Autor im Porträt

Toptitel von Thomas Finn

Der silberne Traum / Die Chroniken der Nebelkriege Bd.1

Der silberne Traum / Die Chroniken der Nebelkriege Bd.1

Broschiertes Buch
Die Elfe Fi erwacht ohne Erinnerungen auf einem mysteriösen Schiff auf dem Meer. Nach und nach findet sie heraus, dass die böse Nebelkönigin Morgoya das Land und das Volk der Elfen unterworfen und versklavt hat. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden, einer Möwe und einem Meermann, begibt sie sich auf eine möglicherweise tödliche Mission: ihr Zuhause zu retten.
Eine magische Geschichte über die Hintergründe der Nebelkriege und für alle Liebhaber des Meeres - für jugendliche und junggebliebene Leser.
Thomas Finns legendäre Nebelkriege-Chroniken in prachtvoller Neuausstattung und in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit der Vorgeschichte der Elfe Fi.
…mehr
14,95
Lost Souls

Lost Souls

Broschiertes Buch
Ein neuer hochkarätiger Horror-Thriller aus der Feder von Erfolgsautor Thomas Finn
Die Archäologin Jessika Raapke ist eben erst mit ihrer Adoptivtochter Leonie nach Hameln gezogen, als man sie bittet, einen unheimlichen Vorfall in der alten Kirche zu untersuchen: Bei Bauarbeiten wurde ein verborgener Sarkophag beschädigt, kurz darauf tötet ein riesiger Rattenschwarm einen der Arbeiter. Jessika findet an dem Sarkophag, der vollkommen leer ist, eine halb zerstörte lateinische Bannschrift mit einem Hinweis auf den sagenumwobenen Rattenfänger. Während Jessika den historischen Hintergründen der Sage um den Rattenfänger von Hameln auf den Grund geht, ereignen sich überall in Hameln unheimliche Rattenübergriffe. Dann ist Leonie plötzlich verschwunden ...…mehr
9,99

Thomas Finn

Thomas Finn wurde 1967 in Chicago geboren und lebt heute in Hamburg. Bekannt und preisgekrönt wurde er als Mitautor des bekanntesten Fantasy-Rollenspiels 'Das schwarze Auge'. Nach einigen Jahren als Lektor und Dramaturg arbeitet er heute hauptberuflich als Roman-, Spiele-, Theater- und Drehbuchautor.

Kundenbewertungen

Mind Control / Justifiers Bd.3

Bewertung von Totsänger am 21.07.2011
Reszension zu MIND CONTROL von TOM FINN Nikolaj Poljakow ist der Besitzer des Interstellar Grössten Xeno-Spektakulariums, einem Art Wanderzoo für außerirdische Wesen aller Art- vom exotischen Affen über Riesenspinnen, bis zum Gorgonenbaum. Diese in freier Wildbahn teils sehr gefährliche Tiere üben auf die Crew des Xeno-Spektakulariums jedoch keine Gefahr aus. Denn Nikolaj ist Psioniker, mit der Gabe höhere animalische Daseinsformen zu kontrollieren. Und sein Schiff hält mehr als nur ein Geheimis auf Lager. Bei einem Rotinetreffen mit einem Firmenarbeiter, wird Nikolaj entführt und in das Kingdom of Zulu gebracht, in das Reich eines Herrschers der in Afrika ein Imperium aufgebaut hat und der die Gabe besitzt, die Kräfte anderer Psioniker, von denen im viele zu Diensten stehen zu fördern. Dort unterbreitet er Nikolaj Poljakow ein unausschlagbares Angebot: Er soll für ihn eine Entführung bewerkstelligen. Poljakow kann nicht ablehnen, denn Zulu pflanzt einen Riesenwurm in seinen Körper ein, der ihn innerhalb von einer Woche töten wird. Und nur mit Zulus Hilfe wird er dem Tod entgehen können. Tom Finn hat mit Mind Control einen spannenden, actionreichen Roman geschaffen, mit zahlreichen Geheimnissen wie bereits in WEISSER SCHRECKEN. Seine Figuren überzeugen auf ganzer Linie und sind liebevoll ausgearbeitet worden. So kann man auch den Gegenspielern etwas abgewinnen. Zum Ende schafft er es sämtliche Stricke miteinander zu verknüpfen und den finalen Showdown einzuführen. Was diesen Justifiersroman noch zu etwas Besonderem macht ist, dass er Handlungen aus sämtlichen bereits erschienen Romanen (Missing in Action, Undercover, Collectors), sowie aus Kommenden (Zero Gravity, Outcast, Sabotage) mit seiner eigenen Handlung verknüpft. Dennoch kann man dieses Buch ohne Vorwissen lesen. Im Gegenteil MIND CONTROL bietet sich regelrecht als Einstiegsroman in die Welt der Justifiers an. Tom hat also wieder einmal Alles richtig gemacht. Fünf Sterne.

