Wolfram Frietsch. Dr. phil., M. A. Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Mediävistik und Politikwissenschaft; 1. und 2. Staatsexamen für die Laufbahn des höheren Schuldienstes; Autor, Vortragender, Dozent in der Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Philosophie, Literatur, Politik, Musik, die Psychologie C. G. Jungs und Betriebliche Kommunikation; Vorsitzender der Gesellschaft für angewandte Philosophie in Baden-Baden; Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Resilienz und Literatur e. V.
Peter Handke - C. G. Jung. Selbstsuche - Selbstfindung - Selbstwerdung
Peter Handke – C. G. Jung. Es könnte nicht unterschiedlicher sein: Auf der einen Seite der moderne Autor Peter Handke, der immer wieder auf seine Unabhängigkeit besteht, auf der anderen Seite der Schweizer Tiefenpsychologe C. G. Jung, der durch seine Forschung die Verankerung des Einzelnen in der Menschheitsgeschichte bewies. Gerade deshalb ist man von der offensichtlichen Übereinstimmung der Handkeschen Texte mit der Jungschen Psychologie verblüfft. Denn ausnahmslos folgen die Texte der Struktur des Individuations-prozesses, beginnend mit dem „Kurzen Brief zum Langen Abschied” bis hin zur Tetralogie „Langsame Heimkehr”. Die klassischen Stufen der Individuation oder Selbstwerdung sind in den Texten Peter Handkes deutlich sichtbar.