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Wert und Wahn
Hielt Horkheimer noch 1968 die Arbeiten der Kritischen Theorie zum Antisemitismus für unabgeschlossen und formulierte als künftige »Aufgabe, herauszufinden, ob nicht all diesen feindlichen Haltungen […] eine bisher unbekannte, tieferliegende, aufs engste mit der Geschichte der Zivilisation verknüpfte Wurzel zugrundeliegt«, so trägt Maul mit Wert und Wahn Gründe dafür zusammen, dass womöglich der ambivalente Charakter des Geldes diese Wurzel sei.
Ausgehend von Adornos bisher nicht hinreichend gewürdigter Entdeckung der Widersprüchlichkeit der Ware Arbeitskraft, unternimmt Thomas Mauls wertkritische Intervention den Versuch, deren Implikationen zu entfalten und konsistent zu Ende zu denken. Dabei gelingt es dem Autor, mit den Mythen und Dogmen sowohl der Traditionsmarxisten als auch der selbsternannten Traditionsüberwinder aufzuräumen, die inzwischen jede egalitäre, unschuldige und kritische Lektüre der Marxschen Originaltexte verstellen.
Buch (Taschenbuch)
32,00€