Bären sind oft schon verwendet worden. Sieben Geschichten mit einer Siebenschläferfamilie schienen zu passen. Das Schlafproblem war im Namen schon vorgegeben! Zudem haben die Tiere dunkle Ringe um die Augen - wie die Eltern von Menschenkindern in dieser Lebensphase.

Wie hat sich Bobo über die Jahrzehnte verändert?

Markus Osterwalder: Bobo hat sich eigentlich während der ersten vier Bücher nicht verändert. Nur das Vororthaus hat sich, wie in Wirklichkeit, verändert. In den ersten zwei Büchern sind die Geschichten von meiner Tochter inspiriert, die nächsten von meinem Sohn Victor. Die Menschen, die in diesen Büchern vorkommen, gibt es alle. Das Haus der Großmutter im zweiten Band ist zum Beispiel das Haus in Schlieren, in dem ich geboren wurde.

Auf einer Buchmesse kam irgendwann Heike Sistig von der "Sendung mit der Maus" auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht an einem Zeichentrickfilm mit Bobo interessiert wäre. Es sind dann Jahre vergangen, bis die erste Staffel fertiggestellt wurde. Ich habe den Herstellern alle Freiheiten gelassen. Da kamen natürlich Veränderungen, die nichts mehr mit mir und meiner Familie zu tun haben.

Erst im letzten Jahr hat Bobo Siebenschläfer ein Geschwisterchen bekommen. Warum war er so lang ein Einzelkind?

Markus Osterwalder: Wie gesagt, meine Bobo-Geschichten sind "wahre" Geschichten. Zudem war es für einen Zeichner wie mich einfacher, nur drei Personen zu typisieren - zumindest damit sie ein zehnmonatiges Kind leicht auseinanderhalten kann. Da Bobos Fangemeinde sich dermaßen entwickelt hat, lag auch nahe, dass er ein bisschen älter werden durfte. Dorothée Böhlke, die freundlicherweise die anstrengende Arbeit des Zeichnens übernommen hat, und mehr Talent als ich in diesem Metier zeigt, konnte nun mit ihrem Savoir-faire eine vierte Person ohne Problem in die Geschichten aufnehmen.

Das neue Buch ist eine Sammlung von Sommergeschichten. Haben Sie dafür eigene Favoriten ausgewählt?

Markus Osterwalder: Das neue Buch besteht aus den Geschichten der Zeichentrickfilmproduktion. Nur zwei Geschichten sind auf meinem Mist gewachsen: "Bobo im Zoo" und "Bobo kann nicht einschlafen".

Auf dem Buchcover wird eine "Einschlafgarantie" versprochen. Werden denn alle Geschichten vor der Veröffentlichung an der Zielgruppe getestet?

Markus Osterwalder: Dieser Sticker ist eine Idee der Werbeabteilung von Rowohlt. Es amüsiert mich, auf den Seiten die hämischen Kommentare dazu zu lesen. Der Erfolg der Bobo-Figur braucht, glaube ich, nicht mehr getestet zu werden.

Wenn Sie heute noch einmal eine neue Kinderbuchreihe erfinden würden, welches Tier würden Sie zur Hauptfigur machen?

Markus Osterwalder: Ich brauchte ursprünglich nur einen Band um meine Tochter zum Einschlafen zu bringen. Ich bin zu jedem neuen Band von der Rowohlt Redaktion überredet worden. Ich habe mir nie überlegt, ein anderes Tier oder Buch zu erfinden. Meine jetzige Arbeit am Illustratorenlexikon nimmt mich derart in Anspruch, dass für anderes nicht viel Zeit bleibt.

Interview: Literaturtest, 2018
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Ingo Siegner zu "Der kleine Drache Kokosnuss und der Zauberschüler"

"Nahe am Meer, wo der Fluss Mo sich teilt, liegen die Sieben Sümpfe der Dracheninsel ... Krumme Bäume mit knorrigen Ästen ragen wie hagere Gestalten aus dem Dunst." Etwas gruselig erscheint die Heimat des kleinen Feuerdrachen Kokosnuss am Beginn seines neuen Abenteuers. Zusammen mit seinen beiden besten Freunden, dem Stachelschwein Matilda und dem Fressdrachen Oskar, marschiert er durch die neblige Landschaft, als ihm Friederich Fidibus begegnet. Der Zauberschüler ist auf der Suche nach dem verschwundenen Zauberer Ziegenbart. Und treue Kokosnuss-Fans wissen, hier wird es gefährlich - aber auch lustig.

Was?

Die Geschichten von Ingo Siegner macht eine typische Mischung von spannenden Geschichten und pointierten Dialogen aus. Die drei Freunde lernen nicht nur in jeder Geschichte mehr über die Welt, sondern auch über sich selbst. Mit Witz und Ideen überwinden die drei Freunde ihre Ängste - vor dem Zauberer, dem Spitzmauldrachen und vor der eigenen Courage.

Wie?

Tomaten auf den Ohren und Birnen mit Rucksack: Bei diesen verrückten Einfällen müssen garantiert alle lachen. Das Buch ist wieder durchgängig vom Autor illustriert: hier mit doppelseitigen Bildern, dort mit liebevollen Vignetten, überall in leuchtenden Farben.

Für wen?

Die spannenden Erstleseabenteuer vom kleinen Feuerdrachen sind für Kinder ab sechs Jahren geschrieben. Sie sind ebenso wunderbare Gute-Nacht-Geschichten wie unterhaltsame Reiselektüre.

Von wem?