Weißer Schrecken

Bewertung von horrorbiene am 10.03.2011
Auf dem Buchrücken wird klar mit einem Vergleich geworben: „Der ultimative Thriller für alle Stephen-King-Fans!“. Nach dem Studieren des Klappentextes wird auch schnell klar wieso: Das Buch hat an vielen Stellen Ähnlichkeiten mit diesem ganz bestimmten Werk von Stephen King. ES. Der Klappentext hat schon sehr mein Interesse geweckt, doch dass der Verlag sogar mit dem gezielten Vergleich „Fans von Stephen Kings „Es“ aufgepasst, auf allen Plattformen wirbt, macht mich doch schon etwas skeptisch. Denn ES ist eines meiner Lieblingsbücher, wenn nicht sogar DAS Lieblingsbuch überhaupt. Was dieses Buch so außergewöhnlich macht ist die unglaubliche atmosphärische Dichte, der ungeheuer ausführliche Erzählstil, der nicht nur die Charaktere so plastisch und real erscheinen lässt, sondern auch die Bedrohung des unbekannten Wesens so stark hervorhebt. So war eigentlich bereits vor der Lektüre von „Weißer Schrecken“ klar, dass das Buch entweder eine wirklich gute oder eine sehr schlechte Wertung von mir erhält. Um es kurz zu machen, trotz des steten Vergleichs mit dem großen Bruder, ist dieses Werk wirklich herausragend. Das Buch zu lesen hat unheimlichen Spaß gemacht und das unheimlich ist bitte wörtlich zu nehmen. Zwar ist dieses Buch, wie man an der Seitenzahl erkennen kann, bei weitem nicht so ausführlich wie ES, dennoch schafft Finn es, ziemlich schnell eine bedrohliche Situation entstehen zu lassen und auch die Charaktere sind sehr realistisch gestrickt. Es sind deutliche Parallelen zwischen den Büchern festzustellen: Die Protagonisten sind jugendlich und die Erwachsenen sind irgendwie komisch, das Grauen kehrt in regelmäßigen Abständen wieder und betrifft nur Kinder und das Grauen ist nicht von dieser Welt. Die größte Parallele ist jedoch, dass wir den Großteil des Buches aus Sicht der Jugendlichen erleben und zum Schluss der sich unvermeidlich daraus ergebende Kampf der Erwachsenen gegen das Grauen. Doch auch Unterschiede kann man festhalten: An jedem Sommertag juckt es mich unter den Nägeln wieder mit ES zu beginnen, da dieses Buch die Stimmung des Sommers so hervorragend einfängt. Weißer Schrecken dagegen spielt im kalten Winter und wenn ich dieses Buch noch einmal lesen werde, dann auf jeden Fall im Vorfeld des 6. Dezember. Dieses rate ich auch allen, die sich dieses Buch vornehmen wollen. Für diese Zeit ist es wirklich stimmungsvoll. Das Buch ist definitiv ein Highlight. Es besticht durch den Mix aus Horror, Thriller und ein klein bisschen Fantasy. Es ist definitiv nicht nur etwas für Fans von Stephen King. Oder besser gesagt: Wem King zu ausführlich und langatmig schreibt, dennoch gern Horror/Thriller liest, ist bei diesem Buch genau richtig. Die Geschichte wird flüssig aus wechselnden Perspektiven der Protagonisten erzählt. Da sich die Gruppe teilweise trennt, ist dies ein schönes Mittel um die Spannung hochzuhalten. Schön ist auch, dass die eine oder andere falsche Fährte gelegt wird und das Ende hat auch noch einen kleinen Überraschungsaspekt. Fazit: Dieses Buch ist ein wirklich spannender Thriller mit fantastischen Elementen und jugendlichen Protagonisten. Ich habe mich schon lange bei keinem Buch mehr wirklich gegruselt, doch hier ist dies der Fall gewesen. Um die richtige Stimmung für das Buch zu haben, sollte man es auf jeden Fall im Winter, am besten im Vorfeld des 6. Dezember lesen. Aufgrund des Gruselfaktors und der Atmosphäre ein klares Highlight des Genres.

