Kinderbuch des Monats
Unsere Kinderbuch-Redaktion stellt Ihnen hier jeden Monat das bücher.de Kinderbuch des Monats vor. Wir prüfen Kinderbücher für Leser von 0 bis 12 Jahren und nehmen jeden Monat ein Buch genauer unter die Lupe. Mit dem bücher.de Kinderbuch des Monats erhalten Sie einen genauen Einblick in unseren Liebling des Monats.
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Groß, größer, am größten



Super, mega, riesig: Dieses Buch bietet von allem nur das Gigantischste und Außergewöhnlichste. Im beeindruckenden Sonderformat nimmt "Groß, größer, am größten" Kinder zwischen vier und sieben Jahren mit auf eine bunte Reise um die Welt, führt zu Naturextremen, weit zurück in die Geschichte und mit Zukunftstechnologien bis ins Weltall. Die detaillierten Illustrationen von Peter Nieländer und die verspielten Klappen - beides Markenzeichen der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" - regen die Fantasie und den Entdeckergeist an.



Was?



Rekorde machen Eindruck und Neugier auf ganz unterschiedliche Bereiche: Unvorstellbar große Gebäude gibt es aus der Gegenwart und aus vielen früheren Jahrhunderten: Pyramiden, Kathedralen, die Chinesische Mauer. Die größten Fahrzeuge bewegen sich auf Baustellen, durch Flüsse und Meere, durch die Luft und durch den Weltraum. Nach den Errungenschaften der Menschheit wird es erst richtig atemberaubend: Dinosaurier überboten sich gegenseitig an Größe und noch heute sind die Ozeane von gigantischen Walen bevölkert. Aus Meerestiefen geht es in schwindlige Höhen, auf den Mount Everest.

Gleich am Anfang wird gezeigt, dass nicht alles was "mega" heißt, auch mega gut ist: In vielen Megastädten befinden sich nicht nur riesige Wolkenkratzer, sondern, in erschreckender Nähe, auch trostlose Slums. Hier und an anderer Stelle wird also neben dem Staunen auch ein kritischer Blick angeregt.



Wie?



Neben dem Riesenformat von etwa 35 mal 42 Zentimetern mit Ringbindung, fallen die dicken Pappseiten auf: Der Grund dafür sind mal mehr, mal weniger versteckte Klappen auf allen Seiten. Hinter ihnen verbirgt sich manchmal eine Parallelwelt, die den Blickwinkel auf das Dargestellte verschiebt und zusätzliche Informationen bereithält. Die Klappen bringen Bewegung in die Bilder: Ein Wal springt aus …mehr

Autorenporträt
Peter Nieländer, geb. 1969 in Lüdinghausen, hat Grafik-Design studiert, ist Vater von drei Söhnen und wohnt mit seiner Familie in Münster. Seit vielen Jahren arbeitet er für Werbeagenturen und Verlage. In der Ravensburger Erfolgsreihe 'Wieso? Weshalb? Warum?' ist er inzwischen einer der Stammillustratoren und hat hier unter anderem den Piraten, dem Weltraum und dem Fußball zeichnerisches Leben eingehaucht. 'Die kindliche Neugier zu unterstützen' ist ihm sehr wichtig. So versucht er einen möglichst detaillierten und spannenden Blick auf die jeweiligen Themen zu zeigen, der freundlich und spielerisch die Kinder zum Entdecken einladen soll.

Interview mit dem Illustrator Peter Nieländer zu "Groß, größer, am größten" (Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?")



Das neue Riesenbuch "Groß, größer, am größten" hat ein Format von mehr als 40 x 35 Zentimetern. Für welche gestalterischen Ideen hatten Sie hier mal so richtig Platz? Was war hier möglich, was in kleineren Formaten nicht geht?



Peter Nieländer: Das war wirklich eine sehr reizvolle Herausforderung, denn auf einem solchen Format hatte ich noch nicht gearbeitet. Schon vom Handling der großen Papierbögen über das Anmischen der größeren Farbmengen, die größeren Pinsel für die größeren Flächen usw. - echtes Neuland! Gleichzeitig ermöglicht das großzügige Format noch mehr Konzentration auf Details in den Darstellungen. Es kann also der "Zoom" noch schärfer gestellt werden oder aber man geht auf große, panoramaartige, opulente Ansichten. Auf diese Weise entstehen große Bilderwelten oder fast Bühnenbilder, in die man regelrecht eintauchen kann. Gerade dem etwa vier bis sieben Jahre alten Publikum kann man im besten Fall das Gefühl vermitteln, Teil des Gezeigten zu sein.



Auch im Großformat hat das Buch natürlich seine physischen Grenzen: Wo mussten Sie sich bei der Gestaltung einschränken?



Peter Nieländer: Ein bestimmtes Format und vor allem die technischen Vorgaben für die Klappen sind an sich schon eine Begrenzung, selbst in dieser Größe. Mit dem Mehr an Fläche und an Möglichkeiten muss man erst einmal umgehen lernen - um sich dann doch wieder zu reduzieren. Das bedeutete auch mehr Arbeit, wobei mir natürlich auch zeitliche Grenzen gesetzt werden. Insofern bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden!



Das Buch mit Rekordhaltern aller Gebiete verbindet im Unterschied zu anderen Titeln der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" sehr viele verschiedene Themen. Es geht weit in die Geschichte, umspannt die ganze Welt, führt sogar ins Weltall. War das Buch daher eine besondere Herausforderung?



Peter Nieländer: Jedes Buchprojekt ist eine neue Herausforderung. Es ist natürlich immer schade, dass es nur eine Auswahl der "großen Themen" in das Buch geschafft hat, aber, wie oben schon erwähnt, verleitet ein solches Format dazu, es bildlich und inhaltlich zu überfrachten. Andererseits bietet gerade die abwechslungsreiche Themenauswahl die Möglichkeit, neue Einblicke und Ansichten zu zeigen, die im kleineren Format nicht so deutlich gezeigt werden können.



Baustellen, Fahrzeuge, Technik: Vieles in "Groß, größer, am größten" erinnert eher an typische "Jungsthemen". Gleichzeitig sind Abenteuer, Reisen durch Raum und Zeit natürlich auch für alle Kinder spannend. Spielt diese Unterscheidung für Sie eine Rolle? Wie versuchen Sie beim Arbeiten Jungs und Mädchen anzusprechen?