Erfinder, Autor und Illustrator der Kokosnuss-Serie ist Ingo Siegner. Heute lebt der 1965 geborene Siegner wieder in seiner Heimatstadt Hannover. Erst als Au-pair, dann als Student zog es ihn nach Frankreich. Später war er als Kinderbetreuer für einen Veranstalter von Familienreisen unterwegs. Schon dort erzählte er den …mehr
Autorenporträt
Ingo Siegner, 1965 in Hannover geboren, wuchs in Großburgwedel auf. Nach Schule und Zivildienst wurde er Sparkassenkaufmann, ging als Au-Pair nach Frankreich, steckte seine Nase in die Universität und landete schließlich bei Vamos, einem hannoverschen Veranstalter für Familienreisen. Auf vielen Reisen erfand er für die Kinder fantastische Geschichten. Nebenher brachte er sich das Zeichnen bei. Ingo Siegner lebt als Autor und Illustrator in Hannover.
Interview mit Ingo Siegner zu "Der kleine Drache Kokosnuss und der Zauberschüler"

Wie haben Sie die Figur damals entwickelt? Und wie kam Kokosnuss zu seinem Namen?

Ingo Siegner
: "Der kleine Drache Kokosnuss" war zunächst eine kurze Bildergeschichte für einen Nachbarjungen. Wie es zu dem Namen kam, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich war es einfach eine verrückte Idee, der Name passte phonetisch zu der Figur, die ich damals entworfen hatte - und die sich deutlich von dem Drachen Kokosnuss unterscheidet, der etwa zwei Jahre später seine ersten Abenteuer in einem Buch erlebte.

Wann kamen die Freunde Matilda und Oskar dazu?

Ingo Siegner
: Ein Literaturagent war zufällig auf die Bildergeschichte aufmerksam geworden und stellte den Kontakt zu cbj (damals Bertelsmann/Omnibus) her. Der Verleger fragte mich, ob ich noch mehr Geschichten vom kleinen Drachen Kokosnuss schreiben könnte, denn dann könnte er ein ganzes Vorlesebuch mit dem Drachen herausbringen. So erfand ich mehrere Kokosnuss-Geschichten, darunter auch die, in der Kokosnuss ein Stachelschwein namens Matilda vor einer Würgeschlange rettet. Der Fressdrachenjunge Oskar taucht erst zwei Bücher später auf ("Der kleine Drache Kokosnuss kommt in die Schule"). Dass die drei die Abenteuer gemeinsam erleben würden, war nicht geplant. Es hat sich mit der Zeit so ergeben.

Das neue Buch ist bereits das 26. Abenteuer vom kleinen Drachen Kokosnuss. Wie kommen Sie auf immer neue Ideen?

Ingo Siegner
: Mir macht es Spaß, mir Geschichten auszudenken. Warum, weiß ich auch nicht. Ich habe jedenfalls mehr Ideen als Zeit, die Ideen umzusetzen. Der feste Rahmen (dieselben Protagonisten, derselbe Umfang etc.) stört mich nicht. Mich reizt es, Spannung und Dialogwitz immer neu zu erfinden und nebenbei Wissenswertes einzuflechten, wie z. B. neue Erkenntnisse über den Pyramidenbau, wie ein Vulkan funktioniert oder wie in einem Löwenrudel die Aufgaben verteilt sind.

Die neue Geschichte dreht sich um den Zauberschüler Friederich Fidibus. Wird er ein guter Zauberer werden und wird es ein Wiedersehen mit ihm geben?

Ingo Siegner
: Friederich ist ein angenehmer Zeitgenosse, ein Zauberschüler, der für die Prüfung in "Obst und Gemüse" lernt. Daneben ist er vom Magischen Rat beauftragt, einem vermissten Zauberer eine Vorladung zu übergeben, damit dieser seine Zauberlizenz erneuert. Diesen vermissten Zauberer werden viele Kinder kennen: Es ist nämlich der Zauberer Ziegenbart, der schon mehrmals in den Kokosnuss-Abenteuern eine Rolle spielte. Mit Ziegenbart ist nicht gut Kirschen essen. Friederich findet ihn gemeinsam mit Kokosnuss, Matilda und Oskar in den Sümpfen der Dracheninsel. Was Ziegenbart dort sucht und was es mit dem gefährlichen Spitzmauldrachen auf sich hat, verrate ich hier aber nicht. Und ob Friederich noch einmal in einem weiteren Buch auftauchen wird, weiß ich noch nicht - kann aber sein.

Bei Lesungen treten Sie zusammen mit Kokosnuss, Matilda und Oskar als Walking Acts auf. Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen Ihre Figuren die Show stehlen? Oder genießen Sie es, wenn die Begeisterung der kleinen Fans live erleben zu dürfen?

Ingo Siegner
: Ich trete selten mit den Figuren zusammen auf, und wenn, dann bilden die Figuren eher einen Rahmen zu meiner Lesung. Sie treten am Beginn und am Ende auf. Während der Lesung selbst würden sie die Kinder eher von der Geschichte ablenken. Und da meine Lesungen eh schon ziemlich lebendig sind - ich zeichne, gestikuliere, ziehe Grimassen, erzähle, lese und zeige Bilder aus den Büchern an einer Leinwand -, wäre der Auftritt der Figuren zu viel. Wenn sie dann am Ende auftreten, ziehen sie allerdings schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Das macht mir aber nichts aus, denn die Geschichte ist dann ja zu Ende.

Neben dem Drachen Kokosnuss schreiben Sie die Serien um die Ratten Eliot und Isabella und die um das Erdmännchen Gustav. Haben Sie ein Herz für kleine, unscheinbare Wesen?

Ingo Siegner
: Mir gefällt es, wenn sich meine kleinen Helden durch Ideen, Witz und Chuzpe aus brenzligen Situationen retten. Durch ihre Neugier, ihre Offenheit und Hilfsbereitschaft geraten sie ja stets in Gefahr, treffen auf größere, stärkere und gefährliche Wesen. Doch weil sie zusammenhalten, Fantasie haben, ihre Angst besiegen oder, wie Oskar, die Dinge auch mal mit Humor nehmen (und dem Gefährlichen dadurch den Stachel), kommen sie immer heile aus der Sache heraus.

Sie schreiben und zeichnen Ihre Bücher. Gehört das für Sie untrennbar zusammen? Oder würden Sie sich gern einmal eine reine Bildergeschichte ausdenken oder das Buch einer anderen Person illustrieren?

