Qiu Xiaolong wurde in Shanghai geboren. Während der Kulturrevolution entging er aufgrund einer Erkrankung der Verbannung aufs Land. Er eignete sich Englisch im Selbststudium an, unter anderem anhand von Mao-Zitaten, da reguläre Lehrmaterialien zu dieser Zeit nicht verfügbar waren. Nach dem Ende der Kulturrevolution nahm er 1976 ein Studium der Anglistik und Literaturwissenschaft auf und übertrug Werke von T.S. Eliot und Kriminalromane von Raymond Chandler und Ruth Rendell ins Chinesische. 1988 ermöglichte ihm ein Stipendium die Ausreise in die USA. Nach der blutigen Niederschlagung der Demonstrationen auf dem Tian’anmen-Platz im Jahr 1989 entschied er sich, zunächst in den Vereinigten Staaten zu bleiben – erst 1995 kehrte er für einen Besuch nach Shanghai zurück. Seit 1994 unterrichtet Qiu Xiaolong chinesische Literatur und Sprache an der Washington University in St. Louis, wo er heute mit seiner Familie lebt. Seine Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Oberinspektor Chen ermittelt in einem mysteriösen Mordfall: Das Opfer, Guan Hongying, war Leiterin einer Kosmetikabteilung und Modellarbeiterin - als Heldin der Arbeit ein politisches Vorbild. In ihrem Wäscheschrank findet Chen bürgerlich-dekadente Reizwäsche und ein Bündel erotischer Fotos. Keine Frage: ein brisanter Fall, der bis in die höchsten poitischen Kreise führt.
Shanghai 1990, eine Stadt an der Schwelle zwischen Kommunismus und Kapitalismus: Qiu Xiaolongs spannender Kriminalroman führt den Leser mitten in das chinesische Alltagsleben - eine fesselnde Krimi-Sensation.