Autor: bücher.de
Datum: 01.09.2021
Tags: Empfehlung, Kinderbuch des Monats

Waldgeflüster / Ein Mädchen namens Willow Bd.2

Ein neuer zauberhafter Kinderroman der Autorin von "Frau Honig".
Die Sache mit der Liebe kann manchmal ganz schön verhext sein. Und dabei wäre es doch so leicht. Valentinas Mutter müsste sich einfach nur verlieben. Dann müsste Valentina, die vierte Junghexe im Bunde, nicht wegziehen. Und alles könnte einfach so weitergehen wie bisher. Vier Hexen in einem wunderbaren Hexenwald. Vier …
Gebundenes Buch
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Kinderbuch des Monats

Sabine Bohlmann: Ein Mädchen namens Willow – Waldgeflüster

Oft musste Willow in der Vergangenheit schon umziehen, doch endlich ist sie angekommen. Glücklich verbringt sie die meiste Zeit im Wäldchen in Begleitung von Rufus, dem magischen Fuchs, und ihren Hexenfreundinnen. Doch nun soll ausgerechnet ihre beste Freundin Valentina mit ihrer Mutter wegziehen. Unvorstellbar! Aber was wäre, wenn sich Valentinas Mutter und Willows Vater einfach verlieben würden, sodass sie alle eine Familie wären? So ein Liebeszauber ist allerdings gar nicht so leicht anzuwenden, dabei wird sogar das Hexenbuch beschädigt. So müssen die Mädchen herausfinden, was es mit der Liebe ganz ohne Hexerei auf sich hat …

Was?
Durch ihre Hexenkräfte sind Willow und ihre neuen Freundinnen Valentina, Gretchen und Lotti besonders eng mit der Natur verbunden – jedes Mädchen beherrscht eins der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Gemeinsam vereint sie so eine magische Freundschaft. Nachdem die vier in Band 1 den Wald, den Willow von ihrer Großtante geerbt hat, vor einer Immobilienfirma retten konnten, mischen sie sich diesmal in besonders heikle Angelegenheiten ein: die Liebe und die Gesundheit. Und da macht ihnen auch noch eine Jungsgruppe den Wald streitig …

Wie?
Einfühlsam und mit einem Gespür für die leisen Momente erzählt Sabine Bohlmann über Freundschaft, Aufwachsen und die Liebe zur Natur. Die spannende Geschichte wird von zahlreichen detaillierten Illustrationen begleitet: tanzenden Blättern, umherspringenden Waldtieren und stimmungsvollen Szenen.

Für wen?
Die Geschichte lockt nicht nur Stadtkinder dazu, den „Wald zu atmen“ und die Natur zu erkunden. Besonders Mädchen ab zehn Jahren werden von der magischen Welt von Willow begeistert sein.

Von wem?
Die Schriftstellerin und Schauspielerin Sabine Bohlmann ist in München aufgewachsen, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Doch immer wieder zieht es sie in die Natur. Die Ferien verbringt sie gern in ihrem Landhaus. Vielleicht kam ihr dort die Idee zu der Geschichte vom magischen Mädchen Willow. Sie hat auch schon viele andere Geschichten geschrieben, darunter die beliebten Reihen „Der kleine Siebenschläfer“ und „Frau Honig“.

Die atmosphärischen Bilder im Buch stammen von der Illustratorin Simona Ceccarelli, die mit ihrer mehrsprachigen Familie in Basel lebt. Vielseitig ist auch ihr beruflicher Weg: Erst war sie Medizinalchemikerin, bevor sie in San Francisco an einer Kunstakademie studierte und schließlich begann, Kinderbücher und Spiele zu illustrieren.

Und weiter?
Wer ihn noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall noch den bezaubernden ersten Band von „Ein Mädchen namens Willow“ lesen – und dann am besten selbst durch den Wald oder die Stadtnatur streifen. Die perfekte Begleitung dafür ist „Mein Waldtagebuch“: ein Notizbuch für Gedanken, Beobachtungen, Träume und Zeichnungen oder auch zum Trocknen gesammelter Blätter.