Ingo Siegner
: Mir liegt das Schreiben mehr als das Illustrieren. Ich schreibe eine Geschichte, danach illustriere ich sie. Zwar habe ich oft schon Bilder im Kopf, bevor eine Szene geschrieben ist, sodass manche Ideen also vom Bild her kommen, aber ich könnte mir eher vorstellen, dass jemand anderes meine Texte illustriert, als dass ich die Texte eines anderen illustriere.

Interview: Literaturtest, 2018
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Eliot Schrefer: Die Wächter des Dschungels (Caldera Bd. 1)

"Was stimmt nicht mit mir?", fragt sich das Panthermädchen Mali. Anders als ihre Schwester und die anderen kann sie tagsüber in der Höhle nicht schlafen. Stattdessen zieht es sie hinaus in den sonnendurchfluteten Dschungel. Dort trifft sie Auriel, eine Grüne Hundskopfboa, und erfährt, dass sie zu den magischen Schattenwandlern gehört. Um den Regenwald von Caldera vor der bösen Ameisenkönigin gemeinsam retten zu können, muss Mali ihre Familie zurücklassen ...

Was?

Fünf geradezu gegensätzliche Tiere schließen sich zusammen und bestehen ein gefährliches Abenteuer. Dabei wachsen alle - auch das Kapuzineräffchen Gogi und die Fledermaus Lima - über sich selbst hinaus. Die faszinierende Fauna des Regenwalds ist dabei ebenso spannend wie die fantastische Geschichte.

Wie?

Auf mehr als 370 Seiten kann sich der turbulente Tierroman so richtig entfalten. Eine vorangestellte Illustration macht auf jedes Kapitel neugierig. Besonders beeindruckt der geprägte Umschlag, der mit liebevollen Tierporträts zwischen plastischen Dschungelpflanzen in das Buch lockt.

Für wen?

Das Buch richtet sich an Kinder ab zehn Jahren. Wer fantastische Geschichten über Welten, wie sie in "Bravelands" oder "Die Legende der Wächter" beschrieben werden, verschlingt, kann hier in eine neue abenteuerliche Reihe einsteigen. Und wer nicht ganz so gern liest, kann das 375-minütige Hörbuch genießen.

Von wem?

Am Ende des Buchs befindet sich ein Foto des Autors - mit Machete. Tatsächlich wurde Eliot Schrefer vom peruanischen Dschungel zur Welt von Caldera inspiriert. Tiere spielen in vielen seiner Kinder- und Jugendbücher eine Hauptrolle, allen voran den "Spirit Animals". Der in New York lebende Autor hat zahlreiche wichtige Preise bekommen. Für die "USA Today" rezensiert er …mehr
Autorenporträt
Eliot Schrefer ist ein mehrfach ausgezeichneter "New York Times"-Bestsellerautor, der unter anderem zweimal für den National Book Award nominiert war und bereits den Green Earth Book Award und den Sigurd Olson Nature Writing Award gewonnen hat. Neben dem Schreiben setzt er sich leidenschaftlich für den Erhalt des Regenwalds ein. Er lebt in New York City und ist Kinderbuchrezensent bei "USA Today".
Interview mit Eliot Schrefer zu "Die Wächter des Dschungels" (Caldera Bd. 1)

Mit "Die Wächter des Dschungels" startet die neue Serie "Caldera". Wie haben Sie diese wilde und mysteriöse Welt des verlorenen Regenwaldes erschaffen?

Eliot Schrefer
: Es war ein wilder und mysteriöser Trip: Auf einer langen Reise durch das peruanische Amazonasgebiet erlebte ich, wie sich der Dschungel in eine tag- und eine nachtaktive Tierwelt teilt. Bei Tageswanderungen begegneten mir viele Affen, Schlangen und Ameisen - den nächtlichen Rückweg begleitete ein komplett anderer Cast: riesige Aga-Kröten, leuchtende Schnellkäfer und furchterregende Taranteln. Das brachte mich auf die Idee, die Trennung von Tag- und Nachtieren noch weiter zu treiben. Der Plot brauchte dann natürlich noch etwas Magie und einen Erzfeind.

Welche der Tiere sind Ihnen näher: Sind Sie eher ein Tag- oder ein Nachtmensch? Zu welcher Tageszeit arbeiten Sie an Ihren Büchern?

Eliot Schrefer
: Ich war schon immer ein Morgenmensch. Tatsächlich beantworte ich Ihre Fragen gerade direkt nach dem Aufwachen. Das ist meine produktivste Tageszeit. Nach dem Abendessen bin ich gar nicht mehr in der Lage, produktiv zu sein. Es ist, als würden die Eindrücke des Tages mein Gehirn verstopfen - und nur ein erholsamer Schlaf kann es wieder davon erlösen.


Ihr neues Buch erzählt von Außenseitern: Die Tiere, welche die Grenze zwischen Tag und Nacht überschreiten, werden bestraft und verstoßen. Welche Außenseiter aus dem wahren Leben hatten Sie dabei im Kopf?

Eliot Schrefer
: Bücher, die eine Analogie zu einem spezifischen realen Problem sind, beschränken ihre Möglichkeiten. Daher wollte ich die Welt von Caldera nicht als Parallele zu einem einzelnen Phänomen kreieren. Nichtsdestotrotz hatte ich definitiv Themen aus den aktuellen Nachrichten im Kopf. Es ist erschreckend, wie leicht man etwas hasst, das man nicht kennt. Das große Problem im magischen Regenwald ist, dass die beiden Hälften des Tierreichs sich einfach noch nie getroffen haben. Dieser Zusammenhang regt zum Nachdenken darüber an, wie wir Menschen aus anderen Ländern, mit anderen Religionen oder aus anderen sozioökonomischen Gruppen behandeln.

Im Kern geht es in "Die Wächter des Dschungels" um das Anderssein und darum, mutig zu sich selbst zu stehen. Stimmen Sie zu?