Peter Nieländer: Sicherlich! Ich bin Vater von drei Söhnen und irgendwie auch selbst noch ein großer Junge. Da ist eine gewisse Affinität zu sogenannten "Jungsthemen" wohl nicht abzustreiten. Das kindliche Interesse an speziellen Themen wird durch das Elternhaus, Freunde, Kita und auch durch das Geschlecht geprägt - obwohl es manchmal so wirkt, als wäre die Sache mit den "Autos und Dinos" gegenüber "Ponys und Prinzessinnen" genetisch bedingt. Zum Glück gibt es da Ausnahmen und ich freue mich über alle Kinder ? und Erwachsene ?, die ich mit meinem Interesse für diese Themen erreichen kann.



Können Sie einmal - auch für unser junges Publikum - skizzieren, wie ein typischer Tag eines Kinderbuchillustrators abläuft? Womit arbeiten Sie als Zeichner?



Peter Nieländer: Das ist sehr verschieden, und der Job ist schwer zusammenzufassen. Natürlich arbeite ich täglich mit dem Computer. Dort lese und beantworte ich E-Mails oder suche nach Infos und Bildern für bestimmte Themen. Ich blättere gern in Büchern und Zeitschriften. Wenn ich ein inhaltliches Konzept zu einem Buchprojekt entwickelt habe, fange ich mit den Ideenskizzen an - und zwar klassisch mit dem Bleistift auf Papier. Die Skizzen werden dann dem Verlag geschickt und mit ihm besprochen. Nach der ersten Korrekturphase fange ich mit den Feinskizzen in Originalgröße an. Die müssen so genau sein, dass die Herstellung im Verlag prüfen kann, ob das auch technisch alles möglich ist. Da müssen die Klappen und der Platz für den Text berücksichtigt werden. Wenn dann alles genehmigt wurde, beginne ich mit den Reinzeichnungen: Zunächst zeichne ich die Umrisslinien der Skizze mit einem feinen Tuschestift auf dickes Aquarellpapier durch. Anschließend koloriere ich mit Aquarellfarben und einigen Buntstiftstrichen. Im Grunde halte ich etwa die Hälfte der Arbeitszeit einen Stift oder Pinsel in der Hand.



Sie haben viele Titel der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" illustriert. Haben Sie für die Reihe einen speziellen Stil entwickelt? Arbeiten Sie hier anders als bei anderen Projekte?



Peter Nieländer: Mein Illustrationsstil für die W?W?W?-Bücher hat sich von selbst entwickelt, das heißt, er hat sich durch die Themen der Bücher entwickelt. Zum einen sollte der Blick auf die Themen möglichst realistisch und detailliert sein. Zum anderen war eine gewisse Vereinfachung nötig. Außerdem wollte ich sympathische und zeitgemäße Charaktere zeichnen. So bin ich bei dieser recht klassischen Technik gelandet. Bei anderen Jobs zu anderen Themen kann das sehr variieren. Zu manchen passt ein emotionalerer Strich viel besser. Grundsätzlich liegt mir die Zeichnung mehr am Herzen als die gemalte Fläche.



Sie sind vor allem für Ihre Illustrationen von Kinder- und Jugendbüchern bekannt, arbeiten aber auch für Werbeagenturen und Zeitschriften. In welcher dieser Welten liegt Ihnen mehr?



Peter Nieländer: Weil die Buchprojekte sehr arbeits- und zeitintensiv sind, arbeite ich mittlerweile nur noch selten für Werbeagenturen oder Zeitschriften. Meist sind die Jobs dort sehr kurzfristig auszuführen und lenken mich daher zu sehr von den Verlagsprojekten ab. Außerdemfinde es viel schöner und nachhaltiger,ein Buchzu illustrieren, welches im Idealfall einige Jahre auf dem Markt bleibt und vielen Kindern Freude bereitet.



Nach all den Jahren als Illustrator - haben Sie noch persönliche Vorbilder in Ihrem Metier? Oder gibt es ein bestimmtes Buch, vielleicht einen Klassiker, der Sie immer wieder inspiriert?



Peter Nieländer: Inspiration und Motivation bekomme ich vor allem durch meine Jungs. Ich bin sehr nah an der Zielgruppe und erlebe täglich, welche Themen Kinder interessieren. Natürlich interessiere ich mich auch für darstellende Kunst, Film und Literatur. Ich besuche Ausstellungen, so oft es geht, und beobachte gerne den Buch- und Illustrationsmarkt. Heiß geliebte Bücher meiner Kindheit und sicherlich echte Klassiker sind die "Wimmelbücher" von Ali Mitgutsch: großartige Entdeckungsreisen, voller Witz und Spannung!

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David McKee: Elmar und der Ohrwurm


Der bunteste Elefant der Welt hat ein neues Abenteuer erlebt. Diesmal geht es um eine eigentlich lustige Angelegenheit, die manchmal doch ganz schön nerven kann: Ohrwürmer. David McKee hat nicht nur erneut eine herzerwärmende Bildergeschichte für Jung und Alt geschrieben - er hat tatsächlich einen praktischen Tipp gegen die leidigen Ohrwürmer auf Lager ...

Was?

Als Elmar im Wald unterwegs ist, trifft er das Elefantenmädchen Rosa, das eine Melodie summt - und schon hat Elmar einen Ohrwurm. Auf dem Weg zu den anderen Tieren stellt er fest, dass alle, denen Rosa begegnet ist, dasselbe Lied summen. Und wer es noch nicht kennt, hört es nun von Elmar. Bald bekommt niemand mehr die Melodie aus dem Kopf. Aber Elmar hat eine Idee: Er lenkt alle mit einem Geburtstagsständchen ab. Doch heißt es nicht, Elefanten vergessen nie?

Wie?

Wie alle Titel der Reihe ist auch "Elmar und der Ohrwurm" in expressionistischen Farben und starken Kontrasten gestaltet. Mit schwungvollen Strichen erhält jedes Tier einen ausdruckstarken Charakter, von den herumtollenden Affen bis zum gemütlichen Nilpferd. Auf dem Einband im klassischen Bilderbuchformat sorgt eine Spotlackierung für den besonderen Hingucker.

