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Tim Feldmüller

Tim Feldmüller hat Deutsch als Fremd- und Zweitsprache am Herder-Institut der Universität Leipzig studiert. Er war an den Universitäten Leipzig und Düsseldorf als wissenschaftlicher Mitarbeiter und wurde in Leipzig mit einer Arbeit zur corpus-driven und Frame-semantischen Erschließung des Framings von Extremismusvarianten promoviert. Während der Promotion war Tim Feldmüller zwei Mal zu Forschungsaufenthalten an das Deutsche Seminar der Universität Zürich eingeladen. Seit 2023 arbeitet er im Programmbereich Korpuslinguistik am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. Seine Forschung findet an der Schnittstelle von Korpus- und Diskurslinguistik sowie Digital Humanities statt. Dabei setzt er lieber große als kleine Korpora ein, um mit quantitativen bzw. distributionell-semantischen Methoden sprachliche Muster zu identifizieren, die etwas über die Verhandlung aktueller Themen in Diskursen verraten. Thematisch hat er sich bereits mit Diskursen um u. a. Extremismus, Behinderung sowie Gender und Geschlecht befasst.

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Das Framing von Extremismusvarianten im medialen Diskurs der Jahre 1999–2021 Produktbild: Das Framing von Extremismusvarianten im medialen Diskurs der Jahre 1999–2021 Band 2

Das Framing von Extremismusvarianten im medialen Diskurs der Jahre 1999–2021

Die vorliegende Arbeit untersucht das Framing von Extremismusvarianten im medialen Diskurs der Jahre 1999 – 2021 und entwickelt eine corpus-driven Methode zur Erschließung und Visualisierung semantischer Frames. Sie verbindet Frame-semantische Theorie nach Busse mit Methoden und Annahmen der distributionellen Semantik und entwickelt ein Verfahren, um diskursives Wissen aus der musterhaften Verteilung von Wörtern in Korpora induktiv zu rekonstruieren.

Als Datengrundlage dient ein umfangreiches Korpus aus Online-Artikeln der Zeitungen taz, Spiegel und Welt. Methodisch kombiniert die Arbeit Word Embeddings und Kollokationsanalysen, um Frame-Elemente und ihre Relationen zu identifizieren und als Kollokationsnetzwerke zu visualisieren. Dieser Ansatz ermöglicht es, einen großen Teil des verstehensrelevanten Wissens zu erschließen, das zum Verständnis von Extremismus als sozialem Konzept notwendig ist, ohne auf vorab definierte Kategorien zurückzugreifen.

Die Analyse untersucht kontrastiv das Framing von Rechts- und Linksextremismus sowie Islamismus über acht Zeiträume hinweg sowie im Vergleich der Zeitungen. Sie zeigt, wie unterschiedliche Extremismusvarianten in den drei Zeitungen gerahmt werden, welche Akteure als extremistisch gelten, welche Handlungen ihnen zugeschrieben werden und wie sich diese diskursiven Konstruktionen im Zeitverlauf wandeln. Die Arbeit leistet damit sowohl einen methodischen Beitrag zur korpuslinguistischen Diskursanalyse als auch einen inhaltlichen zur Beschreibung des medialen Extremismusdiskurses in Deutschland.

Der Verkaufspreises dieses Buches in Deutschland wird auf 45 EUR festgesetzt.
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