Eliot Schrefer: Das trifft es gut! Wir sind alle Individuen - aber mit einer Herkunft. Das Panthermädchen Mali liebt seine Familie. Aber Mali weiß, dass ihr Geheimnis sie zu etwas Besonderem macht. Ein Großteil des Buchs behandelt die Spannung zwischen Malis Liebe zu ihrer Familie und ihrem Bedürfnis, zu sich selbst zu finden.

Ihre letzten Bücher versammeln ein Fülle von Tierarten: Menschenaffen, Raubkatzen, Insekten und viele andere. Fällt Ihnen ein Tier ein, über das Sie nie schreiben würden?

Eliot Schrefer
: Mich faszinieren alle Tiere, auch die ekligen und gar nicht niedlichen! Die Herausforderung wäre allerdings, eine interessante Erzählung über jedes Tier zu erfinden. Kann man eine gute Seepockengeschichte erzählen? Das würde wohl meine Fähigkeiten übersteigen.

Laut eigener Aussage sind Ihre Geschichten besser, wenn Sie selbst kein Charakter darin sind. Doch einmal ehrlich: Mit welcher Figur aus "Die Wächter des Dschungels" identifizieren Sie sich am meisten?

Eliot Schrefer
: Eigentlich verkörpern mich alle fünf Hauptfiguren aus dem Roman auf die eine oder andere Weise. Meine Persönlichkeit ließe sich in fünf Teile spalten und herauskämen diese fünf Kreaturen. Wow, darüber sollte ich wohl mit meiner Therapeutin sprechen! Wenn ich ein Tier wählen muss, dann ist mir wohl Rumi, der Pfeilgiftfrosch, am nächsten. Er liebt seine Freunde und ist gern Teil einer Gruppe. Dennoch verliert er sich oft in seinen Gedanken. Sein brennendes Interesse für manche Erkenntnisse wird nicht von allen anderen geteilt. Darin finde ich mich sehr wieder.

Auf Ihrer Website nennen Sie E. M. Forster als Ihren Lieblingsschriftsteller. Doch welche Bücher liebten Sie in Ihrer Kindheit?

Eliot Schrefer
: Als Kind bin ich viel umgezogen, war immer wieder der Neue in der Schule. Da waren Bücher meine zuverlässigen Begleiter, sodass ich viel las. Ich liebte "Der Zauberer von Oz" von L. Frank Baum und "Wilbur und Charlotte" von E. B. White. Mein Lieblingsbuch ist tatsächlich ein deutsches: Michael Endes "Die unendliche Geschichte" - das ich natürlich auf Englisch als "The Neverending Story" las. Was für eine einfallsreiche und mitreißende Geschichte!

Interview: Literaturtest, 2018
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Emily Skye: "Die geheime Drachenschule"

"Henry, der Mann war kein Talentsucher. Zumindest nicht für einen Fußballclub. Hast du nicht das Wappen auf seinem Mantel gesehen?" Als Henry beim Kickerturnier an seinem elften Geburtstag einen auffälligen Zuschauer entdeckt, rechnet er sich schon Chancen bei Arsenal London aus. Doch nicht nur seine Mutter ahnt: Hier geht es um etwas ganz anderes. Tatsächlich kommt der Mann von der sagenumwobenen Insel Sieben Drachen und rekrutiert neue Drachenreiter ...

Was?

Eben noch ein gewöhnlicher englischer Schuljunge, landet Henry über Nacht auf der mysteriösen Wolkenburg: einem Internat für die Ausbildung zum Drachenreiten. Neben Goldwirtschaft und Drachenzähmen muss Henry lernen, neue Freundschaften zu schließen. Die schwierigste von allen ist die zu seinem mürrischen Drachen - dem er ausgerechnet den Namen Happy gegeben hat. Dessen Sicht auf die Dinge sorgt in kleinen Passagen für einige Pointen.

Wie?

Das Buch ist mit vielen fantasievollen Wappen und bis zu ganzseitigen Illustrationen gestaltet, die dabei helfen, in die Welt der Insel Sieben Feuer abzutauchen. Als besonderes Highlight befindet sich im Mittelteil des Romans "Die kleine Drachenkunde" als komplett farbiges Buch im Buch.

Für wen?

"Die geheime Drachenschule" ist für alle Kinder, die sich für Abenteuergeschichten, Magie und Fabelwesen begeistern können. Geschrieben wurde der Roman für Mädchen und Jungs, die etwa neun Jahre oder etwas älter sind. Wer hier auf den Geschmack kommt, traut sich als Nächstes vielleicht an "Harry Potter" heran ...

Von wem?

Im Baumhaus-Verlag gibt es offenbar viele Drachenfans. Denn "Emily Skye" ist ein Pseudonym, das sich ein Team aus dem Baumhaus-Lektorat gegeben hat. Gemeinsam mit der ganzen Abteilung hat es die Idee zu "Die geheime Drachenschule" entwickelt und im …mehr
Autorenporträt
Emily Skye ist ein Pseudonym, hinter dem das Lektorat des Kinderbuchverlages Baumhaus steht.
Interview mit dem Team hinter dem Pseudonym Emily Skye

Wer ist "Emily Skye" und wie kam es zu "Die geheime Drachenschule"?


"Emily Skye" - das ist zunächst ein kleines Team von Lektor*innen, die direkt an dem Buch gearbeitet haben. Dazu kamen aber Einfälle und Stichworte vom ganzen Kinder- und Jugendbuchlektorat. Bei einer Sitzung des Lektorats, in dem es um mögliche Themen für unser Programm ging, kamen wir auf die Idee zur Drachenschule. Diese hat uns dann nicht mehr losgelassen und sich immer weiter entwickelt hat, bis wir schließlich mutig genug waren, das Buch selbst zu schreiben.


Wie haben Sie die Geschichte entwickelt?

Die Ideenfindung begann bei unserem Helden Henry, dann kam das Setting und der Plot. Schließlich mussten wir uns über das Aussehen und die Eigenschaften der Drachen einigen. Außerdem gab es die praktischen Fragen zur Altersgruppe, Umfang usw.



Wie würden Sie den Ort der Handlung, die Insel Sieben Feuer, beschreiben?