Autoreninterview

Interview mit Sabine Bohlmann zu „Ein Mädchen namens Willow“

Vor mehr als drei Jahren haben wir uns über Ihre bezaubernden Geschichten vom kleinen Siebenschläfer unterhalten. Was haben Sie mit ihm inzwischen alles erlebt?
Der kleine Siebenschläfer ist nun ein ständiger Begleiter in meinem Autorinnenleben geworden. Es sind so viele neue Bücher hinzugekommen. Ich durfte die Hörbücher einsprechen und habe mit meinem Kollegen Tommy Amper, einem wunderbaren Musiker, eine CD mit Songs produziert, die den Medienpreis „Leopold – Gute Musik für Kinder“ erhalten hat. Mit diesem kleinen Musical stand ich dann auch gemeinsam mit drei Musizierenden auf der Bühne. Außerdem gibt es den kleinen Siebenschläfer jetzt als Plüschtier und als „tonie“. Es gibt ein Spiel, Bettwäsche und Wärmflaschen – die Welt wächst und wächst und wächst. Inzwischen habe ich mir einen kleinen Schrank für all die wundervollen Dinge in mein Arbeitszimmer gestellt. Manchmal schau ich dort hinein und kann es gar nicht fassen! Als Nächstes wird es 24 Adventsgeschichten vom kleinen Siebenschläfer geben. Darauf freu ich mich auch schon sehr, denn ich liebe Weihnachten und alles, was damit zu tun hat.

Ihre Schreiblaufbahn haben Sie mit Erziehungsratgebern gestartet; es folgten einige Bilderbücher und Geschichten für jüngere Kinder. Nun sind Sie mit den bisher zwei Bänden von „Ein Mädchen namens Willow“ in die Welt der Magie eingetaucht. Was macht Ihnen dabei besonderen Spaß?
Diese magische Welt ist für mich ganz neu, wobei ich keine platte Magie schreiben wollte. Ich möchte, dass alles wirklich mystisch und vor allem naturverbunden ist. Früher waren Hexen Heilerinnen, die mit der Kraft der Kräuter gehext haben. Ich habe auch einige Elemente aus dem Schamanismus einfließen lassen, da ich diese Dinge, die mit Krafttieren und der Verbindung zur Natur zu tun haben, wahnsinnig schön und für Kinder sehr greifbar finde.

Nachdem im ersten Band die Freundschaft von Willow und den anderen Hexenmädchen im Zentrum stand, geht es diesmal um eine besondere Magie: die Liebe und das Verliebtsein. Wie erleben Zehnjährige das Thema?
Ich finde gar nicht, dass die Kinder in dem Alter immer nur kichern, wenn es um die Liebe geht. Meine Tochter hat sie in jedem Alter immer schon sehr ernst genommen – da haben eher die Erwachsenen manchmal gekichert. Sie kam sowohl aus dem Kindergarten als auch aus der Grundschule schon mit den Worten nach Hause: „Mama, heute hat die Liebe begonnen.“

In den „Willow“-Romanen spielt die Verbundenheit zur Natur eine große Rolle. Was tun Sie als Großstädterin, um der Natur nahe zu sein und sie auch Ihren Kindern nahezubringen?
Ich habe ein Ferienhaus auf dem Land und versuche so oft, wie es geht, durch den Wald zu spazieren. Ich wünsche mir, dass Kinder, die „Willow“ lesen, zu ihren Eltern sagen: „Lasst uns mal wieder in den Wald gehen!“ Denn ich möchte Lust auf den Wald und die Natur machen. Wir verlieren in unserem Alltag und der ständigen Hetze immer mehr den Kontakt dazu. Ich bin eigentlich ein typisches Stadtkind und wäre dabei gern noch mehr Naturkind. Also bemühe ich mich sehr, nicht gleich „Ihhh!“ zu rufen, wenn sich eine Spinne auf mir niederlässt – was aber nur manchmal klappt. Naturverbundenheit können wir alle lernen. Dabei hilft der Wald, denn er erdet einfach.

Das neue Buch haben Sie Ihren Eltern gewidmet. Hatten Sie eine so freie Kindheit wie Willow im Roman?
Meine Eltern haben mir eine wunderschöne Kindheit geschenkt. Wir waren zwar mehr in der Stadt als im Wald, aber ich hatte trotzdem alle Freiheiten. Und es wurde Zeit, meinen Eltern ein Buch zu widmen.

Interview: Literaturtest, 2021

Autorenporträt

Sabine Bohlmann ist 1969 geboren und in München aufgewachsen. Nach ihrer Schauspielausbildung spielte sie in diversen TV Filmen und Serien, außerdem ist sie als Synchronsprecherin tätig. Seit 2004 schreibt Sabine Bohlmann Kinderbücher und veröffentlichte bereits mehr als 40 Titel in verschiedenen Verlagen sowie Hörspiele, für die sie zudem die Songtexte schrieb. Außerdem führt sie Synchron-Regie bei Filmen und Serien. Sabine Bohlmann lebt mit ihrer Familie in München.

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