Für wen?

"Elmar und der Ohrwurm" wird für Kinder ab vier Jahren empfohlen. Die kunstvollen, leuchtenden Bilder und Elmars entwaffnende Persönlichkeit machen die Bücher bei der ganzen Familie beliebt.

Von wem?

Der britische Bilderbuchkünstler und Maler David McKee wurde 1935 in Devonshire geboren und lebt heute in London und Nizza. Bereits als Student verkaufte er seine ersten Cartoons an die Presse, für die er nach dem College regelmäßige Aufträge umsetzte. Sein künstlerisches Talent entfaltete er auf vielen kreativen Feldern. Als Bilderbuchautor entwickelte er mehrere Reihen und …mehr
Porträt: Wer ist eigentlich Elmar?




"Du bist und bleibst ein Schlitzohr, Elmar."



Elmar ist der einzige Elefant, der nicht elefantenfarben ist. Stattdessen ist er kunterbunt kariert. Das Originalbuch "Elmer" (so der englische Name) veröffentlichte David McKee im Jahr 1969. Darin lernt Elmar sein Anderssein nicht nur zu akzeptieren, sondern sich selbst und die Farben zu lieben. In den Geschichten, die seitdem erschienen sind, trifft Elmar auf viele außergewöhnliche Tiere. Durch die kleine Rosa lernt er sogar eine ganze Elefantenherde kennen, die nicht grau, sondern rosarot ist. Zudem lebtElmar im wohl buntesten Dschungel der Welt. Hier gibt es Tiere aller Couleur, die - anders als im wahren Leben - friedlich, ja, freundschaftlich zusammenleben.



Warum Elmar ausgerechnet bunt kariert ist, will sein Erfinder nicht so klar beantworten. Immerhin hat er verraten, dass er damals in den 1960er-Jahren durchaus vom expressionistischen Maler Paul Klee beeindruckt und beeinflusst war. Dieser Hinweis macht Elmar zur Kinderbuchfigur mit dem wohl bedeutendsten Paten.



Mindestens so wichtig wie seine in allen Farben gemusterte Elefantenhaut ist Elmars Persönlichkeit. Zwar ist er ein ausgewachsenes Tier und selbstständig im Wald unterwegs, doch er hat sich ein kindliches Gemüt bewahrt. Mit viel Idealismus und Witz löst er Probleme auf seine individuelle Art. In vielen Geschichten begegnet er Tierkindern, um die er sich liebevoll kümmert. Elmar muss man einfach mögen.



Die Kombination aus einem unverkennbaren Charakter, einer weltoffenen Message und der markanten, kunstvollen Gestaltung hat den Elmar-Büchern zum weltweiten Erfolg verholfen. Mittlerweile gibt es sie in mehr als zwanzig Ländern. Und David McKee hört noch längst nicht auf, neue Abenteuer für den karierten Dickhäuter zu erfinden.

Autorenporträt
David McKee, geb. 1935 in Devonshire, ist freischaffender Maler und international anerkannter Bilderbuchkünstler. Noch am College begann er damit, Cartoons an die Presse zu verkaufen. Heute lebt und arbeitet er in London und Nizza. McKee hat verschiedene Charaktere erfunden und in Bücherserien entwickelt. Die berühmteste und erfolgreiche Figur ist Elmar, der bunt karierte Elefant. Er hat Fans auf der ganzen Welt. Wann David McKee Elmar erfunden hat, weiß er nicht mehr genau. Er kann sich jedoch noch gut daran erinnern, dass er zu dieser Zeit unter dem Einfluss von Paul Klee gestanden hat. Elmar ist damit nicht nur der bunteste aller Elefanten, sondern auch der mit dem berühmtesten Paten. David McKee gilt als künstlerisches Multitalent und hat zahlreiche beliebte Bilderbücher geschaffen.
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Vorsicht, gemeines Gemüse!
"Das verrückte Baumhaus - mit 52 Stockwerken"


Es gibt Neues vom lustigsten Baumhaus der Welt: Im vierten Band der Reihe von und mit Andy und Terry geht das Abenteuer weit über ihr - inzwischen 52-stöckiges - Baumhaus hinaus. Die beiden Freunde müssen eine ganze Reihe von Rätseln lösen: Wie gefährlich ist Gemüse wirklich? Was ist Du-Suppe? Und werden sie ihr neues Buch rechtzeitig abgeben? Ein herrlich absurder Spaß.

Was?
Andy hat Geburtstag und freut sich auf eine Überraschung von Terry. Doch der trainiert lieber seine Ninja-Schnecken. Dann ist auch noch ihr Verleger Mr. Riesennase verschwunden. Und wo ist eigentlich ihre Freundin Jill abgeblieben? Andy und Terry machen sich auf die Suche mit ihrer Hightech-Detektivausrüstung und ihrem Spiegelei-Gefährt ins Gemüsekönigreich. Unterstützung bekommen sie von einer alles, wirklich alles fressenden Raupe und der kämpferischen Gemüse-Gabi.

Wie?
Im ganzen Roman finden sich halb- bis ganzseitige Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Manche Seiten erinnern an einen Comic, andere an ein Wimmelbuch. Sowohl Bilder als auch Texte sprühen vor frechen bis derben Witzen. Auch wegen all der wilden Einfälle fesselt die fantastische Geschichte ganze 334 Seiten lang.

Für wen?
Zielgruppe sind Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren und besonders Fans der Bestsellerserie "Gregs Tagebuch". Durch diverse Anspielungen und ironische Spitzen ist die Reihe auf für Ältere ein Spaß.