Windumbrauste Felsküsten im tosenden Meer, grüne Hügel, Heidelandschaften in tiefen Glens, Moore, schimmernde Lochs, schroffe Berge, unzählige Schafe aber kaum Menschen. Irgendwo nördlich der Shetland-Inseln gelegen, doch niemand weiß, wo genau. Hier liegt die Insel Sieben Feuer auf der sich das Internat Wolkenburg befinden. Ein Mythos. Im Vereinigtem Königreich so legendär wie Robin Hood, die Artussage oder das Ungeheuer von Loch Ness …


Gab es für die fantastische Szenerie reale Orte zum Vorbild?

Einige aus unserem Autorenteam haben während ihrer Schulzeit bzw. im Studium Auslands-Semester in Schottland, England und Irland verbracht. Da sind viele Erinnerungen zusammen gekommen, die sich im Text wiederfinden. Ganz egal ob Schmiede, Drachenacker, gähnender Abgrund oder Turmzimmer: Eigentlich haben wir zu jedem Schauplatz intensiv recherchiert und Bilder herausgesucht, sodass wir in den Beschreibungen nicht voneinander abgewichen sind.


Können Sie einige Beispiele nennen?

Ganz konkret stand die Burg Eilean Donan Pate für die Wolkenburg, in der das Internat untergebracht ist. Wir waren übrigens nicht die ersten, die sich Eilean Donan zum Vorbild genommen haben. Unter anderem war die Burg schon Schauplatz in einem Highlander und einem James Bond Film.

Die beeindruckende Bibliothek des Trinity College in Dublin war Inspiration für die Bibliothek der Wolkenburg. Eigentlich würde die Bibliothek nie und nimmer in die Burg von Eilean Donan hineinpassen. Aber das ist ja das Schöne an Büchern: In der Phantasie der Leser ist extrem viel Platz.

Und Inspiration für den Steinkreis auf der Insel Croque war natürlich das Hügelgrab Stonehenge. Nur dass in unserer Geschichte hier niemand begraben liegt, sondern (Spoileralarm!) eher das Gegenteil der Fall ist.


Warum werden Internatsgeschichten von jeder Generation neu entdeckt?

Internatsgeschichten sind immer wieder faszinierend für Kinder. Denn die meisten besuchen einenormale Schule; den Kontakt zu den Eltern gibt es jeden Tag.Aber auf einem Internat? Da sind die Kinder unter sich. Dieses geschlossene Setting gibt ihnen die Möglichkeit, jeden Tag mit ihren Freunden zusammen zu sein, Probleme ohne die Erwachsenen zu lösen und Abenteuer zu erleben, die sie zu Hause niemals erlebt hätten. Trotzdem ist die Schule ein Ort der Geborgenheit, der Schutz bietet, wenn es sein muss.


Wie würden Sie die Arbeit in einem Autor*innenteam beschreiben?

Schreiben im Team ist eine wirkliche Herausforderung. Der Vorteil ist, dass man zusammen viel mehr Ideen hat - und wenn es bei einem mal hakt, weißt die nächste weiter. Meinungen werden gelegentlich heftig diskutiert. Es wird nie langweilig. Unser Buch konnte eben nur so entstehen.


Wird es eine Fortsetzung geben?

Auf jeden Fall! Wir schreiben schon längst an Band zwei.


Interview: Literaturtest, 2018
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Ulrich Hub: Das letzte Schaf

In dieser Nacht ist für die kleine Schafherde alles anders: Anstatt dicht aneinander gekuschelt süße Schafsträume zu genießen, sind alle putzmunter. Die Wiese ist hell erleuchtet von einem seltsamen Stern. Und dann sind auch noch die Hirten weg. Ob mit Zahnspange, Gipsbein oder Augenklappe - jetzt müssen alle Schafe zusammen halten. Denn gemeinsam machen sie sich auf, ihre Hirten zu finden und dieses rätselhafte Kind, von dem alle erzählen.

Was?

Die Weihnachtsgeschichte gibt es doch schon in allen erdenklichen Varianten, denkt man. Doch wer denkt an die Schafe? Ulrich Hub hat eine herrlich warmherzige und urkomische Erzählung über Freundschaft und Mut daraus gestrickt. Die Botschaft ist geblieben: Habt keine Angst!

Wie?

Die Geschichte sprudelt über an verrückten Ideen und absurden Situationen. Jedes Schaf hat eine schwierige Eigenheit, die sich irgendwann als Vorteil erweist. Einfach niedlich! Die großen und kleinen Farbillustrationen sorgen für Atmosphäre und zusätzliche Pointen.

Für wen?

Das Buch wird für Kinder ab acht Jahren empfohlen. Es eignet sich also für gewitzte Kids im Erstlesealter schon zum Selbstlesen. Zum ganz großen Spaß wird es aber erst vorgelesen - zum Beispiel als alternative Variante der gemeinsam erlebten Weihnachtsgeschichte an einem Adventsnachmittag oder dem Heiligen Abend. Gesungen wird hier übrigens auch gemeinsam.

Von wem?

Ulrich Hub, geboren in Tübingen, wurde in Hamburg zum Schauspieler ausgebildet. Diesen Beruf hat er längt durch den des Autors und Regisseurs ersetzt. Neben Stücken und Drehbüchern für Erwachsene schreibt er - mittlerweile in Berlin - erfolgreiche Kinderbücher wie "Füchse lügen nicht" oder "Ein Känguru wie du". Mit "An der Arche um Acht" landeten er und der Illustrator Jörg Mühle einen Bestseller. "Das letzte …mehr
Autorenporträt
Ulrich Hub wurde in Tübingen geboren und absolvierte in Hamburg eine Schauspielausbildung. Er arbeitet als Regisseur an verschiedenen Theatern, schreibt Stücke und Drehbücher und zählt zu den wenigen Autoren, die sich sowohl im Erwachsenen- als auch im Kindertheater einen Namen gemacht haben. Der vielfach ausgezeichnete Autor lebt in Berlin.
Interview mit Ulrich Hub zu "Das letzte Schaf"

"Die Botschaft: Seid netter zueinander und habt keine Angst!"