Der Funke des Chronos

Bewertung von Günther W. aus Elmshorn am 25.02.2008
Außergewöhnlicher Roman! Spannend und innovativ, außerdem sehr gut recherchiert. Sehr empfehlenswert.

Weißer Schrecken

Bewertung von BlueNa aus Remchingen am 28.01.2011
Im tiefen Schnee lauert eine dunkle Macht Die Freunde Andy, Robert, Niklas, Elke und Miriam leben im beschaulichen Dörfchen Perchtal im Berchtesgadener Land. Sie verstehen sich super, aber jeder von ihnen hat mit seinen Eltern ein eigenes Päckchen zu tragen. Am Tag vor Nikolaus findet Elke bei einem Eishockeyspiel eine Mädchenleiche im zugefrorenen See, die sie anzublicken scheint. Und noch etwas ist sonderbar: Die Tote sieht Elke und ihrer Zwillingsschwester Miriam zum Verwechseln ähnlich. Am 06. Dezember will Pfarrer Strobel mit den fünf Teenagern eine Nachtwanderung machen. Dies und der Leichenfund macht die Freunde misstrauisch und sie beginnen in der Dorfvergangenheit zu forschen. Sie fördern Erschütterndes zu Tage, was ihre eigene Vergangenheit betrifft und sie kommen einer uralten und unglaublich grausamen Macht auf die Spur, die alles um sie herum zu verschlingen droht! Bald ist alles so verworren, dass sie niemand mehr trauen können! Kann sie noch aufgehalten werden? Mit „Weisser Schrecken“ legt Thomas Finn einen überaus spannenden und mitreissenden Mistery-Thriller vor, der einem eisige Schauer über den Rücken jagt und an die Seiten fesselt. Er verwebt die Legende um den heiligen Nikolaus und seinem schaurigen Knecht Ruprecht zu einem Roman, in dem fünf befreundete 15-Jährige versuchen, sich und ihren Heimatort vor einer großen Katastrophe zu bewahren. Die Legenden, Überlieferungen und Brauchtümer des alpinen Raumes spielen ebenso, wie unser keltisches Erbe eine große Rolle in diesem Buch. Während des Lesens fügte sich ein Puzzleteil passgenau in das Andere und so zeichnete sich eine überaus grausige Bedeutung des Nikolauses ab, was ich sehr interessant fand! Der Schreibstil des Autors ist wunderbar flüssig zu lesen und durch lange, sowie kurze Sätze, schaffte Thomas Finn es, Spannung rasant aufzubauen und mich an den Buchseiten kleben zu lassen. Diese flogen nur so durch meine Finger und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Andreas, Andy, ist als Hauptprotagonist besonders gut charakterisiert und herausgearbeitet. Er und seine Freunde leiden schon die ganze Zeit unter dem merkwürdigen Verhalten ihrer Eltern. So ist Andy ganz alleine und auf sich gestellt in einem großen Haus, was ihn selbständiger werden ließ, als es für einen 15-Jährigen zu erwarten wäre. Auch Robert, Niklas und die Zwillingsmädchen sind mit den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften ausgestattet. Alle haben ihre liebenswerten Eigenheiten oder auch ihre Seiten, die einen Teenager ausmachen. Das Cover des 496 Seiten starken Taschenbuchs ist sehr gelungen gestaltet. In eisigem Blau gehalten, starrt uns ein frostiges Auge entgegen, während der Titel des Buches in rostroten Lettern aufgedruckt ist. Das Buch hätte mich in der Bücherhandlung von selbst angesprungen! „Weisser Schrecken“ erhält von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung, denn so ein spannendes, interessantes und eisigkaltes Buch ist mir schon lange nicht mehr unter gekommen!