Von wem?
Der Autor Andrew "Andy" Griffiths wurde 1961 in Melbourne geboren. Seit den frühen Neunzigerjahren veröffentlicht er Büchern und hat vor allem mit seinen Kinderbüchern viel Erfolg. Daneben ist er Comedyautor.
Der Zeichner Terry Denton, Jahrgang 1950, stammt ebenfalls aus Melbourne und lebt heute mit seiner Familie an der australischen Küste. Nach dem Architekturstudium …mehr
Autorenporträt
Andy und Terry sind die Hauptfiguren in der erfolgreichen Reihe "Das verrückte Baumhaus". Sie leben in einem unglaublichen, sich unendlich ausdehnenden Baumhaus. Hier gibt es zum Beispiel eine Bowlingbahn, einen Swimmingpool, ein Geheimlabor und eine Marshmallow-Wurfmaschine. Zusammen erleben Andy und Terry die wildesten Dinge, über die sie dann gemeinsam Bücher schreiben. Genau genommen schreibt Andy und Terry zeichnet. Doch meist sind sie von all den fantastischen Dingen in ihrem riesigen Baumhaus abgelenkt. Dann bekommen sie einen Videoanruf von Mr. Riesennase, der sie an den Abgabetermin ihres neuen Buchs erinnert.
Andy und Terry sind die Alter Egos des Autors Andy Griffith und des Illustrators Terry Denton. Neben der Baumhaus-Serie haben sie unter anderem die Reihe "Just …" verfasst, die als Vorlage für die international erfolgreiche Fernsehanimationsserie "Typisch Andy!" diente. In Australien ist Andy Griffith längst der erfolgreichste Kinderbuchautor. Hierzulande spricht der Erfolg der Baumhaus-Bücher dafür, dass auch bald so köstlich komische Titel wie "What Bumosaur is That?" oder "The Cat on the Mat is Flat" ins Deutsche übersetzt werden. Die Baumhaus-Serie allein besteht bereits aus neun Titeln.
Andy und Terry sind ein eingespieltes Team - sowohl in der Fantasiewelt als auch im wahren Leben. Sie demonstrieren immer wieder, wie wichtig echte Freundschaft ist. Und das macht ihre Bücher so beliebt - und ihre unendlich verrückten Einfälle natürlich.
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Axel Scheffler & Julia Donaldson: Die hässlichen Fünf

In Afrika leben nicht nur stattliche Löwen und niedliche Erdmännchen. Wer auf Safari geht, dem begegnen vielleicht auch ein krummes Gnu, eine schaurige Hyäne, ein aasfressender Geier, ein Warzenschwein und ein Marabu. Sie gelten als die scheußlichsten Tiere des Kontinents. Julia Donaldson hat ihnen eine lebensbejahende Hymne geschrieben, die Axel Scheffler liebevoll illustriert hat. "Und was sonst nur selten geschieht: Das hässliche Gnu singt ein seltsames Lied."

Was?

Ein wenig erinnert "Die hässlichen Fünf" an die Bremer Stadtmusikanten: Auch hier finden gedemütigte Tiere gemeinsam einen neuen Sinn im Leben. Dabei werden die Themen Hässlichkeit und Ausgrenzung kindgerecht und mit viel Humor behandelt. Bis klar ist: Für Freundschaft und Familie sind Äußerlichkeiten nebensächlich. Mit liebenden Augen betrachtet, hat jedes Tier wahre Schönheit.



Wie?

Text und Illustrationen tragen den unverkennbaren Donaldson-Scheffler-Stil. Im Bilderbuch stehen sich der beschwingte Liedtext, von Salah Naoura gekonnt nachgedichtet, und die farbenfrohen Bilder auf Einzelseiten gegenüber. Durch die Trennung können Savannenszenen im großzügigen Querformat auch für sich wirken.

Für wen?

Das Buch ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Das Vorlesen dauert nicht lang - allerdings wird es nicht beim einmaligen Vorlesen bleiben.

Von wem?

Das Dream-Team Donaldson-Scheffler hatte mit dem "Grüffelo" seinen größten Erfolg - mehr als 3,5 Millionen verkaufte Exemplare weltweit plus Fortsetzungen. Angefangen hat die Zusammenarbeit des Erfolgsduos einst mit "Mein Haus ist zu eng und zu klein". Die gebürtige Londonerin Julia Donaldson lebt als freie Schriftstellerin mit ihrer Familie in Glasgow. Axel Scheffler, ursprünglich aus Hamburg, und seine Familie wiederum …mehr
Autorenporträt
Axel Scheffler, geboren 1957 in Hamburg, Grafikstudium an der Bath Acadamy of Art in England, lebt als Illustrator mit seiner Familie in London. Er veröffentlichte zahlreiche Buchillustrationen, hauptsächlich für Kinder, zeichnet aber auch für Zeitungen und Zeitschriften und gehört heute zu den national und international bedeutendstem Kinderbuchillustratoren. Zu seinen beliebtesten Bilderbüchern zählt der weltberühmte Grüffelo und das Grüffelokind. Der Grüffelo wurde mit dem britischen Smarties-Preis ausgezeichnet.
Interview mit Axel Scheffler

"Die hässlichen Fünf" handelt von den angeblich unansehnlichsten Tieren ganz Afrikas. Wie haben Julia Donaldson und Sie diese Auswahl getroffen?

Julia Donaldson war letztes Jahr in Südafrika auf Safari. Es gibt dort den Begriff der "ugly five" [so auch der Originaltitel]. Das heißt, sie musste gar keine Auswahl treffen und sie wurde so zu dem Text inspiriert.

Warum haben Sie für das Titelblatt im Buch fünf Flamingos gewählt? Sind sie die schönsten Tiere Afrikas?

Irgendwas musste auf die Titelseite und ich wollte nicht noch einmal die hässlichen Fünf zeichnen. Um ehrlich zu sein, fiel mir die Diskrepanz zwischen Bild und Überschrift erst hinterher auf. Jetzt finde ich das eigentlich ganz lustig und reizvoll. Man soll sich ein wenig Gedanken machen: Was ist eigentlich schön und was ist hässlich und warum? Dann findet man schnell heraus, dass die Flamingos nicht die hässlichen Fünf sind.

Anders als bei Ihrem berühmten Grüffelo, einem monströsen, aber liebenswerten Fantasiewesen, gab es hier ganz reale Vorbilder für die Hauptfiguren. Wie finden Sie die Balance aus einer naturgetreuen Darstellung und der Charakterzeichnung von fünf individuellen Tieren?

Wir hatten überlegt, ob die Tiere vielleicht noch übertrieben hässlich gezeichnet werden könnten, also fast als Karikatur. Aber zum einen entspricht das nicht meinem Stil, zum anderen wollte ich gern, dass die Fünf gewissermaßen ihre Würde behalten. Ich bemühe mich zwar immer um einen gewissen Naturalismus, aber die Tiere werden dann doch zu "meinen" Tieren. Ich ärgere mich immer über anatomische Fehler in der Darstellung, dabei trägt die Imperfektion vielleicht zum Reiz der Bilder bei.