Mit "An der Arche um Acht" hatten Sie internationalen Erfolg. Nun haben Sie sich an eine Neuinterpretation der Weihnachtsgeschichte gewagt. Ist Ihnen denn gar nichts heilig?

Ulrich Hub
: Alles, was heilig sein soll, ist mir immer ein bisschen suspekt. Viel wichtiger ist mir Respekt - gegenüber Menschen und Tieren. Die Bibel steht in meinem Bücherregal neben Märchen aus Tausendundeiner Nacht, griechischen Mythen und den Märchen der Brüder Grimm.

Welche biblische Story würden Sie gern als Nächstes erzählen?

Ulrich Hub
: Darüber habe ich bisher noch nicht nachgedacht. Vor Jahren habe ich Lessings "Nathan der Weise" für Kinder bearbeitet. Vielleicht wird das mein nächstes Buch. Religionskonflikte gab es schon immer, und die einzige Hoffnung ist, dass Kinder es besser machen - wenn sie nicht beeinflusst werden.


Die Weihnachtsgeschichte erzählen Sie aus der Perspektive der am wenigsten beachteten Beteiligten: der Schafe. Was lernen wir aus diesem Blickwinkel?

Ulrich Hub
: Bei der Lektüre soll man nichts lernen, sondern erst einmal unterhalten werden - im besten Fall kann man etwas erfahren, was man vorher noch nicht gewusst hat. Ich bin kein religiöser Mensch, aber gegen die Botschaft von Jesus kann man keine Einwände haben: Seid ein bisschen netter zueinander, verzeiht euren Feinden und habt keine Angst.

Es geht um eine kleine Herde - die Anzahl soll hier nicht verraten werden - aus ganz unterschiedlichen Charakteren. Haben Sie ein heimliches Lieblingsschaf? Ist es das letzte Schaf, die Titelfigur?

Ulrich Hub
: Ich mag die Schafe als Gruppe. Das eigentliche Ereignis haben sie verpasst, weil sie immer auf irgendein Schaf warten mussten, aber die Botschaft haben sie trotzdem verinnerlicht - vielleicht aus reinem Zufall: Sie haben ihre Furcht überwunden, sind einfach mutig losmarschiert und haben sogar den Letzten mitgenommen.

Wie kam es ursprünglich zur Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Illustrator Jörg Mühle? Sind Sie inzwischen ein eingespieltes Team?

Ulrich Hub
: Diese Idee kam von meiner ersten Lektorin und ich bin immer noch sehr froh darüber. Jörg Mühle bekommt die ersten Textentwürfe von mir und fängt erst einmal an zu zeichnen. Wir treffen uns während der Arbeit einmal, telefonieren gelegentlich, aber mischen uns nicht gegenseitig ein.

Als Autor und Theaterregisseur sind Sie sehr erfolgreich. Stehen Sie manchmal noch selbst als Schauspieler auf der Bühne? Falls nicht: Vermissen Sie es?

Ulrich Hub
: Bei meinen Lesungen nutzt mir die Erfahrung, auf einer Bühne gestanden zu haben, immer noch. Ich bin eigentlich ganz froh, nicht mehr Schauspieler zu sein, aber ich kann mich in deren Situation noch gut hineinversetzen - und das hilft mir bei der Arbeit am Theater. Niemals würde ich Schauspieler dazu zwingen, etwas gegen ihren Willen zu tun. Das machtnur wenig Sinn und überhaupt keinen Spaß.

Interview: Literaturtest, 2018
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Megawissen. Natur
Ein Leguan scheint aus dem gestanzten Cover von "Megawissen. Natur" zu springen. Wer ihm folgt, erlebt ein Feuerwerk an Naturwissen. Wann entstand das Leben? Wie entwickelten sich aus den ersten Organismen vielfältigste Lebewesen? Welche Tiere haben die außergewöhnlichsten Fähigkeiten? - Dieses Naturlexikon erklärt nicht nur alles, was kluge Köpfe über die Pflanzen- und Tierwelt wissen wollen, sondern versetzt immer wieder ins Staunen - mit doppelseitigen Fotografien von Fischschwärmen und Leuchtkäfern oder Close-ups von Geckozehen und Gürteltierpanzern. Alle Phänomene werden im Zusammenhang mit verständlichen Texten und Grafiken anschaulich. Schauen, lesen, verstehen!

Was?
In zehn großen Kapiteln wird ein Bogen von den Grundlagen des Lebens über Mikroorganismen und Wirbellose bis zu den diversen Tierarten und ihren Lebensräumen gespannt. Anhand einzelner Tiere wird an grundlegende Themen wie Wahrnehmung, Fortbewegung, Verständigung oder Vermehrung herangeführt. Ausgehend von atemberaubenden Bildern wird so Seite für Seite wissenschaftliche Neugier geweckt.

Wie?
So viel geballtes Wissen braucht eine angemessene Form: Das "Megawissen" kommt im Megaformat! Es ist rund 30 mal 26 Zentimeter groß, 360 Seiten stark und über zwei Kilo schwer. Mit mehr als 1000 Farbfotografien auf edlem mattem Bilderdruckpapier eignet sich "Megawissen. Natur" auch als Coffee Table Book - da wäre es das klügste seiner Art.

Für wen?
Stauen, lesen und lernen können hier nicht nur wissbegierige Kinder ab acht Jahren, sondern auch ganze Familien und alle anderen Naturbegeisterten. Ein Buch, das bestimmt alle immer wieder gern zur Hand nehmen werden.

Von wem?
Das "Explanatorium of Nature" - so der englische Originaltitel - entstand in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Beratern und Forschungseinrichtungen. Hinter dem Buch stehen eine …mehr
Kinderbücher zum Thema "Natur"

Mit dem Naturlexikon "Megawissen. Natur" können kleine Nachwuchsforscherinnen und -forscher viele Stunden verbringen. Bei manchen Kapiteln bleiben sie vielleicht immer wieder hängen - nämlich bei Themen, über die sie noch mehr wissen wollen. Daher haben wir im Folgenden unsere Buchempfehlungen zu Lieblingsthemen rund um den Bereich Natur und Tiere zusammengestellt.