Weißer Schrecken

Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 25.10.2010
Andreas, Robert, Niklas, sowie die Zwillingsschwestern Elke und Miriam werden, nach einer handfesten Auseinandersetzung mit ihrer verfeindeten Dorfclique, vom Vertrauenslehrer der örtlichen Schule zu einem Eishockeyturnier kommandiert, um den Zwist in einen sportlichen Wettstreit zu wandeln. Als dunkle Sturmwolken sich über dem gefrorenen See, einem finsteren Omen gleich, zusammenziehen, macht Elke eine erschreckende Entdeckung im Eis. Aus der kalten, blanken Oberfläche starren sie die Augen eines Mädchens an, das Elke wie aus dem Gesicht geschnitten gleicht… Es hat sich 1978 in Perchtal zugetragen, die Erwachsenen wissen davon, hüten dieses Wissen und scheinen sogar darin verstrickt. Doch nun hat der erfrorene Leichnam an diesem Geheimnis gerüttelt und die fünf Freunde müssen erkennen, das ihr Schicksal mit dem Nikolaustag im Jahre 1978 auf verstörende Weise verbunden ist. Ein vom Schneesturm umschlossenes Dorf im Berchtesgadener Land, in dem ein uraltes dunkles Geheimnis verborgen liegt, vergessene keltische Bräuche und christliche Traditionen zugeschnitten auf den Kult um den Nikolaus und Knecht Ruprecht, machen den neuen Finn zu einem wirklich aussergewöhnlichen Lesegenuss. Der Autor hat viel Mühe in die Recherche der alpinen Brauchtümer und Legenden um die Entstehungsgeschichte des Nikolauses investiert, denn hier wird fundiert ein grausamer Mythos zum Leben erweckt, der gerade durch die immer wieder erwähnten historischen Quellen, eine schaurige Authentizität erfährt. Neben diesem sorgsam aufgebauten und atmosphärisch höchst eindrucksvollem düsteren Kult um den Stiefelbefüller und Kinderfresser, sind es vor allem die Romanfiguren, welche dieses Buch zu einem Höchstgenuss fantastischer Literatur werden lassen. In stets eisiger Stimmung hat Thomas Finn seine Charaktere individuell gestaltet und schafft es allein durch den Hintergrund seiner Akteure eine Stimmung des Schreckens aufzubauen. Eigentlich bräuchte dieses Buch keine uraltes Grauen, das auf den Nikolaustag fällt, keinen zum Leben erwachten alptraumhaften Aberglauben, die Geschichte um Andreas, Niklas, Robert, sowie Elke und Miriam allein ist schon Stoff für einen packenden Roman, der unter die Haut geht. Thomas Finn baut in Weisser Schrecken das Schaurige sorgsam und feinfühlig auf, legt gekonnt einige falsche Fährten und schafft es so absolut zu fesseln und eine eisige Sogwirkung auf den Leser auszuüben. Was zu nächst in ruhiger Stimmung langsam beginnt, wendet sich schnell zu einem hochspannenden Abenteuer, so undurchsichtig wie die Schneeverwehungen unter denen Perchtal begraben liegt. In seinem Wechselspiel aus Einblicken in kirchliches Brauchtum und heidnische Sitten, sowie dem rebellischen Trotz der fünf Freunde, entsteht eine frostige Dramatik mit turbulenter Entwicklung und überraschenden Wendungen. Wer Nikolaus bis dato für einen fröhlichen Feiertag gehalten hat, wird durch Thomas Finn eines besseren belehrt, denn dieses selige Bild zerstört der Autor gnadenlos. Ein brillanter Winter Thriller zwischen Mystery und Urban Fantasy, in dunklem Gewand, mit Gänsehautgarantie. Thomas Finns „Weisser Schrecken“ – Ein fantastischer Roman der Güteklasse A, bei dem einfach jedes Detail stimmt. Einfühlsam gezeichnete Figuren, eine grandiose Atmosphäre, die sich durch den gesamten Roman zieht, der genau richtige Wechsel aus temporeichen Momenten und stilleren Situationen, gekonnte Action, fesselnde übernatürliche Phänomene, grosse Bilder und eine morbiden Note vom einem Autor, der weiss wo von er spricht, wenn von Berchtesgaden, christlichen und heidnischen Traditionen die Rede ist. Dieser schaurige Roman ist kein Buch für winterliche Leseabende, es ist das Buch für solche Momente