Wie arbeiten Sie generell bei Kinderbuchillustrationen? Wie lang ist in etwa der Prozess von Idee, Recherche, Entwürfen und Reinzeichnung?

Ich beginne damit die Hauptfiguren zu skizzieren. Die Recherche in Büchern und natürlich auf Google geht relativ schnell. Dann skizziere ich die Bilder in zwei bis drei Durchgängen. Danach kommen detaillierte, größere Skizzen - nach Abstimmung mit Lektorin und Autorin. Dann mache ich mich an die Reinzeichnung in flüssigen Wasserfarben, Tusche, Buntstiften und etwas weißer Gouache. Das Ganze hat bei "Die hässlichen Fünf" etwa fünf bis sechs Wochen gedauert. Ich war spät dran und es sind diesmal nur halbe Doppelseiten.

Trotz all der in Text und Bild belegten "Mankos": Welches der Tiere ist Ihr persönlicher Favorit?

Der Marabu. Ich sah Marabus im Zoo in Frankfurt und Paris. Ihr weiser, nachdenklicher Ausdruck war mir sympathisch.

Im Buch beginnt das Gnu ein Lied, bei dem nach und nach alle einstimmen. Hatten Sie eine Melodie im Kopf bei der Arbeit?

Nein, die Tiere haben nicht in meinem Kopf gesungen. Erst nach der Veröffentlichung. Denn Julia hat tatsächlich zu jedem Text einen Song.

Am Ende des Buches werden noch andere afrikanische Tier-Quintette vorgestellt: Istdenn eine Fortsetzung denkbar, zum Beispiel über "Die scheuen Fünf"? Oder können wir uns vielleicht schon auf ein anderes Buch von Ihnen und Julia Donaldson freuen?

Das entscheidet allein die Autorin, aber wahrscheinlich kommt erst einmal ein anderes Thema. Mein Plan ist es, nicht jedes Jahr ein Bilderbuch mit Julia zu machen. Aber sie macht sich wohl schon Gedanken, die sie nicht mit mir teilt, worum es dann 2019 gehen könnte ...

Interview: Literaturtest

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Jo Pestum: Eine diebische Weihnachtsbescherung. Ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln

Mit seinen Kinderkrimis, die gleichzeitig Adventskalender sind, hat Jo Pestum ein Erfolgskonzept entwickelt, das unzählige Nachahmer gefunden hat. Adventskalenderbücher zum Vorlesen und Selbstlesen sind längst der Klassiker zur Vorweihnachtszeit. Nun erscheint bereits der 17. Band von Jo Pestums Weihnachtskrimis. "Eine diebische Weihnachtsbescherung" dreht sich um einen Pferdehof, von dem das schönste Tier gestohlen wurde. Wie immer werden Kinder beim Lesen animiert, bei der Lösung des Falls mitzurätseln.

Was?
Laura und ihr großer Bruder Manuel halten immer zusammen. Doch Anfang Dezember versetzt er seinen besten Freund und ist verschwunden. Natürlich will Laura herausfinden, was passiert ist - ohne dabei ihre Eltern zu beunruhigen. Also sucht sie Hilfe bei Nick und Noah, denen kein Rätsel zu schwer ist. Derweil ist die Polizei im Fall des Pferdediebstahls bei Bauer Jakob ratlos. Doch das junge Detektivteam ist ihr auch hierbei bald eine Nasenlänge voraus...

Wie?
Die 24 Kapitel müssen vor dem Lesen Seite für Seite aufgeschnitten werden. Da die Seiten perforiert sind, geht das Aufreißen ganz ungefährlich mit einem Lineal. Am Ende jedes Abschnitts macht eine Frage neugierig auf den nächsten Tag.
Im ganzen Buch finden sich Illustration in warmen Rottönen, die wie schon in früheren Bänden von Lisa Althaus stammen. Cover und Buchrücken funkeln dank der festlichen Goldfolienprägung.

Für wen?
Die Geschichte wird für Kinder ab zehn Jahren empfohlen. Als Vorlesegeschichten sind die Kapitel ein wunderbares Adventsabendritual.

Von wem?
Jo Pestum ist seit Jahrzehnten einer der bekanntesten deutschen Kinderbuchautoren. Kurz nach Weihnachten 1936 geboren, wuchs er in einer Arbeiterfamilie in Essen auf. Nach Jahren als Redakteur und Layouter …mehr
Autorenporträt
Jo Pestum, 1936 im Kohlenpott geboren, unternahm lange Reisen und jobbte als Bauarbeiter, Barkeeper, Taucher und Trucker. Später arbeitete er als Karikaturist, Chefredakteur und Verlagslektor. Seit 1970 ist er freiberuflicher Schriftsteller und Filmautor, lebt im Münsterland und schreibt Romane, Kinderbücher, Lyrik, Kriminalromane, Drehbücher und Hörspiele.
Drei Fragen zum Thema Advent an Jo Pestum

Herr Pestum, Sie sind für Ihre Weihnachtskrimis berühmt. Dennoch ist zu lesen, Sie würden das Weihnachtsfest gar nicht feiern. War das immer so?
Jo Pestum
: Das ist wahr, ich mache mir aus Weihnachten überhaupt nichts. Als die Kinder klein waren, haben wir das Fest gefeiert. Heute zieht es an mir vorbei.

Mit den Adventskalender-Rätsel-Krimis haben Sie ein wegweisendes Kinderbuchkonzept entwickelt. Wie kam es damals zu der Idee?
Jo Pestum
: Es fing an mit Gesprächen mit dem Arena-Lektorat: Wir merkten, es gibt furchtbar viele Weihnachtsbücher und Adventskalender. Die Frage war, ob nicht eine Kombi von beidem machbar wäre. So kam ich auf die Idee, Krimis mit Adventskalendern zu kombinieren.
Das Schreiben macht mir seitdem unheimlich viel Spaß und den Kindern das Lesen. Bei Lesungen in Schulen freue ich mich sehr über die vielen begeisterten Rückmeldungen der Kinder. Deshalb schreibe ich auch gerade mit sehr viel Freude am Rätselkrimi für den Advent 2018.