Wer sich für die Größten, Stärksten oder auch Kleinsten begeistern kann, findet im selben Verlag, also bei Dorling Kindersley, zum Beispiel die "Super"-Reihe. Hier werden die Superlative der Tierwelt vorgestellt: Das Spektrum reicht von "Superinsekten" über "Superhaie und andere Tiere der Ozeane" bis zu "Superstarke Bakterien" und zeigt, wie verschieden "Supertiere" sind.

Wer es ruhiger mag und gern dem Rauschen der Blätter lauscht, kann sich über viele neue Titel zum Thema Wald freuen. Hier gibt es für jede Altersgruppe etwas. Das augenzwinkernd erzählte Bilderbuch "Bäume" von Piotr Socha Gutowski Wojciech vermittelt schon Fünfjährigen Naturbewusstsein.

Bestsellerautor Peter Wohlleben fragt Erstleser in den liebevoll gestalteten Büchern "Hörst du, wie die Bäume sprechen?" und "Weißt du, wo die Baumkinder sind?". Seine originellen Fragen beantwortet er dann natürlich kindgerecht. Dabei kommt viel Überraschendes zutage.

Mit Naturführern aus dem KOSMOS-Verlag wird der Waldspaziergang zur Forschungsreise: von "Welcher Baum ist das?" über den Allrounder "Tier- und Pflanzenführer" bis zum Insektenbuch "Was krabbelt da?".

Und wer ganz andere Themen entdecken will, findet zum Beispiel in der großen "Was ist was"-Reihe von Tessloff garantiert neue Ideen: Wie spannend sind "Ameisen und Termiten"?. Wer kann in "Polargebieten" überleben? Und von dort ausgehend lassen sich wieder andere Welten entdecken. Denn die Geheimnisse der Natur sind unendlich ...
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Suza Kolb: Die Haferhorde - Eins, zwei, Ponyzei!

"Eins, zwei, Ponyzwei, drei, vier, Katzentier, fünf sechs, Hühnerklecks, sieben, acht, Bruno wacht, neun, zehn, Dieb gesehen!" - Hühner werden ja allgemein unterschätzt. Im neuen Band der "Haferhorde" kann das Federvieh nicht nur dichten, sondern auch einen Dieb fangen. Auf dem Blümchenhof ist nämlich eine Spardose gestohlen worden. Um das Zeltlager seiner Lieblingszweibeiner zu retten, wird das Pony Schoko zum Kommissar. Zur Hilfe kommen alle Tiere des Hofs.

Was?

"Die Haferhorde" ist die vielleicht lustigste Pferdebuchreihe. Tiernamen wie Gräfin, Amalie oder Keks lassen ahnen: Vom Pony über die Katze bis zum Huhn haben die Vierbeiner alle ihre liebenswerten Eigenheiten. Auch die Kinder sind ganz verschieden. Zwischen den Kids vom Blümchenhof und der reichen Familie von Donnerbalken gibt es durchaus Spannungen. Und wer kann schon die Feriengäste einschätzen? Doch als die Sommerferien durch einen Diebstahl in Gefahr geraten, müssen alle zusammen den Fall lösen.

Wie?

Die miteinander streitenden Tiere, Wortschöpfungen wie "obermohrübenlustig" und eine turbulente Handlung, in der sich die Kinder auch mal als Amazonen verkleiden: Suza Kolb erzählt mitreißend lebhaft. Ergänzt wird diese Erzählkunst durch die Illustrationen von Nina Dulleck; von ihr stammen der kunstvolle Einband, die pointierten Bilder und putzigen Vignetten. Wie dekorativ Karotten sein können!

Für wen?

Nicht nur kleine Pferdefans, sondern alle tierliebenden Kinder ab acht Jahren werden hier ihren Spaß haben. Da es in "Die Haferhorde" eher am Rande ums Reiten geht, kommt beim Vorlesen oder Selbstlesen garantiert keine Langeweile auf.

Von wem?

Suza Kolb liebt es schon ihr Leben lang, Geschichten zu erzählen. Irgendwann hat sie angefangen, diese in Bücher zu packen. Besonders tierische …mehr
Autorenporträt
Suza Kolbs Welt ist von Kindesbeinen an die der Pferde und Ponys. Inzwischen ist sie selbst Pferdebesitzerin und -ausbilderin und überzeugt davon, dass "Pferdisch" gar nicht so schwer zu verstehen ist man muss nur genau hinschauen, dann verraten uns die Vierbeiner ganz deutlich, was sie denken und fühlen.
Interview mit Suza Kolb zu "Die Haferhorde - Eins, zwei, Ponyzei!"

Frau Kolb, auf Ihrer Website ist zu lesen, dass Sie schon mit neun Jahren begannen, Geschichten zu schreiben. Aber seit wann sind Sie Pferdefan?

Suza Kolb
: Pferdefan bin ich ebenfalls schon so lange. Mit neun Jahren habe ich meine ersten Ferien auf einem Reiterhof verbracht, und seitdem sind Pferde ein wichtiger Teil meines Lebens: als Freunde, Familienmitglieder und Sportpartner.

Wie sind Sie zu den sprechenden Reittieren Schoko, Keks und Co. gekommen?

Suza Kolb
: Tiere reden mit uns, aber nicht nur über ihr "Hü, Hü" oder "Wau, Wau", sondern mit dem ganzen Körper. So schwer ist es gar nicht, die Tiersprache zu lernen. Eine Freundin von mir hat mehrere Ponys. Denen muss man nur ins Gesicht schauen, da sieht man den Schalk aus den Augen blitzen. Und sie stellen ständig Blödsinn an, im Ausbüxen sind sie Meister. Die wenigsten Abenteuer der Haferhorde sind ausgedacht, viele haben tatsächlich stattgefunden! Die Ponys selbst sind erfunden, ihre Charaktere sind Ponys und Pferden "entliehen", die ich kannte oder kenne.