Der Funke des Chronos

Bewertung von Nina [libromanie.de] am 22.06.2009
Seit seiner Kindheit im Waisenhaus erhält Tobias, der mittlerweile Medizin studiert und gerade von seiner Freundin verlassen wurde, zu jedem Weihnachtsfest ein Päckchen von einem Unbekannten. Dieses Jahr enthält es einen geheimnisvollen Stab und eine Nachricht, die Tobias endlich Aufschluss über seine Herkunft geben könnte. Doch statt das Rätsel zu lösen, gerät Tobias in eine tödliche Auseinandersetzung, aus der es nur eine Fluchtmöglichkeit gibt – eine Reise in die Vergangenheit… So verschlägt es Tobias und den Leser ins Hamburg des Jahres 1842, wenige Tage, bevor der große Brand ausbricht und das Stadtbild der hanseatischen ‚Perle’ unwiderruflich verändert. Jahrelange Recherchearbeit und detailreiche, lebhafte Beschreibungen vermitteln dem Leser den Eindruck, tatsächlich Seite an Seite mit Tobias durch die Stadt zu wandern, einen bestialischen Mörder zu verfolgen, verzweifelt nach der verschwundenen Zeitmaschine zu suchen, die ihm die Rückreise in sein altes Leben sichern soll, und sich dabei auch noch zu verlieben. Währenddessen trifft man nicht nur auf historisch verbürgte Personen wie etwa den Dichter Heinrich Heine, sondern auch auf einen mysteriöse Geheimbund und Technikliebhaber, die einen Einblick in den damaligen Stand der Wissenschaft, etwa in Bezug auf die Eisenbahn, liefern. Die Tatsache, dass Charaktere der unteren Gesellschaftsschichten in Mundart – Platt, Hessisch oder Jiddisch – sprechen, hemmt zwar manches Mal den Lesefluss, trägt aber wunderbar zur Atmosphäre bei. Ohnehin sind die Figuren allesamt ausreichend klar umrissen, sodass man sie gerne auf ihren Abenteuern begleitet. Lediglich erzähltechnisch hapert es an manchen Stellen ein bisschen. So wird Tobias gleich zweimal in letzter Sekunde gerettet, was dem Spannungsbogen nicht unbedingt zuträglich ist. Auch stört es, wenn der Autor seine Hauptfigur regelmäßig als «der Student« bezeichnet und dieser jeden Morgen erwacht, ohne zu wissen, wo er ist. Oder sich seine «blonden« Haare aus dem Gesicht streicht. All das sind Informationen, die der Leser sich vermutlich auch merken kann, ohne dass sie ständig wiederholt werden müssen. Auch der Anfang und die plötzliche Flucht mithilfe der Zeitmaschine wirken noch etwas holprig, zumal die Idee der Zeitmaschine zunächst nicht allzu innovativ scheint. Liest man aber im Anhang, in dem man neben dem Nachwort auch zwei Karten von Hamburg und ein Register der historisch verbürgten Personen findet, dass Thomas Finn mit dem Roman u.a. eine Hommage an H.G. Wells schreiben wollte, sieht man die Zeitmaschine gleich wieder in einem anderen Licht. Außerdem ist man durch den rasanten Start ohne viel Vorgeplänkel gleich mittendrin in der Geschichte, die sich zügig entwickelt und auf ein dramatisches, zufrieden stellendes Ende zusteuert. FAZIT: Ein unterhaltsamer Ausflug in ein authentisches Hamburg während der Biedermeierzeit.
» Mehr anzeigen