Mittlerweile werden Adventskalender mit diversen Süßigkeiten, Spielzeug und vielem mehr angeboten. Warum, glauben Sie, können Adventskalenderbücher weiterhin die Neugier der Kinder wecken?
Jo Pestum
: Ich glaube, dass die Kinder von Süßigkeiten langsam genug haben. Deshalb liefere ich den Kindern Geschichten zum Nachdenken, Knobeln und Spaßhaben im Kopf.

Interview: Literaturtest
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Paul Maar: Das Sams feiert Weihnachten

Für mehrere Generationen ist das Sams schon eine Kultfigur. Mit roten Haaren, Rüsselchen, Trommelbauch und Wunschpunkten hat das kleine Wesen unser Herz erobert. Der Autor Paul Maar, der diesen Monat seinen 80. Geburtstag feiert, lässt das Sams nun zum ersten Mal Weihnachten erleben - zusammen mit Papa Taschenbier, Frau Rotkohl und Herrn Mon. Dazu gibt es Überraschungsbesuch aus der Sams-Welt. Das kann ja nur drunter und drüber gehen!

Was?

Die Geschichte ist zwar nagelneu, spielt aber in einer Zeit, als das Sams noch nicht lange bei Herrn Taschenbier lebte und beide noch Untermieter von Frau Rotkohl waren. In zehn turbulenten Kapiteln erleben wir, wie das Sams aus Winter und Adventstrubel das Beste macht: Bärenkostüm statt Wintermantel, Kekse in Würstchenform, Rodeln auf dem Backblech und Wunschgeschenke für alle. Am Ende erlebt die kleine Wahlfamilie ihren verrücktesten, aber auch schönsten Weihnachstabend.

Wie?

Wer das Sams kennt, weiß: Es ist ein wahrer Wortakrobat. Hier wird gedichtet und gereimt, es werden Worte verdreht und zurechtgerückt. Sprach- wie Verhaltensregeln bricht das Sams mit großem Spaß. Energisch verteidigt es sein Anderssein und lockt die Menschen aus der Reserve. Bis heute kann man von diesem Sams viel lernen!

Für wen?

Das Buch ist als Selbstlesebuch für Kinder ab sieben Jahren empfohlen. Als Vorlesebuch für gewitzte Vorschulkinder macht es auch großen Spaß. Denn die vielen Wortspiele sind laut gelesen umso amüsanter. Und an der spielerischen Gestaltung des Buchs - auf manchen Seiten schneit es, auf anderen werden die lustigsten Szenen lebendig - haben alle ihre Freude.

Von wem?

Vor 44 Jahren hat Paul Maar sein Sams erfunden; seitdem hat er viele Abenteuer erzählt und gezeichnet. Mit "Das Sams feiert Weihnachten" erscheint nun zum …mehr
Autorenporträt
Jubiläumsporträt zum 80. Geburtstag von Paul Maar

Ein fliegender Flohmarkt, ein tätowierter Hund und ein Wombär: willkommen in der Welt von Paul Maar!


Am 13. Dezember feiert der virtuose Geschichtenerzähler Paul Maar seinen 80. Geburtstag. Fast 100 Bücher hat er inzwischen für Kinder aller Altersgruppen geschrieben. Dazu kommen unzählige Briefe an seine Fans, die er nach wie vor gern persönlich und von Hand beantwortet. Wie seine legendärste Figur, das Sams, lebt der in Schweinfurt geborene Maar im oberfränkischen Bamberg - wenn er nicht gerade auf Lesereise ist und nicht selten 1.000 Kindern auf einmal vorliest. Wenn er unterwegs ist, nutzt er die Zeit gern, um an einem kleinen Gedicht zu arbeiten. Besonders den gleichmäßigen Rhythmus von schnellen Zugfahrten findet er nämlich höchst inspirierend.

Der Erfolg seiner Gedichte und seiner Texte für Kindertheater wird noch weit übertroffen vom Ruhm seiner Romane und Erzählungen, die er in der Mehrzahl selbst illustriert hat. Manche seiner Geschichten, zum Beispiel die vom tätowierten Hund, sind bald ein halbes Jahrhundert alt. Die Kinder lieben sie bis heute. Woran das liegt?

"Ich scheine mir meinen kindlichen Humor bewahrt zu haben und muss über dieselben Dinge lachen wie Kinder", sagt Paul Maar. "Manchmal sitze ich leise lachend am Schreibtisch, weil mir eine besonders witzige Formulierung eingefallen ist. Wenn ich sie Erwachsenen vorlese, ruft sie höchstens ein gnädiges Lächeln hervor. Umso mehr freut es mich, wenn dann bei Lesungen die zuhörenden Kinder genau bei dieser meiner Lieblingsstelle in lautes Lachen ausbrechen."

Zwar verkneift sich Maar den erzählerischen Zeigefinger, dennoch können Groß und Klein aus seinen Büchern viel lernen. Nicht nur aus den Fanbriefen kennt er die Ängste und Sorgen der Kinder. Daher macht er ihnen mit seinen Figuren und Geschichten Mut - mit Lippel, Herrn Bello, dem kleinen Känguru und all den anderen. Uns allen gibt er sein Lebensmotto mit auf den Weg: "Wannkapierst du endlich, dass Dinge, Termine, die dich ängstigen, sich hinterher immer als harmlos herausgestellt haben!" Obwohl die Erwachsenen von kindlichem Humor so wenig verstehen, haben sie Paul Maars Genie erkannt und ihm viele literarische Auszeichnungen verliehen - vom Deutschen Jugendliteraturpreis für sein Gesamtwerk bis zum E. T. A. Hoffmann-Preis. Letzteres wird ihn besonders gefreut haben, denn E. T. A. Hoffmann ist Maars erklärter Lieblingsdichter. Wie sein Vorbild begeistert sich Paul Maar auch fürs das Musiktheater - in seinem Fall natürlich ausschließlich für Kinder.

Interview mit Paul Maar

Sie gehören zu den erfolgreichsten Autoren im Bereich Kinder- und Jugendbuch in Deutschland - und das freche Taschenbier-Sams ist natürlich eine Ihrer bekanntesten Figuren. Welche samsigen Eigenschaften haben Sie?