Mit "Eins, zwei, Ponyzei!" erscheint nun das elfte "Haferhorde"-Abenteuer. Was sollten Neueinsteiger in die Welt vom Blümchenhof wissen?

Suza Kolb
: Das Pony Schoko ist stets zu Abenteuern bereit und seine Freunde Keks und Toni sowie der Hund Bruno sind natürlich mit von der Partie. Seit Band 8 ist auch die Tochter der Gräfin, das Finchen, dabei. Wenig begeistert von den Ponys und ihren Flausen unter den Haarschöpfen sind die vornehme Stute Gräfin und ihre Freundinnen, die Hühnerdamen sowie die Katze Amalie. Ole, der Boss der Vierbeiner, bemüht sich stets um Ordnung, doch oft vergeblich. Die Zweibeiner spielen eher eine Nebenrolle in den Geschichten, auch wenn die Ponys natürlich ihre Lieblingszweibeiner haben und mit ihnen gerne volle Mohrrübe über den Feldweg pesen oder bei der Ladenfrau im Dorf Eis essen gehen.

Im neuen Band kommt eine Gelddose abhanden. Nicht nur anhand dieses "Kriminalfalls" thematisieren Sie soziale Unterschiede und Anderssein. Warum, würden Sie sagen, ist es wichtig, dies in einem Kinderbuch aufzugreifen?

Suza Kolb
: Es ist wichtig, weil Kinder schon ganz früh auf sogenannte soziale Unterschiede und vor allem auf Vorurteile stoßen. Das passiert bereits im Kindergarten. Sie sollten deshalb genauso früh erfahren, wie sie damit umgehen können. Mit entsprechenden Vorbildern für diesen Umgang in Geschichten, die sie mögen, gelingt das meiner Meinung nach sehr gut und wunderbar spielerisch. Und: Tatsächlich gibt es viele Parallelen zwischen der Tier- und der Kinderwelt. Bei den Tieren gibt es ebenfalls beste Freundschaften und den Zusammenhalt von "Familien" (auch gebildet durch unterschiedliche Tierarten), genauso wie Arroganz gegenüber anderen oder gar Ausgrenzung wegen eines "Andersseins".

Wie kommen Sie auf die immer wieder neuen aberwitzigen Titel Ihrer Bücher? Oder ist hier der Verlag am Werk?

Suza Kolb
: Leider bin ich gar nicht gut in Sachen "Titelfindung". Das Lob gebührt dem Verlag. Es ist großartig, auf was für Ideen das Team kommt, ich bin ebenfalls sehr begeistert!

Für die "Haferhorde"-Bände gestaltet die Illustratorin Nina Dulleck kunstvolle Einbände, poinierte Bilder und putzige Vignetten. Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Ihnen beiden?

Suza Kolb
: Unsere Lektorin spricht die Illustrationen in der Regel mit Nina Dulleck ab. Ab und zu werde ich um Rat gefragt. Ich bin übrigens sehr glücklich darüber, wie Nina Dulleck die Haferhorde zum Leben erweckt hat. Es ist einfach perfekt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Nina Dulleck und mir besteht auf den Buchmessen in puncto Lesungen; da treten wir zumindest in Frankfurt immer gemeinsam auf und das funktioniert großartig!

Neben dem neuen Haferhorde-Abenteuer ist auch das Haferhorde-Weihnachtsbuch erschienen: Rätsel, Geschichten und Bastelideen. Womit sorgen Sie in Ihrer Familie für Adventsstimmung?

Suza Kolb
: Ich liebe die gemütliche Adventszeit! Als meine Kinder noch klein waren, haben wir gemeinsam gebastelt, gebacken und gespielt. Es war mir wichtig, diese Zeit mit ihnen zu genießen und Raum für Gemütlichkeit und Gemeinsamkeit zu schaffen. Jetzt tun wir das in den Weihnachtstagen, wenn alle da sind. Basteln wollen meine großen Jungs natürlich nicht mehr, aber spielen und Kekse essen - das tun sie immer noch sehr gern!

Interview: Literaturtest, 2018
Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf - Hexe Lilli macht Zauberquatsch
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  • KNISTER, Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf - EUR 9,99
  • Knister, Hexe Lilli macht Zauberquatsch - EUR 9,99

Preis in Euro, inkl. MwSt. und vom Verlag festgesetzt.
Erscheint vor. Januar 2019

Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf - Hexe Lilli macht Zauberquatsch

Hexe Lilli stellt die Schule auf den Kopf

Hilfe, der Schulrat kommt! Hexe Lilli hat die supergeniale Idee, ihrer Lehrerin ein wenig beim Probeunterricht zu helfen. Na, so einen verrückten Schultag hat die Klasse noch nicht erlebt!

Hexe Lilli macht Zauberquatsch

Mit ihrem Hexenbuch stellt Lilli alles auf den Kopf! So auch diesmal, als sie auf die Idee kommt, Märchenfiguren lebendig zu zaubern. Blöd nur, dass dieser Hans im Glück die Sache mit dem Tauschen nicht kapiert. Was soll Lilli jetzt mit dem Pferd in Omas Wohnung machen?
Autorenporträt
KNISTER

ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautoren.

Nach seinem Studium arbeitete KNISTER zunächst als Musiker und Komponist für Funk und Fernsehen. Seit 1978 schreibt er Bücher, Drehbücher und Theaterstücke. Sein Gesamtwerk hat eine weltweite Auflage von über 27 Millionen erreicht. In fast 50 Sprachen wurden KNISTERs Bücher übersetzt. Vier seiner Bücher wurden sogar auf die Kinoleinwand gebracht.

Seine zauberhafte Kinderbuchfigur "Hexe Lilli" ist Star auf Theater- und Musicalbühnen und läuft auch als TV-Zeichentrickserie.

KNISTER lebt und arbeitet in Wesel am beschaulichen Niederrhein und im sonnigen Spanien.

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