Paul Maar: Ich sehe mich eher als den schüchternen Herrn Taschenbier, den "Vater" des Sams.

Das Sams reimt für sein Leben gern, genau wie Sie. Gibt es einen Sams-Lieblingsreim oder eine samsige Lieblingsredewendung des Wortkünstlers Paul Maar?

Paul Maar:
Wer viel zu essen bei sich hat
und alles isst, der ist dann satt.

oder

Ist der Aal total normal,
schwimmt er kahl durch den Kanal.
Weil er aber Haare hatte,
war's kein Aal, es war ne Ratte.

Am 5. Mai, einem Samstag, kam das Sams zu dem schüchternen Herrn Taschenbier und brachte sein Leben gehörig durcheinander. Das erste Sams-Buch erschien 1973 vor mehr als 40 Jahren. Sie waren damals 36 Jahre alt und hatten schon Erfolg mit dem Kinderbuch "Der tätowierte Hund". Wie entstand dann das Sams?

Paul Maar
: Meine Hauptfigur ist nicht etwa das Sams, sondern der angepasste, ängstliche Herr Taschenbier. Es gab ein Vorbild für ihn in meiner Kindheit. Ich hätte ihm damals gerne etwas mehr Lebensfreude vermittelt. Das kann man als Kind nicht. Aber als erwachsener Autor kann man ihn literarisch zum Leben erwecken und ihm eine Gegenfigur geben (das Sams), die das genaue Gegenteil von ihm ist und die ihn dazu bringt, seine Ängste abzubauen und etwas freier zu leben.

Das "Sams" zu lesen ist ein Riesenspaß für Kindern und Eltern. Wie viel Vergnügen hatten und haben Sie beim Erfinden der Geschichten, beim Dichten der Sams-Reime und verrückten Sams-Regeln wie natürlich beim Zeichnen - schließlich zeichnen Sie ja auch die Figuren in Ihren Büchern?

Paul Maar:
Was soll ich da sagen? Natürlich hatte ich viel Vergnügen beim Schreiben. Ich hoffe, man merkt das meinen Texten an.

Das Sams passt sich seinen Menschen an. Sind die schüchtern und trauen sich nicht, sich zu wehren, bekommen sie ein freches und wildes Sams und umgekehrt, wie im jüngsten Sams-Buch "Ein Sams zu viel". Warum ist das so und was für ein Sams würden Sie, Paul Maar, heute bekommen?

Paul Maar:
Wenn das Sams das Gegenteil von Herrn Taschenbier ist (wie oben beschrieben), muss natürlich das Sams der resoluten, autoritären Frau Taschenbier geradezu unerträglich brav sein! Mein Sams wäre frech, aber nicht so frech wie das von Taschenbier.

Das Sams lässt sich von niemandem unterkriegen, rechnet schneller als eine Maschine, dichtet für sein Leben gern und hat immer Appetit. In "Sams im Glück" wird auch Herr Taschenbier zeitweise zum Sams, und es scheint ihm dann so richtig gut zu gehen. Wünschen Sie sich als Sams-Überübervater die Welt samsiger - und was wäre dann eigentlich los?

Paul Maar:
Alle wären ein bisschen lockerer und die "German Angst" wäre nicht so groß.

Die FamilieTaschenbier wohnt in der Karl-von-Valentin Straße 7. Das hat doch ganz sicher eine bedeutigste Bedeutung, oder?

Paul Maar:
Ich liebe Valentins schrägen Witz und sein Spiel mit Worten. Er ist eines meiner Vorbilder beim Schreiben. Viele kurze Geschichten aus einem anderen meiner Bücher, "Das fliegende Kamel", könnten aus dem Drehbuch zu einem Kurzfilm mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt stammen.

Sie wuchsen einige Jahre bei Ihren Großeltern auf und Ihr Großvater, ein Gastwirt, erzählte seinen Gästen oft lange Geschichten. Er ermutigte Sie auch, eigene Geschichten aufzuschreiben. Wie hat Sie diese Atmosphäre und Bestärkung geprägt?

Paul Maar:
Ja, durchaus. Opa Schorsch war ein glänzender Geschichtenerzähler. Seine Gastwirtschaft war immer voll, weil alle seinen Geschichten lauschten. Ich habe als Kind von ihm gelernt, wie man eine Episode so erzählt, dass sie interessant wird. Und wie man sie am besten mit einer überraschenden Pointe abschließt.

Lesen war schon früh eine Ihrer Leidenschaften, genauso die Kunst. Ihr Vater hatte für diese Dinge kein Verständnis und Sie lasen heimlich. Was für eine Welt eröffnete Ihnen damals das Lesen und wie ist es heute?

Paul Maar:
Ich war und bin leidenschaftlicher Leser und glaube, dass niemand zum Autor wird, der es nicht ist. Lesen war für mich Befreiung aus einem tristen Alltag.

Wie hieß Ihr liebstes Kinderbuch als Kind?

Paul Maar:
"Die Indianergeschichte" von Günter Drabsch. Noch mehr als der Text haben mich die Holzschnitt-Illustrationen von Zacharias begeistert. Ich habe sie immer wieder nachgezeichnet. Meist auf den Rändern der Tageszeitung, weil es damals kaum Papier gab.

Sie sind oft auf Lesereisen und begeistern Kinder. Was lieben Kinder (und Eltern) am meisten am Sams und was wollen sie über das Sams wissen?

Paul Maar:
Kinder sagen (und schreiben) mir immer, dass sie besonders "die Sprüche", also die Sams-Reime, lieben. Ich glaube, den Erwachsenen geht es ebenso.

Na gut, die Frage müssen Sie vermutlich immer beantworten. Aber wir stellen sie trotzdem: Wenn Sie selbst ein Sams wären und noch einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen? Natürlich ganz genau formuliert ...

Paul Maar:
Dass ich, während es mir und meiner Familie weiterhin gut geht, noch viele Bücher schreiben kann.

Und zum Schluss: Wie wäre es mit einem Sams-Reim zum buecher.de-Kinderbuchfestival?

Paul Maar:

Bücher, bitte nicht vergessen,
sind zu lesen nicht zu essen!
Merkt das ein für alle Mal
beim Kinderbücher-Festival!

Interview: Literaturtest 2015

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Sabine Bohlmann: "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte"

Igel, Haselmaus, Murmeltier - die meisten Winterschläfer sind auffallend niedlich. Das süßeste von allen verschlafenen Tieren ist wohl der Siebenschläfer. In den Bilderbüchern von Sabine Bohlmann erlebt ein junger Siebenschläfer kleine Geschichten, die Kindern beim Einschlafen und Aufstehen helfen. Nach "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte" und der Fortsetzung "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte" handelt der dritte Band nun davon, wie das Tierchen lernt, seine geliebte Schmusedecke mit anderen zu teilen.

Was?

Die neue Gute-Nacht-Geschichte erzählt gleich mehrere kleine Abenteuer: Endlich aufgewacht kann sich das kleine Tier nicht von seiner Decke trennen, doch seine Freunde brauchen dringend seine Hilfe. Dem Eichhörnchen purzeln die Nüsse weg; die Haselmaus traut sich nicht vom Baum herunter; der Maulwurf steckt fest; und die Fledermaus will ein Piratenschiff bauen ...

Wie?
Mit viel Mitgefühl wird von den kleinen Tieren erzählt, die sich gegenseitig helfen und viel voneinander lernen. Durch die bezaubernden Farbillustrationen schließt man die Figuren sofort ins Herz. Die Bilder lassen aber auch viel Platz für die eigene Fantasie und regen zum Träumen an.

Für wen?

Das Bilderbuch hat die perfekte Länge als Einschlafgeschichte oder für eine gemütliche Vorlesepause. Schon kleine Kinder werden die Botschaft verstehen: Freundschaft hilft in der Not, und zusammen macht alles mehr Spaß.

Von wem?

Sabine Bohlmann, die mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in München lebt, ist als Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin von Erziehungsratgebern erfolgreich. Mit ihren Kinder- und Bilderbüchern - zuletzt "Und plötzlich war Frau …mehr
Autorenporträt
Sabine Bohlmann hat nach ihrer Schauspielausbildung in diversen TV-Filmen und Serien (u. a. Marienhof) mitgespielt sowie als Synchronsprecherin gearbeitet. So leiht sie u. a. Lisa Simpson und Vanessa Paradis ihre Stimme. Seit 2004 ist sie auch als erfolgreiche Autorin von Ratgebern, Kinderbüchern und Musik-CDs für Kinder tätig.
"Freunde sind im Grunde auch Familie."

Interview mit Sabine Bohlmann zu "Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte"

Liebe Frau Bohlmann, mal ehrlich: Sind Sie eher Langschläfer oder Frühaufsteher, Lerche oder Eule?


Ich bin ein total nerviger, fröhlicher Frühaufsteher. Auch am Wochenende. So richtig ausschlafen kann ich eigentlich gar nicht, weil der Tag sonst ohne mich anfängt, und ich muss doch mitmachen.

Verschlafene Tiere gibt es ja viele - wie kamen Sie ausgerechnet auf den Siebenschläfer?

Ich hab mich mal gefragt, warum der Siebenschläfer "Siebenschläfer" heißt. Da bin ich auf ein paar Fotos von Siebenschläfern gestoßen und fand die so unglaublich süß, dass ich da dachte, über den muss man einfach eine Geschichte machen. Das Schlafthema hat sich dann einfach angeboten, denn das macht ihn ja aus.

Ihre Bücher vom Siebenschläfer handeln zwar vom Einschlafen und Aufwachen. Doch nur mit der Hilfe der anderen Tiere überwindet der kleine Siebenschläfer seine Probleme. Steht in Ihren Geschichten die Freundschaft noch über der Familie?

Naja, die Familie Siebenschläfer schläft ja schon, weil das die Siebenschläfer so machen - nur die Freunde sind noch wach und können ihm einen Rat geben. Im Frühjahr sind es wieder die Freunde, die mit ihm spielen wollen, als er nicht aufwacht. Freunde sind im Grunde auch Familie, finde ich.

Der kleine Siebenschläfer und seine Freunde haben keine Namen. Möchten Sie, dass die Kinder sich selbst welche ausdenken?

Anfangs hieß der Siebenschläfer in meiner Geschichte "Glis glis" - das ist der lateinische Name des Tiers. Den fand ich sehr süß. Aber dann hat es sich angeboten, dass der Bär eben der Bär ist und die Eule die Eule und so weiter. Das klang netter. Und natürlicher.

Nach den Geschichten vom Einschlafen und Aufwachen ist die neue Geschichte abenteuerlicher. Es geht um Kreativität und Gemeinschaftsgeist. Wird es noch mehr "wache" Abenteuer vom Siebenschläfer geben?

Das verrate ich noch nicht, aber ich denke, es hat sich ausgeschlafen - einmal einschlafen, einmal aufwachen. Von jetzt an müsste dann schon ein bisschen Action sein.

Ein Markenzeichen der Serie sind die niedlichen Bilder von Kerstin Schoene, auf denen die Tiere sehr detailliert dargestellt sind und gleichzeitig Spielraum für die Fantasie bleibt. Wie läuft hier die Zusammenarbeit mit Frau Schoene?

Im Grunde schreibe ich erst einfach die Geschichte und Kerstin Schoene zeichnet. Danach sehe ich mir die Bilder an und meist sind sie schon genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Wie sind Sie als erfolgreiche TV-Schauspielerin und Synchronsprecherin zum Schreiben von Kinderbüchern und auch Sachbüchern gekommen?

Das war schon immer mein Traum. Und ich habe schon immer Geschichten geschrieben, seit ich schreiben kann. Als meine Kinder zur Welt kamen, hab ich ihnen zu Weihnachten jedes Jahr eine Geschichte geschrieben und illustriert. Geschichten zu Themen, die sie gerade beschäftigten. Und irgendwann hatte ich eine ganze Mappe voll mit Ideen. Und dann bin ich zur Buchmesse und hab meine Ideen dort den Verlagen gezeigt. Ganz hinten in der Mappe war die Idee zu meinem ersten Erziehungsratgeber "Ein Löffelchen voll Zucker", und das haben sich direkt zwei Verlage rausgepickt. Ich musste mich nur noch für einen der beiden Verlage entscheiden. Was für ein Glück! Und so hab ich erst mal eine ganze Menge Erziehungsratgeber gemacht.

Interview: Literaturtest

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